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DE102009005721A1 - Verfahren zur Herstellung eines Wertstoffes aus Biogasabfall, Stallmist, Gülle, Altpapier und Spreu der Kornernte und aus dem Wertstoff bestehende Nutzgegenstände - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Wertstoffes aus Biogasabfall, Stallmist, Gülle, Altpapier und Spreu der Kornernte und aus dem Wertstoff bestehende Nutzgegenstände Download PDF

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DE102009005721A1
DE102009005721A1 DE102009005721A DE102009005721A DE102009005721A1 DE 102009005721 A1 DE102009005721 A1 DE 102009005721A1 DE 102009005721 A DE102009005721 A DE 102009005721A DE 102009005721 A DE102009005721 A DE 102009005721A DE 102009005721 A1 DE102009005721 A1 DE 102009005721A1
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DE
Germany
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plant
manure
waste
ground
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102009005721A
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English (en)
Inventor
W. Kroll
Udo Adam
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kroll Willi Georg De
WILLI GEORG KROLL, DE
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F3/00Fertilisers from human or animal excrements, e.g. manure
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
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    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Abstract

Zur Reduzierung des Kunststoffverbrauches und zur Verwertung von Abfall aus Biogasanlagen sowie von Mist und Gülle und anderen biologisch abbaubaren Stoffen ist ein Verfahren vorgesehen, bei dem dieses Ausgangsmaterial allein oder im Gemisch zunächst einmal falls notwendig zerkleinert wird, um dann mit einem biologischen Neutralisator vermischt und durchlüftet zu werden. Damit ist der nachteilige Ammoniakgeruch bzw. das Ammoniakgas entfernt, sodass dieses Material dann mit einem biologisch abbaubaren Verbindungsmittel, vorzugsweise Gluten vermischt und dann unter gleichzeitiger Einbringung von Wärme in einer Pressanlage zu Pflanztöpfen, Pflanzschalen, Pflanzsticks oder auch geformten Kompost oder Pflanzmatten verarbeitet werden. Die den Kunststoff ersetzenden Wände und Böden dieser Pflanztöpfe, Pflanzschalen, Pflanzsticks usw. verrotten bzw. zersetzen sich nach relativ kurzer Zeit, sodass sie dann den Wurzeln der gesetzten Pflanzen noch als Nährstofflieferant dienen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Wertstoffes aus dem Abfall von Biogasanlagen sowie dem bei der Viehzucht anfallenden Mist und der Gülle sowie Altpapier und Spreu der Kornernte. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Pflanztöpfen, Pflanzschalen oder Pflanzsticks und Ähnlichem aus dem Ausgangsstoff Bioabfall. Schließlich betrifft die Erfindung einen aus dem entsprechenden Wertstoff hergestellten Nutzbehälter sowie eine Anlage zur Herstellung und Verarbeitung eines entsprechenden Wertstoffes.
  • Das aus der Viehzucht stammende Mist-/Gülleprodukt sowie der Abfall aus Biogasanlagen in breiiger Form wie auch Altpapier und Spreu der Kornernte stellen bisher ein erhebliches Problem bei der Entsorgung dar. Es handelt sich um erhebliche Mengen an diesem problematischen Material, das mehr oder weniger nur auf Felder verbracht werden kann und dort leicht zur Überdüngung und Versäuerung des Bodens führt und darüber hinaus durch den starken Geruch auch noch die Umwelt belastet. Andererseits ist es zu schade, dieses Gemisch auf Halden zu verbringen oder auch zu verbrennen, weil noch eine ganze Reihe von Komponenten in diesem Material enthalten sind, die insbesondere bei der Landwirtschaft aber auch in anderen Bereichen vorteilhaft einsetzbar sind.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen für landwirtschaftliche Betriebe, Gärtnereien und auch für private Haushalte geeigneten Wertstoff zu entwickeln, der vor allem Kunststoffartikel ersetzend in den genannten Bereichen einsetzbar ist.
  • Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass bei dem Verfahren – falls notwendig – zunächst die Ausgangsstoffe Abfall sowie Mist und Gülle, Altpapier oder Spreu der Kornernte allein oder gemeinsam einer Nachzerkleinerung auf mindestens eine pressbare Korngröße unterzogen und dann mit einem biologischen Neutralisator für Ammoniak vermischt und einer Durchlüftung unterzogen werden, woraufhin ein biologisch abbaubares Verbindungsmittel zugemischt und das Mischgut einer Pressanlage zugeführt und zu Pflanztöpfen, Pflanzschalen, Pflanzsticks, Pflanzmatten, Saatmatten u. Ä. verpresst wird.
  • Mit einem derartigen Verfahren ist es zunächst einmal möglich, den unangenehmen, ja stechenden Geruch sowohl aus dem Abfall aus Biogasanlagen wie auch aus Mist und Gülle herauszunehmen, sodass diese Stoffe dann problemlos weiterverarbeitet werden können. Dieses Material oder auch vorher vor der Neutralisation wird falls notwendig zerkleinert und zwar auf eine pressbare Korngröße. Da das Material zunächst einmal noch feucht bis sogar nass ist und darüber hinaus natürlich beim Zerkleinern oder auch schon vorher eine nicht unerhebliche Kornfraktion um 0 mm aufweist, kann nach der Restgas wegnehmenden Durchlüftung mit einem biologisch abbaubarem Verbindungsmittel vermischt werden, um dann in einer Pressanlage entsprechend geformt zu werden. Die Menge des Neutralisators richtet sich nach dem Anteil an Ammoniak im Gesamtgemisch während das Verbindungsmittel in einer Menge von 1,5 bis 20 Gew.-% zugemischt wird, je nachdem wie lange der Zerfall hinausgezögert werden soll. Je mehr an Verbindungsmittel zugeführt wird, umso länger ist der Bestand der Pflanztöpfe, der Pflanzsticks oder der anderen Endprodukte. Je nach Feuchte des Gemisches vor Zufuhr des Verbindungsmittels muss entschieden werden, ob das Verbindungsmittel in trockener oder in feuchter Form oder gar flüssiger Form zugemischt wird. Auf jeden Fall kommt es dann zu einem Endprodukt, das genau die Konsistenz hat, die für die Verpressung bzw. Formung optimal ist. Vorteilhaft ist, dass dieser Wertstoff, der aus einem Abfallprodukt gewonnen wurde, nun zu Pflanztöpfen oder Pflanzschalen oder Pflanzsticks oder Pflanzmatten oder Saatmatten u. Ä. umgewandelt wird, sodass z. B. auf entsprechende Kunststofferzeugnisse vollständig verzichtet werden kann. Gerade bei der Blumenzucht oder Pflanzenzucht und in sonstigen Gärtnereibereichen können diese Formteile problemlos eingesetzt werden, d. h. sie verfügen über die notwendige Festigkeit während des Einpflanzens oder Einfüllens von Blumen bzw. Erde, sodass damit die Aufgabe der bisherigen Kunststoffteile übernommen werden kann. Beim Einpflanzen kann man dann darauf verzichten, die Pflanzen bzw. die Erde mit dem Samen aus dem Topf oder der Schale oder dem Stick herauszunehmen und die Hüllen bzw. entsprechenden Behälter getrennt wieder zurückzuführen oder zu entsorgen, weil die aus dem Wertstoff bestehenden Teile problemlos in der Erde sich auflösen und sogar noch den zusätzlichen Effekt haben, dass sie die jeweilige Pflanze auch noch mit Dünger versorgen, weil sie im Wesentlichen aus einem solchen Material bestehen.
