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Die
Erfindung betrifft eine Multipol-Kabelverbindung zur elektrisch
leitenden Verbindung einer Mehrzahl von Adern.
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Mess-Kabelverbindungen
für Füllstandssonden, bei denen anhand der von
einem beheizten Thermoelement erzeugten Thermospannung auf die Füllstandshöhe
in einem Flüssigkeitsbehälter geschlossen wird,
werden insbesondere in Kernkraftwerken eingesetzt.
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Es
ist ein Universalgehäuse für einen Steckverbinder
hoher Dichtigkeitsstufe aus der
DE 10 2007 026 815 A1 bekannt. Das Universalgehäuse
weist eine Basisschale und eine auf die Basisschale aufgesetzte
Deckelschale auf. Der Steckverbinder besteht aus einem Steckerteil
und einem Buchsenteil, wobei das Buchsenteil der Basisschale oder
der Deckelschale und das Steckerteil der jeweils anderen Schale
zugeordnet ist. In die Basisschale und in die Deckelschale ist jeweils
ein Adapter geschoben, dessen Außenkontur an die Innenkontur
der Basisschale oder der Deckelschale angepasst ist und dessen Innenkontur
komplementär zur Außenkontur des Buchsenteils
oder des Steckerteils ausgebildet ist.
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Durch
eine Modifikation des Adapters ist das Universalgehäuse
somit an verschiedene Steckverbinder anpassbar und dichtet diese
sicher ab. Bei dieser Anordnung sind insbesondere Buchse und Stecker über
einen Bajonettverschluss miteinander verbunden. Die Verbindung erfolgt über
eine Steck-Dreh-Bewegung. Die beiden zu verbindenden Teile werden
ineinander gesetzt. Annähernd senkrecht zur Steckrichtung
sind in beiden Teilen an der Verbindungsstelle längliche
Erhebungen angebracht. Diese laufen jedoch nicht rundum, sondern
sind unterbrochen, sonst wäre das Ineinander-Stecken nicht möglich.
Da die Erhebungen nur leicht schräg in der Ebene senkrecht
zur Steckrichtung liegen, werden durch eine Drehbewegung beide Teile
gegeneinander gepresst. Der Bajonettverschluss arbeitet also gewissermaßen
wie ein Gewinde.
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Eine
derartige Verbindung entspricht nicht der so genannten LOCA-Norm,
da sich die Verbindung insbesondere bei bestimmten Katastrophensituationen
vergleichsweise leicht löst. Mit LOCA (Loss Of Coolant
Accident) wird in der Kerntechnik ein Störfall bezeichnet,
bei dem durch ein Leck Kühlmittel aus dem Kühlkreislauf
des Kernreaktors austritt. Ein großer Kühlmittelverluststörfall
ist in der Regel Basis für die Auslegung der Nachwärmeabfuhr-
und Notkühlsysteme sowie des Sicherheitsbehälters
eines Kernreaktors. Dabei wird der vollständige Bruch einer
Hauptkühlmittelleitung unterstellt. Idealerweise sollte
eine in einem Kernreaktor eingesetzte Kabelverbindung auch noch
nach Eintritt eines LOCA-Ereignisses und ggf. auch bei starker seismischer und/oder
strahlungsbedingter Außeneinwirkung die an sie gestellten
funktionellen Anforderungen sicher erfüllen. Dies gilt
zumindest dann, wenn sie innerhalb eines Unfallüberwachungssystems
(Post Accident Monitoring System, kurz PAMS) eingesetzt werden soll.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kabelverbindung zur elektrisch
leitenden Verbindung einer Mehrzahl von Adern, insbesondere für den
Einsatz einer Kabelverbindung zur Füllstandsmessung in
einem Kernreaktor, derart auszubilden, dass eine große
Anzahl von Adern ohne weiteres in einer ersten und mindestens einer
zugeordneten zweiten Buchse auf einfache Weise untergebracht werden
kann, wobei die Bauart bei Verwendung nur weniger Bauteile einfach,
kostengünstig und besonders störunanfällig
gestaltet werden soll.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
eine Kabelverbindung mit einem Stecker und einer mit dem Stecker
verbindbaren Kupplung, an die jeweils die Adern angeschlossen sind,
die durch Zusammenfügen von Stecker und Kupplung miteinander
verbindbar sind, wobei Stecker und Kupplung jeweils in einer Buchse
und einer koaxial dazu angeordneten weiteren Buchse zumindest teilweise
aufgenommen sind und jeweils die beiden gegenüberliegenden
Enden der Buchsen von Stecker und Kupplung in zusammengebautem Zustand
der Kabelverbindung in einem Überlappungsbereich der beiden gegenüberliegenden
Endteile der Buchsen aufeinander geschoben sind.
