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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine hydrodynamische Kopplungsanordnung,
insbesondere Drehmomentwandler, umfassend ein an eine Antriebswelle
koppelbares Gehäuse mit einem Pumpenrad, ein in einem Innenraum
des Gehäuses angeordnetes vom Pumpenrad antreibbares Turbinenrad und
eine erste Dämpferanordnung über welche das Gehäuse
mittels einer Überbrückungskupplung mit einem
Abtriebsorgan koppelbar ist, wobei die erste Dämpferanordnung
einen ersten Torsionsschwingungsdämpfer mit einer mit der Überbrückungskupplung
verbundenen ersten Primärseite und einer gegen die Wirkung
einer ersten Dämpferfederanordnung bezüglich der
ersten Primärseite um eine Drehachse drehbaren ersten Sekundärseite
sowie einen zweiten Torsionsschwingungsdämpfer mit einer
mit der ersten Sekundärseite des ersten Torsionsschwingungsdämpfers
verbundenen zweiten Primärseite und einer gegen die Wirkung
einer zweiten Dämpferfederanordnung bezüglich
der zweiten Primärseite um die Drehachse drehbaren zweiten
Sekundärseite umfasst, wobei das Turbinenrad mit einem
die erste Sekundärseite und die zweite Primärseite
umfassenden Torsionsschwingungsdämpfer-Zwischenbereich verbunden
ist.
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Eine
derartige hydrodynamische Kopplungsanordnung wird als Komponente
des Antriebsstrangs eines Kraftfahrzeugs verwendet und dort zur
Kopplung des Motors mit dem Getriebe eingesetzt. Bei geöffneter Überbrückungskupplung
kann ein Drehmoment über einen ersten Drehmomentübertragungsweg
vom Motor über das Pumpenrad, das Turbinenrad und den zweiten
Torsionsschwingungsdämpfer auf das Abtriebsorgan und von
dort auf das Getriebe übertragen werden. Ein zweiter Drehmomentübertragungsweg über
die geschlossene Überbrückungskupplung und den
ersten und zweiten Torsionsschwingungsdämpfer dient zur
Umgehung des ersten Drehmomentübertragungswegs, um Reibungsverluste
im vom Pumpenrad erzeugten hydrodynamischen Kreislauf zu vermindern.
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Im
Antriebsstrang können im Betrieb auftretende Drehungleichförmigkeiten
zu Schwingungsanregungen führen, die wiederum zur Folge
haben, dass beispielsweise Klappergeräusche im Fahrgastraum
des Kraftfahrzeugs auftreten. Durch das Bereitstellen von Dämpfern
wird daher versucht, der Anregung derartiger Schwingungen entgegenzuwirken. Dazu
sind im zweiten Drehmomentübertragungsweg zwischen Überbrückungskupplung
und Abtriebsorgan der erste und der zweite Torsionsschwingungsdämpfer
vorgesehen. Das Turbinenrad ist an den Torsionsschwingungsdämpfer-Zwischenbereich drehfest
angekoppelt, so dass der zweite Torsionsschwingungsdämpfer
auch als Dämpfer im ersten Drehmomentübertragungsweg
wirkt.
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Torsionsschwingungsdämpfer
dämpfen auftretende Schwingungen in einem breiten Frequenzbereich.
Die im Antriebsstrang entstehenden Drehungleichförmigkeiten
sind jedoch nicht gleichmäßig verteilt, sondern
weisen Anregungsordnungen auf, die beispielsweise mit der Zündfrequenz
des Motors in Beziehung stehen. Bei Motoren, die hinsichtlich ihrer
CO2-Emissionen optimiert sind und im Vergleich zu
herkömmlichen Motoren größere Drehungleichförmigkeiten
erzeugen, können bestimmte Anregungsordnungen durch Torsionsschwingungsdämpfer
nicht mehr zufriedenstellend gedämpft werden.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher eine gattungsgemäße
hydrodynamische Kopplungsanordnung bereitzustellen, bei der bei
geöffneter und bei geschlossener Überbrückungskupplung
eine Anregungsordnung von Drehungleichförmigkeiten gezielt gedämpft
werden kann.
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Diese
Aufgabe wird gelöst durch eine hydrodynamische Kopplungsanordnung,
insbesondere Drehmomentwandler, umfassend ein an eine Antriebs welle
koppelbares Gehäuse mit einem Pumpenrad, ein in einem Innenraum
des Gehäuses angeordnetes vom Pumpenrad antreibbares Turbinenrad, eine
erste Dämpferanordnung über welche das Gehäuse
mittels einer Überbrückungskupplung mit einem
Abtriebsorgan koppelbar ist, wobei die erste Dämpferanordnung
einen ersten Torsionsschwingungsdämpfer mit einer mit der Überbrückungskupplung
drehfest verbundenen ersten Primärseite und einer gegen
die Wirkung einer ersten Dämpferfederanordnung bezüglich
der ersten Primärseite um eine Drehachse drehbaren ersten
Sekundärseite sowie einen zweiten Torsionsschwingungsdämpfer
mit einer mit der ersten Sekundärseite des ersten Torsionsschwingungsdämpfers
drehfest verbundenen zweiten Primärseite und einer gegen
die Wirkung einer zweiten Dämpferfederanordnung bezüglich
der zweiten Primärseite um die Drehachse drehbaren zweiten
Sekundärseite umfasst, wobei das Turbinenrad mit einem
die erste Sekundärseite und die zweite Primärseite
umfassenden Torsionsschwingungsdämpfer-Zwischenbereich
drehfest verbunden ist, und eine zweite Dämpferanordnung
mit einem mit der zweiten Sekundärseite drehfest verbundenen Auslenkungsmassenträger
an dem wenigstens eine Auslenkungsmasse derart getragen ist, dass
eine radiale Lage der wenigstens einen Auslenkungsmasse bezüglich
der Drehachse veränderbar ist.
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Die
als so genannter drehzahladaptiver Tilger ausgebildete zweite Dämpferanordnung
dient zur gezielten Dämpfung einer vom Anstriebsstrang
erzeugten Anregungsordnung. Bei auftretenden Drehungleichförmigkeiten
wird die wenigstens eine Auslenkungsmasse, die sich bei einer gleichmäßigen Drehbewegung
um die Drehachse an der energetisch günstigsten Stelle
im Fliehpotential befindet, entgegen der Fliehkraft ausgelenkt,
gewinnt potentielle Energie und erzeugt so eine Gegenschwingung, die
die Drehungleichförmigkeit dämpft. Ein drehzahladaptiver
Tilger kann gezielt auf eine, insbesondere auf eine durch die Zündfrequenz
des Motors erzeugte Anregungsordnung abgestimmt werden, da sich sein
Resonanzbereich mit zunehmender Drehzahl ebenso verschiebt, wie
die Anregungsordnung.
