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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines schlauchförmigen Filtermediums zur
Filtrierung von Fluiden, insbesondere einer Brennkraftmaschine,
mit wenigstens zwei Düsenkörpern, die
funktional mit einem Werkstoffzuliefermittel verbunden sind, mit
dem die Düsenkörper mit
einem Werkstoff zum wenigstens Mitbilden des Filtermediums gespeist
werden können,
und die jeweils wenigstens eine Düsenöffnung aufweisen, aus der der Werkstoff
abgegeben werden kann, und mit einer die Schlauchform des Filtermediums
vorgebenden Formoberfläche,
auf der der aus der wenigstens einen Düsenöffnung abgegebene Werkstoff
abgeschieden werden kann.
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Ferner
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines schlauchförmigen Filtermediums zur
Filtrierung von Fluiden, insbesondere einer Brennkraftmaschine,
bei dem wenigstens ein Düsenkörper mit
einem Werkstoff mittels eines Werkstoffzuliefermittels gespeist
wird und der Werkstoff zum wenigstens Mitbilden des Filtermediums
aus wenigstens einer Düsenöffnung des
Düsenkörpers abgegeben
wird, und bei dem der aus der wenigstens einen Düsenöffnung abgegebene Werkstoff
auf einer die Schlauchform des Filtermediums vorgebenden Formoberfläche abgeschieden
wird.
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Stand der Technik
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Zur
Herstellung von marktbekannten schlauchförmigen Filtermedien zur Filtrierung
von Fluiden, insbesondere Luft, Öl,
Kraftstoff, zu denen auch Filterschläuche zählen, werden flache Bahnen aus
unterschiedlichen Werkstoffen wie Papier oder Vlies oder Kombinationen
daraus hergestellt. Die flachen Bahnen werden in einem weiteren
Verfahrensschritt durch Falten oder Prägen in die gewünschte Schlauchform
gebracht. Dabei entsteht eine Verbindungsnaht.
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Aus
der Patentschrift
DE
31 31 643 C2 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zur
Herstellung flächiger
Faserbahnen aus Verstärkungsfasern
bekannt, wobei die Verstärkungsfasern
auf einer hydrodynamischen Ausrichtstrecke gerichtet und auf einer Filterfläche abgelegt
werden. Aus der Offenlegungsschrift
JP 2002-105830 A ist
eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Produktes
bekannt, wobei flüssiger
Polymerwerkstoff aus einer rotierenden Düsenscheibe gefördert wird, wobei
die Düsenscheibe
innerhalb einer Führungsvorrichtung
angeordnet ist.
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Aus
der Patentschrift
DE
32 15 810 C2 ist ein Verfahren zum Sammeln von kontinuierlichen
Polymerfäden
bekannt, wobei die Polymerfäden
zentrifu gal von Spinndüsen
eines Spinnkopfes ausgeworfen werden, der sich mit hoher Geschwindigkeit
dreht, wobei die Fäden
von einer ringförmigen
Fläche
eingefangen werden.
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Aus
der
DE 24 62 881 C2 sind
ein anderes Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen eines Vlieses
aus thermoplastischen Fasern in nahtloser Schlauchform bekannt.
Dabei werden schmelzgesponnene Fäden
aus thermoplastischem Kunststoff aus einer Spinndüse mit mehreren
nebeneinander angeordneten Düsenöffnungen
ausschließlich
mit Hilfe eines Gasstromes verstreckt, in nicht zusammenhängende Stücke zerrissen
und auf der Außenfläche einer
sich drehenden Trommel abgelegt. Der dabei ausgebildete Schlauch
wird von der Außenfläche der
Trommel axial abgezogen und abgeflacht. Durch den Gasstrom kann
es zu Verwirbelungen kommen, die das Ablegen der Fäden auf
der Trommel beeinflussen können.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass einfach mit möglichst
geringem technischem Aufwand möglichst robuste
schlauchförmige
Filtermedien zur Filtrierung von Fluiden mit optimalen Filtereigenschaften
kontrolliert, vorzugsweise kontinuierlich, hergestellt werden können.
