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DE102009003297A1 - Fügevorrichtung für ein stoffschlüssiges Fügen - Google Patents

Fügevorrichtung für ein stoffschlüssiges Fügen Download PDF

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DE102009003297A1
DE102009003297A1 DE102009003297A DE102009003297A DE102009003297A1 DE 102009003297 A1 DE102009003297 A1 DE 102009003297A1 DE 102009003297 A DE102009003297 A DE 102009003297A DE 102009003297 A DE102009003297 A DE 102009003297A DE 102009003297 A1 DE102009003297 A1 DE 102009003297A1
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DE
Germany
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joining
joining device
feeding device
energy beam
additive material
Prior art date
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Application number
DE102009003297A
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English (en)
Inventor
Igor Haschke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Scansonic MI GmbH
Original Assignee
Scansonic MI GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Scansonic MI GmbH filed Critical Scansonic MI GmbH
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Abstract

Eine Fügevorrichtung für ein stoffschlüssiges Fügen mittels eines Zusatzwerkstoffs (16) zum Erzeugen einer Fügenaht (28) hat eine Zuführeinrichtung (22) für einen Zusatzwerkstoff (16), die ausgebildet ist, den Zusatzwerkstoff (16) im Betrieb der Fügevorrichtung (10) zuzuführen, eine Leiteinrichtung (14) für wenigstens einen Energiestrahl zum Schmelzen des Zusatzwerkstoffs (16) und ein Tastelement (18), das mit der Zuführeinrichtung (22), dem Zusatzwerkstoff (16) und der Leiteinrichtung (14) für den Energiestrahl derart verbunden ist, dass eine laterale Auslenkung des Tastelements (18) - bezogen auf den Verlauf einer zu erzeugenden Fügenaht (28) - eine entsprechende Auslenkung der Zuführeinrichtung (22) und der Leiteinrichtung (14) bewirkt, wobei die Fügevorrichtung (10) einen Grundkörper (12) aufweist, der in Bezug auf eine zu erzeugende Fügenaht (28) in lateraler Richtung auslenkbar ist, wobei das Tastelement (18) und die Leiteinrichtung (14) fest mit dem Grundkörper (12) verbunden sind und wobei die Zuführeinrichtung (22) über ein passives Andruckelement (24) mit der Fügevorrichtung (10) derart verbunden ist, dass das passive Andruckelement (24) im Betrieb der Fügevorrichtung (10) eine Vorspannungskraft eines distalen Endes des Zusatzwerkstoffs (16) in Richtung einer zu erzeugenden Fügenaht (28) bewirkt und die Zuführeinrichtung (22) in Bezug auf laterale Auslenkungen des Grundkörpers (12) mit diesem gekoppelt ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Fügevorrichtung für ein stoffschlüssiges Fügen mittels eines Zusatzwerkstoffs zum Erzeugen einer Fügenaht, mit einer Zuführeinrichtung für einen Zusatzwerkstoff, die ausgebildet ist, den Zusatzwerkstoff im Betrieb der Fügevorrichtung zuzuführen, mit einer Leiteinrichtung für wenigstens einen Energiestrahl zum Schmelzen des Zusatzwerkstoffs und einem Tastelement, das mit der Zuführeinrichtung, dem Zusatzwerkstoff und der Leiteinrichtung für den Energiestrahl derart verbunden ist, dass eine laterale Auslenkung des Tastelements – bezogen auf den Verlauf einer zu erzeugenden Fügenaht – eine entsprechende Auslenkung der Zuführeinrichtung und der Leiteinrichtung bewirkt. Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung einer solchen Fügevorrichtung für ein stoffschlüssiges Fügen.
  • Aus der DE 100 068 52 C5 ist eine Fügevorrichtung für ein stoffschlüssiges Fügen mittels eines Energiestrahls, insbesondere Laserstrahls, unter Verwendung eines Zusatzdrahtes bekannt. Der Zusatzdraht wird mittels einer Zuführeinrichtung zugeführt und als mechanisches Tastelement verwendet. Nachteilig an dieser Vorrichtung ist, dass die kraftschlüssige Führung des Zusatzdrahtes zu einer Durchbiegung desselben sowie einer Verlagerung des Zusatzdrahtes in einem Drahtzuführkanal der Zuführeinrichtung führt, da der Innendurchmesser des Drahtzuführkanals notwendigerweise etwas größer sein muss als der Durchmesser des Zusatzdrahtes. Dies wiederum führt zu einer Verlagerung des Energiestrahls in Kraftrichtung. Dies kann zwar grundsätzlich durch ein sogenanntes „Offset” kompensiert werden, problematisch ist allerdings, dass die zusätzliche Verlagerung von verschiedenen Einflussgrößen wie der Andruckkraft, der Temperatur und dem Verschleißzustand der Drahtzuführeinrichtung abhängt.
  • Die kraftschlüssige Führung des Zusatzdrahtes erhöht den Verschleiß in der Zuführeinrichtung und erhöht darüber hinaus die Anforderungen an die durch das Drahtfördersystem aufzubringende und auf den Draht zu übertragende Kraft.
