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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung betrifft eine Wärmeableitanordnung für
Speicher, insbesondere eine Wärmeableitanordnung für
Speicher, mit der Wärme von Speichermodulen abgeleitet
wird und bei der der Zwischenraum der linken und rechten Seite der
benachbarten Speichermodule nicht belegt wird.
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Stand der Technik
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Im
Trend der Entwicklung von Computern zählen eine starke
Rechenleistung und eine hohe Geschwindigkeit zu den wesentlichen
Merkmalen. In computerbezogenen technischen Bereichen gehören eine
hohe Geschwindigkeit und eine hohe Frequenz ebenfalls zu entscheidenden
Merkmalen der Produktleistung. Die durch den Prozessor (Central
Processing Unit, CPU) an der Hauptplatine erzeugte Wärme
muß mittels einer Vorrichtung zur Wärmeableitung
abgeleitet werden. Mit der zunehmenden Speicherkapazität
des Speichermoduls und der entsprechenden hohen Rechenleistung der
CPU nimmt die durch das Speichermodul erzeugte Wärme zu, wodurch
die Leistung der Ausführung des Speichermoduls beeinträchtig
wird; wenn die Wärme nicht effizient abgeleitet wird, wird
die Funktion des Speichermoduls versagen.
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Zur
Lösung des o. g. Problems mit der durch das Speichermodul
erzeugten Wärme sind Luft- oder Wasserkühlvorrichtungen
zur Wärmeableitung entwickelt worden. Beispielsweise ist
aus dem
taiwanesischen Gebrauchsmuster
M323066 (Anmelde-Nr. 096209265) eine modularisierte Wasserkühlvorrichtung
bekannt, die mittels einer Halterung an einem wärmeerzeugenden
Element (z. B. einem Speichermodul) an der Hauptplatine angeordnet
ist, wobei mit der Halterung weiterhin eine mit einer Wasserausgang-
und einer Wassereingangleitung versehene Wasserpumpe und eine mit
einer Wassereinlass- und einer Wasserablassleitung versehene Wasserkühlreihe
verbunden sind; außerdem sind Anschlußrohre zum
Anschluß der Wasserleitungen der Wasserpumpe und der Wasserkühlreihe
sowie zum Anschluß des Wärmeableitungsmoduls vorgesehen.
Somit kann die Wärme des Speichermoduls abgeleitet werden.
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Die
oben genannte herkömmliche Wasserkühlvorrichtung
kann zwar die Aufgabe der Wärmeableitung lösen,
doch ist die gesamte Wasserkühlvorrichtung sehr klotzig
und nimmt viel Platz im Computer weg, wodurch die Anordnung weiterer
elektronischer Elemente im Inneren des Computers erschwert wird.
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Zum
Lösen des Platzproblems bei den Wasserkühlvorrichtungen
werden alternativ Luftkühlvorrichtungen eingesetzt. Aus
dem
taiwanesischen Gebrauchsmuster
M321118 (Anmelde-Nr. 095220519) ist eine Kühlvorrichtung
für Speichermodule bekannt, bei der an der linken und der
rechten Seite der Speichermodule jeweils eine Vielzahl von Kühlblechen durch
einen Rahmen positioniert wird. Hierbei stützt sich die
Basis der Kühlbleche an den Speichermodulen ab, und auf
der Basis steht eine Vielzahl von sich quer erstreckenden Lamellen
vor, die sich entfernt von den Speichermodulen befinden. Somit wird
die Wärme der Speichermodule durch die Luftkühlung gesenkt.
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Gewöhnlich
sind Hauptplatinen derart ausgebildet, dass insgesamt vier Speichermodule
in die Hauptplatine einsteckbar sind. Der Abstand zwischen den Speichermodulen
wird vom Hersteller festgelegt. Gemäß dem oben
erwähnten taiwanesischen Gebrauchsmuster erstreckt sich
eine Vielzahl von Lamellen querlaufend an den Kühlblechen
an der linken und der rechten Seite der Speichermodule. In der praktischen
Anwendung weisen die Lamellen jeweils eine bestimmte Erstreckungsentfernung
auf und belegen somit den Platz der links und rechts benachbarten
Speichermodule an der Hauptplatine. Aufgrund dessen können
normalerweise nur ein oder zwei Speichermodule an der Hauptplatine
angeordnet werden, und der Benutzer kann kein drittes oder mehr
als drei Speichermodule in die Hauptplatine einstecken; im Falle
einer Hauptplatine mit einem anderen Maß ist sogar möglich,
dass nur ein einziges Speichermodul eingesteckt werden kann. Daher
besteht das Platzproblem gleichfalls bei den oben erwähnten
herkömmlichen Luftkühlvorrichtungen.