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Offenbarung der Erfindung
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass wenigstens zwei Düsenkörper um eine
Rotationsachse rotierend antreibbar sind und die Formoberfläche die
Düsenkörper wenigstens zum
Teil umgibt, derart, dass der Werkstoff beim Rotieren der Düsenkörper um
die Rotationsachse durch die Fliehkraft aus den Düsenöffnungen
herausgeschleudert werden kann und der herausgeschleuderte Werkstoff
auf der Formoberfläche
zur wenigstens Mitbildung des Filtermediums aufgefangen und geformt
werden kann. Dabei sind wenigstens zwei Düsenkörper unabhängig voneinander, insbesondere mit
unterschiedlicher Drehrichtung und/oder mit unterschiedlicher Drehgeschwindigkeit,
antreibbar. Hierzu können
vorteilhafterweise die Düsenkörper um
die gleiche oder separate Rotationsachse(n) rotierend antreibbar
angeordnet sein. Unterschiedliche Drehrichtungen bewirken,
dass
herausgeschleuderte Werkstofffäden
der unterschiedlichen Drehkörper
zu einander geneigt oder versetzt, insbesondere jeweils schraubenartig
und verkreuzt übereinander
an die Formoberfläche
gepresst werden, wodurch die Verbindung der Werkstoffe und die Stabilität des gesamten
Filtermediums verbessert wird. Unterschiede in der Drehgeschwindigkeit
führen
zu unterschiedlichen Anpressdrücken der
Werkstoffe an die Formoberfläche,
so dass auf diese Weise die Formgebung und Haftung positiv beeinflußt werden
kann. Ferner können
hierdurch einfach die Eigenschaften des Filtermediums, insbesondere
Aufbau und Dichte, beeinflußt
werden. Insgesamt kann so die Vorrichtung auf die verwendeten Werkstoffe
und den gewünschten
Aufbau des Filtermediums optimal ausgelegt werden.
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Weiter
erfindungsgemäß haben
wenigstens zwei Düsenkörper unterschiedliche
radiale Ausdehnungen, insbesondere die Düsenöffnungen unterschiedliche Abstände zur
Rotationsachse. Die Variation der Düsenabstände ermöglicht eine weitere Optimierung
hinsichtlich der Eigenschaften des Filtermediums und der verwendeten
Werkstoffe.
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Vorzugsweise
kann die Düsenöffnung radial außen am Düsenkörper angeordnet
sein.
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Erfindungsgemäß ist also
mit der Vorrichtung in einem Arbeitsschritt sowohl die Herstellung
eines nahtlosen schlauchförmigen
Filtermediums als auch dessen Formgebung möglich, ohne dass ein Werkzeugwechsel
oder eine weitere Vorrichtung erforderlich ist. Wenn sich der Düsenkörper anfängt zu drehen,
wird der Werkstoff durch die Fliehkraft nach außen geschleudert und bildet
ein dichtes Geflecht an der radialen Innenseite einer Filterform,
welches das Filtermedium zumindest mit bildet. Das Filtermedium kann
auch nur durch diesen einen Werkstoff gebildet sein. Die Filterform
gibt dabei bereits die gewünschte Schlauchform
für das
Filtermedium vor, ohne dass eine anschließende Prägung oder Falzung erforderlich
ist. Auf diese Weise ist ein kontinuierlicher Herstellungsprozeß möglich. Aus
dem kontinuierlich hergestellten Filtermedium können kontinuierlich Filterelemente
in großer
Zahl hergestellt werden. Ferner können Variationen der Vorrichtung
schnell umgesetzt werden, um ein Filtermedium mit einem anderen
Aufbau herzustellen. Insbesondere kann hierzu die Form und/oder
der Werkstoff variiert werden. Dadurch, dass kein Gas, insbesondere
Luft, erforderlich ist, um den Werkstoff aus den Düsenöffnungen
zu drücken,
sondern der Werkstoff durch die Fliehkraft des rotierenden Düsenkörpers herausgeschleudert wird,
kommt es nicht zu Gas- oder Luftverwirbelungen. Die Struktur des
Filtervlieses kann exakter vorgegeben werden als bei dem Einsatz
von Gas-/Luftunterstützung.
Bei der Verwendung von zunächst fließ- bzw.
sprühfähigen Werkstoffen,
insbesondere Schmelzfäden,
ist es ferner wichtig, dass diese erst nach dem Auftreffen auf die
Formoberfläche
aushärten.
