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Stand der Technik
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Die
Erfindung betrifft eine Hochdruckpumpe, insbesondere eine Radial-
oder Reihenkolbenpumpe. Speziell betrifft die Erfindung das Gebiet
der Brennstoffpumpen für Brennstoffeinspritzanlagen von
luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen.
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Aus
der
DE 10 2005
046 670 A1 ist eine Hochdruckpumpe für eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung
einer Brennkraftmaschine bekannt. Die bekannte Hochdruckpumpe weist
ein Pumpengehäuse auf, in dem ein Pumpenelement angeordnet
ist. Das Pumpenelement umfasst einen durch eine Antriebswelle in
einer Hubbewegung angetriebenen Pumpenkolben. Dieser Pumpenkolben
ist in einer Zylinderbohrung eines Teils des Pumpengehäuses
verschiebbar geführt und begrenzt in dieser einen Pumpenarbeitsraum.
Der Pumpenkolben stützt sich dabei über einen
hohlzylinderförmigen Stößel an der Antriebswelle
ab, wobei der Stößel in einer Bohrung des Pumpengehäuses
in Richtung der Längsachse des Pumpenkolbens verschiebbar
geführt ist. Ferner weist der Stößel
in seinem Außenmantel eine in Richtung einer Längsachse
verlaufende Nut auf, in die radial zur Längsachse des Stößels
eine in einem Teil des Pumpengehäuses in tangentialer Richtung
zum Stößel fixierte Kugel zur Verdrehsicherung
des Stößels eingreift.
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Die
aus der
DE 10
2005 046 670 A1 bekannte Hochdruckpumpe hat den Nachteil,
dass die Einrichtung zur Verdrehsicherung einen gewissen konstruktiven
Aufwand erfordert und eine entsprechende Ausgestaltung des Pumpengehäuses
zur Aufnahme der Einrichtung zur Verdrehsicherung benötigt.
Außerdem kommt es durch die über die Kugel vermittelte
permanente Beaufschlagung des Stößels zu Reibungsverlusten,
die den Wirkungsgrad verschlechtern.
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Offenbarung der Erfindung
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Die
erfindungsgemäße Hochdruckpumpe mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass eine zuverlässige
Ausrichtung der Pumpenbaugruppe mit einem reduzierten konstruktiven
Aufwand möglich ist. Speziell können Reibungsverluste
verhindert oder zumindest verringert werden, wodurch der Wirkungsgrad
der Hochdruckpumpe verbessert und ein Verschleiß reduziert
sind.
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Durch
die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen der im Anspruch 1 angegebenen
Hochdruckpumpe möglich.
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Vorteilhaft
ist es, dass die Lauffläche des Nockens konkav ausgestaltet
ist und dass die Rollenfläche der Rolle in einem mittleren
Teil der Rolle konvex ausgestaltet ist oder dass die Lauffläche
des Nockens konvex ausgestaltet ist und dass die Rollenfläche
der Rolle zumindest in einem mittleren Teil der Rolle konkav ausgestaltet
ist. Hierbei ist es ferner vorteilhaft, dass ein Krümmungsradius
der Lauffläche des Nockens und ein Krümmungsradius
der Rollenfläche der Rolle in dem mittleren Teil betragsmäßig zumindest
näherungsweise gleich groß sind. Hierdurch kann
zum einen eine relativ große Kontaktfläche gewährleistet
werden, um die Betätigungskräfte relativ gleichmäßig
zu verteilen und somit eine Punktbelastung zu verhindern. Außerdem
kann eine Ausgangslage vorgegeben werden, in die die Laufrolle, insbesondere
bei axialen Auslenkungen, zurückgeführt wird.
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Vorteilhaft
ist es auch, dass ein Durchmesser der Rolle in einer Mitte der Rolle
und ein Durchmesser der Rolle in einem Außenbereich der
Rolle um etwa 1% bis etwa 10% voneinander abweichen. Hierdurch können
bei einer Auslenkung der Rolle aus ihrer Ausgangslage Rückstellkräfte,
insbesondere Axialkräfte, die auf die Rolle wirken, erzeugt
werden, um eine zuverlässige Rückstellung der
Rolle in ihre Ausgangslage im Betrieb zu gewährleisten.
