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DE102009006860B4 - Wälzlagerkäfig - Google Patents

Wälzlagerkäfig Download PDF

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Abstract

Ein Wälzlagerkäfig eines Wälzlagers, beinhaltend folgende Merkmale: - Der Käfig (1) umfasst zwei ringartige Umfangselemente (3, 5) zwischen denen Stegelemente (7) abzweigen, zwischen denen Wälzkörper des Wälzlagers anordenbar sind, - die Umfangselemente (3, 5) umfassen je ein ringartiges Halteelement (9, 11), - die Stegelemente (7) weisen jeweils zwei Nuten auf, in die jeweils eines der Halteelemente (9, 11) eingreift, - die Umfangselemente (3, 5) weisen je ein zu den Halteelementen (9, 11) korrespondierendes ringartiges Fixierelement (13, 15) auf, mittels dem die Stegelemente (7) an den Halteelementen (9, 11) fixiert sind und - die Fixierelemente sind als Kunststoffmantel ausgeführt, der um die Halteelemente herum gespritzt ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Wälzlagerkäfig.
  • Beispielsweise aus der DE 79 35 982 U1 ist ein Wälzlagerkäfig bekannt, der aus zwei Seitenteilen und einer Vielzahl von getrennt gefertigten und durch Schweißen oder dgl. mit den Seitenteilen verbundenen Stegteilen besteht, wobei die Stegteile zwischen sich Taschen zur Aufnahme der Wälzkörper bilden. Dabei sind die Seiten- und Stegteile aus flach- oder profilgewalztem Draht gefertigt und die Stegteile zur Bildung von Anlaufflächen für die Wälzkörper angeprägt.
  • Aus der DE 923 583 B ist bekannt, einen Käfig aus Stegelemente mit Fortsätzen aufzubauen, die in entsprechende Ausnehmungen eines Seitenelements eingreifen. Zur Fixierung der Stegelemente an den Seitenelementen wird ein weiterer Ring, beispielsweise aus Draht radial außerhalb der Seitenelemente angeordnet, so dass die Fortsätze der Stegelemente in den Ausnehmungen der Seitenelemente fixiert werden.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen verbesserten Wälzlagerkäfig zu schaffen, der insbesondere einfach und damit kostengünstig herstellbar ist.
  • Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
  • Gemäß Anspruch 1 beinhaltet ein Wälzlagerkäfig folgende Merkmale:
    • – Wälzlagerkäfig eines Wälzlagers, beinhaltend folgende Merkmale:
    • – Der Käfig (1) umfasst zwei ringartige Umfangselemente (3, 5) zwischen denen Stegelemente (7) abzweigen, zwischen denen Wälzkörper des Wälzlagers anordenbar sind,
    • – die Umfangselemente (3, 5) umfassen je ein ringartiges Halteelement (9, 11),
    • – die Stegelemente (7) weisen jeweils zwei Nuten auf, in die jeweils eines der Halteelemente (9, 11) eingreift.
    • – die Umfangselemente (3, 5) weisen je ein zu den Halteelementen (9, 11) korrespondierendes ringartiges Fixierelement (13, 15) auf, mittels dem die Stegelemente (7) an den Halteelementen (9, 11) fixiert sind und
    • – die Fixierelemente sind als Kunststoffmantel ausgeführt, der um die Halteelemente herum gespritzt ist.
  • Ein Käfig des beanspruchten Aufbaus ist besonders einfach und kostengünstig herstellbar. Durch die Verwendung der ringartigen Halteelemente lassen sich die Stegelemente einfach in Kontakt bringen und daraufhin mit den ringartig ausgebildeten Fixierelementen an den Halteelementen fixieren, so dass ein stabiler Wälzlagerkäfig entsteht. Im Vergleich zu bekannten Herstellungsmethoden für Wälzlagerkäfige, bei denen beispielsweise ein Käfig aus einem hohlzylinderartigen Rohling herausgearbeitet wird, bietet der Wälzlagerkäfig gemäß der Erfindung den Vorteil, dass praktisch kein Materialabfall durch das Herausarbeiten insbesondere der Käfigtaschen entsteht. Insofern ergibt sich somit insbesondere ein Vorteil durch eine Materialeinsparung. Durch die Nuten lässt sich bereits vor Montage der Fixierelemente ein vergleichsweise stabiler Wälzlagerkäfig aufbauen, bei dem die Stegelemente bereits in ihrer endgültigen Position sicher an den Halteelementen befestigt sind. Im unbelasteten Zustand ist der Wälzlagerkäfig somit bereits einigermaßen stabil. Die Fixierelemente dienen letztlich noch dazu, den Wälzlagerkäfig auch für beanspruchte Situationen, also im montierten Wälzlager mit Wälzkörpern zu stabilisieren.
