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Stand der Technik
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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Prüfung der Arbeitsweise
eines Rechnersystems, welches mindestens zwei Verarbeitungseinheiten aufweist,
die in einem ersten Betriebsmodus arbeiten, in welchem die Verarbeitungseinheiten
unterschiedliche Programme abarbeiten oder in einem zweiten Betriebsmodus
arbeiten, in welchem die beiden Verarbeitungseinheiten identische
Programme abarbeiten, wobei durch ein an eine Umschalteinrichtung
ausgegebenes Umschaltsignal zwischen den beiden Betriebsmodi umgeschaltet
wird sowie ein Verfahren zur Durchführung der Prüfung.
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Im
Bereich sicherheitsrelevanter Anwendungen, wie es beispielsweise
in der Automobiltechnik der Fall ist, müssen Fehler in
der Hardware eines Mikroprozessors sorgfältig vermieden
werden. Aus diesem Grund werden Überwachungsmaßnahmen durchgeführt,
die die Fehler detektieren sollen.
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In
der
DE 103 32 700
A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Umschaltung
zwischen wenigstens zwei Betriebsmodi einer Prozessoreinheit beschrieben.
Die Prozessoreinheit weist dabei zwei Prozessorkerne auf. In dem
ersten Betriebsmodus führen die beiden Prozessorkerne unterschiedliche Programme
aus, während sie im zweiten Betriebsmodus ein identisches
Programm ausführen, wobei die Ergebnisse der beiden Rechnerkerne
miteinander verglichen werden und bei einer Differenz ein Fehlersignal
ausgegeben wird. Dabei werden nur im zweiten Betriebsmodus die Ausgangssignale
der beiden Prozessorkerne miteinander verglichen.
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Es
ist bekannt, dass der den Vergleich der Ausgangssignale der beiden
Prozessorkerne durchführende Vergleicher getestet wird,
wobei die vergleichenden Daten durch Testdaten so ersetzt werden, dass
der Vergleicher einen Unterschied erkennen muss. Im Falle einer
Abweichung bei einem solchen Test wird die Prozessoreinheit nicht
wie vorgesehen in Betrieb genommen.
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Offenbarung der Erfindung
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Der
Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Vorrichtung und
ein Verfahren zur Prüfung eines Rechnersystems anzugeben,
bei welchen die Funktionalität des Umschaltens mit der
notwendigen Sicherheit gewährleistet wird.
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Eine
Vorrichtung zur Prüfung eines Rechnersystems mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 hat den Vorteil, dass die Umschaltung und
neue Aktivierung der Betriebsmodi durch die Umschalteinheit immer
gewährleistet ist. Dadurch, dass die Umschalteinrichtung
durch ein von einer Testeinheit bewirktes Signal zur Umschaltung
zwischen den beiden Betriebsmodi veranlasst wird, wobei ein von
der Umschalteinrichtung im Ergebnis der Umschaltung ausgegebenes
Ausgangssignal an die Testeinheit zur Prüfung der Funktionsfähigkeit
der Umschalteinrichtung zurück geführt wird, kann
die Testeinheit durch diese einfache Maßnahme immer sicher
einschätzen, ob die Umschalteinrichtung zuverlässig
arbeitet.
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Vorteilhafterweise
sind die Testeinheit und die Verarbeitungseinheiten mit einer Auswahleinheit verbunden,
welche mindestens eines der von den Verarbeitungseinheiten an die
Umschalteinheit ausgegebenen Umschaltsignale durch ein Signal der
Testeinheit ersetzt. Auf Grund der Vorgabe der Umschaltsignale durch
die Testeinheit, kennt die Testeinheit das zu erwartende Ausgangssignal
der Umschalteinrichtung und kann das zu erwartende Ausgangssignal
mit dem tatsächlichen Ausgangssignal der Umschalteinrichtung
zuverlässig vergleichen.
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In
einer Ausgestaltung sind die Testeinheit und die Verarbeitungseinheiten
mit einer Verknüpfungseinheit verbunden, die mindestens
eines der von den Verarbeitungseinheiten an die Umschalteinheit
ausgegebenen Umschaltsignale mit einem Signal der Testeinheit verknüpft.
Auf diese Weise lassen sich verschiedene Testmuster erzeugen, durch
welche die Komplexität des Tests der Umschalteinheit variiert
werden kann.
