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DE102009000568A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Steuern eines Rückhaltesystems in einem Kraftfahrzeug - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Steuern eines Rückhaltesystems in einem Kraftfahrzeug Download PDF

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DE102009000568A1
DE102009000568A1 DE200910000568 DE102009000568A DE102009000568A1 DE 102009000568 A1 DE102009000568 A1 DE 102009000568A1 DE 200910000568 DE200910000568 DE 200910000568 DE 102009000568 A DE102009000568 A DE 102009000568A DE 102009000568 A1 DE102009000568 A1 DE 102009000568A1
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Germany
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restraint system
acceleration signal
motor vehicle
impact event
acceleration signals
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DE200910000568
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English (en)
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Carsten Bazant
Ossama Hachicho
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Ford Werke GmbH
Original Assignee
Ford Werke GmbH
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Publication date
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/01Electrical circuits for triggering passive safety arrangements, e.g. airbags, safety belt tighteners, in case of vehicle accidents or impending vehicle accidents
    • B60R21/013Electrical circuits for triggering passive safety arrangements, e.g. airbags, safety belt tighteners, in case of vehicle accidents or impending vehicle accidents including means for detecting collisions, impending collisions or roll-over
    • B60R21/0136Electrical circuits for triggering passive safety arrangements, e.g. airbags, safety belt tighteners, in case of vehicle accidents or impending vehicle accidents including means for detecting collisions, impending collisions or roll-over responsive to actual contact with an obstacle, e.g. to vehicle deformation, bumper displacement or bumper velocity relative to the vehicle

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Steuern eines Rückhaltesystems in einem Kraftfahrzeug, wobei ein Aufprallereignis, basierend auf der Messung eines Beschleunigungssignals, des Kraftfahrzeuges bewertet wird und auf Basis dieser Bewertung einer Ansteuerung des Rückhaltesystems erfolgt. Dabei werden ein erstes zeitliches Integral des Beschleunigungssignals und ein zweites zeitliches Integral des Beschleunigungssignals ermittelt, wobei zumindest auch das erste zeitliche Integral und das zweite zeitliche Integral bei der Bewertung des Aufprallereignisses herangezogen werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Steuern eines Rückhaltesystems in einem Kraftfahrzeug.
  • Bei der Steuerung von Rückhaltesystemen wie z. B. Airbags ist es im Hinblick auf die für die Auslösung des Rückhaltesystems zur Verfügung stehende kurze Zeitspanne von großer Bedeutung, rasch und zuverlässig zwischen vergleichsweise schweren, z. B. eine Entfaltung des Airbags erfordernden Aufprallereignissen und Situationen, die keine Aktivierung des Rückhaltesystems notwendig machen, zu unterscheiden.
  • Aus der EP 0 715 991 B1 ist ein Verfahren zur Filterung von Fahrzeugverzögerungsdaten bekannt, bei welchem das Einsetzen eines Crash-Ereignisses durch einen am Fahrzeug montierten Beschleunigungsmesser erfasst wird, wenn die festgestellte Fahrzeugbeschleunigung einen vorbestimmten Schwellenwert der Beschleunigung überschreitet. Nach dem Einsetzen des Crash-Ereignisses wird ein Wert eines Crash-Heftigkeitsparameters in vorbestimmten Intervallen als Funktion der vom Beschleunigungsmesser erhaltenen Verzögerungsdaten berechnet und am Ende einer vorbestimmten Zeitperiode mit einem vorbestimmten Schwellenwert verglichen, wobei ein Wert, der geringer als der Schwellenwert oder diesem gleich ist, einem leichten Crash-Ereignis ohne Entfaltung entspricht.