  • Um den unangenehmen, ja stechenden Geruch aus dem zu verarbeitenden Gemisch herauszunehmen, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass der Abfall aus der Biogasanlage sowie die Gülle-Mist-Kombination zur Entfernung des starken, unangenehmen Geruches mit dem biologischen Neutralisator für Ammoniak behandelt und durch Neutralisation des Ammoniakgases neutralisiert wird. Alkalien z. B. führen zur beschriebenen Neutralisation, wobei dabei Reststoffe anfallen, die ohne weiteres den Pflanzenwuchs begünstigen, was auch ein biologischer Neutralisator ermöglicht. Von daher ist diese Zusatzmaßnahme, die einfach wegen der späteren Verarbeitung zweckmäßig und notwendig ist, kein wesentlicher Kostenfaktor, sondern mit so vielen Vorteilen und so viel Nutzen verbunden, dass eventuelle Zusatzkosten dadurch weitgehend ausgeglichen werden.
  • Das bei der Bearbeitung freigesetzte Ammoniakgas wird zweckmäßigerweise durch einen Gaswäscher zusätzlich neutralisiert und unschädlich gemacht. Damit ist ein für alle mal die negative Beeinflussung durch das Gas behoben.
  • Eine weitere zweckmäßige Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die, bei der das bei der Neutralisation entstehende Ammoniaksubstrat mit dem Abfall und/oder der Gülle-Mist-Kombination vermischt wird, um dann im Mischprodukt zu verbleiben und letztlich der Pflanze zugute zu kommen. Das Ammoniaksubstrat dient als Zusatzdünger und begünstigt das Pflanzenwachstum, unterstützt also den übrigen Wertstoff, der ebenfalls das Pflanzenwachstum begünstigt.
  • Um eventuell noch vorhandene Geruchs belastende Teile aus dem Gemisch zu eliminieren, sieht die Erfindung vor, dass das weitgehend geruchsneutrale Gemisch belüftet wird, vorzugsweise indem es in einer Trommel gewendet und belüftet wird. Dieses Belüften hat darüber hinaus den Vorteil, dass eine weitere Trocknung des Gemisches erreicht wird, insbesondere dann, wenn gemäß einer Weiterbildung das Gemisch mit warmer Luft von 30 bis 60°C, vorzugsweise 40°C durchströmt und gleichzeitig angetrocknet wird. Natürlich wird im Wesentlichen eine Abtrocknung der Kornoberfläche eintreten, was aber immerhin ausreicht, das anschließende Verkleben immer noch sicherzustellen, wobei sich die Temperatur, die die einzelnen Kornteile des Gemisches aufweisen für diesen Prozess unterstützend auswirkt.
  • Unter Ausnutzung dieser Wärme sieht die Erfindung weiter vor, dass das noch warme und noch Restfeuchte aufweisende Gemisch mit einem Verbindungsmittel in Form von Gluten oder anderen organischen, aus Naturprodukten gewonnen Klebern intensiv vermischt wird. Das Gluten oder die anderen organischen aus Naturprodukten gewonnen Kleber haben den Vorteil, dass sie sich in einer bestimmten Zeit im Erdboden zersetzen bzw. ihre Wirkung so verlieren, dass das gepresste Endprodukt dann auch im Erdboden sicher zerfällt bzw. sich sogar auflöst. Die noch vorhandene Restfeuchte und die Temperatur des Gemisches erbringen eine intensive Vermischung mit dem Verbindungsmittel, das dann seine verbindende Wirkung optimal entfalten kann.
  • Um eine gleichmäßige Durchmischung zu gewährleisten und damit auch dem Endprodukt eine durchgehende Festigkeit für eine vorbestimmte Zeit zu geben, ist vorgesehen, dass das Gluten oder ein anderer organischer Kleber z. B. in flüssiger Form auf das Gemisch aufgegeben und dann vermischt wird. Da sich das Gemisch selbst kontinuierlich in Bewegung befindet, kann es so den organischen Kleber bzw. das Gluten aufnehmen und dafür Sorge tragen, dass bei dem späteren Pressvorgang eine wirksame Verklebung oder Verkettung eintritt.
  • Bei zu großen Transportwegen oder Zwischenschritten ist es von Vorteil, wenn wie erfindungsgemäß vorgesehen, das Gemisch zwischen den einzelnen Verfahrensschritten erwärmt wird. Dies kann auch dadurch erreicht werden, dass die einzelnen Mischaggregate beispielsweise beheizt werden, sodass sie beim Mischen die notwendige Temperatur an das Gemisch weitergeben können.
  • Insbesondere dann, wenn Pflanzsticks gepresst werden sollen, ist es von Vorteil, wenn das Gemisch mit dem Verbindungsmittel dosiert, gepresst und dabei gleichzeitig Saatgut in die entstehende Form, vorzugsweise Pflanzsticks eingegeben wird. Dieses Saatgut bzw. diese Saatkörner oder auch Zwiebeln werden dann mit dem sie umgebenden Wertstoff in die Erde eingebracht, wo der Wertstoff, d. h. also der eigentliche Pflanzstick zerfällt, um dem Saatgut oder den Zwiebeln die notwendigen Nährstoffe zuzuführen, die sie brauchen, um sich in der vorgegebenen Zeit zu entwickeln und zu wachsen.
  • Bei den einzelnen Pflanzen oder dem Saatgut entwickelt sich das Wurzelwerk in dem umgebenden Erdmaterial oder auch dem Wertstoff, wobei nach einer bestimmten Zeit sich die Wurzeln auch in das umgebende Erdreich erstrecken sollen, was dadurch ermöglicht wird, dass die Zersetzungszeit des Pressgutes durch entsprechende Druckeinstellung bestimmt wird. Je nach gewünschtem Zersetzungsrhythmus wird also die Druckeinstellung gewählt, d. h. je höher der Druck ist, desto länger ist die Zersetzungszeit oder andersrum gesagt, desto länger ist der Bestand des einzelnen Pflanzsticks oder des Topfes gewährleistet.
  • Der Bestand des jeweiligen Pressgutes oder besser gesagt der Pflanztöpfe, Pflanzsticks u. s. w. wird dadurch verlängert oder unterstützt, dass die Oberfläche des Pressgutes nach Ausformung mit dem Verbindungsmittel, vorzugsweise flüssigem Gluten besprüht wird. Es ergibt sich eine stabile Außenseite, was dennoch die Zersetzungszeit nicht wesentlich beeinflusst, andererseits aber beim Transport mit und ohne Pflanzgut sich sehr vorteilhaft stabilisierend auswirkt.