Je geringer die Gas- oder Luftverwirbelung im Raum zwischen dem
Düsenkörper und
der Formoberfläche ist,
umso geringer ist der Kühleinfluß auf den
zunächst
fluiden Werkstoff und die Erstarrung des Werkstoffs findet erst
an der Formoberfläche statt,
wo die Schmelzefäden
sich an den Kreuzungspunkten verbinden und somit ein festes Geflecht
für das
Filtervlies bilden. Außerdem
kann durch die Nutzung der Fliehkraft auf eine separate Gas- oder
Luftzufuhr verzichtet werden, was den technischen Aufwand reduziert.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann der Düsenkörper eine
Düsenscheibe vorzugsweise
mit einer Mehrzahl von Düsenöffnungen
sein. Eine Düsenscheibe
ist ein einfach aufgebauter Rotationskörper, der günstige Rotationseigenschaften
hat. Ferner ist eine Düsenscheibe
flach, so dass auch mehrere Düsenscheiben
platzsparend und dicht nebeneinander angeordnet werden können. Mit
mehreren, vorzugsweise an der äußeren Umfangsseite
des Düsenkörpers gleichmäßig verteilten
Düsenöffnungen
kann eine gleichmäßig dichte Verteilung
des Werkstoffes auf der Formoberfläche erreicht werden.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann der Düsenkörper auf
einer angetriebenen Welle angeordnet sein. Über die Welle kann der Düsenkörper einfach
mit einem Antriebsmotor angetrieben werden, der sich platzsparend
insbesondere außerhalb
der Filterform befinden kann.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform können wenigstens
zwei Düsenkörper mit separaten
Werkstoffzuliefermitteln, insbesondere einem Behältern und/oder einem Extruder,
für unterschiedliche
Werkstoffe ver bunden sein. Auf diese Weise können in einem Arbeitsgang unterschiedliche Werkstoffe
in vorgegebener Reihenfolge auf die Formoberfläche aufgetragen werden. So
können
insbesondere ein Werkstoff zur Bildung eines Stützgerüsts, ein Werkstoff zur Erzeugung
eines Filtervlieses und ein Werkstoff zur Bindung und Imprägnierung des
Filtervlieses mit jeweiligen Düsenkörpern in
einem einzigen Verfahrensschritt nacheinander auf die Formoberfläche geschleudert
werden. In entsprechenden Behältern
können
die Werkstoffe in ausreichenden Mengen bevorratet werden. Mit einem
Extruder kann granulat- oder pulverförmiger Werkstoff, insbesondere
Thermoplast, plastifiziert werden und in einem homogenen Materialstrom
zum entsprechenden Düsenkörper gefördert werden,
mit dem die Werkstoffschmelze zur Formoberfläche geschleudert wird.
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Vorteilhafterweise
kann der wenigstens eine Werkstoff eine Suspension mit Fasern aus
Papier und/oder Vliesstoff, Keramik- und/oder Glaspartikeln, ein
Phenolharz und/oder ein Thermoplast oder eine Mischung aus mehreren
der genannten Materialien aufweisen. Diese Werkstoffe können gegebenenfalls als
Schmelze optimal mit den Düsenkörpern zerstäubt oder
in Form von Fäden
abgeschleudert werden. Eine Suspension mit Fasern aus Papier und/oder
Vlies, Keramik- und/oder Glaspartikeln ist einfach herstellbar und
mit ihr kann ein Filtervlies mit optimalen Filtereigenschaften realisiert
werden. Phenolharz ist optimal geeignet zum Impräg nieren des Filtervlieses.
Mit ausgehärtetem
Thermoplast kann eine einfache und stabile Stützstruktur kann gebildet werden.
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Vorteilhafterweise
kann der wenigstens eine Düsenkörper zur
Bildung eines Stützgerüsts, insbesondere
eines Thermoplastgerüsts,
ausgebildet sein. Auf diese Weise kann bereits beim Formprozess
eine Stützstruktur
in das Filtermedium integriert werden, so dass eine spätere Ausstattung
des Filtermediums insbesondere mit einem Filtermittelrohr nicht
erforderlich ist. An die integrierte Stützstruktur können gegebenenfalls
auch Filterendscheiben einfach angeklebt oder geschweißt werden.
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Ferner
können
vorteilhafterweise mehrere Düsenöffnungen
eines Düsenkörpers und/oder
die Düsenöffnungen
mehrerer Düsenkörper unterschiedliche
Querschnitte und/oder Lochgrößen haben.
Variationen dieser Parameter wirken sich günstig auf den gewünschten
Aufbau und Dichte des Filtermediums aus. So kann die Vorrichtung
auch optimal auf den/die verwendeten Werkstoff(e) ausgelegt werden. Für jeden
Werkstoff und die gewünschte
Eigenschaft des Filtermediums können
die passenden Parameter gewählt
werden.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann eine Fördereinrichtung
vorgesehen sein, mit der das an der Formoberfläche gebildete Filtermedium
insbesondere mit einer variabel vorgebbaren Fördergeschwindigkeit relativ
zum Düsenkörper axial
zur Rotationsachse befördert
werden kann. Auf diese Weise ist eine kontinuierliche Herstellung des
schlauch förmigen
Filtermediums möglich.
Ferner kann mit der Fördereinrichtung
eine Bewegung axial zur Rotationsachse erzeugt werden, welche zu
einer insgesamt schraubenförmigen
Verteilung von abgeschleudertem Werkstoff auf der Formoberfläche führt. Dies
wirkt sich insbesondere auf die Stabilität des Filtermediums günstig aus.
