DE102009006048A1 - Steckverbinder als Drehscharnier - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Scharnier mit einem integrierten elektrischen Kontakt, wobei das Scharnier aus einer Scharnierhülse gebildet ist, welche über an beiden Enden steckseitige Öffnungen verfügt und eine steckseitige Öffnung geeignet ist zur mechanischen Verbindung mit einem drehbaren Zapfen, während die zweite steckseitige Öffnung ausgebildet ist zur elektrischen Kontaktierung mit einem Steckerstift.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Steckverbinder, ausgebildet als mechanisches Drehscharnier und gleichzeitig ausgebildet als drehbarer Buchsenkontakt beziehungsweise drehbarerer elektrischer Steckverbinder. Dazu ist eine im wesentliche zylindrische Kontaktanordnung vorgesehen, welche sich einseitig mechanisch mit einem drehbaren Gelenkbolzen und auf der gegenüberliegenden Seite mittels einer elektrischen Kontaktiervorrichtung verbinden lässt. Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Drehscharnier derart zu verändern, dass ein herkömmliches Scharnier so ausgebildet wird, dass über das Scharnier eine elektrische Verbindung herstellbar ist. Erfindungsgemäß geschieht dies durch die im Anspruch vorgesehene Maßnahmen. Bevorzugte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Weitere Vorteile, Ziele und Einzelheiten der Erfindung seien im Folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben. Kurze Beschreibung der Zeichnungen:
-
1 zeigt einen schematischen Schnitt durch einen elektrischen Steckverbinder ausgebildet als Scharnier; -
2 zeigt einen Schnitt gemäß der in1 gezeigten Ausführungsform entlang der Schnittlinie A-A; -
3 zeigt einen schematischen Schnitt, ebenfallsgemäß der Ausführungsform aus der1 entlang des Schnittes B-B. - In
1 ist ein Scharnier1 mit einem integrierten Kontakt2 dargestellt. Das Scharnier1 ist als mechanisches Drehscharnier ausgebildet und besteht aus einem drehbaren Zapfen3 und einer dazu korrespondierenden wirkverbundenen Scharnierhülse4 . Die Scharnierhülse4 ist beispielsweise aus einem elektrisch leitenden Rohrmaterial oder aber auch aus einem nicht leitenden Kunststoff als zylindrische Hülse ausgebildet. In der Scharnierhülse4 eingeformt ist nahe der steckseitigen Öffnung5 eine Innen umlaufende Rastnut6 an der Innenwand der Scharnierhülse4 angeordnet. Die Scharnierhülse4 mit der umlaufenden Rastnut6 bildet ein Teil des Scharniers1 , in welchen ein drehbar gelagerter Zapfen3 eingebracht werden kann. Der drehbare Zapfen3 hat vorzugsweise an seinem steckseitigen Ende7 eine zur umlaufenden Rastnut6 korrespondierende Rastringanordnung8 . - Der Rastring
8 verläuft so, dass ein Teil des drehbaren Zapfens3 weiter in die Scharnierhülse4 hineinragt, so dass eine sichere Lagerung an der zylindrischen Innenhülse gegeben ist. Der Rastring8 kann selbst widerrum als umlaufender Federring ausgebildet sein, welcher in eine nicht dargestellte Ringnut9 am drehbaren Zapfen3 eingeformt ist. Der Federring10 kann dann beim Montieren des drehbaren Zapfens3 in die Scharnierhülse4 so in die Ringnut9 einfedern, dass eine Montage des drehbaren Zapfens3 möglich wird. Der Federring10 greift dann in die Ringnut9 ein beziehungsweise taucht in diese ein und erlaubt das Einschieben in die steckseitige Öffnung5 , wobei bei Erreichen des Rastrings8 mit der Innen umlaufenden Rastnut6 der drehbare Zapfen3 wirkverbunden mit der Scharnierhülse4 in Eingriff steht. In dieser Stellung kann der drehbare Zapfen3 unendlich rotationssymmetrisch um seine Längsachse gedreht werden. Es ist beispielsweise möglich, die Scharnierhülse4 integral als Gehäuse eines Mobilfunktelefons auszubilden beziehungsweise als ein endseitiges Teil eines Mobilfunktelefons. Während der drehbare Zapfen3 beispeilsweise von einem korrespondierenden Teil aus dem Deckel eines Mobilfunktelefons gebildet werden kann beziehungsweise an einem Ende befindlichen Teil eines Deckels eines Mobilfunktelefons. Dabei kann der Deckel beispielsweise einen