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Die
Erfindung betrifft eine Tiefziehvorrichtung für Metallbleche
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Üblicherweise
werden für die Produktion von Karosserieteilen sehr große
mechanische oder hydraulische Pressen eingesetzt sowie hydraulische oder
federnd gelagerte Gegenhalteeinrichtungen, die im Wesentlichen eine
Einstellbarkeit der Press- und Gegenhaltekraft gewährleisten
müssen, weil unterschiedliche Ziehteile unterschiedliche
Press- und Gegenhaltekräfte erfordern.
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Die
Presse liefert die Kräfte, die für die Umformung
benötigt werden. Durch die Presse wird eine Tiefziehvorrichtung
betätigt, die individuelle, werkstückabhängige
Formwerkzeuge wie Ziehstempel und Ziehmatrize, und die individuelle
Einrichtungen zur Steuerung des Materialflusses aufweist.
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Eine
gattungsgemäße Tiefziehvorrichtung für
Metallbleche in einfachwirkenden Pressen ist aus der
WO 2007/085550 A1 bekannt.
Bei der bekannten Tiefziehvorrichtung hat sich gezeigt, dass Fehlbedienungen
bei Anwendung der Tiefziehvorrichtung in doppeltwirkenden Pressen
zur Beschädigung von Teilen der Vorrichtung führen
können.
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Der
reguläre Betrieb der Tiefziehvorrichtung läuft
automatisiert ab. Die von einzelnen Vorrichtungsteilen, wie Ziehstempel,
Ziehmatrize und Gegenhalteplatte erforderlichen Bewegungen sind
gesteuert. Im regulären Fertigungsbetrieb ist in der Regel
eine Sicherheitseinrichtung aktiv, die verhindert, dass die Ziehleiste
weiter aus der Gegenhalteplatte herausbewegt wird, als notwendig.
Gegebenenfalls löst die Sicherheitseinrichtung eine automatische
Abschaltung aus, bevor die Ziehleiste so weit bewegt wird, dass
sie mit dem Plattenbereich kollidiert, welcher die Leistenaussparung
der Ziehleiste überdeckt.
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Die
erwähnte Gefährdung besteht daher weniger im automatisierten
Fertigungsbetrieb, sondern vielmehr dann, wenn die Tiefziehvorrichtung
zwecks Wartung oder Werkzeugwechsel vom Bedienpersonal manuell,
also nicht automatisch gesteuert, betätigt wird.
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Einzelne
Vorrichtungsteile können zwecks Wartung oder Werkzeugwechsel
separat vom Bedienpersonal über manuelle Betätigung
entsprechender Bedienelemente gesteuert werden. Für eine
solche manuelle Steuerung der Bewegung der einzelnen Vorrichtungsteile
kann es sein, dass die Sicherheitseinrichtung abgeschaltet werden
muss.
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Insbesondere
unter diesen Bedingungen kann eine Fehlbedienung durch das Bedienpersonal zu
einer kritischen Situation führen. Die einzelnen Vorrichtungsteile
können dabei ungünstige Positionen einnehmen,
was dazu führen kann, dass die Ziehleiste gegen den Plattenbereich
gedrückt wird, welcher die Leistenaussparungen überdeckt.
Dann besteht Bruchgefahr für die belasteten Vorrichtungsteile,
insbesondere für den erwähnten Plattenbereich der
Gegenhaltplatte.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Tiefziehvorrichtung
vorzuschlagen, die eine Fehlbedienung besser erdulden kann und möglichst
keine Beschädigung erleidet, welche den Betreib der Tiefziehvorrichtung
gefährdet.
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Erfindungsgemäß wird
die Aufgabe dadurch gelöst, dass ein Zusatzverstellweg
für die Ziehleiste vorgesehen ist, sodass die Ziehleiste
weiter aus der Gegenhalteplatte hervor bewegbar ist, als für
die maximal zu erzeugende Sickentiefe erforderlich, und dass eine Überlastungssicherung
vorgesehen ist, die dann wirkt, wenn die Ziehleiste mit die Leistenaussparung überdeckenden
Plattenbereich kollidiert.
