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DE102009008201A1 - Chirurgisches Rückhalteelement und chirurgisches Retraktionssystem - Google Patents

Chirurgisches Rückhalteelement und chirurgisches Retraktionssystem Download PDF

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DE102009008201A1
DE102009008201A1 DE200910008201 DE102009008201A DE102009008201A1 DE 102009008201 A1 DE102009008201 A1 DE 102009008201A1 DE 200910008201 DE200910008201 DE 200910008201 DE 102009008201 A DE102009008201 A DE 102009008201A DE 102009008201 A1 DE102009008201 A1 DE 102009008201A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
surgical
retaining
retraction system
retention
section
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200910008201
Other languages
English (en)
Inventor
Karl-Ernst Kienzle
Olaf Hegemann
Dirk Dr. Schauer
Peter Prof. Dr. Schmiedek
Claudius Prof. Dr. Thomé
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aesculap AG
Original Assignee
Aesculap AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aesculap AG filed Critical Aesculap AG
Priority to DE200910008201 priority Critical patent/DE102009008201A1/de
Publication of DE102009008201A1 publication Critical patent/DE102009008201A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/02Surgical instruments, devices or methods for holding wounds open, e.g. retractors; Tractors
    • A61B17/0206Surgical instruments, devices or methods for holding wounds open, e.g. retractors; Tractors with antagonistic arms as supports for retractor elements

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)

Abstract

Um ein chirurgisches Rückhalteelement für ein chirurgisches Retraktionssystem, mit einem Lagerabschnitt zum Lagern an einem Haltearm des Retraktionssystems und mit einem Rückhalteabschnitt zum Rückhalten von Gewebe, so zu verbessern, dass das Rückhalten von Gewebe einfacher wird, wird vorgeschlagen, dass der Rückhalteabschnitt mindestens zwei Rückhaltevorsprünge trägt. Ferner wird ein verbessertes chirurgisches Retraktionssystem vorgeschlagen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein chirurgisches Rückhalteelement für ein chirurgisches Retraktionssystem, mit einem Lagerabschnitt zum Lagern an einem Haltearm des Retraktionssystems und mit einem Rückhalteabschnitt zum Rückhalten von Gewebe.
  • Des Weiteren betrifft die Erfindung ein chirurgisches Retraktionssystem mit mindestens zwei Haltearmen an denen jeweils mindestens ein chirurgisches Rückhalteelement anordenbar ist, welches mindestens eine Rückhalteelement einen Lagerabschnitt zum Lagern an einem der Haltearme und einen Rückhalteabschnitt zum Rückhalten von Gewebe aufweist.
  • Chirurgische Rückhalteelemente und Retraktionssysteme der eingangs beschriebenen Art werden in der Chirurgie genutzt, um nach Eröffnen eines Körpers eines Patienten umliegendes Gewebe vom eigentlichen Operationsgebiet wegzuhalten. Hierbei ist es bekannt, Rückhalteelemente in Form von flachen oder geschwungenen Blättern zu verwenden, die das den Operationssitus umgebende Gewebe zurückhalten. Rückhalteelemente und Rückhaltesysteme beziehungsweise Retraktionssysteme der eingangs beschriebenen Art kommen insbesondere auch in der Wirbelsäulenchirurgie zum Einsatz. Bei den bekannten Systemen ist jedoch das Verstellen einzelner Rückhalteelemente in der Tiefe, das heißt in einer Richtung in den Patientenkörper hinein, nicht ohne ein Lösen eines Sperrers des Retraktionssystems und Austauschen des Rückhalteelements, also des oben beschriebenen Blatts, das auch als Valve bezeichnet wird, möglich. Rückhalteelemente, insbesondere Valven, sind nicht in stufenlosen Längen verfügbar, weshalb eine Retraktion des Gewebes bis zum Grund des Operationssitus in der Regel nicht erfolgen kann.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Retraktionssystem der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, dass das Rückhalten von Gewebe einfacher wird.
  • Diese Aufgabe wird bei einem chirurgischen Rückhalteelement der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Rückhalteabschnitt mindestens zwei Rückhaltevorsprünge trägt. Die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge, es können auch drei, vier oder noch mehr sein, können auf einfache Weise mit dem umliegenden Gewebe in Eingriff gebracht werden und es, anders als bei glatten Blättern oder Valven, in definierter Weise zurückhalten. Ein Abrutschen des umliegenden Gewebes vom Rückhalteabschnitt kann durch die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge verringert oder sogar ganz vermieden werden.
  • Besonders einfach wird der Aufbau des Rückhalteelements, wenn die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge konzentrisch zu einer vom Rückhalteabschnitt definierten Längsachse ausgebildet sind. Insbesondere besteht so die Möglichkeit, das Rückhalteelement zu drehen und unabhängig von einer derartigen Drehstellung stets die Option zu haben, mit den mindestens zwei Rückhaltevorsprüngen in umliegendes Gewebe einzugreifen.
  • Günstigerweise bilden die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge einen Teil mindestens eines Gewindeabschnitts oder einem Gewindeabschnitt. Zum einen ist ein solches Rückhalteelement einfach herzustellen, da der Rückhalteabschnitt beispielsweise in Form eines Schraubenkörpers ausgebildet werden kann, welcher einen Gewindeabschnitt oder einen Teil eines solchen trägt. Zum anderen hat eine solche Ausgestaltung den Vorteil, dass eine Rotation des Rückhalteabschnitts um eine von diesem definierte Längsachse zwangsweise auch zu einer Bewegung des Rückhalteelements bezogen auf den Haltearm in Längsrichtung des Rückhalteabschnitts führt, wenn die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge in umliegendes Gewebe eingreifen. So kann das Rückhalteelement durch einfache Rotation stufenlos in axialer Richtung positioniert werden. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass bei sukzessiver Eröffnung ei nes Körpers des Patienten die Rückhalteelemente des Retraktionssystems unabhängig voneinander auf unterschiedliche Einstelltiefen einstellbar und bei Bedarf nachführbar sind, wodurch das umliegende Gewebe jederzeit während des Eingriffs optimiert zurückgehalten werden kann. Zudem ist dabei ein Lösen der Rückhalteelemente von den Armen nicht erforderlich. Im Sinne dieser Anmeldung weist ein Gewindeabschnitt mit mindestens einem Gewindegang zwei Rückhaltevorsprünge auf, die zwar miteinander verbunden sein können, jedoch aufgrund einer Steigung des Gewindeabschnitts zumindest über einen gewissen Winkelbereich zwei übereinander liegende Rückhaltevorsprünge definieren.