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Die
Erfindung geht von der Überlegung aus, dass es stets möglich
sein soll, eine sehr große Anzahl von Adern in einem Stecker
und einer Kupplung und diese in Buchsen der Multipol-Kabelverbindung unterzubringen.
Dabei sollen die miteinander zu verbindenden Buchsen und die zugehörigen
Bauteile einfach und kostengünstig gestaltet werden, ohne dass
die Betriebssicherheit der Muitipol-Kabelverbindung beeinträchtigt
wird. Ferner soll zur Kostenreduzierung mit einem Minimum an Bau-
bzw. Losteilen ausgekommen werden. Die Reduzierung der Losteile trägt
insbesondere dazu bei, dass sich die Multipol-Kabelverbindung wesentlich
einfacher montieren lässt und damit das notwendige Bedienpersonal
mit sehr schweren Handschuhen eine Montage bzw. das Zusammenfügen
der Multipol-Kabelverbindung besser bewerkstelligen kann. Da aufgrund
der Schutzmaßnahme die Losteile schwer zu greifen sind,
können sie bei der Montage dem Bedienpersonal leicht entgleiten
und sind danach kaum wieder einsetzbar.
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Es
ist vorteilhaft, dass die beiden Buchsen von Stecker und Kupplung
koaxial zueinander ausgerichtet sind, ineinander geschoben und dabei
so ausgerichtet werden können, dass jeweils die beiden gegenüberliegenden
Enden der Buchsen von Stecker und Kupplung in zusammengebautem Zustand der
Kabelverbindung in einem Überlappungsbereich aufeinander
sitzen, d. h. sich in diesem Bereich gegenseitig abstützen.
Der Überlappungsbereich weist vorteilhafterweise eine Länge
auf, die in etwa dem Außendurchmesser der Multipol-Kabelverbindung entspricht.
Damit wird erreicht, dass Stecker und Kupplung sehr gut gesichert
sind und diese sich selbstständig auch bei extremer Beanspruchung nicht
mehr lösen können. Die vorteilhafte Ausgestaltung
der ineinander geschobenen Buchsen erhöht die Stabilität
der Multipol-Kabelverbindung und schafft auch gleichzeitig sehr
viel Raum zur Aufnahme von zahlreichen Kabeln bzw. Adern.
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Die
Verbindung wird auch dadurch verbessert, dass in einem Überlappungsbereich,
in dem die beiden gegenüberliegenden Enden der beiden Buchsen über einander
geschoben sind, zumindest ein Schraubelement vorgesehen ist, das
die beiden Buchsen fest miteinander verbindet. Mit Hilfe des Schraubelements
werden die beiden gegenüberliegenden Enden der koaxial
zu einander ausgerichteten Buchsen fest gegeneinander gepresst und
dadurch eine druckwasserfeste Verbindung geschaffen. Ferner wird
hierdurch sichergestellt, dass die Kontaktelemente von Stecker und
Kupplung einwandfrei gegeneinander anliegen, sodass die elektrischen
Widerstände an den Übergangsstellen zwischen den Kontakten
gering gehalten werden können und ein sehr guter, verlustarmer
Stromfluss gewährleistet werden kann.
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Bevorzugt
weist die erste Buchse und/oder die zweite Buchse jeweils ein Anlageteil
auf, die mittels des Schraubelements gegeneinander zur Anlage bringbar
sind. Hierdurch wird, wie bereits erwähnt, eine gute Verbindung
zwischen den Kontakten von Stecker und Kupplung geschaffen und damit
auch eine sichere störunanfällige Verbindung,
die erdbebensicher, LOCA-sicher und strahlungsresistent ist, das
heißt, extremen Belastungen standhalten kann.
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In
einer vorteilhaften Weiterbildung weist zumindest jeweils eine in
der ersten und der zweiten Buchse aufgenommene weitere Buchse an
einem Ende ein Druckelement und/oder Zentrierelement auf, gegen
das jeweils ein über ein weiteres Schraubelement verstellbares
Gegenstück angepresst ist. Das Zentrierelement und das
zugehörige Gegenstück sind jeweils als Konus ausgebildet,
der mit dem Schraubelement in Wirkverbindung steht und an der zweiten
bzw. der in der ersten Buchse aufgenommenen weiteren Buchse zumindest
anliegt oder mit dieser einteilig verbunden ist.
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Ferner
ist zweckmäßigerweise vorgesehen, dass das weitere
gegen den Konus anliegende Schraubelement ein Gewindeteil umfasst,
das mit einem Gewindeteil der äußeren Buchse in
Verbindung steht.