  • Um das Einbringen des Pflanzgutes in die Pflanzsticks zu erleichtern und andererseits das Einbringen der Pflanzsticks in den Erdboden ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass die Pflanzsticks einen nach oben offenen Hohlraum aufweisend und Samen und/oder Zusätze aufnehmend geformt werden. Natürlich können diese Pflanzsticks auch mehrere Hohlräume nebeneinander aufweisen, um so noch gezielter die Stoffe in die Pflanzsticks einzufüllen, die die ebenfalls darin enthaltenen Samen besonders gut und gezielt unterstützen können.
  • Statt der Pflanzsticks oder auch der Pflanztöpfe ist es auch möglich, flächige Anordnungen zu verwirklichen, indem nämlich das geformte Granulat auf eine im Erdboden sich zersetzende Filzschicht aus Papier oder Faserstoff zusammen mit Samen aufgegeben, mit einer weiteren Filzschicht abgedeckt und dann durch Abnähen oder Verpressklebung mit dem Verbindungsmittel, vorzugsweise Gluten zu einer eine oder mehrere Taschen aufweisenden Pflanzmatte verarbeitet wird. Damit ist es möglich, mehrere Samen oder Blumenzwiebeln in einem solchen Hohlraum oder einer solchen Kammer unterzubringen und dann in den Erdboden einzusetzen, sodass auch flächige Anordnungen von Pflanzen und Blumen erreicht werden können.
  • Um auch große Flächen kurzfristig zu begrünen und dabei sicherzustellen, dass die Zusammensetzung des Untergrundes dafür nicht entscheidend ist oder auch der Zustand dieses Untergrundes, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass zusammen mit dem geformten Granulat und eventuell weiterem Spezialdünger Rasensamen in flach ausgebildete Taschen zu einer aufrollbaren Pflanzmatte geformt wird, wobei die weitere Filzschicht eine glatte Oberfläche ergebend ausgebildet wird. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Taschen werden dabei möglichst schmal gehalten, um eine durchgehende Rasenmatte zu erreichen. Diese Anordnung oder besser gesagt dieses Verfahren ist deshalb besonders vorteilhaft, weil damit auch steilere Hänge problemlos begrünt werden können, wobei durch Ausfüllung der Taschen mit dem geformten Kompost sichergestellt ist, dass sich der Rasensamen auch über einen ausreichend langen Zeitraum entwickeln und bestehen kann, bis seine Wurzeln letztlich durch die untere Filzschicht, die sich auch zersetzt, hindurch dringt und den darunter befindlichen Erdboden so beeinflusst, dass die notwendigen Nährstoffe nun über die Wurzeln auch aus diesem Untergrund herausgenommen werden. Besonders vorteilhaft ist, dass die aufrollbare Pflanzmatte leicht transportiert und verarbeitet werden kann, insbesondere dann, wenn beispielsweise bei Steilhängen an einzelnen Stellen Verankerungen angebracht werden, sodass die gesamte Pflanzmatte sicher auf dem Erdboden fixiert ist. Durch die glatte Oberfläche der oberen Filzschicht erhält der Rasen eine gleichmäßige Oberfläche oder sogar eine gleichmäßig glatte Oberfläche, was für die weitere Bearbeitung Vorteile hat, weil dann beispielsweise der Rasen leichter und gleichmäßig gemäht werden kann.
  • Weiter vorne ist darauf hingewiesen worden, dass die Ausgangsrohstoffe, d. h. der Mist, die Gülle und der Abfall aus Biogasanlagen zunächst einmal neutralisiert werden, um eine Geruchsbelastung zu vermeiden. Die Durchlüftung sorgt dann für die Entfernung von Reststoffen bzw. Gasen. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist nun vorgesehen, dass die Neutralisation und die Durchlüftung kombiniert durchgeführt werden, wobei dazu eine Siebtrommel mit Heißluftzufuhr und einer Mittelwelle mit einer Axialbohrung und verteilt angeordneten Radialbohrungen verwendet wird. Diese Siebtrommel hat dann noch den Vorteil, dass besonders feinkörniges Mischgut abgesondert werden kann, um es getrennt zu verpressen. Das übrige Material wird aufgewärmt und durchlüftet und wie beschrieben gleichzeitig neutralisiert. Es kann dann zum Mischer weiterbefördert werden, um das Verbindungsmittel einzubringen. Diese besondere Ausbildung der Siebtrommel hat den Vorteil, dass die Warmluft oder Heizluft gezielt durch die Mittelwelle und die Axialbohrungen hindurchgeführt und über die Radialbohrungen austreten kann. Es ist aber auch möglich chargenweise oder ggf. auch gleichzeitig auch noch Verbindungsmittel auszusprühen, wobei die Siebtrommel den Vorteil hat, dass das Mischgut mit dem Verbindungsmittel hier besonders gut erreichbar ist und mit ihm verbunden bzw. gemischt werden kann.
  • Bei einem Verfahren zur Herstellung von Pflanztöpfen, Pflanzschalen oder Pflanzsticks wird der Ausgangsstoff Bioabfall in Verbindung mit Torf oder auch Pflanzerde einer Zerkleinerung auf mindestens eine pressbare Korngröße unterzogen, bevor dieses Mischgut dann mit einem biologisch abbaubaren Verbindungsmittel, vorzugsweise Gluten unter Zugabe von Wasser zugemischt und das Mischgut dann im nächsten Schritt in vorgegebenen Formen gepresst wird. Auch Torfmaterial eignet sich vorteilhaft bei Zugabe von Gluten dazu, insbesondere bei Pflanztöpfen das Material Kunststoff zu ersetzen, wobei auch der Torf mit dem Gluten zusammen eine vorteilhafte Zersetzungszeit aufweist, also den Wuchs der Pflanze nicht behindert, sondern vielmehr aufgrund der Zusammensetzung unterstützt, denn der Torf kann mit Dünger versehen werden oder aber der entsprechende Pflanztopf oder die Pflanzschale oder die Pflanzsticks werden teilweise mit Dünger gefüllt, wobei dann nur der Mantel aus dem Torf mit dem Gluten besteht.
  • Um den Pressvorgang zu unterstützen, ist vorgesehen, dass dem Mischgut vor, beim oder nach dem Pressen Wärme zugeführt wird, sodass die noch im Mischgut enthaltene Feuchtigkeit mit dazu beiträgt, dass sich das Verbindungsmittel vorteilhaft mit dem Mischgut vermischen kann, sodass mit diesem Verfahren die erwähnten Gegenstände wie insbesondere die Pflanztöpfe wirkungsvoll hergestellt werden.
  • Zur Erzeugung von mattenförmigen Wertstoffgegenständen ist vorgesehen, dass in den Formen das Mischgut zu geformtem Saat-Granulat gepresst und dann zwischen im Erdboden sich zersetzende Filzschichten angeordnet und zu gefüllten Taschen geformt wird. Sowohl die Filzschichten wie auch das Mischgut oder das Granulat zerfällt oder zersetzt sich in bestimmten Zeitabschnitten, sodass die mit in die Taschen eingefüllten Samen sich entwickeln und ernähren können, zunächst einmal ohne auf die Umgebung angewiesen zu sein. Der Torf wird zweckmäßigerweise mit Dünger angereichert, um so die Pflanzen optimal zu versorgen, wobei der Torf als solcher später für die Lockerheit des Bodens zu sorgen hat.
