DE102009000964A1 - Hochdruckkraftstoffpumpe für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Hochdruckkraftstoffpumpe für eine Brennkraftmaschine, umfassend eine, in einem Gehäuse (1) rotierbar gelagerte Antriebswelle (2), welche bei Rotation über mindestens ein Antriebselement (3) mindestens ein Pumpenelement (4) in Bewegung versetzt, das in einem je zugehörigen, auf dem Gehäuse (1) aufgesetzten Pumpenzylinderkopf (5) geführt ist, wobei in einem je zugeordneten, innerhalb des je zugehörigen Pumpenzylinderkopfs (5) platzierten Druckraum (10) durch die Bewegung des mindestens einen Pumpenelements (4) Kraftstoff aus einem Niederdruckkreislauf ansaugbar, auf Hochdruck verdichtbar und zu einem Hochdruckspeicher (15) förderbar ist, welcher durch eine, in einer Wand des Gehäuses (1) verlaufende Bohrung (16) gebildet ist und aus welchem über seitlich am Gehäuse (1) vorgesehene Anschlüsse (17a-17c) der unter Hochdruck stehende Kraftstoff entnehmbar ist, wobei ferner sich die Bohrung (16) in der Wand des Gehäuses (1), ausgehend von einer der Kontaktflächen des Gehäuses (1) mit dem je zugehörigen Pumpenzylinderkopf (5) erstreckt und hierbei zugleich die Verbindungsleitung zu einer Hochdruckleitung (14) des je zugeordneten Druckraumes (10) bildet.
Description
- Stand der Technik
- Die Erfindung betrifft eine Hochdruckkraftstoffpumpe für eine Brennkraftmaschine, umfassend eine, in einem Gehäuse rotierbar gelagerte Antriebswelle, welche bei Rotation über mindestens ein Antriebselement mindestens ein Pumpenelement in Bewegung versetzt, das in einem je zugehörigen, auf dem Gehäuse aufgesetzten Pumpenzylinderkopf geführt ist, wobei in einem je zugeordneten, innerhalb des je zugehörigen Pumpenzylinderkopfs platzierten Druckraum durch die Bewegung des mindestens einen Pumpenelements Kraftstoff aus einem Niederdruckkreislauf ansaugbar, auf Hochdruck verdichtbar und zu einem Hochdruckspeicher förderbar ist, welcher durch eine, in einer Wand des Gehäuses verlaufende Bohrung gebildet ist und aus welchem über seitlich am Gehäuse vorgesehene Anschlüsse der unter Hochdruck stehende Kraftstoff entnehmbar ist.
- Aus der
DE 10 2004 015 266 A1 ist bereits eine derartige Hochdruckkraftstoffpumpe bekannt, in deren Gehäuse eine Antriebswelle rotierbar gelagert ist und über Antriebselemente zwei Pumpenelemente betreibt, die in jeweils zugehörigen und auf dem Gehäuse aufgesetzten Pumpenzylinderköpfen geführt sind. Bei der Bewegung der Pumpenelemente wird jeweils in einem, dem einzelnen Pumpenelement zugeordneten Druckraum auf eine, dem Fachmann bekannte Art und Weise Kraftstoff aus einem Niederdruckkreislauf angesaugt, auf Hochdruck verdichtet und einem gemeinsamen Hochdruckspeicher zugeführt. Dieser Hochdruckspeicher wird dabei durch eine, in einer Gehäusewand verlaufende Bohrung gebildet, wobei unter Hochdruck stehender Kraftstoff über, am Gehäuse vorgesehene Anschlüsse aus dem Speicher entnommen werden kann. Diese Bohrung ist hierbei orthogonal zu einer Lagerbohrung der Antriebswelle im Gehäuse platziert, wobei der Bereich des Hochdruckspeichers über eine Hochdruckabdichtung vom Innenraum der Antriebswelle abgetrennt ist. An ihrem offenen Ende ist die Bohrung zudem über einen Verschlussstopfen verschlossen, um auch das gesamte Pumpengehäuse gegenüber der Umgebung abzudichten. - Die Anordnung der Bohrung im Gehäuse zum Ausbilden des Hochdruckspeichers bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass nur ein sehr geringer Anteil des Volumens der Bohrung zur Speicherung des unter Hochdruck stehenden Kraftstoffs genutzt wird, was den Materialaufwand entsprechend erhöht. Des Weiteren muss zwischen Hochdruckspeicher und dem Innenraum der Antriebswelle eine aufwendige Dichtung vorgesehen werden, um ein Rückfließen des unter Hochdruck stehenden Kraftstoffs in den Niederdruckbereich zu verhindern.
- Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Hochdruckkraftstoffpumpe für eine Brennkraftmaschine zu schaffen, bei welcher der Hochdruckspeicher in das Gehäuse integriert ist, wobei sich diese Integration durch eine möglichst effektive Materialausnutzung und platzsparende Anordnung auszeichnet.
- Offenbarung der Erfindung
- Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Die darauffolgenden, abhängigen Ansprüche geben jeweils vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder.
- Vorteile der Erfindung
- Die Erfindung umfasst die technische Lehre, dass sich die Bohrung in der Wand des Gehäuses, ausgehend von einer der Kontaktflächen des Gehäuses mit dem je zugehörigen Pumpenzylinderkopf erstreckt und hierbei zugleich die Verbindungsleitung zu einer Hochdruckleitung des je zugeordneten Druckraumes bildet. Mittels einer derartigen Anordnung der Bohrung ist es somit möglich, nahezu das gesamte Bohrungsvolumen zur Speicherung des unter Hochdruck stehenden Kraftstoffs zu nutzen. Des Weiteren wird durch den Umstand, dass die Bohrung mit Ihrem offenen Ende direkt in die Hochdruckleitung des je zugeordneten Druckraumes mündet eine aufwendige Abdichtung überflüssig.
- Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind ein Drucksensor und/oder ein Druckregelventil in die Bohrung integriert. Dies hat den Vorteil, dass eine Überwachung und/oder Regelung des Kraftstoffdrucks im Hochdruckspeicher bauraumoptimal möglich wird.
- Gemäß einer alternativen Ausführungsform weist eine Verschlussschraube eines, in der Hochdruckleitung vorgesehenen Rückschlagventils einen Drucksensor und ein Druckregelventil auf. Dadurch kann die Überwachung und Steuerung des Kraftstoffdrucks mit einem geringen fertigungstechnischen Aufwand in das bereits bestehende Bauteil Verschlussschraube integriert werden.
- In Weiterbildung der Erfindung sind in die Anschlüsse jeweils Drosselstellen integriert. Vorteilhafterweise ist es mittels dieser Drosselstellen möglich, aus den Zuführleitungen der Kraftstoffinjektoren kommende Druckpulsationen abzudämpfen und die Kraftstoffpumpe somit zuverlässig vor diesen Druckwellen zu schützen.
- Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist zwischen dem Gehäuse und dem je zugehörigen Pumpenzylinderkopf, im Bereich der Bohrung eine Hochdruckdichtung vorgesehen. Dadurch kann im Bereich des Übergangs vom Pumpenzylinderkopf in das Gehäuse eine Leckage von unter Hochdruck stehendem Kraftstoff wirksam verhindert werden.
- Es ist eine Weiterbildung der Erfindung, dass genau ein Pumpenelement in Form eines Pumpenkolbens vorgesehen ist, welcher über ein als Nocken ausgeführtes Antriebselement der Antriebswelle betreibbar ist. Mittels einer derartigen Ausführung der Hochdruckkraftstoffpumpe kann eine zuverlässige Füllung des Hochdruckspeichers erreicht werden, wobei dem Fachmann hierbei klar sein wird, dass der Nocken eine, der Menge an zu bedienenden Injektoren entsprechende Anzahl an Erhebungen aufweisen muss, um stets den geforderten Kraftstoffdruck im Hochdruckspeicher aufrecht zu erhalten.
- Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung anhand einer Figur näher dargestellt.
- Ausführungsform der Erfindung
- Die einzige Figur zeigt eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Hochdruckkraftstoffpumpe, welche ein Gehäuse
1 aufweist, worin eine Antriebswelle2 rotierbar gelagert ist. Diese Antriebswelle2 betreibt über ein, als Nocken ausgeführtes Antriebselement3 mittelbar ein Pumpenelement4 , wobei durch das Antriebselement3 eine Rotation der Antriebswelle2 in eine translatorische Bewegung des Pumpenelements4 umgesetzt wird. Das Pumpenelement4 ist hierbei als Pumpenkolben ausgebildet, der in einem, auf dem Gehäuse1 aufgesetzten Pumpenzylinderkopf5 verschiebbar geführt ist und über eine Laufrolle6 und einen Rollenschuh7 mit dem Antriebselement3 in Wirkverbindung steht. Um hierbei allerdings einen ständigen Kontakt des Pumpenelements4 mit dem Antriebselement3 zu garantieren, wird dieses über eine Rückstellfeder8 und mittels eines Federtellers9 mitsamt Rollenschuh7 und Laufrolle6 an das Antriebselement3 angedrückt. Ferner ist oberhalb des Pumpenelements4 ein Druckraum10 angeordnet, in welchem bei einer Abwärtsbewegung des Pumpenelements4 über ein Saugventil11 Kraftstoff aus einem Zulaufkanal12 eines Niederdruckkreislaufs angesaugt und bei einer anschließenden Aufwärtsbewegung des Pumpenelements4 auf Hochdruck verdichtet wird. Der unter Hochdruck stehende Kraftstoff wird im Anschluss daran, über ein Rückschlagventil13 einer Hochdruckleitung14 und im Folgenden einem Hochdruckspeicher15 zugeführt. Dieser Hochdruckspeicher15 weist dabei die Besonderheit auf, dass er durch eine, sich ausgehend von einer Kontaktfläche des Gehäuses1 mit dem Pumpenzylinderkopf5 in der Wand des Gehäuses1 erstreckende Bohrung16 gebildet wird. Diese Bohrung16 stellt dabei zugleich die Verbindungsleitung zu der Hochdruckleitung14 im Pumpenzylinderkopf5 dar, wobei ihr Volumen nahezu dem Volumen des Hochdruckspeichers15 entspricht. Aus dem Hochdruckspeicher15 zweigen jeweils Leitungen zu Anschlüssen17a bis17c ab, welche die Anschlusspunkte für Zuführleitungen zu Kraftstoffinjektoren der Brennkraftmaschinen bilden. Dabei sind in die Anschlüsse17a bis17c jeweils Drosselstellen18a bis18c integriert, durch welche Druckpulsationen aus den Zuführleitungen der Kraftstoffinjektoren abgedämpft werden. Des Weiteren beinhaltet eine Verschlussschraube19 des Rückschlagventils13 einen Drucksensor und ein Druckregelventil, welche beide hier nicht weiter dargestellt sind, um den im Hochdruckspeicher15 herrschenden Kraftstoffdruck kontrollieren und steuern zu können. Schließlich ist zwischen Gehäuse1 und Pumpenzylinderkopf5 noch eine Hochdruckdichtung20 platziert, durch welche eine Leckage des unter Hochdruck stehenden Kraftstoffs über die Kontaktfläche zwischen Gehäuse1 und Pumpenzylinderkopf5 wirksam verhindert wird. - Bei Betrieb der Hochdruckkraftstoffpumpe wird das Pumpenelement
4 über das Antriebselement3 der Antriebswelle2 entsprechend dessen Erhebungskontur auf und ab bewegt. Die Anzahl an Erhebungen entspricht dabei der Anzahl an Kraftstoffinjektoren, die mit unter Hochdruck stehenden Kraftstoff zu versorgen sind. Dabei erfolgt eine Aufwärtsbewegung des Pumpenelements4 und damit eine Verdichtung des Kraftstoffs im Druckraum10 zeitlich kurz vor dem Zeitfenster einer Einspritzung über einen der Kraftstoffinjektoren, so dass im Hochdruckspeicher15 stets ein ausreichender Kraftstoffdruck zur Verfügung steht. Dieser Druck wird dabei über den in der Verschlussschraube19 des Rückschlagventils13 integrierten Drucksensor und das Druckregelventil auf dem Fachmann bekannte Art und Weise kontrolliert und gesteuert. - Die Erfindung ist hierbei nicht auf die im Vorfeld beschriebene Ausführungsform der Erfindung beschränkt. Vielmehr ist auch eine Variante denkbar, bei welcher die Pumpe mit zwei koaxial zueinander platzierten Pumpenkolben ausgestattet ist, wobei die Bohrung zum Ausbilden des Hochdruckspeichers derart platziert ist, dass sie beide Hochdruckleitungen der Pumpenzylinderköpfe miteinander verbindet.
