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Die
Erfindung betrifft eine Verstelleinrichtung für einen Rotationskörper, insbesondere
einen Lüfter eines
Kühlgebläses eines
Verbrennungsmotors oder eine Welle oder einen Rotor eines Elektromotors. Ferner
betrifft die Erfindung einen Rotationskörper, insbesondere einen Lüfter, eine
Welle oder einen Rotor.
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Stand der Technik
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Dynamische
Unwuchten entstehen, wenn eine Rotationsachse eines Bauteils oder
Rotationskörpers
nicht mit einer der stabilen Hauptträgheitsachsen des Bauteils übereinstimmt.
Stand der Technik ist, dass Lüfter
einer Kühlung
eines Verbrennungsmotors und übrige
rotierende Komponenten, wie z. B. Motoranker, Mitnehmer, Rotor,
geometrisch derart konstruiert werden, dass diese bei Einhaltung der
Nennmaße
möglichst
keine dynamische Unwucht erzeugen. Reale Bauteilgeometrien zeigen
jedoch Form- und Lageabweichungen gegenüber einem idealen toleranzlosen
Modell, woraus immer eine dynamische Unwucht resultiert. Um die
maximale dynamische Unwucht zu limitieren, müssen Komponenten von Kühlgebläsen mit
geringen Form- und Lagetoleranzen hergestellt werden. Ferner werden Auswirkungen
der dynamischen Unwucht oftmals durch aufwändige Dämpfungs- und/oder Entkopplungsmaßnahmen
begrenzt.
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Derzeit
werden hohe dynamische Unwuchten von Kühlgebläsen in Kraftfahrzeugen beklagt,
da diese mechanische Schwingungen anregen und dadurch Geräusche, Lenkradflattern
oder ggf. sogar rapiden Lagerverschleiß der Gebläsemotoren auslösen können. Mit
zunehmender Gebläseabmessung,
insbesondere eines Lüfterdurchmessers,
und Geräuschsensibilisierung
nimmt diese Problematik zu. Ferner zeichnet sich in der Automobilindustrie
zudem der Trend ab, dass, motiviert durch die Aufgabe CO2-Minimierung, die Gewichtsreduzierung von Fahr zeugen
vorangetrieben wird und hochsteife, leichte Frontends und Karosserieaufbauten
ohne Entkopplungs-, Dämpfungselementen
oder Tilgermassen zunehmend angewendet werden. Dadurch wird das Übertragungsverhalten
der durch die dynamische Unwucht verursachten mechanischen Schwingungen
(Kräfte)
in einen Fahrgastraum nachteilig beeinflusst; die beschriebene Problematik steigt.
Bisherige Spezifikationen sehen noch praktikable dynamische Unwuchtgrenzwerte
vor, die derzeit bei maximal 25.000 g·mm2 liegen.
Zukünftig
werden jedoch dynamische Unwuchtgrenzen von maximal 1.500–2.000 g·mm2 gefordert. Mit den heute bekannten Konstruktionskonzepten
und Herstellverfahren können
solche Anforderungen wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll realisiert
werden, da entweder sehr hohe Ausschussraten zu erwarten sind oder
die Lüfter
zu teuer werden.
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Aufgabenstellung
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Rotationskörper, insbesondere
einen verbesserten Lüfter
eines Kühlgebläses oder
einen verbesserten Rotor eines Elektromotors zur Verfügung zu
stellen. Hierbei soll es möglich
sein, eine dynamische Unwucht des Rotationskörpers nachträglich zu minimieren,
wobei bevorzugt eine nachträgliche
Korrekturmöglichkeit
einer Ausrichtung einer Hauptträgheitsachse
am Rotationskörper
möglich
sein soll. Ferner soll der erfindungsgemäße Rotationskörper einfach
aufgebaut und kostengünstig
herstellbar sein.
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Offenbarung der Erfindung
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Die
Aufgabe der Erfindung wird mittels einer Verstelleinrichtung für einen
Rotationskörper,
insbesondere einen Lüfter
eines Kühlgebläses eines
Verbrennungsmotors, oder eine Welle oder einen Rotor eines Elektromotors,
gemäß Anspruch
1, und mittels eines Rotationskörpers,
insbesondere einen Lüfter, eine
Welle oder einen Rotor, mit einer erfindungsgemäßen Verstelleinrichtung, gemäß Anspruch
13 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
abhängigen
Ansprüchen.