  • Bei sehr weichem Draht (z. B. AlSi12-Draht) führt die prinzipbedingte Reibung dazu, dass sich der Drahtzuführkanal mit der Zeit zusetzt. Zur Lösung dieses Problems werden derzeit Zuführkanäle aus hochtemperaturfesten Kunststoffen verwendet. Diese Kunststoffteile sind jedoch sehr teuer und haben im Dauerbetrieb nur geringe Standzeiten. Bei sehr dünnem und/oder weichem Zusatzdraht biegt sich der Draht aufgrund der kraftschlüssigen Führung sehr stark durch und reagiert empfindlich auf Kraftschwankungen. Daraus resultiert eine Fehlpositionierung des Energiestrahls. Auch kann die Überlast zum Abknicken des Drahtes und einer damit einhergehenden Fehlfunktion führen, die eine Zerstörung von Anlagenkomponenten verursachen kann.
  • Durch die Entwicklung höherfester Stähle ist mit einem zunehmenden Einsatz dünnerer Bleche zu rechnen, wodurch die Anzahl der Fügeaufgaben mit kleiner Kantenhöhe erheblich zunehmen wird. Hierfür sind entsprechend dünne Zusatzdrähte erforderlich, bei denen die vorstehend beschriebenen Probleme auftreten.
  • Schnell wechselnde dynamische Belastungen auf das aus der DE 100 068 52 C5 bekannte Nahtführungssystem können von diesem nur mit zeitlicher Verzögerung ausgeregelt werden. Dies führt zu temporären Schwankungen der Durchbiegung des Drahtes und damit zu Fehlpositionierungen des Energiestrahls und entsprechenden Qualitätseinbußen.
  • Ferner ist das aus der DE 100 068 52 C2 bekannte System nicht einsetzbar, wenn kein Zusatzdraht erwünscht ist. Ein solcher Zusatzdraht kann zum Beispiel aus Kostengründen entfallen. Auch gibt es Fügeprozesse, die keinen kalten Zusatzdraht zulassen oder empfindlich auf dessen Zuführung reagieren.
  • Beim Herstellen von Heftnähten mit Zusatzdraht wird üblicherweise nach jeder Naht abgesetzt, wobei erst der Zusatzdraht vom Werkstück abgetrennt und danach der Ener giestrahl abgeschaltet wird. Diese Vorgehensweise kostet allerdings relativ viel Zeit. Alternativ kann man auch bis zur nächsten Heftnaht durchfahren, womit man riskiert, dass der Zusatzdraht am Nahtende anfriert und hängenbleibt, was zu einer Belastung des Nahtführungssystems bis hin zur Zerstörung des Systems führen kann.
  • Beim Einsatz der aus der DE 100 068 52 C5 bekannten Vorrichtung in einem handgeführten System käme es durch die ungleichförmige Bewegung des Systems schnell zu einem Abknicken oder einem Abheben des Zusatzdrahtes. In beiden Fallen sind Einbußen in der Nahtqualität bis hin zur völligen Störung des Fügeprozesses die Folge.
  • Eine definierte Drahtanpresskraft ist insbesondere beim Löten eine wichtige Prozessgröße. Beim Stand der Technik nach der DE 100 068 52 C5 kann die Drahtanpresskraft jedoch nicht unabhängig eingestellt werden, da sie als wichtige Einstellgröße für die Nahtführung genutzt wird. Hierbei wird stets ein gewisser Kraftüberschuss und damit eine Vorspannung des Zusatzdrahtes als Regelreserve benutzt.
  • Eine weitere prozessrelevante Option ist die gezielte Modulation der Drahtanpresskraft und Position der Drahtspitze im Bezug auf das Schmelzbad. Hierdurch kann die Schmelzbaddynamik beeinflusst werden. Diese Option steht beim Stand der Technik gemäß der DE 100 068 52 C5 jedoch nicht zur Verfügung, da eine Modulation der Drahtanpresskraft zu einer Modulation der Drahtdurchbiegung und mithin zu einer Modulation des Wirkpunktes des Energiestrahls führen würde.
  • Bei Anwendungen, in denen relativ dicke Schweiß- bzw. Lötnähte erforderlich sind, werden der Zusatzdraht und der Energiestrahl üblicherweise gependelt. Diese pendelnde Arbeitsweise wäre mit der Vorrichtung gemäß der DE 100 068 52 C5 grundsätzlich möglich, würde aber wegen der Drahtdurchbiegung an die oben aufgezeigten Grenzen stoßen.
  • Bekannt sind ferner Vorrichtungen zum Laserschweißen bzw. Laserlöten von Werkstücken unter Verwendung von Zusatzdraht, die einen festen, vorlaufenden Führungsfinger zur Nahtführung aufweisen. Da sich dieser kraftschlüssig entlang der Kontur des Fügestoßes geführte Führungsfinger nicht nennenswert durchbiegt, treten bei diesen Vorrichtungen die inhärenten Probleme der Vorrichtung gemäß der DE 100 068 52 C5 nicht auf. Jedoch liefern diese Vorrichtungen aufgrund des Vorlaufes des festen Führungsfingers nur bei im Wesentlichen gerade verlaufendem Fügestoß und minimalen Winkelabweichungen von der programmierten Führungsbahn eine einwandfreie Schweiß- bzw. Löt nahtqualität, da es ansonsten aufgrund des Vorlaufes des Führungsfingers zu Positionierfehlern für den Wirkpunkt des Laserstrahls kommt.