  • Vorteilhafterweise bildet der mindestens eine Gewindeabschnitt mindestens einen Teil eines Gewindegangs. Es ist dabei insbesondere günstig, wenn sich der Gewindeabschnitt in Umfangsrichtung des Rückhalteabschnitts nicht über einen Winkelbereich von 360°, sondern nur über einen kleineren Winkelbereich erstreckt, also nur einen Teil eines Gewindeganges, oder mehrere Gewindegangteile bildet. Dies hat den Vorteil, dass durch entsprechende Rotation des Rückhalteelements ein rückhaltevorsprungsfreier Bereich des Rückhalteabschnitts mit Gewebe in Kontakt gebracht werden kann, so dass auch eine axiale Verschiebung des Rückhalteelements relativ zum Haltearm und zum zurückzuhaltenden Gewebe möglich ist. So kann insbesondere das Rückhalteelement bei Bedarf einfach und schnell vom Operationsgebiet herausgezogen werden, ohne sich mit umliegendem Gewebe zu verhaken.
  • Um umliegendes Gewebe sicher zurückhalten zu können, ist es günstig, wenn der mindestens eine Gewindeabschnitt mindestens fünf vollständige oder teilweise ausgebildete Gewindegänge bildet. Denkbar wäre es auch, nur drei oder vier oder aber auch mehr als fünf Gewindegänge vorzusehen. Durch einfache Rotation des Rückhalteabschnitts oder des gesamten Rückhalteelements können so bei vollständig ausgebildeten Gewindegängen diese mit dem umliegenden und zurückzuhaltenden Gewebe dauerhaft in Eingriff bleiben, bei nur teilweise ausgebildeten Gewindegängen können diese mit dem umliegenden Gewebe in Eingriff gebracht und bei entsprechender Verdrehung derart, dass die Gewindegänge mit dem umliegenden Gewebe außer Eignriff gebracht werden, relativ zum Gewebe bewegt werden, und zwar jeweils in gewünschter und definierter Weise.
  • Um eine Verletzung des zurückzuhaltenden Gewebes zu vermeiden, ist es günstig, wenn der mindestens eine Gewindeabschnitt nichtschneidend ausgebildet ist. Ebenso können auch die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge nichtschneidend ausgebildet sein.
  • Vorzugsweise erstrecken sich die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge nur über einen Teil des äußeren Umfangs des Rückhalteabschnitts. Sie können so durch entsprechende Rotation des Rückhalteelements mit umliegendem Gewebe in Eingriff oder außer Eingriff gebracht werden. Beispielsweise bei Rückhaltevorsprüngen, die in einer Ebene quer zu einer vom Rückhalteabschnitt definierten Längsachse ausgebildet sind, kann durch eine Rotation derart, dass eine rückhaltevorsprungsfreie Seitenfläche des Rückhalteabschnitts mit dem zurückzuhaltenden Gewebe in Kontakt gebracht wird, eine axiale Verschiebbarkeit des Rückhalteelements relativ zum umliegenden Gewebe ermöglicht werden. Eine Fixierung bezogen auf das zurückzuhaltende Gewebe kann dann durch weitere Verdrehung und nochmaliges in Eingriff bringen der mindestens zwei Rückhaltevorsprünge mit dem zurückzuhaltenden Gewebe erfolgen.
  • Besonders einfach wird der Aufbau des Rückhalteelements, wenn der Rückhalteabschnitt einen kreisförmigen, einen im Wesentlichen kreisförmigen oder einen ovalen Querschnitt aufweist. Die Querschnittsformen können insbesondere mit oder ohne Rückhaltevorsprünge die beschriebenen Formen aufweisen.
  • Vorteilhafterweise erstreckt sich der Rückhalteabschnitt ausgehend von einem distalen Ende des Rückhalteelements in proximaler Richtung. Dies ermöglicht es, bis zum distalen Ende des Rückhalteelements umliegendes Gewebe zurückzuhalten. Das distale Ende kann dann bis zum eigentlichen Operationssitus bewegt und umliegendes Gewebe zurückgehalten werden.
  • Um das Rückhaltelement auf einfache Weise an einem Haltearm lagern oder festlegen zu können, ist es günstig, wenn sich der Lagerabschnitt proximalseitig an den Rückhalteabschnitt anschließt.
  • Vorzugsweise weist der Lagerabschnitt einen kreisförmigen oder im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf. Eine solche Ausgestaltung gestattet es, den Lagerabschnitt auf einfache Weise rotierbar zu lagern, beispielsweise an einem Haltearm oder an einem mit einem Haltearm verbindbaren Lagerelement.
  • Die Herstellung des Rückhalteelements vereinfacht sich weiter, wenn der Lagerabschnitt vorsprungsfrei ausgebildet ist. Insbesondere kann er so in einer Führungshülse einfach und sicher rotierbar gelagert werden.
  • Vorteilhafterweise erstrecken sich die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge über einen Umfangswinkel in einem Bereich von 60° bis 180°. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ein rückhaltevorsprungsfreier Bereich definiert werden kann mit einem Umfangswinkel in einem Bereich von 180° bis 300°. Insbesondere kann so eine relative Verschiebbarkeit des Rückhalteelements relativ zum zurückzuhaltenden Gewebe verbessert werden.
  • Um das Rückhalteelement in gewünschter Weise bewegen zu können, ist es günstig, wenn das Rückhalteelement ein Betätigungsglied zum Betätigen und/oder Bewegen des Rückhalteelements umfasst.
  • Einfach und sicher betätigen lässt sich das chirurgische Rückhalteelement, wenn das Betätigungsglied in Form eines Knopfes ausgebildet ist. Es kann so von einer Bedienperson einfach und sicher gegriffen werden, insbesondere auch dann, wenn die Bedienperson Handschuhe trägt.
  • Die Ergonomie des Rückhalteelements lässt sich noch weiter verbessern, wenn der Knopf in Form eines Quaders oder eines Trapezoids ausgebildet ist. So kann insbesondere ein Abrutschen von Fingern einer Bedienperson vom Betätigungsglied auf einfache Weise vermieden werden.
  • Das Betätigungsglied ist für eine Bedienperson besonders leicht zugänglich und erreichbar, wenn es ein proximales Ende des Rückhalteelements bildet.
  • Um eine maximale Einführtiefe des Rückhalteelements vorgeben zu können, die keinesfalls überschritten werden kann, ist es günstig, wenn das mindestens eine Rückhalteelement einen Tiefenanschlag umfasst.