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Da
die zweite Dämpferanordnung mit der Sekundärseite
des zweiten Torsionsschwingungsdämpfers verbunden ist,
können sowohl über das Turbinenrad als auch über
die Überbrückungskupplung übertragene
Drehungleichförmigkeiten von der zweiten Dämpferanordnung
gedämpft werden. Unabhängig davon, ob die Überbrückungskupplung
geschlossen oder geöffnet ist, werden vom Motor erzeugte auftretendene
Drehungleichförmigkeiten sowohl vom zweiten Torsionsschwingungsdämpfer
als auch vom der zweiten Dämpferanordnung gedämpft.
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Durch
das Zusammenwirken der ersten Dämpferanordnung und der
zweiten Dämpferanordnung kann die wenigstens eine Auslenkungsmasse klein
gehalten werden. Dies führt zu den weiteren Vorteilen,
dass der Auslenkungsmassenträger so ausgelegt werden kann,
dass er nur die von einer kleinen Masse erzeugten Kräfte
aufnehmen muss und dass, falls die wenigstens eine Auslenkungsmasse
im Inneren des Gehäuses angeordnet ist, sie aufgrund ihrer
kleinen Oberfläche geringen Dämpfungseinflüssen
durch das Fluid in der hydrodynamischen Kopplungsanordnung ausgesetzt
ist.
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Bei
einer Weiterbildung der Erfindung kann der im Gehäuse der
hydrodynamische Kopplungsanordnung vorhandene Bauraum besser ausgenutzt werden,
indem wenigstens eine Auslenkungsmasse in radialer Richtung zwischen
der ersten Dämpferfederanordnung und der zweiten Dämpferfederanordnung
angeordnet ist. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die
wenigstens eine Auslenkungsmasse aufgrund ihrer geringen Größe
an dieser Stelle angeordnet werden kann.
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Um
den Bauraum innerhalb der hydrodynamischen Kopplungsanordnung besser
auszunutzen, ist vorzugsweise weiter vorgesehen, dass wenigstens
eine Auslenkungsmasse radial innerhalb der Überbrückungskupplung
und/oder die Überbrückungskupplung axial überlappend
angeordnet ist. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass wenigstens eine
Auslenkungsmasse, die erste Dämpferanordnung und das Turbinenrad
in axialer Richtung auf einander folgend angeordnet sind.
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Der
radiale Abstand wenigstens einer Auslenkungsmasse zur Drehachse
kann dadurch nach Innen begrenzt werden, dass die wenigstens eine Auslenkungsmasse
in einer radialen Innenlage an einem Außenumfangsbereich
des Auslenkungsmassenträgers anliegt. Gesonderte Maßnahmen
zur Begrenzung des radialen Abstands der wenigstens einen Auslenkungsmasse
nach Innen, wie etwa am Auslenkungsmassenträger angebrachte
Anschlagelemente, sind in diesem Fall nicht notwendig.
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Um
die radiale Verlagerbarkeit einer Auslenkungsmasse zu ermöglichen,
kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine Auslenkungsmasse über
wenigstens ein dieser zugeordnetes Kopplungselement mit dem Auslenkungsmassenträger
gekoppelt ist, welches bei einem ersten Kopplungsbereich mit der Auslenkungsmasse
drehbar gekoppelt und an einem zum ersten Kopplungsbereich beabstandeten
zweiten Kopplungsbereich mit dem Auslenkungsmassenträger
drehbar gekoppelt ist. Die mögliche maximale radiale Außenlage
einer derartig angeordnete Auslenkungsmasse kann somit durch den
Abstand zwischen erstem und zweitem Kopplungsbereich eingestellt
werden. Damit kann der Auslenkungsmassenträger in radialer
Richtung möglichst klein gehalten werden, was zu einem
leichten Auslenkungsmassenträger mit geringem Trägheitsmoment
führt.
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Zur
Stabilisierung der Kopplungsverbindung mit dem Auslenkungsmassenträger
kann wenigstens eine Auslenkungsmasse über zwei dieser
zugeordnete, in Umfangsrichtung beabstandete Koppelelemente mit
dem Auslenkungsmassenträger gekoppelt sein.
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Eine
andere Möglichkeit, die radiale Verlagerbarkeit einer Auslenkungsmasse
zu ermöglichen, besteht darin, dass wenigstens eine Auslenkungsmasse
mit dem Auslenkungsmassenträger an wenigstens zwei in Abstand
zueinander liegenden Kopplungsbereichen bezüglich diesem
bewegbar gekoppelt ist, wobei jeder Kopplungsbereich in dem Auslenkungsmassenträger
eine erste Führungsbahnanordnung mit radial außen
liegendem Scheitelbereich und in der Auslenkungsmasse eine zweite Führungsbahnanordnung
mit radial innen liegendem Scheitelbereich sowie einen Kopplungsbolzen
aufweist, welcher an der ersten Führungsbahnanordnung und
der zweiten Führungsbahnanordnung zur Bewegung entlang
derselben geführt ist. Durch die Form und die Krümmung
der Führungsbahnanordnungen wird bei Verlagerung der wenigstens
einen Auslenkungsmasse in Umfangsrichtung die Verlagerung der wenigstens
einen Auslenkungsmasse in radialer Richtung vorgegeben. Damit kann
das Resonanzverhalten der die wenigstens eine Auslenkungsmasse umfassenden
zweiten Dämpferanordnung auch über die Form und
die Krümmung der Führungsbahnanordnungen bestimmt
werden.
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Eine
weitere Möglichkeit, die radiale Verlagerbarkeit einer
Auslenkungsmasse zu ermöglichen, besteht darin, dass wenigstens
eine Auslenkungsmasse mit dem Auslenkungsmassenträger an
einem Kopplungsbereich drehbar gekoppelt ist. In diesem Fall kann
die wenigstens eine mit dem Auslenkungsmassenträger drehbar
gekoppelte Auslenkungsmasse bezüglich des Auslenkungsmassenträgers
um 360°, also unbegrenzt, drehbar sein, so dass sich die wenigstens
eine Auslenkungsmasse und der Auslenkungsmassenträger nur
am Kopplungsbereich berühren. Eine mechanisches Beanspruchen
der wenigstens einen Auslenkungsmasse und des Auslenkungsmassenträgers
bei einem gegenseitigen Anschlagbereich kann vermieden werden.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Drehmomentübertragungsanordnung,
insbesondere hydrodynamischer Drehmomentwandler, umfassend ein um
eine Drehachse drehbares, mit Fluid gefülltes oder füllbares
Gehäuse, eine mit dem Gehäuse zur gemeinsamen
Drehung um die Drehachse verbundene erste Reibflächenanordnung,
eine mit einem Abtriebsorgan zur gemeinsamen Drehung um die Drehachse
verbundene zweite Reibflächenanordnung, wobei das Abtriebsorgan
eine Innenverzahnung zur Drehkopplung mit einer Abtriebswelle aufweist,
ein Anpresselement, durch welches die Reibflächenanordnungen
in Reibeingriff bringbar sind und welches einen Innenraum des Gehäuses
in einen ersten Raumbereich und einen zweiten Raumbereich unterteilt,
axial anschließend an das Abtriebsorgan ein Strömungsführungselement,
welches einen ersten Strömungsweg von/zu dem ersten Raumbereich oder/und
einen zweiten Strömungsweg von/zu dem zweiten Raumbereich
wenigstens zum Teil begrenzt.
