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DE102009007858B3 - Augenchirurgiesystem - Google Patents

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DE102009007858B3
DE102009007858B3 DE102009007858A DE102009007858A DE102009007858B3 DE 102009007858 B3 DE102009007858 B3 DE 102009007858B3 DE 102009007858 A DE102009007858 A DE 102009007858A DE 102009007858 A DE102009007858 A DE 102009007858A DE 102009007858 B3 DE102009007858 B3 DE 102009007858B3
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DE
Germany
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eye
beam path
surgery system
iris
eye surgery
Prior art date
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Revoked
Application number
DE102009007858A
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English (en)
Inventor
Christoph KÜBLER
Martin Kraus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Zeiss Surgical GmbH
Original Assignee
Carl Zeiss Surgical GmbH
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Publication date
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Priority to EP10001226A priority patent/EP2215963A1/de
Priority to JP2010024103A priority patent/JP2010188125A/ja
Priority to US12/701,105 priority patent/US20100214534A1/en
Application granted granted Critical
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B3/00Apparatus for testing the eyes; Instruments for examining the eyes
    • A61B3/10Objective types, i.e. instruments for examining the eyes independent of the patients' perceptions or reactions
    • A61B3/1005Objective types, i.e. instruments for examining the eyes independent of the patients' perceptions or reactions for measuring distances inside the eye, e.g. thickness of the cornea
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F9/00Methods or devices for treatment of the eyes; Devices for putting in contact-lenses; Devices to correct squinting; Apparatus to guide the blind; Protective devices for the eyes, carried on the body or in the hand
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Augenchirurgiesystem (1) zur Beobachtung und Vermessung von optischen Eigenschaften eines Auges (8), wobei das Augenchirurgiesystem (1) eine Optik (2), eine elektromechanische Verschiebevorrichtung (5) und eine Steuerung (3) umfasst. Die optische Vorrichtung (2) weist einen ersten Strahlengang (11) zur Beobachtung des Auges (8), einen zweiten Strahlengang (12) zum Bestrahlen des Auges (8) mit einer Messstrahlung und einen dritten Strahlengang (13) zum Erfassen einer von dem Auge (8) reflektierten Messstrahlung auf. Die Steuerung (2) ist dazu ausgebildet, die Lage des Zentrums der Iris des Auges (8) relativ zur optischen Achse des ersten Strahlengangs (11a) zu erfassen und einen Antrieb der elektromechanischen Verschiebevorrichtung (5) anzusteuern, um den zweiten Strahlengang (12) abhängig von der Lage des Zentrums der Iris relativ zur optischen Achse (11a) des ersten Strahlengangs (11) zu verschieben.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Augenchirurgiesystem, wie etwa ein Operationsmikroskop, in welchem ein Messstrahlengang zum Vermessen optischer Eigenschaften eines Auges, beispielsweise ein Wellenfront-Messstrahlengang, vorgesehen ist.
  • Ein Beispiel für ein herkömmliches Augenchirurgiesystem ist ein Operationsmikroskop, bei welchem ein Wellenfrontsensor in den Strahlengang integriert ist. Ein herkömmliches derartiges System ist in der deutschen Patentanmeldung DE 10 2008 047 400 A1 beschrieben, deren Offenbarung vollumfänglich in die vorliegende Anmeldung aufgenommen wird.
  • Ein weiteres solches herkömmliches System ist in der DE 10 2005 031 496 B4 beschrieben, deren Offenbarung vollumfänglich in die vorliegende Anmeldung aufgenommen wird. Bei diesem System stellt eine Optik drei Strahlengänge bereit, nämlich einen im Folgenden als Beobachtungsstrahlengang bezeichneten ersten Strahlengang für sichtbares Licht, welcher durch eine Mikroskopieoptik führt, die eine Objektivlinse und Okulare umfasst, so dass ein Betrachter ein zu untersuchendes Objekt, wie beispielsweise ein Auge, an welchem eine Kataraktoperation durchzuführen ist, durch Einblick in die Okulare beobachten kann. Die Optik stellt ferner einen im Folgenden als Beleuchtungsstrahlengang bezeichneten zweiten Strahlengang bereit, um von einer Strahlungsquelle erzeugte Messstrahlung hin zu dem zu untersuchenden bzw. zu operierenden Auge zu richten. Der von dem Messobjekt, im vorliegenden Fall dem Auge, zurückgeworfene Anteil der Messstrahlung wird in einem dritten Strahlengang der Optik, der nachfolgend als Messstrahlengang bezeichnet wird, zu einem Wellenfrontsensor geführt, um von dem Messobjekt, respektive dem zu operierenden Auge, ausgehende Wellenfronten zu analysieren.
  • Zum Bestimmen der optischen Eigenschaften eines zu operierenden Auges wird über den Beleuchtungsstrahlengang Messlicht mit einer ebenen Wellenfront in das Auge eingestrahlt. Aufgrund der optischen Eigenschaften von Hornhaut, Linse und Glaskörper des Auges wird der Messlichtstrahl auf einen Fleck an der Retina des Auges fokussiert. Ein Teil der auf die Retina fokussierten Messstrahlung wird an dieser reflektiert und beim Durchtritt durch das optische System des Auges zu einem Strahlenbündel kollimiert. Während einer Augenoperation können Teile des optischen Systems des Auges entfernt sein oder durch andere Komponenten, wie z. B. einer in den Beutel der Augenlinse oder in eine der Augenkammern eingebrachte Flüssigkeit oder Intraokularlinse, ersetzt oder ergänzt sein.
