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Stand der Technik
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer elektrischen
Verbindung von mindestens zwei Einzelleitern nach der Gattung des
Anspruchs 1 sowie eine nach diesem Verfahren hergestellte elektrische
Verbindung nach der Gattung des Anspruchs 12 beziehungsweise Anspruch
13.
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Aus
der Druckschrift
EP
0 88 1 7 52 A1 ist es bekannt, zur Herstellung der Statorwicklung
eines Drehstromgenerators für Kraftfahrzeuge Einzelleiter der
Statorwicklung an ihren Leiterenden durch Ultraschall-Schweißen,
Lichtbogen-Schweißen, Hartlöten oder dergleichen
miteinander zu verbinden.
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Aus
der Druckschrift
WO
02/472 39 A1 ist ferner bekannt, U-förmig vorgeformte
Einzelleiter der Statorwicklung elektrischer Maschinen am Wickelkopf
mit entsprechend vorgeformten Querverbindern mit jeweils gleichem
Rechteckquerschnitt stirnseitig stumpf miteinander zu verschweißen.
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Nachteilig
bei diesen Lösungen ist die aufwändige Fügetechnik
sowie der hohe Energieaufwand zur Herstellung der elektrischen Verbindungen, da
dieser zu großer Wärmeentwicklung im Bereich der
Verbindungsstelle und in deren Umgebung führt. Dadurch
können Schäden insbesondere der Isolation benachbarter
Bereiche auftreten, die zu einer Nachbesserung oder zum Ausschuss
führen. Außerdem verhindert der Platzbedarf für
die Schweißvorrichtung den Aufbau eines kompakten Wickelkopfes
an den elektrischen Maschinen.
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Mit
der vorliegenden Erfindung wird die Herstellung einer dauerhaften
elektrischen Verbindung paarweiser Einzelleiter mit gleichzeitig
hoher mechanischer Festigkeit angestrebt, bei der eine kurzzeitige Wärmeentwicklung
möglichst eng auf die Verbindungsfläche begrenzt
wird.
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Offenbarung der Erfindung
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Eine
dauerhafte und mechanisch feste elektrische Verbindung paarweiser
Einzelleiter erzielt man gemäß der kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 durch das Einfügen einer im folgenden
als Nanofoil bezeichneten Folie in Kombination mit dem Einsatz eines
Verbindungselements. Als Nanofoil bezeichnet man Folien, die dazu
verwendet werden, eine dauerhafte Verbindung zwischen zwei Werkstücken
durch Weichlöten, Hartlöten oder durch Diffusionsschweißen
herzustellen. Das Funktionsprinzip der Nanofoil basiert auf einer
stark exothermen Reaktion von chemikalischen Materialen, die in
den Folien eingebettet sind. Hierdurch werden kurzfristig an der
Oberfläche des Werkstücks beziehungsweise des
Nanofoils sehr hohe Temperaturen erreicht, die zum Löten
beziehungsweise Schweißen benötigt werden. Da
diese Wärme aber nur über einen sehr kurzen Zeitraum
anliegt, wird das Werkstück nicht übermäßig
aufgeheizt. Weitere Einzelheiten über das Material, seiner
Eigenschaften und seiner Anwendung zum Verbinden zweier Teile miteinander
enthält die Druckschrift
US 7,354,659 B2 .
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Die
beim so genannten Zünden der Nanofoil sehr kurzzeitig auftretende
extrem hohe Temperatur schmilzt die miteinander zu verbindenden
Einzelleiter im Bereich der Nanofoil an, so dass sie aufeinander gedrückt
paarweise fest miteinander verschweißen beziehungsweise
bei einem dort aufgetragenen Lötmaterial miteinander verlöten.
Dies hat den Vorteil, dass beim Schweißvorgang Schäden
an der Isolation der Leiter im näheren Bereich der Schweißstelle
aufgrund der geringeren Erwärmung nicht mehr auftreten
können. Dies wiederum ermöglicht insbesondere bei
elektrischen Maschinen eine kompakte Anordnung einer Vielzahl von
Fügestellen mit elektrischen Verbindungen paarweiser Einzelleiter.
Außerdem erzielt man mit dem Verbindungselement an den
Fügestellen zusätzlich eine hohe mechanische Festigkeit der
elektrischen Verbindungen, so dass sie auch im Einsatz hohen mechanischen
Beanspruchungen standhalten. Diese Kombination der elektrischen
und mechanischen Verbindung von Leiterpaaren eignet sich besonders
in der Anwendung an elektrischen Maschinen, die Stoß-,
Schüttel- und/oder Schwingungsbeanspruchungen ausgesetzt
sind.