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Vorteilhafterweise
ist der äußeren Buchse der Stecker der Kabelverbindung
mit dem Schraubelement zugeordnet, das mit der Buchse in Wirkverbindung
steht und an ein Gewindeteil der koaxial gegenüber liegenden
zweiten äußeren Buchse angeschlossen ist, die
der Kupplung der Kabelverbindung zugeordnet ist. Dabei ist vorteilhafterweise
zwischen der äußeren und der inneren Buchse eine
Drehsicherung vorgesehen. Mit Hilfe des Schraubelements wird, wie
bereits erläutert, eine gegen starke Erschütterungen
sichere, störunanfällige Multipol-Kabelverbindung
geschaffen. Durch die beiden ineinander geschobenen Buchsen wird
die Stabilität der Multipol-Kabelverbindung wesentlich
verbessert und viel Raum in den Buchsen zur Aufnahme der zahlreichen Adern
bzw. Kabel geschaffen, ohne dass noch zusätzliche Bauteile
für die Stabilität der Multipol-Kabelverbindung
erforderlich wären.
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Vorzugsweise
umfassen zumindest ein Steckerteil und ein Kupplungsteil jeweils
zumindest die ineinander schiebbaren Buchsen, wobei das Stecker-
und das Kupplungsteil jeweils mit Hilfe eines Sicherungselements
mit einem Teil eines Gehäuses, insbesondere einem Isolator
des Gehäuses des Steckers und/oder der Kupplung, mittel-
oder unmittelbar fest verbunden sind. Die Drehsicherung trägt
im Wesentlichen dazu bei, dass sich die Multipol-Kabelverbindung
nicht selbstständig löst.
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Wie
bereits eingangs erwähnt, ist es besonders vorteilhaft,
dass dem Stecker- und dem Kupplungsteil je ein Schraubelement zugeordnet
ist, wobei das eine Schraubelement des Steckerteils jeweils an das
Gehäuse des Steckers und das zweite Schraubelement mittels
einer Drehsicherung gegen ein Flanschelement der Kabelverbindung
anliegt, das mit einem Teil der kerntechnischen Anlage verbunden ist.
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Eine
einwandfreie und sichere Abstützung wird dadurch erreicht,
dass der mit der kerntechnischen Anlage verbundene Flansch die Kabelverbindung
auf der Anlage des Reaktors abstützt.
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Vorteilhaft
ist ferner, dass das Flanschelement der Kabelverbindung in montiertem
Zustand der Multipol-Kabelverbindung zwischen einem an der äußeren
Buchse des Steckerteils vorgesehenen Flansch bzw. dem Schraubelement
und dem Schraubelement des Kupplungsteils angeordnet ist.
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Ferner
ist es vorteilhaft, dass jeweils auf die äußere
Buchse des Stecker- und des Kupplungsteils je ein Kabelschlauch
gezogen ist und zwischen Kabelschlauch und Buchse eine oder mehrere
Ringsicherungen und/oder Ringdichtungen vorgesehen sind. Der Kabelschlauch
kann auch als Schrumpfschlauch aufgezogen werden, der die innen
liegenden Teile sehr gut gegen Feuchtigkeit abdichtet.
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Vorteilhaft
ist es auch, dass die beiden Konusse gegenüberliegende
Anlageflächen aufweisen, zwischen denen ein Erdungskabel
der Kabelverbindung eingeklemmt ist. Zudem ist es vorteilhaft, wenn die
erste äußere Buchse des Steckerteils und die nachfolgende,
koaxial angeordnete zweite äußere Buchse des Kupplungsteils
zumindest über ein Dichtungselement gegeneinander abgedichtet
sind, das im Überlappungsbereich der beiden Buchsen vorgesehen
ist.
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Vorzugsweise
sind an den Kabeln jeweils an ihren Enden Kontaktstifte bzw. Kontaktbuchsen
angeschlossen, die in einem Stecker- und einem Kupplungsgehäuse
aufgenommen und in diesen in einer Kunststoffmasse vergossen sind,
die sich bis an die Innenwand des Stecker- bzw. des Kupplungsgehäuses
und bis zu dem weiteren Schraubelement des Steckerteils und dem
Schraubelement des Kupplungsteils erstreckt.