  • In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist jedes der Fixierelemente einstückig ausgebildet. Dies bietet insbesondere den Vorteil einer aufwandsarmen Montage des mehrstückigen Wälzlagerkäfigs. So ist es nicht erforderlich, in diesem Fall jede Verbindungsstelle zwischen den Stegelementen und den Halteelementen einzeln mittels Fixierelementen zu fixieren. Das Einlegen zweier Fixierelemente, die jeweils einstückig ausgebildet sind, kann in zwei separaten, oder in einem Arbeitsgang erfolgen.
  • Vorteilhaft ist eine Ausgestaltung der Erfindung derart, dass die Nuten in radialer Richtung außen an den Stegelementen ausgebildet sind und die Halteelemente derart angeordnet sind, dass sie bezüglich der radialen Richtung von außen in die Nuten der Stegelemente eingreifen. In dieser Anordnung wird eine besonders einfache Methode der Fixierung der Stegelemente an den Halteelementen mittels der Fixierelemente erreicht. Aufgrund der relativen Anordnung der Stegelemente und der Halteelemente können erstere nur bezüglich der radialen Richtung nach innen von den Halteelementen gelöst werden. In dieser Richtung werden sie allerdings durch die innenseitig angeordneten Fixierelemente in ihrer Position gehalten. Folglich korrespondieren in radialer Richtung die Fixierelemente und die Halteelemente von innen nach außen miteinander, wobei die Stegelemente zwischen den Fixierelementen und den Halteelementen liegen.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
  • 1 in perspektivischer Ansicht eine erste Ausführungsform eines Zylinderrollenlagerkäfigs,
  • 2a in perspektivischer Ansicht eine weitere Ausführungsform eines zusammengesetzten Zylinderrollenlagerkäfigs und
  • 2b eine Schnittansicht des in 2a dargestellten Zylinderrollenlagerkäfigs.
  • Die 1 zeigt als ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung einen Zylinderrollenlagerkäfig ausschnittsweise in perspektivischer Ansicht. Der Zylinderrollenlagerkäfig 1 weist zwei Umfangselemente 3 und 5 auf. Zwischen den Umfangselementen 3 und 5 erstrecken sich entlang des Umfangs in regelmäßigen Abständen Stegelemente 7. Durch die Stegelemente 7 werden Aufnahmetaschen für Zylinderrollen gebildet, wobei die Zylinderrollen hier nicht dargestellt sind. Die Stegelemente 7 sind bevorzugt derart ausgebildet, dass an ihren Seitenflächen Anlaufflächen für die Zylinderrollen ausgebildet sind. Die Umfangselemente 3 und 5 bestehen jeweils aus einem ringartigen Halteelement 9 bzw. 11, das jeweils von einem Kunststoffmantel 13 bzw. 15 umhüllt ist. Zur besseren Übersicht ist der Kunststoffmantel 13 bzw. 15 nur teilweise dargestellt, damit in der 1 die Halteelemente 9 bzw. 11 sichtbar sind. Jedes der Stegelemente 7 weist zwei endseitig angeordnete Nuten auf, in die jeweils eines der Halteelemente 9 bzw. 11 eingreift. Die Stegelemente 7 lassen sich derart auf den Halteelementen 9 und 11 vormontieren, so dass ein im unbelasteten Zustand stabiler Zylinderrollenlagerkäfig 1 entsteht. Hiernach werden die Halteelemente 9 und 11 mit Kunststoff umspritzt, so dass der Kunststoffmantel 13 bzw. 15 entsteht. Durch den Kunststoffmantel 13 bzw. 15 werden die Stegelemente 7 positionsfest an den Halteelementen 9 bzw. 11 fixiert, so dass der hiernach fertige Zylinderrollenlagerkäfig 1 einsatzbereit zur Verfügung steht. Die Verbindungsstellen der Stegelemente 7 mit den Halteelementen 9 und 11 sind dabei von den Kunststoffmänteln 13 bzw. 15 vollständig umschlossen.