  • Darüber hinaus unterliegt der feste Führungsfinger naturgemäß einem Verschleiß. Der Verschleißzustand wirkt sich direkt auf die Lage des Laserstrahls aus und muss regelmäßig durch eine Nachjustage kompensiert werden. Außerdem besteht bei Anwendungen dieser Vorrichtungen und gleichzeitiger Verwendung von Zusatzdraht die Problematik, drei Punkte, nämlich die Führungsfingerspitze, die Zusatzdrahtspitze und den Wirkpunkt des Energiestrahls im Bezug auf den Stoß zu positionieren, was eine sehr genaue und entsprechend aufwendige Robotergrundprogrammierung notwendig macht und regelmäßig dazu führt, dass entweder der Prozess instabil wird oder der Führungsfinger weder am Stoß noch an der benachbarten Werkstückoberfläche anliegt.
  • Die DE 10 2006 056 252 A1 , die den nächstliegenden Stand der Technik darstellt, räumt die angeführten Nachteile der Vorrichtung gemäß der DE 100 068 52 C5 aus. Die Vorrichtung der DE 10 2006 056 252 A1 weist dazu einen Sensor an der Zuführeinrichtung auf, der die Lage eines Stoßes relativ zu dem Tastelement (Führungsfinger) detektiert, eine Regelungseinrichtung und einen an das Tastelement abgestützten Aktor auf. Das Tastelement ist über den Aktor mit der Leiteinrichtung verbunden, und die Regelungseinrichtung steuert den Aktor in Abhängigkeit der detektierten Lage des Stoßes relativ zum Tastelement so an, dass der Wirkpunkt des Energiestrahls an einer gewünschten Position am Stoß anliegt. Die Lage des Energiestrahls wird somit nicht vom Tastelement beeinflusst. Eine solche Vorrichtung hat einen komplexen Aufbau, da mindestens ein Sensor zur Messung der auf den Draht wirkenden Kraft und mindestens ein Aktor zur Regelung der Position des Tastelementes notwendig sind.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, eine Fügevorrichtung für ein stoffschlüssiges Fügen bereitzustellen, das einfach und kostengünstig herzustellen ist.
  • Dies wird bei einer Fügevorrichtung für ein stoffschlüssiges Fügen eingangs genannter Art dadurch erreicht, dass die Fügevorrichtung einen Grundkörper aufweist, der in Bezug auf eine zu erzeugende Fügenaht in lateraler Richtung auslenkbar ist, dass das Tastelement und die Leiteinrichtung fest mit dem Grundkörper verbunden sind und dass die Zuführeinrichtung über ein passives Andruckelement mit der Fügevorrichtung derart verbunden ist, dass das passive Andruckelement im Betrieb der Fügevorrichtung eine Vorspannungskraft eines distalen Endes des Zusatzwerkstoffs in Richtung einer zu erzeugenden Fügenaht bewirkt und die Zuführeinrichtung in Bezug auf laterale Auslenkungen des Grundkörpers (in y-Richtung; siehe 1a) mit diesem gekoppelt ist.
  • Erfindungsgemäß ist die Fügevorrichtung also so ausgebildet, dass eine laterale Auslenkung des Tastelementes eine laterale Auslenkung des Grundkörpers bewirkt. Das Tastelement ist dabei fest mit dem Grundkörper verbunden, so dass eine laterale Auslenkung des Tastelementes unmittelbar eine laterale Auslenkung des Grundkörpers bewirkt, d. h. es liegt eine unmittelbare mechanische Kopplung ohne das Vorhandensein einer Regelung und/oder eines differenziert geregelten oder gesteuerten Aktuators vor. Die Zuführeinrichtung ist in Bezug auf die laterale Richtung (y-Richtung; siehe 1a) ebenfalls so mit dem Grundkörper gekoppelt, dass diese bei einer lateralen Auslenkung des Tastelementes und damit verbunden einer lateralen Auslenkung des Grundkörpers ebenfalls eine laterale Auslenkung erfährt.
  • In Bezug auf die vertikale Richtung (z-Richtung; siehe 1a) ist die Zuführeinrichtung jedoch gegenüber dem Grundkörper beweglich und mittels eines passiven Andruckelements gegenüber einer zu erzeugenden Fügenaht vorgespannt. Aufgrund des passiven Andruckelementes wirkt eine Vorspannungskraft, die insbesondere annähernd konstant ist, auf das distale Ende des Zusatzwerkstoffes in Richtung einer zu erzeugenden Fügenaht. Unter einem „passiven Andruckelement” ist ein Element zu verstehen, das nicht aktiv geregelt bzw. angesteuert wird, also beispielsweise ein federelastisches Element oder ein Elektromagnet. In diesem Sinne kann das passive Andruckelement eine einfache Feder sein, aber auch ein mit im Betrieb konstantem Druck beaufschlagtem Pneumatikzylinder oder ein elektromotorisches Andruckelement, das im Betrieb mit einem konstanten Strom versorgt wird.
  • Die Zuführeinrichtung ist mit dem Grundkörper in Bezug auf laterale Auslenkungen vorzugsweise fest verbunden. Alternativ kann eine Relativbewegung zwischen dem Grundkörper und der Zuführeinrichtung in lateraler Richtung erlaubt sein, beispielsweise um eine durch ein Federelement bewirkte Neutralstellung herum.