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Die
erfindungemäße Verstelleinrichtung
für einen
Rotationskörper,
aufweisend eine Rotationsachse, ist derart eingerichtet, dass eine
um die Rotationsachse rotierbare Masse, insbesondere eine Masse
des Rotationskörpers,
bezüglich
der Rotationsachse verlagerbar – also
bewegbar, verschwenkbar, positionierbar etc – ist. Der erfindungemäße Rotationskörper weist
dabei die erfindungemäße Verstelleinrichtung
auf, wobei diese lösbar
am oder fest im/am Rotationskörper
vorgesehen bzw. in den Rotationskörper integriert ist. Mittels
der Verstelleinrichtung ist z. B. eine Verteilung einer rotierbaren
Masse, eine Anordnung des Rotationskörpers und/oder eine Anordnung
eines Abschnitts des Rotationskörpers, bezüglich der
Rotationsachse veränderbar,
wobei bevorzugt eine Hauptträgheitsachse
des Rotationskörpers
an dessen Rotationsachse anpassbar ist. So können die Hauptträgheitsachsen
eines Bauteils oder eines Bauteileverbunds mit der Rotationsachse wenigstens
näherungsweise
in Übereinstimmung
gebracht werden.
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Mittels
der Verstelleinrichtung ist eine rotierbare Masse entlang und/oder
in einem Winkel bezüglich
der Rotationsachse verlagerbar. Ferner ist mittels der Verstelleinrichtung
der Rotationskörper
oder ein Abschnitt des Rotationskörpers gegenüber der Rotationsachse wenigstens
teilweise verlagerbar. Hierbei ist es erfindungemäß möglich, die
betreffende rotierbare Masse zeitlich nach einer bestimmungemäßen Montage
des Rotationskörpers
zu verlagern, d. h. die Unwucht auszugleichen.
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In
einer Variante der Erfindung ist eine verlagerbare rotierbare Masse
eine Wuchtmasse, die mittels eines Verstellmechanismus bezüglich der
Rotationsachse translatorisch oder rotatorisch beweglich ist. In
einer zweiten Variante der Erfindung ist eine verlagerbare rotierbare
Masse der gesamte Rotationskörper
oder ein Abschnitt des Rotationskörpers, der mittels eines Verkippmechanismus
bezüglich
der Rotationsachse verschwenkbar ist. In einer dritten Variante
der Erfindung ist eine verlagerbare rotierbare Masse ein Abschnitt
des Rotationskörpers,
der mittels eines Verlagermechanismus gegenüber einem anderen Abschnitt
des Rotationskörpers
positionierbar ist.
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Bei
der ersten Variante der Erfindung kann der Verstellmechanismus ein
Gewindeelement und/oder eine Führung
aufweisen, mittels welchem bzw. in welcher die Wuchtmasse bezüglich der
Rotationsachse bewegbar ist. Hierbei kann der Verstellmechanismus
an einem Halter, z. B. einem Clip, vorgesehen sein, der darüber hinaus
lösbar
mit dem Rotationskörper
verbunden werden kann. Ferner kann bei der ersten Variante der Erfindung
der Verstellmechanismus einen am Rotationskörper montierbaren Träger mit
einer ggf. gegenüber
dem Träger
verlagerbaren Wuchtmasse aufweisen, wobei der Träger starr mit dem Rotationskör per verbindbar
ist, oder translatorisch und/oder rotatorisch beweglich gegenüber dem
Rotationskörper
vorsehbar ist. Bei der zweiten Variante der Erfindung kann der Verkippmechanismus
ein Federelement oder ein ggf. aushärtbares, elastisch und/oder
plastisch verformbares Element, insbesondere ein Gummi- oder Elastomerelement,
aufweisen, mittels welchem der Rotationskörper bezüglich der Rotationsachse verschwenk-
bzw. verlagerbar ist. Bei der dritten Variante der Erfindung kann
der Verlagermechanismus ein Gewindeelement oder einen Keil aufweisen,
mittels welchem ein Abschnitt des Rotationskörpers gegenüber einem anderen Abschnitt
des Rotationskörpers
positionier- bzw. verstell- oder verspannbar ist.