  • Bei einem ideal fehlerfreien optischen System des Auges wird der Messstrahl zu einem punktförmig kleinen Fleck auf der Retina fokussiert. Umgekehrt wird der von der Retina reflektierte Teil der Messstrahlung von der Optik des Auges wieder zu einem als paralleles Strahlenbündel mit planen Wellenfronten ausgebildeten reflektierten Messstrahl geformt. Abweichungen von der ideal fehlerfreien Optik des Auges resultieren in Deformationen der Wellenfronten, die über den Wellenfrontsensor erfasst werden können und die Bestimmung einer Fehlsichtigkeit bzw. Aberration des optischen Systems des untersuchten Auges ermöglichen. Die Zuverlässigkeit der Bestimmung der optischen Eigenschaften des Auges aus einer Wellenfrontmessung ist direkt mit der Qualität der Wellenfrontmessung verknüpft.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Augenchirurgiesystem anzugeben, welches bessere Wellenfrontmessungen an Augen ermöglicht.
  • Zur Lösung der Aufgabe wird ein Augenchirurgiesystem vorgeschlagen, das die Lage der Iris eines untersuchten Auges relativ zur optischen Achse, d. h. zum Zentralstrahl des Beobachtungsstrahlengangs des Augenchirurgiesystems erfasst, um den Beleuchtungsstrahlengang des Wellenfrontmesssystems in Abhängigkeit der erfassten relativen Lage der Iris zu positionieren.
  • Ein entsprechendes Augenchirurgiesystem nimmt eine automatische Justierung des Beleuchtungsstrahlengangs des Wellenfrontmesssystems auf die optische Achse des Auges vor.
  • Bei herkömmlichen Augenchirurgiesystemen muss der Bediener des Systems den Beleuchtungsstrahlengang manuell oder manuell gesteuert auf das zu untersuchende Auge ausrichten. Durchsetzt der Beleuchtungsstrahlengang des Wellenfrontmesssystems die optische Achse des Auges dabei nicht zentrisch, so sind die aus der Wellenfrontmessung bestimmten optischen Eigenschaften des Auges fehlerhaft. Da die manuelle Zentrierung des Beleuchtungsstrahlengangs auf die optische Achse des untersuchten Auges vom Bediener häufig nicht mit der erforderlichen Genauigkeit vorgenommen werden kann, und die Bestimmung der optischen Eigenschaften des Auges somit fehlerbehaftet ist, bleibt das mit einer Augenoperation erzielte Sehvermögen oftmals hinter den Erwartungen zurück.
  • Die automatische Justierung schließt eine ungenaue Bestimmung der optischen Eigenschaften eines untersuchten Auges aus, da es die aktuelle Lage der optischen Achse des Auges über die Lage dessen Iris bestimmt und den Beobachtungsstrahlengang entsprechend ausrichtet.
  • Gemäß einer Ausführungsform umfasst das Augenchirurgiesystem drei Strahlengänge, einen ersten Strahlengang, der zur Beobachtung des Auges ausgebildet ist, einen zweiten Strahlengang, über den Messstrahlung auf das Auge gerichtet wird und einen dritten Strahlengang, über den vom Auge reflektierte Messstrahlung einem Wellenfrontsensor zugeführt wird.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Augenchirurgiesystem eine Steuerung auf, die ausgebildet ist, den Abstand des Iriszentrums von der optischen Achse des den Beobachtungsstrahlengang bildenden ersten Strahlengangs zu bestimmen und den Antrieb einer zum Positionieren des zweiten Strahlengangs ausgebildeten elektromechanischen Verschiebeeinrichtung so anzusteuern, dass die optische Achse des zweiten Strahlengangs abhängig von dem bestimmten Abstand positioniert wird.
  • Ausführungsformen des Augenchirurgiesystems weisen eine Steuerung mit einer Bildverarbeitungsvorrichtung auf, die eine Mustererkennung zur Identifizierung der Iris des untersuchten Auges umfasst. Die Bildverarbeitung erfolgt vorzugsweise anhand von Abbildungen des Auges, die mithilfe einer im Beobachtungsstrahlengang des Augenchirurgiesystems angeordneten Kamera erzeugt werden.
  • Gemäß Ausführungsformen des Augenchirurgiesystems ist die Bildverarbeitungsvorrichtung dazu ausgebildet, die Parameter einer Ellipse zu bestimmen, die Form und Lage eines Rands der Iris in einer Abbildung des Auges wiedergibt. In weiteren Ausführungsformen ist die Bildverarbeitungsvorrichtung dazu ausgebildet, die Parameter zweier Ellipsen zu bestimmen, wobei eine der Ellipsen den äußeren Rand der Iris und die andere Ellipse den inneren Rand der Iris wiedergibt. Die Bildverarbeitungsvorrichtung ist weiterhin ausgebildet, den Schnittpunkt der Hauptachsen der Ellipse bzw. die Schnittpunkte der Hauptachsen der beiden Ellipsen zu bestimmen und die Lage des Iriszentrums relativ zur optischen Achse des ersten Strahlengangs anhand der Lage des einen Schnittpunkts bzw. anhand der Lagen beider Schnittpunkte der Ellipsenhauptachsen in der mit der Kamera erstellten Abbildung des Auges zu bestimmen.
