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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lichtbogendrahtspritzen
von Werkstücken, insbesondere bei Hohlkörpern,
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
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Beim
Lichtbogendrahtspritzen werden zwei metallische Drähte
mittels geregelter Drahtvorschubgeschwindigkeit über entsprechende
Schleifkontakte, durch welche eine Übertragung von elektrischem Strom
auf die Drähte erfolgt, in einem Brenner, der auch als
Spritzpistole bezeichnet werden kann, bewegt. Nach dem Einschalten
des Drahtvorschubs laufen die beiden Spritzdrähte durch
die Drahtführung aufeinander zu, bis es aufgrund der anliegenden Spannung
zur Ausbildung eines Lichtbogens zwischen den freien Enden der Spritzdrähte
kommt. In diesem Lichtbogen findet eine intensive Erhitzung statt,
wodurch der Beschichtungswerkstoff der Drähte aufschmilzt.
Ein aus einer zweckmäßig in den Brenner integrierten
Düse austretender Gasstrom, in der Regel ein Inertgas,
wie zum Beispiel Stickstoff, zerstäubt das entstandene
Schmelzgut, beschleunigt die Partikel und schleudert diese auf die
zu beschichtende Oberfläche. Mit Hilfe des Lichtbogendrahtspritzens
werden beispielsweise die Laufflächen von Zylindern bei
Kolbenmotoren beschichtet, beispielsweise um die Reibung zwischen
Kolben und Zylinderwand zu reduzieren. Brenner, mit denen derartige Hohlkörper
von Werkstücken quasi von innen beschichtet werden können,
werden auch als Innenbrenner bezeichnet.
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Aus
der
DE 10 2005
012 360 A1 ist ein Lichtbogendrahtbrenner bekannt, der
als Innenbrenner ausgestaltet ist und der eine Drahtzuführung
zum Zuführen von zwei, jeweils als aufschmelzende Elektrode
dienenden Drähten in Richtung zu einem Lichtbogen aufweist.
Weitere Lichtbogendrahtbrenner dieser Art sind beispielsweise aus
der
EP 1 238 715 A2 ,
aus der
WO 03/066233
A1 und aus der
WO
04/028702 A1 bekannt.
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Um
am jeweiligen Werkstück durch Lichtbogendrahtspritzen eine
komplexe Beschichtung realisieren zu können, die aus mehreren
unterschiedlichen Teilschichten besteht, muss der bekannte Lichtbogendrahtbrenner
nach dem Aufbringen einer ersten Teilbeschichtung hinsichtlich seiner
Drähte umgerüstet werden, um anschließend
eine andere zweite Teilbeschichtung aufbringen zu können.
Zwischenzeitlich ist die erste Teilbeschichtung vergleichsweise weit
abgekühlt. Beim Aufbringen der zweiten Teilbeschichtung
entstehen dann zwangsläufig vergleichsweise große
Temperaturdifferenzen, die sich nachteilig auf die Qualität
der Teilschichten beziehungsweise der gesamten Beschichtung auswirken
kann. Des weiteren besteht ein Bedürfnis, das Lichtbogendrahtspritzen
verfahrensmäßig so auszugestalten, dass es weniger
Bearbeitungszeit erfordert, da immer mehr Werkstücke serienmäßig
beschichtet werden müssen.
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Die
vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem,
für ein Lichtbogendrahtspritzverfahren eine verbesserte
Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch
reduzierte Beschichtungszeiten auszeichnet, wobei außerdem eine
verbesserte Beschichtungsqualität angestrebt ist.
