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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Radarverfahren und -systeme
und insbesondere Radarverfahren und -systeme mit zwei Betriebsarten.
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ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
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Radar
ist ein System, das elektromagnetische Wellen zum Identifizieren
einer Entfernung, eines Winkels und/oder einer Geschwindigkeit sowohl
von beweglichen Objekten als auch von stationären Zielen verwendet. Zum Beispiel
wird Radar oft zum Detektieren von Wetterbedingungen, Schiffen,
Flugzeugen, Kraftfahrzeugen, geologischen Formationen verwendet
und kann auch für
viele andere Anwendungen benutzt werden.
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Wie
aus der obigen Erörterung
und den hier beschriebenen Ausführungsformen
hervorgehen wird, besteht ein Bedarf an Verbesserungen an Radarsystemen.
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KURZFASSUNG DER ERFINDUNG
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Eine
Ausführungsform
betrifft einen Radartransceiver mit zwei Betriebsarten (dual mode
radar transceiver). Der Transceiver mit zwei Betriebsarten enthält mehrere
Sendekanäle.
Jeder der mehreren Sendekanäle
ist dafür
ausgelegt, zwischen einer ersten Betriebsart und einer zweiten Betriebsart
umzuschalten. Die erste Betriebsart umfasst eine erste Kombination
der mehreren Sendekanäle,
die dafür
ausgelegt ist, abgehende Signale gleichzeitig zu senden. Die zweite
Betriebsart umfasst mehrere verschiedene Kombinationen der mehreren
Sendekanäle.
Jede der mehreren verschiedenen Kombinationen weist weniger Sendekanäle als die
erste Kombination auf.
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Die
folgende Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen erläutern bestimmte
beispielhafte Aspekte und Implementierungen der Erfindung im Detail.
Diese geben nur einige wenige der verschiedenen Möglichkeiten
wieder, wie die Prinzipien der Erfindung verwendet werden können.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1–2 zeigen
ein FMCW-Radarsystem, das einen einzigen Sender und einen einzigen
Empfänger
enthält;
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3 zeigt
ein Konzeptdiagramm einer Ausführungsform
eines Radarsystems mit zwei Betriebsarten gemäß der vorliegenden Erfindung;
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4 zeigt
eine Ausführungsform
des Transceivers mit zwei Betriebsarten, der zwei Sendekanäle und zwei
Empfangskanäle
aufweist, gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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5 zeigt
eine Ausführungsform
zum Variieren der Sendekanäle
und Empfangskanäle
der Ausführungsform
von 4 als Funktion der Zeit, um gemäß der vorliegenden
Erfindung zwei Betriebszustände
zu erreichen;
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6 ist
ein weiteres Blockschaltbild einer Ausführungsform zum Variieren der
Sendekanäle
und Empfangskanäle
der Ausführungsform
von 4 als Funktion der Zeit, um gemäß der vorliegenden
Erfindung zwei Betriebszustände
zu erreichen;
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7 ist
ein Schaltbild einer Ausführungsform
eines Transceivers mit zwei Betriebsarten;
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8 ist
ein Schaltbild einer Ausführungsform
einer ersten Abtastschaltung;
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9 ist
ein Schaltbild einer Ausführungsform
einer zweiten Abtastschaltung;
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10 ist
ein Flussdiagramm einer Ausführungsform
eines Fernbereichs-Detektionsverfahrens;
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11 ist
ein Flussdiagramm einer Ausführungsform
eines Nahbereichs-Detektionsverfahrens;
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12 ist
eine graphische Darstellung mehrerer Simulationsbeispiele für ein Beispiel
einer Nahbereichs-Detektion;
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13 zeigt
eine Ausführungsform
einer Schaltung zum Ausführen
einer Kalibrierung;
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14 zeigt
eine Ausführungsform
eines Ein- und Ausschaltens von Sende- und Empfangskanälen zum
Erreichen der Kalibrierung; und
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15 zeigt
eine weitere Ausführungsform
einer Schaltung zum Durchführen
einer Kalibrierung.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Eine
oder mehrere Implementierungen der vorliegenden Erfindung werden
nun mit Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, in denen durchgehend gleiche Bezugszeichen
zur Bezeichnung von gleichen Elementen verwendet werden. Obwohl
bestimmte hier beschriebene Ausführungsformen
besonders in Automotive-Radarsystemen nützlich sind, gelten die Konzepte
auch für
andere Radaranwendungen. Bei Automotive-Radarsystemen können Kompromisse zwischen verbesserter
Winkeldetektion und Detektion für
große
Entfernung dann besonders nützlich
sein, wenn Ziele, wie etwa in der Nähe befindliche Fahrzeuge, sich relativ
zu dem Radartransceiver in der selben Entfernung befinden können (z.
B. Fahrzeuge in angrenzenden Spuren auf einer Autobahn).
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Bestimmte
Anwendungen der vorliegenden Erfindung können in sogenannten FMCW-Radarsystemen verwendet
werden, d. h. in Radarsystemen, die frequenzmodulierte dauerhafte
Signale verwenden (FMCW = frequency modulated continuous wave),
während
andere Anwendungen andere Arten von Radarsystemen verwenden können, wie
z. B. gepulste Radarsysteme. 1 zeigt
ein FMCW-Radarsystem 100, das einen Sender 102 und
einen Empfänger 104 umfasst.
Der Sender 102 enthält
eine Antenne 106 zum Senden eines gesendeten Signals 108,
wie zum Beispiel einer Funkwelle oder einer anderen elektromagnetischen
Welle, auf ein Ziel 110. In ähnlicher Weise umfasst der
Empfänger 104 eine
Antenne 112 zum Empfangen eines gestreuten Signals 114,
das von dem Ziel 110 reflektiert wird.
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Um
eine Distanz zu dem Ziel zu bestimmen, sendet der Sender 102 das
gesendete Signal 108 als eine Frequenzrampe 116,
deren Frequenz als Funktion der Zeit – zum Beispiel wie in 2 gezeigt – variiert.