  • Gemäß Ausführungsformen des Augenchirurgiesystems umfasst die elektromechanische Verschiebevorrichtung zwei jeweils mit einem Antrieb versehene Linearführungen, die ein Verschieben des zweiten Strahlengangs entlang zweier Achsen ermöglichen, die zueinander in einem Winkel von mehr als Null Grad und vorzugsweise von neunzig Grad angeordnet sind und die beide orthogonal zu dem Teil des Zentralstrahls des zweiten Strahlengangs ausgerichtet sind, der bei einer Wellenfrontmessung in das Auge gerichtet ist. Gemäß weiteren Ausführungsformen weist die elektromechanische Verschiebevorrichtung zusätzlich eine Kippvorrichtung auf, die zum Kippen des Zentralstrahls des zweiten Strahlengangs ausgebildet ist.
  • Gemäß Ausführungen des Augenchirurgiesystems sind zumindest die Zentralstrahlen des ersten und des zweiten Strahlengangs in einem an die Objektebene des ersten Strahlengangs anschließenden Bereich koaxial angeordnet. Der im dritten Strahlengang angeordnete Sensor zur Wandlung einer vom Auge reflektierten Messstrahlung in Messsignale kann als Hartmann-Shack-Wellenfrontsensor ausgebildet sein, wobei die Steuerung dazu ausgebildet ist, optische Eigenschaften des Auges aus den vom Wellenfrontsensor erzeugten Messsignalen zu bestimmen. Weitere Ausführungsformen des Augenchirurgiesystems umfassen eine Anzeige zum Einblenden von Informationen in den Okularstrahlengang des ersten Strahlengangs.
  • Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den Ansprüchen sowie den Figuren. Die einzelnen Merkmale können bei einer Ausführungsform gemäß der Erfindung je für sich oder zu mehreren verwirklicht sein. Bei der nachfolgenden Erläuterung einiger Ausführungsbeispiele der Erfindung wird auf die beiliegenden Figuren Bezug genommen, von denen
  • 1 eine schematische Darstellung des Aufbaus eines Augenchirurgiesystems mit einem Wellenfrontmesssystem zeigt, dessen Beleuchtungsstrahlengang automatisch gesteuert auf die Iris eines untersuchten Auges zentrierbar ist,
  • 2 ein Flussdiagramm mit den wesentlichen Steuerungsschritten zum Zentrieren des Beleuchtungsstrahlengangs auf die Iris des Auges zeigt und
  • 3 ein Flussdiagramm zeigt, das ein Verfahren zum Bestimmen der Lage der Iris veranschaulicht.
  • In 1 ist ein Augenchirurgiesystem 1 zur Beobachtung eines zu operierenden bzw. eines zu untersuchenden Auges 8 in einer Stark schematisierten Darstellung veranschaulicht. Im Folgenden werden die Funktionen des Systems 1 erläutert.
  • Das Augenchirurgiesystem 1 umfasst eine optische Vorrichtung 2 mit einem ersten Strahlengang 11 zum Beobachten von in der Objektebene 9 des Beobachtungsstrahlengangs 11 angeordneten Objekten 8, einem zweiten Strahlengang 12 zum Bestrahlen des Messobjektes 8 mit einer Messstrahlung und einem dritten Strahlengang 13, über den vom Messobjekt 8 reflektierte Messstrahlung einem Messwandler zugeführt wird. Zur besseren Unterscheidung sind die Randbereiche der einzelnen Strahlengänge durch unterschiedliche Linientypen repräsentiert, wobei der Beobachtungsstrahlengang 11 von einer gepunkteten Linie, der Beleuchtungsstrahlengang 12 von einer gestrichelten Linie und der Messstrahlengang 13 von einer doppelt gestrichelten, einfach gepunkteten Linie symbolisiert wird. Die Zentralstrahlen bzw. die optischen Achsen der einzelnen Strahlengänge sind jeweils durch eine strichpunktierten Linie 11a, 12a bzw. 13a symbolisiert.
