DE102009009918A1 - Einfachuntersetzungsträger für eine unabhängige Aufhängung - Google Patents
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Abstract
Eine Antriebseinheit für eine unabhängige Aufhängung enthält einen Einfachuntersetzungsträger mit einer versetzten Ritzelkonfiguration. Der Einfachuntersetzungsträger enthält ein Ritzeleingangsrad, das eine Ritzelraddrehachse definiert. Das Ritzelrad treibt ein Tellerrad an, das mit einem Differential verbunden ist. Das Differential ist lateral so positioniert, dass es entlang einer sich in Längsrichtung erstreckenden Fahrzeugmittellinie zentriert ist, und die Ritzelraddrehachse ist von der sich in Längsrichtung erstreckenden Fahrzeugmittellinie in einer Querrichtung stark versetzt.
Description
- VERWANDTE ANMELDUNG
- Die vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der am 22. Februar 2008 eingereichten US Provisional Application Nr. 61/030,602.
- HINTERGRUND DER ERFINDUNG
- Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein einen Einfachuntersetzungsträger für eine unabhängige Aufhängung, die eine Ritzelkonfiguration mit einem großen Versatz aufweist.
- HINTERGRUND DER ERFINDUNG
- Herkömmlicherweise verwenden unabhängige Aufhängungen einen Einfachuntersetzungsträger mit einem Ritzeleingang, der sich sehr nahe an einer Fahrzeugmittellinie befindet. Der Träger enthält ein Eingangsritzel und ein Tellerrad, die einem Differential eine Antriebseingabe zuführen, das wiederum ein Paar Ausgangswellen antreibt. Jede Ausgangswelle ist einem eines Paars lateral gegenüberliegender Räder zugeordnet. Bei Verwendung mit einer unabhängigen Aufhängung wird jedes Rad durch eine unabhängige Aufhängungseinheit gestützt, so dass sich die Ausgangswelle und die zugehörige Radstruktur an einem Rad unabhängig von der Ausgangswelle und der zugehörigen Radstruktur am anderen Rad bewegen können.
- Extreme Antriebsritzelversatze für Träger, die mit unabhängigen Aufhängungen verwendet werden, erfordern eine Doppeluntersetzungsträgerkonfiguration. Dies ist auf den Konflikt zwischen Anforderungen zurückzuführen, dass die Ausgangswellen sich so nahe wie möglich an der Fahrzeugmittellinie befinden müssen, um ein bestimmtes Ausmaß an Federweg bereitzustellen, und dass ordnungsgemäße Triebstrangwinkel aufrechterhalten werden. Es ist aufgrund des erhöhten Gewichts und der erhöhten Kosten, die mit den zusätzlichen Komponenten, wie zum Beispiel Schrägrädern, Lager, Gehäuseteilen usw. einhergehen, nachteilig, Doppeluntersetzungsträger zu verwenden. Somit besteht Bedarf an einem Einfachuntersetzungsträger für eine unabhängige Aufhängung, die großen Ritzelversatzen Rechnung tragen kann.
- KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
- Eine Antriebseinheit für eine unabhängige Aufhängung enthält einen Einfachuntersetzungsträger mit einer versetzten Ritzelkonfiguration. Der Einfachuntersetzungsträger enthält ein Differential, das entlang einer sich in Längsrichtung erstreckenden Fahrzeugmittellinie allgemein zentriert werden muss, in Kombination mit einer Eingangsritzelachse, die von der sich in Längsrichtung erstreckenden Fahrzeugmittellinie in einer Querrichtung stark versetzt ist.
- In einem Beispiel enthält der Einfachuntersetzungsträger ein Ritzel, das sich um eine Eingangsritzelachse dreht. Die Eingangsritzelachse erstreckt sich in einer Längsrichtung und ist vom Schneiden einer durch das Differential definierten Packungsumhüllenden lateral versetzt. Das Differential treibt eine erste und eine zweite Ausgangswelle an, die eine erste bzw. eine zweite Radkomponente antreiben. Die erste und zweite Radkomponente sind bezüglich einander unabhängig aufgehängt, wodurch sich die erste und die zweite Radkomponente in Abhängigkeit von Straßenbelastungseingaben bezüglich einander unabhängig bewegen können.