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In
einer Weiterbildung werden in der Verknüpfungseinheit mindestens
eines der von den Verarbeitungseinheiten an die Umschalteinheit
ausgegebenen Umschaltsignale in Abhängigkeit von einem Signal
der Testeinheit mit einem festen Signalwert oder einem gespeicherten
Signalwert oder einem aus mehreren Signalen erzeugten Signalwert
verknüpft. Durch die Verwendung solcher Signalwerte wird
die Vielfalt der zur Verfügung stehenden Testmuster erhöht.
Somit können Tests realisiert werden, die mit unterschiedlicher
Güte ablaufen. Genauso kann entschieden werden, ob ein
vollständiger Test oder nur ein weniger umfangreicher Test
ablaufen soll.
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Vorteilhafterweise
weist die Testeinheit eine Schnittstelle auf, mittels welcher eine
Verbindung zu den Verarbeitungseinheiten besteht. Diese Schnittstelle
hat den Vorteil, dass die Testeinheit zu jedem Zeitpunkt während
eines Programmablaufes durch mindestens eine Verarbeitungseinheit
aktiviert werden kann.
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In
einer Ausgestaltung weist die Schnittstelle ein Konfigurationselement
zur Auswahl eines gewählten Testes oder eines Testmusters
auf. Dieses Konfigurationselement ist beispielsweise als Register ausgebildet,
mittels welchem eine Software mit einer Testaufforderung den gewünschten
Test oder ein gewünschtes Testmuster auswählen
kann.
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In
einer Weiterbildung arbeitet das Rechnersystem im ersten Betriebsmodus,
wobei die Testeinheit ein Umschaltsignal ausgibt, welches die Umschaltung
von dem ersten Betriebsmodus in den zweiten Betriebsmodus durch
die Umschalteinrichtung bewirkt. Auf diese einfache Weise wird die
Funktionsfähigkeit der Umschalteinrichtung in die vorgegebene
Umschaltrichtung überprüft.
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Alternativ
wird die Umschaltung in die entgegengesetzte Umschaltrichtung getestet,
wenn das Rechnersystem im zweiten Betriebsmodus arbeitet, wobei
die Testeinheit ein Umschaltsignal ausgibt, welches die Umschaltung
von dem zweiten Betriebsmodus in den ersten Betriebsmodus durch
die Umschalteinrichtung bewirkt. Die Testeinheit ist somit flexibel
einstellbar und gibt differenzierte Signale aus.
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Vorteilhafterweise
werden die von den Verarbeitungseinheiten im zweiten Betriebsmodus
ausgegebenen Signale der Umschalteinheit zugeführt, welche
die Signale vergleicht und bei Abweichungen der Signale voneinander
ein Fehlersignal ausgibt. Die Umschalteinrichtung führt
somit nicht nur die Funktionalität der Umschaltung aus,
sondern wird gleichzeitig als Vergleichseinheit genutzt.
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In
einer Ausgestaltung wird innerhalb der Umschalteinheit ein Statussignal
(Testmodus) mit einem Schreibsignal über ein Verknüpfungselement miteinander
verknüpft. Dies hat den Vorteil, dass die Einwirkung des
von den Verarbeitungseinheiten ausgesandten Schreibsignals an periphere
Einheiten, wie einen Cache-Speicher oder einen Datenbus, unterbunden
werden. Dies erfolgt, indem das Schreibsignal unterbrochen wird.
Das Schreibsignal wird somit während des Tests unterbrochen.
Damit wird sicher verhindert, dass Daten an die Peripherie weitergegeben
werden, die Fehler behaftet sind.
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Alternativ
kann die Umschalteinheit ausgehende Daten verwerfen, solange das
Statussignal aktiv ist. In diesem Fall werden überhaupt
keine Daten an die peripheren Einheiten weiter geleitet. Dies entspricht
dem Fall, dass ein Vergleichsfehler aufgetreten ist.
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Es
besteht auch die Möglichkeit, dass Adressen für
die Testmuster angewählt werden, die unkritisch sind.
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In
einer Weiterbildung arbeitet das Rechnersystem im zweiten Betriebsmodus,
wobei mindestens ein von mindestens einer Verarbeitungseinheit ausgegebenes
und von der Testeinheit beeinflusstes Signal an die Umschalteinheit
geleitet wird, so dass ein Vergleichsfehlersignal von der Umschalteinheit erzeugt
wird und ein Wechsel von dem zweiten Betriebsmodus in den ersten
Betriebsmodus vorgenommen wird. Durch das bewusste Erzeugen eines
Vergleichsfehlers wird die Umschalteinheit zuverlässig getestet,
da die Umschalteinrichtung nur bei Ausgabe eines Vergleichsfehlers
korrekt arbeitet.
