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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Empfängerschaltung, ein Verfahren
zum Empfang für
ein codiertes und moduliertes Funksignal und eine Verwendung.
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Ein
Funksystem zur Kommunikation von Informationen über eine Luftschnittstelle
mittels Funk wird in neueren Anwendungen mit einer Batterie als Energiequelle
versorgt. Ein Beispiel hierfür
sind Schließ-
und Zugangssysteme für
Kraftfahrzeuge. Auch ist es möglich
mittels Funk Messdaten, beispielsweise einer batteriebetriebenen
Wetterstation zu übertragen.
Ein stromsparender Betrieb ermöglicht
eine lange Betriebsdauer ohne Auswechselung der Batterie.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde eine Empfängerschaltung zum Empfang für ein codiertes
und moduliertes Funksignal möglichst
zu verbessern.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Empfängerschaltung
mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen und
in der Beschreibung enthalten.
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Demzufolge
ist eine Empfängerschaltung
für ein
codiertes und moduliertes Funksignal vorgesehen. Die Codierung erfolgt
dabei mittels eines Symbol-Codes
der zwei oder mehr Symbole aufweist, die vorzugsweise eine binäre Information
abbilden. Der Symbol-Code wird auch als Leitungscode bezeichnet.
Beispiele für
den Leitungscode sind der Manchester-Code oder der 1/3–2/3-Code.
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Ein
Funksignal ist mittels einer Antenne empfangbar. Die Empfängerschaltung
weist einen digitalen Demodulator zur Demodulation des empfangbaren
Funksignals auf.
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Die
Empfängerschaltung
weist einen digitalen Filter auf, der dem Demodulator im Empfangspfad
nachgeschaltet ist. Der digitale Filter ist zur gleitenden Mittelwertbildung
ausgebildet.
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Der
Filter weist zumindest zwei FIFO-Register auf. Ein FIFO-Register
(FIFO – engl.
First In First Out) gibt dabei die Werte zuerst aus, die ebenfalls
zuerst in das Register geladen werden. Vorzugsweise ist die Empfängerschaltung
zur Veränderung
der Taktung der zumindest zwei FIFO-Register mittels einer einstellbaren
Taktfrequenz ausgebildet. Ein Eingang des Filters ist mit dem Demodulator
verbunden. Über den
Eingang des Filters werden die vom Demodulator ausgegebenen Werte
in ein FIFO-Register geladen.
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Der
Filter weist für
jedes FIFO-Register einen Subtrahierer auf, der mit dem jeweiligen FIFO-Register
zur Subtraktion eines Ausgangswerts des FIFO-Registers von einem Eingangswert des FIFO-Registers
verbunden ist. Vorzugsweise ist der Subtrahierer an den Eingang
des FIFO-Registers angeschlossen. Vorzugsweise ist der Subtrahierer
an den Ausgang des FIFO-Registers angeschlossen.
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Der
Filter weist eine Gewichtungseinheit auf, die jedem FIFO-Register
nachgeschaltet ist. Die Gewichtungseinheit ist zur Gewichtung der
Differenz- Werte
der Subtrahierer ausgebildet. Vorzugsweise ist die Gewichtungseinheit
an die Subtrahierer angeschlossen. Die Gewichtungseinheit kann mit den
Subtrahierern bzgl. der Reihenfolge der Gewichtung und Subtraktion
in unterschiedlichen Ausgestaltungen verbunden werden.
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Der
Filter weist einen Integrator auf, der den Subtrahierern insbesondere
im Empfangspfad zur Integration nachgeschaltet ist. Dabei ist es
möglich, dass
der Integrator an einen Subtrahierer und/oder die Gewichtungseinheit
angeschlossen ist. Der Integrator ist verbunden um die von den Subtrahierern ausgegebenen
und von der Gewichtungseinheit gewichteten Werte zu integrieren.
Der Integrator ist beispielsweise den Subtrahierern nachgeschaltet,
wenn zwischen einem Ausgang eines Subtrahierers und einem Eingang
des Integrators weitere Rechenoperationen oder Speicherungen der
Werte erfolgen.