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Ferner
ist es vorteilhaft, dass die Rollenfläche der Rolle in
einem ersten Randbereich gegenüber der Lauffläche
des Nockens zurückgesetzt ausgestaltet ist und/oder dass
die Rollenfläche der Rolle in einem zweiten Randbereich
gegenüber der Lauffläche des Nockens zurückgesetzt
ausgestaltet ist. Hierdurch kann ein gewisser Kantenabfall oder dergleichen
an der Rolle vorgegeben sein, so dass Hertzsche Spannungsspitzen
in den Randbereichen reduziert oder verhindert sind.
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Vorteilhaft
ist es auch, dass die Pumpenbaugruppe einen Rollenschuh aufweist,
dass der Rollenschuh eine Lagerfläche aufweist, an der
die Rolle an dem Rollenschuh gelagert ist, und dass die Lagerfläche
des Rollenschuhs an die Ausgestaltung der Rolle angepasst ausgestaltet
ist. Hierdurch ist eine vorteilhafte Führung der Rolle
in dem Rollenschuh möglich. Insbesondere kann eine gegenseitige
Ausrichtung erfolgen, so dass die Laufrolle, der Rollenschuh und weitere
Elemente der Pumpenbaugruppe im Betrieb innerhalb gewisser Grenzen
ausgerichtet sind. Hierbei kann ein gewisses Spiel ermöglicht
werden, das für einen zuverlässigen Betrieb gegebenenfalls
erforderlich ist. Durch die aneinander angepasste Ausgestaltung
des Rollenschuhs, der Rolle und des Nockens kann bei solchen Auslenkungen
eine Rückstellung in die gewünschte Ausgangslage
durch Rückstellkräfte erzielt werden, die auf
Grund der Auslenkung auftreten. Ein reibungsbedingter Verschleiß oder
dergleichen ist hierbei verhindert oder zumindest verhindert. Hierbei
ist es besonders vorteilhaft, dass die Lagerfläche des
Rollenschuhs konkav beziehungsweise konvex ausgestaltet ist.
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Vorteilhaft
ist es, dass ein Krümmungsradius der Lauffläche
des Nockens und ein Krümmungsradius der Lagerfläche
des Rollenschuhs zumindest näherungsweise gleich groß sind.
Hierdurch kann zwischen der Lagerfläche des Rollenschuhs
und der Rolle eine relativ große Kontaktfläche
vorgegeben werden, wodurch Punktbelastungen verhindert oder zumindest
verringert sind.
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Außerdem
ist es vorteilhaft, dass die Lauffläche des Nockens und
die Rollenfläche der Rolle so ausgestaltet sind, dass eine
zentrierte Ausgangslage der Rolle bezüglich der Lauffläche
des Nockens vorgegeben ist. Hierbei kann ein gewisser Abstand der Rolle
zu weiteren Bauteilen der Pumpenbaugruppe, insbesondere einem Stößelkörper,
gewährleistet werden. Ein axiales Anlaufen an eine Begrenzung oder
eine Pumpbelastung zwischen der Rolle und dem Nocken oder der Rolle
und dem Rollenschuh, die bei starken Auslenkungen auftreten kann,
kann dadurch verhindert werden.
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Ferner
ist es vorteilhaft, dass die Lauffläche des Nockens und
die Rollenfläche der Rolle so ausgestaltet sind, dass mit
einer zunehmenden axialen Auslenkung der Rolle aus der zentrierten
Ausgangslage eine gleichmäßig ansteigende Rückstellkraft
auf die Rolle in Richtung auf die Ausgangslage wirkt. Insbesondere
kann bei geringfügigen Aus lenkungen der Rolle ein sprunghaftes
Ansteigen der Rückstellkraft verhindert werden, um ein
für den Betrieb der Hochdruckpumpe erforderliches Spiel
für die Rolle zu gewährleisten. Hierbei auftretende
Reibungskräfte können somit verringert werden,
so dass ein übermäßiger Verschleiß verhindert
ist.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden
Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen
sich entsprechende Elemente mit übereinstimmenden Bezugszeichen
versehen sind, näher erläutert. Es zeigt:
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1 eine
Hochdruckpumpe in einer schematischen, axialen Schnittdarstellung
entsprechend einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
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2 den
in 1 mit II bezeichneten Ausschnitt einer
Hochdruckpumpe entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung und
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3 ein
Schaubild, das eine Hertzsche Pressung an der Rolle im Betrieb veranschaulicht, zur
weiteren Erläuterung der Hochdruckpumpe des Ausführungsbeispiels
der Erfindung.
