-
Die
Erfindung betrifft einen Kühlmittelkreislauf für
eine Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
-
Die
Regelung der Kühlmitteltemperatur im Kühlmittelkreislauf
von Brennkraftmaschinen von Kraftfahrzeugen erfolgt zumeist mit
Hilfe eines selbstregelnden dehnstoffgetriebenen Thermostatventils,
dessen Eingänge mit einem Kühlmitteleinlass bzw.
mit einem Kühlmittelauslass des Kühlers verbunden
sind, während sein Ausgang mit der zur Brennkraftmaschine
führenden Rücklaufleitung kommuniziert. Bei geöffnetem
Thermostatventil wird heißes Kühlmittel aus der
von der Brennkraftmaschine zum Kühlmitteleinlass des Kühlers
führenden Vorlaufleitung des Kühlmittelkreislaufs
im Thermostatventil mit kaltem, aus dem Kühlmittelauslass
des Kühlers austretenden Kühlmittel gemischt,
so dass das Kühlmittel mit einer definierten Regeltemperatur aus
dem Ausgang des Thermostatventils austritt, von wo es dann durch
die Rücklaufleitung zur Brennkraftmaschine geleitet wird.
-
Allerdings
ist es mit Hilfe derartiger selbstregelnder Thermostatventile nicht
möglich, die Temperatur des durch die Rücklaufleitung
zur Brennkraftmaschine zurückgeführten Kühlmittels
nach Bedarf zu verändern, um der Brennkraftmaschine Kühlmittel mit
einer höheren oder niedrigeren Temperatur als der am Thermostatventil
eingestellten Regeltemperatur zuzuführen.
-
Um
eine bedarfsgerechte Veränderung der Temperatur des zur
Brennkraftmaschine zurückgeführten Kühlmittels
zu ermöglichen, ist es zum Beispiel aus der
DE 199 60 931 A1 bereits
bekannt, an Stelle eines selbstregelnden Thermostatventils ein steuerbares
Dreiwegeventil vorzusehen, das von einer Steuereinheit in Abhängigkeit
von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine angesteuert wird. Bei
dieser Lösung wird jedoch zum einen als nachteilig angesehen,
dass das steuerbare Dreiwegeventil nicht ausfallsicher arbeitet.
Zum anderen wird im Betrieb des Dreiwegeventils nahezu dauernd Energie zur
Ansteuerung des Ventils verbraucht.
-
Weitere
für Kühlsysteme von Brennkraftmaschinen bestimmte
vollvariable Regelventile zum Einstellen einer gewünschten
variablen Kühlmitteltemperatur sind zum Beispiel aus der
DE 19849492 A1 und
der
DE 10 2006
038 213 A1 bekannt.
-
Ausgehend
hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Kühlmittelkreislauf
der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass sich
die Temperatur des zur Brennkraftmaschine zurückgeführten
Kühlmittels nach Bedarf verändern lässt,
ohne dass die Ausfallsicherheit gefährdet und/oder ohne
dass der Energieverbrauch gegenüber Kühlsystemen
mit selbstregelndem dehnstoffgetriebenem Thermostatventil merklich
erhöht wird.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein zusätzlich
zum Thermostatventil vorgesehenes Regelventil gelöst, das
einen mit einem Ausgang des Thermostatventils verbundenen ersten
Einlass, einen zweiten Einlass und einen über eine Rücklaufleitung
mit der Brennkraftmaschine verbundenen Auslass aufweist, wobei der
Strömungs- oder Öffnungsquerschnitt des ersten
und des zweiten Einlasses gesteuert veränderbar sind.
-
Das
Regelventil ist bevorzugt ein elektrisches Regelventil, das heißt
ein Regelventil mit einem elektrischen Stellantrieb, mit dem sich
die Stellung eines Ventilgliedes des Regelventils nach Bedarf verstellen
lässt.
-
Eine
weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das
Regelventil ein Ventilgehäuse und einen im Ventilgehäuse
beweglichen Schieber, vorzugsweise einen Drehschieber, umfasst,
der durch den Stellantrieb in die gewünschten Ventil- oder
Schaltstellungen bewegt werden kann, um wahlweise einen oder beide
Einlässe des Regelventils ganz oder teilweise zu öffnen
und mit dem Auslass des Regelventils zu verbinden.