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Durch
die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
ergeben sich weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildung
der im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale. So ist es insbesondere
bei elektrischen Verbindungen, die mit hohen Stromstärken
belastet werden, zweckmäßig, die Einzelleiter
an ihren paarweise miteinander elektrisch zu verbindenden Leiterenden
mit rechteckförmigem Querschnitt flach aufeinander zu legen
und die Nanofoil dazwischen einzufügen. In besonders erfinderischer
Weise können dabei die Einzelleiter als Teil einer Wicklung
einer elektrischen Maschine in dessen Bleckpaket eingesetzt und
die an einer Stirnseite des Bleckpaketes vorstehenden Leiterenden am
Wickelkopf der elektrischen Maschine mit den Leiterenden eines Querverbinders
paarweise durch ein Nanofoil verschweißt beziehungsweise
verlötet werden. Eine besonders kompakte Lösung
ergibt sich, wenn an den Fügestellen mindestens vier Leiterenden
und mindestens zwei Nanofoils in vorgegebener Folge übereinander
angeordnet und durch Druckstempel aufeinander gedrückt
werden. Danach wird das Verbindungselement durch die Fügestellen der
Leiterenden gedrückt und die Nanofoils werden gezündet,
so dass dadurch die Leiterenden paarweise miteinander verschweißt
oder verlötet werden. Am Wickelkopf von elektrischen Maschinen
lassen sich dadurch in vorteilhaft kompakter Weise mehrere Querverbinder
zueinander seitlich versetzt aufeinander legen, so dass dadurch
für ihre Verbindung mit den Einzelleitern der Wicklung über
den Umfang des Wickelkopfes nebeneinander angeordnete Fügestellen
gebildet werden. In einfachster Weise werden dabei an den Einzelleitern
und Querverbindern, die eine Isolierschicht, vorzugsweise einen
Isolierlack tragen, an den miteinander zu verbindenden Bereichen
der Leiterenden die Isolierschicht auf mindestens der Größe
des Nanofoils entfernt. Dabei ist es gegebenenfalls vorteilhaft,
die Leiterenden an den miteinander zu verbindenden Bereichen mit
einer verbindungsfördernden Beschichtung, vorzugsweise
mit einer Verzinnung zu versehen.
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Zur
Herstellung der elektrischen Verbindung paarweiser Einzelleiter
wird in Weiterbildung der Erfindung die Nanofoil mit dem Durchdrücken
des Verbindungselementes durch die Fügestelle gezündet. In
einfachster und zweckmäßiger Weise wird als Verbindungselement
ein Bolzen, ein Niet oder eine Schraube verwendet und nach dem paarweisen
Verschweißen beziehungsweise Verlöten der Leiterenden
wird das Verbindungselement vorzugsweise an seinem freien Ende so
verformt beziehungsweise verschraubt, dass damit die Leiterenden
festgespannt werden, bevor die Druckkraft der Druckstempel zurück
genommen wird. Um bei der Herstellung von Fügestellen mit
mehreren paarweise elektrisch miteinander zu verbinden Leiterenden
die Verbindungspaare gegeneinander zu isolieren, wird in zweckmäßiger
Weise das Verbindungselement mit einer aufgebrachten Isolierschicht,
vorzugsweise einer Isolierhülle in die vorgelochten Leiter
der Fügestelle eingesetzt. Die Erfindung betrifft neben
den Verfahrensmerkmalen ebenso eine nach den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 hergestellte elektrische Verbindung von mindestens
zwei übereinander liegenden Einzelleitern.