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Alternativ
arbeitet das Rechnersystem im zweiten Betriebsmodus, wobei mindestens
ein von mindestens einer Verarbeitungseinheit ausgegebenes und von
der Testeinheit beeinflusstes Signal an die Umschalteinheit geleitet
wird, so dass ein Vergleichsfehlersignal von der Umschalteinheit
erzeugt wird, wobei durch Ausgabe des Statussignals durch die Testeinheit
ein Wechsel von dem zweiten Betriebsmodus in den ersten Betriebsmodus
unterbunden wird. Auch mit einer solchen Fehlerkonstellation wird
die Umschalteinrichtung zuverlässig getestet.
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In
einer Ausgestaltung führt die Testeinheit einen Selbsttest
aus. Mittels eines solchen Selbsttestes wird auch die Funktionsweise
der Testeinheit überprüft. Eine solche Überprüfung
findet vorteilhafterweise immer vor dem Test der Umschalteinheit statt.
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In
einer anderen Weiterbildung wird ein Verfahren zur Prüfung
der Arbeitsweise eines Rechnersystems durchgeführt, wobei
das Rechnersystem mindestens zwei Verarbeitungseinheiten aufweist, die
in einem ersten Betriebsmodus arbeiten, in welchem die Verarbeitungseinheiten
unterschiedliche Programme abarbeiten oder in einem zweiten Betriebsmodus
arbeiten, in welchem die beiden Verarbeitungseinheiten identische
Programme abarbeiten, wobei durch ein an eine Umschalteinrichtung
ausgegebenes Umschaltsignal zwischen den beiden Betriebsmodi umgeschaltet
wird. Um eine sichere Funktionsweise der Umschalteinheit zu überprüfen,
wird die Umschalteinrichtung durch ein Testsignal zur Umschaltung
zwischen den beiden Betriebsmodi veranlasst, wobei ein von der Umschalteinrichtung
im Ergebnis der Umschaltung ausgegebenes Ausgangssignal auf die
Funktionsfähigkeit der Umschalteinrichtung geprüft
wird. Durch dieses Umschaltsignal wird erreicht, dass die Umschalteinheit
für den zweiten Betriebsmodus aktiv geschaltet wird, während
sie für den ersten Betriebsmodus inaktiv ist. Eine Testeinheit
stellt sicher, dass die Umschaltung und Aktivierung geprüft
wird.
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Vorteilhafterweise
werden die von den Verarbeitungseinheiten im zweiten Betriebsmodus
ausgegebenen Signale der Umschalteinheit zugeführt, welche
die Signale vergleicht und bei Abweichungen der Signale voneinander
ein Fehlersignal ausgibt. Die Umschalteinheit arbeitet gleichzeitig
als Vergleicher, was den Vorteil hat, dass nur eine Hardwareeinheit für
zwei Funktionalitäten benötigt wird, wodurch eine kostengünstige
Variante realisierbar ist.
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In
einer Ausgestaltung wird das Rechnersystem in einen Testmodus geschaltet,
in welchem das Testsignal erzeugt wird. Durch ein solches Testsignal kann
der Testmodus zu jedem Zeitpunkt gestartet werden, wodurch der Normalbetrieb
des Rechnersystems unterbrochen wird. Es besteht die Möglichkeit,
Tests unterschiedlicher Güte aufzurufen. So kann ein vollständiger
Test genauso aufgerufen werden, wie ein weniger umfangreicher Test
für Spezialsituationen.
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Vorteilhafterweise
wird die Prüfung der Umschalteinheit beim Einschalten des
Rechnersystems durchführt, beispielsweise bei der Initialisierung
eines Steuergerätes. So lässt sich vor dem eigentlichen
Betriebsablauf erkennen, ob die Umschalteinheit zuverlässig
funktionsfähig ist.
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Um
eine kontinuierliche Überwachung der Umschalteinheit zu
gewährleisten, wird die Prüfung der Umschalteinheit
periodisch durchgeführt.
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In
einer Weiterbildung wird die Prüfung der Umschalteinheit
nach einer vorgegebenen Betriebszeit durchgeführt. Auch
diese Maßnahme gewährleistet eine regelmäßige Überprüfung
der Umschalteinheit während des normalen Betriebsablaufes
des Rechnersystems.
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In
einer Ausgestaltung wird der Testmodus durch eine Software, vorzugsweise
während der Initialisierung des Rechnersystems aktiviert.