- Das Differential enthält eine Differentialradanordnung, die in einem Differentialgehäuse angeordnet ist. In einem Beispiel enthält der Einfachuntersetzungsträger einen ersten Gehäuseteil und einen zweiten Gehäuseteil, die aneinander befestigt sind, um das Differentialgehäuse zu umschließen. Ein Einsteller ist dem ersten oder dem zweiten Gehäuseteil zugeordnet, um eine gewünschte Differentiallagerlast einzustellen.
- In einem Beispiel enthält der Einsteller ein ringförmiges Glied mit einem Gewindeteil und einem gezahnten Teil. Der Gewindeteil wird so weit auf den ersten oder den zweiten Gehäuseteil aufgeschraubt, bis die gewünschte Differentiallagerlast erreicht ist, und dann nimmt ein Verriegelungsglied den gezahnten Teil in Eingriff, um den Einsteller in Position zu verriegeln.
- Ein beispielhaftes Verfahren zum Zusammenfügen des Einfachuntersetzungsträgers für die unabhängige Aufhängung umfasst die Schritte des Installierens einer ersten Ausgangswelle in einen ersten Gehäuseteil, Installierens einer Ritzelanordnung, Installierens einer Differentialanordnung auf die erste Ausgangswelle, Installierens eines zweiten Gehäuseteils über die Differentialanordnung und Installierens einer Unterbaugruppe, die eine zweite Ausgangswelle mit einem Einsteller enthält, in die Differentialanordnung und den zweiten Gehäuseteil.
- Diese und andere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung und den folgenden Zeichnungen besser verständlich; es folgt eine kurze Beschreibung der Zeichnungen.
- KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1A ist eine stark schematische Vorderansicht eines Einfachuntersetzungsträgers und einer unabhängigen Aufhängungsanordnung. -
1B ist eine Draufsicht auf1A . -
2 ist eine perspektivische Ansicht eines Doppeluntersetzungsträgers wie er im Stand der Technik verwendet wird. -
3A ist eine perspektivische Ansicht eines Einfachuntersetzungsträgers in einem zusammengefügten Zustand mit Halterungen. -
3B ist eine Querschnittsansicht von3A in einer Längsrichtung und von oben gesehen. -
4 ist eine auseinander gezogene Darstellung eines Teils des Einfachuntersetzungsträgers, der einen Gehäuseteil, eine Ausgangswelle und ein Differential enthält. -
5 ist eine auseinander gezogene Darstellung eines Teils des Einfachuntersetzungsträgers, der eine Ritzeleingangsanordnung und eine Halterung enthält. -
6 ist eine auseinander gezogen Darstellung eines Teils des Einfachuntersetzungsträgers, der einen anderen Gehäuseteil, eine andere Ausgangswelle und einen Einsteller enthält. -
7 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht des Einstellers. -
8 ist eine Querschnittsansicht von3A in einer Längsrichtung und von oben gesehen. -
9 ist eine vergrößerte Ansicht eines kreisförmigen Rings, der zur Einstellung von Zahnkontakt für ein Ritzel und ein Tellerrad der Ritzeleingangsanordnung verwendet wird. -
10 ist eine auseinander gezogene Darstellung der in3A dargelegten Anordnung. - AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
-
1A und1B zeigen schematisch eine Antriebseinheit10 zum Antreiben eines ersten12a und eines zweiten12b Rads, die sich lateral gegenüberliegenden. Unabhängige Aufhängungen14a ,14b werden dazu verwendet, das erste12a und das zweite12b Rad unabhängig an einer Fahrzeugstruktur16 aufzuhängen, so dass sich die Räder als Reaktion auf Straßenbelastungseingaben RL unabhängig voneinander bewegen können. Es könnte eine beliebige Art von unabhängiger Aufhängung verwendet werden, um die Räder an der Fahrzeugstruktur aufzuhängen. - Die Antriebseinheit