  • Vorzugsweise ist das Tastelement derart mit dem in vertikaler Richtung auslenkbaren Grundkörper verbunden, dass eine vertikale Auslenkung des Tastelementes – bezogen auf den Verlauf einer zu erzeugenden Fügenaht – unmittelbar eine vertikale Auslenkung des Grundkörpers bewirkt. Auch hier ist „unmittelbar” als unmittelbare mechanische Kopplung ohne Aktuator und ohne Regelung zu verstehen.
  • Das Tastelement ist bevorzugt starr mit dem Grundkörper verbunden, so dass jede Bewegung des Tastelementes eine Bewegung des Grundkörpers nach sich zieht. Das Tastelement und der Grundkörper sind unmittelbar miteinander verbunden, d. h. es liegt eine unmittelbare mechanische Kopplung der beiden Teile ohne Vorhandensein eines Aktuators und/oder einer Regelung vor. Insbesondere sind das Tastelement und der Grundkörper einstückig miteinander ausgebildet. Die bevorzugte starre Verbindung zwischen Tastelement und Grundkörper stellt sicher, dass die mit dem Grundkörper verbundene Leiteinrichtung für den Energiestrahl direkt durch das Tastelement geführt wird, während die Verbindung zwischen Zuführeinrichtung und Grundkörper dergestalt ist, dass eine Relativbewegung zwischen Grundkörper und Zuführeinrichtung in – bezogen auf den Verlauf einer zu erzeugenden Fügenaht – vertikaler Richtung (z-Richtung; siehe 1a) gerade nicht starr ist. Letzteres erlaubt es, das Zusatzmaterial – in der Regel ein Metalldraht oder dünner Metallstab – mit relativ konstanter Kraft gegenüber dem zu fügenden Material vorzuspannen, weil das Zusatzmaterial und die Zuführeinrichtung für das Zusatzmaterial – anders als beim Stand der Technik – nicht die laterale und vertikale Auslenkung des Grundkörpers und der Leiteinrichtung für den Energiestrahl bewirken müssen.
  • Gleichzeitig ist durch die feste mechanische Kopplung der Zuführeinrichtung an den Grundkörper in Bezug auf die laterale Richtung (y-Richtung) sichergestellt, dass die Zuführeinrichtung und das Zusatzmaterial durch das Tastelement passiv entlang der zu erzeugenden Fügenaht geführt wird, ähnlich wie dies aus dem Stand der Technik bereits bekannt ist. So ist es möglich, die Vorteile der an sich bekannten passiven Führung beizubehalten und gleichzeitig solche nun erkannten Nachteile wie eine allzu starke seitliche Ausbiegung des Zusatzmaterials zu vermeiden.
  • Genauso gut kann jedoch auch eine Relativbewegung zwischen dem Grundkörper und der Zuführeinrichtung erlaubt sein, d. h. eine Relativbewegung zwischen Grundkörper und Zuführeinrichtung in – bezogen auf den Verlauf einer zu erzeugenden Fügenaht – lateraler Richtung (y-Richtung; siehe 1a). Beispielsweise könnte die Zuführeinrichtung gegen eine zwischen Grundkörper und Zuführeinrichtung lateral wirkende Federkraft auslenkbar sein.
  • Der Grundkörper ist insbesondere zusammen mit der Zuführeinrichtung und dem Tastelement um eine gemeinsame Schwenkachse schwenkbar ausgeführt. Die Schwenkachse ist dabei im Betrieb in etwa parallel zu einer zu erzeugenden Fügenaht ausgerichtet und erlaubt so die gewünschte laterale Auslenkbarkeit von Grundkörper, Leiteinrichtung und Zuführeinrichtung durch das einer zu erzeugenden Fügenaht vorlaufende Tastelement.
  • Gemäß der bevorzugten Ausführungsform ist der Grundkörper in Richtung einer zu erzeugenden Fügenaht vorgespannt. Dadurch wird sichergestellt, dass das mit dem Grundkörper verbundene Tastelement immer mit ausreichender Kraft gegen das zu fügende Material gedrückt wird und passiv der zu erzeugenden Fügenaht folgen kann. Dadurch werden Aktuatoren zur aktiven Nachführung des Grundkörpers und der damit verbundenen Leiteinrichtung überflüssig. Insbesondere ist der Grundkörper mittels eines federelastischen Elementes oder aufgrund der Schwerkraft in Richtung einer zu erzeugenden Fügenaht vorgespannt. Auch kann der Grundkörper mittels einer pneumatischen oder elektromagnetischen Vorrichtung vorgespannt sein.