Nachdem das gesendete Signal 108 gesendet ist, besteht
eine gewisse Verzögerung τ, bevor das
gestreute Signal 114 als verzögerte Frequenzrampe 118 wieder
in dem Empfänger 104 empfangen
wird. Da das gesendete und das gestreute Signal 108, 114 eine
Gesamtdistanz von 2D mit Lichtgeschwindigkeit c zurücklegen,
ist die Verzögerung τ direkt proportional
zu der Distanz D zu dem Ziel 110 (d. h. τ = 2D/c).
Durch Messung der Verzögerung τ zwischen
dem gesendeten und gestreuten Signal 108, 114 kann
das Radarsystem 100 somit die Distanz zu dem Ziel 110 überwachen.
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Das
FMCW-Radarsystem 100 kann die Geschwindigkeit des Ziels
durch Verwendung einer Reihe verschiedener Rampen oder durch Verfolgen
der Distanz als Funktion der Zeit überwachen. Auf diese Weise
kann das FMCW-Radarsystem 100 die Distanz und Geschwindigkeit
des Ziels 110 bestimmen. In vielen Situationen würde ein
Anwender jedoch auch gerne einen Einfallswinkel ei nes Ziels zusätzlich zu
seiner Distanz und Geschwindigkeit wissen. Das FMCW-Radarsystem 100,
das einen einzigen Sender und einen einzigen Empfänger verwendet,
kann den Einfallswinkel eines Ziels allerdings nicht genau bestimmen.
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In 3 ist
eine Ausführungsform
eines Radarsystems 300 mit zwei Betriebsarten gemäß der Erfindung
abgebildet. Das Radarsystem 300 mit zwei Betriebsarten
enthält
einen Radarsender/-empfänger 302 mit zwei
Betriebsarten, der mehrere Sendekanäle 304 und mehrere
Empfangskanäle 305 aufweist.
Diese mehreren Sende- und Empfangskanäle 304, 305 ermöglichen
es dem Transceiver 302 mit zwei Betriebsarten zwischen
einer ersten Betriebsart und einer zweiten Betriebsart umzuschalten
und dadurch Kompromisse zwischen Detektion für große Entfernung und verbesserter
Winkeldetektion auszugleichen.
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Die
erste Betriebsart, die bei einigen Ausführungsformen auch als Betriebsart
für den
Fernbereich (long-range mode) bezeichnet werden kann, kann einen
Einfallswinkel eines Ziels in einer großen Entfernung 306 detektieren,
und zwar zusätzlich
zu dem Detektieren von Geschwindigkeit und Entfernung des Ziels.
Zum Beispiel verwendet bei der dargestellten Ausführungsform
der Transceiver 302 mit zwei Betriebsarten die Fernbereichs-Betriebsart,
um Geschwindigkeiten, Entfernungen und/oder Einfallswinkel zu detektieren,
die jeweils mit Zielen T1, T2 im Fernbereich und Zielen T3, T4 im
Nahbereich (short range) assoziiert sind. Um diese Funktionalität zu ermöglichen,
sind die mehreren Sendekanäle 304 gleichzeitig
eingeschaltet (d. h. Senden abgehende Signale) und liefern dadurch
mehr Ausgangsleistung und einen größeren Gewinn (gain) für eine Detektion
im Fernbereich.
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Während der
zweiten Betriebsart die als Betriebsart für den Nahbereich (short-range
mode) und/oder verbesserte Winkeldetektion bezeichnet werden kann,
arbeitet der Transceiver 302 mit zwei Betriebsarten innerhalb
des Nahbereichs 308. Obwohl diese zweite Betriebsart im
allgemeinen keine Informationen für die Ziele T1, T2 im Fernbereich
ermitteln kann, kann sie Einfallswinkel (ϕ3, ϕ4) für
die Ziele (T3 bzw. T4) im Nahbereich genauer messen, als dies in
der Fernbereichs-Betriebsart
erreichbar ist. Obwohl die Fernbereichs-Betriebsart möglicherweise nicht in der Lage
ist, die Einfallswinkel zweier Ziele in derselben Entfernung aufzulösen, kann die
Nahbereichs-Betriebsart Einfallswinkel (ϕ3, ϕ4), die mit den Zielen im Nahbereich (T3
bzw. T4) assoziiert sind, auch dann auflösen, wenn die beiden Ziele
im Nahbereich dieselbe Entfernung und dieselbe Geschwindigkeit aufzuweisen
scheinen. Um diese Funktionalität
in der Nahbereichs-Betriebsart
zu ermöglichen,
werden die mehreren Sendekanäle 304 sequentiell
ein- und ausgeschaltet. Durch Wechseln zwischen der ersten und der
zweiten Betriebsart erreicht der Transceiver 302 mit zwei
Betriebsarten einen Kompromiss zwischen Detektion im Fernbereich
und verbesserter Winkeldetektion.
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Während der
Nahbereichs-Betriebsart kann der Transceiver
302 mit zwei
Betriebsarten abgehende Signale über
eine relativ hohe Bandbreite senden. während der Fernbereichs-Betriebsart
kann der Transceiver
302 mit zwei Betriebsarten dagegen
abgehende Signale über
eine relativ niedrige Bandbreite senden. Diese relativ niedrige
Bandbreite vergrößert den
Rauschabstand und ermöglicht
dadurch eine Detektion von Zielen im Fernbereich. Bei einer Ausführungsform
ergibt die relativ niedrige Bandbreite in der Fernbereichs-Betriebsart
einen zusätzlichen
Gewinn von ungefähr:
wobei B
SR die
für den
Nahbereich (short range) verwendete Bandbreite und B
LR die
für den
Fernbereich (long range) verwendete Bandbreite ist. Für den Fernbereich
beträgt
der Gesamtgewinn (total gain) G
Ant + G
BW, wobei G
Ant der
Gewinn der Antenne ist. Im Hinblick auf die Radargleichung wird
die Ent fernung für
das Radarsystem mit zwei Betriebsarten während der Fernbereichs-Betriebsart
um einen Faktor a
r vergrößert:
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Zum
Beispiel weist bei einer Ausführungsform
die Fernbereichs-Betriebsart eine Frequenzbandbreite von ungefähr 200 MHz
und die Nahbereichs-Betriebsart eine Frequenzbandbreite von ungefähr 1 GHz
auf, so dass GBW = 5 ist. Im Fall GAnt = 6 dB würde die Entfernung in der Fernbereichs-Betriebsart
um einen Faktor von etwa 2,1 gegenüber der für den Nahbereich vergrößert. Wenn
der Nahbereich eine Entfernung von etwa 30 m abdeckte, würde die
große
Entfernung folglich eine Entfernung von etwa 63 m abdecken. Diese
Werte sind lediglich Beispiele, und die tatsächlichen Verstärkungen
könnten
abhängig
von vielen Parametern, wie etwa Antennengewinn, Rauschzahl, Rampensequenz
usw., stark variieren.