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Die
mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
dass eine strahlenfeste, erdbebensichere (bis 10 g) und LOCA-qualifizierte Kabelverbindung
für einen Einsatz im Inneren eines Kernreaktor-Containments
bereitgestellt wird, die auch in vergleichsweise komplexen Fällen
den an sie gestellten funktionellen Anforderungen hinsichtlich einer
zuverlässigen Übertragung von Signal- und Versorgungsspannungen,
insbesondere mit zum Teil hohem Spannungspegel, gerecht wird, etwa
als Teil eines Systems zur Füllstandsmessung in einem Reaktordruckbehälter
(Reactor Pressure Vessel Level Instrumentation, kurz RPVLI). Bei
der erfindungsgemäßen Kabelverbindung wird die
erforderliche mechanische Sta bilität im Wesentlichen durch
die außen liegenden Gehäuseteile, insbesondere
die äußeren Buchsen, aufgebracht. Im Innenraum
steht damit bei gleichbleibenden äußeren Abmessungen
mehr Platz für Kabel und Anschlüsse als bislang
zur Verfügung, was insbesondere beim Anschluss neuartiger Thermoelement-Füllstandsmesssysteme
mit beispielsweise bis zu 26 Anschlusspins oder mehr von Vorteil
ist. Weitere Vorteile des neuen Designs liegen in der leichten Handhabbarkeit
und Montage, wobei im zusammengebauten Zustand der Kabelverbindung
alle Verbindungsstellen gegen unbeabsichtigtes Losdrehen gesichert
sind.
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Ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung
näher erläutert. Darin zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung einer Multipol-Kabelverbindung zur elektrischen
Verbindung von Adern eines mehradrigen Kabels, im Teil-Längsschnitt;
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2 eine
vergrößerte Darstellung der Multipol-Kabelverbindung
gemäß 1, wobei für eine verbesserte Übersicht
einige Teile weggelassen und andere Teile hervorgehoben wurden;
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3 eine
Explosionsdarstellung eines Teils der Multipol-Kabelverbindung gemäß 1 vor
dem Zusammenbau;
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4 einen
Querschnitt der Multipol-Kabelverbindung entlang der Linie A-A gemäß 2;
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5 eine
schematische Teil-Darstellung der Multipol-Kabelverbindung gemäß 1.
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Gleiche
Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
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In 1 ist
in einer zum Teil geschnittenen Seitenansicht und in 4 im
Querschnitt eine Kabelverbindung 2 für ein der
Einfachheit halber hier nicht dargestelltes Füllstandsmesssystem
gezeigt. Die mit dem Füllstandsmesssystem bewirkte Füllstandsmessung
dient dazu, den Pegelstand einer Kühlflüssigkeit
in einem hier nicht dargestellten Reaktordruckbehälter
zu überwachen.
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Eine
derartige Messeinrichtung soll auch zur Überwachung des
Wasserinventars im Primärkreislauf bei Normalbetriebszuständen
und bei Kühlmittelverlust-Störfällen,
insbesondere im Falle kleiner Lecks, eingesetzt werden. Dieser Messung
kommt vor allem dann besondere Bedeutung zu, wenn der üblicherweise
als Füllstandsindikator beobachtete Druckhalter-Füllstand
kein eindeutiges Kriterium für den Füllungsgrad
des Reaktorkühlkreislaufs darstellt.
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Das
dabei genutzte Messverfahren beruht auf dem Effekt unterschiedlicher
Wärmeübergangsbedingungen in Wasser bzw. in Dampf,
wobei ein System aus einem beheizten und einem unbeheizten Thermoelement
je nach vorliegender Phase unterschiedliche Differenztemperaturen
liefert. Das hier gewählte Messverfahren ist in der Lage,
im gesamten vorgesehenen Einsatzbereich einen Phasenwechsel sicher
zu erkennen und auch bei allen Betriebszuständen ein eindeutiges
Signal zu liefern. Für den Anschluss der signalführenden
Leitungen der Thermoelemente und der Versorgungskabel für
die zugehörigen Heizelemente befindet sich am Sondenkopf
eine mehrpolige, nach dem nachstehend näher erläuterten
Ausführungsbeispiel eine 26-polige, lösbare Steckverbindung.
Für die Verkabelung aller Signal- bzw. Versorgungsleitungen
vom Sondenkopf zum Unterverteiler wird vorliegend ein besonders
störunanfälliges Kabel verwendet.