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Es
gibt verschiedene mögliche Wirkungsweisen für
die Überlastsicherung. Eine Überlastsicherung
ist so ausgebildet, dass sie zumindest nach einer Wirkungsweise
funktioniert. Die Wirkung der Überlastsicherung wird stets
durch einen Kontakt der Ziehleiste mit dem Plattenbereich der Gegenhaltplatte,
der die Leistenaussparung überdeckt, ausgelöst.
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Eine
zweckmäßige Ausführungsform sieht vor,
dass die Überlastsicherung umfasst, dass der überdeckende
Plattenbereich der Gegenhalteplatte als bewegbares Plattenelement
ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform wird das Plattenelement
mitbewegt, wenn die Ziehleiste mit dem Plattenelement kollidiert.
Das Plattenelement weist somit eine Nachgiebigkeit auf. Diese Nachgiebigkeit
schützt sowohl das Plattenelement selbst vor Bruch als
auch die Ziehleiste sowie andere Bauelemente, die durch die erwähnte
Kollision belastet sind.
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Zweckmäßig
weist die Überlastungssicherung eine Vorspanneinrichtung
auf, mit welcher das Plattenelement in einer Betriebsposition nah
an der Gegenhalteplatte gehalten ist, und gegen die Wirkung der
Vorspanneinrichtung aus der Betriebsposition von der Gegenhalteplatte
weg in einen Schutzbereich bewegbar ist. Auf diese Weise wird die
Funktion der Nachgiebigkeit durch eine besondere Baueinheit, nämlich
die Vorspanneinrichtung herbeigeführt und nicht etwa in
das Plattenelement integriert. Diese Verwendung einer Vorspanneinrichtung
erlaubt unter anderem eine individuelle Anpassung der Vorspanneigenschaften
durch die Wahl einer Vorspanneinrichtung mit entsprechenden Parametern oder
durch den Einsatz einer einstellbaren Vorspanneinrichtung.
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Als
konstruktiv günstig wird es angesehen, wenn die Überlastungssicherung
ein Trägerelement umfasst, an dem das Plattenelement angebracht
ist, und eine Lagereinrichtung umfasst, mit der das Trägerelement
parallel zur Pressrichtung verschiebbar gelagert ist.
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Einfacherweise
ist die Lagereinrichtung in der Gegenhalteplatte vorgesehen. Die
Gegenhalteplatte kann dafür beispielsweise mit einer Ausnehmung
oder einer Bohrung versehen sein, in der die Lagereinrichtung aufgenommen
ist.
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Überdies
kann die Vorspanneinrichtung besonders einfach gestaltet sein und
eine Feder aufweisen.
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Eine
Variante der Tiefziehvorrichtung sieht vor, dass die Feder direkt
mit der Gegenhalteplatte gekoppelt ist. Bei einer Alternative ist
die Feder indirekt mit der Gegenhalteplatte gekoppelt.
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Eine
weitere Variante sieht eine Feder vor, die direkt mit dem Plattenelement
gekoppelt ist und eine Alternative dazu weist eine indirekt mit
dem Plattenelement gekoppelte Feder auf.
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Außer
der Tiefziehvorrichtung, deren Überlastsicherung ein Ausweichen
eines Plattenbereichs, beziehungsweise eines beweglichen Plattenelements
vorsieht, kann eine Alternative ein Tiefziehvorrichtung mit einer Überlastsicherung
versehen sein, die eine Kraftbegrenzungseinrichtung umfasst, wobei mit
der mit der Kraftbegrenzungseinrichtung die Pressenkraft begrenzbar
ist, welche in die Ziehleiste übertragen wird.
