DE102009001253B3 - Mehrstufengetriebe - Google Patents
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Abstract
Das Mehrstufengetriebe mit neun Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang umfasst vier Planetensätze (P1, P2, P3, P4), acht drehbare Wellen (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8) und sechs Schaltelemente (03, 04, 15, 28, 57, 18), wobei das Sonnenrad des Planetensatzes (P1) mit der dritten Welle (3) verbunden ist, die über eine erste Bremse (03) an ein Gehäuse (G) ankoppelbar ist und mit dem Sonnenrad des Planetensatzes (P2) drehfest verbunden ist, wobei der Steg des Planetensatzes (P1) mit der mit dem Hohlrad des Planetensatzes (P4) verbundenen sechsten Welle (6) verbunden ist und das Hohlrad des Planetensatzes (P1) über eine zweite Bremse (04) an ein Gehäuse (G) ankoppelbar ist, wobei der Steg des Planetensatzes (P2) mit der Antriebswelle (1) verbunden ist, die über eine erste Kupplung (15) mit der fünften Welle (5) lösbar verbindbar ist, wobei die fünfte Welle (5) mit dem Sonnenrad des Planetensatzes (P4) und dem Hohlrad des Planetensatzes (P3) verbunden und über eine zweite Kupplung (57) mit der siebten Welle (7) lösbar verbindbar ist, wobei die siebte Welle (7) mit dem Sonnenrad des Planetensatzes (P3) und dem Hohlrad des Planetensatzes (P2) verbunden ist, wobei die Abtriebswelle (2) mit dem Steg des Planetensatzes (P4) verbunden und über eine dritte Kupplung (28) mit der mit dem Steg des dritten Planetensatzes (P3) verbundenen achten Welle (8) lösbar verbindbar ist und wobei eine vierte Kupplung (18) vorgesehen ist, welche die achte Welle (8) mit der Antriebswelle (1) lösbar verbindet.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise, insbesondere ein Automatgetriebe für ein Kraftfahrzeug, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Automatgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge, umfassen nach dem Stand der Technik Planetensätze, die mittels Reibungs- bzw. Schaltelementen, wie etwa Kupplungen und Bremsen, geschaltet werden und üblicherweise mit einem einer Schlupfwirkung unterliegenden und wahlweise mit einer Überbrückungskupplung versehenen Anfahrelement, wie etwa einem hydrodynamischen Drehmomentwandler oder einer Strömungskupplung, verbunden sind.
- Fahrzeuggetriebe in Planetenbauweise im Allgemeinen sind im Stand der Technik bereits vielfach beschrieben und unterliegen einer permanenten Weiterentwicklung und Verbesserung. So sollen diese Getriebe einen geringen Bauaufwand, insbesondere eine geringe Anzahl an Schaltelementen erfordern und bei sequentieller Schaltweise Doppelschaltungen vermeiden, so dass bei Schaltungen in definierten Ganggruppen jeweils nur ein Schaltelement gewechselt wird, d. h. dass zum Umschalten von einem Gang in den jeweils nächstfolgenden höheren oder niedrigeren Gang von den gerade geschlossenen Schaltelementen jeweils nur ein Schaltelement abgeschaltet und von den gerade geöffneten Schaltelementen jeweils nur ein Schaltelement zugeschaltet werden muss.
- Ein derartiges Automatgetriebe ist beispielsweise aus der
der Anmelderin bekannt. Dieses Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise umfasst eine Antriebswelle, eine Abtriebswelle, vier Planetenradsätze, mindestens acht drehbare Wellen sowie fünf Schaltelemente, vorzugsweise zwei Bremsen und drei Kupplungen, wobei ein Steg des vierten Planetenradsatzes und die Antriebswelle verdrehfest miteinander verbunden sind und die erste drehbare Welle des Getriebes bilden und wobei ein Steg des dritten Planetenradsatzes und die Abtriebswelle verdrehfest miteinander. verbunden sind und die zweite drehbare Welle des Getriebes bilden. Des Weiteren sind ein Sonnenrad des ersten Planetenradsatzes und ein Sonnenrad des vierten Planetenradsatzes verdrehfest miteinander verbunden und bilden die dritte drehbare Welle des Getriebes, wobei ein Hohlrad des ersten Planetenradsatzes die vierte drehbare Welle des Getriebes bildet. Ferner sind ein Hohlrad des zweiten Planetenradsatzes und ein Sonnenrad des dritten Planetenradsatzes verdrehfest miteinander verbunden und bilden die fünfte drehbare Welle des Getriebes, wobei ein Steg des ersten Planetenradsatzes und ein Hohlrad des dritten Planetenradsatzes verdrehfest miteinander verbunden sind und die sechste drehbare Welle des Getriebes bilden und wobei ein Sonnenrad des zweiten Planetenradsatzes und ein Hohlrad des vierten Planetenradsatzes verdrehfest miteinander verbunden sind und die siebte drehbare Welle des Getriebes bilden; die achte drehbare Welle des Getriebes wird durch einen Steg des zweiten Planetenradsatzes gebildet. Mit einem derartig ausgeführten Getriebe sind acht Vorwärtsgänge und ein Rückwärtsgang realisierbar.WO 2006/074707 A1 - Hinsichtlich der Anbindung der fünf Schaltelemente an die verschiedenen Elemente des Planetenradsätze und an die Antriebswelle des Getriebes wird gemäß der
vorgeschlagen, dass das erste Schaltelement im Kraftfluss zwischen der dritten Welle und einem Gehäuse des Getriebes angeordnet ist, dass das zweite Schaltelement im Kraftfluss zwischen der vierten Welle und dem Gehäuse des Getriebes angeordnet ist, und dass das dritte Schaltelement im Kraftfluss zwischen der fünften und der ersten Welle angeordnet ist. Weiterhin ist das vierte Schaltelement im Kraftfluss entweder zwischen der achten und der zweiten Welle oder aber zwischen der achten und der sechsten Welle angeordnet, wobei das fünfte Schaltelement im Kraftfluss entweder zwischen der siebten und der fünften Welle oder zwischen der siebten und der achten Welle oder zwischen der fünften und der achten Welle angeordnet ist. Durch diese verschiedenen kinematischen Kopplungen der Schaltelemente an die verschiedenen Wellen des Getriebes ergibt sich somit eine ganze Getriebefamilie.WO 2006/074707 A1 - Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von einem Acht-Gang-Getriebe gemäß der
der Anmelderin, die vollinhaltlich Gegenstand dieser Beschreibung sein soll, ein Mehrstufengetriebe zu schaffen, welches mindestens neun Vorwärtsgänge und mindestens einen Rückwärtsgang mit ausreichender Übersetzung aufweist, wobei die Übersetzung des ersten Vorwärtsganges höher sein soll, als die Übersetzung des ersten Ganges des aus derWO 2006/074707 A1 bekannten Getriebes.WO 2006/074707 A1 - Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche 1, 3, 4, 5, 6, 9, 12 und 15 gelöst. Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus den entsprechenden Unteransprüchen hervor.
- Demnach wird ein erfindungsgemäßes Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise vorgeschlagen, welches einen Antrieb und einen Abtrieb aufweist, welche in einem Gehäuse angeordnet sind. Des weiteren sind zumindest vier vorzugsweise als Minus-Planetensätze ausgeführte Planetensätze, im Folgenden als erster, zweiter, dritter und vierter Planetensatz bezeichnet, mindestens acht drehbare Wellen – im Folgenden als Antriebswelle, Abtriebswelle, dritte, vierte, fünfte, sechste, siebte und achte Welle bezeichnet – sowie zumindest sechs Schaltelemente, umfassend Bremsen und Kupplungen, vorgesehen, deren selektives Eingreifen verschiedene Übersetzungsverhältnisse zwischen dem Antrieb und dem Abtrieb bewirkt, so dass vorzugsweise neun Vorwärtsgänge und ein Rückwärtsgang realisierbar ist.
- Ein einfacher Minus-Planetensatz umfasst bekanntlich ein Sonnenrad, ein Hohlrad und einen Steg, an dem Planetenräder verdrehbar gelagert sind, die jeweils mit Sonnenrad und Hohlrad kämmen. Hierdurch weist das Hohlrad bei festgehaltenem Steg eine zum Sonnenrad entgegengesetzte Drehrichtung auf. Demgegenüber umfasst ein einfacher Plus-Planetensatz ein Sonnenrad, ein Hohlrad und einen Steg, an dem innere und äußere Planetenräder verdrehbar gelagert sind, wobei alle inneren Planetenräder mit dem Sonnenrad und alle äußeren Planetenräder mit dem Hohlrad kämmen, wobei jedes innere Planetenrad mit jeweils einem äußeren Planetenrad kämmt. Hierdurch weist das Hohlrad bei festgehaltenem Steg die gleiche Drehrichtung auf wie das Sonnenrad.
