DE102009006894B4 - Vorrichtung zur Schaltbetätigung eines hydraulischen Ventilspielausgleichselements - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zur Schaltbetätigung eines hydraulischen Ventilspielausgleichselements (1) zur wahlweisen Einstellung eines Maximalhubs oder eines Nullhubs an einem Ventil einer Brennkraftmaschine, wobei ein Schaltelement zum Ver- und Entriegeln eines Gehäuses (4) des Ventilspielausgleichselements (1) gegenüber einer darin axial verschiebbar angeordneten Führung (3) aus einem verdrehbaren und das Gehäuse (4) umfassenden Schaltring (5) besteht, an dem eine Anlenkung (13) für eine Verstelleinrichtung zum Verdrehen des Schaltrings (5) gegenüber dem Gehäuse (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlenkung (13) des Schaltrings (5) des Ventilspielausgleichselements (1) über ein als eine Kugel ausgebildetes Führungselement (7) mit einer am Umfang einer verdrehbar gelagerten Verstellwelle (9) angeordneten Nut (8) in Wirkverbindung steht, die einen eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitt (11) aufweist dessen Enden jeweils in einen radialen Nutabschnitt (10) übergehen, wobei durch Verdrehung der Verstellwelle (9) der Schaltring (5) durch das Führungselement (7) beim Durchlaufen des Führungselements (7) durch den eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitt...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schaltbetätigung eines hydraulischen Ventilspielausgleichselements zur wahlweisen Einstellung eines Maximalhubs oder eines Nullhubs an einem Ventil einer Brennkraftmaschine mit den im Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten Merkmalen.
- Die Erfindung findet vorzugsweise Anwendung für ein hydraulisches Ventilspielausgleichselement gemäß der
DE 10 2007 033 757 A1 . Dabei besteht der Ventiltrieb für eine Brennkraftmaschine aus einem nockenbeaufschlagten Schlepphebel, dessen eines Ende mit einem Gaswechselventil in Wirkverbindung steht und dessen anderes Ende auf einem Ventilspielausgleichselement gelagert ist. Durch Zu- oder Abschaltung der Abstützung des Schlepphebels durch das hydraulische Spielausgleichselement wird wahlweise ein Maximalhub oder ein Minimalhub an dem Ventil der Brennkraftmaschine eingestellt. Um bei diesem Ventiltrieb einen Nullhub bzw. eine Zylinderabschaltung oder einen minimalen Ventilhub realisieren zu können, wird die Abstützung des Schlepphebels auf dem Ventilspielausgleichselement entriegelt. Die Ent- und Verriegelung des Ventilspielausgleichselements erfolgt über einen verdrehbaren und das Gehäuse umfassenden Schaltring, der mit in Bohrungen im Gehäuse angeordneten und durch den Schaltring verlagerbaren Kugeln in Wirkverbindung steht. Zum Verriegeln werden durch Verdrehen des Schaltrings die Kugeln durch die Innenwand des Schaltrings in eine in der Führung angeordnete Nut gedrückt, so dass durch die Kugeln das Gehäuse mit der darin befindlichen Führung arretiert wird. In der Innenseite des Schaltrings sind Aussparungen angeordnet, die zum Entriegeln des Gehäuses gegenüber der Führung durch Verdrehen des Schaltrings mit den Bohrungen in dem Gehäuse fluchtend in Übereinstimmung gebracht werden, so dass die Kugeln in die Aussparungen des Schaltrings gedrückt werden. Eine Verstelleinrichtung zur Betätigung des Schaltringes wurde dabei nicht beschrieben. - Aus der
DE 197 30 814 A1 ist ebenfalls ein Ventiltrieb für Brennkraftmaschinen bekannt, bei dem im Abstützelement des Schlepphebels ein Schaltmittel zur wahlweisen Schaltung des Hubventils zwischen einem Maximalhub und einem Null- bzw. Minimalhub angeordnet ist. Das Schaltmittel besteht aus einer durch ein Verlage rungsmittel verschiebbaren Stange, über die das Abstützelement ver- oder entriegelt wird. - Nachteilig bei dieser Lösung ist die aufwendige Führung und Anordnung des Schaltmittels im Gehäuse der Brennkraftmaschine.