  • Der Aufbau des Rückhalteelements wird besonders einfach, wenn das Betätigungsglied den Tiefenanschlag bildet. Es kann so zum einen genutzt werden, um das Rückhalteelement zu bewegen, insbesondere relativ zu einem Haltearm und zu dem zurückzuhaltenden Gewebe, und zum anderen, um als Anschlag zum Begrenzen einer Einführtiefe des Rückhalteelements in einen Patientenkörper zu dienen.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann ferner eine Führungseinrichtung für den Lagerabschnitt zum Führen einer Bewegung des Rückhalteelements vorgesehen sein. Das Rückhalteelement kann insbesondere direkt an der Führungseinrichtung gelagert sein, wodurch eine von einer Bedienperson gewünschte Bewegung des Rückhalteelements geführt werden kann.
  • Insbesondere bei einem im Querschnitt kreisförmigen Lagerabschnitt kann die Führungseinrichtung besonders einfach ausgebildet werden, wenn sie eine an einem Haltearm eines Retraktionssystems anordenbare Führungshülse umfasst. Eine solche Führungshülse ermöglicht insbesondere eine freie Rotation des Rückhalteelements, beispielsweise durch Führen des Lagerabschnitts in der Führungshülse.
  • Zur Verminderung einer möglicherweise auftretenden Reibung zwischen der Führungseinrichtung und dem Rückhaltelement ist es günstig, wenn die Füh rungseinrichtung eine in der Führungshülse gehaltene und/oder rotierbar gelagerte Lagerhülse umfasst. So kann insbesondere eine Relativbewegung zwischen der Lagerhülse und der Führungshülse genutzt werden, um das Rückhalteelement relativ zu einem Haltearm oder zur Führungseinrichtung zu verstellen.
  • Besonders einfach und kostengünstig herstellen lässt sich die Führungseinrichtung, wenn sie mindestens teilweise aus einem Kunststoff hergestellt ist. Insbesondere kann ein Kunststoff gewählt werden, um eine Gleitpaarung mit besonders geringer Reibung auszubilden. Beispielsweise kann als Kunststoff PTFE oder PEEK gewählt werden. Denkbar ist es auch, die Führungseinrichtung aus einem Metall herzustellen und ganz oder teilweise mit einer Kunststoffbeschichtung zu versehen.
  • Das Rückhalteelement lässt sich zusammen mit der Führungseinrichtung bei Bedarf auch von einem Haltearm lösen, wenn eine Kupplungseinrichtung zum kraft- und/oder formschlüssigen Koppeln der Führungseinrichtung mit einem Haltearm eines Retraktionssystems vorgesehen ist. Das Rückhalteelement kann dann an der Führungseinrichtung gelagert oder gehalten bleiben und zusammen mit dieser vom Haltearm gelöst und bei Bedarf auch wieder mit diesem verbunden werden.
  • Die Kupplungseinrichtung lässt sich besonders einfach ausbilden, wenn sie erste und zweite Kupplungsglieder umfasst, welche einerseits an der Führungseinrichtung und andererseits an dem Haltearm angeordnet oder ausgebildet sind, und wenn die ersten und zweiten Kupplungsglieder in einer Kupplungsstellung kraft- und/oder formschlüssig in Eingriff stehen.
  • Auf einfache Weise lässt sich das Rückhalteelement relativ zum Haltearm oder zur Führungseinrichtung bewegen, wenn der Lagerabschnitt in der Lagerhülse rotierbar und/oder verschiebbar gelagert ist.
  • Die eingangs gestellte Aufgabe wird ferner bei einem chirurgischen Retraktionssystem der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Rückhalteabschnitt mindestens zwei Rückhaltevorsprünge trägt.
  • Die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge können in der bereits oben beschriebenen Weise mit zurückzuhaltendem Körpergewebe in Eingriff gebracht werden und dieses dann sicher von einem Operationsgebiet zurückhalten.
  • Um einen möglichst flexiblen Einsatz des Retraktionssystems gewährleisten zu können, ist es günstig, wenn die zwei Haltearme in einer Justagestellung relativ zueinander bewegbar und in einer Rückhaltestellung relativ zueinander in definierter Weise, insbesondere auch aneinander, festlegbar sind. So kann insbesondere ein Abstand zwischen den Haltearmen auf einfache Weise verändert werden, indem die Haltearme beispielsweise in der Justagestellung relativ zueinander verschoben oder verschwenkt werden. Um die Haltearme in der eingestellten Position zu halten, ist es vorteilhaft wenn sie relativ zueinander festlegbar sind.
  • Vorzugsweise ist das mindestens eine Rückhalteelement des Retraktionssystems ausgebildet in Form eines der oben beschriebenen Rückhalteelemente. Das Retraktionssystem insgesamt weist dann die oben im Zusammenhang mit bevorzugten Ausführungsformen von Rückhalteelementen beschriebenen Vorteile auf.
  • Um ein Operationsgebiet möglichst individuell frei zugänglich präparieren zu können, ist es günstig, wenn an mindestens einem der mindestens zwei Haltearme mindestens zwei Rückhalteelemente anordenbar sind. Selbstverständlich können auch an beiden Haltearmen zwei, drei, vier, fünf oder noch mehr Rückhalteelemente anordenbar. So kann je nach Art des zurückzuhaltenden Gewebes die entsprechend erforderliche Zahl von Rückhalteelementen vorgesehen werden, um das das Operationsgebiet umgebende Gewebe zurückzuhalten.
  • Vorzugsweise ist das mindestens eine Rückhalteelement rotierbar an einem der mindestens zwei Haltearme gelagert. Es kann dann beispielsweise so verdreht werden, dass die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge des Rückhalteelements mit umliegendem Gewebe in Eingriff oder außer Eingriff gebracht werden können.
  • Vorteilhafterweise ist das mindestens eine Rückhalteelement verschiebbar an einem der mindestens zwei Haltearme gelagert. Dies ermöglicht es, dass das mindestens eine Rückhalteelement parallel zu einer von ihm definierten Längsachse verschoben und so bei Bedarf in den Körper des Patienten hineingeschoben oder auch aus diesem herausgezogen werden kann. Bei einer verschiebbaren und rotierbaren Lagerung des mindestens einen Rückhalteelements an einem der Haltearme kann somit eine Relativbewegung des Lagerabschnitts zum Haltearm definiert werden, beispielsweise durch die Ausbildung der Rückhaltevorsprünge, insbesondere wenn diese einen Gewindeabschnitt oder einen Teil desselben bilden. Der Lagerabschnitt des Rückhalteabschnitts kann dann in Abhängigkeit einer Bewegung des Rückhalteabschnitts relativ zum umliegenden Gewebe uneingeschränkt relativ zum Haltearm bewegt werden.