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Am
Unterverteiler wird das Sondenkabel an Klemmleisten angeschlossen,
die für die bisher eingesetzten Füllstandsmesssonden
für den Anschluss der Messsignalleitungen und Heizleiter
verwendet wurden. Dabei werden die Signalleitungen der Thermoelemente
des Sondenkabels direkt mit den bereits vorhandenen Kupfersignalleitungen
des weiterführenden Kabels verbunden. Auf den Einsatz einer
Vergleichsstelle, um die beim Anschluss von Thermoelement-Leitungen
an Kupferleitungen auftretenden Thermospannungen zu kompensieren,
kann verzichtet werden. Diese Thermospannungen haben nämlich
keinen Einfluss auf die Bildung der Differenz aus den Signalen zwischen
beheizten und unbeheizten Thermoelementmessstellen. Weiterhin erfolgt
im Unterverteiler für die hier im Ausführungsbeispiel
vier Thermoelementpaare einer Messsonde die Auswahl und die Aufteilung
der Signal- und Heizleitungen auf die für die relevante
Messsonde zugeordneten Redundanzen.
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Jedes
Heizelement in den Messsonden wird von einem eigenen Netzgerät
versorgt, das in einem in der Zeichnung nicht dargestellten Elektronikschrank
vorgesehen ist. Im Gerät ist hierzu eine entsprechende
Kennlinie hinterlegt, die eine korrekte Heizleistung über
den Arbeitsbereich der Sonde gewährleistet. Die Ausgangsleistung
wird dem temperaturbedingten Ansteigen des Heizkreiswiderstands angepasst,
um einen gleichmäßigen Signalhub aus der Differenz
der beheizten/unbeheizten Thermoelemente zu erhalten. Bei einem
Kurzschluss oder einer Unterbrechung im Heizkreis erfolgen eine
optische Signalisierung am Gerät und eine Störsignalausgabe.
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Das
Netzteil besitzt auf der Frontplatte einen Schlüsselschalter
zum Ein- und Ausschalten sowie Digitalinstrumente für die
Anzeige von Ausgangsspannung und -strom. Außerdem befinden
sich auf der Frontplatte des Netzteils LED-Anzeigen für
die Meldesignale. Der Spannungs- und Stromabgleich ist ebenfalls
durch Potenziometer an der Frontplatte zu realisieren. Das Netzgerät
ist in einem Baugruppenträger untergebracht und durch verschiedene Überwachungsschaltungen
völlig vor Kurzschluss geschützt.
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Die
Auswerteeinheit gestattet durch ihre flexible Bestückung
mit Baugruppenvarianten die Verwendung von Schaltungsteilen und
spezifischen Einstellungen mit Jumpern und Lötbrücken
und den Anschluss mehrerer Füllstandssondentypen.
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Alle
Baugruppen können während des Betriebs gezogen
und gesteckt werden. Für die Dauer des Kontaktvorgangs
und der Baugruppenstabilisierung können die Ausgangssignale
des Systems gestört sein. Diese Störungen werden
nach der Stabilisierung selbsttätig behoben. Ein mechanisches
Codiersystem verhindert eine Falschbestückung. Bei einer
vollständigen Steckerbelegung kann auf die Realisierung
einer Einstecküberwachung verzichtet werden.
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Die
Multipol-Kabelverbindung 2 dient zur elektrisch leitenden
Verbindung einer Mehrzahl von Adern 4, insbesondere für
den Einsatz einer Kabelverbindung zur Füllstandsmessung
in einem Flüssigkeitsbehälter. Im Ausführungsbeispiel
gemäß 1, 2, 4 und 5 sind
Kontaktstifte und Kontaktbuchsen 70 veranschaulicht, die
in einem Steckergehäuse 44 eines Steckers 6 und
in einem Kupplungsgehäuse 48 einer Kupplung 8 aufgenommen sind.
In 4 ist lediglich das Kupplungsgehäuse 48 der
Kupplung 8 im Schnitt dargestellt. Je nach Ausführungsform
können auch weniger oder mehr Kontaktenden der Kabel 4 in
dem Steckergehäuse 44 bzw. dem Kupplungsgehäuse 48 aufgenommen
werden. Das in 5 dargestellte Stecker- und
Kupplungsgehäuse 44, 48 ist von einem
Isolierkörper 60 umgeben, der den Stecker 6 und
die Kupplung 8 fest umgibt. An die in 5 dargestellten
Kontaktstifte und Kontaktbuchsen 70, die jeweils an den
beiden Stirnseiten des Isolierkörpers 60 überstehen,
werden die Adern 4 gelötet.
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Die
Kontaktenden der Kabel bzw. Adern 4 sind im Steckergehäuse 44 und
im Kupplungsgehäuse 48 in einer Kunststoffmasse 74 vergossen,
die jeweils das ganze Gehäuse ausfüllt und sich
gemäß 1 und 2 bis zu
einem Schraubelement 22 eines Steckerteils 36 und
einem Schraubelement 24 eines Kupplungsteils 38 erstreckt.