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Aufgabe der Erfindung
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wärmeableitanordnung
für Speicher zu schaffen, mit der Wärme von Speichermodulen
abgeleitet wird und bei der der Zwischenraum der linken und rechten
Seite der benachbarten Speichermodule nicht belegt wird.
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Die
o. g. Aufgabe wird gelöst durch eine erfindungsgemäße
Wärmeableitanordnung für Speicher, umfassend mehr
als zwei Speichervorrichtungen, die in einem gewissen Abstand nebeneinander angeordnet
sind, wobei jede Speichervorrichtung zwei miteinander zusammenpassend
verbundene Kühlbleche und ein zwischen den beiden Kühlblechen
gehaltenes Speichermodul umfasst, wobei am Kühlblech Schraublöcher
ausgebildet sind; einen Kühlkörper, der über
den Speichervorrichtungen montiertist und aus einer Basis, einer
Mehrzahl von sich von der oberen Fläche der Basis erstreckenden Kühlstäben
und einer Mehrzahl von durch die Basis hindurchgehenden Langnuten
besteht, wobei jede Langnut dem Schraubloch der Speichervorrichtung entspricht,
und die obere Fläche der Kühlbleche mit der unteren
Fläche der Basis des Kühlkörpers in engem
Kontakt steht; und eine Mehrzahl von Schraubelementen, die jeweils
durch die Langnuten des Kühlkörpers verlaufen
und in den enstprechenden Schraublöchern der Speichervorrichtungen
verschraubt werden.
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Die
Erfindung weist folgende Vorteile auf:
- 1. erfindungsgemäß ist
ein Kühlstäbe aufweisender Kühlkörper über
mehr als zwei nebeneinander angeordneten Speichervorrichtungen montiert,
so dass der Platz über den Speichervorrichtungen genutzt
wird, und die Wärme der Speichermodule durch Luftkühlung
abgeleitet wird; im Vergleich zum Stand der Technik wird der Zwischenraum zwischen
der linken und der rechten Seite je zwei benachbarter Speichermodule
nicht belegt, so dass die Erfindung für Hauptplatinen mit
unterschiedlichen Maßen geeignet ist, und je nach Bedarf
des Benutzers vier Speichermodule in die Hauptplatine einsteckbar
sind; und
- 2. am Kühlkörper sind Langnuten ausgebildet,
so dass der Kühlkörper verschoben werden kann, damit
er sich leicht auf die Schraublöcher der Speichervorrichtungen
richtet; somit ist die Erfindung für Hauptplatinen mit
unterschiedlichen Maßen geeignet.
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Kurze Beschreibung der Zeichnung
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1 zeigt
eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen
Wärmeableitanordnung in perspektivischer Ansicht.
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2 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer auf einer Hauptplatine montierten
erfindungsgemäßen Wärmeableitanordnung
im aufgebauten Zustand;
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3 zeigt
eine Explosionsdarstellung einer auf einer Hauptplatine montierten
erfindungsgemäßen Wärmeableitanordnung
in perspektivischer Ansicht gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel; und
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4 zeigt
eine perspektivische Ansicht von montierten Kühlern gemäß der
Erfindung im aufgebauten Zustand.
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Wege der Ausführung
der Erfindung
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Im
Folgenden werden Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
anhand der detaillierten Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen
und der beigefügten Zeichnungen näher erläutert
werden. Jedoch soll die Erfindung nicht auf die Beschreibung und
die beigefügten Zeichnungen beschränkt werden.
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Wie
aus 1 ersichtlich, umfasst die erfindungsgemäße
Wärmeableitanordnung für Speicher mehr als zwei
Speichervorrichtungen 10, einen Kühlkörper 20 und
eine Mehrzahl von Schraubelementen 30.