  • Um ein Operationsgebiet mit unterschiedlich tiefen Bereichen von umliegendem Gewebe freihalten zu können, ist es vorteilhaft wenn das Retraktionssystem mindestens zwei Rückhalteelemente umfasst, deren Rückhalteabschnitte und/oder Lagerabschnitte unterschiedlich lang sind.
  • Grundsätzlich wäre es möglich, das mindestens eine Rückhalteelement direkt an einem der mindestens zwei Haltearme zu halten beziehungsweise bewegbar zu lagern. Um die Rückhalteelemente auch an vorhandenen Haltearmen festlegen zu können, ist es günstig, wenn das Retraktionssystem eine Führungseinrichtung zum Führen einer Bewegung des mindestens einen Rückhalteelements relativ zu mindestens einem der mindestens zwei Haltearme umfasst. Die Führungseinrichtung kann so insbesondere als Interface zwischen einem erfindungsgemäßen Rückhalteelement und aktuell bei chirurgischen Eingriffen eingesetzten Haltearmen genutzt werden. Ferner ist es so auch möglich, beispielsweise das Rückhalteelement zusammen mit der Führungseinrichtung von einem Haltearm zu lösen oder mit diesem zu verbinden. Die Führungseinrichtung ermöglicht es insbesondere auch, einen Abstand des Rückhalteelements relativ zum Haltearm zu variieren durch Verwendung von Führungseinrichtungen mit unterschiedlichen Abmessungen.
  • Eine besonders gute Führung insbesondere des Lagerabschnitts des Rückhalteelements kann erreicht werden, wenn die Führungseinrichtung eine am Haltearm angeordnete Führungshülse umfasst. Diese eignet sich insbesondere für im Querschnitt kreisförmige oder im Wesentlichen kreisförmige Lagerabschnitte.
  • Um eine Gleitpaarung mit besonders guten Gleiteigenschaften ausbilden zu können, ist es vorteilhaft, wenn die Führungseinrichtung eine in der Führungshülse gehaltene und/oder rotierbar gelagerte Lagerhülse umfasst.
  • Besonders optimierte Gleitpaarungen können ausgebildet werden, wenn die Führungseinrichtung mindestens teilweise aus einem Kunststoff hergestellt ist. Es ist insbesondere denkbar, Kunststoffe einzusetzen, die nur einen besonders geringen oder keinen Abrieb beim Zusammenwirken mit anderen Kunststoffen oder Metallen aufweisen.
  • Vorteilhafterweise ist die Führungseinrichtung mit mindestens einem der mindestens zwei Haltearme lösbar verbindbar. Dies gestattet es, die Führungseinrichtung je nach Bedarf an bestimmten Positionen des Haltearms mit diesem zu verbinden und gegebenenfalls auch wieder zu lösen, optional auch zusammen mit einem Rückhaltelement.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Retraktionssystem eine Kupplungseinrichtung zum kraft- und/oder formschlüssigen Koppeln der Führungseinrichtung mit dem mindestens einen der mindestens zwei Haltearme umfassen. Die Kupplungseinrichtung ermöglicht somit ein einfaches Verbinden und wieder voneinander Lösen der Führungseinrichtung mit dem mindestens einen der mindestens zwei Haltearme.
  • Besonders einfach herstellen und ausbilden lässt sich die Kupplungseinrichtung, wenn sie erste und zweite Kupplungsglieder umfasst, welche einerseits an der Führungseinrichtung und andererseits an dem mindestens einen der mindestens zwei Haltearme angeordnet oder ausgebildet sind, und wenn die ersten und zweiten Kupplungsglieder in einer Kupplungsstellung kraft- und/oder formschlüssig in Eingriff stehen. Beispielsweise können die Kupplungsglieder in Form von korrespondierenden Ausnehmungen und Vorsprüngen ausgebildet sein, die in der Kupplungsstellung in Eingriff stehen und zum Lösen der Führungseinrichtung von einem Haltearm außer Eingriff bringbar sind.
  • Vorteilhafterweise ist der Lagerabschnitt in der Lagerhülse rotierbar und/oder verschiebbar gelagert. So ist es möglich, das Rückhalteelement in definierter Weise relativ zum Lagerabschnitt zu bewegen.
  • Um mit dem Retraktionssystem Operationsgebiete unterschiedlicher Formen von umliegendem Gewebe freihalten zu können, ist es günstig, wenn die Haltearme geradlinig oder gekrümmt ausgebildet sind. Sie können insbesondere auch teilweise geradlinig und teilweise gekrümmt ausgebildet sein. Grundsätzlich ist es möglich, Haltearme unterschiedlicher Form miteinander zu kombinieren und zu verbinden zur Ausbildung eines Retraktionssystems.
  • Grundsätzlich wäre es denkbar, die Haltearme verschwenkbar relativ zueinander, optional auch aneinander, zu lagern. Günstig ist es jedoch, wenn die Haltearme parallel zueinander verschiebbar ausgebildet sind. So kann ein Abstand zwischen den Haltearmen auf einfache und sichere Weise definiert geändert werden.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen, dass der Rückhalteabschnitt und/oder der Lagerabschnitt des min destens einen Rückhalteelements in ihrer Länge parallel zu einer vom Rückhalteelement definierten Längsachse veränderbar sind. Insbesondere können der Rückhalteabschnitt und/oder der Lagerabschnitt telekopierbar ausgebildet sein. Denkbar ist es, die jeweiligen Abschnitte durch ineinander verschiebbare Schaft- und/oder Hülsenabschnitte zu formen. Um relative Auszugsstellungen eines derart in seiner Länge veränderbaren Rückhalteelements beibehalten zu können, sind vorzugsweise Sicherungselemente einer Sicherungseinrichtung vorgesehen, die die einzelnen Teile der in ihrer Länge veränderbaren Rückhalteabschnitte beziehungsweise Lagerabschnitte in definierten Auszugsstellungen oder aber auch stufenlos sichern.
  • Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
  • 1: eine schematische Ansicht eines mit einem Retraktionssystem freigehaltenen Operationssitus an einem Patienten;
  • 2: eine perspektivische Gesamtansicht eines chirurgischen Retraktionssystems;
  • 3: eine ausschnittsweise Ansicht des Retraktionssystems aus 2 in teilweise zerlegtem Zustand
  • 4: eine Schnittansicht längs Linie 4-4 in 3; und
  • 5: eine Schnittansicht längs Linie 5-5 in 3.