  • Vorzugsweise ist die auf die Zuführeinrichtung mittels des passiven Andruckelementes ausgeübte Kraft kleiner als die auf die Fügevorrichtung mittels des federelastischen Elementes, aufgrund der Schwerkraft oder mittels einer pneumatischen oder elektromagnetischen Vorrichtung ausgeübte Kraft. Bei umgekehrten Kraftverhältnissen, also bei einer mittels des passiven Andruckelementes auf die Zuführeinrichtung ausgeübten Kraft, die größer als die auf die Fügeeinrichtung mittels des federelastischen Elementes, aufgrund der Schwerkraft oder mittels einer pneumatischen oder elektromagnetischen Vorrichtung ausgeübte Kraft ist, würde das Tastelement von den zu verbindenden Bauteilen abheben. Auch würde sich die Lage des Energiestrahls unkontrolliert verlagern. Ein Kräftegleichgewicht würde zu einem undefinierten Zustand führen. Der Draht würde entweder von den zu verbindenden Bauteilen abheben oder an den zu verbindenden Bauteilen anliegen, ohne dass einer der beiden Zustände gezielt herbeigeführt werden könnte. Bei einer auf die Zuführeinrichtung mittels des passiven Andruckelementes ausgeübten Kraft, die kleiner als die auf die Fügevorrichtung mittels des federelastischen Elementes, aufgrund der Schwerkraft oder mittels einer pneumatischen oder elektromagnetischen Vorrichtung ausgeübten Kraft ist, wie es die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vorsieht, hingegen liegt der Draht zwar an den zu verbindenden Bauteilen an, führt jedoch nicht selbst. Da die auf die Zuführeinrichtung mittels des passiven Andruckelementes ausgeübte Kraft kleiner sein kann und in der Regel kleiner ist, als beim Stand der Technik, weil das Zusatzmaterial (der Draht) nicht die Führung des Grundkörpers übernehmen muss, reibt der Draht nicht so stark an der Austrittsöffnung der Drahtzuführeinrichtung, und die Verschleißintensität der Zuführeinrichtung verringert sich erheblich.
  • Die Zuführeinrichtung ist entweder in Bewegungsrichtung der Fügevorrichtung vorlaufend, d. h. schleppend, oder in Bewegungsrichtung der Fügevorrichtung nachlaufend, d. h. stechend. Die nachlaufende Ausbildung hat den Vorteil, dass der Energiestrahl im Vorlauf ungehindert auf die zu fügenden Bauteile treffen und die zu verbindenden Bauteile vorwärmen kann. Somit ist der Prozess stabiler.
  • Ferner ist mittels der Erfindung eine Zuführung des Drahtes quer zum Verlauf der erzeugenden Fügenaht, d. h. unter einem Winkel von 90° zum Verlauf der erzeugenden Fügenaht, oder in einem beliebigen Winkel zum Verlauf zur erzeugenden Fügenaht vorstellbar.
  • Vorzugsweise ist der Zusatzwerkstoff ein Draht, der beim Fügen abgeschmolzen wird.
  • Die Zuführeinrichtung ist unter einem Winkel, der größer als 0° und kleiner oder gleich 90° ist, zum Verlauf der zu erzeugenden Fügenaht ausgerichtet. Da der im Betrieb der Fügevorrichtung der Zuführeinrichtung zugeführte Zusatzwerkstoff weder der Führung noch der Kraftmessung in Abstandsrichtung dient, kann er unter einem beliebigen Winkel angeordnet werden. Dies verändert die Bauform des Systems und verbessert die Zugänglichkeit zur Fügevorrichtung. Eine Anordnung unter 90° ist bei einem Energiestrahl mit mehreren Teilstrahlen möglich.
  • Das Tastelement kann einen Kanal aufweisen, über den während der Herstellung der Verbindung ein Flussmittel und/oder ein Zusatzgas zuführbar ist.
  • Die Spitze des Tastelementes kann Aussparungen aufweisen, die der Zuführeinrichtung zugewandt sind. Die Aussparungen sind beispielsweise annähernd U-förmig. Aufgrund der Aussparungen kann das Tastelement möglichst dicht am Zusatzwerkstoff positioniert werden.
  • Bevorzugt ist ein Aktor vorgesehen, der eine Pendelbewegung eines am Energiestrahl abschmelzenden, distalen Endes des Zusatzwerkstoffes und/oder des Energiestrahls erzeugt. Durch eine solche Pendelbewegung des Drahtes und/oder des Energiestrahls entlang einer zu erzeugenden Fügenaht kann eine breite Schweiß- bzw. Lötnaht erzeugt werden.
  • Vorzugsweise ist eine Fokussiereinrichtung vorgesehen, mittels der der Energiestrahl in Abhängigkeit des Abstandes zwischen Zuführeinrichtung und Leiteinrichtung positioniert wird, da sich dieser bei vertikalen Versprüngen im Verlauf der zu erzeugenden Fügenaht deshalb geringfügig ändern kann, weil die Leiteinrichtung über den Grundkörper starr mit dem Tastelement verbunden ist, während die Zuführeinrichtung in vertikaler Richtung (z-Richtung) relativ zum Grundkörper beweglich ist. Dabei ist z. B. ein Sensor vorgesehen, der auf eine Relativbewegung zwischen Leiteinrichtung und Zuführeinrichtung anspricht und der so mit der Fokussiereinrichtung zusammenwirkt, dass der Energiestrahl in Abhängigkeit von Ausgangssignalen des Sensors positioniert bzw. fokussiert wird. Insbesondere kann der Sensor auch eine Relativbewegung zwischen dem Grundkörper und der Zuführeinrichtung in vertikaler Richtung (z-Richtung) und gegebenenfalls in lateraler Richtung (y-Richtung) detektieren, um mit Hilfe des Sensorausgangssignals die Leiteinrichtung nachführen zu können.