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Eine
derartige Drehmomentübertragungsanordnung ist in Form eines
hydrodynamischen Drehmomentwandlers ausgestaltet aus der
DE 10 2007 014 311
A1 bekannt. Bei dieser bekannten Anordnung stützt
sich das nabenartig ausgebildete Abtriebsorgan, welches über
eine Torsionsschwingungsdämpferanordnung mit der zweiten
Reibflächenformation verbunden ist und weiterhin mit einem
Turbinenrad zur gemeinsamen Drehung verbunden ist, axial über
das allgemein ringartig ausgebildete Strömungsführungselement
bezüglich der Gehäuseanordnung, nämlich
der motorzugewandt zu positionierenden Gehäuseschale derselben,
ab. Um zum Herstellen bzw. Aufheben des Reibeingriffs zwischen den
beiden Reibflächenformationen den Fluiddruck im zweiten
Raumbereich bezüglich des ersten Raumbereichs anheben zu
können oder ggf. den Fluiddruck im ersten Raumbereich bezüglich
des zweiten Raumbereichs senken zu können, sind die beiden
zum ersten Raumbereich bzw. zum zweiten Raumbereich führenden
Fluidströmungswege vorgesehen. Diese umfassen im Strömungsführungselement
gebildete radiale Fluiddurchlässe, die grundsätzlich
im Strömungsführungselement axial offen sind und
an der einen axialen Seite durch das daran sich abstützende
Abtriebsorgan axial abgeschlossen sind und an der anderen axialen
Seite durch die das Strömungsführungselement axial
stützende Gehäuseanordnung axial abgeschlossen
sind. Die Fluidzufuhr bzw. -abfuhr erfolgt über zwei in
einer Abtriebswelle gebildete, im Wesentlichen koaxial angeordnete
Fluidkanäle, die nach radial außen bzw. axial
im Endbereich der Abtriebswelle offen sind, also jenseits desjenigen
Bereichs, in welchem die Abtriebswelle mit einer daran vorgesehenen
Außenverzahnung in Drehkopplungseingriff mit einer am Abtriebsorgan gebildeten
Innenverzahnung steht. Die Drehkopplung zwischen dem Abtriebsorgan
und dem Strömungsführungselement wird durch eine
an einander gegenüber liegenden Stirnflächenbereichen
des Abtriebsorgans bzw. des Strömungsführungselements ausgebildete
Drehsicherung realisiert.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Drehmomentübertragungsanordnung
vorzusehen, welche bei einfachem Aufbau eine zuverlässige
Funktionalität des Strömungsführungselements
gewährleistet.
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Erfindungsgemäß wird
diese Aufgabe gelöst durch eine Drehmomentübertragungsanordnung, insbesondere
hydrodynamischer Drehmomentwandler, umfassend ein um eine Drehachse
drehbares, mit Fluid gefülltes oder füllbares
Gehäuse, eine mit dem Gehäuse zur gemeinsamen
Drehung um die Drehachse verbundene erste Reibflächenanordnung,
eine mit einem Abtriebsorgan zur gemeinsamen Drehung um die Drehachse
verbundene zweite Reibflächenanordnung, wobei das Abtriebsorgan
eine Innenverzahnung zur Drehkopplung mit einer Abtriebswelle aufweist,
ein Anpresselement, durch welches die Reibflächenanordnungen
in Reibeingriff bringbar sind und welches einen Innenraum des Gehäuses
in einen ersten Raumbereich und einen zweiten Raumbereich unterteilt,
axial anschließend an das Abtriebsorgan ein Strömungsführungselement,
welches einen ersten Strömungsweg von/zu dem ersten Raumbereich
oder/und einen zweiten Strömungsweg von/zu dem zweiten
Raumbereich wenigstens zum Teil definiert, wobei das Strömungsführungselement eine
mit der Innenverzahnung des Abtriebsorgans in Eingriff stehende
Außenverzahnung aufweist zur Drehkopplung des Abtriebsorgans
mit dem Strömungsführungselement.
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Ein
wesentlicher Aspekt dieses erfindungsgemäßen Aufbaus
liegt darin, dass zur Drehkopplung zwischen dem Abtriebsorgan und
dem Strömungsführungselement eine am Abtriebsorgan
bereits vorgesehene Formation, nämlich die Innenverzahnung desselben,
genutzt werden kann. Zumindest im Bereich des Abtriebsorgans kann
somit auf jedwede Bearbeitungsmaßnahme verzichtet werden,
um zusätzlich die Möglichkeit der Drehkopplung
mit dem Strömungsführungselement vorsehen zu können.
Weiterhin beschränkt die erfindungsgemäß vorgesehene Drehkopplung
des Strömungsführungselements mit dem Abtriebsorgan
nicht die Möglichkeiten, am Strömungsführungselement
Formationen zu bilden, die dazu dienen, Fluid zu bzw. von den verschiedenen
in der Gehäuseanordnung gebildeten Raumbereichen zu führen.
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Das
Strömungsführungselement kann beispielsweise einen
in das Abtriebsorgan eingreifenden und die Außenverzahnung
tragenden Verzahnungsvorsprung aufweisen, der aus Stabilitätsgründen
und auf Grund der leichten Herstellbarkeit vorzugsweise ringartig
ausgebildet sein kann.
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Um
sicherzustellen, dass der Angrenzungsbereich des Abtriebsorgans
und das Strömungsführungselement zur Strömungsführung
genutzt werden kann, wird weiter vorgeschlagen, dass die Innenverzahnung
und die Außenverzahnung unter Beibehalt wenigstens eines
Strömungsdurchlasses in Drehkopplungseingriff stehen. Dies
kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Außenverzahnung eine
geringere Anzahl an Zähnen aufweist als die Innenverzahnung.
Dort, wo bei der Außenverzahnung Zähne fehlen,
bei der Innenverzahnung jedoch Zähne vorhanden sind, entsteht
ein vergleichsweise großer Zwischenraum zwischen dem Abtriebsorgan
und dem Strömungsführungselement, welcher den
Fluiddurchtritt ermöglicht.