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4 zeigt
ausführlicher
eine Ausführungsform
eines Transceivers 400 mit zwei Betriebsarten, der zwischen
einer ersten und einer zweiten Betriebsart umschalten kann. Zu Zwecken
der Erläuterung
umfasst der dargestellte Transceiver 400 mit zwei Betriebsarten
zwei Sendekanäle 402 (d.
h. einen ersten Sendekanal TX1 und einen zweiten Sendekanal TX2)
und zwei Empfangskanäle 404 (d.
h. einen ersten Empfangskanal RX1 und einen zweiten Empfangskanal
RX2), er könnte
allgemeinen aber eine beliebige Anzahl von Sende- und Empfangskanälen aufweisen.
Bei der dargestellten Ausführungsform
liegt zwischen Phasenzentren der Sendekanäle eine Distanz von ungefähr 2d beabstandet,
während
zwischen Phasenzentren der Empfangskanäle – wie gezeigt – eine Distanz
von ungefähr
d liegt.
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5 zeigt
ein Beispiel für
Variationen in den Sendekanälen 402 und
Empfangskanälen 404 als
Funktion der Zeit, um eine Funktionalität mit zwei Betriebsarten zu
ermöglichen.
Während
der Fernbereichs-Betriebsart 502 sind der erste und der
zweite Sender TX1, TX2 zum Zeitpunkt t1 gleichzeitig eingeschal tet.
Dadurch kann der Transceiver 400 mit zwei Betriebsarten
Geschwindigkeit und Entfernung von Zielen im Fernbereich zum Beispiel
durch Verwendung von FMCW-Radartechniken detektieren. Da mehrere
Sendekanäle verwendet
werden, kann der Transceiver 400 mit zwei Betriebsarten
ferner auch die Einfallswinkel dieser Ziele mit einer ersten Winkelgenauigkeit
messen.
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In
der Nahbereichs-Betriebsart 504 werden der erste und der
zweite Sender TX1, TX2 dagegen sequentiell ein- und ausgeschaltet.
Dadurch kann der Transceiver 400 mit zwei Betriebsarten
mehrere unabhängige
Ausbreitungswege synthetisieren, um die Einfallswinkel von Zielen
im Nahbereich genau zu messen. Während
einer zweiten Zeit (t2) ist somit der erste Sender TX1 eingeschaltet
und der zweite Sender TX2 ausgeschaltet; während einer dritten Zeit (t3)
ist jedoch der erste Sender TX1 ausgeschaltet und der zweite Sender TX2
eingeschaltet. Durch Ein- und Ausschalten der beiden Sendekanäle können vier
unabhängige
Ausbreitungswege verwendet werden, um den Einfallswinkel für jedes
Ziel im Nahbereich zu berechnen. Auf diese Weise kann der Einfallswinkel
von Zielen im Nahbereich mit einer zweiten Winkelgenauigkeit gemessen
werden, die größer als
die in der Fernbereichs-Betriebsart erzielte erste Winkelgenauigkeit
ist.
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Entsprechend
zeigen die 4–5 ein Beispiel
für einen
Transceiver mit zwei Betriebsarten, der drei Sendekanalkonfigurationen
aufweist. Die erste Sendekanalkonfiguration entspricht t1, wobei
eine erste Kombination von Sendekanälen (d. h. TX1 und TX2) eingeschaltet
ist. Die zweite Sendekanalkonfiguration entspricht t2, wobei eine
zweite Kombination von Sendekanälen
(d. h. TX1) eingeschaltet ist. Die dritte Sendekanalkonfiguration
entspricht t3, wobei eine dritte Kombination von Sendekanälen (d.
h. TX2) eingeschaltet ist. Obwohl die Ausführungsformen in den 4–5 in
der Fernbereichs-Betriebsart 502 alle Sendekanäle verwendet,
verwenden andere Ausführungsformen
im wesentlichen alle Sendekanäle
o der nur genug Sendekanäle,
um eine Bereichsvergrößerung zu
erhalten.
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Obwohl
im Zusammenhang mit den 4–5 zwei Sendekanäle dargestellt
und erörtert
wurden, könnte
bei anderen Ausführungsformen
ein Transceiver mit zwei Betriebsarten eine beliebige Anzahl von
Sendekanälen
aufweisen. Allgemeiner kann also ein Transceiver mit zwei Betriebsarten
mehrere Sendekanäle
NTX enthalten, die in einer Anzahl von Sendekanalkonfigurationen
angeordnet werden können,
wobei jede Sendekanalkonfiguration eine individuelle Kombination
von Sendekanälen
aufweist. Bei bestimmten Ausführungsformen
kann die Anzahl der TX-Kanäle
auf zwischen zwei und vier begrenzt werden. Der Grund dafür besteht darin,
dass die maximale Dopplerfrequenz und deshalb die maximale Geschwindigkeit
von Zielen, die detektierbar ist, mit zunehmender Anzahl der Sendekanäle reduziert
wird.
