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DE102009005940B3 - Montagesystem eines Fittings mit einem Rohr und einem Montagekörper - Google Patents

Montagesystem eines Fittings mit einem Rohr und einem Montagekörper Download PDF

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DE102009005940B3
DE102009005940B3 DE200910005940 DE102009005940A DE102009005940B3 DE 102009005940 B3 DE102009005940 B3 DE 102009005940B3 DE 200910005940 DE200910005940 DE 200910005940 DE 102009005940 A DE102009005940 A DE 102009005940A DE 102009005940 B3 DE102009005940 B3 DE 102009005940B3
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Willy Hendrickx
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Henco Industries NV
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Montagesystem mit einem Fitting, wobei ein Endabschnitt eines Rohrs auf einen inneren Rohrträger des Fittings aufgeschoben und mit einer den Rohrträger und den Endabschnitt des Rohrs zumindest in einem Teilabschnitt umfassenden und an einer Ringschulter des Fittings anliegenden Presshülse festgelegt ist und wobei an dem Fitting auf der gegenüberliegenden Seite zu dem inneren Rohrträger eine Überwurfmutter angeordnet ist. Erfindungsgemäß wird ein Montagesystem bereitgestellt, das bei einfacher Fertigung eine hohe Montagesicherheit und problemlose Handhabung bietet und insgesamt kompakt aufgebaut ist. Dies wird dadurch erreicht, dass der Fitting 2 anschließend an die Ringschulter 15 einen zylinderförmigen Montagekörperträger 11 aufweist, auf den ein Montagekörper 1 mit einem ein Außengewinde aufweisenden Gewindebereich 9 aufgesetzt und mit der Überwurfmutter 3 verschraubt ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Montagesystem mit einem Fitting, wobei ein Endabschnitt eines Rohrs auf einen inneren Rohrträger des Fittings aufgeschoben und mit einer den Rohrträger und den Endabschnitt des Rohrs zumindest in einem Teilabschnitt umfassenden und an einer Ringschulter des Fittings anliegenden Presshülse festgelegt ist und wobei an dem Fitting auf der gegenüberliegenden Seite zu dem inneren Rohrträger eine Überwurfmutter angeordnet ist.
  • Eine derartiges Montagesystem mit einem Fitting ist aus der US 3,549,180 bekannt. Dieses Montagesystem weist einen aus einem metallischen Werkstoff gefertigten Fitting auf, mit dem ein aufgeschobenes Rohr unter Einsatz einer Presshülse verbunden ist. Dabei weist die Presshülse eine nach innen abgewinkelte ringförmige Abkantung auf, die in eine zwischen einer inneren und einer äußeren Ringschulter angeordneten Ausnehmung des Fittings eingreift. Anschließend an die äußere Ringsschulter schließt ein halsförmiger Abschnitt an, auf den eine Überwurfmutter aufgeschoben ist, die ihrerseits mit einem Ringflansch an einer Anlageschulter, die einseitig in den halsförmigen Abschnitt des Fittings eingearbeitet ist, anliegt.
  • Bei einer weiterhin aus der DE 29 06 026 A1 bekannter Rohrkupplung, die sich zur Verbindung von Rohren aus Kunststoffmaterial verwenden lässt, wird ein Halterungsstutzen in das Rohr eingesetzt und außen wird das Rohr mit einem zylindrischen Klemmring versehen. Anschließend wird das so vorbereitete Rohr mit einer Schraubhülse oder Schraubfassung mit einem zur Befestigung dienenden Übergangsstück verschraubt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Montagesystem mit einem Fitting bereitzustellen, das bei einfacher Fertigung eine hohe Montagesicherheit und problemlose Handhabung bietet und insgesamt kompakt aufgebaut ist.
  • Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Fitting anschließend an die Ringschulter einen zylinderförmigen Montagekörperträger aufweist, auf den ein Montagekörper mit einem ein Außengewinde aufweisenden Gewindebereich aufsetzbar und mit der Überwurfmutter verschraubbar ist. Dadurch ist ein kompakt bauendes Montagesystem bereitgestellt, das dadurch, dass der Montagekörper vor der Verschraubung mit der Überwurfmutter auf einen Montagekörperträger des Fittings aufgesetzt wird, auch eine problemlose Handhabung aufweist, da dadurch ein fehlerhaftes Ansetzen der Überwurfmutter auf dem Gewindebereich des Montagekörpers ausgeschlossen ist.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist der Fitting aus einem Kunststoffwerkstoff, insbesondere Polyvinylidenfluorid (P. V. D. F) gefertigt. Der Werkstoff Polyvinylidenfluorid hat sich als besonders geeignet für die Herstellung eines solchen Fittings erwiesen. Der Werkstoff weist eine gute Temperaturbeständigkeit und gute Alterungsbeständigkeit auf. Weiterhin tritt keine Korrosion an den Kontaktstellen mit dem an dem Fitting anzuschließenden Rohr auf, das beispielsweise aus einem metallischen Werkstoff gefertigt sein kann, so dass eine spezielle Isolierung nicht nötig ist. Im Ergebnis ist ein Fitting bereitgestellt, der eine hohe Montagesicherheit bietet und dabei problemlos zu handhaben ist.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist auch der Montagekörper und wiederum in weiterer Ausgestaltung auch die Überwurfmutter aus einem Kunststoffwerkstoff, insbesondere Polyvinylidenfluorid (P. V. D. F.) gefertigt. Damit stellen sich für diese Bauteile die gleichen Vorteile wie für den zuvor beschriebenen Fitting ein. Hinzukommt, dass durch das gleiche Material ein einheitliches werkstofftechnisches, insbesondere thermisches Verhalten der miteinander verbundenen Bauteile gewährleistet ist. Je nach den Anforderungen an die Bauteile können aber auch andere Kunststoffwerkstoffe verwendet werden. Weiterhin ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, insbesondere die Überwurfmutter aus einem metallischen Werkstoff, beispielsweise Messing oder Edelstahl herzustellen. Dies kommt insbesondere dann in Betracht, wenn die Montagegegebenheiten der Überwurfmutter besonders schwierig sind und gegebenenfalls mit ungeeignetem Montagewerkzeug gearbeitet werden muss und/oder ein wiederholtes Montieren und Demontieren der Bauteile abzusehen ist.
  • In Weiterbildung der Erfindung liegt die Überwurfmutter mit einem Ringflansch an der Ringschulter des Fittings an. Dabei ist die Ringschulter mit einem solchen Durchmesser ausgestaltet, dass bei der an der Ringschulter anliegenden Presshülse noch eine genügend bemessene Anlagefläche verbleibt, an der der Ringflansch der montierten Überwurfmutter anliegt. Dadurch, dass an der Ringschulter sowohl die Presshülse als auch der Ringflansch der Überwurfmutter anliegt, ergibt sich einerseits ein kompakter Aufbau der Verbindungsanordnung bestehend aus dem Fitting und dem Montagekörper, andererseits ist insbesondere der Fitting einfacher als beim bekannten Stand der Technik herstellbar, da er durch die Doppelfunktion der Ringschulter weniger aufwändig gestaltet ist. Wie später noch eingehender erläutert wird, ergibt sich somit eine hohe Montagesicherheit und problemlose Handhabung. Dadurch, dass die Ringschulter als beidseitige Anlagefläche (auf der gegenüberliegenden Seite liegt der Montagekörper gegen die Ringschulter an) benutzt wird, wird gleichzeitig erreicht, dass auf die Ringschulter zumindest angenähert ausschließlich (sich aufhebende) Druckkräfte ausgeübt werden. Insbesondere wirken keine Scherkräfte auf die Ringschulter ein.