DE102009000995A1 - Schiffsantrieb mit einer Unterwasser verschwenkbaren Antriebseinheit - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Schiffsantrieb (1) mit einer im Schiffsrumpf (39) angeordneten oberen Antriebseinheit (7a) und einer außerhalb des Schiffsrumpfes angeordneten unteren Antriebseinheit (7b), bei dem zumindest die untere Antriebseinheit (7b) gegenüber dem Schiffsrumpf (39) verschwenkbar gelagert ist, bei dem eine Eingangswelle (12) der oberen Antriebseinheit (7a) von einem Antriebsmotor antreibbar ist, bei dem wenigstens ein Propeller (18, 19) von einer in der unteren Antriebseinheit (7b) abgeordneten Abtriebswelle (37) antreibbar ist, bei dem eine vertikal angeordnete Antriebswelle (21) über ein oberes Winkelgetriebe (4) mit der Eingangswelle (12) der oberen Antriebseinheit (7a) sowie über ein unteres Winkelgetriebe (4) mit der Abtriebswelle (37) der unteren Antriebseinheit (7b) antriebswirksam verbunden ist und bei dem die obere und die untere Antriebseinheit (7a, 7b) miteinander verbundene Schmierölkanäle aufweisen, wobei das Schieröl in die obere Antriebseinheit (7a) einfüllbar und durch diese wieder abführbar ist. Zur weiteren Verbesserung dieses Schiffsantriebs ist vorgesehen, dass zumindest ein Schmierölkanal (29a, 29b) der oberen Antriebseinheit (7a) über eine flexible Leitung (28a, 28b) mit einem Schmierölbehälter (13a, 13b) verbunden ist, der im Bereich der oberen Antriebseinheit (7a) angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Schiffsantrieb gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Aus der gattungsbildenden
DE 699 33 288 T2 (EP 1 078 850 B1 ) ist ein Schiffsantrieb mit einer im Schiffsrumpf angeordneten oberen Antriebseinheit und einer außerhalb des Schiffsrumpfes angeordnete unteren Antriebseinheit bekannt, bei dem zumindest die untere Antriebseinheit gegenüber dem Schiffsrumpf verschwenkbar gelagert ist, bei dem eine Eingangswelle der oberen Antriebseinheit von einem Antriebsmotor antreibbar ist, bei dem ein Propeller von einer in der unteren Antriebseinheit abgeordneten Abtriebswelle antreibbar ist, bei dem eine vertikal angeordnete Antriebswelle über ein oberes Winkelgetriebe mit der Eingangswelle der oberen Antriebseinheit sowie über ein unteres Winkelgetriebe mit der Abtriebswelle der unteren Antriebseinheit antriebswirksam verbunden ist, und bei dem die obere und die untere Antriebseinheit miteinander verbundene Schmierölkanäle aufweisen, wobei das Schmieröl in die obere Antriebseinheit einfüllbar und auch durch diese wieder abführbar ist. - Ein Schiffantrieb dieser Bauart ist mit dem Vorteil verbunden, dass sein Befüllen und Entleeren mit Schmieröl von innerhalb des Schiffsrumpfes möglich ist. Ein Ölwechsel braucht gegenüber anderen Schiffsantrieben daher nicht mehr aufwendig in einem Trockendock erfolgen. Dennoch besteht ein Bedarf, diesen Schiffsantrieb weiter zu verbessern. Dies betrifft insbesondere konstruktive Maßnahmen im Hinblick auf die Schmierölbevorratung sowie auf die Ausbildung der das Schmieröl führenden Räume bzw. Leitungen im Schiffsantrieb.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Schiffsantrieb derart weiterzubilden, dass bei diesem eine einfache Zu- und Abführung von Schmieröl, beispielsweise bei einer Erstbefüllung oder bei einem Ölwechsel, möglich ist. Zudem soll eine einfache und mechanisch zuver lässige Ölzufuhr sowie Ölbevorratung realisiert werden, die insbesondere den Belastungen aus Schiffs- und Antriebsschwingungen dauerhaft standhält. Weiter soll eine Entlüftungsmöglichkeit vorhanden sein, um bei einer Schmierölbefüllung Luft aus den ölführenden Räumen entweichen lassen zu können. Schließlich soll der Schiffsantrieb so ausgebildet sein, dass das Schmieröl temperaturbedingte Volumenänderungen durchführen kann, ohne dass dieses ungewollt aus dem Schiffsantrieb entweicht oder sonstige Schäden anrichtet.