-
Dort,
wo am Thermostatventil eine verhältnismäßig
hohe Regeltemperatur eingestellt ist, wie eine Temperatur von mehr
als 100°C, beispielsweise etwa 110°C, ist der
zweite Einlass des Regelventils vorzugsweise direkt mit dem Kühler
verbunden, während der zweite Eingang des Thermostatventils zweckmäßig
durch eine mit einem Rückschlagventil versehene Leitung
mit dem Kühlmittelauslass des Kühlers und dem
zweiten Einlass des Regelventils bzw. einer vom Kühlmittelauslass
des Kühlers zum zweiten Einlass des Regelventils führenden
Leitung verbunden ist.
-
Gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird in diesem Fall im
niedrigen und mittleren Lastbereich der Brennkraftmaschine das Thermostatventil
in konventioneller Weise betrieben, um für einen ausfallsicheren
Betrieb des Kühlsystems zu sorgen. Das unbestromte Regelventil
befindet sich in diesen Lastbereichen zweckmäßig
in einer Schalt- oder Ventilstellung, in welcher der erste Einlass
und der Auslass ganz geöffnet sind, während der
zweite Einlass geschlossen ist. Dadurch mischt sich bei geöffnetem
Thermostatventil heißes Kühlmittel aus der Vorlaufleitung
im Thermostatventil mit kaltem Kühlmittel aus dem Kühlmittelauslass
des Kühlers und strömt mit der Regeltemperatur
des Thermostatventils von etwa 110°C durch das Regelventil
und die Rücklaufleitung zur Brennkraftmaschine.
-
Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass
dem Stellantrieb des Regelventils zur Absenkung der Temperatur des
durch die Rücklaufleitung zur Brennkraftmaschine zurück
geführten Kühlmittels unter die Regeltemperatur
des Thermostatventils Strom zugeführt wird, um bei geöffnetem
Thermostatventil den ersten Einlass des Regelventils ganz und den
zweiten Einlass des Regelventils teilweise zu öffnen. Dadurch
kann dem mit der Regeltemperatur des Thermostatventils von etwa 110°C
aus dessen Ausgang strömenden Kühlmittel im Regelventil
kälteres Kühlmittel aus dem Kühlmittelauslass
des Kühlers zugemischt und auf diese Weise die Kühlmitteltemperatur
abgesenkt werden, wobei das Maß der Absenkung durch den
Grad der Öffnung des zweiten Einlasses gesteuert werden kann.
-
Um
eine maximale Kühlung der Brennkraftmaschine zu erzielen,
wird gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung der mit dem Ausgang des Thermostatventils verbundene
erste Einlass des Regelventils ganz geschlossen und der mit dem
Kühlmittelauslass des Kühlers verbundene zweite
Einlass ganz geöffnet, wodurch das gesamte durch den Kühlmittelkreislauf
zirkulierende Kühlmittel am Thermostatventil vorbei durch
den Kühler strömt.
-
In
einer zum Aufheizen der Brennkraftmaschine dienenden vierten Ventilstellung,
in der das Thermostatventil infolge der unterhalb der Regeltemperatur
des Thermostatventils liegenden Kühlmitteltemperatur in
der Vorlaufleitung geschlossen ist, wird der zweite Einlass ganz
geschlossen und der erste Einlass teilweise geschlossen bzw. geöffnet,
wodurch zum einen kein Kühlmittel durch den Kühler
geleitet und zum anderen der Volumenstrom des Kühlmittels
durch die Vor- und Rücklaufleitung gedrosselt wird, um
weniger Wärme aus der Brennkraftmaschine abzuführen.
-
Dort,
wo am Thermostatventil eine verhältnismäßig
niedrige Regeltemperatur eingestellt ist, wie eine Temperatur von
95°C oder weniger, beispielsweise etwa 87°C, ist
der zweite Einlass des Regelventils hingegen bevorzugt mit der Vorlaufleitung verbunden,
während der zweite Eingang des Thermostatventils zweckmäßig
direkt mit dem Kühlmittelauslass des Kühlers verbunden
ist. Die Verbindung zwischen dem zweiten Einlass des Regelventils
und der Vorlaufleitung kann zweckmäßig eine Drossel enthalten.