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Der
Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zu Grunde ein möglichst
verbessertes Verfahren zum Empfang anzugeben.
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Diese
Aufgabe wird durch das Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs
11 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen und
in der Beschreibung enthalten.
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Demzufolge
ist ein Verfahren zum Empfang eines codierten und modulierten Funksignals
vorgesehen. In dem Verfahren wird das Funksignal mittels eines digitalen
Demodulators demoduliert. Ein gleitender Mittelwert des demodulierten
Funksignals wird mittels eines digitalen Filters gebildet. Dabei
wird der gleitende Mittelwert dadurch gebildet, dass das demodulierte
Funksignal in zumindest zwei FIFO-Register geladen wird, dass jeweils
Ausgangswerte des FIFO-Registers von Eingangswerten des FIFO-Registers subtrahiert
werden, und dass durch die Subtraktion gebildete Differenzen gewichtet
und mittels eines Integrators integriert werden.
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Der
Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zu Grunde, eine Verwendung
anzugeben.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Verwendung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs
12 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen und
in der Beschreibung angegeben.
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Demzufolge
ist eine Verwendung
- – von zumindest zwei FIFO-Registern,
- – von
jeweils einem mit einem Eingang und einem Ausgang eines FIFO-Registers
verbundenen Subtrahierer,
- – von
einer Gewichtungseinheit, die jedem FIFO-Register nachgeschaltet
ist, und
- – von
einem den Subtrahierern nachgeschalteten Integrator
zur
gleitenden Mittelwertbildung eines demodulierten Funksignals vorgesehen.
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Die
im Folgenden beschriebenen Weiterbildungen beziehen sich sowohl
auf die Empfängerschaltung,
als auch auf die Verwendung als auch auf das Verfahren zum Empfang
eines codierten und modulierten Funksignals. Dabei ergeben sich
ebenfalls Verfahrensmerkmale aus den Funktionen der Empfängerschaltung.
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Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Filter für jedes
Symbol einer festgelegten Codierungsvorschrift des Funksignals je ein
zugeordnetes FIFO-Register aufweist. Vorzugsweise entspricht dabei
die Länge
des FIFO-Registers der Anzahl der der Symbollänge zugeordneten Abtastungen.
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Bevorzugt
ist ein Eingang eines Ersten der zumindest zwei FIFO-Register mit
dem Demodulator verbunden. Vorzugsweise ist ein Ausgang des ersten FIFO-Registers
mit einem Eingang eines Zweiten der zumindest zwei FIFO-Register verbunden.
Vorteilhafterweise ist eine Reihenschaltung zumindest zweier FIFO-Register
vorgesehen.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung weist die Gewichtungseinheit eine Rechenschaltung zur
Gewichtung auf. Die Rechenschaltung weist vorteilhafterweise eine
Anzahl von Subtrahierern und/oder Addierern auf.
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Bevorzugt
ist die Gewichtung der einzelnen Symbole durch die Codierungsvorschrift
vorbestimmt. Vorteilhafterweise wird der Manchestercode als Codierungsvorschrift
verwendet. Der Manchestercode weist zwei Symbole auf. Einem der
Symbole wird die Gewichtung +1 zugeordnet und einem Anderen der
Symbole wird die Gewichtung –1
zugeordnet.
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In
einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass eine
FIFO-Register-Länge eines
jeden FIFO-Registers variabel ist. Bevorzugt ist die FIFO-Register-Länge einstellbar.
Vorteilhafterweise sind Schaltmittel vorgesehen, die zur Veränderung
der FIFO-Register-Länge
verschaltet sind. Bevorzugt weist die Empfängerschaltung zur Veränderung
der FIFO-Register-Länge für jedes
der zumindest zwei FIFO-Register einen Multiplexer auf, der an Abgriffe
des FIFO-Registers angeschlossen ist.
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In
einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Filter
einen Abtastratenwandler aufweist. Der Abtastratenwandler ist zur
Dezimierung oder Interpolation ausgebildet. Der Abtastratenwandler
ist der Gewichtungseinheit nachgeschaltet und/oder der dem Integrator
vorgeschaltet.