Da diese Software einfach in den Betriebsablauf einer der Verarbeitungseinheiten
integriert ist, wird der Testmodus zu jeweils dem Zeitpunkt durchgeführt,
wo das Betriebsprogramm der Verarbeitungseinheit es vorsieht.
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Vorteilhafterweise
wird das Umschaltsignal als ein Testmuster ausgegeben, wodurch verschieden
nacheinander ablaufende Tests aufgerufen werden.
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In
einer anderen Ausführung werden die Testsignale so ausgegeben,
dass sich das Rechnersystem nach der abschließenden Verarbeitung
des Testsignals in demselben Betriebsmodus befindet, wie vor der
Ausgabe des Testsignals. Damit wird sichergestellt, dass sich das
durch den Test unterbrochene Betriebprogramm, welches jede der Verarbeitungseinheiten
abarbeitet, nach dem Test genau an der Stelle wieder aufgenommen
wird, wo es vor dem Test unterbrochen wurde.
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In
einer Weiterbildung werden bei Einschaltung des Testmodus die Verarbeitungseinheiten
in der Abarbeitung ihrer Programme angehalten, wodurch sichergestellt
ist, dass sie nach Beendigung des Tests an der Stelle weiterarbeiten,
wo sie unterbrochen wurden.
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Die
Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu.
Eine davon soll anhand der in der Zeichnung dargestellten Figuren
näher erläutert werden.
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Es
zeigt:
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1:
Dual Core Rechnersystem mit einem permanenten Vergleicher und einer
Testeinheit
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2:
erstes Ausführungsbeispiel für ein Dual-Core-Rechnersystem
mit einer DCSL-Testeinheit und einer Umschalt- und Vergleichseinheit
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3:
Zustandsdiagramm der Umschalt- und Vergleichseinheit
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4:
zweites Ausführungsbeispiel für ein Dual-Core-Rechnersystem
mit einer DCSL-Testeinheit und einer Umschalt- und Vergleichseinheit
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5:
Interaktivierung der Schreibsignale der Verarbeitungseinheiten innerhalb
der Umschalt- und Vergleichseinheit
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6:
Verbindung der Testeinheit mit einer Verarbeitungseinheit
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7:
schematisches Ablaufdiagramm für den Test der Umschalt-
und Vergleichseinheit
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Gleiche
Merkmale sind mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
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In 1 ist
ein Rechnersystem 1 mit zwei Recheneinheiten 2 und 3 dargestellt.
Jede Recheneinheit 2, 3 ist mit einem Multiplexer 4 bzw. 5 verbunden,
wobei Adressen, Daten und Schreibsignale über die Leitungen 2a, 3a an
die Multiplexer 4, 5 weitergegeben werden. An
jedem Multiplexer 4, 5 liegt ein Signal 6a, 6b einer
Testeinheit 6 an. Des Weiteren ist jeder Multiplexer 4, 5 mit
einen Vergleicher 7 verbunden, dessen Ausgang über
die Leitung 17 wieder an die Testeinheit 6 führt.
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Durch
die Testeinheit 6 werden die Daten, Adressen und Schreibsteuerungen,
die von den Recheneinheiten 2, 3 ausgegeben werden,
durch die von der Testeinheit 6 vorgegebenen Signale 6a, 6b ersetzt,
wenn ein Auswahlsignal 14, welches von der Testeinheit 6 an
die beiden Multiplexer 4, 5 geleitet wird, an
den Multiplexern 4, 5 anliegt. Das heißt,
dass die Multiplexer 4, 5 bei Anliegen des Auswahlsignals 14 nur
die von der Testeinheit 6 ausgegebenen Signale 6a, 6b an
die Vergleichseinheit 7 weiterleiten, aber nicht die von
den Recheneinheiten 2, 3 ausgegebenen Signale.
Gibt die Testeinheit 6 gleiche Signale aus, darf die Vergleichseinheit 7 keinen
Vergleichsfehler auf einer Leitung 18 anzeigen. Da das Ausgangssignal
der Vergleichseinheit 7 auf die Testeinheit 6 zurückgeführt
wird, kann die Testeinheit 6 erkennen, ob die Vergleichseinheit 7 korrekt
arbeitet.
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Alternativ
kann die Testeinheit 6 aber auch zwei unterschiedliche
Signale 6a, 6b an die Vergleichseinheit 7 ausgeben.
