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Die
Erfindung betrifft einen multifunktionalen Noten- und/oder Instrumentenkoffer
mit einem Kofferboden, zumindest vier Kofferseitenwandungen und
einem Kofferdeckel und zumindest einer Einrichtung zum Aufstellen
des Noten- und/oder Instrumentenkoffers.
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Notenkoffer
werden üblicherweise zum Transport von Noten verwendet,
beispielsweise von den Musikern einer Kapelle. Bei Auftreten der
Kapelle stellt sich häufig das Problem, einen Platz für
die zahlreichen Notenkoffer auf oder neben der Bühne zu
finden.
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Aus
der
GB 2 370 981 A1 ist
ein Behältnis bekannt, das zu einem selbststehenden Notenständer
umgestaltet werden kann. Ansonsten dient dieses zur Aufbewahrung
von Noten und zum Transport von diesen.
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Für
den Bereich eines Instrumentenkoffers schlägt die
DE 83 05 831 U1 vor,
dass der Kofferboden und der Kofferdeckel längs einer zur
Gelenkachse senkrechten Teilungsebene in je zwei Hälften
teilbar sind und dass zwei beim Transport einander gegenüberliegende
Boden- und Deckelhälften in einer Ständerstellung
voneinander getrennt an die breiten Außenwände
der ungetrennten Kofferhälfte anlegbar sind. Durch das
Anlegen der getrennten Kofferhälften an die ungetrennten
Kofferhälften erhält der Instrumentenkoffer eine
große Standfläche, so dass er auf der Bühne
stehen kann. Da die ungetrennte Kofferhälfte nach oben
offen ist, kann das Musikinstrument, wie beispielsweise eine Gitarre,
während der Nichtbenutzung auf der Bühne in dem
Koffer abgestellt werden.
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Die
US 3,637,070 A offenbart
die Kombination eines Instrumentenkoffers und eines Ständers
für eine Trompete. In dem Instrumentenkoffer sind Aufnahmen
für Trompeten und an dem Deckel des Instrumentenkoffers
sind Befestigungseinrichtungen angeordnet, an denen je eine Halterung
zum Aufstellen einer Trompete angeordnet werden kann.
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Gerade
dann, wenn wenig Platz auf einer Bühne zur Verfügung
steht, wäre es für die Musiker wünschenswert,
die Möglichkeit einer Platzoptimierung der mitzuführenden
Gegenstände zu erhalten, insbesondere auch bezüglich
des Notenkoffers.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen multifunktionalen
Noten- und/oder Instrumentenkoffer nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 dahingehend weiterzubilden, dass dieser einen noch größeren
Nutzen für seinen Verwender bietet im Vergleich zu den
in der
DE 83 05 831
U1 und in der
US
3,637,070 A beschriebenen Noten- bzw. Instrumentenkoffern.
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Die
Aufgabe wird durch einen multifunktionalen Noten- und/oder Instrumentenkoffer
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass zumindest
ein Notenständer fest an dem Koffer angeordnet und an diesem
herausteleskopierbar, ausfaltbar, ausklappbar oder ausfahrbar befestigt
ist. Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
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Dadurch
wird ein multifunktionaler Noten- und/oder Instrumentenkoffer geschaffen,
der zugleich als Notenständer dient, so dass hier weiterer Platz
auf der Bühne geschaffen werden kann, da zusätzliche
Notenständer entfallen können. Der Notenständer
wird lediglich aus dem insbesondere Notenkoffer und/oder dem Instrumentenkoffer
ausgefahren oder ausgeklappt bzw. ausgefaltet. Insbesondere ist er
teleskopartig ausfahrbar an dem Koffer befestigt. Ferner besteht
auch nicht mehr die Gefahr, den Notenständer für
einen Auftritt zu vergessen, da dieser bereits an dem multifunktionalen
Noten- und/oder Instrumentenkoffer fest montiert ist und somit zusammen
mit den Notenblättern oder Notenheften mitgeführt
werden kann.