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Insbesondere
zur Fluidzufuhr bzw. Fluidabfuhr zu/von dem ersten Raumbereich kann
vorgesehen sein, dass das Strömungsführungselement
an seinem dem Abtriebsorgan zugewandten Stirnseitenbereich eine
Mehrzahl von im Strömungsführungselement axial
offenen ersten radialen Fluiddurchlässen aufweist. Dabei
kann beispielsweise der Verzahnungsbereich die ersten Fluiddurchlässe
nach radial innen begrenzen.
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Die
Fluidversorgung des zweiten Raumbereichs kann dadurch sichergestellt
werden, dass das Strömungsführungselement an seinem
von dem Abtriebsorgan abgewandten Stirnseitenbereich eine Mehrzahl
von am Strömungsführungselement axial offenen
zweiten radialen Fluiddurchlässen aufweist. Eine definierte
Positionierung des Abtriebsorgans in der Gehäuseanordnung
kann dadurch sichergestellt werden, dass das Abtriebsorgan über
das Strömungsführungselement an dem Gehäuse
axial abgestützt ist.
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Weiter
kann zur Dämpfung von Drehungleichförmigkeiten
in einem Antriebsstrang vorgesehen sein, dass die zweite Reibflächenanordnung
vermittels einer Torsionsschwingungsdämpferanordnung mit
dem Abtriebsorgan zur gemeinsamen Drehung um die Drehachse verbunden
ist.
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Wenn
die Drehmomentübertragungsanordnung als hydrodynamischer
Drehmomentwandler ausgebildet sein soll, kann vorgesehen sein, dass das
Gehäuse ein Pumpenrad aufweist und dass im ersten Raumbereich
ein mit dem Abtriebsorgan zur gemeinsamen Drehung um die Drehachse
verbundenes Turbinenrad vorgesehen ist.
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Es
sei hier darauf hingewiesen, dass jeder der vorangehend erläuterten
Erfindungsaspekte, also das Vorsehen einer mit Auslenkungsmassen wirksamen
Dämpferanordnung einerseits und die spezielle Ausgestaltung
eines Strömungsführungselements axial angrenzend
an ein Abtriebsorgan andererseits, für sich alleine, selbstverständlich
jedoch auch kombiniert mit jedweder Merkmalsgruppe des jeweils anderen
Aspekts als Erfindungsgegenstand betrachtet wird.
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Diese
Erfindung betrifft auch ein Antriebssystem mit einer erfindungsgemäßen
hydrodynamischen Kopplungsanordnung oder Drehmomentübertragungsanordnung,
die im Drehmomentübertragungsweg zwischen einem An triebsaggregat
und einem Getriebe angeordnet ist. Dabei sind vorzugsweise die erste
Dämpferanordnung und die zweite Dämpferanordnung
auf die Drehungleichförmigkeitscharakteristiken und die
Anregungsordnungen des Antriebssystems abgestimmt.
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsformen detailliert
beschrieben. Es zeigt:
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1 einen
Teillängsschnitt durch einen hydrodynamischen Drehmomentwandler;
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2 eine
Axialansicht einer erste Ausführungsform einer bei dem
Drehmomentwandler der 1 einsetzbaren zweiten Dämpferanordnung;
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3 eine
zweite Ausführungsform einer zweiten Dämpferanordnung;
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4 eine
vergrößerte Ansicht in axialer Richtung auf einen
der Kopplungsbereiche der zweiten Dämpferanordnung der 3;
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5 eine
Teilansicht in axialer Richtung einer dritten Ausführungsform
einer zweiten Dämpferanordnung;
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6 einen
Teillängsschnitt durch die zweite Dämpferanordnung
der 5, geschnitten entlang der Linie VI-VI in 5;
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7 in
perspektivischer Ansicht ein als Abtriebsnabe ausgebildetes Abtriebsorgan
und ein diesem zugeordnetes Strömungsführungselement;
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8 in
Teilaxialansicht die beiden Komponenten der 7 zusammengefügt
und betrachtet in Blickrichtung VIII in 7;
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9 eine
der 8 entsprechende Darstellung, betrachtet in Blickrichtung
IX in 7;
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10 die
beiden Komponenten der 7 im Längsschnitt und
zusammengefügt, geschnitten längs einer Linie
X-X in 8;
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11 eine
der 10 entsprechende Darstellung, geschnitten längs
einer Linie XI-XI in 8.
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In
der 1 ist ein allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichneter
hydrodynamischer Drehmomentwandler im Teillängsschnitt
dargestellt. Der hydrodynamische Drehmomentwandler 10 umfasst
ein Gehäuse 12, das über eine Kopplungsscheibe 14 mit
dem Antriebsaggregat eines Kraftfahrzeugs koppelbar ist. An dem
der Kopplungsscheibe 14 in axialer Richtung gegenüber
liegenden Ende weist das Gehäuse 12 eine Pumpenradschale 16 auf, die
eine Mehrzahl von Pumpenradschaufeln 18 trägt. Die
Pumpenradschale 16 und die Mehrzahl von Pumpenradschaufeln 18 bilden
zusammen ein Pumpenrad 20, das ein im Inneren des Gehäuses 12 angeordnetes
Turbinenrad 22 antreiben kann. Das Turbinenrad 22 umfasst
wiederum eine Turbinenradschale 24 sowie eine Mehrzahl
von Turbinenradschaufeln 26. Zwischen Pumpenrad 20 und
Turbinenrad 22 ist ein Leitrad 27 angeordnet,
das die Aufgabe hat, vom Turbinenrad 22 ausgestoßenes
Fluid umzulenken und dem Pumpenrad 20 zuzuleiten.
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Im
Inneren des Gehäuses 12 ist weiter eine Überbrückungskupplung 28 angeordnet,
die eine drehfest mit dem Gehäuse 12 verbundene
erste Reibflächenanordnung 30, eine zweite Reibflächenanordnung 32,
einen drehfest mit der zweiten Reibflächenanordnung 32 verbundenen
Reibelemententräger 34 und einen Kupplungskolben 36 umfasst.
Der Kupplungskolben 36 kann zur Herstellung einer Reibungsverbindung
der ersten Reibflächenanordnung 30 mit der zweiten
Reibflächenanordnung 32 in axialer Richtung verlagert
werden. Der als Anpresselement wirksame Kupplungskolben 36 teilt
den Innenraum des Gehäuses 12 in einen das Turbinenrad 22 und
auch die beiden Reibflächenanordnungen 30, 32 enthaltenden
ersten Raumbereich 300 und einen zweiten Raumbereich 302 auf.