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Gemäß der Erfindung
kann die dynamische Unwucht eines Rotationskörpers, z. B. eines Gebläses, signifikant
reduziert und eingestellt werden, wodurch ein technischer Wettbewerbsvorteil
entsteht. Ferner ist die Erfindung einfach aufgebaut, somit robust
und daher kostengünstig
zu realisieren. Ferner ist es möglich,
die Erfindung nachträglich
vorzusehen, wodurch bereits existierende Rotationskörper nicht
ausgetauscht bzw. bestehende Produktionslinien nicht umgestellt
werden müssen.
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Kurzbeschreibung der Figuren
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beigefügte
Zeichnung näher
erläutert.
In der Zeichnung zeigen die 1, 3, 13, 17 und 22 einen
Lüfter
bzw. einen Lüfter
und dessen Befestigung auf einer Motorwelle oder einem Motorrotor,
gemäß den Stand
der Technik, für
ein Kühlgebläse eines
Verbrennungsmotors eines Kraftfahrzeugs. Die 2, 4 bis 11 und 14 bis 16 zeigen
eine Mehrzahl von Ausführungsformen
einer ersten Variante der Erfindung, wobei eine Verstelleinrichtung
für den
Lüfter
bzw. den Motorrotor als ein Verstellmechanismus ausgebildet bist,
mittels welchem eine Masse entlang einer Rotationsachse des Lüfters bzw.
des Motorrotors bewegbar ist. Die 18 bis 21 zeigen
eine Mehrzahl von Ausführungsformen
einer zweiten Variante der Erfindung, wobei eine Verstelleinrichtung
für den
Lüfter
als ein Verkippmechanismus ausgebildet ist, mittels welchem der
Lüfter
bezüglich
seiner Rotationsachse verschwenkbar ist. Und die 23 bis 27 zeigen eine
Mehrzahl von Ausführungsformen
einer dritten Variante der Erfindung, wobei eine Verstelleinrichtung
des Lüfters
als ein Verlagermechanismus ausgebildet ist, mittels wel chem ein
Abschnitt des Lüfters gegenüber einem
anderen Abschnitt des Lüfters
verlagerbar ist
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Ausführungsformen der Erfindung
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Die
im Folgenden anhand eines Lüfters 10, einer
Motorwelle 21 und eines Motorrotors 22 beschriebene
Erfindung soll nicht auf solche Rotationskörper 10, 21, 22 beschränkt sein,
sondern soll auf alle Rotationskörper,
vorzugsweise auf Rotationskörper
mit flacher, scheibenförmiger
Bauweise angewendet werden können.
Dies gilt z. B. für
Axialgebläse
in Computern, Radialgebläse
für Heizungen, Haushaltsventilatoren,
Kurbelwellenscheiben, Zahnräder
etc. Ferner soll im Folgenden unter einem Körper nicht nur ein stofflich
einstückiger
Körper
verstanden werden, sondern darunter soll auch etwas verstanden werden,
das mehrere Bestandteile aufweisen kann, d. h. im Sinne von Bauteil
oder Einrichtung verstanden werden; und unter Rotationskörper 10, 21, 22 soll
dabei ein Körper
im obigen Sinne verstanden werden, der dazu eingerichtet und geeignet
ist, um eine Rotationsachse R herum, zumindest theoretisch stabil
zu rotieren. Pfeile in der Zeichnung zeigen jeweils Bewegungsmöglichkeiten
eines betreffenden Teils oder Abschnitts an.
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Die
Erfindung betrifft z. B. einen mit einem Gebläse rotierenden Bauteile- oder
Komponentenverbund, der es mindestens einmalig ermöglicht, nachträglich gezielt
eine Trägheitsachsenausrichtung
eines Axialgebläses
oder von Gebläsekomponenten
dauerfest einzustellen. Dadurch kann die dynamische Unwucht von
einzelnen Gebläsekomponenten,
insbesondere dem Lüfter 10,
oder dem gesamten Gebläse
optimiert werden. Ausführungsformen
bzw. Merkmale der im Folgenden beschriebenen drei Varianten der
Erfindung sind miteinander kombinierbar.