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Eine
vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen
elektrischen Verbindung paarweiser Leiterenden über Nanofoils
ergibt sich bei elektrischen Maschinen, insbesondere bei Drehstromgeneratoren
für Kraftfahrzeuge mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 13.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Einzelheiten
der Erfindung werden im Folgenden beispielsweise anhand der Figuren
näher erläutert. Es zeigen:
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1 einen
Drehstromgenerator für Kraftfahrzeuge mit einer Statorwicklung
aus paarweise übereinander liegenden Einzelleitern,
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2 einen
vergrößerten raumbildlichen Ausschnitt des vorderen
Wickelkopfes des Drehstromgenerators gemäß 1 mit
paarweise übereinander angeordneten und zueinander parallel
ausgerichteten Leiterenden,
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3 den
Abschnitt einer Abwicklung des Stators nach 2 mit den
an den Wickelköpfen der Statorwicklung angeordneten paarweisen
Verbindungen von Einzelleitern und Querverbindern in einer Seitenansicht,
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4 zeigt
eine Fügestelle aus mehreren Einzelleitern und Querverbindern
und zwei Nanofoils in vergrößerter raumbildlicher
Darstellung,
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5 zeigt
die Fügestelle aus 4 im Querschnitt
mit Druckstempeln vor dem Durchdrücken des Verbindungselementes
durch die Fügestelle,
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6a und 6b zeigt
eine Fügestelle aus einem Einzelleiter und zwei Querverbindern
im Querschnitt vor dem Einfügendes Verbindungselementes bzw.
nach dem Zünden der Nanofoil und dem Festspannen der Fügestelle
durch das Verbindungselement.
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Ausführungsformen
der Erfindung
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In 1 ist
eine elektrische Maschine bis zur Mittelachse im Längsschnitt
abgebildet, die als Drehstromgenerator 10 für
die Stromversorgung von Kraftfahrzeugen verwendet wird. Sie hat
einen Stator 11, dessen ringförmiges Stator-Blechpaket 12 mit axial
verlaufenden, über den Innenumfang gleichmäßig
verteilt angeordneten Nuten versehen ist, die eine Drehstrom-Statorwicklung 13 aufnehmen.
Die Statorwicklung 13 wirkt über das Stator-Blechpaket 12 und einen
Arbeitsluftspalt 14 mit einem Klauenpolläufer 15 zusammen,
dessen Läuferwelle 16 in zwei Lagerschilden 17, 18 gelagert
ist, welche zugleich das Gehäuse des Drehstromgenerators 10 bilden.
Die Läuferwelle 16 trägt vorne eine Riemenscheibe 19,
mittels der sie über einen nicht dargestellten Keilriemen von
der Brennkraftmaschine des Fahrzeugs angetrieben wird. Die Läuferwelle 16 trägt
am hinteren Ende zwei Schleifringe 20, mittels der eine
Erregerspule 21 des Klauenpolläufers 15 über
Kohlebürsten 22 mit Erregerstrom versorgt wird.
Am hinteren Lagerschild 18 ist ferner eine Gleichrichter-Baueinheit 23,
sowie ein Regler 24 angeordnet. Eingangsseitig ist die
Gleichrichter-Baueinheit 23 mit der Statorwicklung 13 und
ausgangsseitig mit einem Anschluss 25 für das
Pluspotential eines Kraftfahrzeug-Bordnetzes versehen. Über
den Regler 24 wird in Abhängigkeit von der Spannung
des Bordnetzes die Stärke des Erregerstromes in der Erregerspule 21 geregelt.
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Die
Statorwicklung 13 besteht aus Einzelleitern 26 mit
rechteckförmigem Querschnitt. Die Einzelleiter 26 sind
in mehreren Lagen übereinander in den Nuten des Stator-Blechpaketes 12 angeordnet. Die
an den Stirnseiten des Stator-Blechpaketes 12 vorstehenden
Leiterenden 26a der Einzelleiter 26 bilden dort
jeweils mit Querverbindern 27 einen Wickelkopf 28.
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2 zeigt
einen Ausschnitt des Stator-Blechpaketes 12 aus 1 mit
dem Wickelkopf 28 der Statorwicklung 13 in raumbildlicher
Darstellung. Dort ist erkennbar, dass jeweils ein Querverbinder 27 in
Umfangsrichtung des Bleckpaketes 12 über vier
mit Abstand nebeneinander liegende Leiterenden 26a verläuft,
die an der Stirnseite des Bleckpaketes 12 axial vorstehen.