  • Um auch solche Torf verarbeitenden bzw. benutzenden Wertstoffe auch beispielsweise im Bereich Straßenbau einsetzen zu können, ist vorgesehen, dass die Filzschichten zu einer eine Vielzahl von mit Kompost und Samen gefüllten Taschen aufweisenden und aufrollbaren Pflanzmatte zusammengefügt werden. Eine solche Pflanzmatte, die flach bauend ist, enthält im Wesentlichen als Samen Grassamen, der so mit dem Kompost-Torf bzw. mit Erde gemischt ist, dass er sich sehr schnell entwickelt und zu einer durchgehenden Rasenschicht führt. Da sowohl der Kompost vorhanden ist, als auch die sich zersetzenden Filzschichten, die dann ebenfalls einen Nährstoff für den Rasen darstellen, kann auch bei ansonsten für den Rasenwuchs nicht geeignetem Untergrund mit derartigen Pflanzmatten erfolgreich gearbeitet werden.
  • Bei den erfindungsgemäßen Nutzbehältern für den Garten- und Landschaftsbau bestehen die Wände und der Boden aus einem Wertstoff, der aus dem Abfall einer Biogasanlage und/oder Mist und/oder Gülle und einem Verbindungsmittel hergestellt ist, das biologisch abbaubar ist und das mit dem Mischgut aus dem Abfall, dem Mist und der Gülle durch einen über den jeweiligen Pressdruck die Zersetzungszeit vorgebenden Pressvorgang ausgehärtet ist, wobei das Mischgut vorher vom darin enthaltenen Ammoniak durch Neutralisation befreit worden ist. Ein derartiger Nutzbehälter, beispielsweise ein Pflanztopf besteht nicht mehr aus einem mehr oder weniger dickwandigen Kunststoff sondern aus einem Naturprodukt, nämlich dem Abfall einer Biogasanlage, Mist oder Gülle, die mit dem Verbindungsmittel zusammen die Formung entsprechender Pflanzbehälter ermöglichen. Es versteht sich, dass wenn Gülle alleine zum Einsatz kommt, diese zunächst einmal weitgehend so verdickt werden muss, dass ein Produkt entsteht, das dann mit dem Verbindungsmittel und auch ggf. weiteren Wertstoffen verbunden wird, um in den Pressen zu wirksamen Formen zu führen bzw. zu Behältern. Vorteilhaft ist weiter, dass so hergestellte Nutzbehälter beispielsweise Pflanztöpfe für die dort hineingesetzten Pflanzen Nährstoffe darstellen oder Nährstoffe abgeben, sodass sich die Pflanze umso besser entwickelt und sich umso leichter mit ihrem Wurzelwerk in den umgebenden Boden hineinbewegen kann. Vorteilhafterweise haftet diesen Nutzbehältern nicht der unangenehme Geruch der Gülle oder des Mistes oder auch des Abfalls von Biogasanlagen an, sondern sie sind so geruchsneutralisiert, dass sie problemlos auch in Gärtnereien oder ähnlichen Betrieben stehen können, bevor sie verkauft und in den Erdboden eingesetzt werden. Über den Pressvorgang werden die Wände und der Boden soweit verfestigt, dass sie das Einsetzen der Pflanze oder das Einfüllen von Erde und Samen problemlos überstehen und auch den nachfolgenden Transport und sogar das Einsetzen in den Garten, wobei erst durch die dort vorgefundene Feuchtigkeit der Zerfall der Wände und des Bodens beginnt. Die Zersetzungszeit wird durch den Kleber und den Pressdruck als solchen vorgeben, d. h. je höher der Druck während des Pressvorganges ist, desto länger dauert es, bis sich die Wände und der Boden zersetzen.
  • Zur Stabilisierung der entsprechend hergestellten Nutzbehälter ist es von Vorteil, wenn Wände und Boden eine nach dem Durchlauf durch die Pressen zumindest außenseitig aufgebrachte Verbindungsmittelschicht aufweisen. Diese glatte oder ausgehärtete Verbindungsmittelschicht erleichtert das Ineinandersetzen der einzelnen Nutzbehälter, insbesondere aber auch das Einsetzen in den Gartenboden oder in das sonstige Erdreich. Außerdem wird so die Zersetzungszeit gezielt erhöht und genau vorbestimmbar.
  • Um den Zerfall der Wände und des Bodens abzusichern, ist vorgesehen, dass das Verbindungsmittel bzw. die Verbindungsmittelschicht eine Glutenschicht oder andere organische Kleberschicht ist. Dadurch ist sichergestellt, dass das Zersetzen der Wände und des Bodens auf jeden Fall nach dem vorgegebenen Zeitraum unter Einwirkung von Feuchtigkeit eintritt, sodass dann diese Materialien auch als Versorgungsstoffe für die Pflanzen zur Verfügung stehen. Auch die Glutenschicht als solche oder die Kleberschicht enthält noch Stoffe, die von den Pflanzen verwertet werden können.
  • Derartige Nutzbehälter können unterschiedliche Formen aufweisen, wobei sich die Erfindung besonders zweckmäßig verwirklichen lässt, wenn die Wände und der Boden einen Pflanztopf, eine Ballenhülle oder einen Pflanzstick ergebend geformt sind. Alle derart geformten Nutzbehälter werden mit den Pflanzen oder Samen zusammen in den Erdboden bzw. Gartenboden eingesetzt, sorgen zunächst dafür, dass die sich entwickelnde Pflanze einen stabilen Stand hat und sich dann anschließend nach Zerfallen der Wände und des Bodens die darin enthaltenen Nährstoffe zugute kommen lässt und entsprechend sich optimal entwickeln kann. Der Pflanztopf oder der Pflanzstick lassen sich einfach in den Erdboden einschieben bzw. einpflanzen, was grundsätzlich auch für die Ballenhülle gilt, wobei diese vorteilhaft dafür sorgt, dass im Ballen selbst eine gewisse Temperatur und auch vor allem auch eine gewisse Feuchte aufrechterhalten wird, sodass mit dem Einsetzen des Ballens und der Ballenhülle in den Gartenboden oder sonstigen Boden sich eine optimale Anwachssituation ergibt. Auch hier bleibt die Ballenhülle im Gartenboden und verwandelt sich nach vorgegebener Zeit in Dünger, indem wertvolle Nährstoffe für die Pflanzen bzw. den Wurzelballen abgegeben werden.
  • In gewisser Hinsicht handelt es sich auch dann um einen Nutzbehälter, wenn Wände und Boden aus zwei Filzschichten aus Papier oder Faserstoff bestehen, die sich im Erdboden zersetzend ausgebildet sind und die eine oder mehrere Kammern bildend aufeinander gelegt und randseitig miteinander verbunden sind, wobei die Kammern mit Wertstoff und Samen gefüllt sind, sodass der Samen sich sehr schnell entwickeln und dabei vom Wertstoff und auch von den Filzschichten „ernähren” kann. Wie weiter vorne schon erwähnt, können so ganze Pflanzenansammlungen in genau vorgegebener Positionierung in den Erdboden eingegeben und dann zum Wachsen und Blühen gebracht werden.