Bildschirm oder Display umfassen, der sich gegenüber dem zweiten Bestandteil eines Mobilfunktelefons, welcher über Tastatur und Bedieneinheiten verfügt, drehend bewegen lässt. Wie zuvor beschrieben, ist nun Aufgabe der vorliegenden Erfindung dieses drehbare Gelenk vorzugsweise bei einem Mobiltelefon an einem nach Außen geöffneten Ende so auszugestalten, dass beispielsweise ein Antennenstecker an das Mobilfunktelefon angeschlossen werden kann. Da insbesondere durch Platz und Raumproblemen und infolge der zunehmenden Miniaturisierung in der Mobilfunktechnik sowie bei vielen anderen elektronischen Geräten, kaum geeignete Plätze zur Verfügung stehen, stellt sich hierin die weitere Aufgabe, diesen Stecker Platz sparend anzuordnen. - Zur Lösung dieser Aufgabe werden erste und zweite Kontaktzonen auf der Innenseite der Scharnierhülse vorgeschlagen, die mit ersten und zweiten Kontaktzonen eines Steckerstiftes
11 zusammen wirken können. Die besondere Problematik besteht dabei darin, dass einerseits das Scharnier1 drehbar ausgebildet sein muss und dadurch mechanische Belastungen Stand halten muss, andererseits aber eine zusätzliche Steckerbuchse vermieden werden soll. Zusätzlich besteht die Problematik darin, dass der angeschlossene Steckerstift eine gute elektrische Verbindung bei gleichzeitig guter mechanischer Verbindung mit der korrespondierenden Steckbuchse bereitstellen muss. - In einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die mechanische und elektrische Kontaktierung mittels erster Kontaktzonen
12 und zweiter Kontaktzonen13 realisiert. Dabei ist, wie in3 dargestellt, die Anordnung der ersten Kontaktzonen12 in etwa in einem Winkelabstand von 60° symmetrisch an der Innenfläche der Scharnierhülse4 verteilt. Diese erste Kontaktzonen12 können beispielsweise als elektrisch gelagerte Halbkugeln ausgebildet sein, die selbst widerrum mit einem nicht dargestellten Leiter verbunden sind. In einer nicht gezeigten Ausführungsform könnte die ersten Kontaktzone12 auch als elektrisch leitfähiges Kugellager ausgebildet sein, welches drehbar in einer entsprechenden umlaufenden Rastnut14 angeordnet ist. Die Rastnut14 ist in den1 bis3 nicht dargestellt. - Die zweiten Kontaktzonen
13 sind ausgebildet als Segmente, welche ebenfalls in einem symmetrischen oder auch unsymmetrischen Abstand entlang der Innenfläche der Scharnierhülse beabstandet zu den ersten Kontaktzonen12 angeordnet sind. Vorzugsweise ist die erste Kontaktzone12 von der steckseitigen Öffnung15 nach Innen weiter beabstandet, wie die zweite Kontaktzonen13 . Die ersten Kontaktzonen12 und die zweiten Kontaktzonen13 bilden zusammen ein Kontaktpaar. Wie in2 deutlich gezeigt, können die zweiten Kontaktzonen13 wahlweise als Segmente oder auch, wie nicht dargestellt, als völlig umlaufender Kontaktring ausgebildet sein. - Korrespondierend zu den ersten und zweiten Kontaktzonen
12 ,13 ist, wie in1 gezeigt, ein Steckerstift11 ausgebildet, welcher über eine am steckseitigen Ende16 beziehungsweise nahezu dazu beabstandet, über eine Kontaktnut17 verfügt. Dazu beabstandet befindet sich ein umlaufender Kontaktring18 , welcher durch einen Isolator19 vom Steckerstift11 und damit von der Kontaktnut elektrisch isoliert ist. Der Kontaktring18 kann mit einer im Zentrum des Steckerstiftes11 gelegenen, drehbar gelagerten Anbindung20 verbunden sein. Durch diese Ausgestaltung lässt sich der Steckerstift axial drehen, während sich die elektrische Anbindung20 ebenfalls im Zentrum gelagert, axial drehbar ausgebildet ist. Beim Stecken des Steckerstiftes11 in die Scharnierhülse4 kommt es zu einer Kontaktierung der ersten Kontaktzonen12 und zweiten Kontaktzonen13 mit der Kontaktnut17 und dem Kontaktring18 , wobei sich korrespondierend die erste Kontaktzone12 mit der Kontaktnut17 elektrisch verbindet und die zweiten Kontaktzonen13 mit dem umlaufenden Kontaktring18 in elektrischem Kontakt steht. - Durch die Ausgestaltung der zweiten Kontaktzonen