- Die Lösung zumindest einer dieser Aufgaben ergibt sich aus den Merkmalen des Hauptanspruchs, während vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen den Unteransprüchen entnehmbar sind.
- Demnach geht die Erfindung aus von einem Schiffsantrieb mit einer im Schiffsrumpf angeordneten oberen Antriebseinheit und einer außerhalb des Schiffsrumpfes angeordnete unteren Antriebseinheit, bei dem zumindest die untere Antriebseinheit gegenüber dem Schiffsrumpf drehbar bzw. verschwenkbar gelagert ist, bei dem eine Eingangswelle der oberen Antriebseinheit von einem Antriebsmotor antreibbar ist, bei dem wenigstens ein Propeller von einer in der unteren Antriebseinheit abgeordneten Abtriebswelle antreibbar ist, bei dem eine vertikal angeordnete Antriebswelle über ein oberes Winkelgetriebe mit der Eingangswelle der oberen Antriebseinheit sowie über ein unteres Winkelgetriebe mit der Abtriebswelle der unteren Antriebseinheit antriebswirksam verbunden ist, und bei dem die obere und die untere Antriebseinheit miteinander verbundene Schmierölkanäle aufweisen, wobei das Schmieröl in die obere Antriebseinheit einfüllbar und durch diese auch wieder abführbar ist. Außerdem ist vorgesehen, dass zumindest ein Schmierölkanal der oberen Antriebseinheit über eine flexible Leitung mit einem Schmierölbehälter verbunden ist, der im Bereich der oberen Antriebseinheit angeordnet ist.
- Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der zumindest eine Schmierölbehälter mit Abstand von dem oberen Winkelgetriebe bzw. dessen Getriebegehäuse angeordnet ist. Durch diese Maßnahme ist erreicht, dass Schwingungen aus dem Schiffsantrieb nicht direkt zu dem zumindest einen Schmierölbehälter gelangen können.
- Um den Schmierölstand in dem zumindest einen Schmierölbehälter jederzeit und einfach feststellen zu können, kann zudem vorgesehen sein, dass der Schmierölbehälter ein zumindest teilweise durchsichtiges Gehäuse aufweist. Die Transparenz des Gehäuses ermöglicht es dem Schiffspersonal anhand des Aussehens des Schmieröls außerdem festzustellen, ob sich Wasser im Schmieröl befindet und wie hoch gegebenenfalls dessen Anteil im Schmieröl ist.
- Die Zuführung bzw. Ableitung des Schmieröls in den bzw. aus dem Schiffsantrieb erfolgt im Bereich der oberen Antriebseinheit, in der auch zumindest ein verschließbarer Entlüftungskanal zum Ableiten von Luft aus den ölführenden Räumen des Schiffsantriebs ausgebildet ist.
- Weiter ist es ein Merkmal der Erfindung, dass die erwähnte flexible Leitung an dem Schmiermittelbehälter mit dem freien Ende eines Schmierölkanals verbunden ist, der in der Wand des Getriebegehäuses der oberen Antriebseinheit ausgebildet ist. Bevorzugt ist dieser Schmierölkanal im Getriebegehäuse mit seinem anderen Ende mit einem Schmierölkanal in der Wand einer Tragstruktur der oberen Antriebseinheit verbunden, welcher in Richtung zur vertikalen Anntriebswelle und zur unteren Antriebseinheit führt. Dabei sind das Getriebegehäuse und die Tragstruktur, wie noch anhand eines Ausführungsbeispiels verdeutlicht wird, starr miteinander verbunden, so dass die Tragstruktur das Getriebegehäuse und weitere Bauteile der oberen Antriebseinheit trägt.