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Vorteilhaft
ist der Notenständer in einem Seitenfach oder auf der Außenseite
in einem Außenfach des Noten- und/oder Instrumentenkoffers
angeordnet. Grundsätzlich ist es ebenfalls möglich,
den Notenständer in einem inneren Fach des Koffers anzuordnen,
wobei in diesem Falle der Kofferdeckel während des Auftritts
offen stehen bleibt, wenn der Notenständer aus dem Inneren
des Noten- und/oder Instrumentenkoffers herausgefahren oder herausgeklappt
ist. Soll der Koffer während einer Aufführung unter
Verwendung des Notenständers geschlossen bleiben, eignet
sich eher eine Anordnung des Notenständers in einem Seiten-
oder Außenfach des Koffers. Eine größere
Stabilität bei ausgeklapptem Notenständer kann
gegebenenfalls jedoch bei Anordnen desselben in einem Innenfach
und Herausklappen oder Herausfahren aus diesem geschaffen werden,
da der Schwerpunkt dann über dem Boden des Noten- und/oder
Instrumentenkoffers liegt. Die Anordnung des Notenständers
kann vorteilhaft anwendungsspezifisch gewählt werden. Grundsätzlich
ist es sogar möglich, einen Notenständer aus dem
Inneren des Koffers nach außen herauszuklappen und trotz
der Anordnung des Notenständers im Transportzustand im
Inneren des Koffers nach dem Ausklappen von diesem eine Anordnung
im äußeren Bereich des Koffers vorzusehen.
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Vorteilhaft
ist ein Notenpult oder eine Auflagefläche des Notenständers
zum Aufstellen von Notenblättern oder Notenheften seitlich
in einem vorgebbaren Winkel ausklappbar oder ausfahrbar an diesem
befestigt. Der Winkel kann dabei vorteilhaft variabel gewählt
werden, wobei ein Feststellen des Notenpultes oder der Auflagefläche
in dem gewählten Winkel vorteilhaft ebenfalls möglich
ist.
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Um
ein Verrasten des Notenständers und/oder des Notenpultes
und/oder der Auflagefläche in der vorgebbaren oder eingenommenen
bzw. eingestellten oder wählbaren Position vornehmen zu können,
ist vorteilhaft eine Rasteinrichtung vorgesehen. Hierbei können
beliebige Positionen verrastet werden oder vorgegebene Positionen,
beispielsweise durch eine vorgegebene Stufung von Nuten, in die entsprechende
Elemente eingreifen zum Verrasten der jeweiligen Position.
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Als
weiter vorteilhaft erweist es sich, eine Einrichtung zum Aufnehmen
eines Trinkgefäßes in und/oder an dem Koffer vorzusehen.
Insbesondere für Spieler von Blasinstrumenten ist es wichtig,
während eines Auftritts ein Getränk in der Nähe
zu haben, um zwischendurch trinken zu können. Hier erweist
es sich daher als besonders vorteilhaft, wenn bereits der Noten-
und/oder Instrumentenkoffer mit einer entsprechenden Halterung zum
Aufnehmen eines Trinkgefäßes versehen ist, so
dass auch kein Verschütten oder Umkippen des Getränks
zu befürchten steht. Die Halterung kann zur Aufnahme eines
Glases oder auch einer ganzen Flasche dimensioniert sein. Ggf. können
auch unterschiedliche Halterungen auswechselbar vorgesehen sein
und/oder die Halterung anwendungsspezifisch umgestaltbar ausgebildet
sein, z. B. durch Auseinanderziehen bzw. Zusammenschieben eines
Halterings der Halterung, wodurch eine Anpassung an unterschiedliche Außendurchmesser
einer Flasche und eines Glases erzielt werden kann.