  • In der 2a ist ein alternatives Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Der entsprechende Zylinderrollenlagerkäfig 101 weist wiederum Umfangselemente 103 und 105 auf, die analog zu dem Ausführungsbeispiel der 1 mit Stegelementen 107 verbunden sind. Jedes der Umfangselemente 103 und 105 weist ein Halteelement 109 bzw. 111 auf. Die Stegelemente 107 weisen jeweils zwei endseitig angeordnete Nuten auf, in die jeweils eines der Halteelemente 109 bzw. 111 eingreift. Zur Fixierung der Stegelemente 107 an den Halteelementen 109 und 111 sind Fixierelemente 113 und 115 in radialer Richtung innenseitig angeordnet. Sie weisen jeweils eine Nut 117 bzw. 119 auf, in die die Halteelemente 109 bzw. 111 eingreifen. Im Bereich der Stegelemente 107 weisen die Fixierelemente 113 bzw. 115 taschenartige Ausformungen auf 121 auf, in denen die Stegelemente 107 aufgenommen sind. Die Fixierelemente 113 und 115 dienen somit zur sicheren Fixierung der Stegelemente 107 an den Halteelementen 109 bzw. 111. Die Fixierelemente 113 bzw. 115 sind aufgrund der nutartigen Verbindung ihrerseits an den Halteelementen 109 bzw. 111 verrutschsicher fixiert.
  • Die Fixierelemente 113 bzw. 115 lassen sich analog zur Ausführungsform der 1 aus Kunststoff ausführen und nach Montage der Stegelemente 107 an den Halteelementen 109 bzw. 111 aufspritzen. Alternativ lassen sich die Fixierelemente 113 und 115 bereits vorfertigen und nach der Montage der Stegelemente 107 an den Halteelementen 109 bzw. 111 von innen her in die Anordnung einbringen. In diesem Fall weisen die Fixierelemente 113 bzw. 115 bevorzugt eine Unterbrechung auf, so dass sie vom Radius her zur Montage kurzzeitig verkleinerbar sind. In diesem Fall lassen sie sich sowohl aus Kunststoff als auch aus metallischen Materialien ausführen.
  • Ebenfalls ist es möglich, zunächst die Stegelemente 107 in die vorgefertigten Fixierelemente 113 und 115 einzulegen und so den Zylinderrollenlagerkäfig 101 vorzumontieren. Zur Sicherung werden dann die Halteelemente 109 und 111 eingesetzt, wodurch der Zylinderrollenlagerkäfig 101 seine endgültige Stabilität erhält. Die Haltelemente 109 und 111 sind in dieser Ausführung bevorzugt als Sprengringe ausgeführt, so dass eine einfache Montage möglich ist.
  • In der 2b ist ein Querschnitt durch eines der Stegelemente 107 der Ausführungsform der 2a dargestellt. An den seitlichen Enden 151 und 152 des Stegelements 107 greifen die Halteelemente 109 bzw. 111 in entsprechend ausgeformte Nuten in das Stegelement 107 ein. Durch den Abstand der Nuten des Stegelements 107 ist somit der Abstand der Halteelemente 109 und 111 und damit die axiale Ausdehnung des Wälzlagerkäfigs festgelegt. In der dargestellten Ansicht sind ebenfalls teilsweise die Fixierelemente 113 bzw. 115 im Bereich der taschenartigen Ausformungen 121 zu sehen. Hier ist gut zu erkennen, wie die Fixierelemente 113 und 115 im Bereich der taschenartigen Ausformungen 121 die Stegelemente 107 gegenüber den Halteelementen 109 und 111 fixieren, so dass ein stabiler Wälzlagerkäfig entsteht.