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Bei
einer Weiterbildung der Tiefziehvorrichtung mit Kraftbegrenzungseinrichtung
ist eine fluidische Kraftübertragung der Pressenkraft in
die Ziehleiste vorgesehen ist, wobei die Kraftbegrenzungseinrichtung
ein Druckbegrenzungsventil aufweist.
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Nachstehend
ist die erfindungsgemäße Tiefziehvorrichtung für
Metallbleche in einer Zeichnung beispielhaft dargestellt und anhand
mehrerer schematischer Figuren detailliert beschrieben. Es zeigen:
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1a eine
Symmetriehälfte einer Tiefziehvorrichtung im Schnitt im
geöffneten Zustand,
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1b die
Tiefziehvorrichtung gemäß 1a während
einer Ziehphase mit quer durch den Fließweg eines Metallblechs
geschobener Ziehleiste,
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1c die
Tiefziehvorrichtung gemäß 1a am
Ende des Tiefziehvorgangs,
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1d die
Tiefziehvorrichtung gemäß 1a in
einer kritischen Situation,
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2 eine
Alternative Tiefziehvorrichtung im Schnitt im geöffneten
Zustand,
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3 eine
weitere Alternative Tiefziehvorrichtung im Schnitt im geöffneten
Zustand.
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In
den 1a–1d ist
ein erstes Ausführungsbeispiel einer Tiefziehvorrichtung 1 schematisch
gezeigt. Der Einfachheit halber ist jeweils nur eine Symmetriehälfte
der Tiefziehvorrichtung 1 im Schnitt dargestellt.
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Gemäß 1a befindet
sich die Tiefziehvorrichtung im geöffneten Zustand. Es
ist ein ebenes Metallblech B dargestellt, das mit der Tiefziehvorrichtung 1 umgeformt
werden soll.
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Die
Tiefziehvorrichtung 1 umfasst einen Ziehstempel 2,
eine Presse 3 mit Presselement 3a und 3b,
eine Ziehmatrize 4 mit einer Kavität 4a sowie eine
Gegenhalteplatte 5. Die Presselemente 3a und 3b sind
unabhängig voneinander bewegbar. Es ist eine Überlastungssicherung
S vorgesehen, die dann wirkt wenn, beispielsweise durch eine Fehlbedienung,
das Risiko einer Beschädigung der Ziehleiste 6 oder
der Gegenhalteplatte 5 besteht.
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Das
Presselement 3a wirkt auf den Ziehstempel 2. Das
Presselement 3b wirkt auf die Gegenhalteplatte 5.
In der Gegenhalteplatte 5 sind mehrere Ziehleisten angeordnet,
von denen in der schematischen Darstellung eine Ziehleiste 6 gezeigt
ist. Die Ziehleiste 6 ist parallel zur Pressrichtung der
Presse 3 beweglich in der Gegenhalteplatte 5 gelagert.
Zwischen der Ziehmatrize 4 und der Gegenhalteplatte 5 wird
ein Ziehspalt 8 gebildet, durch den das zu formende Metallblech
B gezogen wird. Dabei übt die Gegenhalteplatte 5 eine
Haltekraft auf das Metallblech B aus.
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Der
Querschnitt der Ziehleiste 6 ist über der Höhe
nicht konstant. Die zur Umformung des Metallblechs B vorgesehen
Spitze des Querschnitts der Ziehleiste 6 weist eine Leistenaussparung 6a auf. Das
heißt, die Breite der Ziehleiste 6 ist an der
Spitze geringer als an ihrem tiefer in der Gegenhalteplatte 5 aufgenommenen
Teil. Des Weiteren weist die Gegenhalteplatte 5 einen Plattenbereich
auf, der die Leistenaussparung 6a der Ziehleiste 6 weitgehend überdeckt.
Die Überdeckung ist gemäß 1a aus
einem beweglichen Plattenelement 5a der Gegenhalteplatte 5 vorgesehen.