10 enthält einen Einfachuntersetzungsträger18 , der eine erste20a und eine zweite20b Radwelle antreibt. Die erste20a und die zweite20b Radwelle definieren eine erste22a und eine zweite22b Querdrehachse und treiben das erste12a und das zweite12b Rad an. Wenn das Fahrzeug stationär ist und auf einem ebenen Boden steht, verlaufen die erste22a und die zweite22b Querachse allgemein koaxial; während des Betriebs des Fahrzeugs können sich diese Achsen jedoch infolge ihrer unabhängigen Aufhängung bezüglich einander bewegen. - Der Einfachuntersetzungsträger
18 befindet sich entlang einer sich in Längsrichtung erstreckenden Fahrzeugmittellinie24 , die senkrecht zu der durch die erste22a und die zweite22b Querdrehachse definierten Querrichtung verläuft. Der Einfachuntersetzungsträger18 enthält ein Differential26 , das mehrere Differentialräder28 enthält, das Differential gestattet, dass sich die erste20a und die zweite20b Radwelle nach Bedarf mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten drehen, um zum Beispiel Wendemanövern Rechnung zu tragen. - Ein Ritzeleingang
30 führt Antriebseingabe dem Einfachuntersetzungsträger18 zu. Der Kitzeleingang30 definiert eine Längsritzelachse32 , die um ein großes Ausmaß von der Fahrzeugmittellinie24 versetzt ist, wie in1B gezeigt. Das Differential26 ist entlang der sich in Längsrichtung erstreckenden Fahrzeugmittellinie24 allgemein zentriert, wobei die Ritzelachse32 vom Überschneiden mit dem Differential26 lateral versetzt ist. In einem Beispiel ist die Längsritzelachse32 vom Schneiden einer durch die mehreren Differentialräder28 definierten Packungsumhüllenden lateral versetzt. In einem Beispiel ist die Längsritzelachse32 von der Fahrzeugmittellinie24 in einem Bereich drei oder mehr Zoll lateral versetzt. -
2 zeigt ein Beispiel für einen Doppeluntersetzungsträger DR nach dem Stand der Technik, der herkömmlicherweise verwendet wurde, um diesem großen Versatz Rechnung zu tragen. Der Doppeluntersetzungsträger DR enthält einen Eingang I zu einem ersten Zahnrad G1. Das erste Zahnrad G1 treibt ein zweites Zahnrad G2 an, das lateral von dem ersten Zahnrad G1 beabstandet ist, das heißt die Drehachsen des ersten G1 und des zweiten G2 Zahnrands sind voneinander versetzt. Ein Ritzelrad P erstreckt sich koaxial zu dem zweiten Zahnrad G2 und treibt ein Tellerrad R an. Das Tellerrad R treibt lateral gegenüberliegende Wellenausgänge SO an. - Die
3A –3B zeigen dieses gleiche Versatzausmaß mit dem vorliegenden Einfachuntersetzungsträger18 . In dieser Konfiguration enthält der Einfachuntersetzungsträger18 einen ersten Gehäuseteil oder ein Zentralgehäuse40 und einen zweiten Gehäuseteil oder ein Seitengehäuse42 , die mit mehreren Befestigungselementen44 aneinander befestigt sind. Der Ritzeleingang30 ist in einer quer nach außen verlaufenden Richtung von dem Zentralgehäuse40 versetzt. Es werden Halterungen46 verwendet, um den Einfachuntersetzungsträger18 und den zugehörigen Ritzeleingang30 an der Fahrzeugstruktur16 zu befestigen. - Die Halterungen
46 umfassen eine Querhalterung46a mit einem allgemein flachen Plattenkörper, der sich in Querrichtung erstreckt, und eine Längshalterung46b mit einem allgemein flachen Plattenkörper, der sich in einer Längsrichtung erstreckt. Das Zentralgehäuse40 enthält einen ersten Halterteil40a , der an der Querhalterung46a befestigt ist, und einen zweiten Halterteil40b , der an der Längshalterung46b befestigt ist. Der erste40a und der zweite40b Halterteil sind so an einander gegenüberliegenden Längsseiten des Einfachuntersetzungsträgers18 positioniert, dass der erste40a und der zweite40b Halterteil40 unabhängig voneinander sind. Diese Halterungen46 umfassen die einzige Befestigungsgrenzfläche für den Einfachuntersetzungsträger18 an der Fahrzeugstruktur16 . - Der Kitzeleingang