- Hinsichtlich des verschließbaren Entlüftungskanals kann vorgesehen sein, dass dieser in der Wand der Tragstruktur der oberen Antriebseinheit ausgebildet ist.
- Zudem ist es ein Merkmal eines erfindungsgemäßen Schiffsantriebes, dass innerhalb der genannten Tragstruktur der oberen Antriebseinheit eine von einem Elektromotor drehbare, hohlzylindrische Nabe angeordnet ist, die mit einer hohlen Tragfinne der unteren Antriebseinheit fest verbunden ist. Dabei ist die eingangs genannte vertikale Antriebswelle, welche die obere Antriebseinheit mit der unteren Antriebseinheit antriebswirksam verbindet, in der Nabe sowie in der Tragfinne koaxial aufgenommen und in diesen beiden Bauteilen über Wälzlager gelagert.
- Weiter ist es von Vorteil, wenn im nabennahen Bereich der gegenüber dem Schiffsrumpf drehbaren Tragfinne ein Ölsammelraum ausgebildet ist, der über eine Drehentkopplung mit dem ortsfesten Schmierölkanal in der Wand der Tragstruktur der oberen Antriebseinheit strömungstechnisch verbunden ist.
- Die Drehentkopplung kann dabei durch eine Ringnut realisiert sein, welche in der Außenwand eines mit der Tragfinne verbundenen Drehtellers ausgebildet ist, wobei diese Ringnut nach außen mittels Dichtmittel (wie O-Ringe) abgedichtet ist und sowohl mit dem Schmierölkanal in der Wand der der Tragstruktur der oberen Antriebseinheit als auch mit dem Ölsammelraum im Bereich der dreh- bzw. schwenkbaren Tragfinne bzw. des Drehtellers strömungstechnisch verbunden ist.
- Von dem Ölsammelraum gelangt das Schmieröl entlang eines Schmiermittelweges koaxial zur vertikalen Antriebswelle innerhalb der Tragfinne zu den drehbaren und zu schmierenden Bauteilen der Unterwasser angeordneten unteren Antriebseinheit des Schiffsantriebs.
- Die Erfindung lässt sich anhand eines Ausführungsbeispiels weiter erläutern. Dazu ist der Beschreibung eine Zeichnung beigefügt. In dieser zeigt
-
1 einen Schiffsantrieb mit einer ortsfesten oberen Antriebseinheit und einer dazu schwenkbaren unteren Antriebseinheit in einer perspektivischen Darstellung, und -
2 einen Querschnitt durch den Schiffsantrieb gemäß1 . - Demnach weist der Schiffsantrieb
1 eine im Schiffsrumpf39 angeordneten oberen Antriebseinheit7a und eine außerhalb des Schiffsrumpfes angeordnete unteren Antriebseinheit7b auf, die miteinander verbunden sind. Die untere Antriebseinheit7b ist gegenüber dem Schiffsrumpf39 verschwenkbar gelagert, so dass das Schiff eine sehr hohe Manövrierfähigkeit aufweist. - Die obere Antriebseinheit
7a verfügt über eine Tragstruktur31 , die mit einem Gehäuse8 eines oberen Winkelgetriebes4 fest verbunden ist. Die Tragstruktur31 ist mit zwei Seitenholmen3 verbunden, welche über als Gummi-Metall-Bauteile ausgebildete Schwingungsdämpfer5 und als Metallplatten ausgebildete Verbindungsstücke an dem Schiffsrumpf39 abgestützt sind. - Auf der Tragstruktur
31 sind zwei Elektromotoren15a ,15b befestigt, die eine radial innerhalb der Tragstruktur31 drehbar angeordnet Nabe25 antreiben können. Diese Nabe25 ist mit einer Tragfinne16 der unteren Antriebseinheit7b fest verbunden, so dass eine Drehbewegung der Nabe25 zu einer Dreh- bzw. Schwenkbewegung der Tragfinne16 führt. Die Tragfinne16 weist an ihrem nabenseitigen Ende einen Drehteller20 auf, der in einer mit dem Schiffsrumpf39 verbundenen Basisstruktur2 des Schiffsantriebs1 drehbar sowie gegen einen Wassereintritt abgedichtet aufgenommen ist. - Der Schiffsantrieb