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1 zeigt
eine Hochdruckpumpe 1 in schematischen, axialen Schnittdarstellung
entsprechend einem Ausführungsbeispiel. Die Hochdruckpumpe 1 kann
insbesondere als Radial- oder Reihenkolbenpumpe ausgestaltet sein.
Speziell eignet sich die Hochdruckpumpe 1 als Brennstoffpumpe
für Brennstoffeinspritzanlagen von luftverdichtenden, selbstzündenden
Brennkraftmaschinen. Ein bevorzugter Einsatz der Hochdruckpumpe 1 besteht
für eine Brennstoffeinspritzanlage mit einer Brennstoffverteilerleiste,
die Dieselbrennstoff unter hohem Druck speichert. Die erfindungsgemäße
Hochdruckpumpe 1 eignet sich jedoch auch für andere
Anwendungsfälle.
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Die
Hochdruckpumpe 1 weist ein mehrteiliges Pumpengehäuse 2 auf,
in dem eine Antriebswelle 3 angeordnet ist. Die Antriebswelle 3 ist
an zwei in Richtung einer Drehachse 4 der Antriebswelle 3 voneinander
beabstandeten Lagerstellen 5, 6 gelagert. Die
Antriebswelle 3 kann durch eine Brennkraftmaschine rotierend
angetrieben werden.
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Die
Antriebswelle 3 weist zumindest einen Nocken 7 auf,
der zwischen den Lagerstellen 5, 6 an der Antriebswelle 3 vorgesehen
ist. Dabei kann der Nocken 7 als Ein- oder Mehrfachnocken
ausgestaltet sein. Außerdem fällt unter den Begriff
des Nockens auch ein Nocken 7, der durch einen exzentrischen Abschnitt
der Antriebswelle 3 oder dergleichen gebildet ist.
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In
dem Pumpengehäuse 2 ist eine Pumpenbaugruppe 8 angeordnet,
die dem Nocken 7 der Antriebswelle 3 zugeordnet
ist. Die Pumpenbaugruppe 8 ist dabei zumindest im Wesentlichen
in einer Bohrung 9 des Pumpengehäuses 2 angeordnet.
Ein Zylinderkopf 10 der Hochdruckpumpe 1 ist mit
dem Pumpengehäuse 2 verbunden, wobei ein der Pumpenbaugruppe 8 zugeordneter
Ansatz 11 des Zylinderkopfes 10 in die Bohrung 9 ragt.
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Die
Pumpenbaugruppe 8 weist einen zumindest im Wesentlichen
hohlzylinderförmigen Stößelkörper 12 auf,
der in der Bohrung 9 geführt ist. In den Stößelkörper 12 ist
ein Mitnahmeelement 13 eingesetzt, das scheibenförmig
ausgestaltet ist und an einem Absatz 14 des Stößelkörpers 12 anliegt.
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Die
Pumpenbaugruppe 8 weist ferner einen Kolben 15 auf,
wobei das Mitnahmeelement 13 einen Bund 16 des
Kolbens 15 an einem Rollenschuh 17 hält.
Das in den Stößelkörper 12 eingesetzte
Mitnahmeelement 13 ist von einer Stößelfeder 18 beaufschlagt.
Die Stößelfeder 18 hält dadurch
den Bund 16 des Kolbens 15 in Anlage mit dem Rollenschuh 17.
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Der
Ansatz 11 weist eine Zylinderbohrung 25 auf, in
der der Kolben 15 geführt ist. Hierbei begrenzt der
Kolben 15 einen Pumpenarbeitsraum 26 im Zylinderkopf 10.
Der Pumpenarbeitsraum 26 ist über ein Einlassventil 27 mit
Brennstoff befüllbar. Außerdem ist ein Auslassventil 28 vorgesehen, über
das unter hohem Druck stehender Brennstoff aus dem Pumpenarbeitsraum 26 zu
einer Brennstoffverteilerleiste oder dergleichen förderbar
ist.
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Der
Rollenschuh 17 weist eine Lagerfläche 29 auf,
an der eine Rolle 30 der Pumpenbaugruppe 8 in
dem Rollenschuh 17 gelagert ist. Die Rolle 30 weist
eine Rollenfläche 31 auf, mit der die Rolle 30 an der
Lagerfläche 29 des Rollenschuhs 17 gleitend
gelagert ist. Außerdem weist der Nocken 7 eine
Lauffläche 32 auf, an der die Rolle 30 im
Betrieb der Hochdruckpumpe 1 abrollt. Hierbei rotiert die
Antriebswelle 3 um ihre Drehachse 4. Ein Hub des
Nockens 7 überträgt sich über
die Rolle 30 auf den Rollenschuh 17 und somit
den Kolben 15. Ferner hält die Stößelfeder 18 die
Rolle 30 permanent in Anlage mit dem Nocken 7.