  • Auch könnte eine Einrichtung vorgesehen sein, mit der dynamische Aufmodulationen auf den Zusatzwerkstoff und das Tastelement, die durch Unebenheiten in der Oberfläche eines zu verbindenden Bauteils verursacht werden, kreuzkorreliert werden und zur Ermittlung einer Ist-Geschwindigkeit genutzt werden.
  • Ferner betrifft die Erfindung eine Verwendung der erfindungsgemäßen Fügevorrichtung als handgeführtes System. Hinsichtlich der Vorteile wird auf die obigen Erläuterungen verwiesen.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. Die Erfindung wird anhand mehrerer Ausführungsformen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:
  • 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Fügevorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform,
  • 1a eine schematische Ansicht zweier zu verbindenden Bauteilen mit einem Koordinatensystem,
  • 2 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Fügevorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform, und
  • 3 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Fügevorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform.
  • In 1 ist eine Fügevorrichtung 10 für ein stoffschlüssiges Fügen gezeigt. Die Fügevorrichtung 10 weist einen Grundkörper 12, eine Leiteinrichtung 14 für wenigstens einen Energiestrahl zum Schmelzen eines Zusatzwerkstoffes 16, ein Tastelement 18, das über eine Halterung 20 fest mit dem Grundkörper 12 verbunden ist, und eine Zuführeinrichtung 22 für den Zusatzwerkstoff 16 auf. Die Leiteinrichtung 14 kann eine Optik zum Leiten beispielsweise eines Laserstrahls oder eine Düse eines Gasbrenners oder dergleichen sein.
  • Die Zuführeinrichtung 22 führt den Zusatzwerkstoff 16 einer zu erzeugenden Fügenaht zu und ist mit dem Grundkörper 12 der Fügevorrichtung 10 derart verbunden, dass eine laterale Auslenkung des Tastelementes 18 und damit verbunden eine laterale Auslenkung (y-Richtung in 1a) des Grundkörpers 12 eine entsprechende laterale Auslenkung (y-Richtung in 1a) der Zuführeinrichtung 22 bewirkt, d. h. die Zuführeinrichtung 22 ist in Bezug auf laterale Auslenkungen des Grundkörpers 12 mit diesem gekoppelt.
  • In einer – bezogen auf den Verlauf einer zu erzeugenden Fügenaht (x-Richtung in 1a) – vertikaler Richtung (z-Richtung in 1a) ist die Zuführeinrichtung 22 mittels eines passiven Andruckelementes 24 gegenüber zu fügenden Bauteilen 26 vorgespannt und gegenüber dem Grundkörper 12 beweglich. Das passive Andruckelement 24 ist im Ausführungsbeispiel eine Andruckfeder und beaufschlagt die Zuführeinrichtung 22 in Richtung einer zu erzeugenden Fügenaht 28, die die beiden Bauteile 26 miteinander verbindet. Insbesondere bewirkt das passive Andruckelement 24 eine Vorspannungskraft, die annähernd konstant ist, auf ein distales Ende des Zusatzwerkstoffes 16 in Richtung der Fügenaht 28.
  • Dabei kann die Zuführeinrichtung 22 in lateraler Richtung gesehen entweder fest mit dem Grundkörper 12 verbunden sein oder alternativ so mit dem Grundkörper verbunden sein, dass eine Relativbewegung in lateraler Richtung zwischen dem Grundkörper 12 und der Zuführeinrichtung 22 möglich ist, so wie dies weiter vorn bereits erwähnt ist.
  • Die Zuführeinrichtung 22 ist in Richtung einer Relativbewegung der Fügevorrichtung 10 gegenüber den zu fügenden Bauteilen 26 vorlaufend angeordnet (Bewegungsrichtung entspricht im Wesentlichen der x-Richtung in 1a) und so ausgebildet, dass die Spitze des zugeführten Zusatzwerkstoffes 16 in den Energiestrahl der Leiteinrichtung 14 hineinragt. Insbesondere ist die Zuführeinrichtung 22 unter einem Winkel α zu der zu erzeugenden Fügenaht 28 angeordnet.
  • Der über die Zuführeinrichtung 22 zugeführte Zusatzwerkstoff 16 ist ein Draht, der beim Fügen abgeschmolzen wird und für das Verbinden der Bauteile 26 benötigt wird.
  • Wie bereits angeführt ragt der Zusatzwerkstoff 16 in den Energiestrahl der Leiteinrichtung 14. Dabei ist der Energiestrahl der Leiteinrichtung 14 beispielsweise ein Strahlenbündel in Form eines Kegels, auf dessen Spitze hin alle Strahlen zulaufen. Der Energiestrahl ist vorzugsweise ein Laserlichtstrahl. Aufgrund von nicht gezeigten Linsen liegt ein Strahlenbündel vor. Die Linsen dienen der Fokussierung des Energiestrahls.
  • Die Leiteinrichtung 14 für den Energiestrahl ist fest mit dem Grundkörper 12 verbunden, so dass eine Auslenkung des Grundkörpers 12 auch eine Auslenkung der Leiteinrichtung 14 bewirkt.