  • Aus der US 6 095 554 A ist ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Erfassung von Seitenaufprallereignissen bekannt, bei welchen ein Diskriminierungszusammenstosssensor für die Detektion eines Seitenzusammenstossereignisses vorgesehen ist. Ein von vorne nach hinten weisender Sicherungssensor und ein zur Seite weisender Sicherungssensor sind an oder nahe einer zentralen Stelle des Fahrzeugs montiert. Zur Diskriminierung eines Zuwerfens der Tür von tatsächlichen seitlichen Zusammenstossereignissen wird ein Schwellenwert für den seitlich weisenden Sicherungssensor hoch genug eingestellt, so dass ein Zuschlagen der Tür nicht detektiert wird. Ferner wird ein Schwellenwert für den von vorne nach hinten weisenden Sicherungssensor niedrig genug eingestellt, so dass eine Detektion eines seitlichen Zusammenstossereignisses gesichert ist.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zur Steuerung eines Rückhaltesystems in einem Kraftfahrzeug bereitzustellen, welches bzw. welche eine rasche und zuverlässige Bewertung von Aufprallereignissen ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 bzw. eine Vorrichtung gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 9 gelöst.
  • Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Steuern eines Rückhaltesystems in einem Kraftfahrzeug wird ein Aufprallereignis basierend auf der Messung eines Beschleunigungssignals des Kraftfahrzeuges bewertet, wobei auf Basis dieser Bewertung eine Ansteuerung des Rückhaltesystems erfolgt.
  • Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes zeitliches Integral des Beschleunigungssignals und ein zweites zeitliches Integral des Beschleunigungssignals ermittelt werden, wobei zumindest auch das erste zeitliche Integral und das zweite zeitliche Integral bei der Bewertung des Aufprallereignisses herangezogen werden.
  • Gemäß der Erfindung erfolgt somit zur Bewertung des Aufprallereignisses eine Analyse des Messergebnisses im (3 + N)-dimensionalen Parameterraum, wobei die Parameter dieses Zustandsraumes zumindest das jeweils ermittelte Beschleunigungssignal (= ”da”), das erste zeitliche Integral dieses Beschleunigungssignals – entsprechend der Geschwindigkeit ”dv” – und das zweite zeitliche Integral dieses Beschleunigungssignals – entsprechend dem Weg ”ds” – umfassen. Das erfindungsgemäße Verfahren kann auf (3 + N)-Dimensionen erweitert bzw. verallgemeinert werden, indem weitere Signale bei der Auswertung herangezogen werden.
  • Im Ergebnis wird eine rasche und zuverlässige Unterscheidung zwischen vergleichsweise schweren, eine Auslösung des Rückhaltesystems erfordernden Aufprallereignissen und vergleichsweise leichten Aufprallereignissen ermöglicht wird.
  • Gemäß einer Ausführungsform werden bei der Erfindung konvexe Mengen im drei- oder mehrdimensionalen Raum berechnet, wobei die Dimension des mehrdimensionalen Raums durch die Anzahl der aus dem gemessenen Beschleunigungssignal ermittelten Zustandsgrößen (z. B. da, dv und ds im Falle des dreidimensionalen Zustandsraums) gegeben ist. Hierbei wird unter einer konvexen Menge gemäß der üblichen Terminologie eine solche Teilmenge des (3 + N)-dimensionalen Zustandsraumes verstanden, welche die Eigenschaft hat, dass für je zwei beliebige Punkte, die zu der jeweiligen Menge gehören, auch stets deren Verbindungsstrecke ganz in der Menge liegt, mit anderen Worten also an keiner Stelle der Menge eine konkave Einbuchtung vorliegt. Insbesondere kann es sich bei den konvexen Mengen um Ellipsoide handeln.
  • Gemäß einer Ausführungsform weist das Verfahren folgende Schritte auf:
    • – Definieren einer Mehrzahl konvexer Mengen in einem (3 + N)-dimensionalen Zustandsraum (N = 0, 1, 2, ...), wobei die Parameter dieses Zustandsraumes zumindest das Beschleunigungssignal, das erste zeitliche Integral dieses Beschleunigungssignals und das zweite zeitliche Integral dieses Beschleunigungssignals umfassen;
    • – Ermitteln, für das jeweilige Beschleunigungssignal, in welchen dieser konvexen Mengen der dem Beschleunigungssignal entsprechende Ort im (3 + N)-dimensionalen Zustandsraum (N = 0, 1, 2, ...) enthalten ist; und
    • – Bewerten des Aufprallereignisses auf Basis dieser Ermittlung.