- Hierbei ist vorgesehen, dass das Sonnenrad des ersten Planetensatzes mit der dritten Welle verbunden ist, die über eine erste Bremse an ein Gehäuse des Getriebes ankoppelbar ist und mit dem Sonnenrad des zweiten Planetensatzes drehfest verbunden ist, wobei der Steg des ersten Planetensatzes mit der mit dem Hohlrad des vierten Planetensatzes verbundenen sechsten Welle verbunden ist und das Hohlrad des ersten Planetensatzes über eine zweite Bremse an ein Gehäuse des Getriebes ankoppelbar ist.
- Ferner ist der Steg des zweiten Planetensatzes mit der Antriebswelle verbunden, die über eine erste Kupplung mit der fünften Welle lösbar verbindbar ist, wobei die fünfte Welle mit dem Sonnenrad des vierten Planetensatzes und dem Hohlrad des dritten Planetensatzes verbunden und über eine zweite Kupplung mit der siebten Welle lösbar verbindbar ist. Hierbei ist die siebte Welle mit dem Sonnenrad des dritten Planetensatzes und dem Hohlrad des zweiten Planetensatzes verbunden. Des Weiteren ist die Abtriebswelle mit dem Steg des vierten Planetensatzes verbunden und über eine dritte Kupplung mit der mit dem Steg des dritten Planetensatzes verbundenen achten Welle lösbar verbindbar.
- Gemäß der Erfindung wird das aus der
bekannte Getriebe um eine vierte Kupplung erweitert, welche die achte Welle mit der Antriebswelle lösbar verbindet, wodurch ein Getriebe geschaffen wird, welches mindestens neun Vorwärtsgänge und mindestens einen Rückwärtsgang aufweist, wobei die Übersetzung des ersten Vorwärtsganges höher ist, als die Übersetzung des ersten Ganges des aus derWO 2006/074707 A1 bekannten Getriebes.WO 2006/074707 A1 - Gemäß der Erfindung kann das zusätzliche Schaltelement, welches die Antriebswelle mit der achten Welle lösbar verbindet, als Lamellenkupplung oder als formschlüssiges Schaltelement bzw. als Klauenkupplung ausgeführt sein. Die Ausführung als Klauenkupplung wird für den Fall ermöglicht, dass das Schaltelement bei Hochschaltungen abgeschaltet wird.
- Für den Fall der Ausführung der zusätzlichen Kupplung als Lamellenkupplung wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgeschlagen, die Kupplung unmittelbar benachbart zum Planetenträger eines Planetensatzes, vorzugsweise des zweiten Planetensatzes, anzuordnen und die Druckmittelzuführung über eine Bohrung der Antriebswelle und im Planetenträger zu realisieren, wie aus der
DE 10 2005 031 066 A1 der Anmelderin bekannt. - Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Mehrstufengetriebes ergeben sich insbesondere für Personenkraftwagen geeignete Übersetzungen sowie eine erhebliche Erhöhung der Gesamtspreizung des Mehrstufengetriebes, wodurch eine Verbesserung des Fahrkomforts und eine signifikante Verbrauchsabsenkung bewirkt werden.
- Darüber hinaus wird mit dem erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebe durch eine geringe Anzahl an Schaltelementen, der Bauaufwand erheblich reduziert. In vorteilhafter Weise ist es mit dem erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebe möglich, ein Anfahren mit einem hydrodynamischen Wandler, einer externen Anfahrkupplung oder auch mit sonstigen geeigneten externen Anfahrelementen durchzuführen. Es ist auch denkbar, einen Anfahrvorgang mit einem im Getriebe integrierten Anfahrelement zu ermöglichen. Vorzugsweise eignet sich ein Schaltelement, welches im ersten Vorwärtsgang und im Rückwärtsgang betätigt wird.
- Des Weiteren ergibt sich bei dem erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebe ein guter Wirkungsgrad in den Hauptfahrgängen bezüglich der Schlepp- und Verzahnungsverluste.
- Ferner liegen geringe Momente in den Schaltelementen und in den Planetensätzen des Mehrstufengetriebes vor, wodurch der Verschleiß bei dem Mehrstufengetriebe in vorteilhafter Weise reduziert wird. Zudem wird durch die geringen Momente eine entsprechend geringe Dimensionierung ermöglicht, wodurch der benötigte Bauraum und die entsprechenden Kosten reduziert werden. Darüber hinaus liegen auch geringe Drehzahlen bei den Wellen, den Schaltelementen und den Planetensätzen vor.
- Außerdem ist das erfindungsgemäße Getriebe derart konzipiert, dass eine Anpassbarkeit an unterschiedliche Triebstrangausgestaltungen sowohl in Kraftflussrichtung als auch in räumlicher Hinsicht ermöglicht wird.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Figuren beispielhaft näher erläutert. In diesen stellen dar:
-
1 : Eine schematische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes; -
2 : Eine schematische Ansicht einer zweiten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes; -
3 : Eine schematische Ansicht einer dritten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes; -
4 : Eine schematische Ansicht einer vierten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes; -
5 : Eine schematische Ansicht einer fünften bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes; -
6 : Eine schematische Ansicht einer Ausgestaltung der Anordnung zur Betätigung des zusätzlichen Schaltelementes bei einem nach5 ausgeführten Mehrstufengetriebe; -
7 : Detailansichten der Anordnung zur Betätigung des zusätzlichen Schaltelementes aus6 im geöffneten und geschlossenen Zustand des Schaltelementes; -
8 : Eine schematische Ansicht einer weiteren Ausgestaltung der Anordnung zur Betätigung des zusätzlichen Schaltelementes bei einem nach5 ausgeführten Mehrstufengetriebe, wobei das Schaltelement im geöffneten Zustand gezeigt ist; -
9 : Eine schematische Ansicht der Ausgestaltung der Anordnung zur Betätigung des zusätzlichen Schaltelementes nach8 , wobei das Schaltelement im geschlossenen Zustand gezeigt ist; -
10 : Eine schematische Ansicht einer weiteren Ausgestaltung der Anordnung zur Betätigung des zusätzlichen Schaltelementes bei einem nach5 ausgeführten Mehrstufengetriebe, wobei das Schaltelement im geöffneten Zustand gezeigt ist; -
11 : Eine schematische Ansicht der Ausgestaltung der Anordnung zur Betätigung des zusätzlichen Schaltelementes nach10 , wobei das Schaltelement im geschlossenen Zustand gezeigt ist; -
12 : Detailansichten einer weiteren Anordnung zur Betätigung des zusätzlichen Schaltelementes bei einem nach5 ausgeführten Mehrstufengetriebe, bei der die Übertragung der Stellbewegung mittels elektromagnetischer Induktion erfolgt, wobei das Schaltelement im geöffneten und im geschlossenen Zustand gezeigt ist; -
13 : Eine Detailansicht eine Anordnung zur Betätigung des zusätzlichen Schaltelementes mittels elektromagnetischer Induktion, wobei die Wicklung der benötigten Spule als Ringwicklung ausgeführt ist; -
14 : Eine Detailansicht eine Anordnung zur Betätigung des zusätzlichen Schaltelementes mittels elektromagnetischer Induktion, wobei die Wicklung der benötigten Spule als schaltgerätnahe Wicklung ausgeführt ist; -
15 : in beispielhaftes Schaltschema für ein Mehrstufengetriebe gemäß1 ,2 ,3 ,4 und5 ; und -
16 : Ein Diagramm zur Veranschaulichung des der jeweiligen Übersetzung entsprechenden Stufensprungs für die in15 gezeigten Werte. - In
1 ist ein erfindungsgemäßes Mehrstufengetriebe mit einer Antriebswelle1 , einer Abtriebswelle2 und vier Planetensätzen P1, P2, P3, P4 dargestellt, welche in einem Gehäuse G angeordnet sind. Die vier Planetensätze P1, P2, P3 und P4 sind als Minus-Planetensätze ausgebildet. - Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Planetensätze P1, P2, P3, P4 axial betrachtet in der Reihenfolge P1, P2, P3, P4 angeordnet.