  • Der Grundkörper 12 ist mittels eines federelastischen Elementes 29 in Richtung der zu erzeugenden Fügenaht 28 vorgespannt, wobei sich das federelastische Element 29 an einem Roboter 31 abstützt. Es ist nur ein Abschnitt des Roboters 31 dargestellt. Anstelle des federelastischen Elementes kann der Grundkörper 12 auch aufgrund der Schwerkraft in Richtung der zu erzeugenden Fügenaht 28 vorgespannt sein. Genauso gut kann die Vorspannkraft mittels einer pneumatischen oder elektromagnetischen Einrichtung erzeugt werden.
  • Dabei ist die auf den Grundkörper 12 wirkende Kraft so gewählt, dass sie größer als die auf die Zuführeinrichtung 22 mittels des passiven Andruckelementes 24 ausgeübte Kraft ist. Dadurch liegt der Zusatzwerkstoff 16 zwar an den zu verbindenden Bauteilen 26 an, führt jedoch nicht selbst, weshalb sich der Verschleiß der Zuführeinrichtung 22 erheblich verringert. Bei umgekehrten Kraftverhältnissen, also bei einer mittels des passiven Andruckelementes auf die Zuführeinrichtung ausgeübten Kraft, die größer als die auf die Fügeeinrichtung mittels des federelastischen Elementes oder aufgrund der Schwerkraft ausgeübte Kraft ist, würde das Tastelement von den zu verbindenden Bauteilen abheben, was zu einem nicht optimalen Fügeprozesses führen würde. Auch würde sich die Lage des Energiestrahls unkontrolliert verlagern. Ein Kräftegleichgewicht würde zu einem undefinierten Zustand führen. Der Draht würde entweder von den zu verbindenden Bauteilen abheben oder an den zu verbindenden Bauteilen anliegen, ohne dass einer der beiden Zustände gezielt herbeigeführt werden könnte.
  • Das Tastelement 18 weist einen Kanal 30 (schematisch gezeigt) auf, über den während der Herstellung der Verbindung ein Flussmittel und/oder ein Zusatzgas zuführbar ist.
  • Die Spitze des Tastelementes 18 weist ferner nicht gezeigte Aussparungen auf, die der Zuführeinrichtung 22 zugewandt sind und im Wesentlichen U-förmig sind. Aufgrund der Aussparungen kann das Tastelement 18 möglichst dicht am Zusatzwerkstoff 16 positioniert werden.
  • In 1 ist ferner schematisch ein Sensor 32 gezeigt, der eine von einer Relativbewegung zwischen Leiteinrichtung 14 und Zuführeinrichtung 22 abhängige Größe erfasst und so konfiguriert ist, dass der Energiestrahl in Abhängigkeit des Ausgangssignals des Sensors 32 fokussiert wird.
  • Auch kann ein nicht gezeigter Aktor vorgesehen sein, der eine Pendelbewegung eines am Energiestrahl abschmelzenden distalen Endes des Zusatzwerkstoffes 16 und/oder des Energiestrahls erzeugt, so dass sich eine breite Schweiß- bzw. Lötnaht ergibt.
  • Genauso gut kann ein schematisch in 1 gezeigter Aktor 34 vorgesehen sein, der die Zuführeinrichtung 22 für den Zusatzwerkstoff 16 gezielt anheben und wieder freigeben kann, so dass eine sogenannte Steppnaht erzeugt werden kann.
  • Genauso gut könnte eine Einrichtung vorgesehen sein, mit der die auf den Zusatzwerkstoff 16 und das Tastelement 18 durch die in der Oberfläche eines zu verbindenden Bauteils 26 erzeugten dynamischen Aufmodulationen kreuzkorreliert werden und zur Ermittlung einer Ist-Geschwindigkeit genutzt werden.
  • In 1a sind die zu verbindenden Bauteile 26 gezeigt. Ein Koordinatensystem erläutert die Richtungen, wobei die zu erzeugende Fügenaht in x-Richtung verläuft, die vertikale Richtung mit z und die laterale Richtung mit y bezeichnet sind.
  • Die in 2 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der in 1 gezeigten Ausführungsform nur darin, dass die Zuführeinrichtung 22 nachlaufend, d. h. stechend, in Bewegungsrichtung (x-Richtung in 1a) der Fügevorrichtung 10 angeordnet ist.
  • Gemäß der in 3 gezeigten Ausführungsform ist das Tastelement 18 derart mit dem Grundkörper 12 verbunden, dass eine vertikale Auslenkung (z-Richtung in 1a) des Tastelementes 18 bezogen auf den Verlauf einer zu erzeugenden Fügenaht 28 unmittelbar eine vertikale Auslenkung (z-Richtung in 1a) des Grundkörpers 12 bewirkt.