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Weiter
vorteilhaft ist ein Fach zur Aufnahme einer Rolle vorgesehen, wobei
auf der Rolle zumindest eine Stoffbahn aufgewickelt ist. Die Stoffbahn
ist vorteilhaft abwickebar bzw. ausziehbar auf der Rolle befestigt
und mit einer Befestigungseinrichtung zum Befestigen an dem Notenständer
versehen. Die auf der Rolle aufgewickelte Stoffbahn kann somit von dieser
abgezogen, also entrollt, und wieder auf diese aufgerollt werden. Über
die Befestigungseinrichtung kann die Stoffbahn an dem Notenständer
befestigt, insbesondere bei dessen Herausziehen aus seinem Aufbewahrungsfach
direkt mit entrollt bzw. von der Rolle abgewickelt werden. Insbesondere
ist die Stoffbahn mit einem Logo, einem Emblem und/oder Schriftzug
einer Musikkapelle bedruckt oder bedruckbar oder versehen, so dass
zum Publikum gewandt dieser Aufdruck zu sehen ist. Es ist somit
nicht erforderlich, ein zusätzliches Plakat im Bereich
der Bühne aufzuhängen, um den Namen der spielenden
Kapelle bzw. Künstler für das Publikum ersichtlich
zu machen. Vielmehr führt die Musikkapelle ihr Emblem bzw.
ihren Schriftzug in dem Noten- und/oder Instrumentenkoffer bereits
selbst mit sich, so dass derartige zusätzliche Plakate
an der Bühne entfallen können. Beispielsweise
können die Noten- und/oder Instrumentenkoffer der einzelnen
Mitglieder der Musikkapelle auch nur Teile des Schriftzugs oder
des Emblems auf der jeweils abwickelbaren bzw. entrollbaren Stoffbahn
zeigen, so dass durch das Nebeneinanderstellen der einzelnen Noten-
und/oder Instrumentenkoffer und das jeweilige Abwickeln bzw. Entrollen
der Stoffbahn der Gesamtname der Musikkapelle gezeigt wird bzw.
das Gesamtemblem von dieser. Unter der Stoffbahn wird hier nicht
nur ein Gewebe, Gelege oder sonstiges Textil verstanden, sondern auch
beispielsweise eine Kunststofffolie oder eine Metallfolie, die entsprechend
mit einem Aufdruck bzw. Schriftzug und/oder Emblem versehen und
aus dem Fach herausgezogen bzw. ausgerollt werden kann. Grundsätzlich
kann die Stoffbahn auch als eine Art Jalousie aus mehreren Lamellen
ausgebildet sein, sofern dies gewünscht wird, die sich
aus dem Fach herausfalten lassen.
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Zum
Zurückziehen der Stoffbahn in den Noten- und/oder Instrumentenkoffer
hinein bzw. Aufrollen des Stoffes auf der Rolle ist vorteilhaft
eine Rückzugseinrichtung, insbesondere ein Federrückzug vorgesehen.
Grundsätzlich ist auch eine beliebige andere Einrichtung
möglich, durch die die abgewickelte oder entfaltete Stoffbahn
wieder in den Noten- und/oder Instrumentenkoffer zurückbewegt
werden kann. Neben mechanischen Rückzugseinrichtungen sind
hier auch elektrische möglich.
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Vorteilhaft
ist das Fach zur Aufnahme der Rolle im äußeren
Bereich des Koffers vorgesehen. Hierdurch wird der Innenraum des
Koffers nicht unnötig eingeschränkt. Da die abgewickelte
Stoffbahn zumeist auf der Außenseite des Noten- und/oder
Instrumentenkoffers angeordnet werden soll, eignet sich entsprechend
auch die Aufnahme von dieser im äußeren Bereich
des Koffers.
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Das
Vorsehen von zumindest zwei Rollen an der Unterseite des Koffers
zum Rollfähigmachen von diesem, erweist sich ebenfalls
als sehr vorteilhaft, da der Koffer dann nach Art eines Trolleys
hinter dem Verwender hergezogen werden kann. Gerade bei schweren
Gegenständen, die sich in oder an dem Koffer befinden,
wird dies vom Verwender als sehr angenehm empfunden. Die Rollen
können ausfahrbar oder ausklappbar an dem Koffer befestigt
sein. Auch ist natürlich eine starre Anbringung in einer gleich
bleibenden Position der Rollen möglich. Die Rollen sind
insbesondere an nur einer Seite des Koffers vorgesehen. Anstelle
von nur zwei Rollen können auch beispielsweise vier Rollen
an jeder der Ecken des Koffers angeordnet sein. Die Rollen können über
die Oberfläche zumindest einer Kofferseitenwandung vorstehen.