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Dieses
Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand
des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
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Die
Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, das Lichtbogendrahtspritzen
mit wenigstens zwei verschiedenen Drähten aus verschiedenen Metallen
durchzuführen. Hierdurch ist es möglich, unmittelbar
auf der beschichteten Werkstückoberfläche eine
Legierung herzustellen. Beispielsweise lassen sich dadurch Speziallegierungen
unmittelbar auf der Werkstückoberfläche erzeugen,
die als Draht nicht verfügbar sind. Beispielsweise sind
auch Legierungen denkbar, aus denen sich keine für das
Lichtbogendrahtspritzen geeignete Drähte herstellen lassen,
weil sie beispielsweise zu spröde sind. Ebenso ist denkbar,
dass sich bestimmte Legierungen an der Werkstückoberfläche
in Kombination mit dem Werkstoff des Werkstücks nur dann
erzeugen lassen, wenn die beiden Drahtwerkstoffe auf die vorgeschlagene
Weise gleichzeitig aufgespritzt werden.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform kann vorgesehen sein, mit
einem ersten Lichtbogen zwei erste Drähte aufzuschmelzen
und mit einer ersten Gasströmung auf die Werkstückoberfläche
zu schleudern, wobei außerdem mit einem zweiten Lichtbogen
zwei zweite Drähte aufgeschmolzen und mit einer zweiten
Gasströmung auf die Werkstückoberfläche
geschleudert werden können. Durch die Verwendung von wenigstens
zwei separaten Lichtbogen, an denen jeweils zwei Drähte
aufgeschmolzen und mit Hilfe von zumindest zwei Gasströmungen
auf die Werkstückoberfläche aufgespritzt werden
können, ergeben sich vielfältige Variationsmöglichkeiten für
die Aufbringung unterschiedlicher Werkstoffe und Werkstoffkombinationen
durch die Verwendung verschiedener Drahtwerkstoffe. Beispielsweise
können die beiden ersten Drähte jeweils aus einem
ersten Metall bestehen. Ebenso können sie aus zwei verschiedenen
Metallen zur Erzeugung einer ersten Legierung bestehen. Die beiden
zweiten Drähte können aus einem zweiten Metall
bestehen. Ebenso können sie aus zwei verschiedenen Metallen
zur Erzeugung einer zweiten Legierung bestehen. Somit lassen sich bei
zwei Lichtbogen bis zu vier verschiedene Drähte aufschmelzen
und aufspritzen. Dabei ist es insbesondere möglich, die
erste Schmelze der ersten Drähte und die zweite Schmelze
der zweiten Drähte simultan zu erzeugen und auf die Werkstückoberfläche
zu schleudern. Dabei ist es insbesondere möglich, die Schmelzen
beziehungsweise die zugehörigen Drahtwerkstoffe so auszuwählen
und so auf die Werkstückoberfläche aufzuschleudern,
dass sie auf der Werkstückoberfläche eine vorbestimmte
Beschichtungslegierung bilden.
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Alternativ
ist es ebenso möglich, die erste Schmelze der ersten Drähte
und die zweite Schmelze der zweiten Drähte zeitlich versetzt
zu erzeugen und auf die Werkstückoberfläche zu
schleudern. Hierdurch lässt sich insbesondere eine mehrlagige Beschichtung
der Werkstückoberfläche generieren. Dabei kann
insbesondere vorgesehen sein, die beiden Schmelzen beziehungsweise
die zugehörigen Drahtwerkstoffe so auszuwählen,
dass die zuerst auf die Werkstückoberfläche geschleuderte
Schmelze auf derselben eine vorbestimmte Grundierungsbeschichtung
bildet, während die danach auf die Werkstückoberfläche
geschleuderte Schmelze auf der Grundierungsbeschichtung eine vorbestimmte
Funktionsbeschichtung bildet. Hierdurch kann beispielsweise erreicht
werden, dass eine besonders reibungsarme Funktionsbeschichtung über
die Grundierungsbeschichtung an einem Grundwerkstoff der Werkstückoberfläche
dauerhaft angebracht werden kann, auf der sie selbst direkt nur
unzureichend haften würde.
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Weitere
wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen
Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche
oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
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Es
zeigen, jeweils schematisch,
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1 einen
stark vereinfachten, prinzipiellen Längsschnitt durch einen
Brennerkopf eines Lichtbogendrahtbrenners,
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2 eine
perspektivische Ansicht des Brennerkopfs entsprechend einer Blickrichtung
II in 1.
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Entsprechend 1 umfasst
ein Lichtbogendrahtbrenner 1, bei dem es sich bevorzugt
um einen Innenbrenner handelt, einen Brennerkopf 2. Mit Hilfe
des Lichtbogendrahtbrenners 1 kann ein Lichtbogendrahtspritzen
von Werkstücken realisiert werden. Insbesondere lassen
sich mit dem als Innenbrenner ausgestalteten Brenner 1 innenliegende Werkstückoberflächen bei
Hohlkörpern, wie zum Beispiel Zylinderlaufflächen,
beschichten.