-
Um
eine maximale Kühlung der Brennkraftmaschine zu erzielen
und für einen ausfallsicheren Betrieb des Kühlsystems
zu sorgen, wird in diesem Fall das Thermostatventil gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung konventionell betrieben,
während sich das unbestromte Regelventil in einer Schalt-
oder Ventilstellung befindet, in welcher der erste Einlass und der
Auslass des Regelventils ganz geöffnet sind, während
sein zweiter Einlass geschlossen ist. Bei geöffnetem Thermostatventil
mischt sich in dieser Schalt- oder Ventilstellung des Regelventils
im Thermostatventil heißes Kühlmittel aus der
Vorlaufleitung mit kaltem Kühlmittel aus dem Kühlmittelauslass
des Kühlers und strömt anschließend mit
der Regeltemperatur des Thermostatventils durch das Regelventil
und die Rücklaufleitung zurück zur Brennkraftmaschine.
-
Zur
Erhöhung der Temperatur des durch die Rücklaufleitung
zur Brennkraftmaschine zurückgeführten Kühlmittels über
die Regeltemperatur des Thermostatventils hinaus wird gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bei geöffnetem
Thermostatventil der zweite Einlass des Regelventils ganz geöffnet,
während der erste Einlass teilweise geöffnet bzw.
geschlossen wird, um dem mit der Regeltemperatur aus dem Thermostatventil
strömenden Kühlmittel im Regelventil wärmeres
Kühlmittel aus der Vorlaufleitung zuzumischen und auf diese Weise
die Kühlmitteltemperatur zu steigern. Das Maß der
Temperaturerhöhung kann durch den Grad des Öffnens
bzw. Schließens des ersten Einlasses des Regelventils gesteuert
werden, wobei die Temperatur umso stärker erhöht
wird, je weiter der erste Einlass geschlossen wird.
-
Zum
Aufheizen der Brennkraftmaschine kann gemäß einer
noch weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung eine Schalt-
oder Ventilstellung des Regelventils eingestellt werden, in welcher der
mit dem Thermostatventil verbundene erste Einlass des Regelventils
geschlossen und der mit der Vorlaufleitung verbundene zweite Einlass
des Regelventils teilweise geschlossen bzw. geöffnet ist.
Da das Thermostatventil infolge der unterhalb der Regeltemperatur
des Thermostatventils liegenden Kühlmitteltemperatur in
der Vorlaufleitung geschlossen ist, wird in dieser Schalt- oder
Ventilstellung zum einen kein Kühlmittel durch den Kühler
geleitet und zum anderen der Volumenstrom des Kühlmittels
durch die Vor- und Rücklaufleitung gedrosselt, um weniger Wärme
aus der Brennkraftmaschine abzuführen.
-
Sämtliche
der zuvor genannten Schalt- oder Ventilstellungen lassen sich bei
Regelventilen in Form von Drehschieberventilen problemlos einstellen,
wenn der erste Einlass und der zweite Einlass derart in einer dem
Drehschieber gegenüberliegenden Begrenzungswand des Ventilgehäuses
angeordnet werden, dass wahlweise der erste oder der zweite Einlass
ganz geschlossen werden können und darüber hinaus
einer der beiden Einlässe ganz und der andere teilweise
geöffnet werden kann, zum Beispiel indem sich eine Öffnung
des Drehschiebers wahlweise nur mit dem ersten Einlass, nur mit
dem zweiten Einlass sowie mit allen beiden Einlässen zur
Deckung bzw. Überlappung bringen lässt.