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In
einer Ausgestaltungsvariante ist vorteilhafterweise vorgesehen,
dass dem Filter eine Taktregenerierungseinheit insbesondere mit
einer Phasenregelschleife zur Regeneration eines Taktes aus dem Funksignal
nachgeschaltet ist. Vorzugsweise ist der Eingang der Taktregenerierungseinheit
mittels eines Schaltmittels zwischen Teilschaltungen des Filters mit
verschiedenen Filtercharakteristika umschaltbar. Vorteilhafterweise
ist dem Filter eine Entscheidungseinheit zur Bereitstellung von übertragenen
Daten nachgeschaltet.
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Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung ist ein Eingang einer Taktregenerierungseinheit
mit einem Schaltmittel verbunden. Der Eingang der Taktregenerierungseinheit
ist mittels des Schaltmittels wahlweise mit einem Ausgang des Integrators
oder einem Ausgang eines weiteren Integrators verbindbar.
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Die
zuvor beschriebenen Weiterbildungsvarianten sind sowohl einzeln
als auch in Kombination besonders vorteilhaft. Dabei können sämtliche
Weiterbildungsvarianten untereinander kombiniert werden. Einige
mögliche
Kombinationen sind in der Beschreibung der Ausführungsbeispiele der Figuren
erläutert.
Diese dort dargestellten Möglichkeiten
von Kombinationen der Weiterbildungsvarianten sind jedoch nicht
abschließend.
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Im
Folgenden wird die Erfindung durch Ausführungsbeispiele anhand zeichnerischer
Darstellungen näher
erläutert.
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Dabei
zeigen
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1 ein
schematisches Blockschaltbild einer Empfängerschaltung,
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2 ein
Filter zur gleitenden Mittelwertbildung,
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3a ein Ausführungsbeispiel mit einem Filter
zur gleitenden Mittelwertbildung,
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3b eine
Manchestercodierung,
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4a ein
weiteres Ausführungsbeispiel
mit einem Filter zur gleitenden Mittelwertbildung,
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4b eine
1/3–2/3-Codierung.
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Zur
Codierung von zu übertragenden
Funksignalen wird eine Codierungsvorschrift mit einer Anzahl von
festgelegten Symbolen für
jedes Bit verwendet. Der Code kann dabei ebenfalls das Taktsignal enthalten.
In 3b ist eine Manchestercodierung als Leitungscode
dargestellt. Beim Manchester-Code moduliert eine Bitfolge aus Nullen
und Einsen binär die
Phasenlage eines Taktsignals. Dabei gibt es eine Flanke pro Bit.
Im Ausführungsbeispiel
der 3b ist für
den Bitwert „0” eine fallende
Flanke und für
den Bitwert „1” eine steigende
Flanke vorgesehen. Die zwei Symbole je Bit weisen daher eine unterschiedliche
Amplitude A auf. Für
den Bitwert „0” weist
das erste Symbol einen H-Pegel und das zweite folgende Symbol einen
L-Pegel auf. Für
den Bitwert „1” weist das
erste Symbol einen L-Pegel und das zweite folgende Symbol einen
H-Pegel auf. Die Symboldauer tS beträgt üblicherweise
die Hälfte
der Bitdauer tB.
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In 4b ist
eine Alternative zur Manchestercodierung, eine 1/3–2/3-Codierung dargestellt. Drei
Symbole 0, D und 1 mit jeweils einer Symboldauer von tS bilden
zusammen ein Bit, also eine Eins „1” in der unteren Hälfte des
Diagramms und eine Null „0” in der
oberen Hälfte
des Diagramms. Das erste Symbol 0 weist dabei immer einen L-Pegel
das dritte und letzte Symbol 1 immer einen H-Pegel auf. Das zweite
Daten-Symbol D in der Mitte beinhaltet das zu übertragende Daten-Bit Null
bzw. Eins.