- Aus der
EP 1 493 902 A1 ist eine Einrichtung zur Ventilabschaltung bekannt, bei der über eine gesteuerte Ölzufuhr die Ventilschaltung betätigt wird. Durch Verdrehen eines Steuerstücks wird dabei die Ölzufuhr geregelt. Das Verdrehen des äußeren Steuerstücks erfolgt dabei über eine Zahnstange, die mit einer am Steuerstück angeordneten Außenverzahnung in Eingriff steht. - Nachteilig ist der hohe Aufwand zum Verdrehen des Steuerstücks. Außerdem lässt sich eine Einzelabschaltung von einzelnen Ventilen schwer realisieren.
- Aus der
DE 369 394 C ist eine Hubventilsteuerung bekannt, bei der der Angriffspunkt eines Stößels am Schwinghebel durch Verdrehen einer Führungsbuchse verändert wird. Das Verdrehen der Führungsbuchse erfolgt durch Verdrehen einer Schnecke, die in ein an der Führungsbuchse angeordnetes Schneckenrad eingreift. Gemäß derEP 1 136 664 A2 erfolgt die Ventilhubabschaltung ebenfalls durch Verdrehen eines Schneckenelements durch eine Schnecke. Dabei sind auf einer Verstellwelle mehrere Schnecken zur gleichzeitigen Betätigung von mehreren Ventilen angeordnet. Entsprechend der erfolgt eine Ventilverstellung durch das Eingreifen eines Schneckenrades in eine Schnecke.US 2007/0199529 A1 - Nachteilig ist hierbei, dass über die Verstellwelle nur alle Ventile gleichzeitig verstellt werden können. Eine Einzelabschaltung von einzelnen in einer Reihe angeordneten Ventilen mit einer Verstellwelle ist mit diesem System nicht zu realisieren.
- Aus der
DE 10 2007 010 156 A1 ist ein Ventiltrieb mit einer mehrstufigen Nockenprofilgruppe bekannt, bei dem zum axialen Verschieben eines Nockenträgers sich ein Eingriffselement mit einer Kurvenkulisse in Eingriff bringen lässt. - Die
EP 1 522 683 A1 beschreibt einen Ventiltrieb, bei dem eine rotatorische Bewegung in eine translatorische Bewegung umgewandelt wird. Dabei greift zur Erzeugung der Drehbewegung ein Schneckentrieb in einen am Nockenstößel angeordneten umlaufenden Zahnkranz ein. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Schaltbetätigung eines hydraulischen Ventilspielausgleichselements zur wahlweisen Einstellung eines Maximalhubs oder eines Null- bzw. Minimalhubs an einem Ventil einer Brennkraftmaschine zu schaffen, das sich durch eine einfache Bauweise und Bedienbarkeit auszeichnet und mit der wahlweise die Abstützfunktion ein oder mehrerer in einer Reihe angeordneter Ventilspielausgleichselemente zu- oder abgeschaltet werden kann.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
- Die Zu- und Abschaltung der Stützfunktion eines hydraulischen Ventilspielausgleichselements, bei dem ein Schaltelement zum Ver- und Entriegeln des Gehäuses des Ventilspielausgleichselements gegenüber einer darin axial verschiebbar angeordneten Führung aus einem verdrehbaren und das Gehäuse umfassenden Schaltring besteht und an dem eine Anlenkung für eine Verstelleinrichtung zum Verdrehen des Schaltrings gegenüber dem Gehäuse angeordnet ist, erfolgt dadurch, dass die Anlenkung des Schaltrings des Ventilspielausgleichselements über ein als eine Kugel ausgebildetes Führungselement mit einer am Umfang einer verdrehbar gelagerten Verstellwelle angeordneten Nut in Wirkverbindung steht, die einen eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitt aufweist, dessen Enden jeweils in einen radialen Nutabschnitt übergehen, wobei durch Verdrehung der Verstellwelle der Schaltring durch das Führungselement beim Durchlaufen des Führungselements durch den eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitt zur Realisierung eines Schaltvorganges verdreht wird.
- Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass mit einfachen Mitteln und genau steuerbar der Schaltvorgang durchgeführt werden kann.
- In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen, dass mehrere in einer Reihe im Zylinderblock angeordnete Ventilspielausgleichselemente durch mehrere auf der Verstellwelle angeordnete Nuten wahlweise zu- bzw. abgeschaltet werden können. Dabei sind bei einer nacheinander durchzuführenden Zu- oder Abschaltung von mehreren in einer Reihe angeordneten Ventilspielausgleichselementen die einzelnen eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitte am Umfang der Verstellwelle zueinander versetzt angeordnet. Durch Vor- oder Zurückdrehen der Verstellwelle erfolgt eine Zu- bzw. Abschaltung der einzelnen Ventilspielausgleichselemente.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben, sie werden in der Beschreibung zusammen mit ihren Wirkungen erläutert.
- Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachfolgend an Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
-
1 : eine schematische Schnittdarstellung eines hydraulischen Ventilspielausgleichselements mit einer Verstellwelle zur Schaltbetätigung des Ventilspielausgleichselements, -
2 : eine Draufsicht gemäß1 und -
3 : eine Abwicklung der mit einem Führungselement in Verbindung stehenden Nuten der Verstellwelle. - Die erfindungsgemäße Lösung wird erläutert unter Verwendung eines an sich bekannten Ventilspielausgleichselements
1 . In der1 ist das Ventilspielausgleichselement1 mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Schaltbetätigung des Ventilspielausgleichselements1 dargestellt. Es ist aber auch selbstverständlich, dass die Erfindung auch für andere schaltbare Ventilspielausgleichselemente einsetzbar ist. - Das hydraulische Ventilspielausgleichselement
1 , das in einem nicht gezeigten und an sich bekannten Ventilsteuertrieb einer Brennkraftmaschine angeordnet ist, besteht aus einem Gehäuse4 , in dem in axialer Richtung gegenüber der Kraft einer Feder verschiebbar eine Führung3 angeordnet ist. In der Führung3 ist ein axial verschiebbarer Stützkolben2 des Ventilspielausgleichselements1 angeordnet. Das Schaltelement zur Ver- und Entriegelung des Gehäuses4 mit der darin axial beweglich angeordneten Führung3 des Ventilspielausgleichselements1 besteht aus einem mit Aussparungen versehenen verdrehbaren Schaltring5 , der in Wirkverbindung mit den in Bohrungen14 des Gehäuses4 geführten Schaltkugeln6 steht. Der Schaltring5 ist verdrehbar am Außenumfang des Gehäuses4 und zwar unterhalb der Aufnahme für die Feder derart angeordnet, dass er jeweils die Bohrungen14 im Gehäuse4 des Ventilspielausgleichselements1 überdeckt. Die Aussparungen sind an der Innenseite des Schaltrings5 angeordnet, wobei bei einer entsprechenden Stellung des Schaltrings5 die Aussparungen mit den in dem Gehäuse4 angeordneten und das Gehäuse4 radial durchdringenden Bohrungen14 fluchtend in der Lage und der Anzahl der Bohrungen übereinstimmen. Die Aussparungen haben die Form der in den Bohrungen14 verlagerbaren Schaltkugeln6 , wobei in den Aussparungen nur ein Teil des Kugelumfanges aufgenommen werden kann. Zum Verdrehen des Schaltrings5 ist dieser mit einer Anlenkung13 für eine entsprechende Verstelleinrichtung versehen. Eine Ventilabschaltung erfolgt durch Verdrehen des Schaltrings5 , wodurch die Verriegelung zwischen dem Gehäuse4 und der Führung3 aufgehoben wird. Zum Entriegeln wird der Schaltring5 soweit verdreht, dass die Bohrungen14 im Gehäuse4 mit den Aussparungen fluchtend übereinstimmen. Bei Erreichen dieser Stellung werden die Schaltkugeln6 durch die aus der Schwenkbewegung des Schlepphebels und über den Stützkolben2 auf die Führung3 übertragene Kraft aus der Nut heraus und in Richtung der Aussparung gepresst und dort aufgenommen. Die Arretierung des Gehäuses4 mit der Führung3 durch die Schaltkugeln6 wird dadurch aufgehoben. Die Führung3 , mit dem darin angeordneten Stützkolben2 , kann somit entsprechend den Schwenkbewegungen des Schlepphebels in dem Gehäuse4 axial gleiten. - Erfindungsgemäß steht zur Verdrehung des Schaltringes