Hierdurch ist ein Rollen über diese jeweilige Kofferseite
möglich. Als besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn
die Rollen so in Ausnehmungen oder Aussparungen des Koffers angeordnet
oder anordbar sind, dass beim normalen Abstellen des Koffers auf
einem Boden sich diese in der jeweiligen Ausnehmung oder Aussparung
befinden und lediglich beim Ankippen des Koffers in eine Position,
in der es möglich sein soll, ihn nach Art eines Trolleys
zu rollen, sich in einer Rollposition für den Koffer befinden.
Beispielsweise können die Rollen daher im Bereich einer
Seitenwandung des Koffers etwas über die Oberfläche
der Seitenwandung vorstehen, im Bodenbereich des Koffers jedoch
versenkt in entsprechende Ausnehmungen bzw. Aussparungen angeordnet
sein. Wird der Koffer dann schräg angestellt, kommen die
Rollen in Eingriff mit dem Untergrund, auf dem der Koffer angeordnet
ist, und der Koffer kann nach Art eines Trolleys bewegt werden.
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Um
den Koffer hinter sich herziehen zu können, ist vorteilhaft
zumindest ein Griffbügel zum Angreifen bzw. zum Ziehen
und/oder Tragen des Koffers an diesem angeordnet. Dieser ist, wie
bei bekannten Trolleys, vorteilhaft ausziehbar, teleskopierbar oder
ausklappbar an dem Koffer angeordnet. Grundsätzlich ist
es ebenfalls möglich, einen nicht ausfahrbaren starren
Griffbügel, insbesondere auch als zusätzlichen
Griffbügel zum Tragen an dem Koffer anzuordnen.
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Die
Einrichtung zum Aufstellen des Koffers umfasst vorteilhaft zumindest
zwei Standfüße, die ausklappbar, ausziehbar oder
ausfahrbar an dem Koffer angeordnet sind. Hierdurch stören
die Standfüße nicht, solange der Koffer getragen
oder auf vorgesehenen Rollen hinter dem Verwender hergezogen wird.
Erst in dem Moment, in dem der Koffer aufgestellt und beispielsweise
der Notenständer ausgeklappt wird, werden die Standfüße
zum Stabilisieren der stehenden Position des Koffers ausgeklappt, ausgezogen
oder ausgefahren. Dies kann sogar automatisch beim Herausziehen
und Ausklappen des Notenständers erfolgen, um ein Umkippen
des Koffers zu vermeiden. Insbesondere können zumindest drei
Standfüße sternförmig ausgeklappt, ausgezogen oder
ausgefahren werden. Durch das Ausklappen oder Ausfahren der Standfüße
ist ein Halt in jeglicher Richtung möglich, so dass auch
ein versehentliches Gegenstoßen gegen den ausgeklappten
Notenständer den Stand des Koffers nicht gefährdet.
Um einen besonders guten Stand für den Koffer zu gewähren, sind
die Standfüße besonders vorteilhaft im Bereich der
oder an den Ecken des Koffers angeordnet, so dass eine große
Fläche von den Standfüßen übergriffen
wird, wodurch die Standfestigkeit des Koffers zunimmt.
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Vorteilhaft
ist ebenfalls eine Einrichtung zum Zurückziehen bzw. Einklappen
der Standfüße vorgesehen. Beispielsweise kann
durch Betätigen eines Hebels oder Knopfes einerseits eine
Arretierung der ausgefahrenen, ausgeklappten oder ausgezogenen Standfüße
und andererseits zum Transport des Koffers nachfolgend wieder ein
Lösen der Arretierung der Standfüße und
gegebenenfalls sogar ein selbständiges Zurückziehen
in eine entsprechende Aufnahme in den Koffer hinein erzielt werden.