  • Das Augenchirurgiesystem 1 weist ferner eine Halterung auf, die im dargestellten Ausführungsbeispiel einen stationären Tragarm 7, eine elektromechanische Verschiebevorrichtung 5 und eine Aufhängung 6 umfasst. Der Tragarm 7 ist das letzte Glied eines mit dem Boden, einer Wand oder der Decke eines in der Figur nicht dargestellten Raums verbundenen Stativs. Die nachfolgend auch als Optik 2 bezeichnete optische Vorrichtung 2 ist an der Aufhängung 6 befestigt und lässt sich gegenüber dem Tragarm 7 mithilfe der elektromechanischen Verschiebevorrichtung 5 verschieben. Zum Bewirken entsprechender Verschiebungen weist die elektromechanische Verschiebevorrichtung 5 einen elektrischen Antrieb mit zwei Aktoren 5a und 5b auf, je einen für eine der beiden Verschiebeachsen. Die Verschiebeachsen stehen vorzugsweise in einem Winkel zueinander, wobei in der in 1 veranschaulichten Ausführungsform jede der beiden Achsen orthogonal zur optischen Achse der optischen Vorrichtung 2 angeordnet ist. Die elektromechanische Verschiebevorrichtung 5 weist vorzugsweise einen aus zwei Linearführungen aufgebauten Kreuztisch auf, deren Verschiebeachsen einen rechten Winkel zueinander einnehmen. Unter der zuvor erwähnten optischen Achse der Optik 2 wird der Teil der optischen Achse 11a des ersten Strahlengangs 11 verstanden, der sich vom Koppelspiegel 21 hin zum Messobjekt 8 erstreckt.
  • Das Augenchirurgiesystem 1 weist außerdem eine Steuerung 3 zum Erfassen und gegebenenfalls zum Analysieren von Signalen auf, die von in den Strahlengängen der Optik 2 angeordneten optoelektrischen oder optoelektronischen Wandlern erzeugt werden. Die Steuerung 3 ist ferner zum Erzeugen von Signalen ausgebildet, die an in den Strahlengängen angeordnete elektrooptische Wandler zur Anzeige optischer Informationen, an Aktoren des Augenchirurgiesystems 1, wie z. B. an eine Schaltvorrichtung zum Steuern einer Lichtquelle, oder auch an einen Motor zum Verstellen einer Zoomoptik übertragen werden. Auch die Ansteuerung der elektromechanischen Verschiebevorrichtung 5 wird durch Signale bewirkt, die von der Steuerung 3 erzeugt und über den Übertragungskanal 31 an die Aktoren der Verschiebevorrichtung 5 übertragen werden. Das Augenchirurgiesystem weist ferner eine Benutzereingabe-/-ausgabevorrichtung 4 auf, über die ein Benutzer des Systems Eingaben an die Steuerung 3 machen kann, bzw. über die die Steuerung Informationen an den Benutzer ausgibt. In der Regel umfasst die Benutzereingabe-/-ausgabevorrichtung 4 eine Tastatur und positionssensitive Eingabegeräte, ein Sichtgerät und/oder einen Drucker. Bei einigen Ausführungsformen des Augenchirurgiesystems 1 kann die Benutzereingabe-/-ausgabevorrichtung 4 auch als eigenständiges Computersystem ausgebildet sein. Die Kommunikation zwischen der Benutzereingabe-/-ausgabevorrichtung 4 und der Steuerung 3 wird über den Übertragungskanal 32 bewirkt.
  • Die in 1 als gestrichelt-doppeltpunktiert dargestellten Übertragungskanäle zur Übertragung von Signalen zwischen der Steuerung 3 und den mit dieser in Verbindung stehenden Komponenten können je nach der gewählten Übertragungsart als Leitungen oder als Funkverbindung ausgebildet sein. Form und Art der übertragenen Signale bestimmen sich dabei nach den Erfordernissen der jeweils angesteuerten Komponente sowie des hierzu verwendeten Übertragungskanals, wobei die Signale insbesondere auch Daten repräsentieren können.
  • Im Bobachtungsstrahlengang 11 der optischen Vorrichtung 2 ist eine Mikroskopieoptik zur vergrößerten Abbildung eines in einer Objektebene 9 der Mikroskopieoptik angeordneten Teils eines Auges 8 angeordnet. Die Mikroskopieoptik umfasst ein Objektiv 22 aus einem oder aus mehreren Linsenelementen und Okulare 28, die im Strahlengang hinter dem Objektiv 22, d. h. auf der dem Messobjekt 8 abgewandten Seite des Objektivs, angeordnet sind und es einem Benutzer ermöglichen, mit beiden Augen ein vergrößertes Abbild der Objektebene 9 wahrzunehmen. Zwischen dem Objektiv 22 und den Okularen 28 können jeweils Zoomsysteme 23 angeordnet sein, um eine Vergrößerung der Abbildung zu variieren.
  • In den Strahlengängen hinter dem Objektiv 22 kann ferner ein teildurchlässiger Spiegel 24 vorgesehen sein, um einen Teil des Lichts aus dem Strahlengang zu den Okularen 28 auszukoppeln und auf eine Kamera 25 zu richten. Die Kamera 25 erzeugt die detektierten Lichtintensitäten repräsentierende Signale, die über den Übertragungskanal 33 an die Steuerung 3 übermittelt werden. Die Steuerung 3 wandelt die erhaltenen Signale bzw. Daten in geeignete Bilddaten um, um diese zu speichern oder über eine (in 1 nicht dargestellte) Anzeige sichtbar darzustellen. Die Anzeige kann einen oder mehrere Monitore umfassen oder sich auf Teilbereiche von Monitorsichtflächen, sogenannte Fenster, beschränken. Die Anzeige kann ferner auch eine kopfgetragene Anzeigevorrichtung (head-mounted-display) umfassen, welche z. B. mit einem Riemen am Kopf eines Benutzers befestigt werden kann.