Die beiden zu vergleichenden Signale 6a, 6b unterscheiden
sich dabei in nur einem Bit, um Fehler im Vergleicher 7 nicht
zu maskieren. In diesem Fall generiert die Vergleichseinheit 7 einen
Vergleichsfehler, welchen die Testeinheit 6 erkennt. Dadurch
wird bestätigt, dass die Vergleichseinheit 7 zuverlässig
arbeitet.
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Die
jeweils erwarteten Signalwerte der Vergleichseinheit 7 werden
in der Testeinheit 6 mit den tatsächlich auftretenden
Signalwerten verglichen, die über die Leitung 17 an
die Testeinheit 6 rückgeführt werden.
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2 zeigt
eine DCSL (Dual Core Split Lock)-Testeinheit 8, bei welcher
zusätzlich noch die Umschaltwünsche zwischen zwei
Betriebsmodi, in welchen die Recheneinheiten 2, 3 arbeiten,
vorgegeben und geprüft werden. Auch bei dieser Gestaltung sind
die beiden Recheneinheiten 2, 3 über
die Leitungen 2a, 3a jeweils mit einem der Multiplexer 4, 5 verbunden,
welche über die Leitungen 8a, 8b ebenfalls mit
der DCSL-Testeinheit 8 verbunden sind. Der Ausgang jedes
Multiplexers 4, 5 führt auf eine Umschalt- und
Vergleichseinheit 9, deren Ausgang über die Leitung 17 an
der DCSL-Testeinheit 8 liegt.
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Die
Umschalt- und Vergleicheinheit 9 führt über
die in 2 nur angedeuteten Leitungen 10, 11 zurück
an die Recheneinheiten 2, 3, wodurch Daten und
Befehle von peripheren Einheiten 12, 13 weiter geleitet
werden. Die Leitung 10 verbin det die Umschalt- und Vergleichseinheit 9 mit
der Recheneinheit 2, während die Leitung 11 die
Umschalt- und Vergleichseinheit 9 mit der Recheneinheit 3 verbindet. Darüber
hinaus ist die Umschalt- und Vergleichseinheit 9 mit den
peripheren Einheiten 12, 13 bidirektional verbunden,
welche als ein Cache-Speicher, ein Datenbus o. ä. ausgebildet
sein können und mit welchen die Recheneinheiten 2, 3 während
des normalen Betriebsablaufes kommunizieren.
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Auch
bei dieser Anordnung wird von der DCSL-Testeinheit 8 ein
Auswahlsignal 14 an die beiden Multiplexer 4, 5 ausgegeben,
wenn sich die DCSL-Testeinheit 8 im Testmodus befindet.
Hat die DCSL-Testeinheit 8 den Testmodus eingenommen, wird
dies durch ein Statussignal 15, welches von der DCSL-Testeinheit 8 an
die Umschalt- und Vergleichseinheit 9 ausgegeben wird,
signalisiert. Dadurch wird die Umschalt- und Vergleichseinheit 9 veranlasst, über
die Leitungen 19, 20, welche die Umschalt- und Vergleichseinheit 9 mit
jeweils einer Recheneinheit 2, 3 verbindet, ein
Hold-Signal auszugeben, um die Recheneinheiten 2, 3 in
ihrem normalen Betriebsablauf zu stoppen.
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Über
die Leitung 18 gibt die Umschalt- und Vergleichseinheit 9 nach
der Prüfung der Umschaltsignale ein Vergleichsergebnis
aus, welches über die Leitung 17 auch an die DCSL-Testeinheit 8 zur
Auswertung mit den erwarteten Ergebnissen geleitet wird.
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Anhand
von 3 sollen die möglichen Zustände
der Umschalt- und Vergleichseinheit 9 im Normalbetrieb
erläutert werden. Nach einem Reset des Rechnersystems 1 nimmt
dieses den Zustand Z0 an, bei welchem sich die beiden Recheneinheiten 2, 3 in einem
Performanzmodus befinden. Das bedeutet, dass beide Recheneinheiten
unterschiedliche Programme abarbeiten. Hiermit beginnt eine Kommunikationsphase
KPM innerhalb des Performanzmodus.