Dadurch kommt es im Betrieb abwechselnd zu einem Saughub, bei dem
sich der Kolben 15 in einer Richtung 33 bewegt,
und zu einem Förderhub, bei dem sich der Kolben 15 entgegen
der Richtung 33 bewegt. Dadurch kann in dem Pumpenarbeitsraum 26 ein
hoher Druck erzeugt werden, um unter hohem Druck stehenden Brennstoff über
das Auslassventil 28 zu fördern.
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Während
des Betriebs der Hochdruckpumpe 1 rotiert die Antriebswelle 3 um
ihre Drehachse 4, so dass entsprechend die Rolle 30 um
eine Achse 34 der Rolle 30 rotiert. In einer Ausgangslage
ist die Achse 34 der Rolle 30 parallel zu der
Drehachse 4 der Antriebswelle 3 orientiert. Im
Betrieb der Hochdruckpumpe 1 kann allerdings ein gewisses
Spiel für die Ausrichtung der Achse 34 der Rolle 30 erforderlich
sein. Ferner kann eine gewisse axiale Bewegung der Rolle 30 in
oder entgegen einer axialen Richtung 35 erforderlich sein.
Allerdings sind übermäßige Verschwenkungen
der Rolle 30 und übermäßige
Verschiebungen der Rolle 30 in oder entgegen der axialen
Richtung 35 unerwünscht. Speziell kann es hierbei
zu einem übermäßigen Verschleiß zwischen
der Rolle 30 und der Lagerfläche 29 des
Rollenschuhs 17 oder der Lauffläche 32 des
Nockens 7 kommen. Ferner ist es denkbar, dass eine axiale
Verschiebbarkeit der Rolle 30 durch einen entsprechend
ausgestalteten Stößelkörper 12 begrenzt
ist. Hierbei trifft allerdings in den jeweiligen Anschlagpositionen
ein reibungsbedingter Verschleiß zwischen der Rolle 30 und
einem derart ausgestalteten Stößelkörper 12 auf,
was unerwünscht ist.
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Die
Hochdruckpumpe 1 des Ausführungsbeispiels weist
deshalb eine vorteilhafte Führung der Rolle 30 auf.
Durch diese Führung ist zum einen die Rolle 30 bezüglich
des Nockens 7 ausgerichtet und mittig zentriert. Zum anderen
wird hierbei auch eine Ausrichtung des Rollenschuhs 17 und
gegebenenfalls des Stößelkörpers 12 ermöglicht.
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Bei
dem anhand der 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist die Lauffläche 32 des Nockens 7 konkav
ausgestaltet. Die Rollenfläche 31 der Rolle 30 ist
an die konkave Ausgestaltung der Lauffläche 32 des
Nockens 7 angepasst ausgestaltet. Die Rolle 30 weist
einen mittleren Teil 36 auf. In dem mittleren Teil 36 der
Rolle 30 ist die Rollenfläche 31 konvex
ausgestaltet. Die konvexe Ausgestaltung der Rollenfläche 31 ist
hierbei an die konkave Ausgestaltung der Lauffläche 32 des
Nockens 7 angepasst. Ein Krümmungsradius RN der Lauffläche 32 des
Nockens 7 und ein Krümmungsradius RR der
Rollenfläche 31 der Rolle 30 sind betragsmäßig
zumindest näherungsweise gleich groß. Dadurch
ergibt sich eine gleichmäßige Anlage der Rolle 30 an
der Lauffläche 32 des Nockens 7, wobei
eine zwischen der Rollenfläche 31 der Rolle 30 und
der Lauffläche 32 des Nockens 7 verhindert
ist.
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Ferner
sind ein Krümmungsradius RL der
Lagerfläche 29 des Rollenschuhs 17 und
der Krümmungsradius RR der Rollenfläche 31 der
Rolle 30 in dem mittleren Teil 36 betragsmäßig
zumindest näherungsweise gleich groß. Somit wird
auch zwischen der Rollenfläche 31 der Rolle 30 und
der Lagerfläche 29 des Rollenschuhs 17 eine
gleichmäßige Anlage ermöglicht, wobei
eine Punktbelastung verhindert ist. Somit ergibt sich auch, dass
der Krümmungsradius RN der Lauffläche 32 des
Nockens 7 und der Krümmungsradius RL der
Lagerfläche 29 des Rollenschuhs 17 zumindest
näherungsweise gleich groß sind.