-
Im
folgenden wird die Erfindung anhand zweier in der Zeichnung dargestellter
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
-
1 eine
vereinfachte schematische Darstellung eines Kühlwasserkreislaufs
eines Kühlsystems einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs,
umfassend ein dehnstoffgetriebenes Thermostatventil mit einer Regeltemperatur
von etwa 110°C sowie ein elektrisches Regelventil;
-
2 eine
vergrößerte schematische Darstellung des Thermostatventils
und des Regelventils aus 1 in einer ersten Schalt- oder
Ventilstellung in einem niedrigen oder mittleren Lastbereich der Brennkraftmaschine;
-
3 eine
vergrößerte schematische Darstellung des Thermostatventils
und des Regelventils aus 1 in einer zweiten Schalt- oder
Ventilstellung zur Zufuhr von Kühlmittel mit abgesenkter
Kühlwassertemperatur zur Brennkraftmaschine;
-
4 eine
vergrößerte schematische Darstellung des Thermostatventils
und des Regelventils aus 1 in einer dritten Schalt- oder
Ventilstellung zur maximaler Kühlung der Brennkraftmaschine;
-
5 eine
vergrößerte schematische Darstellung des Thermostatventils
und des Regelventils aus 1 in einer vierten Schalt- oder
Ventilstellung zum Aufheizen der kalten Brennkraftmaschine;
-
6 eine
schematische Stirnseitenansicht eines als Drehschieberventil ausgebildeten
elektrischen Regelventils;
-
7 eine
Darstellung der Öffnungsfläche des elektrischen
Regelventils aus 6 über den Verdrehwinkel
des Drehschieberventils;
-
8 eine
vereinfachte schematische Darstellung eines Kühlwasserkreislaufs
eines weiteren Kühlsystems einer Brennkraftmaschine eines
Kraftfahrzeugs, umfassend ein dehnstoffgetriebenes Thermostatventil
mit einer Regeltemperatur von etwa 87°C sowie ein elektrisches
Regelventil;
-
9 eine
vergrößerte schematische Darstellung des Thermostatventils
und des Regelventils aus 8 in einer ersten Schalt- oder
Ventilstellung zur maximalen Kühlung der Brennkraftmaschine;
-
10 eine
vergrößerte schematische Darstellung des Thermostatventils
und des Regelventils aus 8 in einer zweiten Schalt- oder
Ventilstellung bei der Zufuhr von Kühlwasser mit erhöhter
Kühlwassertemperatur zur Brennkraftmaschine;
-
11 eine
vergrößerte schematische Darstellung des Thermostatventils
und des Regelventils aus 8 in einer dritten Schalt- oder
Ventilstellung beim Aufheizen der kalten Brennkraftmaschine.
-
Die
beiden in 1 und 8 der Zeichnung
dargestellten Kühlwasserkreisläufe 1 eines Kühlsystems
einer Kraftfahrzeug-Brennkraftmaschine 2 umfassen einen
Hauptwasserkühler 3, eine von der Brennkraftmaschine 2 zu
einem Kühlwassereinlass eines Hauptwasserkühlers 3 führende
Vorlaufleitung 4, eine vom Hauptwasserkühler 3 zur
Brennkraftmaschine 2 führende Rücklaufleitung 5,
eine in der Rücklaufleitung 5 angeordnete Hauptwasserpumpe 6,
sowie ein selbstregelndes dehnstoffgetriebenes Thermostatventil 7.
Das Thermostatventil 7 weist einen ersten, vor dem Kühler 3 mit
der Vorlaufleitung 4 verbundenen Eingang 8, einen
zweiten, mit einem Kühlwasserauslass des Kühlers 3 verbundenen
Eingang 9, einen Ausgang 10 und ein Dehnstoffelement 11 mit
einer Rückstellfeder 12 auf. Beide Kühlwasserkreisläufe 1 umfassen
weiter ein elektrisches Regelventil 13 zur Regelung der
Temperatur des aus der Rücklaufleitung 5 in die
Brennkraftmaschine 2 eintretenden Kühlwassers,
das einen mit dem Ausgang 10 des Thermostatventils 7 verbundenen
ersten Einlass 14, einen zweiten Einlass 15 und einen
mit der Rücklaufleitung 5 verbundenen Auslass 16 aufweist.
Darüber hinaus umfassen beide Kühlwasserkreisläufe 1 einen
Motorölkühler 17 in Form eines vom Motoröl
und vom Kühlwasser durchströmten Wärmetauschers,
der in einer von der Vorlaufleitung 4 zur Rücklaufleitung 5 führenden,
vor dem Thermostatventil 7 aus der Vorlaufleitung 4 ab zweigenden
und zwischen dem Regelventil 13 und der Hauptwasserpumpe 6 in
die Rücklaufleitung 5 mundenden Verbindungsleitung 18 angeordnet
ist.