Die Überdeckung bewirkt, dass der Ziehspalt 8 bis
möglichst nah an die Ziehleiste 6 heran reicht.
Außerdem kann durch das Plattenelement 5a auch
nah an der Ziehleiste 6 noch eine Gegenhaltekraft in das
umzuformende Metallblech übertragen werden. Das Plattenelement 5a hat
außerdem eine Funktion im Zusammenhang mit der oben erwähnten Überlastsicherung
S.
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Die
Ziehmatrize 4 weist nahe ihrer Kavität 4a eine
Ziehrille 7 auf. Die Ziehrille 7 dient zur Aufnahme der
Ziehleiste 6. Aus 2 ist ersichtlich,
dass die Ziehrille 7 breiter ist als die Ziehleiste 6,
weil das umgeformte Metallblech B in die Ziehrille 7 gedrückt wird.
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Die
Bewegung der Ziehleiste 6 geschieht in zwei Schritten.
Der erste Schritt ist anhand von 1b dargestellt.
Die Ziehleiste 6 wird dabei zunächst nur ein kleines
Stück in die Ziehrille 7 der Ziehmatrize 4 hineingedrückt.
Die Kraft hierfür wird von dem Presselement 3b über
die Gegenhalteplatte 5 in die Ziehleiste 6 übertragen.
Die Bewegung der Gegenhalteplatte 5 endet, sobald diese
beziehungsweise deren Plattenelement 5a mit dem Metallblech B
in Kontakt kommt. Die Gegenhalteplatte 5 kann dann nicht
mehr weiterbewegt werden, übt jedoch weiterhin einen Druck
auf das Metallblech B aus. Die Umformung des Metallblechs B durch
den Ziehstempel 2 wird jedoch fortgesetzt, da das Presselement 3a weiter
einen Druck auf den Ziehstempel 2 ausübt. Der
dadurch tiefer in die Kavität 4a der Ziehmatrize 4 hinein
bewegt wird, wie in 1b dargestellt.
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Die
Konstruktion ist so ausgebildet, dass der Ziehstempel 2 ab
einer bestimmten Position während seiner Bewegung auch
einen Druck auf die Ziehleiste 6 ausübt. Beginnend
ab der in 1b gezeigten Position der Ziehleiste 6 wird
diese in einem zweiten Schritt tiefer in die Ziehrille 7 hineinbewegt
und erreicht ihre tiefste Position, die in 1c dargestellt ist.
Letztere Position erreicht sie dann, wenn auch der Ziehstempel 2 in
seine Endposition gelangt.
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Es
ist ein erstes Distanzstück 9a vorgesehen, das
am Ziehstempel 2 angeordnet ist und eine Kraft von dem
Ziehstempel 2 in die Ziehleiste 6 überträgt.
Da das erste Distanzstück 9a austauschbar ist, kann
durch die Höhe des jeweiligen Distanzstücks 9a beeinflusst
werden, zu welchem Zeitpunkt während der Bewegung des Ziehstempels 2 die
Ziehleiste 6 ihren zweiten Bewegungsschritt beginnt und
wie weit die Ziehleiste 6 in die Ziehrille 7 hineinbewegt
wird.
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Die
gleiche Funktionalität kann erzielt werden, wenn statt
des ersten Distanzstückes 9a ein einstellbares
bzw. wechselbares erstes Distanzstück 9b direkt
auf der Ziehleiste 6 angeordnet ist. Allerdings darf das
Distanzstück 9b während des Ziehvorganges
nicht mit der Gegenhalterplatte 5 in Berührung kommen.
Dies gilt für die weiter unten gezeigten Ausführungen.
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Das
Plattenelement 5a ist parallel zur Pressrichtung bewegbar
ausgebildet und bildet als solches einen Teil der oben erwähnten Überlastsicherung
S. Es ist zumindest ein Trägerelement vorgesehen, an dem
das Plattenelement 5a angebracht ist. Gemäß den 1a–1d ist
als Trägerelement jeweils eine Stange 10 dargestellt.