  • Wiederum handelt es sich um einen Nutzbehälter, wenn die die beiden oder auch mehrere Filzschichten eine, eine Vielzahl von voneinander getrennten, gefüllten Kammern aufweisende Pflanzmatte bildend zusammengefügt und miteinander verbunden sind. Ein solcher Nutzbehälter bzw. ein solche Pflanzmatte eignet sich besonders dafür, beispielsweise eine Rasenfläche vorzugeben oder auch einen Hang zu begrünen, der ansonsten wegen seiner Zusammensetzung oder wegen der Steilheit gar nicht erst begrünt werden kann. Diese dann aufgebrachten Pflanzmatten führen besonders dann zu einer Stabilisierung des gesamten Hangs, wenn diese Pflanzmatten über Anker oder ähnliches mit dem Untergrund verbunden werden.
  • Um dieses Verbinden der Pflanzmatte mit dem Untergrund zu erleichtern, ist vorgesehen, dass in den Filzschichten Löcher vorgegeben sind, die das Durchstoßen von Ankern erleichternd angeordnet und ausgebildet sind. Mit einer derartigen Pflanzmatte kann beispielsweise ein Autobahnhang auch bei entsprechend steiler Neigung immer noch sicher begrünt werden, wobei die Pflanzmatte nicht abrutschen kann, weil sie entsprechend durch die Anker festgelegt und mit dem Untergrund verbunden ist. Die mehrfach schon erwähnten Pflanztöpfe aber auch die Pflanzsticks werden in Gruppen zusammengefügt in Paletten transportiert. Gemäß der Erfindung ist nun vorgesehen, dass Wände und Boden eine mehrere Pflanztöpfe mit ihren Ausnehmungen aufnehmende Palette bildend in Pressen geformt sind, wobei der Anteil an Verbindungsmittel erhöht, vorzugsweise gegenüber Pflanztöpfen verdoppelt bis verdreifacht ist. Zwar werden diese Paletten nicht in den Boden eingebracht und zerfallen dann, können aber aufgrund ihrer Zusammensetzung leicht entsorgt werden, wobei sie problemlos auch mehrere Transporte überstehen können, weil ja genügend Kleber bzw. Verbindungsmittel eingebracht ist. Aber auch dieser hohe Anteil an Verbindungsmittel bzw. beispielsweise Gluten verzögert höchstens das Zerfallen, verhindert es aber nicht, sodass derartige Paletten problemlos auf einer Müllhalde ja sogar auf einem Komposthaufen zu entsorgen sind.
  • Zur Herstellung und Verarbeitung eines Wertstoffes aus dem Abfall von Biogasanlagen und/oder Mist und/oder Gülle, ist eine Anlage bestehend aus mehreren Bunkern für Mist und Gülle und Biogasabfall, aus Tanks für einen Neutralisator und ein organisches Verbindungsmittel sowie aus Vorratsbehälter für Samen, Grassamen und Dünger sowie weitergehende Anlagen, die alle über Transportmittel verbunden sind, vorgesehen. Zunächst einmal ist eine Mischstrecke vorhanden, in der der Neutralisator mit dem Gemisch in Verbindung gebracht wird sowie dann eine anschließende Lüftungsstation, über die die letzten Anteile an Ammoniakgas und ähnlichem ausgetrieben werden. Danach erfolgen die Vermischung mit dem Verbindungsmittel in einer Mischtrommel und/oder einer Siebtrommel und das Pressen zur Formung von Pflanztöpfen, Pflanzschalen, Pflanzsticks und Paletten. Die Siebtrommel insbesondere ist so ausgebildet, dass sie eine Spritzmittelwelle aufweist, über die das Verbindungsmittel in das Gemisch hineingebracht werden kann, wobei über die Siebwände das zu feine Gut auch noch abgeführt werden kann, um es gesondert zu verpressen. Damit ist eine vielschichtige und vorteilhaft auszunutzende Anlage vorgegeben, mit der eben dieses besondere Material bzw. Ausgangsprodukt so vorbereitet werden kann, dass es anschließend zu Nutzbehältern oder Nutzgegenständen geformt werden kann, die als solche dann auch noch Doppelfunktionen übernehmen, nämlich einmal das Aufnehmen entsprechender Erde und Pflanzen bzw. Samen und dann noch deren Versorgung mit Nährstoffen, wenn diese in den Erdboden bzw. den Gartenboden eingebracht sind. Dann, wenn beispielsweise nur Gülle oder zuviel Gülle zum Einsatz kommt, ist es zweckmäßig, diese zunächst einmal durch Zuführung von Wärme zu verdicken, um sie dann wie beschrieben durch die Mischstrecke, die Mischtrommel und die Pressen zu bringen. In aller Regel wird aber ein Gemisch zum Einsatz kommen, wobei beim Einsatz nur von Gülle es durchaus auch denkbar ist, beispielsweise Rindenmulch, Stroh, Heu, Altpapier und/oder Haare hinzuzufügen, der zweckmäßigerweise dann ebenfalls vorher zerkleinert werden, aber mit der Gülle zusammen eine vorteilhaft weiter zu verarbeitende Mischung darstellen.
  • Sowohl bei der Verdickung von Gülle aber auch zur optimalen Behandlung des Abfalls aus Biogasanlagen und des Mistes ist es von Vorteil, wenn der die Lüftungsstation versorgende Drucklufterzeuger/-speicher, die Mischtrommel und/oder die Pressen oder die Verbindungsleitungen oder -strecken mit einer Heizung ausgerüstet sind. Das Mischgut wird somit zweckmäßigerweise an mehreren Stellen aufgewärmt oder aufgeheizt, sodass eine für die Verarbeitung sich optimal auswirkende Temperatur mehr oder weniger gleichmäßig vorgehalten wird, wobei auch hier die Heizung den zusätzlichen Effekt bringt, die eventuell noch vorhandenen Ammoniakgase endgültig auszutreiben und damit unschädlich zu machen, ohne dass die im Wertstoff enthaltenen Nährstoffe dadurch beeinträchtigt würden.
  • Für die Formgebung der Nutzbehälter ist vorgegeben, dass der Form der Nutzbehälter entsprechend Pressen, Flachpressen, Schneckenpressen und Pressanlagen mit Pelletsformplatte zum Einsatz kommen. Über diese besonderen Formgebungsanlagen oder -werkzeuge können gezielt entsprechend geformte Pflanztöpfe, Pflanzsticks, Paletten oder auch Pflanzmatten hergestellt werden, beispielsweise auch Pflanzmatten mit großen Abmaßen. Durch die in diesen Pflanzmatten vorgesehenen Löcher, besteht auch die Möglichkeit zwei nebeneinander angeordnete Pflanzmatten wirksam durch Überlappen miteinander zu verbinden und sie gemeinsam mit dem darunter liegenden Erdboden zu verbinden.
  • Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass bisher in großen Mengen eingesetzte Kunststofferzeugnisse insbesondere in Form von Behältern in der Blumenzucht und in der Gärtnerei durch einen Wertstoff zu ersetzen sind, der aus bei der Viehzucht und bei Biogasanlagen anfallenden Reststoffen besteht bzw. zusammengesetzt ist und so geformt ist, dass er diese besagten Kunststofferzeugnisse vorteilhaft vollständig ersetzt. Darüber hinaus ermöglicht die Erfindung es, die Problemstoffe Gülle, Mist und Abfall aus Biogasanlagen nicht nur zu entsorgen oder auf problematische Weise zu entsorgen, sondern viel mehr so zu verwenden, dass sie als Transportbehälter oder Transportmantel für Pflanzen dienen und mit diesen in den Erdboden eingebracht werden können. Sie geben dann die enthaltenden Nährstoffe gezielt und langsam ab und zerfallen so, dass sie anschließend für das Wurzelwerk der Pflanze oder des sonstigen Gewächses keine Behinderung mehr darstellen und somit eben vollständig entsorgt sind. Die Erfindung lehrt somit einen Mehrfacheffekt, mindestens aber einen dreifachen Effekt, wobei man noch ergänzend darauf hinweisen muss, dass das den Geruch insbesondere von Gülle aber auch den anderen Ausgangsstoffen stark beeinträchtigende Ammoniak neutralisiert werden kann ja sogar mit ausgenutzt werden kann, wenn entsprechende Alkalien zum Einsatz kommen. Auf jeden Fall werden sowohl für die Neutralisation wie auch für die Formgebung d. h. für den Pressvorgang Stoffe eingesetzt, die leicht auflösbar und umweltfreundlich sind, ja sogar sich biologisch so abbauen, dass sie eigentlich eher von Nutzen als von Schaden sind.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnungen, in denen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
  • 1 ein Schema einer Wertstoffanlage,
  • 2 eine Draufsicht auf eine Palette,
  • 3 eine Ballenhülle teilweise im Schnitt,
  • 4, 5 und 6 einen Pflanztopf unterschiedlicher Ausführung bzw. eine Pflanzschale,
  • 7 einen Pflanzstick mit einem Hohlraum in Keilform,
  • 8 einen Blumentopf mit Pflanze in Seitenansicht,
  • 9, 9a einen Pflanzstick,
  • 10 eine Straße mit Abhang im Schnitt,
  • 11 eine Pflanzmatte in Draufsicht und
  • 12 die Pflanzmatte im Schnitt.
  • 1 zeigt eine Wertstoffanlage 1 im Schema, wobei in dieser Wertstoffanlage 1 verschiedene Ausgangsprodukte wie Gülle, Mist und Biogasabfall verarbeitet und zu Nutzbehältern geformt werden.
  • Im Bunker 2 wird Gülle und Mist vorgehalten, im Bunker 3 Biogasabfall, während in den Vorratsbehältern 4, 5, 6 Samen, Grassamen und Dünger so vorgehalten werden, dass jeweils auch kleinste Mengen davon abgezogen werden können. Den Ausläufen sind jeweils Messgeräte zugeordnet, hier aber nicht sichtbar. In den Tanks 7 und 8 wird ein Neutralisator bzw. ein Verbindungsmittel vorgehalten, während 9 ein Druckluftspeicher ist, dem eine Heizung 10 nachgeordnet ist, sodass die nachfolgenden Aggregate mit warmer Luft versorgt werden, um den Wertstoff entsprechend auf Temperatur zu bringen und gleichzeitig anzutrocknen.
  • Aus 1 ist zu entnehmen, dass aus den Bunkern 2 und 3 oder nur 2 oder nur 3 Ausgangsprodukte entnommen und einer Mischstrecke 11 zugeführt werden. Hier erfolgt die Neutralisation, weshalb aus dem Tank 7 Neutralisator aufgesprüht wird oder eingemischt wird. Danach wird das Gut über eine Lüftungsstation 12 geführt, wo aus dem Druckluftspeicher 9 in der Heizung 10 erwärmte Luft durch das Mischgut hindurchgeführt wird, um eventuell noch vorhandene Reste an Ammoniakgas auszutreiben bzw. das Mischgut entsprechend zu erwärmen und zu trocknen. Dieses Mischgut wird dann anschließend der Mischtrommel 15 zugeführt, wobei aus dem Tank 8 Verbindungsmittel entnommen und eingedüst wird, um das Mischgut mit diesem Verbindungsmittel beispielsweise Gluten wirksam zu vermischen. Am Ende der Mischtrommel 15 kann noch Samen aus dem Vorratsbehälter 4 oder 5 oder auch Dünger aus dem Vorratsbehälter 6 entnommen und eingemischt werden. Statt der Mischtrommel 15 oder zusätzlich zur Mischtrommel 15 kann eine Siebtrommel 16 vorgesehen werden, die mit einer Spritzmittelwelle 17 ausgerüstet ist. Über die Spritzmittelwelle 17 wird das aus dem Tank 8 entnommene Verbindungsmittel gezielt so zu geführt, dass das an der Siebwand 18 entlanglaufende Mischgut gezielt mit dem Verbindungsmittel beaufschlagt und vermischt wird. Das feine Gut wird dabei gleichzeitig durch die Siebwand 18 hindurchgeleitet und kann über die Nachsiebtrommel 30 der Pressanlage 31 zugeführt werden, wobei beispielsweise Pellets 32 erzeugt werden, wozu der Druckstößel 68 und die Pelletsformplatte 67 vorgesehen sind.
  • Neben diesem Weg besteht die Möglichkeit, das mit Verbindungsmittel 8 angereicherte bzw. vermischte Mischgut entweder der Presse 19 oder der Flachpresse 20 zuzuführen, wobei in der Flachpresse 20 an sich Pflanzmatten 21 erzeugt werden sollen, die weiter hinten noch erläutert werden. Diese Pflanzmatten 21 verfügen über eine Vielzahl von Taschen 22, 23, die mit Samen und beispielsweise Pellets 32 aus der Pressanlage 31 gefüllt sind.
  • In der Presse 19 werden Pflanztöpfe 24 oder Pflanzschalen 25 geformt, wobei auch Paletten 63 auf diese Art und Weise erzeugt werden können. Ein weiterer Weg ist der über die Schneckenpresse 26, die Einpflanzsticks 27, 28 bzw. Pflanzsticks 38 mit Hohlraum 39 formen.
  • 2 zeigt eine Palette 63, in der verschiedene Ausnehmungen oder Einschubformen für Pflanztöpfe 24 vorgesehen sind. Sie sind mit den Bezugszeichen 34 und 35 versehen. Hier ist jeweils ein Boden vorhanden, der das Durchfallen von Behältern und Erde verhindert. Mit den Bezugszeichen 64 und 65 ist angedeutet, dass es auch Ausnehmungen sein können, die ohne Boden sind, sodass beispielsweise das Abfließen von Wasser erleichtert ist, wenn derartige Paletten 63 längere Zeit zur Aufnahme von solchen Pflanztöpfen 24 und anderen Behältern verwendet werden. Der Rand 33 ist so ausgesteift, dass ähnlich wie bei aus Kunststoff bestehenden Paletten ein Verdrehen der Palette nicht eintreten kann, wenn beispielsweise nur die obere Reihe der Ausnehmungen 65 mit entsprechenden Pflanztöpfen 24 gefüllt ist.