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Zur
digitalen Decodierung von codierten Funksignalen wird ein Empfangssignal
mit einer höheren
Frequenz als eine Symbolfrequenz abgetastet. Für jedes Symbol ist eine Anzahl
von Abtastwerten vorgesehen. Aus den Abtastwerten mit einer Bitbreite von
beispielsweise 8 Bit werden die Bits der übertragenen Daten ermittelt.
Ein sehr vereinfachtes Beispiel einer Empfängerschaltung ist in der 1 dargestellt.
Ein Funksignal wird mit der Antenne 90 empfangen. In einem
analogen Schaltungsteil 20 kann eine Verstärkung, Mischung,
Filterung und Analog-Digitalwandlung erfolgen. Das digitale Signal
gelangt im Empfangspfad über
einen digitalen Filter 30 und einen Demodulator 40 zu
einem mit dem Ausgang 42 des Demodulators 40 verbundenen
Eingang 101 einer im Empfangspfad nachgeschalteten Schaltung 1 mit
einem Filter zur gleitenden Mittelwertbildung und einer Entscheidungseinheit.
Am Ausgang der Schaltung 1 werden die Daten D ausgegeben.
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In 2 ist
ein digitaler Filter 100 zur gleitenden Mittelwertbildung
(engl. Moving Average Filter) dargestellt, der in der Schaltung 1 eingesetzt
werden könnte.
Der Filter 100 weist ein mit seinem Eingang 101 verbundenes
FIFO-Register 110 (FIFO – engl. First
In First Out) auf. Die Länge
des FIFO-Registers 110 entspricht
dabei der Anzahl von Abtastungen je Symbol, so dass alle Abtastungen
eines Symbols innerhalb einer Symboldauer tS nacheinander
in das FIFO-Register 110 geladen werden. Die in das FIFO-Register geladenen
Abtastungen müssen
dabei nicht zwangsläufig
den Abtastungen eines Analog-Digital-Umsetzers entsprechen, es kann
zuvor auch eine Ratenerhöhung
oder Ratenreduzierung vorgesehen sein.
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Um
eine gleitende Mittelwertbildung für verschiedene Abtastraten
zu ermöglichen,
ist die Länge des
FIFO-Registers 110 variabel. Beispielsweise ist die Länge des
FIFO-Registers 110 durch Schaltmittel – wie beispielsweise einem
Halbleiterschalter oder einer Gatterlogik – einstellbar. Besonders vorteilhaft werden
zur Einstellung der Länge
des FIFO-Registers 110 Abgriffe des FIFO-Registers 110 durch
einen Multiplexer des Filters 100 auf einen Ausgang geschaltet.
Das FIFO-Register 110 wird in einer Initialisierung mit
Nullen vorbelegt, bevor der erste Wert in das FIFO-Register 110 geladen
wird.
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Der
Filter 100 weist zudem einen Subtrahierer 120 auf,
der mit einem Eingang und einem Ausgang des FIFO-Registers 110 verbunden
ist. Dabei ist der Subtrahierer 120 zur Subtraktion eines
Ausgangswerts des FIFO-Registers 110 von
einem Eingangswert des FIFO-Registers 110 verbunden. Der Filter 100 weist
einen Integrator 130 auf, der mit dem Ausgang des Subtrahierers 120 verbunden
ist. Die 9-Bit-breiten Ausgangswerte des Subtrahierers 120 werden
durch den Integrator 130 integriert und ein 12-Bit-breiter Integrationswert
am Ausgang 109 ausgegeben.
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In 3a ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
mit einem Filter 100' zur
gleitenden Mittelwertbildung dargestellt. Der Filter 100' weist ein mit
seinem Eingang 101 verbundenes erstes FIFO-Register 111 und
einen ersten Subtrahierer 121 auf. Weiterhin weist der
Filter 100' des
Ausführungsbeispiels
der 3a ein zweites FIFO-Register 112 und
einen zweiten Subtrahierer 122 auf. Ein erster Integrator 132 des
Filters 100' ist
dem ersten Subtrahierer 121 und dem zweiten Subtrahierer 122 nachgeschaltet. Zwischen
den Subtrahierern 121, 122 und dem ersten Integrator 132 ist
eine Gewichtungseinheit 140 in Form eines Subtrahierers 140 geschaltet.