Die Stange 10 ist in einer als Lagereinrichtung dienenden
Bohrung 11 verschiebbar aufgenommen, die ihrerseits in
der Gegenhalteplatte 5 vorgesehen ist. Die Stange 10 trägt
an einem Ende das Plattenelement 5a. An dem gegenüberliegenden
Ende ist eine Vorspanneinrichtung in Form einer Feder 12 vorgesehen.
Die Feder 12 hält das Plattenelement 5a in
einer Betriebsposition, nämlich durch die Federwirkung
gegen die Gegenhalteplatte 5 gedrückt. Das Plattenelement 5a kann jedoch
gegen die Vorspannung der Feder 12 von der Gegenhalteplatte 5 weg
bewegt werden und seine Betriebsposition verlassen.
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In 1d ist
eine Situation dargestellt, in der die Ziehleiste 6 weiter
aus der Gegenhalteplatte 5 herausbewegt ist, als es für
die maximal zu erzeugende Sickentiefe erforderlich wäre.
Es handelt sich um eine durch Fehlbedienung zustande gekommene Position,
in der eine Beschädigung desjenigen Plattenbereichs der
Gegenhalteplatte 5 verhindert werden muss, welcher die
Leistenaussparung 6a der Ziehleiste 6 überdeckt.
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Eine
Ausführungsform der Tiefziehvorrichtung sieht vor, dass
das Plattenelement 5a dann von der Gegenhalteplatte 5 weg
bewegt wird, wenn die Ziehleiste 6 einen Druck gegen das
Plattenelement 5a ausübt. Eine alternative Ausführungsform
jedoch, die ebenfalls anhand von 1d erläutert
werden soll, verzichtet auf eine nennenswerte Kraftübertragung
von der Ziehleiste 6 in das Plattenelement 5a. Diese
alternative Tiefziehvorrichtung sieht nämlich ein zweites
auswechselbares Distanzstück 13 vor, das am Ziehstempel 2 angeordnet
ist und ab einer bestimmten Position des Ziehstempels 2 eine
Kraft in die Stange 10 überträgt und
so das daran angeordnete Plattenelement 5a aus seiner Betriebsposition herausbewegt.
Die Höhe des Distanzstücks 13 ist so gewählt,
dass es mit der Stange 10 bereits dann in Kontakt kommt
und eine Kraft überträgt, wenn zwischen der Ziehleiste 6 und
dem Plattenelement 5a noch keine oder nur eine geringe
Kraft übertragen wird oder gar eine Lücke zwischen
Ziehleiste 6 und Plattenelement 5a besteht.
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Der
Weg, um den das Plattenelement 5a gegen die Federwirkung
der Feder 12 weg bewegt werden kann bildet einen Schutzbereich
für das Plattenelement, wobei die Ziehleiste 6 um
die gleiche Wegstrecke aus der Gegenhalteplatte 5 herausbewegbar ist.
Dieser Weg bildet einen Zusatzverstellweg für die Ziehleiste 6,
der für Wartungsarbeiten und Werkzeugwechsel genutzt wird.
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Eine
andere Alternative einer Tiefziehvorrichtung ist in 2 dargestellt.
Diese umfasst ebenfalls einen Ziehstempel 2, eine Presse 3 mit
Presselement 3a und 3b, eine Ziehmatrize 4 mit
einer Kavität 4a sowie eine Gegenhalteplatte 5.