- Wie aus
1 ersichtlich, sind sechs Schaltelemente, nämlich zwei Bremsen03 ,04 und vier Kupplungen15 ,18 ,28 und57 vorgesehen. Die räumliche Anordnung der Schaltelemente kann beliebig sein und wird nur durch die Abmessungen und die äußere Formgebung begrenzt. - Die Bremsen
03 und04 sind vorzugsweise als reibschlüssig schaltbare Lamellenbremsen ausgeführt; sie können auch in weiteren Ausgestaltungen auch als reibschlüssig schaltbare Bandbremsen oder beispielsweise auch als formschlüssig schaltbare Klauen- oder Konusbremsen ausgeführt sein. Ferner sind die Kupplungen15 ,28 und57 vorzugsweise als reibschlüssig schaltbare Lamellenkupplungen ausgeführt; sie können aber auch im Rahmen weiterer Ausgestaltungen beispielsweise auch als formschlüssig schaltbare Klauen- oder Konuskupplungen ausgeführt sein. - Mit diesen Schaltelementen ist ein selektives Schalten von neun Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang realisierbar. Das erfindungsgemäße Mehrstufengetriebe weist insgesamt acht drehbare Wellen auf, nämlich die Wellen
1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6 ,7 und8 , wobei die Antriebswelle die erste Welle und die Abtriebswelle die zweite Welle des Getriebes bildet. - Erfindungsgemäß ist bei dem Mehrstufengetriebe gemäß
1 vorgesehen, dass das Sonnenrad des ersten Planetensatzes P1 mit der dritten Welle3 verbunden ist, die über eine erste Bremse03 an ein Gehäuse G des Getriebes ankoppelbar ist und mit dem Sonnenrad des zweiten Planetensatzes P2 drehfest verbunden ist, wobei der Steg des ersten Planetensatzes P1 mit der mit dem Hohlrad des vierten Planetensatzes P4 verbundenen sechsten Welle6 verbunden ist und das Hohlrad des ersten Planetensatzes P1 über eine zweite Bremse04 an ein Gehäuse G des Getriebes ankoppelbar ist. - Wie aus
1 ersichtlich, ist der Steg des zweiten Planetensatzes P2 mit der Antriebswelle1 verbunden, die über eine erste Kupplung15 mit der fünften Welle5 lösbar verbindbar ist, wobei die fünfte Welle5 mit dem Sonnenrad des vierten Planetensatzes P4 und dem Hohlrad des dritten Planetensatzes P3 verbunden und über eine zweite Kupplung57 mit der siebten Welle7 lösbar verbindbar ist. Hierbei ist die siebte Welle7 mit dem Sonnenrad des dritten Planetensatzes P3 und dem Hohlrad des zweiten Planetensatzes P2 verbunden. Ferner ist die Abtriebswelle2 mit dem Steg des vierten Planetensatzes P4 verbunden und über eine dritte Kupplung28 mit der mit dem Steg des dritten Planetensatzes P3 verbundenen achten Welle8 lösbar verbindbar. - Erfindungsgemäß wird das aus der
bekannte Getriebe um eine vierte KupplungWO 2006/074707 A1 18 erweitert, welche die achte Welle8 mit der Antriebswelle1 lösbar verbindet, wodurch ein Getriebe geschaffen wird, welches mindestens neun Vorwärtsgänge und mindestens einen Rückwärtsgang aufweist. - Bei dem gezeigten Beispiel ist die vierte Kupplung
18 als reibschlüssig schaltbare Lamellenkupplung ausgeführt und axial betrachtet zwischen dem ersten Planetensatz P1 und dem zweiten Planetensatz P2 angeordnet, wobei sie an den zweiten Planetensatz P2 angrenzt. Der Innenlamellenträger I der Kupplung18 bildet einen Abschnitt der Welle8 , wobei der Außenlamellenträger A mit dem Steg des zweiten Planetensatzes verbunden ist. - Vorzugsweise erfolgt die Druckmittelzuleitung für die der Kupplung
18 zugeordnete Servoeinrichtung S, die innerhalb des durch den unmittelbar an den Steg des zweiten Planetensatzes P2 angrenzenden Außenlamellenträger A gebildeten Zylinderraums axial betrachtet zwischen dem ersten und dem zweiten Planetensatz P1, P2 angeordnet ist und mit der Drehzahl der Antriebswelle1 rotiert, über eine Bohrung des Planetenträgers bzw. Stegs des zweiten Planetensatzes P2 und eine Bohrung in der mit dem Steg des zweiten Planetensatzes P2 drehfest verbundenen Antriebswelle1 . Dadurch wird in vorteilhafter Weise nur eine rotierende Druckmittelübergabe benötigt. Hierbei rotiert der Außenlamellenträger A mit der Drehzahl der Antriebswelle1 . - Wie im Rahmen der
beschrieben, sind die BremsenWO 2006/074707 A1 03 und04 in axialer Richtung betrachtet zumindest im wesentlichen nebeneinander angeordnet und können in radialer Richtung betrachtet übereinander angeordnet sein, wobei die Bremse04 näher am ersten Planetenradsatz P1 angeordnet ist, als die Bremse03 . Für den Fall, dass die Bremsen03 ,04 Lamellenbremsen ausgeführt sind, sind die Lamellenpakete beider Bremsen unmittelbar zum ersten Planetenradsatz P1 benachbart angeordnet, wobei die aus diese Lamellenpakete wirkenden Servoeinrichtungen auf der dem ersten Planetenradsatzes P1 abgewandten Seite des jeweiligen Lamellenpaketes angeordnet sein können. - Zudem können die Außenlamellenträger der Bremsen
03 ,04 in eine Gehäusewand G integriert sein, wobei die Servoeinrichtungen beider Bremsen in dieser Gehäusewand axial verschiebbar gelagert sein können und ihr jeweils zugeordnetes Lamellenpaket beim Schließen der jeweiligen Bremse03 bzw.04 axial in Richtung der Planetenradsätze betätigen; das benötigte Druckmittel wird den Servoeinrichtungen vorzugsweise über entsprechende Kanäle zugeleitet, die zumindest abschnittsweise innerhalb der Gehäusewand G verlaufen. - Ferner sind gemäß der
die drei KupplungenWO 2006/074707 A1 57 ,15 und26 axial betrachtet in einem Bereich zwischen dem dritten Planetensatz P3 und dem vierten Planetenradsatz P4 angeordnet, wobei die Kupplung15 axial betrachtet zwischen den beiden Kupplungen57 und28 angeordnet ist, die Kupplung57 axial an den dritten Planetenradsatz P3 angrenzt und die Kupplung28 axial an den vierten Planetenradsatz P4 angrenzt. Die Kupplungen15 und57 können einen gemeinsamen Außenlamellenträger aufweisen. - Das in
2 gezeigte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Automatgetriebes unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel gemäß1 dadurch, dass der Außenlamellenträger A der Kupplung18 nicht unmittelbar an den Steg des zweiten Planetensatzes P2 angrenzt, wobei der durch den Außenlamellenträger A gebildete Zylinderraum axial betrachtet zwischen dem ersten Planetensatz P1 und dem zweiten Planetensatz P2 angeordnet ist; die Druckmittelzuleitung für die teilweise im Zylinderraum angeordnete Servoeinrichtung S erfolgt über eine Bohrung in der dritten Welle3 . - In
3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem die Kupplung18 axial betrachtet zwischen dem ersten Planetensatz P1 und dem zweiten Planetensatz P2 angeordnet ist und im Gegensatz zu den Beispielen aus1 und2 der Innenlamellenträger I der Kupplung18 einen Abschnitt der Antriebswelle1 bildet und der Außenlamellenträger mit dem Steg des dritten Planetensatzes P3 verbunden ist und somit mit der Drehzahl der achten Welle8 rotiert. Hierbei erfolgt die Druckmittelzuleitung für die ebenfalls mit der Drehzahl der achten Welle8 rotierenden Servoeinrichtung S vorzugsweise über eine Bohrung in der Antriebswelle1 und in der siebten Welle7 . Die Servoeinrichtung S ist axial betrachtet zwischen dem zweiten Planetensatz P2 und dem dritten Planetensatz P3 angeordnet. - Das in