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Ein
Durchmesser DM der Rolle 30 in
einer Mitte 37 der Rolle 30 und ein Durchmesser
DA der Rolle 30 in einem ersten
Außenbereich 38 und einem zweiten Außenbereich 39 der
Rolle 30 weichen um etwa 1% bis etwa 10% voneinander ab.
Hierdurch ergibt sich bei einer in der axialen Richtung 35 oder
entgegen der axialen Richtung 35 erfolgenden axialen Verschiebung
der Rolle 30 eine Rückstellkraft auf die Rolle 30 entgegen
beziehungsweise in der axialen Richtung 35, die mit zunehmender
Verstellung aus der in der 1 dargestellten
Ausgangslage zunimmt. Somit wird bei einer axialen Verstellung der Rolle 30 eine
Rückstellung in die in der 1 dargestellte
Ausgangslage erreicht. Entsprechend wird die Rolle 30 bei
gegebenenfalls auftretenden Verschwenkungen der Rolle 30 in
ihre Ausgangsstellung zurückgestellt, in der die Achse 34 der
Rolle 30 parallel zu der Drehachse 4 der Antriebswelle 3 orientiert ist.
Hierbei besteht der Vorteil, dass die auftretenden Rückstellkräfte
bei kleinen Auslenkungen oder Verschwenkungen relativ gering sind
und gleichmäßig mit der Auslenkung oder Verschwenkung
ansteigen. Hierdurch wird ein für den Betrieb der Hochdruckpumpe 1 erforderliches
Spiel der Rolle 30 ermöglicht. Die Entstehung
von unerwünschten Reibungskräften im Bereich der
Lagerung der Rolle 30 an der Lauffläche 32 des
Nockens 7 sowie der Lagerfläche 29 des Rollenschuhs 17 ist
dadurch verhindert. Außerhalb dieses erforderlichen Spiels
auftretende Verstellungen der Rolle 30 werden allerdings
durch entsprechend große Rückstellkräfte
korrigiert. Dadurch ist eine hohe Zuverlässigkeit der Hochdruckpumpe 1 gewährleistet.
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Die
Rolle 30 weist einen ersten Randbereich 41 und
einen zweiten Randbereich 42 auf. Die Randbereiche 41, 42 schließen
sich zu beiden Seiten an den mittleren Teil 36 der Rolle 30 an.
In den Randbereichen 41, 42 ist die Rollenfläche 31 der
Rolle 30 gegenüber der Lauffläche 32 des
Nockens 7 zurückgesetzt ausgestaltet. Dadurch
ist die Rollenfläche 31 der Rolle 30 in
den Randbereichen 41, 42 auch gegenüber
der Lagerfläche 29 des Rollenschuhs 17 zurück
ausgestaltet. Durch die zurückgesetzte Ausgestaltung sind
Hertzsche Spannungsspitzen in den Randbereichen 41, 42 der
Rolle 30 reduziert, wie es auch anhand der 3 veranschaulicht
ist.
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In
dem in der 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Lauffläche 32 des Nockens 7 und
die Lagerfläche 29 des Rollenschuhs 17 jeweils konkav
ausgestaltet, während die Rollenfläche 31 der
Rolle 30 konvex ausgestaltet ist. Eine weitere mögliche
Ausgestaltung ist anhand der 2 im Folgenden
im weiteren Detail beschrieben.
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2 zeigt
den in 1 mit II bezeichneten Ausschnitt der
Hochdruckpumpe 1 entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel.