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Die
erste Variante der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der
Lüfter 10 (Rotationskörper 10)
oder der Motorrotor 22 (Rotationskörper 22) oder die
Motorwelle 21 (Rotationskörper 21) eine als Verstellmechanismus 310 ausgebildete
Versteileinrichtung 30 aufweist, mittels welcher eine Wuchtmasse 311 relativ
bezüglich
des Lüfters 10 bzw.
des Motorrotors 22 bzw. der Motorwelle 21 bewegbar
ist. Die Wuchtmasse 311 ist dabei translatorisch und/oder
rotatorisch gegenüber
der Rotationsachse R, also dem Lüfter 10 bzw.
dem Motorrotor 22 bzw. der Motorwelle 21 verlager-
bzw. bewegbar, und gehaltert. Bevorzugt befinden sich drei erfindungsgemäße Verstellmechanismen 310 an
einem Lüfter 10;
eine beliebige andere Anzahl ist natürlich auch anwendbar – dies gilt
auch für
die anderen Varianten der Erfindung. Erfindungsgemäß wird der
Verstellmechanismus 310 in ein Gebläse integriert, wobei dieser
eine Lageänderung
einer Masseverteilung des Gebläses
bewirkt, was z. B. durch eine Zusatzmasse (Wuchtmasse 311)
auf einer Stellschraube/Spindel; einem in einem Außengewinde
geklemmten und verlagerbaren Gewicht (Wuchtmasse 311);
oder eine sonstige Vorkehrung erreicht werden kann, welche nachträglich lokal eine
Masse in ihrer bevorzugt axialen Lage verändert, z. B. mittels eines
Stellrings oder eines Drehgewichts.
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In
einer Ausführungsform
weist der Verstellmechanismus 310 – dargestellt an einem Lüfter 10, der
mit einer Motorwelle 21 eines herkömmlichen Elektromotors 20 für ein Gebläse (2)
bzw. einem Motorrotor 22 (4 und 5)
verbunden ist (Befestigung 15) – ein Gewindeelement 312,
wie z. B. eine Gewindestange 312 (2 und 4)
oder eine Schraube 312 (5), mit
Befestigungs- und Verstellkontur; die mittels dem Gewindeelement 312 bewegbare
Wuchtmasse 311, die z. B. als eine Mutter 311 ausgebildet
ist; und eine Führung 313 auf.
Die Wuchtmasse 311 sitzt dabei mit ihrem Innengewinde auf
einem Außengewinde
des Gewindeelements 312 und ist durch die Führung 313 an
einem Mitdrehen mit dem Gewindeelement 312 geometrisch
gehemmt. Der Verstellmechanismus 310 erstreckt sich dabei
entlang eines Axialabschnitts 13 einer Nabe 11 des
Lüfters 10 parallel
zur Rotationsachse R des Lüfters 10,
wodurch die Wuchtmasse 311 mittels des Gewindeelements 312 im
Wesentlichen parallel zur Rotationsachse R bewegbar ist. Das Gewindeelement 312 ist
dabei bevorzugt mit einem Kopf an bevorzugt einem äußeren Radialabschnitt 12 des
Lüfters 10 gelagert,
der eine Einrichtung zum Drehen des Gewindeelements 312 aufweist.
Hierbei zeigen die 2 und 4 alternative
Führungen 313 für die Wuchtmasse 311,
die jeweils von einem Bereich eines Axialabschnitts 13 des
Lüfters 10 gebildet
sind und eine Art Schacht bilden. Ferner zeigt 5 als Gewindeelement 312 eine
Schraube 312 mit Speednut.