Der zweite Raumbereich 302 ist nach radial außen
hin durch die im Wesentlichen fluiddichte Angrenzung des Kupplungskolbens 36 an
das Gehäuse 12 abgeschlossen. Radial innen ist
der Kupplungskolben 36 auf einem beispielsweise durch Vernietung
mit dem Gehäuse 12 fest verbundenen, ringartigen
Führungselement 304 fluiddicht, axial bewegbar
geführt. Das Führungselement 304 wiederum
ist in seinem radial inneren Bereich fluiddicht an ein Strömungsführungselement 306 vermittels
eines in dieses eingesetzten Dichtungsrings 308 fluiddicht
angeschlossen, so dass ausgehend vom Strömungsführungselement 306 nach
radial außen eine im Wesentlichen vollständig fluiddichte
Trennung zwischen dem ersten Raumbereich 300 und dem zweiten
Raumbereich 302 vorgesehen werden kann.
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Außerdem
ist im Inneren des Gehäuses 12 in axialer Richtung
zwischen der Überbrückungskupplung 28 und
dem Turbinenrad 22 eine erste Dämpferanordnung 40 mit
einem ersten Torsionsschwingungsdämpfer 42 und
einem bezüglich des ersten Torsionsschwingungsdämpfers 42 radial
weiter innen liegenden zweiten Torsionschwingungsdämpfer 44 angeordnet.
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Die
erste Dämpferanordnung 40 weist eine erste Primärseite 46 mit
einer radial äußeren Zentralscheibe 47 des
ersten Torsionsschwingungsdämpfers 42 und eine
zweite Sekundärseite 48 mit einer radial inneren
Zentralscheibe 49 des zweiten Torsionsschwingungsdämpfers 44 auf.
Die radial äußere Zentralscheibe 47 ist
auf der radial inneren Zentralscheibe 49 drehbar abgestützt
und gegen die Wirkung einer ersten Dämpferfederanordnung 52 bezüglich
einer ersten Sekundärseite 54 des ersten Torsionsschwingungsdämpfers 42 um
die Drehachse A drehbar. Die erste Sekundärseite 54 umfasst
einen radial äußeren Bereich eines Torsionschwingungsdämpfer-Zwischenbereichs 55 mit
zwei Deckscheiben 56 und 57, dessen radial innerer Bereich
eine zweite Primärseite 60 des zweiten Torsionsschwingungsdämpfers 44 bildet.
Die zweite Primärseite 60 des zweiten Torsionsschwingungsdämpfers 44 ist gegen
die Wirkung einer zweiten Dämpferfederanordnung 58 bezüglich
der radial inneren Zentralscheibe 49 um die Drehachse A
drehbar. Zur Übertragung von Drehmoment ist die radial äußere
Zentralscheibe 47 über eine Mehrzahl von Kopplungsbolzen 50 mit
dem Reibelementträger 34 und die radial innere
Zentralscheibe 49 über eine Mehrzahl von Kopplungsbolzen 64 mit
einem als Abtriebsnabe ausgebildeten Abtriebsorgan 66 des
hydrodynamischen Drehmomentwandlers 10 drehfest verbunden.
Mit dem Abtriebsorgan 66 kann die Getriebeeingangswelle
des Antriebsstrangs des Kraftfahrzeugs verbunden werden.
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Das
Turbinenrad 22 ist mit einer Mehrzahl von Kopplungsbolzen 68,
die auch die beiden Deckscheiben 56 und 57 drehfest
miteinander verbinden, mit dem radial inneren Ende der Turbinenradschale 24 am
Deckblech 57 festgelegt und somit mit der zweiten Primärseite 60 des
zweiten Torsionsschwingungsdämpfers 44 bzw. mit
dem Torsionschwingungsdämpfer-Zwischenbereich 55 drehfest
verbunden. Ist die Überbrückungskupplung 28 geöffnet, kann über
einen ersten Drehmomentübertragungsweg vom Gehäuse 12 über
das Pumpenrad 20 und das Turbinenrad 22 Drehmoment über
den zweiten Torsionschwingungsdämpfer 44 auf das
Abtriebsorgan 66 übertragen werden. Ist die Überbrückungskupplung 28 geschlossen,
kann über einen zweiten Drehmomentübertragungsweg
vom Gehäuse 12 über den ersten Torsionsschwingungsdämpfer 42 und
den zweiten Torsionsschwingungsdämpfer 44 Drehmoment
zum Abtriebsorgan 66 übertragen werden.
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Neben
der ersten Dämpferanordnung 40 ist eine zweite
Dämpferanordnung 70 im Inneren des Gehäuses 12 angeordnet,
die drehfest mit dem Abtriebsorgan 66 verbunden ist. Die
zweite Dämpferanordnung 70 umfasst eine Auslenkungsmasse 72 und einen
Auslenkungsmassenträger 74, der an der dem Turbinenrad 22 in
axialer Richtung gegenüber liegenden Seite des Abtriebsorgans 66 über
die Mehrzahl von Kopplungsbolzen 64 festgelegt ist. Die Auslenkungsmasse 72 ist
in radialer Richtung zwischen der ersten Dämpferfederanordnung 52 und
der zweiten Dämpferfederanordnung 58, radial innerhalb
der Überbrückungskupplung 28 und diese
axial überlappend angeordnet. Die Auslenkungsmasse 72,
die erste Dämpferanordnung 40 und das Turbinenrad 22 sind
in axialer Richtung aufeinander folgend angeordnet.
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Eine
in der 2 dargestellte Axialansicht einer ersten Ausführungsform
der zweite Dämpferanordnung 70 weist mehrere Auslenkungsmassen 72 auf,
die in gleichen Abständen aufeinander folgend um die Drehachse
A angeordnet sind. Jede der Auslenkungsmassen 72 ist über
ein erstes Kopplungselement 78a und ein zweites Kopplungselement 78b mit
dem Auslenkungsmassenträger 74 gekoppelt, der
zur Gewichtsersparnis mehrere in Umfangsrichtung aufeinander folgende Öffnungen 76 aufweist. Das
erste Kopplungselement 78a ist bei einem ersten radial
innen liegenden Kopplungsbereich über einen Kopplungsbolzen 80a mit
dem Auslenkungsmassenträger 70 drehbar gekoppelt,
das zweite Kopplungselement 78b bei einem in Umfangsrichtung
zum ersten radial innen liegenden Kopplungsbereich beabstandeten
zweiten radial innen liegenden Kopplungsbereich über einen
Kopplungsbolzen 80b. Des Weiteren ist das erste Kopplungselement 78a bei
einem ersten radial außen liegenden Kopplungsbereich über
einen Kopplungsbolzen 82a mit der ihm zugeordneten Auslenkungsmasse 72 drehbar
gekoppelt, das zweite Kopplungselement 78b bei einem in
Umfangsrichtung zum ersten radial außen liegenden Kopplungsbereich
beabstandeten zweiten radial außen liegenden Kopplungsbereich über
einen Kopplungsbolzen 82b. In der hier gezeigten Lage der
Auslenkungsmassen 72 bei der sich diese bzw. ihre Massenschwerpunkte
am weitesten von der Drehachse A entfernt befinden, weisen die Kopplungselemente 78a und 78b bei
der hier gezeigten Ausführungsform radial nach außen.