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Jede
Speichervorrichtung 10 umfasst zwei Kühlbleche 11 und
ein zwischen den beiden Kühlblechen 11 gehaltenes
Speichermodul 12. Die beiden Kühlbleche 11 können
in einer entsprechenden Struktur ausgebildet und durch Einrasten
miteinander verbunden werden; alternativ können eins der beiden
Kühlbleche 11 groß und das andere klein
ausgebildet und durch Verschrauben miteinander verbunden werden.
In der vorliegenden Erfindung ist die Verbindung der beiden Kühlbleche
nicht beschränkt. Erfindungsgemäß können
die beiden Kühlbleche 11 die Speicherchips 121 der
Speichermodule 12 festhalten und sich an ihnen abstützen,
damit die durch die Speichermodule 12 erzeugte Wärme
zu den Kühlblechen 11 übertragen werden
kann. An der oberen Fläche der Kühlbleche 11 jeder
Speichervorrichtung 10 sind mehrere Schraublöcher 111 ausgebildet,
die als Gewindelöcher ausgeführt sind.
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Der
Kühlkörper 20 ist aus wärmeleitfähigem Metall
hergestellt und besteht aus einer plattenförmigen Basis 21,
einer Mehrzahl von Kühlstäben 22 und einer
Mehrzahl von Langnuten 23. Die Kühlstäbe 22 erstrecken
sich von der oberen Fläche der Basis 21 nach oben;
es können zwei Langnuten 23 vorgesehen werden,
die in einem gewissen Abstand zueinander angeordnet sind und durch
die obere und die untere Fläche der Basis hindurch gehen.
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Jedes
Schraubelement 30 kann als Bolzen ausgeführt werden,
wobei die Anzahl der Schraubelemente 30 der Anzahl der
Schraublöcher 111 der Speichervorrichtungen 10 entspricht,
wobei jedes Schraubelement 30 ein Gewindeteil 31 aufweist.
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Die
Montage wird anhand zweier Speichervorrichtungen 10 beispielsweise
dargestellt, wie in 1 und 2 gezeigt.
Die Speichermodule 12 der Speichervorrichtungen 10 sind
in einem gewissen Abstand nebeneinander angeordnet und werden jeweils
mittels eines Kontakts (gold finger) 122 in einen elektrischen
Verbinder 61 einer Hauptplatine 60 eines Computers
eingesteckt, so dass die Speichermodule 12 mit der Hauptplatine 60 elektrisch
verbunden werden.
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Der
Kühlkörper 20 ist über den beiden
Speichervorrichtungen 10 montiert, wobei die obere Fläche
der Kühlbleche 11 der Speichervorrichtungen 10 sich
an der unteren Fläche der Basis 21 des Kühlkörpers 20 abstützt,
um die durch die Speichermodule 12 erzeugte Wärme über
die Kühlbleche 11 zum Kühlkörper 20 zu übertragen.
Gleichzeitigt entspricht jede Langnut 23 des Kühlkörpers 20 einem
Schraubloch 111 der Speichervorrichtung 10.
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Das
Schraubelement 30 geht mit seinem Gewindeteil 31 durch
die Langnut 23 des Kühlkörpers 20 hindurch
und wird anschließend im Schraubloch 111 der Speichervorrichtung 10 verschraubt,
wodurch der Kühlkörper 20 über
den beiden Speichervorrichtungen 10 befestigt wird.
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Wie
aus 3 ersichtlich, ist die Hauptplatine 60 gemäß diesem
Ausführungsbeispiel derart ausgebildet, dass vier Speichervorrichtungen 10 in die
Hauptplatine 60 einsteckbar sind, so dass der Kühlkörper 20 mit
vier Speichervorrichtungen 10 in Kontakt stehen kann. Auf
das Gewindeteil 31 des Schraubelements 30 können
jeweils ein Federelement 41 und eine Unterlegscheibe 42 aufgesetzt
werden, wobei das Federelement 41 eine Druckfeder ist und
mit seinen beiden Enden jeweils gegen das Schraubelement 30 und
die Unterlegscheibe 42 so drückt, dass die Unterlegscheibe 42 mit
der oberen Fläche der Basis 21 des Kühlkörpers 20 in
engem Kontakt kommt. Alternativ können zwei Unterlegscheiben 42 an
den beiden Enden des Federelements 41 aufgesetzt werden,
so dass die beiden Enden des Federelements 41 die beiden
Unterlegscheiben 42 so beaufschlagen, dass die eine Unterlegscheibe 42 mit
der oberen Fläche der Basis 21 des Kühlkörpers 20 in
engem Kontakt kommt, so dass beim allmählichen Festschrauben
des Gewindeteils 31 des Schraubelements 30 im
Schraubloch 111 der Speichervorrichtung 10 das
Federelement 41 gedrückt wird, um die Unterlegscheibe 42 an
den Kühlkörper 20 zu drücken
und somit den Kühlkörper 20 stabiler
zu befestigen.