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist in die Ringschulter einen Führungsabsatz für den Ringflansch eingelassen. Diese Ausgestaltung ist insbesondere dann vorgesehen, wenn – wie später ausgeführt wird – die Ringschulter mit einem Übergangsabsatz ausgebildet ist. Es ergeben sich auch bei dieser Ausgestaltung die gleichen zuvor beschriebenen Vorteile.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist der Montagekörper ein Verbindungsstück, eine Abzweigung, ein Bogen oder ein sonstiges Installationsteil. Das erfindungsgemäße Montagesystem wird insbesondere im Sanitärinstallationsbereich und im Heizungsbau verwendet, kann aber grundsätzlich für die Verteilung beliebiger Flüssigkeiten und Gase verwendet werden. Insbesondere können mit diesem Montagesystem Wasserleitungen, Abwasserleitungen oder Heizungsleitungen montiert werden. Insofern kann der Montagekörper alle für eine derartige Installationen benötigte Ausgestaltungen aufweisen.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können die Fittinge innere Rohrträger mit unterschiedlichen Durchmessern aufweisen, die über die den Übergangsabsatz aufweisende Ringschulter mit dem für unterschiedliche Durchmesser des inneren Rohrträgers einheitlichen Durchmesser des Montagekörperträgers zusammenwirken. Damit wird die bereitzustellende Vielfalt von Ausgestaltungen des Montagekörpers deutlich reduziert, da verschiedene Rohrleitungsdurchmesser mit einem einzigen Montagekörper verschaltet werden. Dabei ist im Rahmen der Erfindung weiterhin vorgesehen, dass ein Montagekörper mit einem Fitting kombinierbar ist, der zur Verbindung mit einem Rohr mit maximal dem gleichen Durchmesser (oder aber einem kleineren Durchmesser) ausgelegt ist. Dadurch ist sichergestellt, dass der Montagekörper keine Drosselstelle in dem montierten Rohrleitungssystem bildet. Insbesondere ist das erfindungsgemäße Montagesystem in erster Linie für große Rohrdurchmesser, beispielsweise 75 mm, 90 mm oder 110 mm ausgelegt.
  • Diese drei Rohrdurchmesser bilden das Basissystem. Mit diesen Durchmessern werden die Montagekörper bereitgestellt. Die Fittinge weisen dann entsprechende Rohranschlussdurchmesser von 110 mm, 90 mm, 75 mm, 63 mm, 50 mm und 40 mm auf. Rohre mit solchen Durchmessern werden hängend an einer Decke eines (Industrie)-Gebäudes verlegt. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung ergibt sich der besondere Vorteil, dass auch bei solchen Rohrdurchmessern problemlos die Pressverbindungstechnik zur Verbindung der Rohre mit den entsprechenden Fittingen angewendet werden kann. Dabei ist der Montageablauf folgender: Das zu vorlegende Rohr, das beispielsweise ein Kunststoff-Metall-Kunststoff-Verbundrohr ist, wird auf die benötigte Länge abgelängt und gegebenenfalls entgratet. Anschließend wird der mit allen Bauteilen vormontierte Fitting an das abgelängte Rohr angesetzt und mit dem inneren Rohrträger in das Rohrende eingeschoben beziehungsweise mit der Presshülse außen aufgeschoben. Der Einschiebevorgang beziehungsweise Aufschiebevorgang ist durch mehrere auf dem Umfang der Presshülse eingelassene Sichtfenster, die mit einem geringen Abstand zu einem Anlageabsatz für das Rohr in dem Fitting angeordnet sind, kontrollierbar. Anschließend werden die Pressbacken des Presswerkzeugs auf die Presshülse aufgesetzt, wobei ein endseitiger Anschlag in Form einer Aufweitung an der Presshülse einen genauen Sitz des Presswerkzeugs gewährleistet. Nachdem der Preßvorgang, bei dem insbesondere eine Dreifachverpressung (mittig zwischen zwei in den inneren Rohrträger eingelassenen Runddichtringen und jeweils rechts und links außerhalb des eingeschlossenen Bereichs) zur Anwendung kommt, kann das so vorbereitete Rohr mit dem (schon an der Decke angehangenen) Montagekörper verschraubt werden. Der besondere Vorteil ist also, dass der Preßvorgang problemlos auf dem Boden des Gebäudes vorgenommen werden kann.