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Ferner
kann zumindest ein Band zum Befestigen eines Instrumentenkoffers
oder von anderen Gegenständen auf der Außenseite
des Koffers vorgesehen sein. Insbesondere kann zumindest ein Band
zwischen dem Kofferdeckel und dem Griffbügel zum Befestigen
eines kleineren Instrumentenkoffers angeordnet sein. Grundsätzlich
ist es ebenso möglich, eine Griffschlaufe zum Ziehen des
Koffers und/oder zum Befestigen beispielsweise eines weiteren Koffers,
insbesondere Instrumentenkoffers, vorzusehen. Beispielsweise können
Gummibänder als solche Bänder vorgesehen sein.
Für den Transport können durch solche Bänder
beispielsweise auch Zusatzeinrichtungen, wie Reinigungseinrichtungen etc.
lösbar an dem Koffer befestigt werden. Auch bei der Verwendung
mehrerer Instrumente kann bei abgestelltem Noten- und/oder Instrumentenkoffer
das jeweils nicht verwendete Instrument durch ein solches Band an
dem Koffer sicher gehalten werden. Ebenfalls ist auch eine andere
Art einer Halte- oder Aufnahmeeinrichtung möglich, die
an dem Koffer vorgesehen ist zur Aufnahme eines Instrumentenkoffers,
eines Instruments oder anderer Gegenstände, die vorübergehend
bei abgestelltem Koffer und/oder beim Transport an diesem gehalten
werden sollen.
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Vorteilhaft
sind im Inneren eines Notenkoffers mehrere Fächer zum Einfügen
von Notenheften, jedoch ggf. auch weiteren Gegenständen
vorgesehen. Der Koffer kann somit auf seiner Innenseite mit entsprechenden
Einrichtungen zum Halten von Gegenständen bzw. zu deren
sicherer und geschützter Aufnahme versehen sein, wobei
die einzelnen Fächer beispielsweise auch entnehmbar ausgebildet sein
können, um diese gegen andere auszutauschen. Beispielsweise
kann der Verwender Noten für eine Aufführung in
einem Fach oder Fächern lagern und die für eine
andere Aufführung in einem oder mehreren anderen und die
für die jeweilige Aufführung benötigten
in den Koffer einfügen und die nicht benötigten
gut verstaut in den Fächern zu Hause oder in einem Vereinsheim
aufbewahren und braucht daher nicht immer alle Fächer zu
jeder Aufführung mitzunehmen bzw. kann die nicht benötigten
Notenblätter und Notenhefte geordnet und ordentlich verstaut
in den aus dem Koffer entnehmbaren Fächern lagern. Die
Fächer können ferner ein Vorfach zum Einfügen
eines insbesondere austauchbaren Beschriftungsschildes aufweisen,
so dass bereits von außen der Inhalt des austauchbaren
Faches und des Eigentümers kenntlich gemacht werden kann.
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Der
Kofferdeckel kann zumindest ein Fach auf seiner Innenseite aufweisen,
in das Gegenstände einfügbar bzw. in diesem ablegbar
und bei geöffnetem Kofferdeckel von außen zugänglich
sind. In das Fach können insbesondere im geöffneten
Zustand des Koffers, wobei das Fach dann auf die Außenseite des
Koffers geklappt ist, Gegenstände eingefügt bzw. in
diesem abgelegt werden.
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Der
Noten- und/oder Instrumentenkoffer selbst besteht vorteilhaft aus
einem stabilen Material, wie insbesondere Leder, Metall, Kunststoff,
Stoff, wobei ein Mischung verschiedener Materialien möglich ist,
wie bei bekannten Koffern üblich, die z. B. einen Metallrahmen
aufweisen, der leder- und/oder stoffbezogen ist. Im Innern können
die Fächer aus einem geeigneten Material, wie insbesondere
Leder, Kunststoff und/oder einem geeigneten Stoffmaterial, bestehen.