4 gezeigte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel nach3 dadurch, dass die Kupplung18 axial betrachtet zwischen dem zweiten Planetensatz P2 und dem dritten Planetensatz P3 angeordnet ist, wobei ein Abschnitt des Innenlamellenträgers I der Kupplung18 radial betrachtet oberhalb des zweiten Planetensatzes P2 geführt ist. Analog zum Ausführungsbeispiel aus3 erfolgt die Druckmittelzuleitung für die mit der Drehzahl der achten Welle8 rotierende Servoeinrichtung S vorzugsweise über eine Bohrung in der Antriebswelle1 und in der siebten Welle7 . - Gemäß der Erfindung und bezugnehmend auf
5 kann die Kupplung18 als formschlüssiges Schaltelement bzw. als Klauenkupplung ausgeführt sein. Vorzugsweise ist die als Klauenkupplung ausgeführte Kupplung18 hydraulisch betätigbar, wie dies z. B. im Rahmen derUS 5,667, 330 beschrieben ist. Die als Klauenkupplung ausgeführte Kupplung18 kann axial betrachtet zwischen dem ersten und dem zweiten Planetensatz P1, P2 oder zwischen dem zweiten und dem dritten Planetensatz P2, P3 angeordnet sein. - Voraussetzung für die Ausführung der vierten Kupplung
18 als Klauenkupplung ist, dass die Kupplung18 bei Hochschaltungen ausschließlich abgeschaltet wird. Vorzugsweise wird die Kupplung18 nur im ersten Vorwärtsgang benötigt. - Gemäß der Erfindung kann die Druckmittelzuleitung für die als Klauenkupplung ausgeführte Kupplung
18 durch die Getriebewalze erfolgen, wie im folgenden anhand6 und7 veranschaulicht; im folgenden werden nur die erfindungsrelevanten Bauteile beschrieben und erläutert. - In
6 ist eine schematische Schnittansicht eines Teiles eines erfindungsgemäßen Getriebes dargestellt; im Linken Teil der7 ist die Kupplung18 im geöffneten Zustand und im rechten teil der7 im geschlossenen Zustand gezeigt. - Die Kupplung
18 umfasst einen Kolben41 , eine Schiebeverzahnung30 und zumindest eine der Kolbenrückstellung dienende Rückstellfeder31 . Alternativ zu der zumindest einen Rückstellfeder kann eine Rückstellung des Kolbens41 mittels einer geeigneten hydraulischen Einrichtung realisiert werden. - Die Druckmittelzuleitung erfolgt über das Schaltgerät
32 , die Zwischenplatte33 , die Leitradwelle34 , die Sonnenwelle35 , das Sonnenrad36 des zweiten Planetensatzes P2 und den Steg37 des zweiten Planetensatzes P2, wobei die Druckmittelzuleitung in der Sonnenwelle35 über Bohrungen39 und Längsnuten38 erfolgt. In den6 und7 ist mit40 der Steg des dritten Planetensatzes bezeichnet, der mittels der Kupplung18 , der Antriebswelle1 und der achten Welle8 mit dem Steg37 des zweiten Planetensatzes lösbar verbindbar ist. - Gemäß der Erfindung kann zwischen der Sonnenwelle
35 und der Zwischenplatte33 , zwischen der Leitradwelle34 und der Antriebswelle und zwischen dem Sonnenrad36 und dem Steg37 jeweils eine Rechteckringabdichtung vorgesehen sein. Ferner kann am Kolben41 zur Betätigung der Kupplung18 sowie zwischen der Sonnenwelle35 und dem Sonnenrad36 jeweils eine O-Ringabdichtung42 bzw.43 vorgesehen sein. - Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die als Klauenkupplung ausgeführte Kupplung
18 vom Getriebegehäuse G aus über den durch einen Abschnitt der sechsten Welle6 gebildeten Topf betätigt werden. Hierbei kann die Stellbewegung auf die Klauenkupplung mittels Gleitschuhen, die einerseits mit dem Kolben zur Betätigung der Kupplung18 und andererseits mit der axial verschiebbaren Klaue der Kupplung18 in Wirkverbindung stehen, übertragen werden, wie anhand8 und9 veranschaulicht. - In
8 ist die Klauenkupplung18 im geöffneten Zustand gezeigt. Sie umfasst zwei Klauen44 ,45 , wobei die eine Klaue44 der mit dem Steg37 des zweiten Planetensatzes P2 drehfest verbundenen Antriebswelle1 und die andere Klaue45 der mit dem Steg40 des dritten Planetensatzes P3 drehfest verbundenen achten Welle8 zugeordnet ist. Die Klaue45 ist an der achten Welle8 axial verschiebbar angeordnet und durch eine Feder-Kugel-Rastie rung46 und entsprechende Rastiernuten in zwei Positionen haltbar, die dem geöffneten und dem geschlossenen Zustand der Kupplung18 entsprechen. - Zur Betätigung der Kupplung
18 ist ein axial verschiebbarer Ringkolben47 vorgesehen, wobei der Druckraum des Ringkolbens durch einen Ringzylinder50 und das Getriebegehäuse G gebildet wird, wobei im Getriebegehäuse G eine Bohrung51 zur Druckmittelzuleitung vorgesehen ist. - Ferner sind zur Übertragung der Stellbewegung mehrere Gleitschuhe
48 , vorzugsweise sechs, vorgesehen, die im durch einen Abschnitt der sechsten Welle6 gebildeten Topf49 gelagert sind und einerseits in einer beispielsweise durch einen Anschlag55 und einen Mitnehmer54 gebildete Aufnahme52 des Ringkolbens47 und andererseits in einer Aufnahme53 der Klaue45 angeordnet sind, um eine Wirkverbindung zwischen dem Ringkolben47 und der Klaue45 herzustellen. - Am der Druckmittelzuleitung abgewandten Ende des Ringkolbens
47 sind mehrere, vorzugsweise sechs Kolbenrückstellfedern56 angeordnet, die sich jeweils an einem Bauteil des Getriebes, beispielsweise an einem Sprengring58 abstützen. Alternativ zu den Rückstellfedern kann eine Rückstellung des Ringkolbens47 mittels einer geeigneten hydraulischen Einrichtung realisiert werden. - Im drucklosen, geöffneten Zustand der Kupplung
18 , die Gegenstand der8 ist, ist der Ringkolben47 durch die Kraft der Rückstellfedern56 gegen den Anschlag59 des Ringzylinders50 gedrückt, wobei die Klaue45 durch die Feder-Kugel-Rastierung46 axial gehalten wird, wodurch die Gleitschuhe ein Axialspiel zum Ringkolben47 und zur Klaue haben. Daraus resultiert in vorteilhafter Weise, dass an den Gleitstellen keine Axialkräfte auftreten, wodurch die Reibverluste minimiert werden. Zudem können die Reibverluste durch eine entsprechende Ausgestaltung der Gleitschuhe, durch die ein hydrodynamischer Keil erzeugt werden kann, zusätzlich minimiert werden. - Zum Schließen der Kupplung
18 wird der Ringkolben47 durch den Druck im durch den Ringzylinder50 und das Getriebegehäuse G gebildeten Druckraum gegen die Kraft der Rückstellfedern56 verschoben, was zu einer axialen Bewegung der Gleitschuhe48 und somit der Klaue45 führt, wobei, wenn die Kupplung18 geschlossen ist, diese Position durch die Feder-Kugel-Rastierung46 gehalten wird. Der Topf49 hat hierbei die Drehzahl Null. - Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, die Gegenstand der
10 und11 ist, kann die als Klauenkupplung ausgeführte Kupplung18 vom Getriebegehäuse aus über den durch einen Abschnitt der sechsten Welle6 gebildeten Topf betätigt werden, wobei zur Übertragung der Stellbewegung Dreh/Hubzylinder vorgesehen sind. In10 ist die Kupplung18 im geöffneten Zustand und in11 im geschlossenen Zustand gezeigt. - Hierbei ist am Umfang des durch einen Abschnitt der sechsten Welle
6 gebildeten Topfs49 zumindest eine Öffnung60 vorgesehen, wobei durch die zumindest eine Öffnung60 jeweils ein durch eine entsprechend Öffnung61 im Getriebegehäuse G geführtes Ende eines Hub/Drehzylinders62 , umfassend einen Drehnocken63 , bei Stillstand des Topfes49 greift. Vorzugsweise hat der Topf im Rückwärtsgang und in den ersten drei Vorwärtsgängen die Drehzahl Null. - Analog zu dem in
8 und9 gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Klaue44 der Kupplung18 der mit dem Steg37 des zweiten Planetensatzes P2 drehfest verbundenen Antriebswelle1 zugeordnet, wobei die andere Klaue45 der mit dem Steg40 des dritten Planetensatzes P3 drehfest verbundenen achten Welle8 zugeordnet ist. Ferner ist die Klaue45 an der achten Welle8 axial verschiebbar angeordnet und durch eine Feder-Kugel-Rastierung46 und entsprechende Rastiernuten in zwei Positionen haltbar, die dem geöffneten und dem geschlossenen Zustand der Kupplung18 entsprechen. - Bei Betätigung eines Dreh/Hubzylinders