1 weist außerdem eine innerhalb des Schiffsrumpfes39 angeordnete Eingangswelle12 auf, die über einen Flansch11 und eine Kupplung mit der Abtriebswelle eines nicht dargestellten Antriebsmotors verbindbar ist. Die Eingangswelle12 durchdringt das Getriebegehäuse8 und ist mit dem oberen Winkelgetriebe4 verbunden. Dazu ist an der Eingangswelle12 ein Tellerrad23 befestigt, welches im Zahneingriff mit einem Zahnrad24 ist. Dieses Zahnrad24 ist an einer Antriebswelle21 befestigt, welche sich im Wesentlichen vertikal zum Schiffsrumpf39 erstreckt und koaxial das Getriebegehäuse8 , die Tragstruktur31 und die Tragfinne16 durchdringt. - Die vertikale Antriebswelle
21 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mehrteilig ausgebildet, wobei deren axialen Abschnitte drehfest miteinander verbunden sind. Die Antriebswelle21 ist an ihrem oberen Ende im Getriebegehäuse8 in einem zweireihigen oberen Wälzlager22 gelagert, welches schräg gestellte Zylinderrollen aufweist. Das Gehäuse9 dieses Wälzlager22 ist von oben in eine zentrale Öffnung im Getriebegehäuse8 eingesteckt und dort mit diesem verschraubt. Ein Deckel10 verschließt die Oberseite des Wälzlagers22 nach außen. - Ein in
2 gezeigtes mittleres Wälzlager26 zur Lagerung der vertikalen Antriebswelle21 im Bereich der oberen Antriebseinheit7a ist am unteren Ende einer hohlzylindrischen Bohrung der Nabe25 angeordnet, während ein unteres Wälzlager27 für die Antriebswelle21 am oberen Ende einer hohlzylindrischen Bohrung34 in der Tragfinne16 angeordnet ist. - Wie insbesondere
1 zeigt, weist der Unterwasserantrieb, also die untere Antriebseinheit7b , ein unteres Antriebsgehäuse17 auf, welches im Wesentlichen parallel zur Wasseroberfläche ausgerichtet ist. Dieses Antriebsgehäuse17 ist mit der Tragfinne16 verbunden und trägt zwei gegenläufige Propeller18 und18 . Mit gestrichelten Linien ist auch die vertikale Antriebswelle21 dargestellt, die im Bereich des unteren Antriebsgehäuses17 mit einem nur schematisch dargestellten unteren Winkelgetriebe36 antriebswirksam verbunden ist. Das untere Winkelgetriebe36 treib eine ebenfalls gestrichelt gezeichnete Abtriebswelle37 an, die über ein nicht dargestelltes Getriebe mit einer Stufe zur Drehrichtungsumkehr die beiden gegenläufigen Propeller18 ,19 antreibt. - Nachdem der Schiffsantrieb
1 in seiner Gesamtstruktur erläutert wurde, wird nachfolgend auf das System zur Versorgung und Ableitung von Schmieröl der oberen und der unteren Antriebseinheit7a ,7b eingegangen. - Der Schiffsantrieb
1 gemäß dem Ausführungsbeispiel der1 und2 verfügt über zwei Schmiermittelbehälter13a und13b mit jeweils einem schraubbaren Deckel14a ,14b , welche ein Nachfüllen von frischem Schmieröl in die Schmiermittelbehälter13a ,13b ermöglichen. Die Schmierölbehälter13a ,13b sind mit ihrem jeweiligen Unterteil in topfförmigen Abschnitten von winkelförmigen Halterungen35 verliersicher aufgenommen. Diese aus einem Blech gefertigten Halterungen35 sind mit ihren abgewinkelten Abschnitten an jeweils einem der beiden Seitenholme3 des Schiffsantriebs1 befestigt, also nicht direkt mit dem Getriebegehäuse8 oder der Tragstruktur31 verbunden. - Zur Versorgung der oberen und unteren Antriebseinheit