Alternativ könnte
die Gewichtungseinheit 140 auch einem der Subtrahierer 121 oder 122 vorgeschaltet
sein. Ebenfalls ist es alternativ zu 3a möglich zwei
Integratoren den Eingängen
der Gewichtungseinheit 140 vorzuschalten. Beide alternativen
Ausführungsformen
sind in 3a nicht dargestellt.
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Die
Länge jedes
FIFO-Registers 111 und 112 in 3a entspricht
dabei der Anzahl von Abtastungen je Symbol, so dass alle Abtastungen
eines Symbols innerhalb einer Symboldauer tS in
das FIFO-Register 111 bzw. 112 geladen werden.
Um eine gleitende Mittelwertbildung für verschiedene Abtastraten
zu ermöglichen,
ist die Länge
beider FIFO-Register 111 und 112 variabel, beispielsweise
durch Schaltmittel – wie
einen an Zwischenabgriffen des jeweiligen FIFO-Registers 111, 112 angeschlossenen
Multiplexer – einstellbar.
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Zwischen
die Gewichtungseinheit 140 und den Integrator 132 ist
ein Abtastratenwandler 152 geschaltet. Mittels des Abtastratenwandlers 152 ist
eine Erhöhung
und/oder eine Verringerung der Abtastrate möglich. Der Abtastratenwandler 152 ermöglicht eine Interpolation
oder eine Dezimierung der Abtastwerte.
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Der
Filter 100' des
Ausführungsbeispiels
der 3a ist dabei einer Manchestercodierung,
wie in 3b dargestellt, zugeordnet.
Dabei ist das erste FIFO-Register 111 einem ersten Symbol
der Codierung, also der ersten Bithälfte und das zweite FIFO-Register 112 einem
zweiten Symbol der Codierung also der zweiten Bithälfte zugeordnet.
Eine Gewichtung durch die Gewichtungseinheit 140 ist vorbestimmt
durch die Codierungsvorschrift des Manchestercodes. Der Ausgang
des ersten Subtrahierers 121 wird durch die Gewichtungseinheit 140 mit –1 und der
Ausgang des zweiten Subtrahierers 122 wird durch die Gewichtungseinheit 140 mit
+1 gewichtet.
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Durch
die Gewichtungseinheit 140 wird die Funktion eines Korrelationsfilters
bewirkt. Hierdurch wird der Effekt erzielt, dass Störungen nicht
nur durch die gleitende Mittelwertbildung durch den Filter 100' ausgefiltert
werden. Es wird zudem der Effekt erzielt, dass zugleich alle Symbole
entsprechend der Codierungsvorschrift eines übertragenen Bits ausgewertet werden
und somit der (gleitende) Mittelwert aller Symbole zueinander ausgewertet
werden kann, so dass Störungen
innerhalb eines Symbols leichter herausgerechnet werden können. Im
Ausführungsbeispiel
der 3a weist der Manchestercode zwei Symbole
auf, wobei die Ausgangswerte der Subtrahierer 121, 122 für beide
Symbole mittels des Subtrahierers 140 als Gewichtungseinheit 140 voneinander subtrahiert
werden. Zudem wird durch das Ausführungsbeispiel der 3a der Effekt erzielt, dass keine zusätzliche
Ermittlung einer Entscheidungsschwelle benötigt wird, um zu Entscheiden,
ob es sich um eine logische Null oder eine logische Eins bei den
empfangenen Datenbit handelt. Die Entscheidungsschwelle ist für das Ausführungsbeispiel
der 3a Null, so dass vorteilhafterweise
die Auswertung des Vorzeichenbits ausreichend ist.
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Ein
Integrationswert des Integrators 132 wird mit einer Schwelle
(Null) einer – in 3a nicht dargestellten – Entscheidungseinheit
zur Ermittelung der Daten-Bits D verglichen. Es ist unerheblich,
ob die Integration (durch zwei Integratoren) vor der Gewichtung
durch die Gewichtungseinheit 140 oder wie im Ausführungsbeispiel
der 3a (durch den Integrator 132)
nach der Gewichtung durch die Gewichtungseinheit 140 erfolgt.