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Zur
näheren Erläuterung der Erfindung wird im Folgenden
ein Ausführungsbeispiel von dieser näher anhand
der Zeichnung beschrieben. Diese zeigt in:
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1 eine
perspektivische Prinzipskizze einer Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen multifunktionalen Notenkoffers.
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines multifunktionalen Notenkoffers 1.
Dieser weist vier Seitenwandungen 2, 3, 4, 5,
einen Kofferboden 6 und einen Kofferdeckel 7 auf.
Der Kofferdeckel ist in 1 lediglich einteilig ausgebildet.
Es kann jedoch auch eine Ausführungsform mit beispielsweise
zwei gegeneinander klappenden Deckeln, wie bei Pilotenkoffern bekannt,
vorgesehen werden.
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Im
Inneren des Notenkoffers sind zwei Innenwandungen 8, 9 angeordnet,
die Fächer 10, 11, 12 abtrennen.
In dem schmalen Fach 11 können beispielsweise
Notenblätter untergebracht werden und in den Fächern 10 und 12 andere
Notenhefte oder andere Gegenstände. Es können
auch zusätzliche Halteeinrichtungen im Inneren des Noten-
und/oder Instrumentenkoffers vorgesehen werden, um weitere Gegenstände
im Innern des Koffers zu halten, die in 1 jedoch
nicht zu sehen sind.
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Auf
der Außenseite der Seitenwandung 4 ist ein Trinkgefäßhalter 13 vorgesehen,
zum Hineinstellen eines Trinkgefäßes, beispielsweise
während einer Aufführung, damit der Spieler des
Instruments eine sichere Aufbewahrungsmöglichkeit für
einen Getränkebecher oder eine Getränkeflasche
am Koffer hat. Neben der dargestellten Ausführung des Halters 13 sind
auch beliebige andere Formen möglich, insbesondere auch
eine Ausführungsform, bei der ein umgreifendes Element
des Halters verstellbar und damit auf den Umfang des Trinkgefäßes
anpassbar ausgebildet ist. Der Trinkgefäßhalter 13 kann starr
an dem Notenkoffer angeordnet sein oder ausklappbar oder ausfahrbar, ähnlich
wie dies bei den sog. Cupholdern in Fahrzeugen bekannt ist. Der Trinkgefäßhalter
kann dabei in der Seitenwandung und/oder einem entsprechend vorgesehen
Fach gelagert und aus diesem herausgeklappt, herausgefahren oder
in anderer Weise aus diesem entfaltet oder entnommen werden.
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Im
Bereich des Kofferbodens 6 sind in jeder der Ecken 14, 15, 16, 17 Standfüße 18, 19 angeordnet.
Der Unterschied zwischen den beiden Standfüßen 18 und 19 ist
der, dass die Standfüße 18, die in den
Ecken 14 und 15 angeordnet sind, klappbar ausgebildet
sind, wohingegen die beiden Standfüße 19 in
den Ecken 16 und 17 teleskopierbar ausgebildet sind
(der Standfuß 19 und die untere Ecke 17 sind
in 1 nicht zu sehen). Die Klappbarkeit wird durch die
beiden Pfeile 20, 21 und die Teleskopierbarkeit durch
den Pfeil 22 angedeutet. Solange der Koffer nicht aufgestellt
wird, können die beiden Standfüße 18 in
die beiden Seitenwandungen 2, 4 eingeklappt werden.
Die beiden teleskopierbaren Standfüße 19 können
zusammengeschoben und z. B. in den Ecken 16, 17 im
zusammengeschobenen Zustand verstaut werden. Vorteilhaft ist hier
eine Aussparung vorgesehen, die jedoch in 1 nicht
gezeigt ist.