  • Gemäß einer Ausführungsform wird immer dann, wenn der dem Beschleunigungssignal entsprechende Ort im (3 + N)-dimensionalen Zustandsraum (N = 0, 1, 2, ...) in einer der konvexen Mengen enthalten ist, ein Zählwert erhöht. Dabei kann insbesondere das Aufprallereignis als eine Auslösung des Rückhaltesystems erfordernd bewertet werden, wenn dieser Zählwert einen Schwellenwert überschreitet.
  • Gemäß einer Ausführungsform wird jeder dieser konvexen Mengen jeweils ein Gewichtungsfaktor zugeordnet. Dabei kann die o. g. Erhöhung des Zählwertes für die betreffende konvexe Menge von diesem Gewichtungsfaktor abhängig sein, wodurch eine unterschiedliche Relevanz der zunächst ausgewerteten Aufprallereignisse berücksichtigt werden kann.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Steuerung eines Rückhaltesystems in einem Kraftfahrzeug, welche dahingehend ausgebildet ist, ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche auszuführen. Zu bevorzugten Ausgestaltungen der Vorrichtung wird auf die obigen Ausführungen im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren Bezug genommen.
  • Weitere Ausgestaltungen sind der Beschreibung sowie in den Unteransprüchen zu entnehmen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele und unter Bezugnahme auf die beigefügten Abbildungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 ein Flussdiagramm des Ablaufs des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß einer Ausführungsform;
  • 2a–b beispielhafte Crash-Test-Messergebnisse sowohl in zweidimensionaler Darstellung (2a) als auch bei erfindungsgemäßer Analyse im dreidimensionalen (”da, dv, ds”) Raum;
  • 3a–b Darstellungen zur Erläuterung der gemäß einer Ausführungsform erfolgenden quantitativen Auswertung einzelner Ellipsoide;
  • 4 beispielhafte Verläufe eines Zählwertes für unterschiedliche Crash-Test-Messungen bzw. Aufprallereignisse und das Überschreiten bzw. Nicht-Überschreiten eines vorgegebenen Schwellenwertes; und
  • 57 beispielhafte Ergebnisse von Crash-Test-Messungen unter Auftragung eines mittels eines am Kraftfahrzeug angebrachten Beschleunigungsmessers ermittelten Beschleunigungssignals.
  • 57 zeigen beispielhafte Ergebnisse von Crash-Test-Messungen, wobei jeweils ein mittels eines am Kraftfahrzeug angebrachten Beschleunigungsmessers ermitteltes Beschleunigungssignal aufgetragen ist.
  • Es zeigt sich, dass eine Unterscheidung zwischen vergleichsweise schweren, eine Entfaltung des Airbags erfordernden Aufprallereignissen und vergleichsweise leichten Aufprallereignissen innerhalb der zur Verfügung stehenden, kurzen Zeitspanne nicht (vgl. 6, wo eine Unterscheidung erst nach etwa T = 41 ms erfolgt) oder nicht mit hinreichender Robustheit (vgl. 7, wo keine Unterscheidung für das Aufprallereignis FFBMD_2 erfolgt) möglich ist.
  • 1 zeigt ein Flussdiagramm eines typischen Ablaufs des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Nach Start des Verfahrens (Schritt S10) wird im Schritt S20 mittels eines am Kraftfahrzeug angebrachten Beschleunigungsmessers ein Beschleunigungssignal (= ”da”, in Einheiten von m/s2) ermittelt.