  • In den Strahlengängen hinter dem Objektiv 22 kann außerdem ein weiterer teildurchlässiger Spiegel 26 vorgesehen sein, um ein auf einer Anzeigevorrichtung 27 dargestelltes Bild in den Strahlengang zu den Okularen 28 einzuspiegeln. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Anzeigevorrichtung über den Übertragungskanal 36 von der Steuerung 3 angesteuert, um für den Bediener relevante Informationen darzustellen, beispielsweise präoperative Daten oder Messergebnisse, die mit dem weiter unten erläuterten Wellenfrontmesssystem 29 erhalten wurden.
  • Die Optik 2 des Augenchirurgiesystems umfasst ferner ein Wellenfrontmesssystem 29, um die optischen Eigenschaften eines Auges 8 zu vermessen, beispielsweise die Aberrationen der Linse 10 oder auch des aus der Linse 10 zusammen mit der darüber befindlichen Hornhaut und eventuell dem Glaskörper gebildeten optischen Systems des Auges.
  • Hierzu umfasst das Wellenfrontmesssystem 29 eine von der Steuerung 3 über den Übertragungskanal 35 gesteuerte Messstrahlungsquelle 121, welche beispielsweise eine Laserdiode sein kann und Messstrahlung in den Beleuchtungsstrahlengang 12 emittiert. Die Messstrahlung wird von einem Kollimator 122 zu einem Strahl kollimiert, der im vorgestellten Ausführungsbeispiel über die Spiegel 123 und 133 koaxial in den dritten Strahlengang 13, und mit diesem zusammen über einen weiteren Spiegel 21 in den ersten Strahlengang 11 überführt wird. Der auf das Auge 8 gerichtete kollimierte Beleuchtungsstrahl entspricht einem im Wesentlichen parallelen Strahlenbündel mit planen Wellenfronten. In dem in der 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die optischen Achsen der drei Strahlengänge 11, 12 und 13 nach dem Zusammenführen durch den Spiegel 21 dieselbe Lage auf, d. h. die zusammengeführten Teile der drei Strahlengänge besitzen eine gemeinsame Symmetrieachse 14, die als optische Achse der Optik 2 bezeichnet wird.
  • Der kollimierte Beleuchtungsstrahl 12 wird vom optischen System des Auges zu einem Fleck auf dessen Retina fokussiert. Der von dem Fleck reflektierte Anteil des Beleuchtungsstrahls weist eine in erster Näherung konische Form auf und wird durch das optische System des Auges 8 zu einem Strahlenbündel kollimiert, das im Idealfall ein paralleles Strahlenbündel mit planen Wellenfronten darstellt. Aufgrund der häufigen Abweichungen vom Idealfall wegen Fehlsichtigkeit bzw. Aberration weist das vom Auge 8 reflektierte Messlicht üblicherweise jedoch deformierte Wellenfronten auf, die mit dem Wellenfrontmesssystem 29 erfasst werden. Das reflektierte Strahlenbündel wird dem Wellenfrontmesssystem 29 über den dritten Strahlengang 13 zugeführt. Die reflektierte Messstrahlung durchläuft nach der Trennung des dritten Strahlengangs 13 vom zweiten Strahlengang 12 zwei Linsen 132a und 132b, die jeweils ein oder mehrere Linsenelemente umfassen können und in der beschriebenen Ausführungsform, um die Messstrahlung hinsichtlich Kollimation und Strahlquerschnitt geeignet umzuformen, die Konfiguration eines Keppler-Teleskops aufweisen. Neben den beiden Linsen 132a und 132b können in dem von den anderen Strahlengängen separierten Teil des dritten Strahlengangs noch weitere Linsen zur Formung des vom Auge 8 reflektierten Messstrahls enthalten sein. Die Linsen 132a und 132b können außer einem Keppler-Teleskop auch eine andere Optik ausbilden, z. B. ein Galilei-Teleskop.
  • In der in der 1 schematisch dargestellten Ausführungsform ist der Wellenfrontsensor 131 ein Hartmann-Shack-Sensor, welcher ein (nicht dargestelltes) Feld von Mikrolinsen aufweist, um auf einem zweidimensional ortsauflösenden Detektor ein Feld von Fokuspunkten zu erzeugen. Die von dem ortsauflösenden Sensor erzeugten Ausgangssignale repräsentieren die Intensitätsverteilung der mit dem Detektor erfassten Strahlung. Die Ausgangssignale werden der Steuerung 3 über einen Übertragungskanal 34 z. B. in Form von Datensignalen zugeleitet. Die Steuerung 3 verarbeitet die Detektorsignale zur Bestimmung der jeweiligen Lage der Fokuspunkte auf der Fläche des Detektors und ermittelt daraus die Abweichung der Wellenfronten des vom Auge 8 ausgehenden Messstrahlenbündels von planen Wellenfronten. Hieraus wiederum kann auf eine gegebene Fehlsichtigkeit bzw. Aberration des optischen Systems des Auges 8 geschlossen werden.