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Die 6 bis 8 zeigen
mögliche
Alternativen zu einem Gewindeelement 312, wobei die Wuchtmasse 311 in
der Führung 313 nicht
mehr geometrisch gehemmt, sondern in der Führung 313 in vollständiger oder
abschnittsweiser Umfangsrichtung gehaltert oder geklemmt ist. Hierbei
kann die Wuchtmasse 311 von einer oder von beiden Stirnseiten
des Lüfters 10 aus
zugänglich
sein. Bevorzugt befin det sich hierfür eine Durchgangsausnehmung 316 in
einem äußeren Randbereich
des Radialabschnitts 12 des Lüfters 10 zentral über der
Führung 313,
durch welche die Wuchtmasse 311, z. B. für einen
Schraubendreher oder ein anderes Werkzeug zugänglich ist. In 6 weist
die Wuchtmasse 311 ein Außengewinde auf, das in einem
Innengewinde der Führung 313 auf-
und abgeschraubt werden kann; die Führung 313 ist dabei
als eine Art Schraubdom ausgebildet. 7 zeigt
eine in der Führung 313 geklemmte Wuchtmasse 311,
die jedoch entlang der Rotationsachse R verschiebbar ist, was durch
zwei Kraftpfeile verdeutlicht ist. 8 zeigt
ein nur partiell gefasstes Gewinde für die Wuchtmasse 311.
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Die
Ausführungsformen
gemäß den 9 bis 12 zeigen
an einem Rotationskörper 10, 21, 22 nachträglich vorsehbare
Verstellmechanismen 310, die jeweils das Gewindeelement 312,
die mittels dem Gewindeelement 312 bewegbare Wuchtmasse 311 und
einen Halter 314 aufweisen. Hierbei kann der Halter 314 z.
B. als ein Halteclip 314 (9 bis 11)
oder ein Haltearm 314 (11) ausgebildet sein.
Die 9 und 10 zeigen dabei einen Verstellmechanismus 310 mit
einer Schraube 312 als Gewindeelement 312, deren
Kopf mittels des Halteclips 314 an einem Motorrotor 22 festgelegt
ist. Die Schraube 312 erstreckt sich dabei in Axialrichtung am
Motorrotor 22, wobei eine Außen- (9) bzw. eine
Innenseite (10) des Motorrotors 22 als
Führung 313 für die Wuchtmasse 311 auf
der Schraube 312 dient. Ferner kann zusätzlich eine Innenseite des Lüfters 10 als
Führung 313 dienen
(9). 11 zeigt als Verstellmechanismus 310 eine
Gewindestange 312, die mittels eines Halteclips 314 am
Lüfter 10 befestigt
ist, wobei die Gewindestange 312 durch eine Durchgangsausnehmung 316 im
Lüfter 10 für ein Verstellwerkzeug
zugänglich
ist; gegenüberliegend
ist der Halteclip 314 vorgesehen und mit dem Lüfter 10 verbunden. 12 zeigt
einen Verstellmechanismus 310, der mit der Motorwelle 21 gekoppelt ist,
wobei eine Gewindestange 312 über einen Haltearm 314 beabstandet
zur Motorwelle 21 vorgesehen ist. Die Gewindestange 312 ist
dabei benachbart zu einer Innenseite der Nabe 11 und im
Wesentlichen parallel zu deren Axialabschnitt 13 vorgesehen.
Eine Führung 313 für die auf
der Gewindestange 312 sitzende Wuchtmasse 311 wird
dabei von der benachbarten Innenseite, also einer Wand, der Nabe 11 übernommen.
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In
der Ausführungsform
nach 14 weist der Lüfter 10 an
seinem Axialabschnitt 13 einen scheibenförmigen Träger 315 auf,
der eine exzentrisch angeordnete Wuchtmasse 311 aufweist.
Hierbei ist der Träger 315 mit
seiner großflächigen Seite
im Wesentlichen parallel zum Axialabschnitt 13 vorgesehen
und drehbar mit diesem verbunden. Je nach einer, z. B. mittels einer
Schraube oder eines Rastmechanismus (beides nicht dargestellt),
fixierbaren Drehposition des Trägers 15 nimmt
die Wuchtmasse 311 eine andere Position (Höhe) am Lüfter 10 ein, wodurch
ein Unwuchtausgleich möglich
ist. Die 15 und 16 zeigen
einen Träger 315,
der parallel zum Radialabschnitt 12 der Nabe 11 des
Lüfters 10 angeordnet
und mit diesem bezüglich
der Rotationsachse R drehbar verbunden ist. Eine Drehposition ist
wiederum, z. B. mittels einer Schraube oder eines Rastmechanismus
(beides nicht dargestellt) fixierbar. Der Träger 315 weist wenigstens
eine exzentrisch liegende Wuchtmasse 311 auf, die im Träger 315 gelagert
(Führung 313)
ist und deren Höhe
bezüglich
des Trägers 315 veränderbar
ist. Eine Höhenposition
der Wuchtmasse 311 ist dabei wiederum fixierbar.