  • Wiederum in weiterer Ausgestaltung entspricht der Grundkreisdurchmesser des Außengewindes angenähert dem Außendurchmesser der Ringschulter. Dadurch kann die Überwurfmutter mit dem Gewinde gerade (also nur einem geringen Spiel) über die Ringschulter geschoben werden. An das Gewinde schließt dann auslaufend an den Ringflansch der Überwurfmutter ein zylinderförmiger Abschnitt an, der zumindest angenähert die gleiche Breite wie die Ringschulter aufweist. Die damit einhergehenden Durchmesser von der Ringschulter und dem zylinderförmig im Abschnitt sind so ausgelegt, dass ein geringes Spiel für ein problemloses Aufschieben und Drehen der Überwurfmutter vorhanden ist, aber andererseits eine genaue Ausrichtung der Überwurfmutter gewährleistet ist. Im Ergebnis ist durch diese Ausgestaltung ein weiterer Beitrag für eine besonders kompakte Ausgestaltung der Verbindungsanordnung gegeben, deren Durchmesser minimiert ist, das heißt, es sind keine den Durchmesser vergrößernde Absätze vorhanden. Auch sind durch diese Ausgestaltung die auftretenden mechanischen Belastungen so weit wie möglich minimiert. Das Gewinde der Überwurfmutter und des Montagekörpers ist bevorzugt als sogenanntes Zieh-Gewinde, beispielsweise des Typs Akut GG/1 Zoll ausgebildet. Dieses Gewinde hat sich als besonders geeignet für die Einarbeitung in die vorzugsweise durch Spritzgießen hergestellten Bauteile geeignet und erfüllt auch alle Montageanforderungen. Insbesondere entwickelt ein solches Zieh-Gewinde bei dem Aufdrehvorgang der Überwurfmutter hohe Zugkräfte.
  • In Weiterbildung der Erfindung weist die Überwurfmutter einen zylinderförmigen Außenumfang auf, in den Eingreifausnehmungen für ein Montagewerkzeug (Drehwerkzeug) eingelassen sind. Die Eingreifausnehmungen sind dabei bevorzugt stirnseitig in den Ringflansch der Überwurfmutter eingelassen. Dadurch ist es möglich, das Drehwerkzeug so auszugestalten, dass es axial neben der Überwurfmutter angesetzt werden kann. Dadurch braucht kein zusätzlicher Montagefreiraum zwischen der Überwurfmutter und beispielsweise einer angrenzenden Wand vorhanden sein.
  • In weiterer Ausgestaltung weist der Montagekörper einen ringförmigen Anschlag auf, an den das gewindetragende Ende der Überwurfmutter anliegt. Dadurch ist eine montagesichere Ausgestaltung angegeben, da der Monteur weiß, dass er die Überwurfmutter genau bis zur Anlage an den Anschlag auf die Verbindungsanordnung andrehen muss. Eine Fehlmontage ist dadurch ausgeschlossen.
  • In Weiterbildung der Erfindung weist der Fitting etwa im mittleren Bereich des Montagekörperträgers eine Ringnut auf, in die ein Dichtring eingesetzt ist. Dieser Dichtring stellt eine zuverlässige Abdichtung des Fittings gegenüber dem Montagekörper dar. Es ist aber auch denkbar, dass der Montagekörper in dem an der Ringschulter anliegenden Endabschnitt eine endseitige innere Ausnehmung aufweist, in die ein auf dem Montagekörperträger aufgesetzter Dichtring eingreift. Dabei ist in dem Montagekörperträger eine umlaufende Ringnut eingelassen, die so bemessen ist, dass der aufgesetzte Dichtring sicher gehalten ist.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der Zeichnungsbeschreibung zu entnehmen, in der in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiele näher beschrieben sind.
  • Es zeigen:
  • 1 eine Detailansicht in Form eines Schrittes durch eine Verbindungsanordnung eines Montagekörpers mit einem einseitig angeschraubten Fitting,
  • 2 einen Schnitt durch eine Verbindungsanordnung mit einem T-förmigen Montagekörper und Fittingen für unterschiedliche Rohrdurchmesser,
  • 3 einen Schnitt durch eine Verbindungsanordnung zur Verbindung von zwei Fittingen für unterschiedliche Rohrdurchmesser,
  • 4: einen Schnitt durch eine Verbindungsanordnung mit einem bogenförmig ausgebildeten Montagekörper,
  • 5 eine Ansicht eines T-förmigen Montagekörpers in einer Draufsicht und teilweisen Schnitt und
  • 6 eine Überwurfmutter einer Seitenansicht mit teilweisen Schnitt und in einer Draufsicht.