  • Die Vermessung der optischen Eigenschaften eines Auges 8 wird üblicherweise vom Bediener des Augenchirurgiesystems 1 initiiert. Um die optischen Eigenschaften des Auges 8 zuverlässig aus der Gestalt der Wellenfronten des vom Auge reflektierten Messstrahlenbündels ermitteln zu können, muss der Beleuchtungsstrahl genau zur optischen Achse des Auges 8 zentriert sein. Mit anderen Worten muss der Beleuchtungsstrahl die Pupille und damit die Iris des Auges 8 zentrisch durchsetzen. Bei dem in der 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die drei Strahlengänge 11, 12 und 13 unterhalb des Spiegels 21 so zusammengeführt, dass sie in diesem Bereich eine gemeinsame optische Achse, die optische Achse der Optik 2, aufweisen. Eine entsprechende Anordnung ist nicht zwingend, ermöglicht jedoch eine einfache Gestaltung einer optisch kontrollierten automatischen Zentrierung des Beleuchtungsstrahls auf die optische Achse des Auges 8.
  • 2 zeigt ein Flussdiagramm mit den von der Steuerung 3 auszuführenden wesentlichen Steuerungsschritten, um das Beleuchtungsstrahlenbündel zentral durch die Pupille in das Auge 8 einzustrahlen.
  • Nach dem Veranlassen der Prozedur zur Vermessung der optischen Eigenschaften des zu untersuchenden Auges 8 durch einen Benutzer des Augenchirurgiesystems 1 in Schritt S0, beispielsweise durch Eingabe einer entsprechenden Anweisung über die Benutzereingabe-/-ausgabevorrichtung 4, identifiziert die Steuerung 3 in Schritt S1 die Abbildung der Iris des Auges 8 in einem aktuell mittels der Kamera 25 erhaltenen Bild. Die Identifizierung erfolgt mit einer in der Steuerung 3 ausgebildeten Bildverarbeitungsvorrichtung anhand einer Mustererkennung. Die Bildverarbeitungsvorrichtung ist vorzugsweise programmtechnisch ausgeführt.
  • Im nachfolgenden Schritt S2 bestimmt die Steuerung 3 das Zentrum der Iris in der mit der Kamera 25 erhaltenen Abbildung des Auges 8. Das Zentrum der Iris entspricht der Lage der optischen Achse des Auges 8 an der Augenoberfläche bzw. in der Objektebene 9 der Optik 2. Aus der Position des Zentrums der Iris relativ zur Position der optischen Achse des ersten Strahlengangs bestimmt die Steuerung 3 in Schritt S3 nun die Signale, die an die elektromechanische Verschiebevorrichtung 5 übertragen werden müssen, um das Zentrum der Iris mit der optischen Achse des ersten Strahlengangs 5 in Übereinstimmung zu bringen. Das Übertragen der Steuersignale an die elektromechanische Verschiebevorrichtung und damit das Verschieben der optischen Vorrichtung wird schließlich in Schritt S4 bewirkt.
  • Um einer eventuellen Verletzung eines Bedieners vorzubeugen, der den Vorgang durch die Okulare 28 beobachtet, können hierbei mehrere Sicherheitsmechanismen integriert sein. Beispielsweise kann die Verschiebung so langsam erfolgen, das kein Stoß auf die Augen des Benutzers übertragen wird, oder die Verfahrgeschwindigkeit kann zu Beginn sehr langsam sein und sich dann steigern. Außerdem kann der Beobachter durch akustische Signale oder über die Anzeige 27 in den Okularstrahlengang eingespiegelte Hinweise vor einem unmittelbar bevorstehenden Verschieben der Optik 2 gewarnt werden.
  • Das oben beschriebene Hinführen der optischen Achse der Optik 2 in das Zentrum der Iris kann in einem Zuge erfolgen. Um äußeren Einflüssen, wie beispielsweise einem Einwirken des Bedieners auf die optische Vorrichtung 2 oder einer ungenügenden Ruhigstellung des Patienten Rechnung zu tragen, ist der Zentriervorgang zweckmäßigerweise als Regelschleife ausgebildet. Bei einer wie in 2 veranschaulichten Regelschleife wird in Schritt S5 geprüft, ob die optische Achse des ersten Strahlengangs 11 zur Iris zentriert ist. Diese Abfrage kann sowohl nach Abschluss des Zentriervorgangs erfolgen, als auch bereits nach einem Teil des Verfahrvorgangs. Im ersteren Fall wird der Erfolg des Zentriervorgangs überprüft und gegebenenfalls Korrekturen vorgenommen, in letzterem Fall erfolgt ein geregeltes Hinführen der optischen Achse zum Zentrum der Iris.
  • Nach Abschluss des Zentriervorgangs wird in Schritt S6 zunächst geprüft, ob die Wellenfrontmessung bereits aktiv ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Wellenfrontmessung in Schritt S7 ausgelöst, d. h. von der Steuerung 3 initiiert. Ergab sich in Schritt S6, dass die Wellenfrontmessung zum Zeitpunkt der Abfrage bereits aktiv war, so wird ebenso wie nach der Initiierung der Messung in Schritt S7 als nächstes in Schritt S8 abgefragt, ob die Wellenfrontmessung bereits abgeschlossen ist. Ist dies nicht der Fall, so wird die Messung fortgeführt, wobei, um sicherzustellen, dass sich die optische Achse des ersten Strahlengangs während der Messung nicht aus dem Zentrum der Iris herausbewegt, der Zentriervorgang gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des Augenchirurgiesystems beginnend mit Schritt S1 erneut durchlaufen werden kann. Stellt die Steuerung 3 in Schritt S8 dagegen fest, dass die Wellenfrontmessung abgeschlossen ist, so wird das Verfahren in Schritt S9 beendet.