In diesem Ausführungsbeispiel sind die Lauffläche 32 des
Nockens 7 und die Lagerfläche 29 des
Rollenschuhs 17 jeweils konvex ausgestaltet. Ferner ist
die Rollenfläche 31 der Rolle 30 konkav
ausgestaltet. Sowohl die Lauffläche 32 des Nockens 7 als
auch die Lagerfläche 29 des Rollenschuhs 17 sind
an die Rollenfläche 31 der Rolle 30 angepasst
ausgestaltet. Hierbei sind der Krümmungsradius RN der Lauffläche 32 des
Nockens 7 und der Krümmungsradius RR der
Rollenfläche 31 der Rolle 30 im mittleren
Teil 36 betragsmäßig näherungsweise
gleich groß. Ferner sind der Krümmungsradius RL der Lagerfläche 29 des
Rollenschuhs 17 und der Krümmungsradius RR der Rollenfläche 31 der
Rolle 30 im mittleren Teil 36 betragsmäßig
gleich groß. Dabei weichen der Durchmesser DM der
Rolle 30 in der Mitte 37 der Rolle 30 und
der Durchmesser DA der Rolle 30 um
etwa 1% bis etwa 10% von einander ab. Während bei dem anhand
der 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel der Durchmesser
DM in der Mitte 37 der Rolle 30 größer ist
als der Durchmesser DA in den Außenbereichen 38, 39,
ist bei dem anhand der 2 dargestellten Ausführungsbeispiel
der Durchmesser DM in der Mitte 37 der
Rolle 30 kleiner als der Durchmesser DA der Rolle 30 in
den Außenbereichen 38, 39. Allerdings wird
auch bei der in der 2 dargestellten Ausgestaltung
der Rolle 30 eine Rückstellkraft auf die Rolle 30 erzeugt,
wenn die Rolle 30 in oder entgegen der axialen Richtung 35 aus
ihrer Ausgangsstellung verstellt wird. Diese Rückstellkraft
nimmt ebenfalls gleichmäßig mit zunehmender Verstellung
aus der Ausgangslage zu. Ein gewisses Spiel der Rolle 30 kann
hierbei in vorteilhafter Weise ermöglicht sein.
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Die
Radiusform der Lagerfläche 29 des Rollenschuhs 17,
der Lauffläche 32 des Nockens 7 und der
Rollenfläche 31 der Rolle 30 hat den
Vorteil, dass gegebenenfalls auftretende Toleranzen, insbesondere
Fehler in der Ausrichtung der Pumpenbaugruppe 8 senkrecht
zu der Drehachse 4 der Antriebswelle 3, ausgeglichen
werden.
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Die
Rollenfläche 31 der Rolle 30 ist in den Randbereichen 41, 42 zurückgesetzt
ausgestaltet.
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3 zeigt
ein Diagramm, dass die Hertzsche Pressung PH an
der Rollenfläche 31 der Rolle 30 veranschaulicht.
Hierbei ist an der Ordinate die Hertzsche Pressung PH entlang
der Achse 34 in der axialen Richtung 35 veranschaulicht.
Die Rolle 30 kann beispielsweise entsprechend dem in der 1 dargestellten
ersten Ausführungsbeispiel ausgestaltet sein. Im Bereich
der Mitte 37 ergibt sich an der Rollenfläche 31 ein
lokales Maximum der Hertzschen Pressung PH.
Ausgehend von diesem lokalen Maximum 50 nimmt die Hertzsche
Pressung zu den Randbereichen 41, 42 zunächst
ab, bis lokale Minima 51, 52 erreicht sind. Dann
steigt die Hertzsche Pressung ausgehend von dem lokalen Minimum 51 in
Richtung auf den ersten Randbereich 41 an. Auf Grund der
in dem ersten Randbereich 41 zurückgesetzten Rollenfläche 31 nimmt
die Hertzsche Pressung ein lokales Maximum 53 an, während
die Hertzsche Pressung PH ohne den zurückgesetzten
ersten Randbereich 41 weiter ansteigen würde,
wie es durch die unterbrochen dargestellte Linie 54 veranschaulicht
ist. Entsprechend nimmt die Hertzsche Pressung PH im
Bereich des zweiten zurückgesetzten Randbereichs 42 ein
lokales Maximum 55 an, das kleiner ist als der Kurvenverlauf
der Hertzschen Pressung PH ohne einen solchen
zurückgesetzten Randbereich 42, wie es durch die
unterbrochen dargestellte Linie 56 veranschaulicht ist.
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Somit
kann durch die Ausgestaltung der Rollenfläche 31 in
den Randbereichen 41, 42 eine Begrenzung der Hertzschen
Pressung PH erreicht werden. Hierbei erfolgt
die Ausgestaltung der Rollenfläche 31 vorzugsweise
so, dass die lokalen Maxima 53, 50, 55 bei
zumindest näherungsweise gleich großen Werten
für die Hertzsche Pressung PH liegen und
eine Spannungsdifferenz zu den lokalen Minima 51, 52 relativ
klein ist. Dadurch kann eine gleichmäßige Belastung
der Rolle 31 an der Rollenfläche 31, der
Lagerfläche 29 des Rollenschuhs 17 und
der Lauffläche 32 des Nockens 7 erreicht
werden.
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Die
Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102005046670
A1 [0002, 0003]