Die Kontaktenden im Kupplungsgehäuse 48 der Kupplung 8 und
im Steckergehäuse 44 des Steckers 6 sind
vorwiegend als Kontaktstifte ausgebildet und gemäß 1, 2 und 5,
wie nachstehend näher erläutert, zusammengefügt.
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Wie
aus den 1 und 2 hervorgeht, besteht
die Multipol-Kabelverbindung 2 insbesondere aus dem Steckerteil 36 und
dem Kupplungsteil 38, die mit Hilfe eines Schraubelements 14 zusammengehalten
werden, nachdem die beiden Teile zusammengefügt sind.
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Das
Steckerteil 36 umfasst eine äußere Buchse 10 und
eine innere Buchse 18 und das Kupplungsteil 38 ebenfalls
eine äußere Buchse 12 und eine innere
Buchse 20. Die Außendurchmesser der beiden inneren
Buchsen 18, 20 sind so gewählt, dass die äußere
Buchse auf die innere Buchse aufgeschrumpft bzw. die beiden Buchsen
passgenau zusammen geschoben werden können. Der gesamte Innenraum
der Buchse 18 bzw. 20 ist im Grundzustand vor
der Montage frei und dient im Wesentlichen zur Aufnahme der zahlreichen
Adern 4, die mit Bezug auf 2 an den
Stecker 6 und die Kupplung 8 fest angeschlossen
sind, während die außen liegenden Enden der Adern 4 durch
ein Druck- und/oder Zentrierelement 26, 28 und
das sich daran anschließende weitere Schraubelement 22 bzw. 24 sowie
eine Kabelführung 23 und von dort zu einer in
der Zeichnung nicht dargestellten Füllstandssonde einer
Reaktoranlage bzw. an eine Auswerteeinheit geführt sind.
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Das
Druck- und/oder das Zentrierelement 26 des Steckerteils 36 umfassen
einen Konus 30, 32, wobei der Konus 30 konzentrisch
auf dem Außenumfang der Kabelführung 23 sitzt
und mit seiner Konusfläche gegen eine Konusfläche
des Gegenstücks bzw. des gegenüberliegenden Konus 32 anliegt,
der einstückig mit der inneren Buchse 18 verbunden
ist. Mit Hilfe des weiteren Schraubelements 22 wird der Konus 30 gegen
den Konus 32 und damit die Buchse 18 gegen eine
Stirnseite 76 des Steckergehäuses 44 (1 und 2)
gepresst, sodass in zusammengesetztem Zustand der Multipol-Kabelverbindung 2 die Kontaktenden
von Stecker 6 und Kupplung 8 einwandfrei und innig
anliegen und somit einen sicheren und verlustarmen Stromfluss gewährleisten.
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Das
weitere Schraubelement 22 weist ein Gewindeteil 64 (2)
auf, das mit einem komplementären Gewindeteil 62 der äußeren
Buchse 10 in Eingriff steht, sodass durch Drehen der Schraube 22 die
Anpresskraft der Buchse 18 auf die Stirnseite 76 des
Gehäuses 44 des Steckers 6 variiert werden kann.
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Der äußeren
Buchse 10 ist der Stecker 6 der Kabelverbindung 2 mit
dem Schraubelement 14 zugeordnet, das mit der Buchse 10 in
Wirkverbindung steht und an einem Gewindeteil 34 der koaxial
gegenüber liegenden zweiten äußeren Buchse 12 angeschlossen
ist, die der Kupplung 8 der Kabelverbindung 2 zugeordnet
ist. Dabei ist zwischen der äußeren Buchse 12 des
Kupplungsteils 38 und der von ihr umgriffenen äußeren
Buchse 10 des Steckerteils 36 eine Drehsicherung 46 (2)
vorgesehen. Die Drehsicherung 46 besteht aus einer in die
Buchse 12 eingelassenen Nut 19 (2, 4)
und einer von der Buchse 20 abstehenden Feder 21.
Damit wird sichergestellt, dass das Steckerteil 36 und
das Kupplungsteil 38 beim Zusammenfügen der Multipol-Kabelverbindung 2 genau
zueinander ausgerichtet werden, sodass die Buchsen und Stecker der
Multipol-Kabelverbindung 2 ohne weiteres zusammengefügt
werden können.
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Ferner
kann die äußere Buchse 12 ein Innengewinde 80 (2)
und ein auf einem Isolator 60 (1, 5)
der Kupplung 8 vorgesehenes Außengewinde 82 (2)
aufweisen, sodass zwischen der inneren Buchse 20 und dem
Isolator 60 der Kupplung 8 eine Schraubverbindung
hergestellt werden kann.