Insbesondere in Verbindung mit entgegengesetzt drehenden Drehkörpern kann
so ein dichtes und stabiles Geflecht aus sich kreuzenden Fäden erzeugt
werden. Die Fördereinrichtung
kann hierzu eine Abzieheinrichtung aufweisen, mit dem das Filtermedium
in Richtung der Rotationsachse entlang der Formoberfläche gezogen
werden kann. Auf diese Weise muss die Form selbst nicht bewegt werden,
so dass insbesondere eine kontinuierliche Herstellung und Förderung
des Filtermediums einfach realisierbar ist. Alternativ kann zur
Förderung
des Filtermediums die Formoberfläche
mit dem Filtermedium relativ zum Düsenkörper in Richtung der Rotationsachse
bewegt werden. Hierzu kann die Formoberfläche insbesondere als Innenseite
eines Endlosschlauchs realisiert werden, der über Rollen geführt wird,
die die Form des Filtermediums vorgeben. Auf diese Weise sind auch
komplexe Schlauchformen, insbesondere mit alternierenden Durchmessern
realisierbar.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann das Profil
der Formoberfläche
senkrecht zur Rotationsachse wenigstens zum Teil rund, oval oder
eckig, insbesondere sternförmig,
sein, die Formoberfläche
kann insbesondere durch die Innenseite eines Hohlzylinders mit gebildet
sein. Fil termedien mit derartigen Profilen haben optimale Filtereigenschaften
und sind robust. Hohlzylinder sind einfach realisierbar und platzsparend
aufgebaut.
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Ferner
kann die Formoberfläche
in Förderrichtung
des Filtermediums konisch zulaufen. So kann das Filtermedium beim
Abziehen von der Filteroberfläche
ohne weiteres Werkzeug und/oder einen weiteren Verfahrensschritt
radial zusammengedrückt
werden, um beispielsweise bei einem Filtermedium mit einem sternförmigem Profil
eine engere Faltung zu erreichen, die dann durch Verschweißung mit
entsprechenden Endscheiben beibehalten werden kann.
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Insgesamt
können
durch Variationen der Düsenscheibendurchmesser
und/oder der Drehzahl der unterschiedlichen Düsenscheiben und/oder die Verwendung
unterschiedlicher Lochdurchmesser für die Düsenöffnungen und/oder unterschiedlicher
Werkstoffe je Düsenkörper sowie
eine Variation der Fördergeschwindigkeit
des Filtermediums die Eigenschaften des Filtermediums insbesondere
hinsichtlich des Filteraufbaus und der Dichte stark beeinflusst werden.
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Die
technische Aufgabe wird erfindungsgemäß ferner dadurch gelöst, dass
wenigstens zwei Düsenkörper um
eine Rotationsachse rotierend angetrieben werden, wobei der Werkstoff
durch die Fliehkraft aus den Düsenöffnungen
herausgeschleudert wird und auf der Formoberfläche, die die Düsenkörper radial zur
Rotationsachse wenigstens zum Teil umgibt, zur wenigstens Mitbildung
des Filtermediums aufgefangen und geformt wird.
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Erfindungsgemäß sind also
die Herstellung des Filtermediums und die Formgebung in einem Schritt
zusammengefasst. Auf eine separate Gas-/Luftzufuhr kann dabei verzichtet werden,
was den technischen Aufwand reduziert. Außerdem werden etwaige Luft-/Gasverwirbelungen
vermieden, so dass die Struktur des herzustellenden Filtervlieses besser
gesteuert werden kann und eine Abkühlung von herausgeschleudertem
Werkstoff bereits in der Flugphase weitestgehend unterbunden wird.
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Ferner
kann vorteilhafterweise das an der Formoberfläche mit gebildete Filtermedium
insbesondere mit einer variablen Geschwindigkeit relativ zum Düsenkörper axial
zur Rotationsachse befördert werden,
um einen kontinuierlichen Herstellungsprozess zu ermöglichen.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung näher
erläutert
werden. Der Fachmann wird die in der Zeichnung, der Beschreibung
und den Ansprüchen
in Kombination offenbarten Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten
und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Es zeigen
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1 schematisch
eine Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von einzelnen schlauchförmigen Filtern
zur Filtrierung von Fluiden mit einer Vorrichtung zur Herstellung
eines Filterschlauchs;
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2 schematisch
eine Detailansicht der Vorrichtung zur Herstellung des Filterschlauchs
aus der 1;
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3 schematisch
einen Schnitt einer Wandung eines mit der Vorrichtung aus den 1 und 2 hergestellten
Filterschlauchs;
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4 schematisch
einen Querschnitt eines Filterschlauchs mit einem runden Profil,
der mit der Vorrichtung aus den 1 und 2 hergestellt
werden kann;
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5 schematisch
einen Querschnitt eines Filterschlauchs mit einem sternförmigen Profil,
wie er mit der Vorrichtung aus den 1 und 2 unter Verwendung
einer sternförmigen
Filterform hergestellt werden kann.