7a ,7b mit Schmieröl sind die beiden Schmierölbehälter13a ,13b jeweils über eine flexible Leitung28a ,28b mit dem jeweils nach oben ragenden freien Ende von Schmierölkanälen38a ,38b in dem Getriebegehäuse8 der oberen Antriebseinheit7a schwingungsentkoppelt verbunden. Die flexiblen Leitung28a ,28b können dabei als mit einem Drahtgeflecht armierte, flexible Kunststoffleitungen oder aber als transparente, flexible Kunststoffleitungen ausgebildet sein. - In dem hier gewählten Ausführungsbeispiel sind in Verlängerung der Schmierölkanäle
38a ,38b im Getriebegehäuse8 weitere Schmierölkanäle29a ,29b in der Außenwand der Tragstruktur31 der oberen Antriebseinheit7a ausgebildet, die nach einer kurzen vertikalen Wegstrecke jeweils in Schmierölkanäle30a ,30b münden, welche nach unten in Richtung zur unteren Antriebseinheit7b und radial nach innen führen. Von den gerade genannten schrägen Schmierölkanälen30a ,30b zweigt jeweils ein mittels einer Verschlussschraube oder einem Stopfen verschließbarer Entlüftungskanal32a ,32b ab, mittels denen bei einem Schmieröl-Befüllvorgang Luft aus den ölführenden Räumen des Schiffsantriebs1 nach außen in die Atmosphäre entweichen kann. Diese Ent lüftungskanäle32a ,32b können auch dazu genutzt werden, um bei einem Ölwechsel verschlissenes Schmieröl mittels eines Spülvorgangs aus dem Schiffsantrieb1 heraus zu befördern. - Die unteren Enden der Schmierölkanäle
30a und30b münden in eine radial äußere Ringnut40 , die in einer nabennahen Außenwand des Drehtellers20 der unteren Antriebseinheit7b ausgebildet ist, welche (40 ) eine Drehentkopplung des Schmierölsystems zwischen den drehfesten Bauteilen8 ,31 der oberen Antriebseinheit8a und den drehbaren bzw. schwenkbaren Bauteilen16 ,17 ,18 ,19 ,20 der unteren Antriebseinheit7b ermöglicht. Von der Ringnut40 in dem Drehteller20 gelangt das Schmieröl durch die Außenwand des Drehtellers20 in einen radial innen ausgebildeten Ölsammelraum33 , von dem aus das Schmieröl im Wesentlichen vertikal nach unten in den Schmierölkanal34 in der Tragfinne16 führt. Dort dient das Schmieröl zur Schmierung des unteren, dreireihigen Zylinderrollenlagers27 , welches im oberen Abschnitt der Tragfinne16 die Antriebswelle21 lagert. Der Ölsammelraum33 nimmt, wie die Richtungspfeile in2 zeigen, auch Schmieröl auf, welches von dem oberen Wälzlager22 und dem oberen Winkelgetriebe4 nach unten abläuft. - Die übrigen Richtungspfeile im Bereich der Schmierölkanäle und der Entlüftungskanäle veranschaulichen außerdem die Wege, welche das Schmieröl bzw. Luft bei einem Befüllvorgang oder einem Entleerungsvorgang nehmen kann. Demnach gelangt das Schmieröl nach dem Passieren des unteren, dreireihigen Zylinderrollenlagers