Die Presselemente 3a und 3b sind unabhängig
voneinander bewegbar und es ist eine Überlastungssicherung
S vorgesehen, die dann wirkt, wenn durch eine Fehlbedienung das
Risiko einer Beschädigung der Ziehleiste 6 oder
der Gegenhalteplatte 5 besteht. Es ist ebenfalls ein Plattenelement 5a vorgesehen,
das parallel zur Pressrichtung bewegbar an der Gegenhalteplatte 5 angeordnet
ist. Gemäß 2 ist eine
Vorspanneinrichtung in Form einer Zugfeder Z vorgesehen, der das
Plattenelement 5a in einer Betriebsposition hält, nämlich
in Kontakt mit der Gegenhalteplatte 5. Durch diese bewegbare
Lagerung des Plattenelements 5a ist dieses nachgiebig und
kann von der Gegenhalteplatte 5 weg bewegt werden, falls
die Ziehleiste 6 weiter aus der Gegenhalteplatte 5 herausbewegt würde
als es für die maximal zu erzeugende Sickentiefe erforderlich
ist. Im Ausführungsbeispiel der 2 ist die
Zugfeder Z im Bereich einer Leistenaussparung 6a der Ziehleiste 6 angeordnet.
Ein Federende ist mit der Ziehleiste 6 und das andere Federende
mit dem Plattenelement 5a verbunden. Es ist ein Distanzstück 9a an
dem Ziehstempel 2 vorgesehen.
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Die
Bewegung der Ziehleiste 6 geschieht auch bei diesem Ausführungsbeispiel
in zwei Schritten. Im ersten Schritt wird die Ziehleiste 6 zunächst nur
ein kleines Stück in die Ziehrille 7 der Ziehmatrize 4 hineingedrückt.
Die Kraft hierfür wird von dem Presselement 3b über
die Gegenhalteplatte 5 in die Ziehleiste 6 übertragen.
Die Bewegung der Gegenhalteplatte 5 endet, sobald diese
beziehungsweise deren Plattenelement 5a mit dem Metallblech
B in Kontakt kommt. Die Gegenhalteplatte 5 kann dann nicht
mehr weiterbewegt werden, übt jedoch weiterhin einen Druck
auf das Metallblech B aus. Die Umformung des Metallblechs B durch
den Ziehstempel 2 wird jedoch fortgesetzt, da das Presselement 3a weiter
einen Druck auf den Ziehstempel 2 ausübt, der
dadurch tiefer in die Kavität 4a der Ziehmatrize 4 hinein
bewegt wird.
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Auch
die Konstruktion gemäß 2 ist so ausgebildet,
dass der Ziehstempel 2 ab einer bestimmten Position während
seiner Bewegung einen Druck auf die Ziehleiste 6 ausübt.
Die Ziehleiste 6 wird in diesem zweiten Schritt tiefer
in die Ziehrille 7 hineinbewegt und erreicht ihre tiefste
Position. Letztere Position erreicht sie dann, wenn auch der Ziehstempel 2 in
seine Endposition gelangt.
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Mit
dem in 2 gezeigten Distanzstück 9a kann
beeinflusst werden, zu welchem Zeitpunkt während der Bewegung
des Ziehstempels 2 die Ziehleiste 6 ihren zweiten
Bewegungsschritt beginnt und wie weit die Ziehleiste 6 in
die Ziehrille 7 hineinbewegt wird.
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Eine
weitere Alternative Tiefziehvorrichtung ist in 3 dargestellt.
Auch dieses Ausführungsbeispiel weist einen Ziehstempel 2,
eine Presse 3 mit Presselementen 3a und 3b,
eine Ziehmatrize 4 mit einer Kavität 4a sowie
eine Gegenhalteplatte 5 und Ziehleisten 6 auf.
Die Presselemente 3a und 3b sind unabhängig
voneinander bewegbar. Ebenfalls ist eine Überlastungssicherung
S vorgesehen, die dann wirkt, wenn beispielsweise durch eine Fehlbedienung das
Risiko einer Beschädigung der Ziehleiste 6 oder der
Gegenhalteplatte 5 besteht. Die Wirkungsweise der Überlastungssicherung
S unterscheidet sich jedoch von den vorhergehenden Ausführungsbeispielen.