Lediglich die benötigte Bit-Breite
der Gewichtungseinheit 140 ist unterschiedlich. Durch das
Ausführungsbeispiel
der 3a wird zudem der Effekt erzielt,
dass die Nulldurchgänge
des Integrationswertes steiler ausgebildet sind, so dass ein geringeres
Phasenrauschen bei der Nulldurchgangsdetektion erzielbar ist.
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Zusätzlich ist
in 3a ein weiterer Abtastratenwandler 151 und
ein weiterer Integrator 131 vorgesehen, der ausschließlich mit
dem Ausgang des ersten Subtrahierers 121 zur Integration
von Ausgangswerten verbunden ist. Dieser weitere Integrator 131 ist
zur Taktregenerierung aus Einzelsymbolen des Empfangssignals ausgebildet.
Mit dem Ausgang des weiteren Integrators 131 ist der Ausgang 108 verbunden.
An diesem Ausgang 108 kann ein Signal entsprechend dem
an dem Ausgang 109 (gemäß dem Ausführungsbeispiel
der 2) entnommen werden, das Werte bezogen auf die
einzelnen Symbole bereitstellt.
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Weiterhin
zeigt das Ausführungsbeispiel
der 3a zwei Schaltmittel 210 und 230,
eine Taktregenerierungseinheit 220, beispielsweise mit
einer Phasenregelschleife (PLL) und einen Teiler 225 zum
Teilen durch den Teilerfaktor K. Die Phasenregelschleife ist zur
Datentaktregenerierung verschaltet. Die Parameter in der Schleife
der Phasenregelschleife sind dabei auf die Abtastrate und Symbollänge abgestimmt.
Die Trägheit
der Phasenregelschleife ermöglicht
dabei die Erzeugung eines Takts auch bei einem gestörten Signal.
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Der
Eingang der Taktregenerierungseinheit 220 ist an einen
Umschalter 210 angeschlossen und über den Umschalter 210 mit
dem Ausgang des ersten Integrators 132 und dem Ausgang
des weiteren Integrators 131 verbunden. Am Ausgang der
Taktregenerierungseinheit 220 wird der regenerierte Takt ausgegeben,
der durch den Teiler 225 geteilt wird. Der geteilte Takt
steuert den Abtaster 230 zur Gewinnung der Daten D an.
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Während eines
Empfangs einer Präambel, einer
Startsequenz mit gleichmäßiger Signalsfolge – wie 010101
oder 100100 – ohne
Nutzinformation (ausschließlich
Nullen oder ausschließlich
Einsen), wird die Taktregenerierungseinheit 220 mittels
des Umschalters 210 mit dem Integrator 132 verbunden. Hierdurch
wird der Effekt erzielt, dass die Taktregenerierungseinheit 220 während der Übertragung
der Präambel
genauer eingeschwungen wird und gegen Störungen durch ihre implizite
Filterfunktion unempfindlicher ist. Hingegen ist der Ausgang des
weiteren Integrators nicht Offset-frei, so dass dieses Signal während der
Präambel
zunächst
weniger zur Taktregeneration geeignet ist.
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Nach
der Übertragung
der Präambel
ist das Signal am Ausgang des weiteren Integrators 131 und somit
am Ausgang 108 jedoch eingeschwungen und kann zur Taktregenerierung
verwendet werden. Hingegen werden nach der Präambel Informationen übertragen,
so dass das Ausgangssignal am Ausgang des Integrators 132 sich
in Abhängigkeit
von übertragenen
Bitwerten ändert.