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Der
Transceiver 400 mit zwei Betriebsarten kann auch eine beliebige
Anzahl von Empfangskanälen NRX enthalten. Im allgemeinen wird ein Transceiver
mit zwei Betriebsarten mit mehr Empfangskanälen eine höhere Leistungsfähigkeit
(z. B. Winkelauflösung)
als ein Transceiver mit zwei Betriebsarten mit weniger Empfangskanälen aufweisen.
Zum Beispiel ist bei drei Empfangskanälen der Gesamtabstand zwischen
den Empfangsantennen 3d oder im allgemeinen NRX·d, wobei
d der Abstand zwischen angrenzenden Empfangsantennen ist. Dann ist
es möglich,
zwischen mehr Zielen zu unterscheiden und die Genauigkeit und Robustheit
des Verfahrens zu verbessern. Die Anzahl der synthetisierten Kanäle ist NRX·NTX.
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Die 4–5 zeigen
eine Ausführungsform,
bei der der erste und der zweite Empfangskanal RX1, RX2 für jeden
Zeitraum gleichzeitig eingeschaltet sind. Wie anhand von 7 nachfolgend
ausführlicher
beschrieben werden wird, kann diese Funktionalität durch Mischer ermöglicht werden,
die den Empfangskanälen zugeordnet
sind. Dies erlaubt ein Mischen des gesendeten Signals mit jeweils
gestreuten Signalen, die auf den Empfangskanälen empfangen werde, wodurch
die gestreuten Signale für
eine parallele Verarbeitung in jeweilige Basisbandsignale umgesetzt
bzw. nach unten konvertiert werden.
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6 zeigt
eine andere Ausführungsform,
bei der die Empfangskanäle
sequentiell ein- und ausgeschaltet werden, während eine Sendekanalkonfiguration
kontinuierlich angewandt wird. Es kann ein Multiplexer verwendet
werden, um mehrere Empfangskanäle
auf einen ZF-Verstärker
und eine Filterkette mit nachfolgendem A/D-Umsetzer zu schalten.
Diese Ausführungsform
kann im Vergleich zu der Ausführungsform
von 5 etwas Hardware ersparen, erfordert aber aufgrund
der seriellen Verarbeitung mehr Verarbeitungszeit, wodurch die maximale
Geschwindigkeit, die für
Ziele detektierbar ist, begrenzt wird. Bei anderen Ausführungsformen
können
die Aspekte gemäß der 5–6 gemischt
werden, um einen gewünschten
Ausgleich von Leistungsfähigkeit
und Kosten zu erzielen. Wie in 6 gezeigt
ist, wird während
der Zeit t4 kontinuierlich eine erste Sendekanalkonfiguration angewandt,
während
der Transceiver von einer ersten Empfangskanalkonfiguration (d.
h. RX1 ausgeschaltet, RX2 eingeschaltet) zu einer zweiten Empfangskanalkonfiguration
(d. h. RX1 eingeschaltet, RX2 ausgeschaltet) wechselt. Für die anderen
Sendekanalkonfigurationen ist eine ähnliche Funktionalität dargestellt. 6 zeigt
also eine Ausführungsform,
bei der die Empfangskanäle
zwischen einer Anzahl verschiedener Empfangskanalkonfigurationen
gewechselt werden können,
während
kontinuierlich eine gegebene Sendekanalkonfiguration angewandt wird.
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In 7 sind
Schaltkreise 700 für
einen Transceiver mit zwei Betriebsarten dargestellt, wie er zum
Beispiel zuvor anhand der 4–5 beschrieben
wurde. Wie gezeigt umfassen die Schaltkreise 700 einen Frequenzrampengenerator 702;
einen spannungsgesteuerten Oszillator (VCO) 704; einen
Ausgangspuffer 706 und einen Puffer 708 eines
lokalen Oszillators (LO); einen ersten und einen zweiten Schalter 710, 712,
die der ersten bzw. zweiten Sendeantenne 714; 716 zugeordnet
sind; einen ersten und einen zweiten Mischer 718, 720,
die der ersten bzw. zweiten Empfangsantenne 722, 724 zugeordnet
sind; und eine erste und eine zweite Abtastschaltung 726, 728,
die dem ersten bzw. zweiten Empfangskanal zugeordnet sind.
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Während des
Betriebs führt
der Frequenzrampengenerator 702 dem VCO 704 eine
Reihe von Frequenzrampen zu. Diese Frequenzrampen können bei
einer Ausführungsform
FMCW-Radarbetrieb ermöglichen.
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Der
VCO 704 führt
dem Ausgangspuffer 706, der abgehende Signale an den ersten
und den zweiten Schalter 710, 712 abgibt, eine
zeitveränderliche
Analogspannung zu.
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Der
erste bzw. zweite Schalter 710, 712 sendet selektiv
die abgehenden Signale über
die erste bzw. zweite Antenne 714, 716 als Funktion
des ersten bzw. zweiten Steuersignals 730, 732.
Bei einer Ausführungsform
sind der erste und der zweite Schalter Leistungsverstärker. In
der Fernbereichs-Betriebsart können
das erste und das zweite Steuersignal 730, 732 den
ersten bzw. zweiten Schalter 730, 732 kontinuierlich
schließen. Auf
diese Weise können
der erste und der zweite Sendekanal beide in der Fernbereichs-Betriebsart
kontinuierlich abgehende Signale senden, um eine Detektion im Fernbereich
zu ermöglichen.
In der Nahbereichs-Betriebsart können
das erste und das zweite Steuersignal 730, 732 den
ersten und den zweiten Schalter 730, 732 dagegen
ein- und ausschalten. Auf diese Weise kann eine individuelle Kombination
von Sendeantennen in der Nahbereichs-Betriebsart für kurze
Entfernung ein abgehendes Signal während eines gegebenen Zeitraums
senden.
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Nachdem
die abgehenden Signale gesendet wurden, können sie von einem Ziel reflektiert
und als ein erstes und ein zweites gestreutes Signal 734, 736 von
der ersten bzw. zweiten Empfangsantenne 722, 724 empfangen
werden.