30 enthält ein Ritzelrad48 , das mit einem Tellerrad50 in Eingriff steht. In dem gezeigten Beispiel wird eine Spiralkegelradanordnung verwendet; jedoch könnte auch eine Hypoidradanordnung verwendet werden. Bei einer Hypoidradanordnungskonfiguration wäre eine Ritzelmittellinie bezüglich einer Differentialmittellinie vertikal versetzt. Wie in3B gezeigt, ist das Tellerrad50 bei der vorliegenden Konfiguration an einer verschraubten Verbindung an einem Teil des Differentials26 befestigt. Das Differential26 wird in den Figuren schematisch gezeigt; es versteht sich jedoch, dass das Differential26 die wohlbekannte Struktur eines Differentialgehäuses60 (4 ) umfasst, das die mehreren Differentialräder28 auf einem Kreuz stützt und unterbringt. Das Tellerrad50 ist, wie bekannt, mit dem Differentialgehäuse60 verschraubt. Das Zentralgehäuse40 und das Seitengehäuse42 nehmen das Differentialgehäuse60 auf, wie in4 gezeigt. Die Differentialräder28 sind dazu konfiguriert, eine erste54a und eine zweite54b Ausgangswelle anzutreiben, die in dem Zentralgehäuse40 und in dem Seitengehäuse42 eingeschlossen sind. Die erste54a und die zweite54b Ausgangswelle sind an den Flanschen56 mit der ersten20a bzw. der zweiten20b Radwelle verbunden. -
4 zeigt eine auseinander gezogene Darstellung des Differentials26 . Das Tellerrad50 ist mit einem Außenflansch des Differentialgehäuses60 , das die mehreren Differentialräder28 einschließt, verbunden. Das Differentialgehäuse60 kann aus einem oder mehreren Gehäuseteilen bestehen. In der Regel besteht das Differentialgehäuse60 aus einer ersten und einer zweiten Differentialgehäusehälfte. Des Weiteren enthält das Differential26 ein Paar Differentiallager62 . Ein Differentiallager ist dem Zentralgehäuse40 und das andere dem Seitengehäuse42 zugeordnet. Ein Wellenlager64 stützt die zweite Ausgangswelle54b und ist in dem Zentralgehäuse40 installiert. Ein anderes Wellenlager64 stützt die erste Eingangswelle54a und ist in dem Seitengehäuse42 installiert (3B ). -
5 zeigt eine auseinander gezogene Darstellung des Ritzeleingangs30 . Der Ritzeleingang30 enthält das Ritzelrad48 , Ritzellager66 und einen Ritzelkäfig68 . Eine Flanschverbindung70 wird zur Verbindung des Ritzelrads48 mit dem Antriebseingang von einer (nicht gezeigten) Antriebswelle verwendet. Die Antriebswelle ist mit einer Energiequelle, wie zum Beispiel einem Motor oder Elektromotor, verbunden. Die Halterung46 und die zugehörige Befestigungsstruktur wird verwendet, um den Ritzeleingang30 an der Fahrzeugstruktur16 zu stützen. - Die Querhalterung
46a weist eine mittlere Öffnung47 auf, die den Ritzelkäfig68 umgibt. Der Ritzelkäfig68 umfasst einen schalenförmigen Körper, der einen Befestigungsflanschteil68a an einem Ende enthält, welcher an der Querhalterung46a befestigt ist. Gelenkhalter49 sind an jedem Ende der Querhalterungen46a zur Befestigung an einer Fahrzeugstruktur16 positioniert. Die Längshalterung46b enthält auch einen Gelenkhalter49 , der an der Fahrzeugstruktur16 befestigt ist (3B ). Wie oben besprochen, stellen diese Halterungen46a ,46b die einzige Befestigung des Einfachuntersetzungsträgers18 an der Fahrzeugstruktur16 bereit. - Die
6 und7 zeigen das Seitengehäuse42 und eine Einstelleranordnung72 . Die Einstelleranordnung72 umfasst ein ringförmiges Glied74 mit einem äußeren Gewindeteil76 , der mit einer Öffnung im Seitengehäuse42 in Gewindeeingriff steht, und einem gezahnten Teil78 . Die Einstelleranordnung72 ist der ersten Ausgangswelle54a und dem jeweiligen Wellenlager64 zugeordnet. O-Ring-Dichtungen82 sind auch zu Dichtungszwecken in dem ringförmigen Glied74 installiert. Das ringförmige Glied74 trägt eine Schale84 des zugehörigen Differentiallagers62 . Ein Sprengring86 hält das Wellenlager64 an dem ringförmigen Glied74 . Ein Kegel88 dieses Differentiallagers62 ist an dem Differentialgehäuse60 installiert. Während der Installation der Einstelleranordnung72 wird das ringförmige Glied74 mit der Schale84 in das Seitengehäuse42 installiert und eingestellt, bis sich das Differentiallager62 in der gewünschten Position befindet. Nach Durchführung der Endeinstellung wird eine Verriegelungsnase90 installiert, um den gezahnten Teil78 in Eingriff zu nehmen, der die Einstelleranordnung72 in Position verriegelt. -