Ausgehend von dieser radialen Außenlage können
sich die Auslenkungsmassen 72 in Umfangsrichtung gegenüber
dem Auslenkungsmassenträger 70 bewegen, wobei
sich die Auslenkungsmassen 72 bzw. ihre Massenschwerpunkte, bei
einer Relativbewegung zum Auslenkungsmassenträger 70 in Umfangsrichtung
diesen immer mehr annähern, bis sie mit einer Innenkante 84 den
Außenumfangsbereich 86 des Auslenkungsmassenträgers 70 berühren
und eine radiale Innenlage einnehmen.
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Die
in der 2 gezeigten Auslenkungsmassen 72 weisen
eine plattenartige Form auf und können in axialer Richtung
schmaler ausgebildet sein, als in radialer Richtung. Im Gegensatz
dazu ist in der 1 zu erkennen, dass der radial
außerhalb der Kopplungsbolzen liegende Bereich der dort
gezeigten Auslenkungsmasse 72 in axialer Richtung breiter
als der zur Kopplung dienende Bereich ist, so dass der Massenschwerpunkt
der in der 1 gezeigten Auslenkungsmasse 72 radial
möglichst weit außen liegt und das Trägheitsmoment
dieser Auslenkungsmasse 72 erhöht ist.
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In
der 3 ist eine zweiten Ausführungsform einer
zweiten Dämpferanordnung 170 dargestellt. Ein
Auslenkungsmassenträger 174, der wie der Auslenkungsmassenträger 74 mit
dem Abtriebsorgan 66 des hydrodynmisches Drehmomentwandlers 10 drehfest
verbunden sein kann und der aus Gründen der Materialersparnis
eine in Umfangsrichtung aufeinander folgende Mehrzahl von Öffnungen 176 aufweist,
ist über zwei Kopplungsbereiche 178a und 178b mit
einer Auslenkungsmasse 172 gekoppelt.
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Der
in der 3 dargestellte Kopplungsbereich 178a ist
in der 4 vergrößert dargestellt. Eine
erste Führungsbahnanordnung 182 im Auslenkungsmassenträger 174 mit
radial außen liegendem Scheitelbereich 184 ist über
einen Kopplungsbolzen 180 mit einer zweiten Führungsbahnanordnung 186 in
der Auslenkungsmasse 172 mit radial innen liegendem Scheitelbereich 188 bewegbar
gekoppelt. Der Kopplungsbolzen 180 ist entlang der ersten
Führungsbahnanordnung 182 und der zweiten Führungsbahnanordnung 186 bewegbar
und wird von den Führungsbahnanordnungen 182 und 186 geführt.
In der in der 3 gezeigten radialen Außenlage
befindet sich die Auslenkungsmasse 172 bzw. ihr Massenschwerpunkt
am weitesten von der Drehachse A entfernt. Bei einer Bewegung der
Auslenkungsmasse 172 in Umfangsrichtung gegenüber
dem Auslenkungsmassenträger 174 wird die Auslenkungsmasse 172 durch
die Kopplungsanordnungen 178a und 178b radial
nach Innen geführt, bis beispielsweise der in der 4 dargestellte
Kopplungsbolzen 180 das Ende 183 der Führungsbahn 182 und
das Ende 187 der Führungsbahn 186 berührt
und die Auslenkungsmasse 172 eine von zwei möglichen
radialen Innenlagen einnimmt.
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In
der 3 ist lediglich eine Auslenkungsmasse dargestellt,
vorzugsweise ist um die Drehachse A aufeinander folgend eine Mehrzahl
von Auslenkungsmassen angeordnet, die zur Auslenkungsmasse 172 identisch
aufgebaut und genauso wie diese mit dem Auslenkungsmassenträger 174 gekoppelt sind.
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In
der 5 ist eine Teilansicht in axialer Richtung einer
weitere Ausführungsform einer zweiten Dämpferanordnung 270 dargestellt.
Eine Auslenkungsmasse 272 ist bei einem Kopplungsbereich 278 über
einen Kopplungsbolzen 282 mit einem Auslenkungsmassenträger 274 drehbar
gekoppelt, der genauso wie der Auslenkungsmassenträger 74 mit dem
Abtriebsorgan 66 des hydrodynmisches Drehmomentwandlers 10 drehfest
verbunden sein kann. Zum Material- bzw. Gewichtsersparnis weist
der Auslenkungsmassenträger 270 Einbuchtungen 280 auf, so
dass die Auslenkungsmasse 272 an einem von dem Auslenkungsmassenträger 274 gebildeten
Arm 282 getragen ist. Die Auslenkungsmasse 272 ist
birnenförmig geformt, so dass ihr Massenschwerpunkt einen
möglichst großen Abstand vom Kopplungsbolzen 282 erhält.
Bei der in der 5 dargestellten radialen Außenlage
der Auslenkungsmasse 272 ist ihr Massenschwerpunkt am weitesten
von der Drehachse A entfernt. Treten Drehungleichförmigkeiten
auf, so wird die Auslenkungsmasse 272 bzw. ihr Massenschwerpunkt
gegenüber dem Auslenkungsmassenträger 274 in
Umfangsrichtung ausgelenkt und nähert sich der Drehachse
A. In der 5 sind weitere identisch zur
Auslekungsmasse 272 aufgebaute Auslenkungsmassen zu erkennen,
die zusammen mit der Auslenkungsmassen 272 in Umfangsrichtung
aufeinander folgend angeordnet sind.
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In
der 6 ist ein Teillängsschnitt entlang der
Linie VI-VI aus der 5 dargestellt. Es ist zu erkennen,
dass die Auslenkungsmasse 272 den Auslenkungsmassenträger 274 beim
Kopplungsbereich 278 gabelartig umschließt und
mittels des Kupplungsbolzen 282 mit dem Auslenkungsmassenträger 274 drehbar
gekoppelt ist. Wie in der 6 dargestellt
ist, kann die Auslenkungsmasse 272 integral aus einem einzigen
Bauteil gebildet sein. Wie jedoch durch gestrichelte Linien angedeutet
ist, könnte die Auslenkungsmasse 272 auch aus
zwei identisch aufgebauten, separaten Bauteilen 284 und 286 gebildet sein,
die über den Kopplungsbolzen 282 miteinander und
relativ zum Auslenkungsmassenträger 270 drehbar
verbunden sind. Dadurch wird erreicht, dass die aus den beiden Bauteilen 284 und 286 gebildete
Auslenkungsmasse bezüglich des Auslenkungsmassenträgers 274 um
360° und mehr drehbar ist.