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Die
zweite Variante der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der
Lüfter 10 (Rotationskörper 10)
eine als Verkippmechanismus 320 ausgebildete Versteileinrichtung 30 aufweist,
mittels welchem der Lüfter 10 gegenüber der
Rotationsachse R verschwenk- bzw. verkippbar ist. Hierbei ist bevorzugt der
gesamte Lüfter 10 ggf.
mit Anbauteilen (in den 18 bis 21 nicht
dargestellt) gegenüber
der Rotationsachse R verlagerbar; es sind jedoch Ausführungsformen
möglich,
bei welchen nur Teile oder Abschnitte des Lüfters 10 verschwenk-
bzw. verkippbar sind. Gemäß der zweiten
Variante erfolgt eine Veränderung
einer Winkellage zwischen einer Lüfterebene und der Rotationsachse
R, wobei z. B. eine Lüfterbefestigungsschraube
(15) nachgezogen wird und ein elastisches Element wie z.
B. ein O-Ring, eine Feder oder eine aushärtbare Komponente etc. verformt.
Bevorzugt ist dabei, dass eine Befestigung 15 des Lüfters 10 als
ein Bestandteil des Verkippmechanismus 320 fungiert; es
ist natürlich
auch möglich, einen
eigenständigen
Verkippmechanismus vorzusehen (ebenfalls in den 18 bis 21 nicht
dargestellt).
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In
einer Ausführungsform
(18 und 19) der
Erfindung ist ein fester Anschlag 323 (Stand der Technik, 17)
des Lüfters 10 auf
dem Motorrotor 22 durch ein verformbares Element 321 ersetzt.
D. h. zwischen dem Motorrotor 22 und der Nabe 11,
insbesondere deren Radialabschnitt 12, ist das verformbare
Element 321 als eine Art Abstandshalter vorgesehen. Bevorzugt
ist dabei jeweils ein verformbares Element 321 um eine
Befestigungsschraube der Befestigung 15 herum vorgesehen.
Natürlich
ist es auch möglich,
ein einzelnes verformbares Element 321 um alle Befestigungen 15 herum vorzusehen.
Es ist nun erfindungsgemäß möglich, je nachdem
wie fest eine jeweilige Befestigungsschraube ange zogen wird, eine
Winkellage des gesamten Lüfters 10 oder
einem Teil davon bezüglich
der Rotationsachse R in bestimmten Winkelgrenzen einzustellen (19),
wodurch eine nachträgliche
Justierung der Trägheitsachsen
realisiert ist. Das verformbare Element 312 ist elastisch
und/oder plastisch verformbar, ggf. aushärtbar und insbesondere als
ein Gummielement, ein Elastomerelement, ein O-Ring oder ein X-Ring
etc. ausgebildet. Es ist ferner möglich, den festen Anschlag 323 derart
auszulegen, dass dieser durch die Befestigung 15 des Lüfters 10 plastisch
oder elastisch verformt werden kann; die verformbaren Elemente 321 können dann
ggf. weggelassen werden.
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In
der in 20 dargestellten Ausführungsform
sind die verformbaren Elemente 321 aushärtbar. Hierbei wird der Lüfter 10 auf
dem Motorrotor 22 montiert und die Befestigungen 15 derart
eingerichtet, dass sich möglichst
keine oder nur eine geringe Unwucht des Lüfters 10 auf dem Motorrotor 22 einstellt.
Anschließend
werden die verformbaren Elemente 321 einem Aushärtprozess
unterzogen. Dies kann z. B. durch eine Aktivierung (UV-Bestrahlung, Wärme etc.)
einer z. B. hochviskosen und ggf. vorgeformten Duroplast-Masse erfolgen.
Bei der in der 21 dargestellten Ausführungsform
werden statt den verformbaren Elementen 321, Federelemente 322,
wie z. B. eine Spiralfeder, eine Tellerfeder etc. angewendet.