8 zeigt eine Querschnittsansicht des Differentials26 und des Zentralgehäuses40 und des Seitengehäuses42 .9 zeigt eine vergrößerte Ansicht einer Grenzfläche zwischen dem Zentralgehäuse40 und dem Differentiallager62 und dem Wellenlager64 , das der zweiten Ausgangswelle54b zugeordnet ist. Das Differentiallager62 ist radial zwischen dem Differentialgehäuse60 und dem Zentralgehäuse40 positioniert. Ein kreisförmiger Ring100 ist zwischen einer Schale102 des Differentiallagers62 und einem Außenring104 des Wellenlagers64 eingesetzt. Der kreisförmige Ring100 wird dazu verwendet, den Zahnkontakt für das Ritzelrad48 und das Tellerrad50 einzustellen. Der kreisförmige Ring100 legt den Außenring104 des Wellenlagers64 in Position fest, und die Dicke des kreisförmigen Rings100 kann geändert werden, um die ordnungsgemäße Position für das Tellerrad50 bezüglich des Ritzelrads48 bereitzustellen. Ein dicker kreisförmiger Ring100 bewegt das Tellerrad50 weiter von dem Ritzelrad48 weg, während ein dünner kreisförmiger Ring100 das Tellerrad50 näher heran bewegen würde. -
10 zeigt eine auseinander gezogene Darstellung der gesamten Anordnung des Einfachuntersetzungsträgers18 . Ein Beispiel für eine Montageabfolge für den Einfachuntersetzungsträger18 umfasst die Montage der zweiten Ausgangswelle54b in das Zentralgehäuse40 . Dies würde Installieren des Wellenlagers64 in das Zentralgehäuse40 und Installieren einer Dichtung110 (9 ) in das Zentralgehäuse40 umfassen. Dann wird die zweite Ausgangswelle54b in das Zentralgehäuse40 eingesetzt und mit einem Sprengring112 (9 ) festgehalten. - Als Nächstes wird das Ritzelrad
48 in den Ritzelkäfig68 installiert, der auf herkömmliche Weise installiert werden würde. Das Zentralgehäuse40 enthält eine Öffnung, durch die das Ritzelrad48 eingesetzt werden kann. Der Ritzelkäfig68 kann dann an dem Befestigungsflanschteil68a an dem Zentralgehäuse befestigt werden. - Als Nächstes wird das Differential
26 mit dem Tellerrad50 an die zweite Ausgangswelle54b installiert. Es kann ein Werkzeug verwendet werden, um das Differential26 in Position zu halten, während Zahnkontakte mit einer Abstandshalterwahl eingestellt werden. - Als Nächstes wird das Seitengehäuse
42 über das Differential26 installiert. Differentialdrehverhinderungsnocken greifen in Schlitze am Seitengehäuse42 ein, wie von einigen Differentialausführungen erfordert. - Als Nächstes werden die Einstelleranordnung
72 und die erste Ausgangswelle54a in das Differential26 und das Seitengehäuse42 installiert. Eine Unterbaugruppe, die aus der ersten Ausgangswelle54a , einer Dichtung114 (7 ), dem Wellenlager64 , dem ringförmigen Glied74 und der Schale84 des Differentiallagers besteht, wird über den äußeren Gewindeteil76 des ringförmigen Glieds74 in das Seitengehäuse42 installiert. Die Position des ringförmigen Glieds74 wird eingestellt, bis die ordnungsgemäße Lagervorbelastung eingestellt ist, und dann wird die Verriegelungsnase90 installiert. Die Verriegelungsnase90 nimmt den gezahnten Teil78 des ringförmigen Glieds74 in Eingriff, um die Einstelleranordnung72 in Position zu verriegeln, nachdem die gewünschte Vorbelastung und Lagerposition erreicht sind. - Der Einfachuntersetzungsträger
18 , wie er bei einer unabhängigen Aufhängungskonfiguration verwendet wird, stellt mehrere Vorteile bereit. Wie oben besprochen, kann diese Konfiguration bei Konfigurationen mit extremem Ritzelversatz verwendet werden. Des Weiteren verwendet diese Konfiguration gegenwärtige Ausgangswellen und Lager, was in Hinblick auf Kosten von Vorteil ist. Des Weiteren kann der anschraubbare Ritzelkäfig68 als eine Frontbefestigungsstelle für die Halterung46 verwendet werden. - In einem Beispiel ist das Zentralgehäuse