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Mit
Bezug auf die 7 bis 11 wird nachfolgend
ein weiterer Erfindungsaspekt erläutert, der sowohl in
Kombination mit den vorangehend detailliert erläuterten
Aspekten, als auch eigenständig bei einer Drehmomentübertragungsanordnung,
wie z. B. einem hydrodynamischen Drehmomentwandler oder aber auch
einer nasslaufenden Kupplung oder dergleichen, realisiert werden
kann. Dabei ist der grundsätzliche Aufbau der Drehmomentübertragungsanordnung
so wie vorangehend beschrieben mit einem um eine Drehachse A drehbaren
Gehäuse 12, den beiden durch den Kupplungskolben 36 in Reibeingriff
bringbaren Reibflächenanordnungen 30, 32,
wovon die Reibflächenanordnung 30 an das Gehäuse 12 angekoppelt
ist und die Reibflächenanordnung 32 mit dem als
Abtriebsnabe ausgebildeten Abtriebsorgan 66 zur gemeinsamen
Drehung um die Drehachse A gekoppelt ist, im dargestellten Beispiel über
die Dämpferanordnung 40, an welche auch das Turbinenrad 22 angekoppelt
ist.
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Man
erkennt in der 7 die beiden axial aneinander
anschließend ange ordneten Bauteile Abtriebsnabe bzw. Abtriebsorgan 66 und
Strömungsführungselement 306. Das Abtriebsorgan 66 ist
dabei mit einem näherungsweise ringartigen bzw. zylindrischen
Körperbereich 310 ausgebildet, der an seinem Außenumfang
einen mit Nietverbindungsöffnungen 312 ausgebildeten
Verbindungsflansch 314 zur festen Anbindung beispielsweise
der Dämpferanordnung 40 aufweist. Das Abtriebsorgan 66 kann
mit seinem Körperbereich 310 und dem Verbindungsflansch 314 als
integrales Bauteil hergestellt sein. Der Körperbereich 310 ist
ringartig, also innen hohl und weist eine Innenumfangsverzahnung 316 auf, die
durch axiales Heranführen in Drehkopplungseingriff mit
einer entsprechenden Außenverzahnung an einer Antriebswelle,
beispielsweise einer Getriebeeingangswelle, gebracht werden kann.
Auf diese Art und Weise kann das Abtriebsorgan 66 drehfest
an eine derartige Abtriebswelle angekoppelt werden. Die Innenverzahnung 316 erstreckt
sich dabei axial im Körperbereich 310 des Abtriebsorgans 66 bis
an einen Stirnseitenbereich 318 heran, an welchem das Abtriebsorgan 66 axial
bezüglich des Strömungsführungselements 306 abgestützt
ist.
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In
seinem dem Stirnseitenbereich 318 gegenüber liegenden
Stirnseitenbereich 320 weist das Strömungsführungselement 306 eine
Mehrzahl von zwischen sich radiale Durchlässe 322 begrenzenden Vorsprüngen 324 auf,
die axial am Stirnseitenbereich 318 des Körperbereichs 310 abstützbar
sind. Die radialen Durchlässe 322 sind somit im
Strömungsführungselement 306 am Stirnseitenbereich 320 axial offen
ausgebildet und sind im Zusammenbauzustand axial durch den Körperbereich 310 des
Abtriebsorgans 66 überdeckt bzw. abgeschlossen.
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An
seinem Stirnseitenbereich 320 weist das Strömungsführungselement 306,
das grundsätzlich ebenfalls eine ringartige Kontur aufweist,
in seinem radial inneren Bereich also offen ist, einen ringartigen Verzahnungsvorsprung 326 auf.
Dieser bildet einen integralen Bestandteil des Strömungsführungselements 306 und
trägt an seiner Außenseite eine Außenumfangsverzahnung 328 mit
einer Mehrzahl von in Umfangsrichtung verteilt liegen den nach radial
außen greifenden und sich axial erstreckenden Zähnen 330.
Die Außenverzahnung 328 ist dazu ausgebildet, im
zusammengefügten Zustand mit der Innenverzahnung 316 am
Abtriebsorgan 66 eine Drehkopplung zwischen dem Abtriebsorgan 66 und
dem Strömungsführungselement 306 zu realisieren.
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Dieser
Drehkopplungszustand wird vor allem in den 8 und 10 erkennbar.
Man erkennt dort in axialer Ansicht die Innenverzahnung 316 am Körperbereich 310 mit
ihren nach radial innen greifenden und axial sich erstreckenden
Zähnen 332. Zwischen jeweils zwei derartige Zähne 332 greift dann
ein nach radial außen greifender Zahn 330 der Außenverzahnung 328 ein.
Der Eingriff ist vorzugsweise derart, dass das Relativdrehspiel
zwischen dem Abtriebsorgan 66 und dem Strömungsführungselement 306 möglichst
gering ist, idealerweise kein Relativbewegungsspiel existiert.
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Die
Anzahl der Zähne 330 der Außenverzahnung 328 ist
geringer, als die Anzahl der Zähne 332 der Innenverzahnung 316.
Dies führt dazu, dass in Umfangsrichtung zwischen jeweils
zwei derartigen Zähnen 330 der Außenverzahnung 328 und
radial zwischen dem Verzahnungsvorsprung 326 und dem Körperbereich 310 Strömungsdurchlässe 334 gebildet
sind. Da über den Umfang verteilt eine Mehrzahl derartiger
Strömungsdurchlässe 334 vorhanden ist, ergibt
sich eine vergleichsweise große Gesamtströmungsquerschnittsfläche.
Diese Strömungsdurchlässe 334 schließen
axial an die Fluiddurchlässe 322 an, die nach
radial innen hin durch den Verzahnungsvorsprung 326 begrenzt
sind und in ihrem radial inneren Bereich über einen ringartig
offenen Kanalbereich 336 miteinander und auch den Strömungsdurchlässen 334 verbunden
sind. Es ist auf diese Art und Weise ein erster Strömungsweg
S1 definiert, welcher nach radial außen
hin zum ersten Raumbereich 300 offen ist und somit eine
Fluidzufuhr bzw. auch Fluidabfuhr zu/von dem ersten Raumbereich 300 ermöglicht.
Die weitere Strömungsführung kann dann über
einen in einer Getriebeeingangswelle gebildeten und nach radial
außen offenen Strömungskanal gehen.
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Man
erkennt in der 7, dass die Anzahl der Vorsprünge 324 und
die Anzahl der Zähne 330 gleich sind und diese
in Umfangsrichtung so positioniert sind, dass jeweils in Umfangsrichtung
ein Zahn 330 zwischen zwei Vorsprüngen 324 liegt,
also bezüglich eines jeweiligen Fluiddurchlasses 322 näherungsweise
in Umfangsrichtung mittig positioniert ist. Durch diese Positionierung
unterstützen die Zähne 330 insbesondere
in demjenigen axialen Bereich, in welchem sie nicht mehr in den
Körperbereich 310 des Abtriebsorgans 66 eingreifen,
die Umlenkung des Fluids bei Strömung zum ersten Raumbereich 300 nach
radial außen. Es ist selbstverständlich möglich,
dass die Zähne 330 jeweils auch in Umfangsrichtung
ausgerichtet mit den Vorsprüngen 324 positioniert
werden können, was den im Übergang zwischen den
Strömungsdurchlässen 334 und den Fluiddurchlässen 322 gebildeten
Drosseleffekt noch weiter mindert.