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Ausführungsform(en)
der Erfindung
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In 1 ist
eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehene Anlage
zur kontinuierlichen Herstellung von einzelnen schlauchförmigen Filtern 12 dargestellt.
Die Filter 12 dienen zur Filtrierung von Fluiden wie beispielsweise
Luft, Öl
oder Kraftstoff einer Brennkraftmaschine.
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Die
Anlage 10 umfasst eine Vorrichtung 14 zur Herstellung
eines Filterschlauchs 16. Die Vorrichtung 14 ist
in der 1 links und im Detail in der 2 gezeigt.
In Förderrichtung,
welche in den 1 und 2 durch
Pfeile 18 angedeutet ist, hinter der Vorrichtung 14,
in 1 also rechts davon, ist ein Ofen 20 angeordnet,
mit dem der Filterschlauch 16, insbesondere eine Imprägnierung
desselben, ausgehärtet
wird. Mit einer Aufwickelvorrichtung 22, die sich in Förderrichtung 18 hinter
dem Ofen 20 befindet, wird der Filterschlauch 16 durch
den Ofen 20 hindurch aus der Vorrichtung 14 gezogen
und einer in Förderrichtung 18 folgenden
Schneidvorrichtung 24 zum Schneiden des Filterschlauchs 16 in
einzelne schlauchförmige
Filterelemente 26 zugeführt.
Ein Förderband 28 zum
Fördern
der Filterelemente 26 verbindet einen Ausgang der Schneidvorrichtung 24 mit
einer sich in Förderrichtung 18 anschließenden Schweißvorrichtung 30.
Mit der Schweißvorrichtung 30 werden
an die Stirnseiten der Filterelemente 26 Endscheiben 32 angebracht.
Einige solcher Endscheiben 32 sind beispielhaft in der 1 angedeutet.
Die fertigen Filter 12 bestehend aus je einem Filterelement 26 mit
zwei Endscheiben 32 können
in Förderrichtung 18 hinter
der Schweißvorrichtung 30 entnommen
werden.
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Die
Vorrichtung 14 zur Herstellung des Filterschlauchs 16 umfasst
vier in der 2 gezeigte Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40,
mit denen unterschiedliche Werkstoffe 42, 44, 46 und 48 zum
Bilden des Filterschlauchs 16 abgegeben werden. Die Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 sind
koaxial zu einer gemeinsamen Rotationsachse 50, die in
der 2 gestrichelt angedeutet ist, angeordnet und werden rotierend
angetrieben.
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Die
Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 befinden
sich im Inneren eines zur Rotationsachse 50 koaxialen Hohlzylinders
der eine Filterform 52 bildet. Die Innenseite des Hohlzylinders
realisiert eine die Form des Filterschlauchs 16 vorgebende
Formoberfläche 54.
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In
der 4 ist das Profil eines mit der Vorrichtung 14 hergestellten
runden Filterschlauchs 16 gezeigt.
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In
der 5 ist das Profil eines sternförmigen Filterschlauchs 16a gezeigt,
der mit der Vorrichtung 14 aus den 1 und 2 unter
Verwendung einer in Förderrichtung 18 konisch
zulaufenden Formoberfläche
mit sternförmigem
Profil hergestellt werden kann. Die Pfeile 56 zum Zentrum
des Filterschlauchs 16a hin deuten eine Kompression an,
wie sie durch die konisch zulaufende Formoberfläche beim Abziehen des Filterschlauchs 16a hervorgerufen
wird. Das Zusammendrücken
bewirkt eine engere Faltung des Filterschlauchs 16a, die
durch Verschweißung
mit den Endscheiben 32 beibehalten wird.
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Die
Formoberfläche 54 umgibt
die Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 radial
zur Rotationsachse 50, derart, dass die Werkstoffe 42, 44, 46 und 48 beim
Rotieren der Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 um
die Rotationsachse 50 durch die Fliehkraft aus Düsenöffnungen 58, 60, 62 und 64 der
Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 herausgeschleudert
werden, ohne Luftverwirbelung und Abkühlung durch Luft kontrolliert
zur Formoberfläche 54 fliegen
und auf der Formoberfläche 54 zur
Bildung des Filterschlauchs 16 in exakter Struktur aufgefangen
und geformt werden. Die Formoberfläche 54 wirkt dabei
kühlend
auf die aufgefangenen Werkstoffe 42, 44, 46 und 48,
so dass diese aushärten
können.