  • 3 zeigt eine Ballenhülle 42, die beispielsweise einen Wurzelballen eines Strauches umgibt und dafür sorgt, dass dieser Ballen gleichmäßig feucht bleibt und die Erde zusammengefasst bleibt, bis der gesamte Ballen mit der Ballenhülle 42 in Gartenboden oder ähnliches eingesetzt ist. Dann zerfällt die Ballenhülle 42 nach vorgegebener Zeit und sorgt für eine zusätzliche Versorgung der Wurzeln des Wuzelballens.
  • Die 4, 5 und 6 zeigen Pflanztöpfe 24, 24', 24'' bzw. eine Pflanzschale 25, unterschiedlicher Form. Bei dem Pflanztopf 24''' ist auf die Außenwandung dieses Pflanztopfes und zwar sowohl auf die Wand 53, 54 wie auch auf den Boden 55 eine Verbindungsmittelschicht 56 aufgebracht, um so die Statik bzw. die Tragfähigkeit eines solchen Pflanztopfes 24''' zu erhöhen.
  • 8 zeigt einen Blumentopf 37 mit einer Blume 36 bzw. Pflanze 29, der eine so dicke und stabile Wand aufweist, dass ein derartiger Blumentopf 37 auch beispielsweise im Haushalt benutzt werden kann, insbesondere aber als Blumentopf auf der Terrasse oder in sonstigen geschützten Bereichen, wo der Regen nicht an das Material herankommt bzw. ein Übertopf für ihn vorgesehen ist.
  • Die 7 und 9 sowie 9a zeigen einen Pflanzstick 38 bzw. 38' bzw. 38'', wobei beim Pflanzstick 38 eine spitze Form vorgegeben ist, die das Einführen in den Boden erleichtert. Innen ist ein Hohlraum 39, der mit Samen 40 gefüllt werden kann. Die Spitze 44 erleichtert das Einführen in den Boden ebenso wie bei der Ausführung nach 9. Bei dieser ist allerdings ein größerer Aufnahmeraum bzw. Hohlraum 39 geschaffen, um beispielsweise auch Blumenzwiebeln 41 so in den Erdboden einbringen zu können. Zusätzlich zu den Blumenzwiebeln 41 ist ein Zusatzmittel 43 oder auch Pflanzerde 52 eingefüllt, die das Entwickeln bzw. das Aufgehen der Blumenzwiebeln 41 erleichtern. Nach 9a erhält der Pflanzstick 38'' eine Sternform, wobei eine einzelne Ausnehmung 71 vorgesehen werden kann oder auch in den einzelnen Spitzen des Sterns je eine solche Ausnehmung.
  • 10 und 11 und auch 12 sollen verdeutlichen, dass die Wertstoffanlage 1 und die dort verarbeiteten Ausgangsprodukte auch dazu benutzt werden können, ganze Abhänge 46 gleichzeitig und gleichmäßig mit einer Pflanzmatte 41 zu versehen. Dieser Abhang 46 läuft parallel zur Straße 45, wobei die auf den Erdboden 58 aufgelegte Pflanzmatte 21 aus einer unteren Filzschicht 49 und einer oberen Filzschicht 50 bestehen, wie dies 12 verdeutlicht. Diese beiden Filzschichten sind so aufeinander gelegt, dass sich dazwischen eine Tasche 23 bzw. eine Kammer 60 bildet bzw. Tasche 22 oder Kammer 59. Diese Kammern 59, 60 bzw. Taschen 22, 23 sind mit Wertstoff 51 ausgefüllt und ggf. mit Samen 40 bzw. Rasensamen, sodass durch auftreffenden Regen der Samen sehr schnell aufgehen und sich dann aus dem Wertstoff 51 ernähren kann. Um ein Abrutschen dieser Pflanzmatte 21 zu erschweren, bzw. ganz zu verhindern, sind über deren Fläche verteilt Anker 47, 48 eingebracht, sodass sich auch beim relativ steilen Hang bzw. Abhang 46 schnell und sicher eine den Abhang 46 verhüllende Grasnabe ergibt. Zur Anbringung der Anker 47, 48 sind Löcher 61, 62 vorgesehen, die durch den Anker 47, 48 leicht durchstochen oder durchörtert werden können und die darüber hinaus die Anordnung dieser Anker 47, 48 erleichtern. Zweckmäßigerweise wird mit dem Anker 47, 48 das Loch 61, 62 durchstoßen, wobei hier die Wandung so gelocht ist, dass sie sich mit entfernt, wenn der Anker 47, 48 hindurch geschoben wird. Dies ist mit dem Bezugszeichen 61', 61'' angedeutet.
  • Der Schnitt nach 12 verdeutlicht, dass die Aufnahmeräume 57 bzw. die Kammer 59, 60 nicht unbedingt vollständig ausgefüllt sind, um das Anbringen der Nähte 69, 70 zu erleichtern. Durch die Unterteilung in die einzelnen Kammern 59, 60 bzw. die Taschen 22, 23 erhöht sich die Stabilität der gesamten Pflanzmatte 21 vorteilhaft, d. h. es kann nicht zu Verrutschungen und damit zu einem Abriss der ganze Pflanzmatte 21 vom Abhang 46 kommen. Vorteilhaft ist, dass durch den in diesen Aufnahmeraum 57 eingefüllten Wertstoff 51 die entsprechenden Samen bzw. Grassamen über lange Zeit ernährt werden können, bis sich ihre Wurzeln auch in den Erdboden 58 eingebohrt haben, um sich dort mit Nährstoffen zu versorgen.
  • Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.

Claims (31)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Wertstoffes aus dem Abfall von Biogasanlagen sowie dem bei der Viehzucht anfallenden Mist und Gülle sowie Altpapier und Spreu der Kornernte, bei dem – falls notwendig – zunächst die Ausgangsstoffe Abfall sowie Mist und Gülle, Altpapier und Spreu der Kornernte allein oder gemeinsam einer Nachzerkleinerung auf mindestens eine pressbare Korngröße unterzogen und dann mit einem biologischen Neutralisator für Ammoniak vermischt und einer Durchlüftung unterzogen werden, woraufhin ein biologisch abbaubares Verbindungsmittel zugemischt und das Mischgut einer Pressanlage zugeführt und zu Pflanztöpfen, Pflanzschalen, Pflanzsticks, Pflanzmatten, Saatmatten u. Ä. verpresst wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abfall aus der Biogasanlage sowie die Gülle-Mist-Kombination zur Entfernung des starken, unangenehmen Geruches mit dem biologischen Neutralisator für Ammoniak behandelt und durch Neutralisation des Ammoniakgases neutralisiert wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bei der Bearbeitung freigesetzte Ammoniakgas durch einen Gaswäscher zusätzlich neutralisiert und unschädlich gemacht wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bei der Neutralisation entstehende Ammoniaksubstrat mit dem Abfall und/oder der Gülle-Mist-Kombination vermischt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 1 und Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das weitgehend geruchsneutrale Gemisch belüftet wird, vorzugsweise indem es in einer Trommel gewendet und belüftet wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch mit warmer Luft von 30 bis 60°C, vorzugsweise 40°C durchströmt und gleichzeitig angetrocknet wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 1 und Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das noch warme und noch Restfeuchte aufweisende Gemisch mit einem Verbindungsmittel in Form von Gluten oder anderen organischen, aus Naturprodukten gewonnen Klebern intensiv vermischt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gluten oder ein anderer organischer Kleber z. B. in flüssiger Form auf das Gemisch aufgegeben und dann vermischt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 1 und einem der nachfolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch zwischen den einzelnen Verfahrensschritten erwärmt wird.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch mit dem Verbindungsmittel dosiert, gepresst und dabei gleichzeitig Saatgut in die entstehende Form, vorzugsweise Pflanzstick eingegeben wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zersetzungszeit des Pressgutes durch entstehende Druckeinstellung bestimmt wird.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Pressgutes nach Ausformung mit dem Verbindungsmittel, vorzugsweise flüssigem Gluten besprüht wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflanzsticks einen nach oben offenen Hohlraum aufweisend und Samen und/oder Zusätze aufnehmend geformt werden.