5 und somit zur Schaltbetätigung des hydraulischen Ventilspielausgleichselements1 zur wahlweisen Einstellung eines Maximalhubs oder eines Nullhubs an einem Ventil einer Brennkraftmaschine die Anlenkung13 des Schaltrings5 des Ventilspielausgleichselements1 über ein Führungselement7 mit einer am Umfang einer verdrehbar gelagerten Verstellwelle9 angeordneten Nut8 in Wirkverbindung. Die Nut8 weist einen eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitt11 auf, der beim Verdrehen der Verstellwelle9 und somit beim Durchlaufen des Führungselements7 durch den Nutabschnitt11 den Schaltring5 des Ventilspielausgleichselements1 zur Realisierung eines Schaltvorganges verdreht. Der eine axiale Steigung aufweisende Nutabschnitt11 wird jeweils durch einen radialen Nutabschnitt10 begrenzt und bildet somit insgesamt die Nut8 . - Die Nut
8 kann dabei direkt am Umfang der Verstellwelle9 oder aus fertigungstechnischen Gründen auf der Oberfläche einer Buchse12 angeordnet sein. Die Buchse12 ist dabei fest mit der Verstellwelle9 verbunden. Die axiale Steigung des Nutabschnittes11 auf der Oberfläche der Verstellwelle9 bzw. der Buchse12 ist dabei so ausgebildet, dass beim Verdrehen der Verstellwelle9 und beim Durchfahren des Führungselements7 durch den Nutabschnitt11 der Schaltring5 zwischen zwei Schaltstellungen verdreht wird. - Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, das an der Anlenkung
13 des Schaltringes5 angelenkte und mit der Nut8 in Verbindung stehende Führungselement7 als Kugel auszubilden. Durch den Einsatz einer Kugel wird die Reibung zwischen der Kugel und der Nut8 verringert. - In der
2 ist eine Draufsicht der Verstellwelle9 mit mehreren daran angeordneten Buchsen12 zur Schaltbetätigung mehrerer in Reihe angeordneter Ventilspielausgleichselemente1 dargestellt, wobei zur Übersichtlichkeit nur ein Ventilspielausgleichselement1 gezeigt wird. Aus der2 kann man besonders gut die Anordnung der Nut8 erkennen, die aus den radialen Nutabschnitten10 und dem eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitt11 besteht. Wie oben beschrieben, kann die Nut8 auch direkt am Umfang der Verstellwelle9 angeordnet sein. Zur Verdrehung des Schaltringes5 und damit zur Betätigung des Ventilspielausgleichselements1 wird die Verstellwelle9 steuerbar verdreht. Die Verstellwelle9 ist in beiden Richtungen verdrehbar, wodurch ein Ver- und Entriegeln des Gehäuses4 des Ventilspielausgleichselements1 gegenüber einer darin axial verschiebbar angeordneten Führung3 realisiert wird. - Die in
2 dargestellte Anordnung dient zur Zu- oder Abschaltung von mehreren in einer Reihe angeordneten Ventilspielausgleichselementen1 für eine Zylinderreihe oder einen Zylinderblock. Dabei kann es sich hierbei um einen Vierzylinder-Reihenmotor handeln, bei dem ein, zwei oder drei Zylinder abschaltbar sind. Entsprechend der Gestaltung des Motors ist die erfindungsgemäße Lösung anwendbar. Gemäß der2 steht jeweils die Anlenkung13 eines Ventilspielausgleichselements1 über ein dazugehöriges Führungselement7 mit jeweils einer Nut8 der Verstellwelle9 bzw. der Buchse12 in Wirkverbindung. In der2 sind die einzelnen eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitte11 am Umfang der Verstellwelle9 beziehungsweise der Buchse12 zueinander versetzt angeordnet.3 zeigt eine Abwicklung der einzelnen Nuten8 , aus der die Versetzung der Nutabschnitte11 zueinander ersichtlich ist. In der3 sind außerdem die jeweiligen Stellungen der Führungselemente7 in den jeweiligen Nuten8 dargestellt. Durch die Versetzung der eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitte11 wird erreicht, dass bei einer Verdrehung der Verstellwelle9 in Richtung Ventilspielausgleichselement1 gesehen nacheinander die einzelnen Schaltringe5 des jeweiligen Ventilspielausgleichselements1 verstellt werden. - Befindet sich das Führungselement