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Der
erste Mischer 718 kann das erste gestreute Signal 734 mit
einem Signal eines lokalen Oszillators (LO-Signal) 738 mischen,
um ein erstes nach unten konvertiertes Signal oder Basisbandsignal
IF1 bereitzustellen. Ähnlich
kann der zweite Mischer 720 das zweite gestreute Signal 736 mit
dem LO-Signal 738 mischen, um ein zweites nach unten konvertiertes
Signal oder Basisbandsignal IF2 bereitzustellen. Diese nach unten konvertierten
Signale bzw. Basisbandsignale IF1, IF2 können Phasen-, Frequenz- und/oder
Amplitudeninformationen in bezug auf die Position, Geschwindigkeit
und/oder den Einfallswinkel des Ziels enthalten, von dem die gestreuten
Signale reflektiert wurden.
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Die
nach unten konvertierten Signale IF1, IF2 werden dann durch die
erste bzw. die zweite Abwärtsschaltung 726, 728 verarbeitet.
Diese Abtastschaltungen wenden abhängig davon, ob der Transceiver
mit zwei Betriebsarten in der Fernbereichs-Betriebsart oder der
Betriebsart für
verbesserte Winkeldetektion arbeitet, verschiedene Filter- und Verstärkungsverfahren
auf die nach unten konvertierten Signale an. Zum Beispiel kann die
Fernbereichs-Betriebsart für
große
Entfernung eine Hochpasskurve aufweisen, so dass gestreute Signale
von naheliegenden Zielen und interne Reflektionen von dem Transceiver
unterdrückt
werden. Dies ermöglicht
eine Auswahl einer hohen Verstärkung
in einem Verstärker
mit variabler Verstärkung
in den Abtastschaltungen. Die 8–9 zeigen
ausführlich
eine Ausführungsform
dieser Abtastschaltungen.
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Wie
die 8–9 zeigen,
kann die erste Abtastschaltung 726 eine erste Gruppe von
Filterschaltungen 738 und eine zweite Gruppe von Filterschaltungen 740 enthalten.
Die zweite Abtastschaltung 728 kann eine dritte Gruppe
von Filterschaltungen 742 und eine vierte Gruppe von Filterschaltungen 744 enthalten.
Ein gemeinsames Steuersignal 750 bewirkt die Verwendung
der ersten und der dritten Gruppe von Filterschaltungen 738, 742 in
der Fernbereichs-Betriebsart und bewirkt die Ver wendung der zweiten
und vierten Gruppe von Filterschaltungen 740, 744 in
der Nahbereichs-Betriebsart.
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In
der Fernbereichs-Betriebsart wird das Steuersignal 750 gesetzt,
wodurch bewirkt wird, dass das erste nach unten konvertierte Signal
IF1 durch ein erstes Bandpassfilter 752 gefiltert, dann
durch einen Verstärker 754 mit
variabler Verstärkung
verstärkt
und dann durch ein erstes Tiefpassfilter 756 gefiltert
wird. Das Setzen des Steuersignals 750 bewirkt außerdem,
dass das zweite nach unten konvertierte Signal IF2 durch ein zweites
Bandpassfilter 758 gefiltert, dann durch einen Verstärker 760 mit
variabler Verstärkung
verstärkt und
dann durch ein zweites Tiefpassfilter 762 gefiltert wird.
In der Nahbereichs-Betriebsart wird das Steuersignal 750 zurückgesetzt,
wodurch bewirkt wird, dass das erste nach unten konvertierte Signal
IF1 durch ein drittes Bandpassfilter 764 gefiltert, dann
durch den Verstärker 754 mit
variabler Verstärkung
verstärkt
und dann durch ein drittes Tiefpassfilter 766 gefiltert
wird. Das Zurücksetzen
des Steuersignals 750 bewirkt außerdem, dass das zweite nach
unten konvertierte Signal IF2 durch ein viertes Bandpassfilter 768 gefiltert,
dann durch einen Verstärker 760 mit
variabler Verstärkung
verstärkt
und dann durch ein viertes Tiefpassfilter 770 gefiltert wird.
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Nachdem
nun einige Beispiele für
Systeme, die vorteilhafte Radartechniken erzielen können, besprochen
wurden, wird nun auf 10–11 Bezug
genommen, in denen Verfahren gemäß bestimmten
Aspekten der Erfindung gezeigt sind. 10 zeigt
ein Detektionsverfahren 1000 für den Fernbereich, während 11 ein
verbessertes Winkelverfahren 1100 für den Nahbereich zeigt. Obwohl
diese Verfahren im folgenden als eine Reihe von Schritten oder Ereignissen
dargestellt und beschrieben werden, ist die vorliegende Erfindung
nicht auf die dargestellte Anordnung solcher Schritte oder Ereignisse
beschränkt.
Zum Beispiel können bestimmte
Schritte in anderen Reihenfolgen und/oder gleichzeitig mit anderen
Schritten oder Ereignissen als den hier dargestellten und/oder beschriebenen
auftreten. Außerdem
sind möglicherweise
nicht alle dargestellten Schritte erforderlich, um ein Verfahren
gemäß einem
oder mehreren Aspekten der vorliegenden Erfindung zu implementieren.
Weiterhin können
einer oder mehrere der hier abgebildeten Schritte in einem oder
mehreren separaten Schritten oder in einer oder mehreren separaten
Phasen ausgeführt
werden. Obwohl nachfolgend und in den Zeichnungen auf verschiedene
hier abgebildete und beschriebene Strukturen und Elemente verwiesen
wird, erfolgt dieser Verweis zum Zwecke der Beschreibung von beispielhaften
Ausführungsformen und
die dargestellten Schritte und Verfahren sind auf keinerlei Weise
bezüglich
ihrer Implementierungen auf oder durch diese Verweise, auf Strukturen
beschränkt.