  14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das geformte Granulat auf eine im Erdboden sich zersetzende Filzschicht aus Papier oder Faserstoff zusammen mit Samen aufgegeben, mit einer weitere Filzschicht abgedeckt und dann durch Abnähen oder Verpressklebung mit dem Verbindungsmittel, vorzugsweise Gluten zu einer eine oder mehrere Taschen aufweisenden Pflanzmatte verarbeitet wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zusammen mit dem geformten Granulat und eventuell weiterem Spezialdünger Rasensamen in flach ausgebildete Taschen zu einer aufrollbaren Pflanzmatte geformt wird, wobei die weitere Filzschicht eine glatte Oberfläche ergebend ausgebildet wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der nachfolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Neutralisation und die Durchlüftung kombiniert durchgeführt werden, wobei dazu eine Siebtrommel mit Heißluftzufuhr und einer Mittelwelle mit einer Axialbohrung und verteilt angeordneten Radialbohrungen verwendet wird.
  17. Verfahren zur Herstellung von Pflanztöpfen, Pflanzschalen oder Pflanzsticks, bei dem zunächst – falls notwendig – der Ausgangsstoff Bioabfall in Verbindung mit Torf oder auch Pflanzerde einer Zerkleinerung auf mindestens eine pressbare Korngröße unterzogen wird und bei dem dann ein biologisch abbaubares Verbindungsmittel, vorzugsweise Gluten unter Zugabe von Wasser zugemischt und das Mischgut im nächsten Schritt in vorgegebenen Formen gepresst wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mischgut vor, beim oder nach dem Pressen Wärme zugeführt wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass in den Formen das Mischgut zu geformtem Saat-Granulat gepresst und dann zwischen im Erdboden sich zersetzende Filzschichten angeordnet und zu Taschen geformt wird.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Filzschichten zu einer eine Vielzahl von mit Kompost und Samen gefüllten Taschen aufweisenden und aufrollbaren Pflanzmatte zusammengefügt werden.
  21. Nutzbehälter für den Garten- und Landschaftsbau, der einen von Wänden (53, 54) und Boden (55) umgebenen Aufnahmeraum (57) aufweist, in den Pflanzerde (52), Samen (40) und Dünger eingebracht werden, um dort zu verbleiben, bis sich eine ins Freiland aussetzbare Pflanze (29) entwickelt hat, dadurch gekennzeichnet, dass Wände (53, 54) und Boden (55) aus einem Wertstoff (51) bestehen, der aus dem Abfall einer Biogasanlage und/oder Mist und/oder Gülle und/oder Altpapier und Spreu von der Kornernte und einem Verbindungsmittel hergestellt ist, das biologisch abbaubar ist und das mit dem Mischgut aus dem Abfall, dem Mist und der Gülle durch einen über den jeweiligen Pressdruck die Zersetzungszeit vorgebenden Pressvorgang ausgehärtet ist, wobei das Mischgut vorher vom darin enthaltenen Ammoniak durch Neutralisation befreit worden ist.
  22. Nutzbehälter nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass Wände (53, 54) und Boden (55) eine nach dem Durchlauf durch die Pressen (19, 20) zumindest außenseitig aufgebrachte Verbindungsmittelschicht (56) aufweisen.
  23. Nutzbehälter nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel bzw. die Verbindungsmittelschicht (56) eine Glutenschicht oder andere organische Kleberschicht ist.
  24. Nutzbehälter nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände (53, 54) und der Boden (55) einen Pflanztopf (24), Ballenhülle (42) oder einen Pflanzstick (27, 28, 38) ergebend geformt sind.
  25. Nutzbehälter nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass Wände (53, 54) und Boden (55) aus zwei Filzschichten (49, 50) aus Papier oder Faserstoff bestehen, die sich im Erdboden (58) zersetzend ausgebildet sind und die eine oder mehrere Kammern (59, 60) bildend aufeinander gelegt und randseitig miteinander verbunden sind, wobei die Kammern (59, 60) mit Wertstoff (51) und Samen (40) gefüllt sind.
  26. Nutzbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden oder auch mehrere Filzschichten (49, 50) eine, eine Vielzahl von voneinander getrennten, gefüllten Kammern (59, 60) aufweisende Pflanzmatte (21) bildend zusammengefügt und miteinander verbunden sind.
  27. Nutzbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Filzschichten (49, 50) Löcher (61, 62) vorgegeben sind, die das Durchstoßen von Ankern (47, 48) erleichternd angeordnet und ausgebildet sind.
  28. Nutzbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Wände (53, 54) und Boden (55) eine mehrere Pflanztöpfe (24) mit ihren Ausnehmungen (64, 65) aufnehmende Palette (63) bildend in Pressen (19) geformt sind, wobei der Anteil an Verbindungsmittel erhöht, vorzugsweise gegenüber Pflanztöpfen (24) verdoppelt bis verdreifacht ist.
  29. Anlage zur Herstellung und Verarbeitung eines Wertstoffes aus dem Abfall von Biogasanlagen und/oder Mist und/oder Gülle, bestehend aus Bunkern (2, 3) für Mist/Gülle und Biogasabfall sowie Tanks (7, 8) für einen Neutralisator und ein organisches Verbindungsmittel sowie Vorratsbehälter (4, 5, 6) für Samen, Grassamen und Dünger, wobei diese mit einer Mischstrecke (11) einer Lüftungsstation (12) sowie Mischtrommel (15) oder einer Siebtrommel (16), die über eine mit dem Tank (8) für das Verbindungsmittel verbundene Spritzmittelwelle (17) ausgerüstet ist, verbunden und an Pressen (19) zur Formung von Pflanztöpfen (24), Pflanzschalen (25), Pflanzsticks (27, 28, 38) und Paletten (63) anschließbar ausgebildet sind.
  30. Anlage nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass der die Lüftungsstation (12) versorgende Drucklufterzeuger/-speicher (9), die Mischtrommel (15) und/oder die Pressen (19, 20, 26, 31) oder die Verbindungsleitungen mit einer Heizung (10) ausgerüstet sind.
  31. Anlage nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass zur Formgebung der Pflanztöpfe (24), Pflanzsticks (27, 28, 38), Paletten (63) und der Pflanzmatten (21) Pressen (19), Flachpressen (20), Schneckenpressen (26) und Pressanlagen (31) mit Pelletsformplatte (67) im Einsatz sind.
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