7 des in der2 dargestellten rechts angeordneten Ventilspielausgleichselements1 am Übergang des Nutabschnittes10 zum Nutabschnitt11 – wie in3 dargestellt – durchläuft beim Verdrehen der Verstellwelle9 um einen entsprechenden Winkel das Führungselement7 des rechts angeordneten Ventilspielausgleichselements1 den Nutabschnitt11 . Dadurch wird, wie oben beschrieben, der Schaltring5 des Ventilspielausgleichselements1 verdreht, wodurch eine Abschaltung der Stützfunktion des Ventilspielausgleichselements1 erfolgt. Die Verstellwelle9 wird dabei soweit verdreht, dass das Führungselement7 den Nutabschnitt11 durchquert hat und sich nun im Eingangsbereich des anschließenden Nutabschnitts10 befindet. Die Führungselemente7 des mittleren und des linken Ventilspielausgleichselements1 haben bei dem Stellvorgang jeweils den radial angeordneten Nutabschnitt10 durchlaufen. Eine Verdrehung der jeweiligen Schaltringe5 des mittleren und des linken Ventilspielausgleichselements1 erfolgte dabei nicht. Das Führungselement7 des mittleren Ventilspielausgleichselements1 befindet sich jetzt unmittelbar vor dem Nutabschnitt11 . Durch ein weiteres Verdrehen der Verstellwelle9 in gleicher Richtung erfolgt eine Abschaltung des mittleren Ventilspielausgleichselements1 . Durch ein Verdrehen der Verstellwelle9 in entgegengesetzter Richtung wird der Schaltring5 in entgegengesetzter Richtung verdreht, wo durch das zuletzt abgeschaltete Ventilspielausgleichselement1 wieder aktiviert wird. So erfolgt mit einfachen Mitteln eine Zu- und Abschaltung der einzelnen Ventilspielausgleichselemente1 . - Die in
3 gezeigte Reihenfolge der Anordnung der einzelnen Nuten8 an den jeweiligen Buchsen12 kann je nach Bedarf unterschiedlich ausgeführt werden. Die Nuten8 können dabei beispielsweise so angeordnet sein, dass beim Verdrehen der Verstellwelle9 in gleicher Richtung zuerst das rechte, dann das linke und zum Schluss das mittlere Ventilspielausgleichselement1 abgeschaltet wird. - Es ist auch denkbar, dass drei Ventilspielausgleichselemente
1 eines Vierzylinder-Reihenmotors oder eine Zylinderbank eines V6-Motors gleichzeitig zu- oder abgeschaltet werden sollen. Dabei liegen die einzelnen eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitte11 am Umfang der Verstellwelle9 beziehungsweise der Buchse12 in gleicher axialer Ebene. - Es ist auch denkbar, dass die Nut
8 umlaufend am Umfang der Verstellwelle9 beziehungsweise der Buchse12 angeordnet ist. Dabei weist jede Nut8 neben den radialen Nutabschnitten10 auch zwei eine axiale Steigung aufweisende Nutabschnitte11 auf, wobei die Nutabschnitte11 jeweils durch einen radialen Nutabschnitt10 getrennt sind. Die Steigung der beiden Nutabschnitte11 ist entgegengerichtet angeordnet, so dass eine umlaufende Nut entsteht. Dadurch ist es möglich, die Verstellwelle9 zum Zu- und Abschalten der einzelnen Ventilspielausgleichselemente1 nur in einer Drehrichtung zu betreiben. Ein Rückschalten erfolgt nachdem vorher alle Ventilspielausgleichselemente1 abgeschaltet wurden. Bei Bedarf einer Rückschaltung kann die Abschaltung der noch nicht abgeschalteten Ventilspielausgleichselemente1 während eines Ventilspiels erfolgen.