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Bezugnehmend
auf 10 beginnt das Fernbereichs-Detektionsverfahren Fernbereiche bei 1002, wenn
ein abgehendes Signal eine Reihe von Rampen gleichzeitig von dem
ersten und dem zweiten Sender gesendet wird.
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Bei 1004 und 1006 wird
das abgehende Signal von einem Ziel reflektiert, wodurch der Empfang
eines ersten und eines zweiten gestreuten Signals an dem ersten
bzw. zweiten Empfänger
RX1, RX2 bewirkt wird. Diese gestreuten Signale werden dann mit
dem abgehenden Signal gemischt, dadurch werden die gestreuten Signale
in nach unten konvertierte Signale oder Basisbandsignale IF1, IF2
umgesetzt. Abhängig
von der Implementierung könnten
die Blöcke 1004 und 1006 seriell
oder parallel ausgeführt
werden.
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Bei 1008 werden
das erste und das zweite Basisbandsignal IF1, IF2 abgetastet, um
ein erstes bzw. zweites abgetastetes Signal zu erzeugen.
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Bei 1010 werden
schnelle Fouriertransformationen (FFT) auf das erste und zweite
abgetastete Signal angewendet, um Spitzen- und Phaseninformationen
zu erhalten.
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Bei
1012 wird
die Phasendifferenz zwischen dem ersten und dem zweiten Basisbandsignal
IF1, IF2 mit Hilfe der Spitzen- und Phaseninformationen ausgewertet,
um Position, Geschwindigkeit und Einfallswinkel für das Ziel
zu berechnen, von dem die gestreuten Signale reflektiert wurden.
Bei einer Ausführungsform
wird die Phasendifferenz bei einer Spitze in der FFT gemessen, und
der Einfallswinkel kann dann folgendermaßen berechnet werden:
dabei ist ΔΨ die Phasendifferenz
bei einer Spitze, d ist die Distanz zwischen den Phasenzentren des
Transceivers mit zwei Betriebsarten, θ
1 ist
der Einfallswinkel für
das Ziel und λ ist
die Wellenlänge
des abgehenden Signals.
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In 11 ist
ein Flussdiagramm für
die Nahbereichs-Betriebsart
abgebildet. Bei 1102 wird während eines ersten Zeitraums
ein abgehendes Signal als eine Reihe von Rampen von dem ersten Sender
TX1 gesendet. Während
dieser Zeit ist der zweite Sender TX2 ausgeschaltet (d. h. er sendet
kein Signal, das das von dem ersten Sender TX1 gesendete abgehende
Signal wesentlich stört).
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Bei 1104 wird
das abgehende Signal von einem Ziel reflektiert, wodurch bewirkt
wird, dass der erste und der zweite Empfänger RX1, RX2 das erste bzw.
zweite gestreute Signal RX1(TX1), RX2(TX1) empfangen. Das erste
und das zweite gestreute Signal RX1(TX1), RX2(TX1) werden dann mit
dem abgehenden Signal gemischt, um nach unten konvertierte Signale
oder Basisbandsignale IF1(TX1), IF2(TX1) bereitzustellen.
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Bei 1106 werden
die Basisbandsignale IF1(TX1), IF2(TX1) abgetastet und eine FFT
wird auf die Abtastwerte angewendet.
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Bei 1108 wird
während
eines zweiten Zeitraums ein abgehendes Signal als eine Reihe von
Rampen von dem zweiten Sender TX2 gesendet. Während dieser zweiten Zeit ist
der erste Sender TX1 ausgeschaltet.
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Bei 1110 wird
das abgehende Signal von einem Ziel reflektiert, wodurch bewirkt
wird, dass der erste und der zweite Empfänger RX1, RX2 das dritte bzw.
vierte gestreute Signal RX1(TX2), RX2(TX2) empfangen. Das dritte
und das vierte gestreute Signal RX1(TX2), RX2(TX2) werden mit dem
abgehenden Signal gemischt, um nach unten konvertierte Signale oder
Basisbandsignale IF1(TX2), IF2(TX2) bereitzustellen.
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Bei 1112 werden
die Basisbandsignale IF1(TX2), IF2(TX2) abgetastet und eine FFT
wird auf die Abtastwerte angewendet.
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Bei
1114 werden
die Daten durch ein hochauflösendes
spektrales Schätzverfahren
verarbeitet, und die Daten aus den synthetisierten Kanälen werden
in eine Matrix X einsortiert,
wobei L die Anzahl der modellierten
Pole und N die Anzahl der synthetisierten Empfangskanäle ist.
Die Anzahl der Pole entspricht der Anzahl der Ziele die unterschieden
werden können.
Die Anzahl der synthetisierten Kanäle ist die Anzahl der Empfangskanäle N
RX multipliziert mit der Anzahl der Sender
N
TX. Die Koeffizienten können durch a = –(X
HX)
–1X
Hx
berechnet werden, wobei der Vektor x x = [x
s[L]
... x
s[N – 1] x * / s[0] ... x * / s[N – L – 1]]
T ist.
-
In
diesem Beispiel können
zwei Pole (L = 2) modelliert werden, und die Matrix vereinfacht
sich zu
wobei der Vector x x = [x
s[2] x
s[3] x * / s[0] x * / s[1]]
ist.
-
Bei
1116 können mit
Hilfe des Levinson-Durbin-Algorithmus die Koeffizienten auf rekursive
Weise mit reduziertem rechnerischen Aufwand (d. h. dem Burg-Verfahren)
berechnet werden. Die Pole können
direkt aus dem Koeffizienten a folgendermaßen berechnet werden:
-
Bei
1118 kann
der Einfallswinkel θ
12 für
Ziele berechnet werden. Bei einer Ausführungsform führt man dies
folgendermaßen
durch:
-
Dabei
ist ⦟r12 der Winkel der berechneten
Wurzeln aus (4), λ ist
die Wellenlänge
des gesendeten Signals und d ist die Distanz zwischen Phasenzentren
der Empfangskanäle.
-
Schließlich wird
bei
1120 entschieden, ob ein Ziel oder mehrere Ziele vorliegen.