  • In den 1 bis 3 ist ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnetes chirurgisches Retraktionssystem dargestellt welches zwei Haltearme 12 und 14, die jeweils im Wesentlichen geradlinig ausgebildet sind und Längsachsen 16 und 18 definieren, umfasst. Am Haltearm 12 ist eine Zahnstange 20 senkrecht zur Längsachse 16 abstehend angeordnet, die ein ein Lagerelement 22 bildendes freies Ende des Haltearms 14 durchsetzt. In einer Bohrung 24 des Lagerelements 22 ist eine Welle in Form eines Schraubbolzens, der in den Figuren nicht dargestellt ist, lagerbar, welcher eine zur Zahnstange 20 kompatible Außenverzahnung aufweist. In Folge einer Rotation des Schraubbolzens in der Bohrung 24 kann der Haltearm 14 relativ zur Zahnstange 20 und damit relativ zum Haltearm 12 bewegt werden. Das Lagerelement 22 ist derart angeordnet und ausgebildet, dass die Längsachsen 16 und 18 parallel verlaufen. Insgesamt definieren die Zahnstange 20 und die Haltearme 12 und 14 eine nicht näher bezeichnete Halteebene.
  • Die Haltearme 12 und 14 sind im Wesentlichen identisch ausgebildet, so dass deren Aufbau im Detail im Zusammenhang mit 3 anhand des Haltearms 12 näher erläutert wird.
  • Der Haltearm 12 ist aus einem langgestreckten flachen Metallquader 26 ausgebildet, welcher insgesamt mit sieben äquidistant zueinander angeordneten Bohrungen 28 versehen ist. Zwischen den Bohrungen 28, deren Längsachsen parallel zueinander und senkrecht zur Längsachse 16 ausgerichtet sind, sind in einer Oberseite 30 des Haltearms 12 sechs Ausnehmungen ausgebildet, die etwa knapp halb so tief sind wie der Metallquader 26 dick ist. Sie erstrecken sich einerseits bis zu einer sich parallel zur Längsachse 16 erstreckenden schmalen Seitenfläche 34 und in die entgegengesetzte Richtung bis etwas über die Mitte der Haltearms 12 hinaus. In der von der Seitenfläche 34 weg weisenden Richtung ist eine innere Seitenfläche 36 der Ausnehmung 32 in Form einer halben Innenfläche eines Hohlzylinders ausgebildet. Eine schmalere, jedoch zur Ausnehmung 32 ähnlich geformte Aussparung 38 ist der parallel zur Seitenfläche 34 verlaufenden Seitenfläche 40 des Haltearms 12 hin gerichtet ausgebildet. Anders als die Ausnehmung 32 durchsetzt sie jedoch den Haltearm 12 von der Oberseite 30 bis zu dessen Unterseite 42, die im Bereich der Ausnehmung 32 Ober- und Unterseite 30, 42 gerade nicht miteinander verbindet.
  • An den Haltearmen 12, 14 beweglich gelagert sind mehrere Rückhalteelemente 44, die nachfolgend auch als Valven bezeichnet werden. Die Rückhalteelemente 44 umfassen jeweils einen Rückhalteabschnitt 46, welcher sich ausgehend von einem distalen Ende 48 erstreckt, sowie einen sich daran proximalseitig anschließenden Lagerabschnitt 50, an dessen proximalem Ende wiederum ein Betätigungsglied 52 in Form eines Knopfes 54 angeformt ist. Der Knopf 54 weist bei den in den Figuren dargestellten Rückhalteelementen 44 die Form eines Trapezoids auf. Denkbar ist auch die Form eines Quaders oder eines Würfels, welche insbesondere eine Orientierung des Rückhalteelements 44 für eine Bedienperson anzeigen können. Das Betätigungsglied 52 bildet beziehungsweise umfasst somit ein proximales Ende 56 des Rückhalteelements 44.
  • Das Rückhalteelement 44 ist vorzugsweise einstückig ausgebildet, wobei der Lagerabschnitt 50 in Form eines massiven zylindrischen Schaftabschnitts 58 ausgebildet ist.
  • Der Rückhalteabschnitt 46 umfasst mehrere, beispielsweise fünf oder sechs Rückhaltevorsprünge 60, welche in Form von Gewindegangabschnitten 62 ausgebildet sind, die sich über einen Umfangswinkel 64 in einem Bereich von 60° bis 180° erstrecken, bei den Rückhalteelementen 44, wie sie in den 1 bis 3 dargestellt sind, etwa über den Umfangswinkel 64 von 120°. Entsprechend ist ein rückseitiger Bereich 66 des Rückhalteabschnitts 46 rückhaltevorsprungsfrei, und zwar über einen Umfangswinkelbereich 68 ergänzend zum Umfangswinkel 64 von 180° bis 300°.
  • Der Rückhalteabschnitt 46 kann insbesondere hergestellt werden durch Schneiden eines Außengewindes 70 in den ursprünglich massiven zylindrischen Rückhalteabschnitt 46 und anschließend teilweises Entfernen des Außengewindes 70 im Bereich 66. Durch die einseitige Ausbildung der Rückhaltevorsprünge 60 ist der Rückhalteabschnitt 46 insgesamt etwas exzentrisch bezogen auf eine vom Lagerabschnitt 50 definierte Längsachse 72 ausgebildet. Ein maximaler Außendurchmesser des Rückhalteelements 44 wird definiert durch einen Außendurchmesser des Lagerabschnitts 50. Das Betätigungsglied 52 weist Abmessungen auf, die zumindest einseitig größer sind als ein Außendurchmesser des Lagerabschnitts 50, so dass das Betätigungsglied 52 einen proximalen Anschlag 74 definiert zum Begrenzen einer Bewegung des Betätigungsglieds 52 in Richtung auf den Haltearm 12 hin.
  • Das Rückhalteelement 44 ist am Haltearm 12 rotierbar und axial verschiebbar gelagert. Zu diesem Zweck ist in jede Bohrung 28 eine Führungshülse 76 eingesetzt, die aus Metall oder einem Kunststoff hergestellt sein kann. Sie weist zwei Abschnitte mit unterschiedlichen Außendurchmessern auf, wobei ein distaler Abschnitt 78 den kleineren Außendurchmesser aufweist, welcher an den Innendurchmesser der Bohrung 28 angepasst ist, so dass die Führungshülse 76 mit dem Abschnitt 78 in die Bohrung 28 eingesetzt werden kann. Vorzugsweise wird die Führungshülse 76 fest mit dem Haltearm 12 verbunden.