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Erwähnenswert
ist, dass die Speichervorrichtungen 10 in eine Hauptplatine 60 in
unterschiedlichen Maßen einsteckbar sind, wobei der Abstand des
elektrischen Verbinders 61 an jeder Hauptplatine 60 unterschiedlich
ist. Durch die Ausgestaltung der Langnut 23 ist möglich,
dass die Langnut 23 sich leicht auf das Schraubloch 111 der
Speichervorrichtung 10 richtet, so dass das Schraubelement 30 genau
im Schraubloch 111 festgeschraubt werden kann, um den Kühlkörper 20 zu
positionieren. Unter Mithilfe der Langnuten 23 ist der
Kühlkörper 20 also positionsverstellbar.
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Wie
aus 4 ersichtlich, kann des Weiteren wenigstens ein
Kühler 50 über den Kühlstäben 22 des
Kühlkörpers 20 verschraubt werden. Dabei
werden die Schraubelemente 52 durch die an den vier Ecken
des Kühlers 50 angeordneten Durchgangslöcher 51 geführt
und in den Spalten zwischen den Kühlstäben 22 des
Kühlkörpers 20 verschraubt. Mithilfe
der Kühlstäbe 22 kann der Kühler 50 leicht
festgeschraubt werden.
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Die
Erfindung weist folgende Vorteile auf:
- 1. erfindungsgemäß ist
ein Kühlstäbe 22 aufweisender Kühlkörper 20 über
mehr als zwei nebeneinander angeordneten Speichervorrichtungen 10 montiert,
so dass der Platz über den Speichervorrichtungen 20 genutzt
wird, und die Wärme der Speichermodule 12 durch
Luftkühlung abgeleitet wird; im Vergleich zum Stand der
Technik wird der Abstand zwischen der linken und der rechten Seite
je zwei benachbarter Speichermodule 12 nicht belegt, so
dass die Erfindung für Hauptplatinen 60 mit unterschiedlichen
Maßen geeignet ist, und je nach Bedarf des Benutzers vier Speichermodule 12 in
die Hauptplatine 60 einsteckbar sind;
- 2. am Kühlkörper 20 sind Langnuten 23 ausgebildet,
sodass der Kühlkörper 20 verschoben werden
kann, damit er sich leicht auf die Schraublöcher 111 der
Speichervorrichtungen 10 richtet; somit ist die Erfindung
für Hauptplatinen mit unterschiedlichen Maßen
geeignet; und
- 3. bei herkömmlichen Kühlkörpern
sind gewöhnlich Lamellen angeordnet, über denen
ein Kühler sich schwer festschrauben lässt; im
Unterschied dazu sind erfindungsgemäß am Kühlkörper 20 Kühlstäbe 22 angeordnet,
mittels derer der Kühler 50 sich leicht am Kühlkörper 20 festschrauben lässt.
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- 10
- Speichervorrichtung
- 11
- Kühlblech
- 111
- Schraubloch
- 12
- Speichermodul
- 121
- Speicherchip
- 122
- Kontakt
(gold finger)
- 20
- Kühlkörper
- 21
- Basis
- 22
- Kühlstab
- 23
- Langnut
- 30
- Schraubelement
- 31
- Gewindeteil
- 41
- Federelement
- 42
- Unterlegscheibe
- 50
- Kühler
- 51
- Durchgangsloch
- 52
- Schraubelement
- 60
- Hauptplatine
- 61
- elektrischer
Verbinder
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - TW 323066 [0003]
- - TW 321118 [0005]