  • Die in den Figuren dargestellte Verbindungsanordnung wird insbesondere im Sanitärinstallationsbereich und im Heizungsbau verwendet, kann aber grundsätzlich für die Verteilung und Abführung beliebiger Flüssigkeiten und Gase verwendet werden.
  • In dem Ausführungsbeispiel gemäß 1 ist ein Montagesystem gezeigt, bei dem an einen als Verbindungsstück ausgebildeten Montagekörper 1 einseitig ein Fitting 2 mittels einer Überwurfmutter 3, die sich mit einem Ringflansch 14 an einer Ringschulter 15 des Fittings 2 abstützt, angeschraubt ist. Zur genauen Fixierung und Ausrichtung in Bezug zu dem Montagekörper 1 weist der Fitting 2 einen zylinderförmigen Montagekörperträger 11 auf, auf den der Montagekörper 1 mit einem Gewindebereich 9a aufgeschoben ist. Dabei ist der mit dem zylinderförmigen Montagekörperträger zusammenwirkende innere Bereich des Gewindebereichs 9a ebenfalls zylinderförmig ausgebildet.
  • Gegenüberliegend zu dem Montagekörper 1 weist der Fitting 2 einen inneren Rohrträger 5 und eine Presshülse 6 auf, die einen Ringsspalt 7 bilden, in den ein Rohr 4 mit einem Rohrende eingeschoben ist.
  • Zurückkommend auf dem Montagekörper 1 ist dieser – wie ausgeführt – in dem Ausführungsbeispiel gemäß 1 als Verbindungsstück ausgebildet und weist mittig einen ringförmigen Anschlag 8 auf, an denen sich beidseitig ein als Außengewinde ausgebildeter Gewindebereich 9a, 9b anschließt. Das Innengewinde der Überwurfmutter 3 und dass Außengewinde des Montagekörpers 1 sind bevorzugt als sogenanntes Zieh-Gewinde, beispielsweise des Typs Akut GG/1 Zoll ausgebildet. Diese Gewindeform hat sich als besonders geeignet für die Einarbeitung in die vorzugsweise durch Spritzgießen hergestellten Bauteile gezeigt und erfüllt auch alle Montageanforderungen.
  • Der Fitting 2 weist etwa im mittleren Bereich des Montagekörperträgers 11 eine Ringnut 13 auf, in die ein Dichtring 12 eingesetzt ist. Dieser Dichtring stellt eine zuverlässige Abdichtung des Fittings 2 gegenüber dem Montagekörper 1 dar. Die Überwurfmutter 3 ist so ausgelegt, dass diese nach erfolgter Montage einerseits mit dem Ringflansch 14 an der Ringschulter 15 und andererseits mit dem gewindetragenden Ende an dem Anschlag 8 anliegt. Dadurch ist es leicht möglich, die richtige Montage zu kontrollieren.
  • Der zuvor angesprochene innere Rohrträger 5 des Fittings 2 weist eine zu der Ringschulter 15 ausgerichtete sägezahnartige Verzahnung 16 auf, die von zwei umlaufendem Nuten in drei Abschnitte aufgeteilt ist. In diese umlaufendern Nuten sind Runddichtringe 17 eingesetzt. Solange, wie auch in 1 dargestellt ist, die Presshülse 6 noch nicht verpresst ist, gewährleisten die Runddichtringe 17 noch keine flüssigkeitsdichte beziehungsweise gasdichte Abdichtung des inneren Rohrträgers 5 gegenüber dem Rohr 4. Diese wird erst erreicht, wenn die Presshülse 6 von den Pressbacken des Presswerkzeugs verpresst worden ist. Soweit dies nicht schon optisch erkennbar ist, wird bei einem Prüfvorgang der entsprechenden Installation durch austretendes Wasser die nicht verpresste Verbindung erkannt. Der Preßvorgang erfolgt insbesondere in Form einer so genannten Dreifachverpressung, bei der die Presshülse 6 jeweils mittig in den drei Abschnitten der Verzahnung 16 umlaufend das Rohr 4 unlösbar auf den inneren Rohrträger 5 und die Runddichtringe 17 verformend und abdichtend festlegt. Ein endseitiger Anschlag in Form einer Aufweitung 18 an der Presshülse 6 gewährleistet eine genaue Lagefixierung des Presswerkzeugs.