  • In die Führungshülse 76 eingesetzt ist eine zylindrische Lagerhülse 80 mit einer koaxial zur Bohrung 28 ausgerichteten Längsbohrung 82, die einen Innendurchmesser aufweist, welcher dem Außendurchmesser des Schaftabschnitts 58 entspricht. Ein Außendurchmesser der Lagerhülse 80 entspricht etwa einem Innendurchmesser der Führungshülse 76. Proximalseitig ist an der Lagerhülse 80 ein Ringflansch 84 ausgebildet, welcher bei in die Führungshülse 76 eingesetzter Lagerhülse 80 an einer in proximaler Richtung weisenden Stirnkante 86 der Führungshülse 76 anliegt. Benachbart zu einem distalen Ende der Lagerhülse 80 ist auf einer Außenseite derselben eine Ringwulst 88 angeformt, die einen Außendurchmesser aufweist, welcher größer ist als ein Außendurchmesser des Abschnitts 78. Um die Lagerhülse 80 mit der Ringwulst 88 von proximal her kommend in die Führungshülse 76 einführen zu können, sind ausgehend vom distalen Ende vier in Umfangsrichtung um 90° versetzte Einschnitte 90 ausgebildet, die sich in etwa über ein Drittel einer Gesamtlänge der Lagerhülse 80 erstrecken. So werden vier federnde Abschnitte mit sich etwa über einen Umfangswinkel von 90° erstreckenden Ringwulstabschnitten ausgebildet, die beim Einführen der Lagerhülse 80 in die Führungshülse 76 etwas in Richtung auf die Längsachse 72 hin ausfedern können und nach au ßen zurückschnappen und verrasten, wenn die Ringwulst 88 über eine distalseitige Stirnkante 92 der Lagerhülse 80 hinausragt. Die Lagerhülse 80 kann so rastend mit der Führungshülse 76 verbunden und bei Bedarf ausgetauscht werden.
  • Das Rückhalteelement 44 kann von proximal her kommend mit seinem distalen Ende 48 in die Lagerhülse 80 eingeführt werden und ist relativ zu dieser frei verschiebbar und um die Längsachse 72 rotierbar, insbesondere dann, wenn das Rückhalteelement 44 im Bereich des Lagerabschnitts 50 in der Lagerhülse 80 geführt ist. Die Lagerhülse 80 ist vorzugsweise aus einem Kunststoff ausgebildet, um eine Reibung zwischen dem Rückhalteelement 44 und der Führungshülse 76 möglichst gering zu halten.
  • Eine maximale Einführtiefe des Rückhalteelements 44 in der Lagerhülse 80 wird begrenzt durch den Anschlag 74, denn das Rückhalteelement 44 kann nur so weit in distaler Richtung in die Lagerhülse 80 eingeführt werden, bis der Knopf 54 am Ringflansch 84 anschlägt.
  • Alternativ zu der direkt am Haltearm 12 angeordneten Führungshülse 76 kann auch eine Führungseinrichtung 94 vorgesehen sein, die mit dem Haltearm 12 und in analoger Weise auch mit dem Haltearm 14 mittels einer Kupplungseinrichtung 96 verbunden werden kann. Erste Kupplungsglieder 98 und 100 der Kupplungseinrichtung 96 werden definiert durch den Haltearm 12 im Bereich der Ausnehmung 32 sowie die Aussparung 38. Die Führungseinrichtung 94 umfasst einen im Wesentlichen quaderförmigen Lagerarm 102. Parallel zum Lagerarm 102 und mit einem Abstand, welcher einer Dicke des Haltearms 12 entspricht, erstreckt sich ein flacher Schenkel 113 in Richtung auf die Seitenfläche 34 zurück, so dass eine nutförmige Aussparung 104 zwischen dem Lagerarm 102 und dem Schenkel 113 gebildet wird. Der Lagerarm 102 und der Schenkel 113 sind über einen von einer Unterseite des Lagerarms 102 abstehenden Vorsprung 112 miteinander verbunden. In eine Bohrung 108 des Lagerarms 102, die sich auch durch den Schenkel 113 hindurch erstreckt, ist ein zylindrischer Zapfen 110 eingesetzt, welcher die Aussparung 104 durch setzt und in die Aussparung 138 in deren ausgerundetem Bereich eingreifen kann. Die Führungseinrichtung 94 umgreift dabei den Haltearm 12, wobei der Vorsprung 112 einen seitlichen Anschlag der Führungseinrichtung 94 bildet, der in einer Kupplungsstellung an der Seitenfläche 40 anliegt, wie insbesondere in 3 gut zu erkennen. Zweite, mit den ersten Kupplungsgliedern 98 und 100 zusammenwirkende Kupplungsglieder 106 und 107 werden definiert durch die Aussparung 104 im Bereich bis zum Zapfen 110 sowie durch den Bolzen 110. Die Kupplungsglieder 98 und 106 sowie 100 und 107 stehen in der Kupplungsstellung miteinander in Eingriff.
  • Der Lagerarm 102 ist etwa doppelt so lang wie der Haltearm 12 breit ist, wobei eine Breite definiert wird durch einen Abstand der Seitenflächen 34 und 40 voneinander. Der Lagerarm 102 steht somit über die Seitenfläche 34 über. An seinem überstehenden Ende ist ein Hülsenabschnitt 114 angeformt, der die Funktion einer Führungshülse 116 analog der Führungshülse 76 übernimmt. In die Führungshülse 116 ist eine mit der Lagerhülse 80 identisch ausgebildete Lagerhülse 80 eingesetzt, die zur reibungsarmen Lagerung des Rückhalteelements 44 im Bereich des Lagerabschnitts 50 dient.
  • Zum Verbinden der Führungseinrichtung 94 mit dem Haltearm 12 wird der Lagerarm 102 mit seiner Unterseite auf die Oberseite 30 aufgesetzt derart, dass die Ringwulst 88 in die Ausnehmung 32 eingreift. Anschließend kann der Lagerarm 102 verschoben werden bis der Vorsprung 112 an der Seitenfläche 40 anschlägt. Die Lagerhülse 80 ist nun frei zugänglich und das Rückhalteelement 44 kann in sie eingesetzt werden. Das in die Lagerhülse 80 eingeführte Rückhalteelement 44 bildet gleichzeitig auch ein Sicherungselement, denn solange das Rückhalteelement 44 in der Lagerhülse 80 gehalten ist, kann die Führungseinrichtung 94 aufgrund ihrer besonderen Konstruktion nicht mehr vom Haltearm 12 entfernt werden und ist an ihm gesichert.