Die Ziehleiste 6 ist wiederum mit einer Leistenaussparung 6a versehen
und die Gegenhalteplatte 5 weist einen Plattenbereich auf,
der die Leistenaussparung 6a der Ziehleiste 6 überdeckt.
Die hier vorgesehene Überlastungssicherung S umfasst eine Kraftbegrenzungseinrichtung 14,
mit der die in die Ziehleiste 6 übertragbare Pressenkraft
begrenzbar ist.
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Die
Bewegung der Ziehleiste 6 geschieht auch bei diesem Ausführungsbeispiel
in zwei Schritten. Im ersten Schritt wird die Ziehleiste 6 zunächst nur
ein kleines Stück in die Ziehrille 7 der Ziehmatrize 4 hineingedrückt.
Die Kraft hierfür wird von dem Presselement 3b über
die Gegenhalteplatte 5 in die Ziehleiste 6 übertragen.
Die Bewegung der Gegenhalteplatte 5 endet, sobald diese
mit dem Metallblech B in Kontakt kommt. Die Gegenhalteplatte 5 kann
dann nicht mehr weiterbewegt werden, übt jedoch weiterhin
einen Druck auf das Metallblech B aus. Die Umformung des Metallblechs
B durch den Ziehstempel 2 wird jedoch fortgesetzt, da das
Presselement 3a weiter einen Druck auf den Ziehstempel 2 ausübt,
der dadurch tiefer in die Kavität 4a der Ziehmatrize 4 hinein
bewegt wird.
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Es
ist eine fluidische Kraftübertragung vorgesehen, wobei
der Ziehstempel 2 einen ersten Fluidzylinder 15 betätigt,
der mit einem zweiten Fluidzylinder 16 über eine
Leitung 17 verbunden ist. Der zweite Fluidzylinder 17 überträgt
die von dem Presselement 3a eingeleitete Kraft in die Ziehleiste 6.
Die Überlastungssicherung S ist Teil des Fluidsystems.
Die Kraftbegrenzungseinrichtung 14 weist ein Druckbegrenzungsventil 14a auf.
Das Druckbegrenzungsventil 14a öffnet bei einem
Druck, der gewährleistet, dass die Kraft, mit der die Ziehleiste 6 gegen
den die Leistenaussparung 6a überdeckenden Plattenbereich wirkt,
keine Beschädigung an diesem Plattenbereich bewirken kann.
Ein Druckabfall in dem Fluidsystem verhindert gegebenenfalls ein
Fortschreiten der Bewegung der Ziehleiste 6.
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Auch
in dem Ausführungsbeispiel gemäß 3 ist
ein Distanzstück 9a vorgesehen, das an dem Ziehstempel 2 angeordnet
ist. Das Distanzstück 9a ist austauschbar. Durch
die Höhe des jeweiligen Distanzstücks 9a kann
beeinflusst werden, wann der Ziehstempel 2 mit dem ersten
Fluidzylinder 15 in Kontakt kommt und somit der zweite
Bewegungsschritt der Ziehleiste 6 in Gang gesetzt wird.
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- 1
- Tiefziehvorrichtung
- 2
- Ziehstempel
- 3
- Presse
- 3a
- Presselement
- 3b
- Presselement
- 4
- Ziehmatrize
- 4a
- Gravität
- 5
- Gegenhalterplatte
- 5a
- Plattenelement
- 6
- Ziehleiste
- 6a
- Leistenaussparung
- 7
- Ziehrille
- 8
- Ziehspalt
- 9a,
9b
- erstes
Distanzstück
- 10
- Stange
- 11
- Bohrung
- 13
- zweites
Distanzstück
- 14
- Kraftbegrenzungseinrichtung
- 14a
- Druckbegrenzungsventil
- 15
- Fluidzylinder
- 16
- Leitung
- 17
- Fluidzylinder
- B
- Metallblech
- S
- Überlastsicherung
- Z
- Zugfeder
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - WO 2007/085550
A1 [0004]