  • Dann wird im Schritt S30 ein erstes zeitliches Integral des Beschleunigungssignals, entsprechend der Geschwindigkeit (= ”dv”, in Einheiten von m/s), und im Schritt S40 ein zweites zeitliches Integral des Beschleunigungssignals, entsprechend dem Weg (= ”ds”, in Einheiten von m), wie folgt berechnet:
    Figure 00060001
  • Wie am besten aus 2b ersichtlich ist, erfolgt nunmehr zur Bewertung des Aufprallereignisses eine Analyse des Messergebnisses im dreidimensionalen Parameterraum der Parameter da, dv und ds, wodurch eine rasche und zuverlässige Unterscheidung zwischen vergleichsweise schweren, eine Auslösung des Rückhaltesystems erfordernden Aufprallereignissen und vergleichsweise leichten Aufprallereignissen ermöglicht wird.
  • Wie im Weiteren näher erläutert, erfolgt die quantitative Auswertung in diesem dreidimensionalen Raum jeweils innerhalb einzelner Ellipsoide, welche jeweils durch die Ellipsoid-Gleichung (λ – c)T·A·(λ – c) = 1 (3)definiert sind. Hierbei bezeichnet c einen die Koordinaten des Ellipsoidmittelpunktes des betreffenden Ellipsoids enthaltenden Vektors, und A ist gegeben durch A = UΛU–1 (4)wobei U eine die Hauptachsen des betreffenden Ellipsoids enthaltene Matrix und A eine die Längen dieser Hauptachsen des betreffenden Ellipsoids enthaltende Diagonalmatrix ist. λ wird im Schritt S50 ermittelt und stellt einen die Parameter da, dv und ds enthaltenden Vektor dar, ist also gegeben durch λ = (da ds dv)T (5)A und c lassen sich ermitteln durch Lösung des Optimierungsproblems
    Figure 00070001
    wobei V das Ellipsoidvolumen und λi die Messwerte bzw. Abtastwerte innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalls des zugrundeliegenden Crashtests bezeichnen.
  • Gemäß 3b lässt sich vorab jeder Kurve, welche einem eine Auslösung des Rückhaltesystems erfordernden Aufprallereignis zugeordnet sind (im Folgenden als MD-Ereignisse, MD = ”must deploy” = ”Auslösung erforderlich” bezeichnet), jeweils ein Ellipsoid j von insgesamt M Ellipsoiden (j = 1, ..., M) zuordnen, wobei wiederum jedem dieser Ellipsoide j ein Gewichtungsfaktor εj zugeordnet wird. Jedes dieser j Ellipsoide ist durch ein Wertepaar (Aj, cj) gekennzeichnet, wobei A und c wie oben definiert sind.
  • Mit anderen Worten werden zunächst geeignete konvexe Mengen im dreidimensionalen (oder (3 + N)-dimensionalen) Zustandsraum ermittelt, woraufhin dann die Analyse des ermittelten Beschleunigungssignals in diesem dreidimensionalen (oder (3 + N)-dimensionalen) Zustandsraum erfolgt.
  • Um nun zwischen einem eine Auslösung des Rückhaltesystems erfordernden, schweren Aufprallereignis und einem leichten, d. h. keine Auslösung des Rückhaltesystems erfordernden Aufprallereignis (ND = ”no deploy” = ”keine Auslösung”) zu unterscheiden, wird im Schritt S60 wird für den jeweiligen Index j (j = 1, ..., M) jeweils der Wert fj = (λ – cj)T·Aj·(λ – cj) (7)ermittelt.
  • Ergibt die Abfrage im Schritt S70, ob fj ≤ 1, die Antwort ”Nein”, werden die Schritte S20–S70 erneut (für den nächsten Wert des Indizes j) durchlaufen.
  • Ergibt jedoch die Abfrage im Schritt S70 (d. h. die Abfrage, ob fj ≤ 1), die Antwort ”Ja”, so dass sich also der betreffende Wert des die Parameter da, dv und ds enthaltenden Vektors λ innerhalb des jeweiligen Ellipsoids j befindet, wird der Zählwert um den o. g. Gewichtungsfaktor εj erhöht.
  • In diesem Falle erfolgt im Schritt S80 jeweils die Abfrage, ob der entsprechend um den Gewichtungsfaktor εj erhöhte Zählwert einen Schwellenwert überschreitet, in welchem Falle dann der Airbag ausgelöst wird. Anderenfalls erfolgt eine Rückkehr zu Schritt S20, d. h. der Algorithmus wird erneut (für den nächsten Wert des Indizes j) durchlaufen.