  • 3 zeigt die wesentlichen Schritte eines von der Steuerung 3 ausgeführten Verfahrens zum Bestimmen des Zentrums der Iris. Nach dem Start des Verfahrens in Schritt S20, der durch die Aufnahme von Schritt S2 des in 2 dargestellten Verfahrens ausgelöst wird, werden in Schritt S21 die Parameter einer Ellipse bestimmt, die die Geometrie und Lage eines der Ränder der in Schritt S1 im Kameraabbild des Auges identifizierten Iris wiedergibt. In einer weiteren Ausführungsform wird jeder der beiden Irisränder, d. h. der äußere wie der innere Rand, durch die Parameter jeweils einer Ellipse beschrieben. Die Ellipse bzw. Ellipsen können zur optischen Kontrolle durch den Bediener des Augenchirurgiesystems 1 über die Anzeigevorrichtung 27 in den Okularstrahlengang eingeblendet werden.
  • Im Folgeschritt S22 wird der Schnittpunkt der Hauptachsen für die eine oder, falls die Parameter für beide Ellipsen bestimmt wurden, auch für die der anderen Ellipse ermittelt. Im Idealfall stimmt die Lage des Schnittpunkts der Hauptachsen für die den äußeren Rand der Iris wiedergebende Ellipse mit dem der Hauptachsen der Ellipse überein, die den inneren Rand der Iris wiedergibt. Stimmen die Positionen beider Schnittpunkte nicht überein, so kann ein Mittelwert beider zur Bestimmung des Zentrums herangezogen werden, wobei die einzelnen Schnittpunktspositionen mit bestimmten Ellipsenparametern, wie z. B. deren linearer Exzentrizität gewichtet werden können.
  • Nach der Bestimmung des Zentrums der Iris und somit der Lage der optischen Achse des untersuchten Auges 8 in der Kameraabbildung des Auges, ermittelt die Steuerung 3 in Schritt S23 den Abstand des Pupillen- bzw. Iriszentrums von der Position der optischen Achse des ersten Strahlengangs 11. Üblicherweise ist die Kamera fest im Strahlengang fixiert, so dass die Lage der optischen Achse des ersten Strahlengangs 11 in den mit der Kamera erhältlichen Abbildungen bekannt und in einer der Steuerung 3 zugänglichen Speichereinrichtung abgelegt ist. Alternativ kann die Position der optischen Achse des ersten Strahlengangs 11, d. h. dessen Zentrum, auch aus dem aktuell mit der Kamera erhaltenen Abbild abgeleitet werden, beispielsweise aus Vignettierungserscheinungen oder über eingeblendete Markierungen. Unter Berücksichtigung des zur Aufnahme mit der Kamera verwendeten Vergrögerungsmaßstabs ermittelt die Steuerung 3 den Abstand der optischen Achse des Auges zur optischen Achse 11a des ersten Strahlengangs 11 direkt aus der Displatzierung des Iriszentrums im Kamerabild. Nach der Bestimmung des Abstands ist die Lage des Zentrums der Iris bekannt und das Verfahren endet in Schritt S24, woraufhin das in 2 dargestellte Verfahren mit Schritt S3 weitergeführt wird.
  • Andere vorteilhafte Ausführungsformen eines wie oben beschriebenen automatischen, d. h. selbstzentrierenden Augenchirurgiesystems 1, weisen einen Beleuchtungsstrahlengang 12 auf, dessen optische Achse 12a beim Eintritt in das Auge 8 nicht mit der optischen Achse 11a des ersten Strahlengangs 11 übereinstimmt. Abweichend von dem zuvor unter Bezugnahme auf die 1, 2 und 3 Erläuterten, erfolgt in diesem Fall die Zentrierung so, dass nicht die Zentralachse des ersten Strahlengangs 11 der Optik 2, sondern die Zentralachse 12a des Beleuchtungsstrahlengangs 12 in das Zentrum der Iris des untersuchten Auges 8 verfahren wird. Bei einer optischen Vorrichtung 2 mit einer feststehenden geometrischen Anordnung von erstem Strahlengang 11 und zweitem Strahlengang 12 ist die Displatzierung beider Strahlengänge in der Objektebene 9 bekannt und kann in den Schritten S2, S3 und S5 des oben beschriebenen Verfahrens berücksichtigt werden. Neben einem Versatz der beiden Strahlengänge können hierbei auch Winkelabweichungen berücksichtigt werden, so dass die Messstrahlung koaxial zur optischen Achse des Auges 8 eingestrahlt werden kann, während die Beobachtung des Auges weiter unter einem Winkel dazu möglich ist. Die elektromechanische Verschiebevorrichtung 5 weist hierzu vorzugsweise außer den beiden linearen Freiheitsgraden der Verschiebung noch einen weiteren Freiheitsgrad zur Verkippung der optischen Vorrichtung 2 auf.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann der Beobachtungsstrahlengang 12 mit der elektromechanischen Verschiebevorrichtung 5 unabhängig vom ersten Strahlengang verschoben und gegebenenfalls verkippt werden. In diesem Fall weist die optische Vorrichtung geeignete Sensoren zur Bestimmung der relativen Lage von erstem Strahlengang 11 zu zweitem Strahlengang 12 auf, so dass aus der relativen Lage des Iriszentrums zur optischen Achse 11a des ersten Strahlengangs direkt die jeweils aktuelle Lage der optischen Achse des zweiten Strahlengangs relativ zum Iriszentrum ermittelt und gegebenenfalls nachgeführt werden kann.