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Neben
der Drehsicherung (2) ist ein weiteres Sicherungselement 50 (2)
für das Steckerteil 36 und ein Sicherungselement 51 für
das Kupplungsteil 38 vorgesehen. Das Sicherungselement 50 ist
mit der Buchse 10 und dem Isolator des Steckers 6 fest
verbunden, insbesondere verschweißt. Das Sicherungselement 51 ist
mit der äußeren Buchse 12 und einem mit
einem Teil des Kupplungsgehäuses 48 (2),
insbesondere dem Isolator 60 der Kupplung 8, verschweißt.
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Zumindest
das Steckerteil 36 und das Kupplungsteil 38 umfassen
jeweils zumindest die ineinander schiebbaren Buchsen 10, 18, 12, 20,
wobei das Steckerteil 36 und das Kupplungsteil 38 jeweils
mit Hilfe des Sicherungselements 50 bzw. 51 mit
einem Teil des Gehäuses 44, 48 insbesondere
dem Isolator 60 (1) des Gehäuses 44, 48 des
Steckers 6 und/oder der Kupplung 8, mittel- oder
unmittelbar fest verbunden und gesichert sind.
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Wie
aus den 1 und 2 hervorgeht, sind
die beiden auf einer gemeinsamen Mittelachse liegenden Endteile
der Buchsen 10 und 12 übereinander geschoben
und bilden in 2 einen Überlappungsbereich 40,
in dem die beiden Buchsenendteile passgenau aufeinander geschoben
sind und damit einen sicheren, sehr hohen Belastungen aussetzbaren
Sitz bilden. In diesem Überlappungsbereich 40 ist auch
die aus Nut 19 und Feder 21 gebildete Drehsicherung 46 (2)
vorgesehen, die insbesondere das exakte Zusammenfügen von
Steckerteil 36 und Kupplungsteil 38 gewährleistet.
Hierdurch kann die Multipol-Kabelverbindung 2 sehr hohen
Belastungen ausgesetzt werden.
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Im Überlappungsbereich 40,
in dem die beiden gegenüberliegenden Enden der ersten 10 und zweiten
Buchse 12 übereinander geschoben sind, ist zumindest
das Schraubelement 14 vorgesehen, das die beiden Buchsen 10, 12 fest
miteinander verbindet. Das Schraubelement 14 weist hierzu
ein Innengewinde auf, das auf das an der zweiten Buchse 12 vorgesehene
Außengewinde geschraubt werden kann. Ferner umfasst die äußere
Buchse 10 des Steckerteils 36 einen Absatz bzw.
Flansch 42, der gegen das stirnseitige Ende der nachfolgenden,
koaxial zur Buchse 10 des Steckerteils 36 angeordneten
Buchse 12 des Kupplungsteils 38 anliegt, wenn
das Schraubelement 14 entsprechend weit auf das Außengewinde
der zweiten Buchse 12 geschraubt wurde (2).
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Ein
zweites Schraubelement 16 (1) liegt mittels
einer Drehsicherung 52, die als Federscheibe ausgebildet
sein kann, gegen ein Flanschelement 54 der Kabelverbindung 2 an,
das mit einem Teil der kerntechnischen Anlage verbunden ist. Das
Flanschelement 54 dient zur Abstützung der Multipol-Kabelverbindung 2.
Durch Drehen des auf der äußeren Buchse 12 aufgeschraubten
Schraubelements 16 wird die Drehsicherung 52 gegen
das Flanschelement 54 gedrückt, sodass, wie bereits
ausgeführt, eine erdbebensichere Abstützung der
Multipol-Kabelverbindung 2 in der Reaktoranlage gewährleistet ist.
Das Flanschelement 54 (1) der Kabelverbindung 2 ist
also in montiertem Zustand der Multipol-Kabelverbindung 2 zwischen
einem an der äußeren Buchse 12 vorgesehenen
Flansch 13 oder alternativ dem Schraubelement 14 und
dem Schraubelement 16 des Kupplungsteils 38 angeordnet
und fest eingespannt.
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Jeweils
auf die äußere Buchse 10, 12 des Steckerteils 36 und
des Kupplungsteils 38 ist ein Kabelschlauch 56, 57 (1)
gezogen bzw. aufgeschrumpft. Der Kabelschlauch 56, 57 sichert
die Multipol-Kabelverbindung 2 gegen Feuchtigkeit und Verunreinigungen.