  • In 4 ist ein beispielhafter Verlauf des Zählwertes für unterschiedliche Crash-Test-Messungen bzw. Aufprallereignisse dargestellt, wobei mit der Zeit für die ”MD-Ereignisse” ein Überschreiten des Schwellenwertes und für die ”ND-Ereignisse” kein Überschreiten des Schwellenwertes erfolgt.
  • Wenngleich in dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel eine Analyse im dreidimensionalen Raum erfolgte, kann das erfindungsgemäße Verfahren auf (3 + N)-Dimensionen erweitert bzw. verallgemeinert werden, indem weitere Signale bei der Auswertung herangezogen werden.
  • Zusammenfassend erfolgt somit für die Bewertung eines Aufprallereignisses bzw. die Unterscheidung zwischen einem schweren, die Auslösung des Rückhaltesystems erfordernden Aufprallereignis von einem leichten Aufprallereignis die Berechnung geeigneter konvexer Mengen (Ellipsoide) im (3 + N)-dimensionalen Zustands- bzw. Parameterraum, wobei die Dimensionen dieses Zustands- bzw. Parameterraums zumindest das jeweils ermittelte Beschleunigungssignal ”da”, das erste zeitliche Integral dieses Beschleunigungssignals – entsprechend der Geschwindigkeit ”dv” – und das zweite zeitliche Integral dieses Beschleunigungssignals – entsprechend dem Weg ”ds” – umfassen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 0715991 B1 [0003]
    • - US 6095554 A [0004]

Claims (9)

  1. Verfahren zum Steuern eines Rückhaltesystems in einem Kraftfahrzeug, wobei ein Aufprallereignis basierend auf der Messung eines Beschleunigungssignals des Kraftfahrzeuges bewertet wird und auf Basis dieser Bewertung eine Ansteuerung des Rückhaltesystems erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes zeitliches Integral des Beschleunigungssignals und ein zweites zeitliches Integral des Beschleunigungssignals ermittelt werden, wobei zumindest auch das erste zeitliche Integral und das zweite zeitliche Integral bei der Bewertung des Aufprallereignisses herangezogen werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren folgende Schritte aufweist: a) Definieren einer Mehrzahl konvexer Mengen in einem (3 + N)-dimensionalen Zustandsraum (N = 0, 1, 2, ...), wobei die Parameter dieses Zustandsraumes zumindest das Beschleunigungssignal, das erste zeitliche Integral dieses Beschleunigungssignals und das zweite zeitliche Integral dieses Beschleunigungssignals umfassen; b) Ermitteln, für das jeweilige Beschleunigungssignal, in welchen dieser konvexen Mengen der dem Beschleunigungssignal entsprechende Ort im (3 + N)-dimensionalen Zustandsraum (N = 0, 1, 2, ...) enthalten ist; und c) Bewerten des Aufprallereignisses auf Basis dieser Ermittlung.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass immer dann, wenn der dem Beschleunigungssignal entsprechende Ort im (3 + N)-dimensionalen Zustandsraum (N = 0, 1, 2, ...) in einer der konvexen Mengen enthalten ist, ein Zählwert erhöht wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufprallereignis als eine Auslösung des Rückhaltesystems erfordernd bewertet wird, wenn der Zählwert einen Schwellenwert überschreitet.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder dieser konvexen Mengen jeweils ein Gewichtungsfaktor zugeordnet wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung des Zählwertes für die betreffende konvexe Menge dem jeweiligen Gewichtungsfaktor abhängig ist
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die konvexen Mengen Ellipsoide sind.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von dieser Bewertung über ein Auslösen des Rückhaltesystems entschieden wird.
  9. Vorrichtung zum Steuern eines Rückhaltesystems in einem Kraftfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung dazu ausgelegt ist, ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche auszuführen.
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