13 kommt es darüber hinaus zu einem mechanischen Wirkeingriff mit der Kontaktnut17 , so dass neben der elektrischen Verbindung auch eine mechanisch feste Verbindung im Steckerstift11 gewährleistet ist. Dadurch wird verhindert, dass der Steckerstift unbeabsichtigt aus seiner elektrisch kontaktierten Verbindung mit der Scharnierhülse4 herausgezogen werden kann. Die einzelnen Kontaktzonen des elektrischen Kontaktes2 können auf herkömmliche Weise mit Leiterbahnen oder mit einer flexiblen Leiterplatte verbunden werden, so dass eine vielfältige Applikation möglich ist. -
- 1
- Scharnier
- 2
- elektrischer Kontakt
- 3
- drehbarer Zapfen
- 4
- Scharnierhülse
- 5
- steckseitige Öffnung
- 6
- umlaufende Rastnut
- 7
- steckseitiges Ende
- 8
- Rastring
- 9
- Ringnut
- 10
- Federring
- 11
- Steckerstift
- 12
- erste Kontaktzonen
- 13
- zweite Kontaktzonen
- 14
- Rastnut
- 15
- steckseitige Öffnung
- 16
- steckseitiges Ende des Steckerstiftes
- 17
- Kontaktnut
- 18
- Kontaktring
- 19
- Isolator
- 20
- elektrische Anbindung/Kontaktführung
Claims (11)
- Scharnier (
1 ) mit einem integrierten elektrischen Kontakt (2 ), wobei das Scharnier (1 ) aus einer Scharnierhülse (4 ) gebildet ist, welche über an beiden Enden steckseitige Öffnungen (5 ,15 ) verfügt und eine steckseitige Öffnung (5 ) geeignet ist zur mechanischen Verbindung mit einem drehbaren Zapfen (3 ), während die zweite steckseitige Öffnung (15 ) ausgebildet ist zur elektrischen Kontaktierung mit einem Steckerstift (11 ). - Scharnier (
1 ) mit integrierten elektrischen Kontakt (2 ) gemäß Anspruch 1, wobei die Scharnierhülse (4 ) nahe der steckseitigen Öffnung (5 ) über eine innenumlaufende Ringnut (9 ) verfügt, geeignet zum Verbinden mit einem drehbaren Zapfen (3 ) als korrespondierendes Scharniergelenk. - Scharnier (
1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharnierhülse (4 ) als zylindersymmetrisch Ringhülse ausgebildet ist. - Scharnier (
1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenseite der Scharnierhülse (4 ) erste Kontaktzonen (12 ) ausgebildet sind. - Scharnier (
1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenseite der Scharnierhülse (4 ) zusätzlich zu den ersten Kontaktzonen (12 ) zweite Kontaktzonen (13 ) ausgebildet sind. - Scharnier (
1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Kontaktzonen (12 ) als eine Vielzahl von zueinander beabstandeten Kontaktzonen ausgebildet sind, wobei die Kontaktzonen vorzugsweise in einem Winkelabstand von 60° zueinander angeordnet sind und entlang einer ringförmigen, geschlossenen Linie auf der Innenseite der Scharnierhülse (4 ) verlaufen. - Scharnier (
1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Kontaktzonen (13 ) als Kontaktsegmente ausgebildet sind, wobei die Kontaktsegmente parallel zu den ersten Kontaktzonen (12 ) ausgebildet sind. - Scharnier (
1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Kontaktzonen (13 ) so aus der Scharnierhülse (4 ) hinaus ragen, dass diese mit einem Steckerstift mit einer korrespondierend ausgebildeten umlaufenden Kontaktnut (17 ) in Eingriff gebracht werden können, derart, dass ein Steckerstift unendlich drehbar in der Scharnierhülse (4 ) gelagert ist und sich dadurch um seine Achse drehen kann. - Scharnier (
1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Kontaktzonen (13 ) als halbkugelförmige Kontakte ausgebildet sind. - Scharnier (
1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharnierhülse (4 ) als zylindrisch hyperbolische Kontaktkäfiganordnung ausgebildet ist. - Scharnier (
1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharnierhülse (4 ) als zylindrisch hyperbolischer RADSOK-Kontakt ausgebildet ist, wobei die Scharnierhülse (4 ) durch eine Vielzahl voneinander beabstandeten längsgestreckten Kontaktlamellen gebildet wird, welche um die zentrale Achse hyperbolisch tordiert sind und dadurch einen hyperbolisch tordierten Kontaktkäfig zum Einstecken für einen drehbaren Zapfen (3 ) und einen Steckerstift (11 ) bilden.
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