  • Die Zuführeinrichtung 22 erstreckt sich durch den Grundkörper 12 hindurch und ist so an dem Roboter 31 befestigt, dass eine vertikale Auslenkung (z-Richtung in 1a) des Tastelementes 18 zwar eine vertikale Auslenkung (z-Richtung in 1a) des Grundkörpers 12 bewirkt, jedoch keine vertikale Auslenkung der Zuführeinrichtung 22. Wie bei den zuvor dargestellten Ausführungsvarianten ist die Zuführeinrichtung 22 in y-Richtung (siehe 1a) fest mit dem Grundkörper 12 gekoppelt. Im Unterschied zu den zuvor dargestellten Ausführungsvarianten ist das passive Andruckelement 24 bei der in 3 dargestellten Ausführungsvariante nicht zwischen Grundkörper 12 und Zuführeinrichtung 22 sondern direkt zwischen einer Aufhängung für den Grundkörper 12 (z. B. dem Roboter) und der Zuführeinrichtung 22 angeordnet.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 10006852 C5 [0002, 0006, 0009, 0010, 0011, 0012, 0013, 0015]
    • - DE 10006852 C2 [0007]
    • - DE 102006056252 A1 [0015, 0015]

Claims (18)

  1. Fügevorrichtung für ein stoffschlüssiges Fügen mittels eines Zusatzwerkstoffs (16) zum Erzeugen einer Fügenaht (28), mit einer Zuführeinrichtung (22) für einen Zusatzwerkstoff (16), die ausgebildet ist, den Zusatzwerkstoff (16) im Betrieb der Fügevorrichtung (10) zuzuführen, einer Leiteinrichtung (14) für wenigstens einen Energiestrahl zum Schmelzen des Zusatzwerkstoffs (16) und einem Tastelement (18), das mit der Zuführeinrichtung (22), dem Zusatzwerkstoff (16) und der Leiteinrichtung (14) für den Energiestrahl derart verbunden ist, dass eine laterale Auslenkung des Tastelements (18) – bezogen auf den Verlauf einer zu erzeugenden Fügenaht (28) – eine entsprechende Auslenkung der Zuführeinrichtung (22) und der Leiteinrichtung (14) bewirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Fügevorrichtung (10) einen Grundkörper (12) aufweist, der in Bezug auf eine zu erzeugende Fügenaht (28) in lateraler Richtung auslenkbar ist, das Tastelement (18) und die Leiteinrichtung (14) fest mit dem Grundkörper (12) verbunden sind und die Zuführeinrichtung (22) über ein passives Andruckelement (24) mit der Fügevorrichtung (10) derart verbunden ist, dass das passive Andruckelement (24) im Betrieb der Fügevorrichtung (10) eine Vorspannungskraft eines distalen Endes des Zusatzwerkstoffs (16) in Richtung einer zu erzeugenden Fügenaht (28) bewirkt und die Zuführeinrichtung (22) in Bezug auf laterale Auslenkungen des Grundkörpers (12) mit diesem gekoppelt ist.
  2. Fügevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (22) in Bezug auf laterale Auslenkungen fest mit dem Grundkörper (12) gekoppelt ist.
  3. Fügevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Tastelement (18) derart mit dem Grundkörper (12) verbunden ist, dass eine vertikale Auslenkung des Tastelementes – bezogen auf den Verlauf einer zu erzeugenden Fügenaht (28) – unmittelbar eine vertikale Auslenkung des Grundkörpers (12) bewirkt.
  4. Fügevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tastelement (18) starr mit dem Grundkörper (12) verbunden ist.
  5. Fügevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (12) zusammen mit der Zuführeinrichtung (22) und dem Tastelement (18) um eine gemeinsame Schwenkachse schwenkbar ausgeführt ist.
  6. Fügevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (12) in Richtung einer zu erzeugenden Fügenaht (28) vorgespannt ist.
  7. Fügevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (12) mittels eines federelastischen Elementes (29), aufgrund der Schwerkraft oder mittels einer pneumatischen oder elektromagnetischen Vorrichtung in Richtung einer zu erzeugenden Fügenaht (28) vorgespannt ist.
  8. Fügevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche und Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Zuführeinrichtung (22) mittels des passiven Andruckelementes (24) ausgeübte Kraft kleiner als die auf die Fügevorrichtung (10) mittels des federelastischen Elementes (29), aufgrund der Schwerkraft oder mittels einer pneumatischen oder elektromagnetischen Vorrichtung ausgeübte Kraft ist.
  9. Fügevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (22) in Bewegungsrichtung der Fügevorrichtung (10) vorlaufend ist.
  10. Fügevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (22) in Bewegungsrichtung der Fügevorrichtung (10) nachlaufend ist.
  11. Fügevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzwerkstoff (16) ein Draht ist, der beim Fügen abgeschmolzen wird.
  12. Fügevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tastelement (18) einen Kanal (30) aufweist, über den während der Herstellung der Verbindung ein Flussmittel und/oder ein Zusatzgas zuführbar ist.
  13. Fügevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze des Tastelementes (18) Aussparungen aufweist, die der Zuführeinrichtung (22) zugewandt sind.
  14. Fügevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aktor vorgesehen ist, der eine Pendelbewegung eines am Energiestrahl abschmelzenden distalen Endes des Zusatzwerkstoffes (16) und/oder des Energiestrahls erzeugt.
  15. Fügevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aktor vorgesehen ist, der ausgebildet und angeordnet ist, eine Bewegung des Zusatzwerkstoffes (16) in vertikaler Richtung zu bewirken.
  16. Fügevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fokussiereinrichtung vorgesehen ist, die ausgebildet ist, den Energiestrahl in Abhängigkeit des Abstandes zwischen Zuführeinrichtung (22) und Leiteinrichtung (14) zu positionieren.
  17. Fügevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor vorgesehen ist, der eine Relativbewegung zwischen dem Grundkörper (12) und der Zuführeinrichtung (22) detektiert.
  18. Verwendung der Fügevorrichtung für ein stoffschlüssiges Fügen nach einem der Ansprüche 1 bis 17 als handgeführtes System.
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