Insbesondere zu Wartungszwecken oder zum Austausch der Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 und/oder
der Filterform 52 können
die Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 axial
zur Rotationsachse 50 relativ zur Filterform 52 so
verschoben werden, dass sich die Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 außerhalb
der Filterform 52 befinden. Dabei kann entweder das Düsenscheibensystem oder
die Filterform 52 oder beide bewegt werden.
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Jede
der Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 ist über eine
eigene Fluidleitung 66, 68, 70 und 72 funktional
mit einem Extruder 72 oder einem Behälter 74, 76 und 78 für die unterschiedlichen
Werkstoffe 42, 44, 46 und 48 verbunden,
die als Werkstoffzuliefermittel dienen. Jede Düsenscheibe 34, 36, 38 und 40 kann
so mit einem anderen Werkstoff 42, 44, 46 und 48 zum
Mitbilden des Filterschlauchs 16 gespeist werden. Der besseren Übersichtlichkeit
halber sind in den 1 und 2 die Verläufe der
Fluidleitungen 66, 68, 70 und 72 nur
im Bereich der Behälter 74, 76 und 78 und
des Extruders 72 gezeigt.
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Die
in Förderrichtung 18 erste,
in der 2 linke Düsenscheibe
(Stützstruktur-Düsenscheibe 34) ist
mit dem Extruder 72 verbunden, mit dem Thermoplast als
Werkstoff 42 plastifiziert und so fließ- und schleuderfähig gemacht
wird.
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Die
in Förderrichtung 18 zweite
Düsenscheibe
(erste Spinn-Düsenscheibe 36)
ist mit dem ersten Suspensionsbehälter 74 verbunden,
der eine Suspension mit Papierfasern als Werkstoff 44 enthält.
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Die
in Förderrichtung 18 dritte
Düsenscheibe (zweite
Spinn-Düsenscheibe 38)
ist mit dem zweiten Suspensionsbehälter 76 verbunden,
der eine Suspension mit Keramik-/Glaspartikeln als Werkstoff 46 enthält.
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Die
in Förderrichtung 18 vierte,
in der 2 rechte Düsenscheibe
(Imprägnierungs-Düsenscheibe 40)
ist mit dem Harzbehälter 78 verbunden,
der Phenolharz als Werkstoff 48 enthält.
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Die
radialen Ausdehnungen (Durchmesser) der Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 sind
unterschiedlich groß.
Die Stützstruktur-Düsenscheibe 34 hat
den größten Durchmesser.
Die Durchmesser der weiteren Düsenscheiben 36, 38 und 40 nehmen
mit ihrer Position in Förderrichtung 18 ab.
Die Im prägnierungs-Düsenscheibe 40 hat
den kleinsten Durchmesser. Dies bewirkt insbesondere, dass die in
Förderrichtung 18 jeweils
hinteren, kleineren Düsenscheiben
im Schatten der vorderen, jeweils größeren Düsenscheiben liegen und so keinen
Werkstoff in den Bereich der größeren Düsenscheiben
schleudern können,
was die Reihenfolge und die Exaktheit der Schichten stören könnte.
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Die
Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 sind jeweils
auf einer eigenen angetriebenen Welle 80 befestigt, von
denen in den 1 und 2 der besseren Übersicht
wegen nur eine gezeigt ist. Die Wellen 80 sind koaxial
zur Rotationsachse 50 angeordnet und werden getrennt voneinander
angetrieben. Dies kann mittels entsprechender nicht gezeigter Motoren geschehen,
die sich außerhalb
der Filterform 52 befinden können. Die Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 können so
in unterschiedlicher Drehrichtung und/oder unterschiedlicher Drehgeschwindigkeit
angetrieben werden.
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Jede
der Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 weist
entlang ihrer radial äußeren Umfangsseite gleichmäßig verteilt
eine Mehrzahl der Düsenöffnungen 58, 60, 62 und 64 auf,
die mit den entsprechenden Fluidleitungen 66, 68, 70 und 72 verbunden
sind und aus denen die jeweiligen Werkstoffe 42, 44, 46 und 48 abgegeben
werden können.
Aufgrund der unterschiedlichen Durchmesser der Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 befinden
sich so auch die jeweiligen Düsenöffnungen 58, 60, 62 und 64 in
unterschiedlichen Abständen
zur Rotationsachse 50.