40 aus duktilem Eisen anstelle von gegossenem Aluminium hergestellt, welches nur 30% Toleranz bezüglich des Festigkeits-/Gewichtsverhältnisses aufweist. Duktiles Eisen ist ein risikoarmes, kostengünstiges Material. Das Zentralgehäuse40 ist so ausgelegt, dass alle Aluminiumkomponenten über Gewindelöcher aus duktilem Eisen befestigt werden können, das heißt das Standardbefestigungsmittel verwendet werden können. Ferner verzichtet diese Konfiguration auf den herkömmlichen anschraubbaren Ausgangswellenflansch. - In einem Beispiel sind der Ritzelkäfig
68 und das Seitengehäuse42 aus Aluminium hergestellt, was zu Gewichtsersparnissen führt. Das Seitengehäuse42 enthält mehrere Rippen120 (6 ), was interne Wärmeübertragung durch Konvektion von dem Träger zur Umgebung verbessert. Des Weiteren sind keine Kerne für das Seitengehäuse erforderlich, da für das Seitengehäuse42 keine Befestigungsanordnungen benötigt werden. - Bei der vorliegenden Konfiguration sind die Differentiallager
62 weit voneinander beabstandet, wodurch die Belastung verbessert wird. In einem Beispiel werden dünnere Lager mit einem großen Durchmesser verwendet. Die Montage wird durch den Verzicht auf Schenkelkappen für die Differentiallager62 weiter erleichtert. - Die Differentiallager werden wie oben beschrieben vorbelastet und können in Inkrementen von 0,07 mm eingestellt werden, was genaue Vorbelastungseinstellungen gewährleistet.
- Die Gehäuse werden mit O-Ringen abgedichtet, was den Tellerraddurchmesser maximiert, indem keine Bolzensockel oben und unten erforderlich sind.
- Obgleich eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung offenbart worden ist, läge für einen Durchschnittsfachmann auf der Hand, dass bestimmte Modifikationen unter den Schutzbereich dieser Erfindung fallen. Aus diesem Grunde sollten die folgenden Ansprüche untersucht werden, um den wahren Schutzbereich und Inhalt der vorliegenden Erfindung zu bestimmen.
Claims (19)
- Antriebseinheit zum Antrieb eines Paars lateral gegenüberliegender Fahrzeugräder, die Folgendes umfasst: einen Einfachuntersetzungsträger mit einem Ritzeleingang, der von einer Fahrzeugmittellinie stark versetzt sein soll; eine erste Ausgangswelle, die durch den Einfachuntersetzungsträger angetrieben wird, und eine zweite Ausgangswelle, die durch den Einfachuntersetzungsträger angetrieben wird, wobei die erste Ausgangswelle eine erste Radkomponente und die zweite Ausgangswelle eine zweite Radkomponente lateral gegenüber der ersten Radkomponente antreiben soll; und eine erste unabhängige Aufhängung, die der ersten Radkomponente zugeordnet ist, und eine zweite unabhängige Aufhängung, die der zweiten Radkomponente zugeordnet ist, wobei die erste und die zweite unabhängige Aufhängung der ersten und der zweiten Radkomponente gestatten, sich als Reaktion auf Straßenlasteingaben bezüglich einander unabhängig zu bewegen.
- Antriebseinheit nach Anspruch 1, wobei der Einfachuntersetzungsträger ein Differential mit einer Differentialradanordnung enthält und wobei der Ritzeleingang eine Längsritzeldrehachse definiert, die vom Schneiden einer durch die Differentialradanordnung definierten Packungsumhüllenden lateral versetzt ist.
- Antriebseinheit nach Anspruch 1, mit einer Einstelleranordnung mit einem Einstellerring, einer durch den Einstellerring gestützten Differentiallagerkomponente und einem auf der ersten oder zweiten Ausgangswelle gestützten Ausgangswellenlager, wobei die Einstelleranordnung an der ersten oder der zweiten Ausgangswelle zur Bildung einer Unterbaugruppe befestigt ist und wobei die Unterbaugruppe als eine Einheit in einer Gehäusekomponente des Einfachuntersetzungsträgers angebracht ist.