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An
seinem vom Abtriebsorgan abgewandten und in der
9 in
axialer Ansicht erkennbaren Stirnseitenbereich
338 weist
das Strömungsführungselement
306 ebenfalls
eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung aufeinander folgenden und zwischen
sich radiale Fluiddurchlässe
340 begrenzenden
Vorsprüngen
342 auf. Mit diesen Vorsprüngen
342 stützt
sich das Strömungsführungselement
306 beispielsweise direkt
oder unter Zwischenanordnung eines weiteren Lagerungselements bezüglich
des Gehäuses
12 ab. Die Fluiddurchlässe
340 sind
radial innen mit einem ringartigen Kanalbereich
344 miteinander
und dem im Inneren des Strömungsführungselements
306 gebildeten Öffnungsraum
346 in
Verbindung. Auf diese Art und Weise ist ein zweiter Strömungsweg
S
2 definiert, über welchen Fluid
zu/von dem zweiten Raumbereich
302 geleitet werden kann.
Um hier eine Anbindung an den zweiten Raumbereich
302 zu
erlangen, können in dem in der
1 erkennbaren
Führungselement
304 mehrere dieses radial querende Kanäle
348 ausgebildet
sein. Die weitere Strömungsführung kann hier über
einen in der Getriebeeingangswelle gebildeten Strömungskanal
gehen, der beispielsweise an der axialen Stirnseite der Getriebeeingangswelle
zum Öffnungsraum
346 hin offen ist. Um die beiden
Strömungswege S
1 und S
2 gegeneinander
fluiddicht abzuschließen, kann in eine Innenumfangsnut
350 des
Strömungsführungselements
306 ein Dichtungsring
eingesetzt werden, der fluiddicht am Außenumfang der Abtriebswelle
anliegt. Ferner kann in eine Außenumfangsnut
305 ebenfalls ein
Dichtungsring (
308 in
1) eingesetzt
werden, der fluiddicht am Innenumfang des in
1 erkennbaren
Führungselements
304 anliegt. Es sei hier darauf
hingewiesen, dass die Getriebeeingangswelle grundsätzlich
so gestaltet sein kann, wie beispielsweise in der
1 der
DE 10 2007 014 311
A1 gezeigt. Hier ist die Getriebeeingangswelle als Hohlwelle
ausgebildet, in welche eine zylindrische Trennwandung eingesetzt
ist, die die beiden darin gebildeten konzentrisch liegenden Strömungskanäle
voneinander trennt und nahe dem axialen Endbereich der Getriebeeingangswelle,
näherungsweise dort, wo auch der fluiddichte Abschluss
bezüglich des Strömungsführungselements
realisiert ist, an der Getriebeeingangswelle fluiddicht festgelegt
ist, um die darin gebildeten Strömungskanäle fluiddicht
voneinander zu trennen. Der radial innere der beiden Strömungskanäle
ist dann zum axialen Ende der Getriebeeingangswelle, also zum Öffnungsraum
346 in
10 hin,
offen. Der radial äußere, im Wesentlichen ringartige
Strömungskanal ist durch eine Mehrzahl von Öffnungen
in einem axialen Bereich offen, der im Wesentlichen zwischen dem
Verzahnungsvorsprung
326 des Strömungsführungselements
306 und
der an der Getriebeeingangswelle vorgesehenen und mit der Innenverzahnung
316 in
Kopplungseingriff stehenden Außenverzahnung liegt. Es ist
selbstverständlich, dass auch andere Konfigurationen einer Getriebeeingangswelle,
beispielsweise mit zwei nicht zueinander koaxial liegenden Strömungskanälen möglich
sind, von welchen beispielsweise einer axial und der andere radial
offen ist.
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Durch
die vorangehend beschriebene Ausgestaltung des Strömungsführungselements,
insbesondere dessen Drehkopplung mit dem Abtriebsorgan vermittels
der Innenverzahnung des Abtriebsorgans und einer am Strö mungsführungselement
vorgesehenen Außenverzahnung wird ein einfacher Aufbau
realisierbar, der keine zusätzlichen Bearbeitungsmaßnahmen
am Abtriebsorgan erforderlich macht, gleichwohl jedoch eine zuverlässige
Fluidzufuhr bzw. Fluidabfuhr von/zu den beiden Raumbereichen gewährleistet.
Die beiden Bauteile Abtriebsorgan und Strömungsführungselement,
die letztendlich in ihrer Gesamtheit eine zweiteilige Nabe definieren, sind
mit den daran jeweils vorzusehenden Formationen leicht herstellbar
und sorgen auch für eine zuverlässige Funktionalität
insbesondere hinsichtlich der Drehkopplung, da nicht auf irgendwelche
Presspassungen oder dergleichen vertraut werden muss. Auch das Einbringen
von Bohrungen zum Ermöglichen eines Fluiddurchtritts ist
nicht erforderlich, da die hierzu am Strömungselement gebildeten
Durchlässe grundsätzlich axial offen sind und
in axialer Richtung durch die beiden an das Strömungsführungselement
angrenzenden Bauteile abgeschlossen werden.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Aufbau des Strömungsführungselements
und dessen einfach auch durch axiale Aufeinanderzubewegung herstellbare
Drehkopplung mit dem Abtriebsorgan wird es weiterhin möglich,
den Vorgang des Aufbaus einer Drehmomentübertragungsanordnung,
wie z. B. auch eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers leicht
durchzuführen. Es kann nämlich, nachdem die Reibflächenanordnungen
und auch der Kupplungskolben eingesetzt worden sind und als nächstes
dann die Dämpferanordnung mit dem daran getragenen Turbinenrad
und dem Abtriebsorgan eingesetzt werden sollen, zunächst
das Strömungsführungselement eingesetzt werden,
und dieses dazu genutzt werden, den zweiten Raumbereich durch entsprechende
Fluidzufuhr unter Druck zu setzen. Der Kupplungskolben bringt dadurch
die Reibflächenanordnungen in Reibeingriff und hält
somit insbesondere die an die Dämpferanordnung angebundene
Reibflächenanordnung drehfest. Dies ist vor allem dann
vorteilhaft, wenn diese eine Mehrzahl von Reibelementen bzw. Lamellen
umfasst, die somit definiert fixiert werden können und
das axiale Heranbewegen der Dämpferanordnung mit dem Innenlamellenträger
daran ermöglicht, ohne dass einzelne Reibele mente bzw.
Lamellen sich wieder verdrehen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102007014311
A1 [0018, 0062]