  • Der Lagerarm 102 kann mit oder ohne Rückhalteelement 44 mit dem Haltearm 12 beziehungsweise 14 verbunden oder auch wieder von diesen gelöst werden. Die Führungseinrichtung 94 ermöglicht es, die Rückhalteelemente 44 nicht nur längs einer Linie in den Lagerhülsen 80 der Führungshülsen 76 an den Haltearmen 12 und 14 zu lagern, sondern auch beabstandet von den Haltearmen 12, 14, insbesondere um die Rückhalteelemente 44 bei einem vorgegebenen Abstand der Haltearme 12 und 14 voneinander dichter und näher zum jeweils anderen Haltearm 12, 14 anordnen zu können. Die Länge der Lagerarme 102 kann grundsätzlich beliebig variieren, ebenso auch eine Länge der Rückhalteelemente 44. Beispielsweise sind in 3 unterschiedliche Rückhalteelemente 44 dargestellt mit unterschiedlich langen Lagerabschnitten 50, jedoch identisch langen Rückhalteabschnitten 46. Denkbar ist es auch, Rückhalteelemente 44 mit unterschiedlich langen Lagerabschnitten 50 und unterschiedlich langen Rückhalteabschnitten 46 vorzusehen.
  • Die Funktion des Retraktionssystems 10 wird nachfolgend kurz erläutert.
  • Nach Eröffnen eines Patientenkörpers 118 kann das Retraktionssystem 10 an einem nicht dargestellten Haltesystem in einem Operationssaal angeordnet und außerhalb des Schnittes gehalten werden. Die Haltearme 12 und 14 werden vorzugsweise so justiert, dass sie mit einem einer Breite des freizulegenden Operationsgebiets entsprechenden Abstand voneinander beabstandet sind. Der Operationssitus kann nun sukzessive präpariert werden. Je nach Bedarf können die Rückhalteelemente 44 in die an den Haltearmen 12 und 14 vorgesehenen Lagerhülsen 80 eingesteckt werden. Werden die Rückhalteelemente 44 so verdreht, dass die Bereiche 66 mit den Operationssitus 120 umgebendem Gewebe 122 in Kontakt treten, dann können die Rückhalteelemente 44 parallel zur Längsachse 72 praktisch ungehindert relativ zur Lagerhülse 80 verschoben werden. Werden die Rückhalteelemente 44 verdreht, insbesondere um 180°, so dass die Rückhaltevorsprünge 60 mit dem Gewebe 122 in Eingriff kommen, so halten sie das Gewebe 122 in definierter Weise zurück. Je tiefer der Körper des Patienten eröffnet wird, umso tiefer sollten auch die Rückhalteabschnitte 46 der Rückhalteelemente 44 das Gewebe 122 im Patientenkörper 118 zurückhalten. Diese können stufenlos bewegt werden durch Verdrehen und optionales Vorschieben. Ein Lösen der Rückhalteelemente 44, um sie an den präparierten Operationssitus anzupassen, wie dies bei aus dem Stand der Technik bekannten Rückhalteelementen von den Haltearmen 12 beziehungsweise 14 erforderlich ist, ist bei den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Rückhalteelementen 44 gerade nicht erforderlich. Durch die Teile des Außengewindes 70 bildenden Gewindegangabschnitte 62 können die Rückhalteelemente 44 quasi in das Gewebe 122 hineingeschraubt werden und halten dieses automatisch und in gewünschter Weise sicher zurück, um den Operationssitus für den eigentlichen chirurgischen Eingriff freizuhalten.
  • Die Rückhalteelemente 44 gemäß der vorliegenden Erfindung weisen eine im Vergleich zu bei bekannten Retraktionssystemen verwendeten Rückhalteelementen nur geringe Rückhaltefläche auf. Dadurch wird insgesamt auf eine geringere Gewebefläche ein Druck ausgeübt und somit ein Nekroserisiko verringert. Die Rückhalteelemente 44 können während des chirurgischen Eingriffs jederzeit, ohne die beiden Haltearme 12 und 14 entfernen zu müssen, im Bereich des Operationssitus eingebracht und gegebenenfalls entfernt werden, beispielsweise zum Austauschen kürzerer Rückhaltelemente 44 gegen längere Rückhalteelemente 44.
  • Die Haltearme 12 und 14 sowie die Rückhalteelemente 44 sind vorzugsweise auf einem Instrumentenstahl gefertigt und sterilisierbar ausgebildet. Optional wäre es denkbar, die Rückhalteelemente 44 ganz oder teilweise aus einem Kunststoff zu fertigen.

Claims (44)

  1. Chirurgisches Rückhalteelement (44) für ein chirurgisches Retraktionssystem (10), mit einem Lagerabschnitt (50) zum Lagern an einem Haltearm (12, 14) des Retraktionssystems (10) und mit einem Rückhalteabschnitt (46) zum Rückhalten von Gewebe (122), dadurch gekennzeichnet, dass der Rückhalteabschnitt (46) mindestens zwei Rückhaltevorsprünge (60) trägt.
  2. Chirurgisches Rückhalteelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge (60) konzentrisch zu einer vom Rückhalteabschnitt (46) definierten Längsachse (72) ausgebildet sind.
  3. Chirurgisches Rückhalteelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge (60) einen Teil mindestens eines Gewindeabschnitts (70) oder einen Gewindeabschnitt (70) bilden.
  4. Chirurgisches Rückhalteelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Gewindeabschnitt (70) mindestens einen Teil eines Gewindeganges (62) bildet.
  5. Chirurgisches Rückhalteelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Gewindeabschnitt (70) mindestens fünf vollständige oder teilweise ausgebildete Gewindegänge bildet.
  6. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Gewindeabschnitt (70) nichtschneidend ausgebildet ist.
  7. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge (60) nur über einen Teil des äußeren Umfangs des Rückhalteabschnitts (46) erstrecken.
  8. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückhalteabschnitt (46) einen kreisförmigen, einen im Wesentlichen kreisförmigen oder einen ovalen Querschnitt aufweist.
  9. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Rückhalteabschnitt (46) ausgehend von einem distalen Ende (48) des Rückhalteelements (44) in proximaler Richtung erstreckt.
  10. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Lagerabschnitt (50) proximalseitig an den Rückhalteabschnitt (44) anschließt.
  11. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerabschnitt (50) einen kreisförmigen oder im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
  12. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerabschnitt (50) vorsprungsfrei ausgebildet ist.
  13. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die mindestens zwei Rückhaltevorsprünge (60) über einen Umfangswinkel (64) in einem Bereich von 60° bis 180° erstrecken.