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In
den beiden Ecken 16, 17 sind jeweils Rollen 23 angeordnet,
um den Notenkoffer fahrbar zu gestalten. In dem Ausführungsbeispiel
nach 1 sind die Rollen außenseitig am Noten-
und/oder Instrumentenkoffer angeordnet. In einer anderen Ausführungsform
können sie jedoch auch in eine Ausnehmung im Bereich der
beiden Ecken 16, 17 bzw. auf der Unterseite des
Koffers oder im Bereich der Seitenwandung 5 angeordnet
werden. Ferner ist es ebenfalls möglich, sie aus- und einklappbar
oder aus- und einfahrbar am Notenkoffer anzuordnen, so dass sie
lediglich dann, wenn sie benutzt werden sollen, ausgeklappt oder
ausgefahren werden. Beim normalen Abstellen des Koffers können
die Rollen in einer Ausnehmung oder Aussparung sicher gelagert werden.
Hier ist insbesondere ein Einklappen oder Einfahren möglich,
so dass kein versehentliches Wegrollen des Koffers möglich
ist. Die Rollen können ferner beispielsweise von der Oberfläche
der Seitenwandung 5 vorstehen, am Kofferboden 6 jedoch
nicht, so dass nach Ankippen des Koffers in Richtung der Seitenwandung 5 ein
Rollen möglich ist, beim Abstellen auf dem Kofferboden 6 jedoch
nicht.
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Um
den Notenkoffer beim Rollen besser angreifen zu können,
ist ein Griffbügel 24 über Teleskopstangen 25 an
der Seitenwandung 5 bzw. in dieser oder auf deren Innen-
und/oder Außenseite angeordnet. Die Anordnung kann hier
wie bei einem herkömmlichen Trolley erfolgen.
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Auf
der Seitenwandung 3 ist auf deren Außenseite ein
Fach 26 angeordnet, aus dem ein Notenständer 27 herausgezogen
ist. Der Notenständer weist in der Ausführungsform
gemäß 1 eine Teleskopstange 28 sowie
ein Notenpult 29 bzw. eine Auflagefläche zum Aufstellen
von Notenblättern bzw. Notenheften auf. An dem Pult sind
vier Haltestäbe 30 vorgesehen zum Halten von Notenblättern
bzw. -heften. Das Notenpult ist in dem Fach 26 gelagert
und befestigt und kann durch Angreifen an dem Notenpult oder der
Teleskopstange 28 aus dem Fach herausgezogen werden. An
der Teleskopstange können verschiedene Rasteinrichtungen
zum Verrasten der Stange in einer eingestellten Position bzw. Höhe
vorgesehen sein, die jedoch in 1 nicht
gezeigt sind. Ferner ist es möglich, eine Klemmeinrichtung
hier vorzusehen, um den Notenständer in einer gewünschten
Höhe zu fixieren. Solange der Notenständer nicht
benötigt wird, kann das Fach 26 durch den in 1 angedeuteten
Deckel 31 verschlossen bleiben. In dieser Ausführungsform
ist der Deckel klappbar ausgebildet. Ebenfalls ist es möglich,
diesen rollbar oder in anderer Form auszubilden. Grundsätzlich ist
es ebenfalls möglich, das Fach 26 ohne einen Deckel
vorzusehen, wobei sich ein solcher insbesondere zum Schutz des Notenständers
als sinnvoll erweist.
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Auf
der Außenseite der Seitenwandung 3 ist ferner
noch ein Fach 32 vorgesehen, in dem eine Rolle 33 mit
einer Materialbahn 34 angeordnet ist. Die Materialbahn
und die Rolle sind in 1 lediglich gestrichelt dargestellt.