62 über ein Schaltgerät64 wird dieser gegen die Kraft einer Rückstellfeder65 durch eine Öffnung60 geführt, so dass der Drehnocken62 in eine Aufnahme53 der Klaue45 greift, wobei durch eine entsprechende Drehung des Dreh/Hubzylinders62 der Drehnocken63 die Klaue45 im Öffnungssinne oder im Schließsinne axial verschiebt, wobei die jeweilige Position der Klaue45 durch die Feder-Kugel-Rastierung46 gehalten wird. Alternativ zu den Rückstellfedern65 kann eine Rückstellung des Dreh/Hubzylinders62 mittels einer geeigneten hydraulischen Einrichtung realisiert werden. - Zur Durchführung der Betätigung der Kupplung
18 wird die Umfangsstellung des Topfes49 durch eine nicht dargestellte Wegsensorik eingestellt; alternativ dazu kann eine Rastierung des Topfes49 oder von Bauteilen, die mit dem Topf49 drehfest verbunden sind vorgesehen sein. - Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, die Gegenstand der
12 ,13 und14 ist, kann die als Klauenkupplung ausgeführte Kupplung18 vom Getriebegehäuse aus über den durch einen Abschnitt der sechsten Welle6 gebildeten Topf aus Aluminium oder Edelstahl betätigt werden, wobei die Übertragung der Stellbewegung durch elektromagnetische Induktion erfolgt. - Bezugnehmend auf
12 , die im linken Teil die Kupplung18 im geöffneten und im rechten Teil im geschlossenen Zustand zeigt, umfasst die Kupplung zwei Klauen44 ,45 , wobei die eine Klaue44 der mit dem Steg37 des zweiten Planetensatzes P2 drehfest verbundenen Antriebswelle1 und die andere Klaue45 der mit dem Steg40 des dritten Planetensatzes P3 drehfest verbundenen achten Welle8 zugeordnet ist. Die Klaue44 ist an der Antriebs welle1 axial verschiebbar angeordnet und durch eine Feder-Kugel-Rastierung46 und entsprechende Rastiernuten in zwei Positionen haltbar, die dem geöffneten und dem geschlossenen Zustand der Kupplung18 entsprechen. - Des Weiteren weist die Klaue
44 zumindest einen Magnetring66 bestehend aus Permanentmagneten auf. Zur Betätigung der Kupplung18 ist eine Ringwicklung67 vorgesehen, die den Magnetring66 umgibt, wobei zwischen der Wicklung67 und dem Magnetring66 der Topf49 angeordnet ist. Zwischen der Ringwicklung67 und dem Topf49 ist ein Luftspalt vorgesehen. - Die Betätigung der Kupplung
18 erfolgt durch entsprechende Bestromung der Ringwicklung durch das Steuergerät68 , wobei in Abhängigkeit des entstehenden Magnetfeldes der die Permanentmagnete aufweisende Magnetring66 und somit die Klaue44 im Öffnungssinne oder im Schließsinne der Kupplung18 axial verschoben wird. In12 ist die Verbindung der Ringwicklung mit dem Steuergerät68 gezeigt; eine Querschnittsansicht dieser Anordnung ist Gegenstand der13 , wobei ein zur Erfassung der Drehzahl des Magnetrings66 erforderlicher Hall-Sensor mit dem Bezugszeichen69 versehen ist. - Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung kann die Wicklung
67 schaltgerätnah angeordnet sein, wie anhand der Querschnittsansicht gemäß14 veranschaulicht wird. Hierbei ist zumindest ein vorzugsweise zylinderförmiges Element70 vorgesehen, welches direkt mit dem Schaltgerät68 verbunden ist und durch eine Öffnung71 des Gehäuses G am Topf49 angrenzt und eine Magnetspule72 aufweist, durch deren entsprechende Bestromung in Abhängigkeit des entstehenden Magnetfeldes der die Permanentmagnete aufweisende Magnetring66 und somit die Klaue44 im Öffnungssinne oder im Schließsinne der Kupplung18 axial verschoben wird. Obwohl in Figur ein Element70 gezeigt ist, können im Rahmen weiterer Ausführungsformen mehrere, bei spielsweise zwei oder drei Elemente vorgesehen sein, die schaltgerätnah angeordnet sind. - In
15 ist ein beispielhaftes Schaltschema eines Mehrstufengetriebes gemäß1 ,2 ,3 ,4 oder5 dargestellt. Für jeden Gang werden drei Schaltelemente geschlossen. Dem Schaltschema können die jeweiligen Übersetzungen i der ernzelnen Gangstufen und die daraus zu bestimmenden Gangsprünge bzw. Stufensprünge phi zum nächst höheren Gang beispielhaft entnommen werden; mit einem derartigen Getriebe können insgesamt 20 Gänge realisiert werden. - Aus
15 wird ersichtlich, dass bei sequentieller Schaltweise Doppelschaltungen bzw. Gruppenschaltungen vermieden werden, da zwei benachbarte Gangstufen zwei Schaltelemente gemeinsam benutzen. Ferner wird ersichtlich, dass eine große Spreizung bei kleinen Gangsprüngen erzielt wird. Des Weiteren können mit dem in15 gezeigten Getriebe insgesamt 20 Gänge realisiert werden. - Bei dem in
15 beispielhaft gezeigten Schaltschema wird die vierte Kupplung18 nur zur Realisierung des ersten Vorwärtsganges benötigt und für die Hochschaltung vom ersten zum zweiten Vorwärtsgang abgeschaltet, wodurch die Ausführung der Kupplung als Klauenkupplung ermöglicht wird. Dadurch wenden die Schleppmomente des Getriebes, die aufgrund des geringen Abstandes zwischen den Reibflächen eines Reibschaltelementes im offenen Zustand und des darin enthaltenen Öls bzw. Luft-Öl-Gemisches entstehen, reduziert. - Der erste Vorwärts-Gang ergibt sich durch Schließen der vierten Kupplung
18 und der ersten und zweiten Bremse03 ,04 , der zweite Vorwärts-Gang durch Schließen der ersten und zweiten Bremse03 ,04 und der ersten Kupplung15 , der dritte Vorwärts-Gang durch Schließen der ersten und zweiten Bremse03 ,04 und der zweiten Kupplung57 , der vierte Vorwärts-Gang durch Schließen der zweiten Bremse04 und der ersten und zweiten Kupplung15 ,57 , der fünfte Vorwärts-Gang durch Schließen der zweiten Bremse04 und der zweiten und dritten Kupplung57 ,28 , der sechste Vorwärts-Gang durch Schließen der zweiten Bremse04 und der ersten und dritten Kupplung15 ,28 , der als Direktgang ausgeführte siebte Vorwärts-Gang durch Schließen der ersten, zweiten und dritten Kupplung15 ,57 ,28 , der achte Vorwärts-Gang durch Schließen der ersten Bremse03 und der ersten und dritten Kupplung15 ,28 und der neunte Vorwärts-Gang durch Schließen der ersten Bremse03 und der zweiten und dritten Kupplung57 ,28 . Der Rückwärtsgang ergibt sich durch Schließen der ersten und zweiten Bremse03 ,04 und der dritten Kupplung28 . - Dadurch, dass im ersten Vorwärtsgang und im Rückwärtsgang die erste Bremse
03 und die zweite Bremse04 geschlossen sind, können diese Schaltelemente (als Reibschaltelemente bzw. Lamellenschaltelemente ausgeführt) als Anfahrelemente eingesetzt werden. - Gemäß der Erfindung können sich auch bei gleichem Getriebeschema je nach Schaltlogik unterschiedliche Gangsprünge ergeben, so dass eine anwendungs- bzw. fahrzeugspezifische Variation ermöglicht wird.
- Ein Diagramm zur Veranschaulichung des der jeweiligen Übersetzung i eines Ganges entsprechenden Stufensprungs phi für das in
1 gezeigte Getriebe entsprechend den in15 gezeigten Werten ist Gegenstand der16 . - Erfindungsgemäß ist es möglich, an jeder geeigneten Stelle des Mehrstufengetriebes zusätzliche Freiläufe vorzusehen, beispielsweise zwischen einer Welle und dem Gehäuse oder um zwei Wellen gegebenenfalls zu verbinden.
- Auf der Antriebsseite oder auf der Abtriebsseite können erfindungsgemäß ein Achsdifferential und/oder ein Verteilerdifferential angeordnet werden.