  • Die Presshülse 6 ist auf einen Anlageabsatz 19 des Fittings 2 bis zur Anlage gegen die Ringschulter 15 aufgeschoben und mit einer endseitigen Clipsverbindung 20 festgelegt. Das Rohr 4 wird bis zur Anlage gegen den Anlageabsatz 19 auf den inneren Rohrträger 5 aufgeschoben, wobei der ordnungsgemäße Aufschiebungsvorgang durch ein oder mehrere Sichtfenster 24 in der Presshülse 6 visuell nachprüfbar ist.
  • In dem Ausführungsbeispiel nach 2 ist der Montagekörper 1 als T-Stück ausgebildet. An dieses T-Stück ist linksseitig analog zu 11 Fitting 2 zur Befestigung eines Rohres 4 mit einem Durchmesser von 110 mm angeschraubt. Rechtsseitig ist ein Fitting 2 zur Befestigung eines Rohres 4 mit einem Durchmesser von 90 mm angeschraubt. An den unteren T-Anschluss ist ein Fitting 2 zur Befestigung eines Rohres 4 von einem Durchmesser von 75 mm angeschraubt. Die beiden letztgenannten Fittinge 2 unterscheiden sich von dem erstgenannten Fitting 2 dadurch, dass sie jeweils einen Übergangsabsatz 21 zwischen dem inneren Rohrträger 5 und der Ringschulter 15 aufweisen. Weiterhin ist in die Ringschulter 15 ein Führungsabsatz 23 eingelassen, in den die Überwurfmutter 3 mit dem Ringflansch 14 eingreift. Der Montagekörper 1 weist im Unterschied zu der Ausgestaltung nach 1 in den beiden Endabschnitten je eine endseitige innere Ausnehmung 10 auf, in die ein auf dem Montagekörperträger 11 aufgesetzter Dichtring 12 eingreift. Dabei ist in dem Montagekörperträger 11 eine umlaufende Ringnut 13 eingelassen, die so bemessen ist, dass der aufgesetzte Dichtring 12 sicher gehalten ist. Der Dichtring 12 stellt eine flüssigkeitsdichte und/oder gasdichte Verbindung des Fittings 2 und des Montagekörpers 1 sicher. Selbstverständlich ist auch bei dem Fitting 2 gemäß 2 und auch den weiteren Figuren die Ausgestaltung, wie sie in 1 bezüglich der der Abdichtung des Fittings 2 zwei gegenüber dem Montagekörper 1 dargestellt ist, anwendbar.
  • Das Ausführungsbeispiel gemäß 3 unterscheidet sich von dem gemäß 1 dadurch, dass auch hier auf den rechten Gewindebereich 9b ein Fitting 2 zur Befestigung eines Rohrs mit einem Durchmesser von 75 mm mittels einer Überwurfmutter 3 angeschraubt ist.
  • Der Montagekörper 1 gemäß 4 ist als Bogenstück mit einem Winkel von 90° ausgebildet. Ansonsten unterscheidet sich dieses Ausführungsbeispiel nicht von dem gemäß 3.
  • Der T-förmige Montagekörper 1 gemäß 5 ist in einer Draufsicht und im linken Anschlussbereich in einem Schnitt dargestellt. Grundsätzlich unterscheidet sich dieser T-förmige Montagekörper 1 auch nicht von dem gemäß 2.