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102004015266 A1 [0002]
Claims (7)
- Hochdruckkraftstoffpumpe für eine Brennkraftmaschine, umfassend eine, in einem Gehäuse (
1 ) rotierbar gelagerte Antriebswelle (2 ), welche bei Rotation über mindestens ein Antriebselement (3 ) mindestens ein Pumpenelement (4 ) in Bewegung versetzt, das in einem je zugehörigen, auf dem Gehäuse (1 ) aufgesetzten Pumpenzylinderkopf (5 ) geführt ist, wobei in einem je zugeordneten, innerhalb des je zugehörigen Pumpenzylinderkopfs (5 ) platzierten Druckraum (10 ) durch die Bewegung des mindestens einen Pumpenelements (4 ) Kraftstoff aus einem Niederdruckkreislauf ansaugbar, auf Hochdruck verdichtbar und zu einem Hochdruckspeicher (15 ) förderbar ist, welcher durch eine, in einer Wand des Gehäuses (1 ) verlaufende Bohrung (16 ) gebildet ist und aus welchem über seitlich am Gehäuse (1 ) vorgesehene Anschlüsse (17a –17c ) der unter Hochdruck stehende Kraftstoff entnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Bohrung (16 ) in der Wand des Gehäuses (1 ), ausgehend von einer der Kontaktflächen des Gehäuses (1 ) mit dem je zugehörigen Pumpenzylinderkopf (5 ) erstreckt und hierbei zugleich die Verbindungsleitung zu einer Hochdruckleitung (14 ) des je zugeordneten Druckraumes (10 ) bildet. - Hochdruckkraftstoffpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Bohrung (
16 ) ein Drucksensor und/oder ein Druckregelventil integriert sind. - Hochdruckkraftstoffpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verschlussschraube (
19 ) eines, in der Hochdruckleitung (14 ) vorgesehenen Rückschlagventils (13 ) einen Drucksensor und/oder ein Druckregelventil aufweist. - Hochdruckkraftstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die Anschlüsse (
17a –17c ) jeweils Drosselstellen (18a –18c ) integriert sind. - Hochdruckkraftstoffpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Gehäuse (
1 ) und dem je zugehörigen Pumpenzylinderkopf (5 ), im Bereich der Bohrung (16 ) eine Hochdruckdichtung (20 ) vorgesehen ist. - Hochdruckkraftstoffpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass genau ein Pumpenelement (
4 ) in Form eines Pumpenkolbens vorgesehen ist, welcher über ein als Nocken ausgeführtes Antriebselement (3 ) der Antriebswelle (2 ) betreibbar ist. - Brennkraftmaschine für den Antrieb eines Kraftfahrzeuges, mit einem Einspritzsystem, umfassend eine Hochdruckkraftstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6.
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