Die Leiterenden 26a sind jeweils an den in den Nuten 29 des
Bleckpaketes 12 eingesetzten Einzelleitern 26 zu
einem rechteckförmigen Querschnitt geprägt. Mehrere
Querverbinder 27 und Leiterenden 26a von Einzelleitern 26 sind übereinander
geschichtet, wobei die Querverbinder 27 zueinander seitlich
versetzt sind. Dabei werden die Leiterenden 26a der um
jeweils drei Nuten zueinander versetzten Einzelleiter 26 paarweise über
einen Querverbinder 27 mit annähernd gleichem Rechteck-Querschnitt
elektrisch verbunden. Die Leiterenden 26a und die Querverbinder 27 sind
dabei flach übereinander angeordnet. Sie bilden dabei Fügestellen 30,
die über den Umfang des Wickelkopfes 28 nebeneinander
angeordnet sind. An jeder dieser Fügestellen 30 sind
die Leiterenden 26a von drei Einzelleitern 26 je
Nut 29 und sechs Querverbinder 27 übereinander
angeordnet. Die Leiterenden 26a der Einzelleiter 26 bilden
mit den Leiterenden 27a der Querverbinder 27 jeweils
paarweise elektrische Verbindungen. An den Fügestellen 30 ist
zwischen den paarweise miteinander zu verbindenden Leiterenden 26a und 27a eine
Nanofoil 31 eingesetzt, mit der die von der Nanofoil 31 überdeckten
Bereiche der Leiterenden 26a und 27a paarweise
miteinander verschweißt sind.
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Außerdem
sind im Bereich der Fügestellen 30 die Leiterenden 26a und 27a der
Einzelleiter 26 und Querverbinder 27 vorgelocht.
Dort sind jeweils Verbindungselemente 32 in Form von Nieten 32a eingesetzt,
mit denen die elektrischen Verbindungen durch die Nanofoils 31 an
den Fügestellen 30 übereinander liegend
festgespannt werden.
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In 3 ist
der Ausschnitt des Stator-Blechpaketes 12 mit dem Wickelkopf 28 nochmals
abgewickelt in der Vorderansicht vergrößert dargestellt.
Dort ist erkennbar, dass an jeder Fügestelle 30 in
gleicher Reihenfolge die sechs Querverbinder 27 und drei
Leiterenden 26a der Statorwicklung 13 übereinander
liegend angeordnet sind. Dabei sind die Querverbinder 27 zueinander
derart seitlich versetzt, dass sie jeweils die Einzelleiter 26 der
Phasenstränge R, S und T mit einem Wickelschritt von drei
Nuten 29 paarweise miteinander elektrisch verbinden. Die
Phasenstränge der Drehstrom-Statorwicklung 13 liegen
dabei zyklisch nebeneinander in benachbarten Nuten 29.
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4 zeigt
in raumbildlicher Darstellung eine Fügestelle 30a aus
zwei Leiterenden 26a von Einzelleitern einer Wicklung und
zwei Leiterenden 27a von Querverbindern 27 sowie
zwei dazu versetzte, durchlaufende Querverbinder 27. Zum
Einsetzen eines Verbindungselements sind alle Leiterenden 26a und
Querverbinder 27 an der Fügestelle 30 jeweils
mit einem Durchgangsloch 33 versehen. Zwischen den paarweise
miteinander zu verbindenden Leiterenden 26a und 27a wird
jeweils eine Nanofoil 31 in Pfeilrichtung eingefügt.
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5 zeigt
die Fügestelle 30 aus 4 mit den
eingefügten Nanofoils 31 im Querschnitt. In weiterem
Schritt werden nun über Druckstempel 34 die Leiterenden 26a, 27a und
Querverbinder 27 mitsamt den Nanofoils 31 übereinander
geschichtet in Richtung der Druckpfeile 35 von oben und
unten zusammengedrückt. Dabei wird der zentrale Bereich
an den Durchgangslöchern 33 von den Druckstempeln 34 ausgespart.
Danach wird ein Niet 32a von oben in Pfeilrichtung durch
die untereinander liegenden Durchgangslöcher 33 der
Fügestelle 30 gestoßen. Dabei werden
die Nanofoils 31 aufgerissen und dadurch gezündet.
Aufgrund der dabei kurzzeitig erzeugten hohen Wärmeenergie
werden die Berührungsflächen der Leiterenden 26a und 27a mit
den Nanofoils 31 angeschmolzen und mit dem Druck der Druckstempel 34 paarweise
miteinander verschweißt. Nach dem Verschweißen
der Leiterenden 26a und 27a wird der Niet 32a an
seinem unteren, an der Unterseite der Verbindungsstelle 30 vorstehenden
freien Ende so verformt, dass damit die Leiterenden 26a, 27a sowie
die durchlaufenden Querverbinder 27 festgespannt werden.