- Im Rahmen einer vorteilhaften Weiterbildung kann die Antriebswelle
1 durch ein Kupplungselement von einem Antriebs-Motor nach Bedarf getrennt werden, wobei als Kupplungselement ein hydrodynamischer Wandler, eine hydraulische Kupplung, eine trockene Anfahrkupplung, eine nasse Anfahrkupplung, eine Magnetpulverkupplung oder eine Fliehkraftkupplung einsetzbar sind. Es ist auch möglich, ein derartiges Anfahrelement in Kraftflussrichtung hinter dem Getriebe anzuordnen, wobei in diesem Fall die Antriebswelle1 ständig mit der Kurbelwelle des Motors verbunden ist. - Das erfindungsgemäße Mehrstufengetriebe ermöglicht außerdem die Anordnung eines Torsionsschwingungsdämpfers zwischen Motor und Getriebe.
- Im Rahmen einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung kann auf jeder Welle, bevorzugt auf der Antriebswelle
1 oder der Abtriebswelle2 , eine verschleißfreie Bremse, wie z. B. ein hydraulischer oder elektrischer Retarder oder dergleichen, angeordnet sein, was insbesondere für den Einsatz in Nutzkraftfahrzeugen von besonderer Bedeutung ist. Des Weiteren kann zum Antrieb von zusätzlichen Aggregaten auf jeder Welle, bevorzugt auf der Antriebswelle1 oder der Abtriebswelle2 , ein Nebenabtrieb vorgesehen sein. - Ein weiterer Vorteil des hier vorgestellten Mehrstufengetriebes besteht darin, dass auf jeder Welle als Generator und/oder als zusätzliche Antriebsmaschine eine elektrische Maschine anbringbar ist.
- Selbstverständlich fällt auch jede konstruktive Ausbildung, insbesondere jede räumliche Anordnung der Planetensätze und der Schaltelemente an sich sowie zueinander und soweit technisch sinnvoll, unter den Schutzumfang der vorliegenden Ansprüche, ohne die Funktion des Getriebes, wie sie in den Ansprüchen angegeben ist, zu beeinflussen, auch wenn diese Ausbildungen nicht explizit in den Figuren oder in der Beschreibung dargestellt sind.
-
- 1
- erste Welle, Antriebswelle
- 2
- zweite Welle, Abtriebswelle
- 3
- dritte Welle
- 4
- vierte Welle
- 5
- fünfte Welle
- 6
- sechste Welle
- 7
- siebte Welle
- 8
- achte Welle
- 03
- erste Bremse
- 04
- zweite Bremse
- 15
- erste Kupplung
- 18
- vierte Kupplung
- 28
- dritte Kupplung
- 30
- Schiebeverzahnung
- 31
- Rückstellfeder
- 32
- Schaltgerät
- 33
- Zwischenplatte
- 34
- Leitradwelle
- 35
- Sonnenwelle
- 36
- Sonnenrad
- 37
- Steg
- 38
- Längsnut
- 39
- Bohrung
- 40
- Steg
- 41
- Kolben
- 42
- O-Ringabdichtung
- 43
- O-Ringabdichtung
- 44
- Klaue
- 45
- Klaue
- 46
- Feder-Kugel-Rastierung
- 47
- Ringkolben
- 48
- Gleitschuh
- 49
- Topf
- 50
- Ringzylinder
- 51
- Bohrung
- 52
- Aufnahme
- 53
- Aufnahme
- 54
- Mitnehmer
- 55
- Anschlag
- 56
- Kolbenrückstellfeder
- 57
- zweite Kupplung
- 58
- Sprengring
- 59
- Anschlag
- 60
- Öffnung
- 61
- Öffnung
- 62
- Hub/Drehzylinder
- 63
- Drehnocken
- 64
- Schaltgerät
- 65
- Rückstellfeder
- 66
- Magnetring
- 67
- Ringwicklung
- 68
- Steuergerät
- 69
- Hall-Sensor
- 70
- zylinderförmiges Element
- 71
- Öffnung
- 72
- Magnetspule
- P1
- erster Planetensatz
- P2
- zweiter Planetensatz
- P3
- dritter Planetensatz
- P4
- vierter Planetensatz
- i
- Übersetzung
- phi
- Stufensprung
- G
- Gehäuse
- eta
- Wirkungsgrad
- A
- Außenlamellenträger der
Kupplung
18 - I
- Innenlamellenträger der
Kupplung
18 - S
- Servoeinrichtung
der Kupplung
18
Claims (21)
- Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise, umfassend eine Antriebswelle (
1 ), eine Abtriebswelle (2 ) und vier Planetensätze (P1, P2, P3, P4), welche in einem Gehäuse (G) angeordnet sind, insgesamt mindestens acht drehbare Wellen (1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6 ,7 ,8 ) sowie sechs Schaltelemente (03 ,04 ,15 ,28 ,57 ,18 ), umfassend Bremsen (03 ,04 ) und Kupplungen (15 ,28 ,57 ,18 ), deren selektives Eingreifen verschiedene Übersetzungsverhältnisse zwischen der Antriebswelle (1 ) und der Abtriebswelle (2 ) bewirkt, so dass neun Vorwärtsgänge und ein Rückwärtsgang realisierbar sind, wobei das Sonnenrad des ersten Planetensatzes (P1) mit der dritten Welle (3 ) verbunden ist, die über eine erste Bremse (03 ) an ein Gehäuse (G) des Getriebes ankoppelbar ist und mit dem Sonnenrad des zweiten Planetensatzes (P2) drehfest verbunden ist, wobei der Steg des ersten Planetensatzes (P1) mit der mit dem Hohlrad des vierten Planetensatzes (P4) verbundenen sechsten Welle (6 ) verbunden ist und das Hohlrad des ersten Planetensatzes (P1) über eine zweite Bremse (04 ) an ein Gehäuse (G) des Getriebes ankoppelbar ist, wobei der Steg des zweiten Planetensatzes (P2) mit der Antriebswelle (1 ) verbunden ist, die über eine erste Kupplung (15 ) mit der fünften Welle (5 ) lösbar verbindbar ist, wobei die fünfte Welle (5 ) mit dem Sonnenrad des vierten Planetensatzes (P4) und dem Hohlrad des dritten Planetensatzes (P3) verbunden und über eine zweite Kupplung (57 ) mit der siebten Welle (7 ) lösbar verbindbar ist, wobei die siebte Welle (7 ) mit dem Sonnenrad des dritten Planetensatzes (P3) und dem Hohlrad des zweiten Planetensatzes (P2) verbunden ist, wobei die Abtriebswelle (2 ) mit dem Steg des vierten Planetensatzes (P4) verbunden und über eine dritte Kupplung (28 ) mit der mit dem Steg des dritten Planetensatzes (P3) verbundenen achten Welle (8 ) lösbar verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine vierte Kupplung (18 ) vorgesehen ist, welche die achte Welle (8 ) mit der Antriebswelle (1 ) lösbar verbindet, wobei die vierte Kupplung (18 ) als Lamellenkupplung ausgeführt und axial betrachtet zwischen dem ersten Planetensatz (P1) und dem zweiten Planetensatz (P2) angeordnet ist, wobei der Innenlamellenträger (I) der vierten Kupplung (18 ) einen Abschnitt der achten Welle (8 ) bildet und der Außenlamellenträger (A) mit dem Steg des zweiten Planetensatzes (P2) verbunden ist und wobei die der vierten Kupplung (18 ) zugeordnete Servoeinrichtung (S) innerhalb des durch den unmittelbar an den Steg des zweiten Planetensatzes (P2) angrenzenden Außenlamellenträger (A) gebildeten, zwischen dem ersten und dem zweiten Planetensatz (P1, P2) angeordneten, Zylinderraums angeordnet ist und mit der Drehzahl der Antriebswelle (1 ) rotiert. (1 ) - Mehrstufengetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittelzuleitung für die der vierten Kupplung (
18 ) zugeordneten Servoeinrichtung (S) über eine Bohrung des Planetenträgers bzw. Stegs des zweiten Planetensatzes (P2) und eine Bohrung in der mit dem Steg des zweiten Planetensatzes (P2) drehfest verbundenen Antriebswelle (1 ) erfolgt. - Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine vierte Kupplung (
18 ) vorgesehen ist, welche die achte Welle (8 ) mit der Antriebswelle (1 ) lösbar verbindet, wobei die vierte Kupplung (18 ) als Lamellenkupplung ausgeführt und axial betrachtet zwischen dem ersten Planetensatz (P1) und dem zweiten Planetensatz (P2) angeordnet ist, wobei der Innenlamellenträger (I) der vierten Kupplung (18 ) einen Abschnitt der achten Welle (8 ) bildet und der Außenlamellenträger (A) mit dem Steg des zweiten Planetensatzes (P2) verbunden ist und wobei die der vierten Kupplung (18 ) zugeordnete Servoeinrichtung (S) mit der Drehzahl der Antriebswelle (1 ) rotiert und in einem durch den Außenlamellenträger (A) gebildeten Zylinderraum axial betrachtet zwischen dem ersten Planetensatz (P1) und dem zweiten Planetensatz (P2) angeordnet ist und die Druckmittelzuleitung für die Servoeinrichtung (S) über eine Bohrung in der dritten Welle (3 ) erfolgt. (2 ) - Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine vierte Kupplung (