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Durch
die erste Recheneinheit 2 wird ein Umschaltwunsch usw2
ausgegeben, mit welchem eine Umschaltung in den Vergleichsmodus
vorbereitet wird. Im Vergleichsmodus arbeiten die beiden Recheneinheiten 2, 3 dieselben
Programme parallel oder mit einem Taktversatz ab. Die erste Recheneinheit 2 nimmt
nach Ausgabe des Umschaltwunsches usw2 den Zustand Z1 ein. In diesem
Zustand Z1 verharrt die erste Recheneinheit 2 solange,
bis auch die zweite Recheneinheit 3 ein Umschaltsignal
usw3 sendet. Erst wenn die Umschaltwünsche von beiden Recheneinheiten 2, 3 vorliegen,
gehen beide Recheneinheiten 2, 3 in den Zustand
Z3 über.
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Alternativ
kann auch die zweite Recheneinheit 3 zuerst einen Umschaltwunsch
usw3 ausgeben. Die zweite Recheneinheit 3 nimmt dann den
Zustand Z2 ein und wartet in diesem Zustand Z2 darauf, dass auch
die erste Recheneinheit 2 einen Umschaltwunsch usw2 ausgibt,
wonach beide Recheneinheiten 2, 3 anschließend
in den Zustand Z3 übergehen.
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Nach
der Ausgabe des Umschaltwunsches usw2 bzw. usw3 wird für
die Recheneinheit 2, 3, die den Umschaltwunsch
ausgegeben hat, das jeweilige Haltesignal 19, 20 aktiviert.
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Es
besteht auch die Möglichkeit, dass alle beide Recheneinheiten 2, 3 ihre
Umschaltwünsche usw2, usw3 gleichzeitig ausgeben, wonach
beide Recheneinheiten 2, 3 direkt den Zustand
Z3 einnehmen.
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Aus
dem Zustand Z3 gehen die beiden Recheneinheiten 2, 3 unmittelbar
in den Zustand Z4 über, in welchen die Befehle und Daten
der beiden Recheneinheiten 2, 3 auf eine gemeinsame
Quelle, wie einen Cache-Speicher oder einen Datenbus umgeschaltet
werden, wodurch eine Kommunikationsphase KVM in Vorbereitung und
innerhalb des Vergleichsmodus startet. Für den Fall, dass
das Statussignal, welches über die Leitung 15 von
der DCSL-Testeinheit 8 an die Umschalt- und Vergleichseinheit 9 ausgegeben
wird, noch nicht vorliegt, wird eine Taktumschaltung T aktiviert,
beispielsweise durch eine Invertierung des Taktes für die
Recheneinheit 2.
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Nach
einer fest vorgegebenen Anzahl von Takten w4 sind die Umschaltvorgänge
abgeklungen und es wird der Zustand Z5 erreicht. Hier werden die Haltesignale
der beiden Recheneinheiten 2, 3 bei Vorliegen
eines Taktversatzes versetzt freigegeben, um den gewünschten
Taktversatz zu erzielen. Ist kein Taktversatz erforderlich, werden
die Haltesignal der beiden Recheneinheiten 2, 3 gleichzeitig
freigegeben.
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Nach
einer weiteren vorgegebenen Anzahl von Takten w5 wird automatisch
der Zustand Z6 erreicht. Nur in diesem Zustand ist die Umschalt-
und Vergleichsein heit 9 aktiv und es werden die von der DCSL-Testeinheit 8 ausgegebenen
Signale 8a, 8b anstelle der normalerweise von
den Recheneinheiten 2, 3 ausgegebenen Signale 2a, 3a verglichen.
Der Zustand Z6 wird nur verlassen, wenn entweder eine der beiden
Recheneinheiten 2, 3 einen Umschaltwunsch usw.
in den Performanzmodus ausgibt oder wenn bei Nichtanliegen des Statussignales über
die Leitung 15 ein Vergleichsfehler error über
die Leitung 17 von der DCSL-Testeinheit 8 erkannt
wurde.
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Da
im Vergleichsmodus VM beide Recheneinheiten 2, 3 die
gleichen Befehle abarbeiten, reicht es aus, wenn die Recheneinheit 2 einen
Umschaltwunsch usw. in den Performanzmodus signalisiert. Daran schließt
sich eine weitere Kommunikationsphase KPM in Vorbereitung des Performanzmodus an.
In diesem Fall kann ein Zustand Z7 angenommen werden, in dem die
Recheneinheit 3 angehalten wird. Dieses Vorgehen ermöglicht
eine eindeutige Reaktion nur einer Recheneinheit 2 zur
Organisation des Umschaltprozesses, indem beispielsweise ein Interrupt
nur an der Recheneinheit 2 erfolgt. Nach einer Wartezeit
w7 wird der Zustand Z8 eingenommen, welcher im Falle eines Vergleichsfehlers
error auch direkt eingenommen wird. In diesem Zustand Z8 wird die
Umschaltung im Zusammenhang mit dem Taktversatz wieder zurückgenommen
und die Recheneinheit 3 wieder eigenständig mit
dem Cache-Speicher oder dem Datenbus verbunden. Nach einer vorgegeben
Anzahl von Takten wird wieder der Zustand Z0 eingenommen.