  • Im linken Teil der 6 ist die Überwurfmutter 3 im unteren Teil in einer Seitenansicht und im oberen Teil in einem Schnitt dargestellt. Zusätzlich zu der Darstellung gemäß 1 sind Eingreifausnehmungen 22 dargestellt, in die ein halbringförmiges Montagewerkzeug zum Drehen der Überwurfmutter 3 einsetzbar ist. Entsprechend ist im rechten Teil der 6 dargestellt, dass auf dem Umfang der Überwurfmutter 3 insgesamt sechs Eingreifausnehmungen 23 verteilt angeordnet sind. Diese Eingreifausnehmungen 23 sind stirnseitig auf der Seite der Überwurfmutter 3 angeordnet, auf der der Ringflansch 14 angeordnet ist. Die Tiefe der Eingreifausnehmungen 23 ist so bemessen, dass diese den Umfang der Überwurfmutter 3 nicht durchdringen. Dadurch ist eine Schwächung der Überwurfmutter 3 in diesem Bereich ausgeschlossen.
  • 1
    Montagekörper
    2
    Fitting
    3
    Überwurfmutter
    4
    Rohr
    5
    Rohrträger
    6
    Presshülse
    7
    Ringsspalt
    8
    Anschlag
    9a, 9b, 9c
    Gewindebereich
    10
    Ausnehmung
    11
    Montagekörperträger
    12
    Dichtring
    13
    Ringnut
    14
    Ringflansch
    15
    Ringschulter
    16
    Verzahnung
    17
    Runddichtring
    18
    Aufweitung
    19
    Anlageabsatz
    20
    Clipsverbindung
    21
    Übergangsabsatz
    22
    Eingreifausnehmung
    23
    Führungsabsatz
    24
    Sichtfenster

Claims (12)

  1. Montagesystem mit einem Fitting, wobei ein Endabschnitt eines Rohrs auf einen inneren Rohrträger des Fittings aufgeschoben und mit einer den Rohrträger und den Endabschnitt des Rohrs zumindest in einem Teilabschnitt umfassenden und an einer Ringschulter des Fittings anliegenden Presshülse festgelegt ist und wobei an dem Fitting auf der gegenüberliegenden Seite zu dem inneren Rohrträger eine Überwurfmutter angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Fitting (2) anschließend an die Ringschulter (15) einen zylinderförmigen Montagekörperträger (11) aufweist, auf den ein Montagekörper (1) mit einem ein Außengewinde aufweisenden Gewindebereich (9) aufsetzbar und mit der Überwurfmutter (3) verschraubbar ist.
  2. Montagesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fitting (2) aus einem Kunststoffwerkstoff, insbesondere Polyvinylidenfluorid (P. V. D. F.) gefertigt ist.
  3. Montagesystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagekörper (1) aus einem Kunststoffwerkstoff, insbesondere Polyvinylidenfluorid (P. V. D. F.) gefertigt ist.
  4. Montagesystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwurfmutter (3) aus einem Kunststoffwerkstoff, insbesondere Polyvinylidenfluorid (P. V. D. F.) gefertigt ist.
  5. Montagesystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwurfmutter (3) mit einem Ringflansch (14) an der Ringschulter (15) des Fittings (2) anliegt.
  6. Montagesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in die Ringschulter (15) ein Führungsabsatz (23) für den Ringflansch (14) eingelassen ist.
  7. Montagesystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagekörper (1) ein Verbindungsstück, eine Abzweigung, ein Bogen oder ein sonstiges Installationsteil ist.
  8. Montagesystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fittinge (2) innere Rohrträger (5) mit unterschiedlichen Durchmessern aufweisen, die über die einen Übergangsabsatz (21) aufweisende Ringschulter (15) mit dem für unterschiedliche Durchmesser des inneren Rohrträgers (5) einheitlichen Durchmesser des Montagekörperträgers (11) zusammenwirken.
  9. Montagesystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkreisdurchmesser des Außengewindes des Montagekörpers (1) angenähert dem Außendurchmesser der Ringschulter (15) entspricht.
  10. Montagesystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwurfmutter (3) einen zylinderförmigen Außenumfang aufweist, in den Eingreifausnehmungen (22) für ein Montagewerkzeug eingelassen sind.
  11. Montagesystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagekörper (1) einen ringförmigen Anschlag (8) aufweist, an dem das gewindetragende Ende der Überwurfmutter (3) anliegt.
  12. Montagesystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fitting (2) etwa im mittleren Bereich des Montagekörperträgers (11) eine Ringnut (13) aufweist, in die ein Dichtring (12) eingesetzt ist.
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