DE102009000166A1 - Drosselklappeneinrichtung - Google Patents
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Abstract
Es sind schon Drosselklappeneinrichtungen bekannt, mit einer in einem Durchgangskanal angeordneten Drosselklappe und einem die Drosselklappe umgehenden Bypasskanal, der eine Bypasskammer umfasst, die über einen Kammereingang mit dem Durchgangskanal stromauf der Drosselklappe und über einen Kammerausgang mit dem Durchgangskanal stromab der Drossenklappe verbunden ist, und mit einem zumindest teilweise in der Bypasskammer aufgenommenen Leerlaufsteller zur Steuerung des Bypassstroms. Der Schrittmotor ist durch eine Kammeröffnung in die Bypasskammer eingesteckt und weist ein axial verstellbares Ventilglied auf, das mit einem am Boden der Bypasskammer gebildeten Ventilsitz zusammenwirkt. Die Kammeröffnung ist nach der Montage des Schrittmotors dicht verschlossen. Nachteilig ist, dass der Leerlaufsteller als Schrittmotor ausgeführt und dadurch vergleichsweise teuer ist. Bei der erfindungsgemäßen Drosselklappeneinrichtung werden die Herstellungskosten verringert. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Leerlaufsteller (9) als separates Ventil ausgebildet ist, das einen Ventileingang (9.1), einen Ventilausgang (9.2), einen in Strömungsrichtung gesehen zwischen dem Ventileingang (9.1) und dem Ventilausgang (9.2) angeorndeten Ventilsitz (9.3) und einen mit dem Ventilsitz (9.3) zusammenwirkenden Ventilkörper (9.4) aufweist, wobei der Ventilausgang (9.2) in den Kammerausgang (6) hineinragt und der Ventileingang (9.1) in die Bypasskammer (4) mündet.
Description
- Stand der Technik
- Die Erfindung geht aus von einer Drosselklappeneinrichtung nach der Gattung des Hauptanspruchs.
- Es ist schon eine Drosselklappeneinrichtung bekannt, mit einer in einem Durchgangskanal angeordneten Drosselklappe und einem die Drosselklappe umgehenden Bypasskanal, der eine Bypasskammer umfasst, die über einen Kammereingang mit dem Durchgangskanal stromauf der Drosselklappe und über einen Kammerausgang mit dem Durchgangskanal stromab der Drosselklappe verbunden ist, und mit einem zumindest teilweise in der Bypasskammer aufgenommenen Leerlaufsteller zur Steuerung des Bypassstroms. Der Schrittmotor ist durch eine Kammeröffnung in die Bypasskammer eingesteckt und weist ein axial verstellbares Ventilglied auf, das mit einem am Boden der Bypasskammer gebildeten Ventilsitz zusammenwirkt. Die Kammeröffnung ist nach der Montage des Schrittmotors dicht verschlossen. Nachteilig ist, dass der Leerlaufsteller als Schrittmotor ausgeführt und dadurch vergleichsweise teuer ist.
- Vorteile der Erfindung
- Die erfindungsgemäße Drosselklappeneinrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass die Herstellungskosten verringert werden, indem der Leerlaufsteller als separates Ventil ausgebildet ist, das einen Ventileingang, einen Ventilausgang, einen in Strömungsrichtung gesehen zwischen dem Ventileingang und dem Ventilausgang angeordneten Ventilsitz und einen mit dem Ventilsitz zusammenwirkenden Ventilkörper aufweist, wobei der Ventilausgang in den Kammerausgang hineinragt und der Ventileingang in die Bypasskammer mündet.
- Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Drosselklappeneinrichtung möglich.
- Besonders vorteilhaft ist, wenn der Ventilausgang des Leerlaufstellers den Kammerausgang der Bypasskammer derart verschließt, dass der Bypassstrom nur über den Ventilausgang des Leerlaufstellers in den Kammerausgang des Bypasskammer gelangen kann, da der Ventileingang und der Ventilausgang auf diese Weise ohne weitere Verbindungsmittel, beispielsweise Schläuche, automatisch in den Bypasskanal integriert sind und im Bypasskanal keine Umgehung des Leerlaufstellers möglich ist. Der Ventileingang und der Ventilausgang sind dazu auf der gleichen Seite des Ventilgehäuses angeordnet.
- Weiterhin vorteilhaft ist, wenn der Leerlaufsteller in die Bypasskammer eingesteckt ist und diese nach außen dicht verschließt, da der als Schrittmotor ausgeführte Leerlaufsteller auf diese Weise einfach durch den als Ventil ausgeführten Leerlaufsteller ohne weitere Anpassungen ersetzbar ist.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausführung ist der Leerlaufsteller ein Magnetventil, das beispielsweise getaktet angesteuert ist.