Hierzu wird die Amplitude für
jeden der detektierten Pole berechnet. In diesem Beispiel kann man
die komplexen Amplituden A unter Verwendung der folgenden Matrix
erhalten:
-
Die
Beträge
können
normiert werden. Zusätzlich
können
die Beträge
A mit der Übertragungsfunktion
verglichen werden.
-
12 zeigt
ein Simulationsbeispiel für
mehrere Gruppen von Zielen im Nahbereich, die mit diesem Verfahren
detektiert werden. Zum Beispiel zeigt die erste Kurve 1202 ein
Simulationsbeispiel mit einem einzigen Ziel bei einem Einfallswinkel
von ungefähr –5 Grad
relativ zu der Normalen der Aperturebene des Transceivers. Die zweite
Kurve 1204 zeigt ein Simulationsergebnis mit einem einzigen
Ziel bei einem Einfallswinkel von ungefähr 0 Grad. Die dritte Kurve 1206 zeigt
ein einziges Ziel bei einem Einfallswinkel von ungefähr 30 Grad.
Die vierten Kurven 1208 zeigen zwei Ziele bei ungefähr 10 Grad
bzw. –15
Grad. Die fünfte
Kurve 1210 zeigt zwei Ziele bei Einfallswinkeln von ungefähr 70 Grad
und –20
Grad. Der Betrag für
jede Spitze ist im allgemeinen proportional zu der Querschnittsradarfläche des
damit assoziierten Ziels. Auf diese oder andere Weisen kann deshalb
in der zweiten Betriebsart verbesserte eine Winkeldetektion realisiert
werden.
-
Um
eine genaue Winkeldetektion zu ermöglichen, kann eine Phasen-
und Amplitudenkalibrierung der Sende- und Empfangskanäle durchgeführt werden.
Wie später
erörtert
werden wird, kann man eine Kalibrierung mit Hilfe von Onboard-Kalibrierungsstrukturen
durchführen,
die Richtungskoppler und Leistungskombinierer (power combiner) umfassen
können.
Diese Kalibrierung kann zum Korrigieren geringfügiger Phasenverschiebungen,
wie zum Beispiel solcher die im Transceiver selbst auftreten, verwendet
werden, um sicherzustellen, dass eine genaue Winkeldetektion erzielt
wird.
-
13 zeigt
eine Schaltung 1300 zum Ausführen der Kalibrierung. Wie
dargestellt enthält
die Schaltung 1300 einen Frequenzrampengenerator 1302;
einen VCO 1304 mit einem Teiler 1306; einen ersten
und einen zweiten Mischer 1308, 1310, die der
ersten bzw. der zweiten Empfangsantenne 1312, 1314 zugeordnet sind;
und einen ersten und einen zweiten Ausgangsverstärker 1316, 1318,
die jeweils den Sendeantennen 1320, 1322 zugeordnet
sind. Der erste und der zweite Richtungskoppler 1324, 1326 leiten
die gesendeten Signale selektiv zwischen den Sendeantennen 1320, 1322 und
einem Leistungskombinierer 1327. Der Leistungskombinierer 1327 speist
eine Verzögerungsleitung 1328,
die dann mit einem Signalteiler (signal splitter) 1330 gekoppelt
wird. Der Signalteiler 1330 wirkt in Verbindung mit dem
dritten und dem vierten Richtungskoppler 1332, 1334,
um ein Kalibrierungssignal zu liefern. Die Verzögerungsleitung 1328 ist
insofern vorteilhaft, als sie das Kalibrierungssignal von anderen
parasitären
Koppeleffekten trennt.
-
In
einer Kalibrierungsbetriebsart, wie sie zum Beispiel in 14 gezeigt,
wird ein Kalibrierungssignal gemäß einer
Sequenz, die genaue Phasen- und Frequenzkalibrierung erlaubt, über die
Verzögerungsleitung 1328 gesendet.
Bei der Ausführungsform
von 14 wird jede individuelle Linearkombination der
Sende- und Empfangskanäle
unabhängig
durch ein Kalibrierungssignal charakterisiert. Die resultierenden
nach unten umgesetzten Signale oder Basisbandsignale IF1, IF2 werden
dann abgetastet und eine FFT wird auf die Abtastwerte. Ein Kalibrierungssignal
Scal(k) wird in der FFT als eine Spitze
erscheinen und kann für
alle Linearkombinationen gemessen werden:
zum Zeitpunkt 1402 messe
Scal,e1;
zum Zeitpunkt 1404 messe
Scal,e2;
zum Zeitpunkt 1406 messe
Scal,TX1,RX1;
zum Zeitpunkt 1408 messe
Scal,TX1,RX2;
zum Zeitpunkt 1410 messe
Scal,TX2,RX1;
zum Zeitpunkt 1412 messe
Scal,TX2,RX2;
zum Zeitpunkt 1414 messe
Scal,TX12,RX1;
zum Zeitpunkt 1416 messe
Scal,TX12,RX2.
-
Das
Phasen- und Amplitudenungleichgewicht zwischen den Empfangskanälen RX1,
RX2 kann folgendermaßen
bestimmt werden:
-
Auf
analoge Weise kann das Phasen- und Amplitudenungleichgewicht zwischen
den Sendekanälen TX1,
TX2 bestimmt werden durch
-
Mit
den Werten Scal,TX12,RX1 und Scal,TX12,RX2 kann
man prüfen,
ob eine lineare Überlagerung
(supposition) für
das empfangene Signal auftritt oder ob thermische Effekte aufgrund
der Ausgangspuffer zu berücksichtigen sind.
Der Transceiver mit zwei Betriebsarten kann zwischen der Kalibrierungsbetriebsart,
der Fernbereichs-Betriebsart und der Nahbereichs-Betriebsart in
regelmäßigen oder
anderen Intervallen umschalten. Auf diese Weise kann die Kalibrierungsbetriebsart
kontinuierlich dynamische Betriebsbedingungen in dem Radarsystem überwachen
und diese korrigieren.