18 ) vorgesehen ist, welche die achte Welle (8 ) mit der Antriebswelle (1 ) lösbar verbindet, wobei die vierte Kupplung (18 ) als Lamellenkupplung ausgeführt ist und axial betrachtet zwischen dem ersten Planetensatz (P1) und dem zweiten Planetensatz (P2) angeordnet ist, wobei der Innenlamellenträger (I) der vierten Kupplung (18 ) einen Abschnitt der Antriebswelle (1 ) bildet und der Außenlamellenträger (A) mit dem Steg des dritten Planetensatzes (P3) verbunden ist und wobei die der vierten Kupplung (18 ) zugeordnete Servoeinrichtung (S) axial betrachtet zwischen dem zweiten Planetensatz (P2) und dem dritten Planetensatz (P3) angeordnet ist und mit der Drehzahl der achten Welle (8 ) rotiert und die Druckmittelzuleitung für die Servoeinrichtung (S) über eine Bohrung in der Antriebswelle (1 ) und in der siebten Welle (7 ) erfolgt. (3 ) - Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine vierte Kupplung (
18 ) vorgesehen ist, welche die achte Welle (8 ) mit der Antriebswelle (1 ) lösbar verbindet, wobei die vierte Kupplung (18 ) als Lamellenkupplung ausgeführt ist und axial betrachtet zwischen dem zweiten Planetensatz (P2) und dem dritten Planetensatz (P3) angeordnet ist, wobei ein Abschnitt des Innenlamellenträgers (I) der vierten Kupplung (18 ) radial betrach tet oberhalb des zweiten Planetensatzes (P2) geführt ist und die der vierten Kupplung (18 ) zugeordnete Servoeinrichtung (S) axial betrachtet zwischen dem zweiten Planetensatz (P2) und dem dritten Planetensatz (P3) angeordnet ist und mit der Drehzahl der achten Welle (8 ) rotiert und wobei die Druckmittelzuleitung für die Servoeinrichtung (S) über eine Bohrung in der Antriebswelle (1 ) und in der siebten Welle (7 ) erfolgt. (4 ) - Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine vierte Kupplung (
18 ) vorgesehen ist, welche die achte Welle (8 ) mit der Antriebswelle (1 ) lösbar verbindet, wobei für den Fall, dass die vierte Kupplung (18 ) bei Hochschaltungen ausschließlich abgeschaltet wird die vierte Kupplung (18 ) als hydraulisch betätigbare Klauenkupplung ausgeführt ist und axial betrachtet zwischen dem ersten und den zweiten Planetensatz (P1, P2) oder zwischen dem zweiten und dem dritten Planetensatz (P2, P3) angeordnet ist, wobei die Druckmittelzuleitung für die als Klauenkupplung ausgeführte Kupplung (18 ), umfassend eine Schiebeverzahnung (30 ), einen Kolben (41 ) und zumindest eine Kolbenrückstellfeder (31 ) oder eine der Kolbenrückstellung dienende hydraulische Einrichtung durch eine Getriebewalze erfolgt. (5 ,6 ,7 ) - Mehrstufengetriebe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittelzuleitung über das Schaltgerät (
32 ), eine Zwischenplatte (33 ), die Leitradwelle (34 ), die Sonnenwelle (35 ), das Sonnenrad (36 ) des zweiten Planetensatzes (P2) und den Steg (37 ) des zweiten Planetensatzes (P2) erfolgt, wobei die Druckmittelzuleitung in der Sonnenwelle (35 ) über Bohrungen (39 ) und Längsnuten (38 ) ermöglicht wird. (6 ) - Mehrstufengetriebe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, das zwischen der Sonnenwelle (
35 ) und der Zwischenplatte (33 ), zwischen der Leitradwelle (34 ) und der Antriebswelle (1 ) und zwischen dem Sonnenrad (36 ) des zweiten Planetensatzes (P2) und dem Steg (37 ) des zweiten Planetensatzes (P2) jeweils eine Rechteckringabdichtung vorgesehen ist, wobei am Kolben (41 ) und zwischen der Sonnenwelle (35 ) und dem Sonnenrad (36 ) jeweils eine O-Ringabdichtung (42 ,43 ) vorgesehen ist. (7 ) - Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine vierte Kupplung (
18 ) vorgesehen ist, welche die achte Welle (8 ) mit der Antriebswelle (1 ) lösbar verbindet, wobei für den Fall, dass die vierte Kupplung (18 ) bei Hochschaltungen ausschließlich abgeschaltet wird die vierte Kupplung (18 ) als hydraulisch betätigbare Klauenkupplung ausgeführt ist und axial betrachtet zwischen dem ersten und den zweiten Planetensatz (P1, P2) oder zwischen dem zweiten und dem dritten Planetensatz (P2, P3) angeordnet ist, wobei die Betätigung der vierten Kupplung (18 ) vom Getriebegehäuse (G) aus über den durch einen Abschnitt der sechsten Welle (6 ) gebildeten Topf (49 ) erfolgt, wobei die Stellbewegung auf die Klauenkupplung (18 ) mittels im Topf (49 ) gelagerter Gleitschuhe (48 ) erfolgt, die einerseits mit dem Kolben (47 ) zur Betätigung der Kupplung (18 ) und andererseits mit der axial verschiebbaren Klaue (45 ) der Kupplung (18 ) in Wirkverbindung stehen. (5 ,8 ,9 ) - Mehrstufengetriebe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die vierte Kupplung (
18 ) zwei Klauen (44 ,45 ) umfasst, wobei die eine Klaue (44 ) der mit dem Steg (37 ) des zweiten Planetensatzes (P2) drehfest verbundenen Antriebswelle (1 ) und die andere Klaue (45 ) der mit dem Steg (40 ) des dritten Planetensatzes (P3) drehfest verbundenen achten Welle (8 ) zugeordnet ist, wobei die Klaue (45 ) an der achten Welle (8 ) axial verschiebbar angeordnet und durch eine Feder-Kugel-Rastierung (46 ) und entsprechende Rastiernuten in zwei Positionen haltbar ist, die dem geöffneten und dem geschlossenen Zustand der vierten Kupplung (18 ) entsprechen, wobei zur Betätigung der vierten Kupplung (18 ) ein axial verschiebbarer Ringkolben (47 ) vorgesehen ist, dessen Druckraum durch einen Ringzylinder (50 ) und das Getriebegehäuse (G) gebildet ist, wobei im Getriebegehäuse (G) eine Bohrung (51 ) zur Druckmittelzuleitung vorgesehen ist, wobei zur Übertragung der Stellbewegung des Ringkolbens (47 ) mehrere Gleitschuhe (48 ) vorgesehen sind, die im Topf (49 ) gelagert sind und einerseits in einer Aufnahme (52 ) des Ringkolbens (47 ) und andererseits in einer Aufnahme (53 ) der Klaue (45 ) angeordnet sind, um eine Wirkverbindung zwischen dem Ringkolben (47 ) und der Klaue (45 ) herzustellen, wobei am der Druckmittelzuleitung abgewandten Ende des Ringkolbens (47 ) mehrere Kolbenrückstellfedern (56 ) angeordnet sind, die sich jeweils an einem Bauteil des Getriebes abstützen. (8 ,9 ) - Mehrstufengetriebe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass alternativ zu den Rückstellfedern (
56 ) eine Rückstellung des Ringkolbens (47 ) mittels einer geeigneten hydraulischen Einrichtung realisiert wird. - Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine vierte Kupplung (