Die Materialbahn ist auf der Rolle aufgewickelt und kann von dieser
abgewickelt und an dem Notenständer 27 bzw. dem
Notenpult 29 über eine Befestigungseinrichtung,
hier einen Haken 35 und eine Öse 36,
lösbar befestigt werden. Um die Öse an der Materialbahn 34 besser
anordnen zu können, kann die Materialbahn 34 in
diesem Endbereich mit einer Verstärkungsschiene 37 versehen
sein, z. B. eine solche auf diese aufgeklemmt sein. Die Verstärkungsschiene 37 ist
dann ihrerseits mit der Öse 36 versehen. Eine
solche Verstärkungsschiene kann auch direkt in den Notenständer
bzw. das Notenpult bzw. eine Auflagefläche für
Notenblätter bzw. -hefte eingehängt werden. Es
ist ebenfalls möglich, die Rolle 33 mit Materialbahn 34 zusammen
mit dem Notenständer in einem Fach anzuordnen und direkt
miteinander zu verbinden, so dass beim Herausziehen des Notenständers
aus dem Fach die Materialbahn sogleich mit entrollt bzw. von der
Rolle abgewickelt wird. Anstelle der Materialbahn können
Lamellen vorgesehen sein, die in dem Fach 32 angeordnet
sind und aus diesem herausgezogen werden können. Die Rolle 33 kann
in diesem Fall entfallen.
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Um
ein selbsttätiges Zurückziehen der Materialbahn 34 in
das Fach 32 hinein und Aufrollen auf der Rolle 33 zu
ermöglichen, kann ein Federzug, wie für andere
selbstaufwickelnde Einrichtungen bekannt, vorgesehen werden. Ferner
kann selbstverständlich auch beispielsweise ein Hebel zum
Drehen der Rolle zum Aufwickeln der Materialbahn vorgesehen werden.
Auch das Hineinfalten der Materialbahn in das Fach 32 ist
möglich, wobei dann, die Rolle 33 entfallen kann.
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Die
Materialbahn selbst kann aus einem Textil, jedoch ebenfalls aus
einem Kunststoffmaterial oder einem Metall bestehen. Auf der Materialbahn kann
ein Logo oder Emblem des Verwenders des Notenkoffers bzw. einer
Kapelle und/oder deren Schriftzug aufgedruckt oder in anderer Form
aufgebracht sein.
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Der
Notenkoffer selbst kann aus den unterschiedlichsten Materialien
bestehen, insbesondere aus Aluminium, Leder, einem Kunststoffmaterial,
einer Kombination der vorstehenden Materialien oder beispielsweise
auch aus einem Fasermaterial, wobei auch lediglich einzelne Teil
des Notenkoffers zur Aussteifung aus einem solchen Fasermaterial
bestehen können.
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Neben
dem im Vorstehenden genannten und in der Figur gezeigten Ausführungsform
eines multifunktionalen Noten- und/oder Instrumentenkoffers sind
noch zahlreiche weitere möglich, bei denen jeweils zumindest
ein Notenständer in den Koffer integriert ist und wobei
eine beliebige Kombination der übrigen genannten Merkmale
vorgesehen sein kann, insbesondere auch unter Weglassen einiger
der genannten Merkmale.
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- 1
- Notenkoffer
- 2
- Seitenwandung
- 3
- Seitenwandung
- 4
- Seitenwandung
- 5
- Seitenwandung
- 6
- Kofferboden
- 7
- Kofferdeckel
- 8
- Innenwandung
- 9
- Innenwandung
- 10
- Fach
- 11
- Fach
- 12
- Fach
- 13
- Halter
für Trinkgefäß
- 14
- Ecke
- 15
- Ecke
- 16
- Ecke
- 17
- Ecke
- 18
- Standfuß klappbar
- 19
- Standfuß teleskopierbar
- 20
- Pfeil
- 21
- Pfeil
- 22
- Pfeil
- 23
- Rolle
- 24
- Griffbügel
- 25
- Teleskopstange
- 26
- Fach
- 27
- Notenständer
- 28
- Teleskopstange
- 29
- Notenpult
- 30
- Haltestab
- 31
- Deckel
von Fach 26
- 32
- Fach
- 33
- Rolle
- 34
- Materialbahn
- 35
- Haken
- 36
- Öse
- 37
- Verstärkungsschiene
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - GB 2370981
A1 [0003]
- - DE 8305831 U1 [0004, 0007]
- - US 3637070 A [0005, 0007]