-
15 zeigt,
dass eine Verbesserung bei der Kalibrierung erreicht werden kann,
wenn ein zusätzlicher
Ausgangspuffer 1502 und ein Kalibrierungsmischer 1504 verwendet
werden. Um die Phasenverschiebung zwischen TX1 und TX2 zu messen,
wird der Kalibrierungsmischer 1504 ausgeschaltet. Um die
Phasenverschiebung zwischen RX1 und RX2 zu bestimmen, wird der Kalibrierungsmischer 1504 eingeschaltet,
und dieses zusätzliche
Signal wird in beiden Empfangskanälen verglichen. Um Platz zu
sparen, können
die Kalibrierungssignale mit einem niederfrequenten Kanal, z. B.
dem geteilten VCO-Signal, gemultiplext werden. Bei der dargestellten
Ausführungsform
weist der Leistungskombinierer 1506 einen Differenzausgang
auf. Transformationsschaltkreise 1508 können dieses Differenzausgangssignal
in ein asymmetrisches Ausgangssignal 1509 transformieren.
Diese Transformationsschaltkreise 1508 enthalten zwei symmetrische
Zweige mit Filterschaltungen 1510, 1512 in jedem
Zweig. Die Filterschaltungen 1510, 1512 sind mit
einer Symmetrieschaltung 1514 gekoppelt, die die gefilterten
Differenzsignale in das asymmetrische Signal transformiert. Die
Transformationsschaltkreise 1508 produzieren außerdem zwei
komplementäre
Teilersignale 1516, 1518, von denen jedes zu dem
VCO 1520 zurückgekoppelt
werden könnte.
Der VCO 1520 kann das gewählte Teilersignal zusammen
mit den Frequenzrampen verwenden, um die Frequenz der gesendeten
abgehenden Signale einzustellen. Dieses Kalibrierungsverfahren könnte auch
auf eine höhere
Anzahl von Sendekanälen
erweitert werden.
-
Bestimmte
Verfahren und entsprechende Merkmale der vorliegenden Offenbarung
können
durch Hardwaremodule, Softwareroutinen oder eine Kombination von
Hardware und Software ausgeführt
werden. Soweit Software verwendet wird, wie zum Beispiel durch einen
Basisbandprozessor oder einen anderen dem Leistungsverstärker zugeordneten
Prozessor, kann die Software über
ein „computerlesbares
Medium” bereitgestellt
werden, worin jedes Medium eingeschlossen ist, das bei der Bereitstellung
von Anweisungen für
den Prozessor teilnimmt. Ein solches computerlesbares Medium kann
zahlreiche Formen annehmen, darunter, aber ohne Einschränkung, nichtflüchtige Medien,
flüchtige
Medien und Übertragungsmedien.
Nichtflüchtige Medien
wären zum
Beispiel optische Datenträger
(wie etwa CDs, DVDs usw.) oder magnetische Datenträger (wie
etwa Disketten, Bänder
usw.). Zu flüchtigen
Medien gehören
dynamische Speicher, wie zum Beispiel ferroelektrische Speicher,
SRAM oder DRAM. Zu Übertragungsmedien
gehören
Koaxialkabel, Kupferdraht, Faseroptik usw., die die Anweisungen über ein
Netzwerk oder zwischen Kommunikationsgeräten abliefern könnten. Zu Übertragungsmedien
können
auch elektromagnetische Wellen gehören, wie etwa eine Spannungswelle,
Lichtwelle oder Funkwelle.
-
Obwohl
die Erfindung mit Bezug auf eine oder mehrere Implementierungen
dargestellt und beschrieben wurde, können Abänderungen und/oder Modifikationen
an den dargestellten Beispielen vorgenommen werden, ohne von dem
Gedanken und Schutzumfang der angefügten Ansprüche abzuweichen. Allgemein
ausgedrückt
würde bei
Verwendung in der Nahbereichs-Betriebsart ein Radarsystem mit mehr
Kanälen
in der Lage sein, Winkeldetektion zur Auflösung von mehr Zielen als ein
Radarsystem mit weniger Kanälen
zu verwenden. Bei Verwendung in der Fernbereichs-Betriebsart wird
dagegen ein Radarsystem mit mehr Kanälen in der Lage sein, Ziele
in größeren Entfernungen
als ein Radarsystem mit weniger Kanälen zu detektieren. Somit nimmt
die Radarsystemleistungsfähigkeit
tendenziell zu, wenn mehr Kanäle
hinzugefügt
werden. Obwohl ein Radarsystem mit mehr Kanälen eine größere Leistungsfähigkeit
besitzt, kann es jedoch auch aufgrund einer größeren Anzahl von Komponenten
und den damit assoziierten Komplexitäten mehr kosten. Wie bei den
meisten Systemen besteht deshalb ein Kompromiss zwischen Leistungsfähigkeit
und Kosten.
-
Insbesondere
in Bezug auf die durch die oben beschriebenen Komponenten oder Strukturen
(Baugruppen, Einrichtungen, Schaltungen, Systeme usw.) ausgeführten Funktionen
sollen die zur Beschreibung solcher Komponenten verwendeten Ausdrücke (einschließlich eines
Verweises auf ein „Mittel”), wenn
es nicht anders angegeben ist, einer beliebigen Komponente oder
Struktur entsprechen, die die spezifizierte Funktion der beschriebenen
Komponente ausführt
(z. B. die funktional äquivalent
ist), obwohl sie nicht strukturell der offenbarten Struktur äquivalent
ist, die die Funktion in den hier dargestellten beispielhaften Implementierungen der
Erfindung ausführt.
Obwohl möglicherweise
ein bestimmtes Merkmal der Erfindung mit Bezug auf nur eine von
mehreren Implementierungen offenbart wurde, kann ein solches Merkmal
zusätzlich
mit einem oder mehreren anderen Merkmalen der anderen Implementierungen
kombiniert werden, so wie es für
eine beliebige gegebene oder konkrete Anwendung erwünscht und
vorteilhaft sein kann.