27 in dem Schmierölkanal34 der Tragfinne16 weiter vertikal nach unten in das untere Antriebsgehäuse17 und zu dem zweiten Winkelgetriebe36 . Von dort strömt das Schmieröl über weitere Lagerstellen zur Lagerung der Abtriebswelle37 zu dem nicht dargestellten Getriebe mit der Drehrichtungsumkehrstufe und die Wälzlager der beiden gegenläufig drehbaren Propeller18 und19 . - Die Schmierölführung ist bevorzugt derart ausgebildet, dass ein ständiger Umlauf des Schmieröls im beschriebenen Schmierölsystem des Schiffsan triebes
1 stattfindet. Hierzu ist eine Schmierölpumpe vorhanden, mittels der das Schmieröl auch zu dem oberen Winkelgetriebe4 , zu dem oberen Wälzlager22 sowie zu den Lagerstellen des Dreh- bzw. Schwenkantriebs für die untere Antriebseinheit7b förderbar ist. Diese Schmierölpumpe ermöglicht auch den einfachen Austausch von altem gegen neues Schmieröl. -
- 1
- Schiffsantrieb
- 2
- Basisstruktur
- 3
- Seitenholm
- 4
- Oberes Winkelgetriebe
- 5
- Schwingungsdämpfer
- 6
- Verbindungsstück
- 7a
- Obere Antriebseinheit
- 7b
- Untere Antriebseinheit
- 8
- Getriebegehäuse der oberen Antriebseinheit
- 9
- Lagergehäuse
- 10
- Deckel des Lagergehäuses
- 11
- Flansch
- 12
- Einganswelle
- 13a
- Schmierölbehälter
- 13b
- Schmierölbehälter
- 14a
- Deckel des Schmierölbehälters
- 14b
- Deckel des Schmierölbehälters
- 15a
- Elektromotor
- 15b
- Elektromotor
- 16
- Tragfinne
- 17
- Unteres Antriebsgehäuse
- 18
- Propeller
- 19
- Propeller
- 20
- Drehteller
- 21
- Antriebswelle
- 22
- Oberes Wälzlager
- 23
- Tellerrad
- 24
- Zahnrad
- 25
- Drehbare Nabe
- 26
- Mittleres Wälzlager
- 27
- Unteres Wälzlager
- 28a
- Flexible Leitung
- 28b
- Flexible Leitung
- 29a
- Schmierölkanal
in der Tragstruktur
39 - 29b
- Schmierölkanal
in der Tragstruktur
39 - 30a
- Schmierölkanal
in der Tragstruktur
39 - 30b
- Schmierölkanal
in der Tragstruktur
39 - 31
- Tragstruktur für die obere Antriebseinheit
- 32a
- Entlüftungskanal
in der Tragstruktur
39 - 32b
- Entlüftungskanal
in der Tragstruktur
39 - 33
- Ölsammelraum
- 34
- Schmierölkanal in der Tragfinne
- 35
- Halterung des Ölbehälters
- 36
- Unteres Winkelgetriebe
- 37
- Abtriebswelle
- 38a
- Schmierölkanal im Getriebegehäuse
- 38b
- Schmierölkanal im Getriebegehäuse
- 39
- Schiffsrumpf
- 40
- Ringnut
am Drehteller
20 - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 69933288 T2 [0002]
- - EP 1078850 B1 [0002]
Claims (11)
- Schiffsantrieb (
1 ) mit einer im Schiffsrumpf (39 ) angeordneten oberen Antriebseinheit (7a ) und einer außerhalb des Schiffsrumpfes angeordnete unteren Antriebseinheit (7b ), bei dem zumindest die untere Antriebseinheit (7b ) gegenüber dem Schiffsrumpf (39 ) verschwenkbar gelagert ist, bei dem eine Eingangswelle (12 ) der oberen Antriebseinheit (7a ) von einem Antriebsmotor antreibbar ist, bei dem wenigstens ein Propeller (18 ,19 ) von einer in der unteren Antriebseinheit (7b ) abgeordneten Abtriebswelle (37 ) antreibbar ist, bei dem eine vertikal angeordnete Antriebswelle (21 ) über ein oberes Winkelgetriebe (4 ) mit der Eingangswelle (12 ) der oberen Antriebseinheit (7a ) sowie über ein unteres Winkelgetriebe (4 ) mit der Abtriebswelle (37 ) der unteren Antriebseinheit (7b ) antriebswirksam verbunden ist, und bei dem die obere und die untere Antriebseinheit (7a ,7b ) miteinander verbundene Schmierölkanäle aufweisen, wobei das Schmieröl in die obere Antriebseinheit (7a ) einfüllbar und durch diese wieder abführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Schmierölkanal (29a ,29b ) der oberen Antriebseinheit (7a ) über eine flexible Leitung (28a ,28b ) mit einem Schmierölbehälter (13a ,13b ) verbunden ist, der im Bereich der oberen Antriebseinheit (7a ) angeordnet ist. - Schiffsantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Schmierölbehälter (