Erst danach wird die Kraft der Druckstempel 34 auf die
Fügestelle 30 zurück genommen und die
Druckstempel 34 werden zur benachbarten Fügestelle
bewegt, so dass sich dort der zuvor beschriebene Ablauf wiederholt.
Anstelle von Nieten 32a können auch Schrauben 32b oder Bolzen 32c durch
die Löcher 33 der Fügestellen 30 gestoßen
werden und dabei die Zündung der Nanofoils 31 auslösen.
Sofern Schrauben 32b verwendet werden, wird die Fügestelle 30 mit
Hilfe einer Mutter 32d verspannt. Verwendet man einen Bolzen 32c, wird
zweckmäßigerweise die Fügestelle 30 über
eine Presspassung zwischen dem Bolzen 32c und den Durchgangslöchern 33 festgespannt.
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Da
die paarweise aufeinander liegenden Querverbinder 27 im
späteren Betrieb verschiedene Spannungspotentiale haben,
werden sie in üblicher Weise mit einem Isolierlack überzogen.
Dabei muss ferner sichergestellt werden, dass an der Fügestelle das
Verbindungselement 32b beim Durchstoßen der Fügestelle 30 keinen
Kurzschluss zwischen den Querverbindern 27 und zwischen
den Leiterenden 26a der Einzelleiter 26 verursacht.
Dazu werden die Verbindungselemente 32 mit einem Isolierstoff
beschichtet oder alternativ aus Kunststoff hergestellt. Außerdem
können die Durchgangslöcher 33 an der Fügestelle 30 so
groß gewählt werden, dass der Niet 32a oder
die Schraube 32b mit einer Spiel- oder Übergangspassung
in die Durchgangslöcher 33 eingesetzt wird. Alternativ
können auch die entsprechend großen Durchgangslöcher 33 mit
Isolierlack oder einer Kunststoffbeschichtung versehen werden.
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In 6a ist
eine leicht abgeänderte Fügestelle 30a im
Querschnitt dargestellt, bei der ein Leiterende 26a eines
Einzelleiters 26 der Statorwicklung 13 mit dem
Leiterende 27a eines Querverbinders 27 über
eine dazwischen eingesetzte Nanofoil 31 miteinander elektrisch
verbunden wird. Darunter ist ein weiterer Querverbinder 27 durch
die Fügestelle 30a durchgeführt. Alle
drei Leiter haben ringsum eine Isolierlack-Beschichtung 36 und
liegen mit ihrem rechteckförmigen Querschnitt flach aufeinander.
An den miteinander zu verbindenden Bereichen der beiden oberen Leiterenden 26a und 27a wird
die Isolierlack-Beschichtung 36 auf etwas mehr als die
Größe der Nanofoil 31 entfernt. Zusätzlich
werden die Leiterenden 26a und 27a an ihren miteinander
zu verbindenden Bereichen mit einer verbindungsfördernden
Beschichtung, zum Beispiel mit einer Verzinnung 37 versehen.
Nach dem Einfügen der Nanofoil 31 werden die Leiterenden 26a, 27a und
der Querverbinder 27 zum Einklemmen der Nanofoil 31 gemäß 4a durch
die Druckstempel 34 aufeinandergedrückt. Des Weiteren
wird dann der Niet 32a, der hier eine Isolierhülle 38 trägt,
durch die ausreichend großen Durchgangslöcher 33 der
Leiterenden und Querverbinder gedrückt, wobei die Nanofoil 31 aufgerissen
und gezündet wird. Unter dem Druck der Druckstempel 34 werden
dabei die Leiterenden 26a und 27a im Bereich der
Nanofoil 31 miteinander verlötet. Danach wird
das untere Ende des Nietes 32a soweit verformt, dass alle
Leiter der Verbindungsstelle 30a miteinander fest eingespannt
sind. Anschließend wird der Druck an der Fügestelle 30a zurückgenommen
und die Druckstempel 34 werden entfernt. Die 6b zeigt
den Querschnitt durch eine solche Fügestelle 30a,
die zum Korrosionsschutz anschließend noch mit Isolierlack
beträufelt wird.