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Im
Testbetrieb werden die Umschaltsignale der Recheneinheiten 2, 3 durch
Umschaltsignale der DCSL-Testeinheit 8 ersetzt. Durch das
Statussignal (Testmodus), welches im Testbetrieb von der DCSL-Testeinheit 8 an
die Umschalt- und Vergleichseinheit 9 ausgegeben wird,
wird gewährleistet, dass der Vergleichsmodus im Falle eines
von der DCSL-Testeinheit 8 provozierten Vergleichsfehlers nicht
verlassen wird, wie dies im Normalbetrieb nach einem solchen Fehler
vorgesehen ist.
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4 zeigt
ein zweites Ausführungsbeispiel für einen Dual
Core Rechnersystem mit einer DCSL-Testeinheit. Anstelle der Multiplexer,
welche die Signale der Recheneinheiten 2, 3 durch
die Signale der DCSL-Testeinheit 8 ersetzt haben, werden hier
die Signale der Recheneinheiten 2, 3 bzw. der DCSL-Testeinheit 8 auf
zwei Verknüpfungseinheiten 21 und 22 geführt.
Dabei ist die Recheneinheit 2 mit der Verknüpfungseinheit 21 und
die Recheneinheit 3 mit der Verknüpfungseinheit 22 verbunden.
Die Ausgänge der Verknüpfungseinheiten 21, 22 führen
auf die Umschalt- und Vergleichseinheit 9.
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In
den Verknüpfungseinheiten 21, 22 erfolgt eine
Verknüpfung des jeweiligen, von der Recheneinheit 2, 3 ausgesandten
Signals 2a, 2b mittels einzelner oder mehrerer
Signale 8a, 8b der DCSL-Testeinheit 8.
So wird beispielsweise im Vergleichsmodus VM zu Testzwecken ein
Datensignal der Recheneinheit 2 über eine EXOR-Funktion
mit dem Signalwert 1 verknüpft. Dies hat zur Folge,
dass dieses Datenbit invertiert weitergegeben wird, wodurch in der
Umschalt- und Vergleichseinheit 9 zwangsweise ein Vergleichfehler
erzeugt wird. Wird nun von der DCSL-Testeinheit 8 über
die Leitung 15 kein Testmodus-Signal ausgegeben, so wird
damit das Verlassen des Vergleichsmodus im Fehlerfall provoziert
und geprüft.
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Die
Multiplexer 4, 5 und die Verknüpfungseinheiten 21, 22 können
als externe Bauelemente eingesetzt werden. Alternativ besteht aber
auch die Möglichkeit, dass sie Bestandteil der DCSL-Testeinheit 8 sind.
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5 zeigt
die Umschalt- und Vergleichseinheit 9, welche von der nicht
weiter dargestellten DCSL-Testeinheit 8 über die
Leitung 15 das Statussignal erhält, durch welches
in der Umschalt- und Vergleichseinheit 9 zwei Verknüpfungselemente 23 und 24 aktiv
geschaltet werden. Auf das Verknüpfungselement 23 werden
neben dem Statussignal die von der Recheneinheit 2 ausgegebenen
Adressen, Daten, Schreibsignale und Umschaltwünsche geleitet. Das
Signal 2a der Recheneinheit 2 wird mit dem Statussignal
in dem Verknüpfungselement 23 in einer solchen
Art verknüpft, dass die Übertragung des Signals
der Recheneinheit 2 unterbrochen wird. Dadurch wird sichergestellt,
dass während des Tests keine Signale auf die periphere
Einheit 12 gelangen.
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Auf
eine vergleichbare Art werden die Signale 3a, die die Adressen,
Datensignale, Schreibsignale und Umschaltwünsche der zweiten
Recheneinheit 3 enthalten, unterbunden, indem sie auf das
Verknüpfungselement 24 geleitet werden und dort
ebenfalls mit dem Statussignal verknüpft werden. Auch hier
wird eine Weiterleitung der Signale 3a der zweiten Recheneinheit 3 an
die periphere Einheit 13 während des Tests unterbrochen.