Ein sicherer, dichter Sitz des Kabelschlauchs 56, 57 wird
dadurch gewährleistet, dass zwischen Kabelschlauch 56 und 57 und
Buchse 10 und 12 eine oder mehrere Ringsicherungen
und/oder Ringdichtungen 58 (2, 3)
vorgesehen sind. Durch die ringförmigen Erhebungen wird
insbesondere ein Abrutschen des jeweiligen Kabelschlauchs von der
Buchse zuverlässig verhindert.
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Die
erste äußere Buchse 10 des Steckerteils 36 und
die nachfolgende koaxial angeordnete zweite äußere
Buchse 12 des Kupplungsteils 38 sind zumindest über
ein Dichtungselement 68 (2) gegeneinander
abgedichtet, das im Überlappungsbereich 40 der
beiden Buchse 10, 12 vorgesehen ist. Das Dichtungselement 68 ist
so ausgelegt, dass der die Adern 4 aufnehmende Raum gegen
Druck und somit gegen eindringendes Wasser und Verschmutzung geschützt
ist.
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Die
beiden Konusse 30, 32 weisen sich gegenüberliegende
Anlageflächen 66 (2) auf,
zwischen denen eine Kabelabschirmung 78 (2)
der hier nicht gezeigten metallischen Ummantelung der in der Kabelverbindung 2 geführten
Adern 4 eingeklemmt ist. Hierdurch wird der Innenaufbau
des Steckerteils 36 vereinfacht, da für die Erdung
der Multipol-Kabelverbindung 2 keine weiteren Bauteile
erforderlich sind.
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3 zeigt
in der Art einer Explosionszeichnung den steckerseitigen Teil der
Multipol-Kabelverbindung 2 vor der Montage. Zur Montage
werden der Kontakteinsatz mit dem Isolierteil 60, die innere Buchse 18,
das Zentrierelement 30 und das Schraubelement 22 nacheinander
in die äußere Buchse 10 geschoben bzw.
eingedreht. Nach dem Zusammenfügen der Einzelteile wird
der die Anschlusskabel bzw. die Adern 4 umgebende Innenraum
der inneren Buchse 18 wie oben bereits erläutert
mit einer Kunststoff-Dichtmasse, insbesondere auf Silikon-Basis, vergossen.
Der hier nicht dargestellte buchsenseitige Teil der Multipol-Kabelverbindung 2 ist
im Prinzip spiegelbildlich symmetrisch aufgebaut, weist aber im Anschluss-
bzw. Überlappungsbereich 40 eine äußere
Buchse 12 mit vergrößertem Innendurchmesser auf,
die auf die steckerseitige äußere Buchse 10 geschoben
und dann mit dem steckerseitig angeordneten Schraubelement 14 arretiert
werden kann. Darüber hinaus weist der buchsenseitige Kontakteinsatz natürlich
gegenüber dem steckerseitigen Kontakteinsatz komplementäre
Kontaktelemente auf. Über die Schraubelemente 22 und 24 und
die inneren Buchsen 18, 20 werden die beiden Kontakteinsätze
sicher gegeneinander gedrückt.
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- 2
- Multipol-Kabelverbindung
- 4
- Ader,
Kabel
- 6
- Stecker
- 8
- Kupplung
- 10
- äußere
Buchse
- 12
- äußere
Buchse
- 13
- Flansch
- 14
- Schraubelement
- 16
- Schraubelement
- 18
- innere
Buchse
- 19
- Nut
- 20
- innere
Buchse
- 21
- Feder
- 22
- weiteres
Schraubelement
- 23
- Kabelflührung
- 24
- weiteres
Schraubelement
- 26
- Druckelement,
Zentrierelement
- 28
- Druckelement,
Zentrierelement
- 30
- Konus
- 32
- Konus
- 34
- Gewindeteil
- 36
- Steckerteil
- 38
- Kupplungsteil
- 40
- Überlappungsbereich
- 42
- Anlageteil,
Flansch, Absatz
- 44
- Steckergehäuse
- 46
- Drehsicherung
- 48
- Kupplungsgehäuse
- 50
- Sicherungselement
- 51
- Sicherungselement
- 52
- Drehsicherung
- 54
- Flansch,
Flanschelement
- 56
- Kabelschlauch
- 57
- Kabelschlauch
- 58
- Ringsicherung,
Ringdichtung
- 60
- Isolierteil,
Isolator
- 62
- Gewindeteil
- 64
- Gewindeteil
- 66
- Anlagefläche
- 68
- Dichtungselement
- 70
- Kontaktstift,
Kontaktbuchse
- 74
- Kunststoffmasse
- 76
- Stirnseite
- 78
- Kabelabschirmung
- 80
- Innengewinde
- 82
- Außengewinde
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102007026815
A1 [0003]