  14. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Betätigungsglied (52) zum Betätigen und/oder Bewegen des Rückhalteelements (44).
  15. Chirurgisches Rückhalteelement nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsglied (52) in Form eines Knopfes (54) ausgebildet ist.
  16. Chirurgisches Rückhalteelement nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Knopf (54) in Form eines Quaders oder Trapezoids ausgebildet ist.
  17. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsglied (52) ein proximales Ende (56) des Rückhalteelements (44) bildet.
  18. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Rückhalteelement (44) einen Tiefenanschlag (74) umfasst.
  19. Chirurgisches Rückhalteelement nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsglied (52) den Tiefenanschlag (74) bildet.
  20. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Führungseinrichtung (76; 94) für den Lagerabschnitt (50) zum Führen einer Bewegung des Rückhalteelements (44) umfasst.
  21. Chirurgisches Rückhalteelement nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (76; 94) eine an einem Haltearm (12, 14) eines Retraktionssystems (10) anordenbare Führungshülse (76; 116) umfasst.
  22. Chirurgisches Rückhalteelement nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (76; 94) eine in der Führungshülse (76; 116) gehaltene und/oder rotierbar gelagerte Lagerhülse (80) umfasst.
  23. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (76; 94) mindestens teilweise aus einem Kunststoff hergestellt ist.
  24. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (94) mit einem Haltearm (12, 14) eines Retraktionssystems (10) lösbar verbindbar ist.
  25. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der Ansprüche 20 bis 24, gekennzeichnet durch eine Kupplungseinrichtung (96) zum kraft- und/oder formschlüssigen Koppeln der Führungseinrichtung (116) mit einem Haltearm (12, 14) eines Retraktionssystems (10).
  26. Chirurgisches Rückhalteelement nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungseinrichtung (96) erste und zweite Kupplungsglieder (98, 100, 106, 107) umfasst, welche einerseits an der Führungseinrichtung (116) und andererseits an dem Haltearm (12, 14) angeordnet oder ausgebildet sind, und dass die ersten und zweiten Kupplungsglieder (98, 100, 106, 107) in einer Kupplungsstellung kraft- und/oder formschlüssig in Eingriff stehen.
  27. Chirurgisches Rückhalteelement nach einem der Ansprüche 22 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerabschnitt (50) in der Lagerhülse (80) rotierbar und/oder verschiebbar gelagert ist.
  28. Chirurgisches Retraktionssystem (10) mit mindestens zwei Haltearmen (12, 14) an denen jeweils mindestens ein chirurgisches Rückhalteele ment (44) anordenbar ist, welches mindestens eine Rückhalteelement (44) einen Lagerabschnitt (50) zum Lagern an einem der Haltearme (12, 14) und einen Rückhalteabschnitt (46) zum Rückhalten von Gewebe (122) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückhalteabschnitt (46) mindestens zwei Rückhaltevorsprünge (60) trägt.
  29. Chirurgisches Retraktionssystem nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Haltearme (12, 14) in einer Justagestellung relativ zueinander bewegbar und in einer Rückhaltestellung relativ zueinander in definierter Weise festlegbar sind.
  30. Chirurgisches Retraktionssystem nach Anspruch 28 oder 29, gekennzeichnet durch mindestens ein Rückhalteelement (44) nach einem der Ansprüche 2 bis 27.
  31. Chirurgisches Retraktionssystem nach einem der Ansprüche 28 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem der mindestens zwei Haltearme (12, 14) mindestens zwei Rückhalteelemente (44) anordenbar sind.
  32. Chirurgisches Retraktionssystem nach einem der Ansprüche 28 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Rückhalteelement (44) rotierbar an einem der mindestens zwei Haltearme (12, 14) gelagert ist.
  33. Chirurgisches Retraktionssystem nach einem der Ansprüche 28 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Rückhalteelement (44) verschiebbar an einem der mindestens zwei Haltearme (12, 14) gelagert ist.
  34. Chirurgisches Retraktionssystem nach einem der Ansprüche 28 bis 33, gekennzeichnet durch mindestens zwei Rückhalteelemente (44), deren Rückhalteabschnitte (46) und/oder Lagerabschnitte (50) unterschiedlich lang sind.
  35. Chirurgisches Retraktionssystem nach einem der Ansprüche 28 bis 34, gekennzeichnet durch eine Führungseinrichtung (76; 94) zum Führen einer Bewegung des mindestens einen Rückhalteelements (44) relativ zu mindestens einem der mindestens zwei Haltearme (12, 14).
  36. Chirurgisches Retraktionssystem nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (76; 94) eine am Haltearm (12, 14) angeordnete Führungshülse (76; 116) umfasst.
  37. Chirurgisches Retraktionssystem nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (76; 94) eine in der Führungshülse (76; 116) gehaltene und/oder rotierbar gelagerte Lagerhülse (80) umfasst.
  38. Chirurgisches Retraktionssystem nach einem der Ansprüche 35 bis 37, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (76; 94) mindestens teilweise aus einem Kunststoff hergestellt ist.
  39. Chirurgisches Retraktionssystem nach einem der Ansprüche 35 bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (94) mit mindestens einem der mindestens zwei Haltearme (12, 14) lösbar verbindbar ist.
  40. Chirurgisches Retraktionssystem nach einem der Ansprüche 35 bis 39, gekennzeichnet durch eine Kupplungseinrichtung (96) zum kraft- und/oder formschlüssigen Koppeln der Führungseinrichtung (94) mit dem mindestens einen der mindestens zwei Haltearme (12, 14).
  41. Chirurgisches Retraktionssystem nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungseinrichtung (96) erste und zweite Kupplungsglieder (98, 100, 106, 107) umfasst, welche einerseits an der Führungseinrichtung (116) und andererseits an dem mindestens einen der mindestens zwei Haltearme (12, 14) angeordnet oder ausgebildet sind, und dass die ersten und zweiten Kupplungsglieder (98, 100, 106, 107) in einer Kupplungsstellung kraft- und/oder formschlüssig in Eingriff stehen.
  42. Chirurgisches Retraktionssystem nach einem der Ansprüche 37 bis 41, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerabschnitt (50) in der Lagerhülse (80) rotierbar und/oder verschiebbar gelagert ist.
  43. Chirurgisches Retraktionssystem nach einem der Ansprüche 28 bis 42, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltearme (12, 14) geradlinig oder gekrümmt ausgebildet sind.
  44. Chirurgisches Retraktionssystem nach einem der Ansprüche 28 bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltearme (12, 14) parallel zueinander verschiebbar ausgebildet sind.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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