-
Bei
dem in 1 dargestellten Kühlwasserkreislauf 1 weist
das Thermostatventil 7 eine verhältnismäßig
hohe Regelungstemperatur von zum Beispiel 110°C auf. Der
zweite Eingang 9 des Thermostatventils 7 ist dort
durch eine Zweigleitung 19 mit einer vom Kühlwasserauslass
des Hauptwasserkühlers 3 zum zweiten Einlass 15 des
Regelventils 13 führenden Leitung 20 abzweigt
und ein Rückschlagventil 21 enthält,
das einen Kühlwasserstrom vom Thermostatventil 7 zur
Leitung 20 blockiert.
-
Wie
in den 2 bis 6 schematisch und vereinfacht
dargestellt, kann das elektrische Regelventil 13 zum Beispiel
als Drehschieberventil ausgebildet sein, das ein zylindrisches Ventilgehäuse 22, einen
innerhalb des Ventilgehäuses 22 um dessen Längsachse
drehbaren Schieber 23 sowie einen Stellantrieb (nicht dargestellt)
zum Verdrehen des Drehschiebers 23 in Bezug zum Ventilgehäuse 22 umfasst.
Während bei dem Drehschieberventil in den 2 bis 5 jeder
der beiden Einlässe 14, 15 und der Auslass 16 derart
im Winkelabstand voneinander in einer zylindrischen Umfangswand
des Ventilgehäuses 22 angeordnet sind, dass die
beiden Einlässe 14, 15 in verschiedenen
Drehstellungen des teilzylindrischen Drehschiebers 23 ganz
oder teilweise verschließbar sind, sind bei dem in 6 dargestellten Drehschieberventil
die beiden kreissegmentförmigen Einlässe 14, 15 im
Winkelabstand voneinander in einer Stirnwand 24 des Ventilgehäuses 22 angeordnet und
lassen sich in verschiedenen Drehstellungen des kreisförmigen,
mit einer kreissegmentförmigen Schieberöffnung 25 versehenen
Drehschiebers 23 ganz oder teilweise verschließen. 7 zeigt
die Öffnungsfläche des in 6 dargestellten
Drehschieberventils wobei die Kurve I die Öffnungsfläche
des Einlasses 14 und die Kurve II die Öffnungsfläche
des Einlasses 15 zeigt, die sich in der in 6 dargestellten
Drehstellung des Drehschiebers 23 (strichpunktierte Linie
in 7) teilweise überlappen. Alternativ dazu
könnte das Regelventil 13 jedoch auch als Schieberventil
ausgebildet sein.
-
Die
Funktionsweise des Zusammenspiels des Regelventils 13 und
des Thermostatventils 7 aus 1 wird im
folgenden unter Bezugnahme auf die 2 bis 5 näher
erläutert, die vergrößerte Darstellungen
des umrandeten Bereichs in 1 ohne das
Rückschlagventil 21 in verschiedenen Schalt- oder
Ventilstellungen des Regelventils 13 und verschiedenen Öffnungs-
und Schließzuständen des Thermostatventils 7 zeigen.
-
Wie
in 2 dargestellt, arbeitet im niedrigen und mittleren
Lastbereich der Brennkraftmaschine 2 das Thermostatventil 7 konventionell,
das heißt es öffnet, wenn die Kühlwassertemperatur
in der Vorlaufleitung 4 die Regeltemperatur des Thermostatventils 7 übersteigt.
Das Regelventil 13 befindet sich dabei stets in einer ersten
Ventil- oder Schaltstellung, in welcher der erste Einlass 14 und
der Auslass 16 des Regelventils 13 ganz geöffnet
sind, während der zweite Einlass 15 geschlossen
ist, wie in 2 dargestellt. Da der Einlass 15 geschlossen
ist und das gesamte Kühlwasser aus dem Kühlwasserauslass des
Kühlers 3 durch das Thermostatventil 7 strömt, ist
in dieser Ventil- oder Schaltstellung ein ausfallsicherer Betrieb
des Kühlsystems gewährleistet. Da das Regelventil 13 in
dieser Ventil- oder Schaltstellung bleibt und ihm daher kein Strom
zugeführt werden muss, wird keine Energie verbraucht. Bei
geöffnetem Thermostatventil 7 mischt sich im Thermostatventil 7 heißes
Kühlwasser aus der Vorlaufleitung 4 mit kaltem
Kühlwasser aus dem Hauptwasserkühler 3 und
strömt dann mit der Regeltemperatur des Thermostatventils
von etwa 110°C durch das Regelventil 13 und die
Rücklaufleitung 5 zur Brennkraftmaschine 2 zurück,
wie in 2 dargestellt.