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Alternativ
kann die Umschalt- und Vergleichseinheit 9, solange das
Statussignal aktiv ist, alle ausgehenden Daten verwerfen, so als
wäre ein Vergleichsfehler aufgetreten.
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Die
Ausführung der Tests soll durch eine Software gestartet
werden. Gemäß 6 besitzt
die DCSL-Testeinheit 8 eine Schnittstelle 25, über
welche die DCSL-Testeinheit 8 mit der Recheneinheit 2 verbunden
ist. Die Schnittstelle 25 ist vorteilhafterweise als eine
Busschnittstelle ausgebildet. Da die Software auf der Recheneinheit 2 läuft,
greift die Recheneinheit 2 über diese Schnittstelle 25 auf
die DCSL-Testeineit 8 zu und aktiviert diese.
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Die
Schnittstelle 25 verfügt über eine Konfigurationseinheit 26,
die vorteilhafterweise als Register ausgebildet ist. Mittels dieser
Konfigurationseinheit 26 ist die DCSL-Testeinheit 8 in
der Lage, mehr als einen Test, d. h. verschiedene Tests durchzuführen.
Dadurch können Tests unterschiedlicher Güte ausgelöst
werden, die situationsabhängig einen unterschiedlichen
Umfang aufweisen. Über die Software wird dann mit der von
der Recheneinheit 2 ausgegebenen Testaufforderung der Test
oder das gewünschte Testmuster ausgewählt.
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Mit
Hilfe von 7 soll eine mögliche
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
erläutert werden. Im Block 101 wird das Rechnersystem 1 initialisiert.
Vor Durchführung des Tests wird im Block 101 ein
Hardware-Timer gestartet, welcher nach der Durchführung
ausgewertet wird, um die Länge des Tests zu messen und
auch gegebenenfalls Fehler zu erkennen. In dieser Phase führt
auch die DCSL-Testeinheit 8 einen Selbsttest aus.
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Anschließend
wird im Block 102 die DCSL-Testeinheit 8 durch
die Recheneinheit 2 oder die Recheneinheit 3 aktiviert.
Dazu wird der Software-Teil, welcher die DCSL-Testeinheit 8 aktivieren kann,
in der Boot-Software des Rechnersystems 1 aufgerufen.
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Im
Block 103 wird von der DCSL-Testeinheit 8 festgelegt,
in welchem Betriebsmodus sich das Rechensystem 1 befindet.
Es wird beispielsweise der Performanzmodus eingestellt. Im Block 104 werden nun
Umschaltwünsche durch die DCSL-Testeinheit 8 generiert,
die eine Umschaltung vom Performancemodus in den Vergleichsmodus
initiieren. Im Block 105 wird durch die DCSL-Testeinheit 8 überprüft,
ob das Modussignal, welches angibt, ob der Performanzmodus- oder
der Vergleichsmodus eingestellt ist, den richtigen Wert hat. Da
die Modusumschaltung einen gewissen Zeitraum, welcher bekannt ist,
in Anspruch nimmt, muss vor der Auswertung des Modussignals dieser
Zeitraum abgewartet werden. Bei einer korrekten Arbeitsweise der
Umschalt- und Vergleichseinheit 9 wird das Modussignal
dann den Vergleichsmodus signalisieren.
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Anschließend
werden im Block 106 paarweise verschiedene Testmuster an
die Umschalt- und Vergleichseinheit 9 angelegt, wodurch
bei einer korrekten Arbeitsweise ein Vergleichsfehler angezeigt wird,
den die DCSL-Testeinheit 8 entsprechend auswertet. Die
Umschaltwünsche für die Rückschaltung aus
dem Vergleichsmodus in den Performanzmodus werden im Block 107 erstellt.
Damit wird sicher gestellt, dass zu Beginn und zu Ende des Tests
immer der gleiche Modus, in diesem Fall der Performanzmodus vorliegt.
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Nachdem
der Test beendet ist, liegen im Block 108 entsprechende
Fehlersignale vor, was durch die Recheneinheit 2 überprüft
wird, auf welcher die Testsoftware installiert ist.
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Optional
ist es aber auch möglich beim Auftreten des ersten Fehlers
den Test abzubrechen.
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Die
beschriebene Lösung ist in jedem sicherheitsrelevanten
Steuergerät eines Kraftfahrzeuges einsetzbar, insbesondere
bei Bremssystemen (ABS), bei Airbag-Systemen, Abstandskontrollsystemen (ACC)
oder Steuergeräten mit Elektronischen Stabilitätsprogrammen
(ESP).
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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