- Antriebseinheit nach Anspruch 1, wobei der Einfachuntersetzungsträger einen ersten Gehäuseteil und einen zweiten Gehäuseteil enthält, die zusammenwirken, um eine Differentialanordnung zu umschließen, und mit einem kreisförmigen Ring, der durch den ersten oder den zweiten Gehäuseteil gestützt wird und zwischen einer Differentiallagerkomponente und einer Ausgangswellenlagerkomponente angeordnet ist.
- Antriebseinheit nach Anspruch 1, wobei der Einfachuntersetzungsträger auf die Fahrzeugmittellinie allgemein ausgerichtet sein soll und wobei der Ritzeleingang eine Ritzeldrehachse definiert, die allgemein parallel zur Fahrzeugmittellinie verläuft und um mindestens drei Zoll von der Fahrzeugmittellinie versetzt ist.
- Antriebseinheit nach Anspruch 1, wobei der Einfachuntersetzungsträger einen Zentralgehäuseteil und einen Seitengehäuseteil enthält, die an einer ersten Montagegrenzfläche aneinander befestigt sind, um eine Differentialanordnung zu umschließen, und wobei der Zentralgehäuseteil einen Quermontageteil und einen Längsmontageteil enthält, um den Einfachuntersetzungsträger an einer Fahrzeugstruktur zu befestigen.
- Antriebseinheit nach Anspruch 6, die eine Querhalterung, die an einer zweiten Befestigungsgrenzfläche an dem Quermontageteil des Zentralgehäuses befestigt ist, und eine Längshalterung, die an einer dritten Befestigungsgrenzfläche an dem Längsmontageteil des Zentralgehäuseteils befestigt ist, enthält, wobei die zweite und die dritte Befestigungsgrenzfläche an in Längsrichtung einander gegenüberliegenden Seiten des Einfachuntersetzungsträgers angeordnet sind.
- Antriebseinheit nach Anspruch 7, wobei der Ritzeleingang ein Ritzelrad, das eine Eingangsdrehachse definiert, mindestens ein Ritzellager zum Abstützen des Ritzelrads zur Drehung um die Eingangsdrehachse und einen Ritzelkäfig, der das mindestens eine Ritzellager aufnimmt, enthält, wobei der Ritzelkäfig einen Käfighalterteil enthält, der an der Querhalterung befestigt ist.
- Antriebseinheit nach Anspruch 1, wobei der Einfachuntersetzungsträger ein Differential, das eine Differentialradanordnung, ein Differentialgehäuse, in dem die Differentialradanordnung untergebracht ist, und ein erstes und ein zweites Differentiallager umfasst, und eine Einstelleranordnung enthält, die der ersten und der zweiten Ausgangswelle zugeordnet ist, wobei die Einstelleranordnung eine Position des ersten und des zweiten Differentiallagers einstellen soll, um eine gewünschte Lagerposition zu erreichen.
- Antriebseinheit nach Anspruch 9, wobei der Einfachuntersetzungsträger einen Zentralgehäuseteil und einen Quergehäuseteil enthält, die zum Umschließen des Differentialgehäuses befestigt sind, und wobei das erste oder das zweite Differentiallager in dem Zentralgehäuseteil gestützt wird und das jeweils andere, das zweite oder das erste, Differentiallager, in dem Quergehäuseteil gestützt wird, und wobei die Einstelleranordnung ein ringförmiges Glied enthält, das über ein Gewinde an dem Quergehäuseteil befestigt ist.
- Antriebseinheit nach Anspruch 10, wobei der Ritzeleingang ein Ritzelrad enthält, das ein Tellerrad direkt antreibt, und mit einem kreisförmigen Ring, der in dem Zentralgehäuseteil an einer Stelle zwischen dem ersten oder dem zweiten Differentiallager und einem zugehörigen Wellenlager installiert ist, und wobei eine Dicke des kreisförmigen Rings eingestellt wird, um einen gewünschten Zahnkontakt zwischen dem Ritzelrad und dem Tellerrad bereitzustellen.