-
Wenn
die Brennkraftmaschine 2 in einem höheren Lastbereich
betrieben wird, wird hingegen dem mit der Regeltemperatur von etwa
110°C aus dem geöffneten Thermostatventil 7 strömenden
Kühlwasser mit Hilfe des Regelventils 13 kaltes
Kühlwasser aus dem Kühlwasserauslass des Kühlers 3 beigemischt,
um die Temperatur des zur Brennkraftmaschine 2 zurückgeführten
Kühlwassers auf einem Wert von beispielsweise 85°C
abzusenken. Zu diesem Zweck wird dem Stellantrieb des Regelventils 13 Strom
zugeführt, um die in 3 dargestellte
zweite Ventil- oder Schaltstellung einzustellen, in welcher der
erste Einlass 14 und der Auslass 16 des Regelventils 13 ganz
geöffnet sind, während der zweite Einlass 15 nur
teilweise geöffnet ist. Das Maß der Temperaturabsenkung
wird von einer Steuerung (nicht dargestellt) des Kühlsystems
in Abhängigkeit von verschiedenen, durch eine Sensorik
(nicht dargestellt) erfassten Parametern auf einen Sollwert geregelt.
-
Wenn
die Brennkraftmaschine 2 in einem Bereich höchster
Last betrieben wird, wird von der Steuerung die in 4 dargestellte
dritte Ventil- oder Schaltstellung eingestellt, in welcher der mit
dem Ausgang 10 des Thermostatventils 7 verbundene erste
Einlass 14 des Regelventils 13 ganz geschlossen
und der durch die Leitung 20 mit dem Kühlwasserauslass
des Hauptwasserkühlers 3 verbundene zweite Einlass 15 ganz
geöffnet ist. In dieser Ventil- oder Schaltstellung des
Regelventils 13 wird der Brennkraftmaschine 2 abgesehen
von dem durch den Motorölkühler 17 strömenden
Kühlwasser zur maximalen Kühlung nur kaltes Kühlwasser
aus dem Kühler 3 zugeführt.
-
Um
die Brennkraftmaschine 2 nach einem Kaltstart schneller
aufzuheizen, kann der Volumenstrom des Kühlwassers durch
die Vor- und Rücklaufleitung 4, 5 mit
Hilfe des Regelventils 13 auch gedrosselt werden, um weniger
Wärme aus der Brennkraftmaschine 2 abzuführen.
Zu diesem Zweck kann am Regelventil 13 eine in 5 beispielhaft
dargestellte vierte Ventil- oder Schaltstellung eingestellt werden,
in welcher der zweite Einlass 15 ganz und der erste Einlass 14 teilweise
geschlossen ist. Da das Thermostatventil 7 in dieser Ventil-
oder Schaltstellung wegen der niedrigen Kühlwassertemperatur
geschlossen ist, strömt kein Kühlwasser durch
den Kühler 3.
-
Bei
dem in 8 dargestellten Kühlwasserkreislauf 1 weist
das Thermostatventil 7 eine verhältnismäßig
niedrige Regelungstemperatur von zum Beispiel 87°C auf.
Der zweite Einlass 15 des Regelventils 13 ist
dort durch eine mit einer Drossel 26 versehene Leitung 27 mit
der Vorlaufleitung 4 verbunden, während der zweite
Eingang des Thermostatventils 9 durch eine Verbindungsleitung 28 direkt
mit dem Kühlwasserauslass des Hauptwasserkühlers 3 verbunden
ist.
-
Die
Funktionsweise des Zusammenspiels des Thermostatventils 7 und
des Regelventils 13 aus 8 wird im
folgenden unter Bezugnahme auf die 9 bis 11 näher
erläutert, die vergrößerte Darstellungen
des umrandeten Bereichs in 8 ohne die
Drossel 26 in verschiedenen Schalt- oder Ventilstellungen
des Regelventils 13 und verschiedenen Öffnungs-
und Schließzuständen des Thermostatventils 7 zeigen.