13a ,13b ) mit Abstand zu dem Getriebegehäuse (8 ) des oberen Winkelgetriebes (4 ) angeordnet ist. - Schiffsantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Schmierölbehälter (
13a ,13b ) ein zumindest teilweise durchsichtiges Gehäuse aufweist. - Schiffsantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der oberen Antriebseinheit (
7a ) zumindest ein verschließbarer Entlüftungskanal (32a ,32b ) ausgebildet ist. - Schiffsantrieb nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Leitung (
28a ,28b ) mit dem freien Ende eines Schmierölkanals (38a ,38b ) verbunden ist, der in der Wand des Getriebegehäuses (8 ) der oberen Antriebseinheit (7a ) ausgebildet ist. - Schiffsantrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmierölkanal (
38a ,38b ) im Getriebegehäuse (8 ) mit einem Schmierölkanal (29a ,29b ) in einer Wand einer Tragstruktur (31 ) der oberen Antriebseinheit (7a ) verbunden ist, und dass der Schmierölkanal (29a ,29b ) in der Tragstruktur (31 ) in Richtung zur vertikalen Antriebswelle (21 ) und zur unteren Antriebseinheit (7b ) führt. - Schiffsantrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Tragstruktur (
31 ) der oberen Antriebseinheit (7a ) eine von zumindest einem Elektromotor (15a ,15b ) drehbare, hohlzylindrische Nabe (25 ) angeordnet ist, die mit einer hohlen Tragfinne (16 ) der unteren Antriebseinheit (7b ) fest verbunden ist. - Schiffsantrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikale Antriebswelle (
21 ) in der Nabe (25 ) sowie in der Tragfinne (16 ) koaxial aufgenommen und gelagert (26 ,27 ) ist. - Schiffsantrieb nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im nabennahen Bereich der gegenüber dem Schiffsrumpf (
39 ) drehbaren Tragfinne (16 ) ein Ölsammelraum (33 ) ausgebildet ist, der über eine Drehentkopplung mit zumindest einen ortsfesten Schmierölkanal (30a ,30b ) in der Wand der Tragstruktur (31 ) der oberen Antriebseinheit (7a ) strömungstechnisch verbunden ist. - Schiffsantrieb nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehentkopplung durch eine Ringnut (
40 ) realisiert ist, die an der Außenwand eines mit der Tragfinne (16 ) verbundenen Drehtellers (20 ) ausgebildet ist, wo bei die Ringnut (40 ) nach außen abgedichtet ist und sowohl mit dem Schmierölkanal (30a ,30b ) in der Wand der Tragstruktur (31 ) der oberen Antriebseinheit (7a ) als auch mit dem Ölsammelraum (33 ) im oberen Bereich der dreh- bzw. schwenkbaren Tragfinne (16 ) bzw. des Drehtellers (20 ) der unteren Antriebseinheit (7b ) strömungstechnisch verbunden ist. - Schiffsantrieb nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Entlüftungskanal (
32a ,32b ) in der Wand der Tragstruktur (31 ) ausgebildet ist.
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