Claims (8)
- Vorrichtung zur Schaltbetätigung eines hydraulischen Ventilspielausgleichselements (
1 ) zur wahlweisen Einstellung eines Maximalhubs oder eines Nullhubs an einem Ventil einer Brennkraftmaschine, wobei ein Schaltelement zum Ver- und Entriegeln eines Gehäuses (4 ) des Ventilspielausgleichselements (1 ) gegenüber einer darin axial verschiebbar angeordneten Führung (3 ) aus einem verdrehbaren und das Gehäuse (4 ) umfassenden Schaltring (5 ) besteht, an dem eine Anlenkung (13 ) für eine Verstelleinrichtung zum Verdrehen des Schaltrings (5 ) gegenüber dem Gehäuse (4 ) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlenkung (13 ) des Schaltrings (5 ) des Ventilspielausgleichselements (1 ) über ein als eine Kugel ausgebildetes Führungselement (7 ) mit einer am Umfang einer verdrehbar gelagerten Verstellwelle (9 ) angeordneten Nut (8 ) in Wirkverbindung steht, die einen eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitt (11 ) aufweist dessen Enden jeweils in einen radialen Nutabschnitt (10 ) übergehen, wobei durch Verdrehung der Verstellwelle (9 ) der Schaltring (5 ) durch das Führungselement (7 ) beim Durchlaufen des Führungselements (7 ) durch den eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitt (11 ) zur Realisierung eines Schaltvorganges verdreht wird. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (
8 ) auf der Verstellwelle (9 ) oder auf der Oberfläche einer Buchse (12 ) angeordnet ist, die fest mit der Verstellwelle (9 ) verbunden ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellwelle (
9 ) steuerbar in beide Drehrichtungen verdrehbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Zu- oder Abschaltung von mehreren in einer Reihe angeordneten Ventilspielausgleichselementen (
1 ) jeweils die Anlenkung (13 ) eines Ventilspielausgleichselements (1 ) über ein dazugehöriges Führungselement (7 ) mit jeweils einer Nut (8 ) der Verstellwelle (9 ) in Wirkverbindung steht. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer nacheinander durchzuführenden Zu- oder Abschaltung von mehreren in einer Reihe angeordneten Ventilspielausgleichselementen (
1 ) die einzelnen eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitte (11 ) am Umfang der Verstellwelle (9 ) oder auf der Oberfläche der Buchse (12 ) zueinander versetzt angeordnet sind. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer gleichzeitigen Zu- oder Abschaltung von mehreren in einer Reihe angeordneten Ventilspielausgleichselementen (
1 ) die einzelnen eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitte (11 ) am Umfang der Verstellwelle (9 ) oder auf der Oberfläche der Buchse (12 ) in gleicher axialer Ebene liegen. - Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch Anordnung der Versetzung der einzelnen eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitte (
11 ) die Reihenfolge der Zu- und Abschaltung der jeweiligen einzelnen in einer Reihe angeordneten Ventilspielausgleichselemente (1 ) einstellbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (
8 ) umlaufend am Umfang der Verstellwelle (9 ) oder auf der Oberfläche der Buchse (12 ) angeordnet ist, wobei jede Nut (8 ) neben den radialen Nutabschnitten (10 ) aus zwei eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitten (11 ) besteht, die jeweils durch einen radialen Nutabschnitt (10 ) getrennt sind und wo bei die Steigung der beiden eine axiale Steigung aufweisenden Nutabschnitte (11 ) entgegengerichtet angeordnet ist.
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