- Zeichnung
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
- Beschreibung des Ausführungsbeispiels
- Die Zeichnung zeigt im Schnitt eine vereinfacht dargestellte Drosselklappeneinrichtung zur Drosselung der Ansaugluft einer Brennkraftmaschine.
- Die Drosselklappeneinrichtung weist eine in einem Durchgangskanal
1 angeordnete Drosselklappe2 und einen die Drosselklappe2 umgehenden Bypasskanal3 auf. Der Bypasskanal3 umfasst eine Bypasskammer4 , die über einen Kammereingang5 mit dem Durchgangskanal1 stromauf der Drosselklappe2 und über einen Kammerausgang6 mit dem Durchgangskanal1 stromab der Drosselklappe2 verbunden ist. Die Bypasskammer4 ist als Vertiefung im Gehäuse der Drosselklappeneinrichtung ausgeführt. In der Bypasskammer4 ist zumindest teilweise ein Leerlaufsteller9 zur Steuerung des Bypassstroms aufgenommen. Der Leerlaufsteller9 dient zur Einstellung der Leerlaufdrehzahl einer Brennkraftmaschine10 , die stromab der Drosselklappeneinrichtung angeordnet ist. Von stromauf der Drosselklappeneinrichtung wird Luft aus der Umgebung beispielsweise über einen Ansaugfilter11 angesaugt. - Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Leerlaufsteller
9 als separates Ventil ausgebildet ist, das einen Ventileingang9.1 , einen Ventilausgang9.2 , einen in Strömungsrichtung gesehen zwischen dem Ventileingang9.1 und dem Ventilausgang9.2 angeordneten Ventilsitz9.3 und einen mit dem Ventilsitz9.3 zusammenwirkenden Ventilkörper9.4 aufweist, wobei der Ventilausgang9.2 in die Bypasskammer4 bis in den Kammerausgang6 hineinreicht und der Ventileingang9.1 unmittelbar in die Bypasskammer4 mündet. Dabei verschließt der Ventilausgang9.2 des Leerlaufstellers9 den Kammerausgang6 der Bypasskammer4 derart, dass der Bypassstrom im wesentlichen nur über den Ventilausgang9.2 des Leerlaufstellers9 in den Kammerausgang6 der Bypasskammer4 gelangen kann. Eine Umgehung des Leerlaufstellers9 über den Kammereingang5 in die Bypasskammer4 und von dort direkt in den Kammerausgang6 ist höchstens für einen kleinen, die Funktion nicht beeinflussenden Leckagestrom zugelassen. Zum besseren Einführen des Ventilausgangs9.2 in den Kammerausgang6 der Bypasskammer4 hat der Ventilausgang9.2 an seinem dem Kammerausgang6 zugewandten Ende eine Einführschräge13 . Die Bypasskammer4 kann sich außerdem an ihrem den Kammerausgang6 aufweisenden Boden14 konisch zum Kammerausgang6 hin verjüngen. Zwischen dem Kammerausgang6 und dem Ventilausgang9.2 kann ein Dichtmittel vorgesehen sein. - Die Erfindung ermöglicht auf einfache Art und Weise den Ersatz eines als Schrittmotor ausgeführten teuren Leerlaufstellers durch ein als separates Ventil ausgeführten kostengünstigeren Leerlaufsteller. Durch die Montage des separaten Ventils an der Drosselklappeneinrichtung werden Bauraum und Anschlussschläuche bzw. -rohre eingespart.