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Die
Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt, da diese vielfältige konstruktive
Abänderungen ermöglichen. Betrachtet man dabei
die Querverbinder ebenfalls als Einzelleiter, so ergibt sich bei
elektrischen Verbindungen zwischen mindestens zwei übereinander
liegenden Einzelleitern mit einem Verbindungselement als erfindungswesentlich,
dass die Einzelleiter im Bereich der Verbindungselemente Fügestellen
bilden, an denen die übereinander liegenden Einzelleiter
durch dazwischen angeordnete und gezündete Nanofoils miteinander
verschweißt oder verlötet werden. Dabei können
Einzelleiter nicht nur paarweise sondern auch zu dritt oder zu noch
mehreren Einzelleitern über Nanofoils 31 miteinander
elektrisch verbunden werden. Ferner ist es auch möglich,
das Verbindungselement gegebenenfalls ohne das Vorlochen der Einzelleiter an
der Fügestelle einzusetzen. So könnte der Bolzen 32c aus 5 oder
ein Nagel oder Stift mit einem so genannten Bolzenschussgerät
oder dergleichen durch die nicht vorgelochten Einzelleiter der Fügestelle
getrieben werden. Bei der Anwendung elektrischer Verbindungen durch
Nanofoils bei elektrischen Maschinen können die Einzelleiter
neben rechteckförmigen Querschnitt ebenso gut einen quadratischen,
mehreckigen oder runden Querschnitt aufweisen. Wesentlich dabei
ist jedoch, dass die miteinander zu verbindenden Leiterenden gegebenenfalls
zu einem Rechteck-Querschnitt geprägt werden, um eine ausreichend
breite Fügestelle 30 für die Nanofoil 31 und
das Verbindungselement 32 zu erzielen. Ferner ist es möglich,
die Nanofoils 31 unabhängig von dem Einsetzen
des Verbindungselements 32 zu zünden. Für
diesen Fall werden die Nanofoils 31 an den Fügestellen 30 jeweils
an einem zwischen den Leiterenden vorstehenden Abschnitt durch einen
Wärmeimpuls, zum Beispiel durch einen Laserstrahl gezündet.
Erst danach wird das Verbindungselement 32 in die Fügestelle 30 eingesetzt.
Alternativ dazu ist es möglich, dass die Nanofoils 31 an
den Fügestellen 30 durch einen Zündzapfen
gezündet werden. Dieser muss danach nicht in der Fügestelle
verbleiben, sondern kann nach dem Zünden wieder entfernt
werden. Außerdem ist es möglich, die Zündung
der Nanofoils 31 an den Fügestellen 30 mit
elektrischem Strom oder mechanischer Energie, zum Beispiel durch
einen Druckimpuls zu zünden. Die vorgeschlagene Kombination
aus einer Klemmverbindung durch ein Verbindungselement und elektrischer
Kontaktierung durch Nanofoil-Technik kann überall dort
eingesetzt werden, wo elektrische Verbindungen mit gleichzeitig hoher
mechanischer Festigkeit hergestellt werden müssen. So kann
diese Technik auch an Transformatoren und anderen elektrischen Einrichtungen
oder Geräten realisiert werden, sofern dort Einzelleiter
zumindest paarweise miteinander elektrisch und mechanisch zu verbinden
sind. Besondere Vorteile erzielt man bei der Anwendung dieser Technik
in elektrischen Maschinen, insbesondere bei Drehstromgeneratoren
zum Stromversorgung von Kraftfahrzeugen, bei denen eine hohe Leistungsdichte
durch den Aufbau der Statorwicklung aus Einzelleitern zu erzielen
ist, wobei die Einzelleiter zur Realisierung eines hohen Nutfüllfaktors
in ihrem Querschnitt dem Nutquerschnitt des Stator-Blechpaketes
angepasst ist. Dort wird mit kompakten Wickelköpfen Kupfer
im Wickelkopf eingespart, Bauraum reduziert, die Stromausbeute erhöht
und damit der Wirkungsgrad der Maschine verbessert. Alternativ zu
der Ausführung nach 1, bei der
haarnadelförmig gebogene Einzelleiter nur am vorderen Wickelkopf 28 über
die Querverbinder 27 paarweise miteinander verbunden werden,
ist es ebenso möglich, solche Querverbinder auch am hinteren
Wickelkopf einzusetzen.
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Nach
der Herstellung der elektrischen und mechanischen Verbindungen an
den Fügestellen werden diese zum Korrosionsschutz mit Isolierlack beträufelt
oder die Wickelköpfe werden vollständig in ein
Isolierlackbad eingetaucht.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - EP 0881752
A1 [0002]
- - WO 02/47239 A1 [0003]
- - US 7354659 B2 [0006]