Das Signal am Ausgang des Integrators 132 ist dann zur
Taktregenerierung weniger geeignet, da die Nulldurchgänge recht flach
sein können
und ggf. zeitlich versetzt, so dass eine Korrektur erforderlich
ist. Hingegen zeigt das symbolabhängige Signal am Ausgang des
weiteren Integrators 131 steilere Nulldurchgänge und
aufgrund der Symbolabhängigkeit
einen nur geringen zeitlichen Versatz. Durch die Umschaltmöglichkeit mittels
des Schaltmittels 210 wird der besondere Vorteil bewirkt,
dass eine Adhoc-Datenübertragung
mit Nutzinformationen bereits nach zwei oder drei Bits empfangen
werden kann.
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Ein
weiteres Ausführungsbeispiel
eines Filters 100'' zur gleitenden
Mittelwertbildung ist in der 4a dargestellt.
Der Filter 100'' ist dabei einer 1/3–2/3-Codierungsvorschrift
gemäß 4b zugeordnet.
Die 1/3–2/3-Codierungsvorschrift
weist drei Symbole auf. Dabei ist jedem Symbol ein FIFO-Register 113, 114 und 115 mit
verbundenem Subtrahierer 123, 124, 125 zugeordnet.
Weiterhin ist eine Gewichtungseinheit mit den zwei Subtrahierern 141, 142 und
dem Addierer 143 vorgesehen, die Ausgangswerte der Subtrahierer 123, 124, 125 gewichtet.
Dabei werden dem ersten und dritten Subtrahierer 123, 125 zugeordnete
Werte mit –1
und der dem zweiten (mittleren) Subtrahierer 124 zugeordnete Wert
mit 2 gewichtet.
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Der
den Subtrahierern 123, 124 und 125 nachgeschaltete
Integrator 133 integriert die gewichteten Werte zur gleitenden
Mittelwertbildung. Der Integrator 133 könnte funktionsgleich durch
drei Integratoren (nicht dargestellt) die zwischen die Subtrahierer 123, 124, 125 und
die Gewichtungseinheit geschaltet sind ersetzt werden. Durch den
Filter 100'' des Ausführungsbeispiel
der 4a wird der Effekt erzielt, dass Störungen wirksam
unterdrückt
werden.
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Zum
Filter 100'' der 4a können zusätzlich der
Abtastratenwandler 151, 152, der weitere Integrator 131,
das Umschaltmittel 210, die Taktregenerierungseinheit 220,
der Teiler 225 und das Schaltmittel 230 entsprechend 3a für
eine Taktregenerierung vorgesehen sein. Dabei wäre der Abtastratenwandler 151 an
dem Subtrahierer 123 und die Schaltmittel 210, 230 an
dem Ausgang des Integrators 133 angeschlossen.
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Die
Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausgestaltungsvarianten
der 1 bis 4b beschränkt. Beispielsweise ist es
möglich
eine andere Codierungsvorschrift mit einer anderen Anzahl von Symbolen
zu verwenden. Ebenfalls ist es möglich
die Verbindungen der Filter durch Verbindung mathematischer Äquivalente
zu ersetzten. Die Funktionalität der
Schaltung gemäß 1 kann
besonders vorteilhaft für
ein Funksystem eines Kraftfahrzeugs – beispielsweise zur Reifendruckkontrolle – verwendet werden.
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- 1
- Schaltung
- 20
- analoger
Schaltungsteil
- 30
- digitaler
Filter
- 40
- Demodulator
- 42
- Ausgang
- 90
- Antenne
- 100,
100', 100''
- Filter
zur gleitenden Mittelwertbildung
- 101
- Eingang
- 106,
107, 108, 109
- Ausgang
- 110,
111, 112, 113, 114, 115
- FIFO-Register
- 120,
121, 122, 123, 124,
- Subtrahierer
- 125,
140, 141, 142, 130, 131, 132, 133
- Integrator
- 143
- Addierer
- 151,
152
- Abtastratenwandler
- 210
- Schaltmittel
- 230
- Schaltmittel,
Entscheidungseinheit
- 225
- Teiler
- 220,
PLL
- Taktregenerierungseinheit,
Phasenregelschleife
- A
- Amplitude
- H
- H-Pegel,
High
- D
- Daten
- L
- L-Pegel,
Low
- K
- Teilerfaktor
- tB
- Bitdauer
- tS
- Symboldauer
- t
- Zeit