- Der Leerlaufsteller
9 ist mit dem Ventilausgang9.2 durch eine Kammeröffnung12 in die Bypasskammer4 eingesteckt und verschließt diese mit dem außerhalb der Bypasskammer4 verbleibenden Gehäuse dicht. Allein durch das Einstecken in die Bypasskammer4 wird der Ventileingang9.1 und der Ventilausgang9.2 ohne weitere Verbindungsmittel automatisch in den Bypasskanal integriert. Der Leerlaufsteller9 ist in der Bypasskammer4 stoffschlüssig, formschlüssig und/oder kraftschlüssig gehalten, beispielsweise durch Anschrauben, Verrasten, Anschweißen, Ankleben oder Einpressen. Um den Leerlaufsteller9 kraftschlüssig in der Bypasskammer4 zu halten, kann eine Presspassung zwischen dem stutzenförmigen Ventilausgang9.2 und dem Kammerausgang6 vorgesehen sein, die außerdem die notwendige Dichtheit erreicht. Der stutzenförmige Ventilausgang9.2 kann als dünnwandiges, elastisches Rohr ausgebildet sein, damit Querbeschleunigungen im montierten Zustand besser aufgenommen werden können. - Der Leerlaufsteller
9 ist ein Magnetventil, das beispielsweise getaktet betrieben und stromlos geschlossen ist. - Der Ventileingang
9.1 und der Ventilausgang9.2 sind gemäß dem Ausführungsbeispiel auf der gleichen Seite des Ventils angeordnet, wobei der Ventilausgang9.2 als Stutzen ausgeführt ist und der Ventileingang9.1 durch ringförmig um den Ventilausgang9.2 herum angeordnete Öffnungen gebildet ist. - Der Leerlaufsteller
9 kann eine in die Bypasskammer4 hineinragende, radial außerhalb des Ventileingangs9.1 und des Ventilausgangs9.2 angeordnete Schulter15 zur leichteren Einführen des Leerlaufstellers9 in die Bypasskammer4 aufweisen. Der Durchmesser der Schulter15 entspricht etwa dem Durchmesser der Bypasskammer4 . Zwischen der Schulter15 und der Wandung der Bypasskammer4 ist ein Dichtmittel16 , beispielsweise ein sogenannter O-Ring oder eine angespritzte Dichtlippe, vorgesehen. Der Leerlaufsteller9 ist durch das Dichtmittel16 oder die Schulter15 an einer ersten Stelle und durch den in den Kammerausgang6 hineinragenden Stutzenabschnitt9.2 an einer zweiten Stelle zentriert und beispielsweise durch Presspassung gehalten. - Bei geöffnetem Ventil strömt die Luft von stromauf der Drosselklappe
2 in den Bypasskanal3 hinein, über den Kammereingang5 in die Bypasskammer4 , von dort über den zumindest einen Ventileingang9.1 und den geöffneten Ventilsitz9.3 in den Ventilausgang9.2 und schließlich über einen Abschnitt des Bypasskanals3 in den Durchgangskanal1 stromab der Drosselklappe2 . Bei geschlossenem Ventil ist der Bypasskanal3 gesperrt.
Claims (10)
- Drosselklappeneinrichtung mit einer in einem Durchgangskanal (
1 ) angeordneten Drosselklappe (2 ) und einem die Drosselklappe (2 ) umgehenden Bypasskanal (3 ), der eine Bypasskammer (4 ) umfasst, die über einen Kammereingang (5 ) mit dem Durchgangskanal (1 ) stromauf der Drosselklappe (2 ) und über einen Kammerausgang (6 ) mit dem Durchgangskanal (1 ) stromab der Drosselklappe (2 ) verbunden ist, und mit einem zumindest teilweise in der Bypasskammer (4 ) aufgenommenen Leerlaufsteller (9 ) zur Steuerung des Bypassstroms, dadurch gekennzeichnet, dass der Leerlaufsteller (9 ) als separates Ventil ausgebildet ist, das einen Ventileingang (9.1 ), einen Ventilausgang (9.2 ), einen in Strömungsrichtung gesehen zwischen dem Ventileingang (9.1 ) und dem Ventilausgang (9.2 ) angeordneten Ventilsitz (9.3 ) und einen mit dem Ventilsitz (9.3 ) zusammenwirkenden Ventilkörper (9.4 ) aufweist, wobei der Ventilausgang (9.2 ) in den Kammerausgang (6 ) hineinragt und der Ventileingang (9.1 ) in die Bypasskammer (4 ) mündet. - Drosselklappeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilausgang (
9.2 ) des Leerlaufstellers (9 ) den Kammerausgang (6 ) der Bypasskammer (4 ) derart verschließt, dass der Bypassstrom nur über den Ventilausgang (9.2 ) des Leerlaufstellers (9 ) in den Kammerausgang (6 ) des Bypasskammer (4 ) gelangen kann. - Drosselklappeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leerlaufsteller (
9 ) durch eine Kammeröffnung (12 ) in die Bypasskammer (4 ) eingesteckt ist und diese dicht verschließt. - Drosselklappeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventileingang (
9.1 ) und der Ventilausgang (9.2 ) auf der gleichen Seite des Leerlaufstellers (9 ) angeordnet sind. - Drosselklappeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilausgang (
9.2 ) als Stutzen ausgeführt ist. - Drosselklappeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventileingang (
9.1 ) durch ringförmig um den Ventilausgang (9.2 ) herum angeordnete Öffnungen gebildet ist. - Drosselklappeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leerlaufsteller (
9 ) eine in die Bypasskammer (4 ) hineinragende, radial außerhalb des Ventileingangs (9.1 ) und des Ventilausgangs (9.2 ) angeordnete Schulter (15 ) aufweist. - Drosselklappeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schulter (
15 ) und der Bypasskammer (4 ) ein Dichtmittel (16 ) vorgesehen ist. - Drosselklappeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leerlaufsteller (
9 ) in der Bypasskammer (4 ) durch Anschrauben, Verrasten, Anschweißen, Ankleben oder Einpressen gehalten ist. - Drosselklappeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leerlaufsteller (
9 ) ein Magnetventil ist.
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