- Antriebseinheit für eine unabhängige Aufhängung, die Folgendes umfasst: einen Einfachuntersetzungsträger mit einem Ritzeleingangsrad, das eine Ritzeldrehachse definiert, einem durch das Ritzeleingangsrad angetriebenen Tellerrad und einer durch das Tellerrad angetriebenen Differentialanordnung; und wobei die Differentialanordnung lateral positioniert ist, um entlang einer sich in Längsrichtung erstreckenden Fahrzeugmittellinie zentriert zu werden, und wobei die Ritzeldrehachse in einer Querrichtung von der sich in Längsrichtung erstreckenden Fahrzeugmittellinie stark versetzt ist.
- Antriebseinheit nach Anspruch 12, umfassend eine durch den Einfachuntersetzungsträger angetriebene erste Ausgangswelle und eine durch den Einfachuntersetzungsträger angetriebene zweite Ausgangswelle, wobei die erste Ausgangswelle eine erste Radkomponente antreiben soll und die zweite Ausgangswelle eine zweite Radkomponente lateral gegenüber der ersten Radkomponente antreiben soll; und eine erste unabhängige Aufhängung, die der ersten Radkomponente zugeordnet ist, und eine zweite unabhängige Aufhängung, die der zweiten Radkomponente zugeordnet ist, wobei die erste und die zweite unabhängige Aufhängung gestatten, dass sich die erste und die zweite Radkomponente als Reaktion auf Straßenbelastungseingaben bezüglich einander unabhängig bewegen.
- Antriebseinheit nach Anspruch 13, wobei die Ritzeldrehachse vom Schneiden einer durch die Differentialanordnung definierten Packungsumhüllenden lateral versetzt ist, und wobei die Ritzeldrehachse um mindestens drei Zoll von der sich in Längsrichtung erstreckenden Fahrzeugmittellinie versetzt ist.
- Verfahren zum Zusammenfügen eines Einfachuntersetzungsträgers für eine unabhängige Aufhängung, das die folgenden Schritte umfasst: (a) Installieren einer ersten Ausgangswelle in einen ersten Gehäuseteil; (b) Installieren einer Ritzelanordnung; (c) Installieren einer Differentialanordnung auf die erste Ausgangswelle; (d) Installieren eines zweiten Gehäuseteils über die Differentialanordnung; und (e) Installieren einer Unterbaugruppe, die eine zweite Ausgangswelle mit einem Einsteller enthält, in die Differentialanordnung und den zweiten Gehäuseteil.
- Verfahren nach Anspruch 15, wobei die Unterbaugruppe die zweite Ausgangswelle, eine Wellendichtung, ein Wellenlager, den Einsteller und eine Differentiallagerkomponente enthält, und umfassend Schrauben des Einstellers in Eingriff mit dem zweiten Gehäuseteil zur Einstellung einer Position eines Differentiallagers.
- Verfahren nach Anspruch 15, wobei Schritt (a) weiterhin Installieren eines ersten Wellenlagers und einer ersten Wellendichtung in den ersten Gehäuseteil, anschließend Einführen der ersten Ausgangswelle in den ersten Gehäuseteil und Festhalten der ersten Ausgangswelle mit einem Sprengring umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 17, wobei Schritt (b) weiterhin Installieren eines Ritzelrads in einen Ritzelkäfig und Befestigen des Ritzelkäfigs an dem ersten Gehäuseteil umfasst, und wobei Schritt (c) weiterhin Befestigen eines Tellerrads an der Differentialanordnung und Einstellen eines gewünschten Zahnkontakts zwischen dem Tellerrad und dem Ritzelrad umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 18, wobei der Einsteller ein ringförmiges Glied mit einem äußeren Gewindeteil und einem gezahnten Teil enthält und wobei die Unterbaugruppe eine Anordnung der zweiten Ausgangswelle, eine Wellendichtung, ein Wellenlager, das ringförmige Glied und eine Differentiallagerschale umfasst, und wobei Schritt (e) weiterhin Schrauben des äußeren Gewindeteils des ringförmigen Glieds in einen inneren Hohlraum des zweiten Gehäuseteils, bis eine gewünschte Lagervorbelastung für ein die Differentiallagerschale enthaltendes Differentiallager eingestellt ist, und Ineingriffbringen eines Verriegelungsglieds mit dem gezahnten Teil des ringförmigen Glieds, um den Einsteller nach Einstellung der gewünschten Lagervorbelastung in Position zu verriegeln, umfasst.
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