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Die
dritte Variante der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der
Lüfter 10 (Rotationskörper 10)
eine als Verlagermechanismus 330 ausgebildete Verstelleinrichtung 30 aufweist,
mittels welchem ein Abschnitt des Lüfters 10 gegenüber einem
anderen Abschnitt des Lüfters 10 verlager-,
verschwenk-, verkipp- bzw. positionierbar ist, wodurch ein Rotationsverhalten
des Lüfters 10 um
die Rotationsachse R einstellbar ist. Hierbei erfolgt bevorzugt
eine mechanische Verspannung der Bauteile zueinander, welche z.
B. zu einer einseitig justierbaren Form oder Lageänderung
führt,
die Teilbereiche des Lüfters 10 verformt
oder verkippt. Dies erfolgt z. B. mittels einer axialen und/oder
seitlichen Stellschraube, einem justierbaren Keil, einem Abstandshalter,
einer Spannspindel, einem Spannband und/oder Sonstigem, was eine
gegenseitige Lage oder eine mechanische Verspannung des Lüfters 10 einstellbar
beeinflusst. Hierbei ist bevorzugt ein Flügel 14 des Lüfters 10 gegenüber der
Nabe 11 des Lüfters 10 positionierbar.
Statt einer mechanischen Verspannung kann auch ein Gelenk (in den 23 bis 27 nicht
dargestellt) eingerichtet sein, mittels welchem die beiden Abschnitte zueinander
schwenkbar vorgesehen sind.
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In
den 23 und 24 ist
eine Ausführungsform
eines solchen Verlagermechanismus 330 dargestellt, wobei
ein seitliches Gewindeelement 331, vorliegend als Stellschraube 331 ausgebildet,
in einem bevorzugt unteren (mit Bezug auf die 23 und 24)
Axialabschnitt 13 der Nabe 11 gegen eine Außenseite
des Motorrotors 22 geschraubt werden kann, wobei die Stellschraube 331 nicht
in den Motorrotor 22 eingreift. Hierdurch bewegt sich ein
betreffender Abschnitt des Lüfters 10 vom
Motorrotor 22 weg. Im vorliegenden Fall ist dies ein Abschnitt
der Nabe 11 und ein zugehöriger Flügel 14, wobei sich der
betreffende Abschnitt der Nabe 11 und der restliche Teil
der Nabe 11 gegeneinander verspannen. Eine in den Motorrotor 22 einschraubbare
Stellschraube 331 (Gewindeelement 331) ist in
der 25 dargestellt, wodurch der betreffende Abschnitt
des Lüfters 10 in
eine entgegengesetzte Richtung wegbewegt werden kann; d. h. der
betreffende Abschnitt der Nabe 11 bewegt sich auf den Motorrotor 22 zu.
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Es
ist auch möglich,
das Gewindeelement 331 axial entlang der Rotationsachse
R vorzusehen, wobei es wie in der 26 dargestellt,
bevorzugt im Radialabschnitt 12 der Nabe 11 und
dort bevorzugt in einem äußeren Randbereich
des Radialabschnitts 12 vorgesehen ist. Hierbei kann das
ebenfalls als Schraube 331 ausgebildete Gewindeelement 331 gegen
den Motorrotor 22 geschraubt werden, wobei sich der betreffende
Anschnitt der Nabe 11 bevorzugt incl. eines Flügels 14 vom
Motorrotor 22 wegbewegt. Hierbei greift die Schraube 331 nicht
in den Motorrotor 22 ein. Eine kinematisch umgekehrte Ausführungsform
ist natürlich
möglich,
wobei die Schraube 331 dann z. B. stirnseitig in den Motorrotor 22 eingeschraubt
werden kann (in den 23 bis 27 nicht
dargestellt). Die Anwendung eines Keils 332 zeigt die 27.
Hierbei wird zwischen der Nabe 11, insbesondere deren Axialabschnitt 13,
und dem Motorrotor 22 ein Keil 332 eingeschoben,
wodurch ein betreffender Abschnitt der Nabe vom Motorrotor 22 wegbewegbar
ist. Hierbei ist es bevorzugt, dass zur gegenseitigen Arretierung
von Keil 332 und Nabe 11, alternativ dem Motorrotor 22,
zueinander korrespondierende Rasteinrichtungen vorgesehen sind.