18 ) vorgesehen ist, welche die achte Welle (8 ) mit der Antriebswelle (1 ) lösbar verbindet, wobei für den Fall, dass die vierte Kupplung (18 ) bei Hochschaltungen ausschließlich abgeschaltet wird die vierte Kupplung (18 ) als hydraulisch betätigbare Klauenkupplung ausgeführt ist und axial betrachtet zwischen dem ersten und den zweiten Planetensatz (P1, P2) oder zwischen dem zweiten und dem dritten Planetensatz (P2, P3) angeordnet ist, wobei die Betätigung der vierten Kupplung (18 ) vom Getriebegehäuse (G) aus über einen durch einen Abschnitt der sechsten Welle (6 ) gebildeten Topf (49 ) erfolgt, wobei die vierte Kupplung (18 ) eine erste Klaue (44 ), die der mit dem Steg (37 ) des zweiten Planetensatzes (P2) drehfest verbundenen Antriebswelle (1 ) zugeordnet ist, und eine zweite Klaue (45 ) aufweist, die der mit dem Steg (40 ) des dritten Planetensatzes (P3) drehfest verbundenen achten Welle (8 ) zugeordnet ist, wobei die Klaue (45 ) an der achten Welle (8 ) axial verschiebbar angeordnet und durch eine Feder-Kugel-Rastierung (46 ) und entsprechende Rastiernuten in zwei Positionen haltbar ist, die dem geöffneten und dem geschlossenen Zustand der vierten Kupplung (18 ) entsprechen, wobei die Stellbewegung auf die Klauenkupplung (18 ) durch zumindest einen Dreh/Hubzylinder (62 ) übertragbar ist, wobei am Umfang des Topfs (49 ) zumindest eine Öffnung (60 ) vorgesehen ist, durch die jeweils ein durch eine entsprechend Öffnung (61 ) im Getriebegehäuse (G) geführtes Ende eines Hub/Drehzylinders (62 ), umfassend einen Drehnocken (63 ), bei Stillstand des Topfes (49 ) greift, so dass bei Betätigung eines Dreh/Hubzylinders (62 ) dieser gegen die Kraft einer Rückstellfeder (65 ) durch die Öffnung (60 ) in eine Aufnahme (53 ) der Klaue (45 ) greift, wobei durch eine entsprechende Drehung des Dreh/Hubzylinders (62 ) der Drehnocken (63 ) die Klaue (45 ) im Öffnungssinne oder im Schließsinne der vierten Kupplung (18 ) axial verschiebt. (5 ,10 ,11 ) - Mehrstufengetriebe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass alternativ zu der Rückstellfeder (
65 ) eine Rückstellung eines Dreh/Hubzylinders (62 ) mittels einer geeigneten hydraulischen Einrichtung realisiert wird. - Mehrstufengetriebe nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung der vierten Kupplung (
18 ) die Umfangsstellung des Topfes (49 ) durch eine Wegsensorik eingestellt wird oder dass eine Rastierung des Topfes (49 ) oder von Bauteilen, die mit dem Topf (49 ) drehfest verbunden sind, vorgesehen ist. - Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine vierte Kupplung (
18 ) vorgesehen ist, welche die achte Welle (8 ) mit der Antriebswelle (1 ) lösbar verbindet, wobei für den Fall, dass die vierte Kupplung (18 ) bei Hochschaltungen ausschließlich abgeschaltet wird, die vierte Kupplung (18 ) als Klauenkupplung ausgeführt ist und axial betrachtet zwischen dem ersten und dem zweiten Planetensatz (P1, P2) oder zwischen dem zweiten und dem dritten Planetensatz (P2, P3) angeordnet ist, wobei die Betätigung der vierten Kupplung (18 ) vom Getriebegehäuse (G) aus über den durch einen Abschnitt der sechsten Welle (6 ) gebildeten Topf (49 ) durch elektromagnetische Induktion erfolgt. (5 ,12 ,13 ,14 ) - Mehrstufengetriebe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung zwei Klauen (
44 ,45 ) umfasst, wobei die eine Klaue (44 ) der mit dem Steg (37 ) des zweiten Planetensatzes (P2) drehfest verbundenen Antriebswelle (1 ) und die andere Klaue (45 ) der mit dem Steg (40 ) des dritten Planetensatzes (P3) drehfest verbundenen achten Welle (8 ) zugeordnet ist, wobei die Klaue (44 ) an der Antriebswelle (1 ) axial verschiebbar angeordnet und durch eine Feder-Kugel-Rastierung (46 ) und entsprechende Rastiernuten in zwei Positionen haltbar ist, die dem geöffneten und dem geschlossenen Zustand der vierten Kupplung (18 ) entsprechen, wobei die Klaue (44 ) zumindest einen Magnetring (66 ) bestehend aus Permanentmagneten aufweist und zur Betätigung der Kupplung (18 ) eine Ringwicklung (67 ) vorgesehen ist, die den Magnetring (66 ) umgibt, wobei zwischen der Wicklung (67 ) und dem Magnetring (66 ) der Topf (49 ) angeordnet ist und wobei die Betätigung der vierten Kupplung (18 ) durch entsprechende Bestromung der Ringwicklung durch das Steuergerät (68 ) erfolgt, wobei in Abhängigkeit des entstehenden Magnetfeldes der die Permanentmagnete aufweisende Magnetring (66 ) und somit die Klaue (44 ) im Öffnungssinne oder im Schließsinne der Kupplung (18 ) axial verschoben wird. (12 ,13 ) - Mehrstufengetriebe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung zwei Klauen (
44 ,45 ) umfasst, wobei die eine Klaue (44 ) der mit dem Steg (37 ) des zweiten Planetensatzes (P2) drehfest verbundenen Antriebswelle (1 ) und die andere Klaue (45 ) der mit dem Steg (40 ) des dritten Planetensatzes (P3) drehfest verbundenen achten Welle (8 ) zugeordnet ist, wobei die Klaue (44 ) an der Antriebswelle (1 ) axial verschiebbar angeordnet und durch eine Feder-Kugel-Rastierung (46 ) und entsprechende Rastiernuten in zwei Positionen haltbar ist, die dem geöffneten und dem geschlossenen Zustand der vierten Kupplung (18 ) entsprechen, wobei die Klaue (44 ) zumindest einen Magnetring (66 ) bestehend aus Permanentmagneten aufweist, wobei zumindest ein Element (70 ) vorgesehen ist, welches direkt mit dem Schaltgerät (68 ) verbunden ist und durch eine Öffnung (71 ) des Gehäuses (G) am Topf (49 ) angrenzt und eine Magnetspule (72 ) aufweist, durch deren entsprechende Bestromung in Abhängigkeit des entstehenden Magnetfeldes der die Permanentmagnete aufweisende Magnetring (66 ) und somit die Klaue (44 ) im Öffnungssinne oder im Schließsinne der Kupplung (18 ) axial verschoben wird. (14 ) - Mehrstufengetriebe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Planetensätze (P1, P2, P3, P4) als Minus-Planetensätze ausgebildet sind.
- Mehrstufengetriebe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Planetensätze (P1, P2, P3, P4) axial betrachtet in der Reihenfolge P1, P2, P3, P4 angeordnet sind.
- Mehrstufengetriebe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste Vorwärts – Gang durch Schließen der vierten Kupplung (
18 ) und der ersten und zweiten Bremse (03 ,04 ), der zweite Vorwärts-Gang durch Schließen der ersten und zweiten Bremse (03 ,04 ) und der ersten Kupplung (15 ), der dritte Vorwärts-Gang durch Schließen der ersten und zweiten Bremse (03 ,04 ) und der zweiten Kupplung (57 ), der vierte Vorwärts-Gang durch Schließen der zweiten Bremse (04 ) und der ersten und zweiten Kupplung (15 ,57 ), der fünfte Vorwärts-Gang durch Schließen der zweiten Bremse (04 ) und der zweiten und dritten Kupplung (57 ,28 ), der sechste Vorwärts-Gang durch Schließen der zweiten Bremse (04 ) und der ersten und dritten Kupplung (15 ,28 ), der siebte Vorwärts-Gang durch Schließen der ersten, zweiten und dritten Kupplung (15 ,57 ,28 ), der achte Vorwärts-Gang durch Schließen der ersten Bremse (03 ) und der ersten und dritten Kupplung (15 ,28 ) und der neunte Vorwärts-Gang durch Schließen der ersten Bremse (03 ) und der zweiten und dritten Kupplung (57 ,28 ) ergibt, wobei sich der Rückwärtsgang durch Schließen der ersten und zweiten Bremse (03 ,04 ) und der dritten Kupplung (28 ) ergibt. (15 ) - Mehrstufengetriebe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anfahren mittels der ersten oder der zweiten Bremse (
03 ,04 ) des Getriebes erfolgt.
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