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Die
Düsenöffnungen 58, 60, 62 und 64 der verschiedenen
Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 haben
unterschiedliche Lochgrößen. Da
die Düsenöffnungen 58, 60, 62 und 64 beispielhaft
runde Querschnitte aufweisen, können
die jeweiligen Lochgrößen mit
dem Durchmesser der Düsenöffnung 58, 60, 62 und 64 bezeichnet
werden.
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Die
Durchmesser der Düsenöffnungen 58 der
Stützstruktur-Düsenscheibe 34 sind
am größten. Aus
den Düsenöffnungen 58 werden
bei der Drehung der Stützstruktur-Düsenscheibe 34 dicke
Fäden aus Thermoplast 42 herausgeschleudert,
welches mit dem Extruder 72 geschmolzen wurde. Die Stützstruktur-Düsenscheibe 34 wird
hierzu mit einer im Vergleich zu den anderen Düsenscheiben 36, 38 und 40 geringen
Drehzahl angetrieben, so dass sich die dicken Fäden auf der Formoberfläche 54 radial
außen
als Geflecht mit einer groben Struktur absetzen und aushärten, wobei
sich kreuzende Fäden
durch den Anpressdruck mit einander verkleben. Die grobe Thermoplast-Struktur
bildet in ausgehärtetem
Zustand ein stabiles, in vorgegebenem Maße elastisches Stützgerüst 82 für den Filterschlauch 16,
an das die Endscheiben 32 angeschweißt werden können.
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Die
Durchmesser der Düsenöffnungen 60 und 62 der
beiden Spinn-Düsenscheiben 36 und 38 sind
gleich groß und
kleiner als die der Stützstruktur-Düsenscheibe 34.
Aus den Düsenöffnungen 60 und 62 werden
bei der Drehung der Spinn-Düsenscheiben 36 und 38 sehr
dünne Fäden aus
den entsprechenden Suspensionen mit Papierfasern 44 beziehungs weise
Keramik-/Glaspartikeln 46 herausgeschleudert. Dabei werden
die Fäden
mit Papierfasern 44 radial außen und die Fäden mit
Keramik-/Glaspartikeln 46 radial
innen abgelegt. Die beiden Spinn-Düsenscheiben 36 und 38 werden
mit einer höheren Drehzahl
als die Stützstruktur-Düsenscheibe 34 angetrieben,
so dass sich die sehr dünnen
Fäden als sehr
feine Struktur an der Formoberfläche 54 absetzen
und jeweils ein dichtes Geflecht 84 und 86 aus Filterwerkstoff
bilden. Dabei verkleben sich kreuzende Fäden durch den Anpressdruck
miteinander und mit dem Thermoplast-Stützgerüst 82 und härten an der
Formoberfläche 54 aus.
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Die
Durchmesser der Düsenöffnungen 64 der
Imprägnierungs-Düsenscheibe 40 sind
am kleinsten. Mit den Düsenöffnungen 64 wird
Phenolharz 48 zur Imprägnierung
des Stützgerüsts 82 und der
Geflechte 84 und 86 aus Filterwerkstoff zerstäubt und
zur Formoberfläche 54 geschleudert.
Hierzu wird die Imprägnierungs-Düsenscheibe 40 mit
hoher Drehzahl angetrieben, damit sich das Phenolharz 48 mit
einer sehr feinen Struktur an der Formoberfläche 54 in den freien
Bereichen zwischen den Strukturen des Stützgerüsts 82 und der Geflechte 84 und 86 verteilt.
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Insgesamt
sind also die Abmessung der Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40,
die Drehzahlen, die Lochöffnungen
und die Werkstoffe 42, 44, 46 und 48 auf
die Funktion des jeweiligen Werkstoffs 42, 44, 46 und 48 im
fertigen Filterschlauch 16 abgestimmt.
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Mit
der Aufwickelvorrichtung 22 wird der an der Formoberfläche 54 gebildete
abgekühlte
und gehärtete
Filterschlauch 16 entlang der Formoberfläche 54 relativ
zu den Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 in Richtung
der Rotationsachse 50 permanent aus der Filterform 52 gezogen.
Die Fördergeschwindigkeit des
Filterschlauchs 16 relativ zu den Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 kann
dabei mit der Aufwickelvorrichtung 22 variabel vorgegeben
werden. Die Axialbewegung des Filterschlauchs 16 überlagert
sich mit der Kreisbewegung der Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 und
bewirkt insgesamt, dass die Fäden
der auf die Formoberfläche 54 geschleuderten
Werkstoffe 42, 44 und 46 in der Wand
des Filterschlauchs 16 jeweils schraubenförmig verlaufen,
wie dies in der 2 gezeigt ist.