-
Um
für eine maximale Kühlung der Brennkraftmaschine 2 zu
sorgen und gleichzeitig einen ausfallsicheren und energiesparenden
Betrieb des Kühlsystems zu gewährleisten, wird
das Thermostatventil 7 normalerweise konventionell betrieben
und das Regelventil 13 in eine erste, in 9 dargestellte Ventil-
oder Schaltstellung gebracht, in welcher der erste Einlass 14 und
der Auslass 16 ganz geöffnet sind, während
der zweite Einlass 15 geschlossen ist. In dieser Ventil-
oder Schaltstellung des unbestromten Regelventils 13 mischt
sich im Thermostatventil 7 heißes Kühlwasser
aus der Vorlaufleitung 4 mit kaltem Kühlwasser
aus dem Hauptwasserkühler 3, bevor das Kühlwasser
mit der Regeltemperatur von etwa 87°C durch das Regelventil 13 und
die Rücklaufleitung 5 zur Brennkraftmaschine 2 zurückströmt.
-
10 zeigt
eine zweite Ventil- oder Schaltstellung des Regelventils 13,
mit der sich bei Bedarf die Temperatur des zur Brennkraftmaschine 2 zurückgeführten
Kühlwassers auf einem Wert von beispielsweise 110°C
erhöhen lässt. Dazu wird dem mit der Regeltem peratur
von etwa 87°C durch den Ausgang 10 des geöffneten
Thermostatventils 7 strömenden Kühlwasser
mit Hilfe des Regelventils 13 heißeres Kühlwasser
aus der Vorlaufleitung 4 beigemischt. Zu diesem Zweck wird
dem Stellantrieb des Regelventils 13 Strom zugeführt,
um die in 10 dargestellte Ventil- oder
Schaltstellung einzustellen, in welcher der zweite Einlass 15 und
der Auslass 16 des Regelventils 13 ganz geöffnet
sind, während der erste Einlass 14 teilweise geöffnet
ist. Das Maß der Temperaturerhöhung wird von einer
Steuerung (nicht dargestellt) des Kühlsystems in Abhängigkeit
von verschiedenen, durch eine Sensorik (nicht dargestellt) erfassten
Parametern auf einen Sollwert geregelt.
-
Um
die Brennkraftmaschine nach einem Kaltstart schneller aufzuheizen,
kann der Volumenstrom des Kühlwassers durch die Vor- und
Rücklaufleitung 4, 5 mit Hilfe des Regelventils 13 auch
gedrosselt werden, um weniger Wärme aus der Brennkraftmaschine 2 abzuführen.
Zu diesem Zweck wird am Regelventil 13 eine in 11 dargestellte
dritte Ventil- oder Schaltstellung eingestellt, in welcher der erste
Einlass 14 ganz und der zweite Einlass 15 teilweise
geschlossen ist. Da das Thermostatventil 7 wegen der niedrigen
Kühlwassertemperatur geschlossen ist, strömt das
gesamte Kühlwasser durch die mit der Drossel 26 versehene
Leitung 27 und das Regelventil 13, während
kein Kühlwasser durch den Kühler 3 strömt.
-
- 1
- Kühlwasserkreislauf
- 2
- Brennkraftmaschine
- 3
- Hauptwasserkühler
- 4
- Vorlaufleitung
- 5
- Rücklaufleitung
- 6
- Hauptwasserpumpe
- 7
- Thermostatventil
- 8
- erster
Eingang Thermostatventil
- 9
- zweiter
Eingang Thermostatventil
- 10
- Ausgang
Thermostatventil
- 11
- Dehnstoffelement
Thermostatventil
- 12
- Rückstellfeder
Thermostatventil
- 13
- Regelventil
- 14
- erster
Einlass Regelventil
- 15
- zweiter
Einlass Regelventil
- 16
- Auslass
Regelventil
- 17
- Motorölkühler
- 18
- Verbindungsleitung
- 19
- Zweigleitung
- 20
- Leitung
- 21
- Rückschlagventil
- 22
- Ventilgehäuse
Regelventil
- 23
- Drehschieber
Regelventil
- 24
- Stirnwand
Ventilgehäuse
- 25
- Schieberöffnung
- 26
- Drossel
- 27
- Leitung
- 28
- Verbindungsleitung
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 19960931
A1 [0004]
- - DE 19849492 A1 [0005]
- - DE 102006038213 A1 [0005]