  • In den Ausführungen der 1 sowie 2a und 2b lassen sich die Halteelemente 9 bzw. 11, und 109 bzw. 111 beispielsweise als herkömmliche Sprengringe ausführen. Zur zusätzlichen Sicherung der Stegelemente 7 bzw. 107 mit den jeweiligen Halteelementen 9, 11 bzw. 109, 111 ist auch ein Verschweißen möglich.
  • Zur Herstellung der in den 1 bis 2b dargestellten Ausführungsformen lassen sich beispielsweise die Stegelemente 7 und 107 durch Ablängen von entsprechend ausgeformtem Stangenmaterial auf einfache und kostengünstige Weise herstellen. Nach einer Grundmontage der Stegelemente auf den ringförmigen Halteelementen lassen sich die Fixierelemente auf einfache Art und Weise von innen auf den entsprechenden Halteelementen anbringen, so dass die Stegelemente gegen Verrutschen und Herabfallen gesichert sind.
  • Die beschriebenen Ausführungsbeispiele haben jeweils mögliche Ausgestaltungen der Erfindung gezeigt. Dabei lagen die Fixierelemente jeweils bezüglich der radialen Richtung außerhalb des durch die Mittelpunkte der Wälzkörper gebildeten Rollenkreises. In alternativen Ausführungsformen der Erfindung ist es ebenfalls möglich, den Aufbau der beanspruchten Wälzlagerkäfige in radialer Richtung umgekehrt zu gestalten. In diesem Fall wären die Halteelemente und die Fixierelemente in radialer umgekehrter Anordnung bezüglich der Stegelemente angeordnet. Somit lägen in diesen Fällen die Fixierelemente jeweils innerhalb des Rollenkreises, wie es bei am Innenring des Wälzlagers geführten Käfigen bekannt ist.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Zylinderrollenlagerkäfig
    3, 5
    Umfangselemente
    7
    Stegelemente
    9, 11
    Halteelement
    13, 15
    Kunststoffmantel
    101
    Zylinderrollenlagerkäfig
    103, 105
    Umfangselemente
    107
    Stegelemente
    109, 111
    Halteelemente
    113, 115
    Fixierelemente
    117, 119
    Nuten
    151, 152
    seitliche Enden

Claims (6)

  1. Wälzlagerkäfig eines Wälzlagers, beinhaltend folgende Merkmale: – Der Käfig (1) umfasst zwei ringartige Umfangselemente (3, 5) zwischen denen Stegelemente (7) abzweigen, zwischen denen Wälzkörper des Wälzlagers anordenbar sind, – die Umfangselemente (3, 5) umfassen je ein ringartiges Halteelement (9, 11), – die Stegelemente (7) weisen jeweils zwei Nuten auf, in die jeweils eines der Halteelemente (9, 11) eingreift. – die Umfangselemente (3, 5) weisen je ein zu den Halteelementen (9, 11) korrespondierendes ringartiges Fixierelement (13, 15) auf, mittels dem die Stegelemente (7) an den Halteelementen (9, 11) fixiert sind und – die Fixierelemente sind als Kunststoffmantel ausgeführt, der um die Halteelemente herum gespritzt ist.
  2. Wälzlagerkäfig nach Anspruch 1, wobei die Stegelemente (7) entlang des Umfangs der Halteelemente (9, 11) regelmäßig beabstandet angeordnet sind.
  3. Wälzlagerkäfig nach Anspruch 1 oder 2, wobei jedes der Fixierelemente (13, 15) einstückig ausgebildet ist.
  4. Wälzlagerkäfig nach einem der obigen Ansprüche, wobei die Nuten in radialer Richtung außen an den Stegelementen (7) ausgebildet sind und die Halteelemente (9, 11) derart angeordnet sind, dass sie bezüglich der radialen Richtung von außen in die Nuten der Stegelemente (7) eingreifen.
  5. Wälzlagerkäfig nach einem der obigen Ansprüche, wobei die Fixierelemente (13, 15) als Kunststoffspritzteil ausgeführt sind.
  6. Wälzlagerkäfig nach einem der obigen Ansprüche, wobei die Verbindungsstellen der Stegelemente (7) mit den Halteelementen (9, 11) vollständig von den Kunststoffmänteln (13, 15) umschlossen sind.
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