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3 zeigt
den Schnitt einer Wand des Filterschlauchs 16, der mit
der Vorrichtung aus 2 hergestellt ist. Unten befindet
sich die radial äußere Umfangsseite,
entlang der sich das Stützgerüst 82 aus
Thermoplast 42 erstreckt. In der Mitte befindet sich das
dichte Geflecht 84 aus Fäden mit Papierfasern 44,
die mit der ersten Spinn-Düsenscheibe 36 aufgeschleudert
wurden. In 3 oben ist die radial innere
Umfangsseite des Filterschlauchs 16 gezeigt, die das dichte
Geflecht 86 aus Fäden
mit Keramik/Glaspartikeln 46 aufweist, die mit der zweiten Spinn-Düsenscheibe 38 aufgeschleudert
wurde. Das Stützgerüst 82 und
die beiden Geflechte 84 und 86 sind mit dem Phenolharz 48 imprägniert,
das mit der Imprägnierungs-Düsenscheibe 40 aufgeschleudert wurde.
Das alle Strukturen 82, 84 und 86 durchdringende
Phenolharz 48 ist in der 3 mit einem schräg verlaufenden
Balken angedeutet.
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Bei
dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung 14 zur Herstellung eines Filterschlauchs 16; 16a und
einer Anlage 10 zur kontinuierlichen Herstellung von Filtern 12 sind
unter anderem folgende Modifikationen möglich:
Die Vorrichtung 14 kann
auch mehr oder weniger als vier teilweise auch gleiche oder unterschiedliche
Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 umfassen.
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Anstelle
der Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 können auch
andersartige, vorzugsweise rotationssymmetrische Düsenkörper, beispielsweise
Zylinder, vorgesehen sein, welche eine Verteilung von Düsenöffnungen 58, 60, 62 und 64 auch
in axialer Richtung aufweisen können.
Ein einziger Düsenkörper kann
auch Düsenöffnungen 58, 60, 62 und 64 für unterschiedliche
Werkstoffe 42, 44, 46 und 48 haben, so
dass nur ein einziger Düsenkörper für alle Werkstoffe
erforderlich ist.
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Es
können
auch mehrere Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 mit
einem gemeinsamen Werkstoffzuliefermittel verbunden sein, so dass
ein Werkstoff in unterschiedlichen Schichten insbesondere mit unterschiedlicher
Dichte und/oder Struktur abgeschieden werden kann.
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Eine
oder mehrere der Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 können auch
nur eine einzige Düsenöffnung haben.
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Eine
alternative Formoberfläche
kann die Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 radial
zur Rotationsachse 50 auch nur zum Teil umgeben, so dass
bei der Formung des Filterschlauchs in diesem Öffnungen ausgespart bleiben.
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Statt
den Filterschlauch 16; 16a entlang der Formoberfläche 54 abzuziehen,
kann die Formoberfläche 54 auch
gemeinsam mit dem Filterschlauch 16; 16a relativ
zu den Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 in
Richtung der Rotationsachse 50 bewegt werden. Hierzu kann
beispielsweise ein Endlosschlauch verwendet werden, dessen Innenseite
die Formoberfläche 54 bildet
und der über
entsprechende formgebende Rollen umgelenkt wird.
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Das
Profil der Formoberfläche 54 radial
zur Rotationsachse 50 kann statt rund oder sternförmig auch
oval oder andersartig vieleckig sein. Das Profil kann in Richtung
der Rotationsachse 50 auch variierend sein.
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Die
Düsenöffnungen 58, 60, 62 und 64 der Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 können statt
runde Querschnitte auch andersförmige,
auch unterschiedliche Querschnitte haben.
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Auch
kann jede einzelne der Düsenscheiben Düsenöffnungen
mit unterschiedlichen Querschnitten und/oder Lochgrößen haben.
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Statt
mit der Aufwickelvorrichtung 22 kann eine Fördereinrichtung
insbesondere mit einer andersartigen Abzieheinrichtung versehen
sein, mit der der an der Formoberfläche 54 gebildete Filterschlauch 16; 16a relativ
zu den Düsenscheiben 34, 36, 38 und 40 axial
zur Rotationsachse 50 befördert werden kann.
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Anstelle
einer Suspension mit Papier beziehungsweise Keramik-/Glaspartikeln, Thermoplast oder
Phenolharz können
auch andere Werkstoffe oder Werkstoffmischungen, beispielsweise
zwei-, drei- oder mehrkomponentige Werkstoffe verwendet werden,
die fließ-
und schleuderfähig
gemacht werden können,
beispielsweise Suspensionen mit andern Vliesstoffen, und in ausgehärtetem Zustand
die gewünschte
filternde, imprägnierende
und/oder stützende
Eigenschaft aufweisen.