Claims (12)

  1. Augenchirurgiesystem zur Beobachtung und Vermessung von optischen Eigenschaften eines Auges (8), wobei das Augenchirurgiesystem (1) eine Optik (2), eine elektromechanische Verschiebevorrichtung (5) und eine Steuerung (3) umfasst, und wobei – die Optik (2) einen ersten Strahlengang (11) zur Beobachtung des Auges (8), einen zweiten Strahlengang (12) zum Bestrahlen des Auges (8) mit einer Messstrahlung und einen dritten Strahlengang (13) zum Erfassen einer von dem Auge (8) reflektierten Messstrahlung aufweist, – die elektromechanische Verschiebevorrichtung (5) zum Verschieben der optischen Achse des zweiten Strahlengangs (12a) ausgebildet ist und einen Antrieb umfasst, und – die Steuerung (3) dazu ausgebildet ist, die Lage des Zentrums der Iris des Auges (8) relativ zur optischen Achse des ersten Strahlengangs (11a) zu erfassen und den Antrieb der elektromechanischen Verschiebevorrichtung zum Positionieren des zweiten Strahlengangs (12) in Abhängigkeit der Lage des Zentrums der Iris relativ zur optischen Achse (11a) des ersten Strahlengangs (11) anzusteuern.
  2. Augenchirurgiesystem nach Anspruch 1, worin die Steuerung eine Bildverarbeitungsvorrichtung umfasst, die eine Mustererkennung zur Identifizierung der Iris des Auges (8) in einer Abbildung des Auges aufweist, wobei die Abbildung des Auges mit einer im ersten Strahlengang (11) angeordneten Kamera (25) erstellt wird.
  3. Augenchirurgiesystem nach Anspruch 2, worin die Bildverarbeitungseinrichtung ferner dazu ausgebildet ist, den Schnittpunkt der Hauptachsen einer Ellipse zu bestimmen, die den Verlauf des inneren Rands der Iris wiedergibt.
  4. Augenchirurgiesystem nach Anspruch 2 oder 3, worin die Bildverarbeitungseinrichtung ferner dazu ausgebildet ist, den Schnittpunkt der Hauptachsen einer Ellipse zu bestimmen, die den Verlauf des äußeren Rands der Iris wiedergibt.
  5. Augenchirurgiesystem nach einem der Ansprüche 3 oder 4, worin die Steuerung (3) dazu ausgebildet ist, die Lage des Zentrums der Iris relativ zur optischen Achse des ersten Strahlengangs anhand der Lage des oder der Schnittpunkte der Hauptachsen in der von der Kamera erstellten Abbildung des Auges zu bestimmen.
  6. Augenchirurgiesystem nach Anspruch 5, worin die elektromechanische Verschiebeeinrichtung (5) zwei Linearführungen umfasst, deren Verschiebeachsen orthogonal zum Zentralstrahl (12a) des in das Auge zu richtenden Teils des zweiten Strahlengangs (12) angeordnet sind.
  7. Augenchirurgiesystem nach Anspruch 6, worin die elektromechanische Verschiebeeinrichtung (5) eine elektrisch betätigbare Kippvorrichtung aufweist, die zum Kippen des Zentralstrahls (12a) des zweiten Strahlengangs (12) ausgebildet ist.
  8. Augenchirurgiesystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Zentralstrahlen (11a, 12a) von zumindest erstem und zweiten Strahlengang in einem an die Objektebene (9) des ersten Strahlengangs (11) anschließenden Bereich koaxial angeordnet sind.
  9. Augenchirurgiesystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der dritte Strahlengang einen Wellenfrontsensor (131) zur Wandlung einer vom Auge (8) reflektierten Messstrahlung in Messsignale umfasst.
  10. Augenchirurgiesystem nach Anspruch 9, worin der Wellenfrontsensor (131) vom Hartmann-Shack-Typ ist.
  11. Augenchirurgiesystem nach einem der Ansprüche 9 oder 10, worin die Steuerung (3) ausgebildet ist, optische Eigenschaften des Auges (8) aus den vom Wellenfrontsensor (131) erzeugten Messsignalen zu bestimmen.
  12. Augenchirurgiesystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend eine Anzeige (27), zum Einblenden von Informationen in den Okularstrahlengang des ersten Strahlengangs (11).
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