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Der
Lichtbogendrahtbrenner 1 weist eine erste Drahtzuführung 3 auf,
mit deren Hilfe wenigstens ein erster Draht 4 aus Metall
in Richtung zu einem in 1 und 2 durch
ein Blitzsymbol angedeuteten ersten Lichtbogen 5 zuführbar
ist. Der wenigstens eine erste Draht 4 dient dabei als
aufschmelzende Elektrode. Entsprechend 2 ist die erste
Drahtzuführung 3 zweckmäßig
so ausgestaltet, dass damit gleichzeitig zwei erste Drähte 4a und 4b in
Richtung zum ersten Lichtbogen 5 zuführbar sind. Beide
erste Drähte 4a und 4b bilden dabei aufschmelzende
Elektroden. Das bedeutet, dass an den freien Enden der beiden ersten
Drähte 4a, 4b der erste Lichtbogen 5 ausgebildet
wird. Hierzu kann innerhalb der ersten Drahtzuführung 3 eine
entsprechende elektrische Spannung auf die beiden ersten Drähte 4 aufgebracht
werden.
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Entsprechend 1 weist
der Lichtbogendrahtbrenner 1 außerdem eine zweite
Drahtzuführung 6 auf, mit deren Hilfe zumindest
ein zweiter Draht 7 aus Metall zu einem weiteren oder zweiten Lichtbogen 8 zuführbar
ist. Auch der wenigstens eine zweite Draht 7 dient hierbei
als aufschmelzende Elektrode. Bevorzugt ist die zweite Drahtzuführung 6 im
Wesentlichen identisch aufgebaut wie die erste Drahtzuführung 3.
Dementsprechend sind gemäß 2 bevorzugt
zwei zweite Drähte 7a und 7b vorgesehen,
die beide als aufschmelzende Elektroden dienen und an deren freien
Enden der zweite Lichtbogen 8 ausgebildet wird.
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Die
beiden Drahtzuführungen 3, 6 bilden dabei
ein Drahtzuführsystem.
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Vorzugsweise
ist der Brennerkopf 2 so ausgestaltet, dass daran die beiden
Lichtbogen 5, 8 ausgebildet werden können.
Im gezeigten Beispiel ist der Lichtbogendrahtbrenner 1 so
ausgestaltet, dass damit genau zwei verschiedene beziehungsweise
separate beziehungsweise örtlich voneinander getrennt angeordnete
Lichtbogen 5, 8 generiert werden können,
denen jeweils eine eigene Drahtzuführung 3, 6 zugeordnet
ist. Dementsprechend handelt es sich hier um einen Doppelbrenner 1.
Der zugehörige Brennerkopf 2 kann auch als Doppelbrennerkopf
bezeichnet werden. Bei einer anderen Ausführungsform können
auch drei oder mehr separate Lichtbogen 5, 8 generiert
werden, denen insbesondere jeweils eine separate Drahtzuführung 3, 6 zugeordnet sein
kann. Dementsprechend handelt es sich dann um einen Dreifachbrenner
oder Mehrfachbrenner, der gegebenenfalls mit einem Dreifachbrennerkopf oder
Mehrfachbrennerkopf ausgestattet sein kann.
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Bei
einer Ausführungsform mit genau zwei Lichtbogen 5, 8 können
die beiden Lichtbogen 5, 8 am Brennerkopf 2 zweckmäßig
an zwei voneinander abgewandten, diametral entgegengesetzten Seiten generiert
werden. Hierdurch erhält der Brennerkopf 2 einen
symmetrischen Aufbau. Bei mehr als zwei Lichtbogen 5, 8 ergibt
sich bevorzugt ebenfalls eine in Umfangsrichtung symmetrische Verteilung
der Lichtbogen 5, 8.
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Entsprechend 1 umfasst
der Lichtbogendrahtbrenner 1 außerdem eine erste
Düsenanordnung 9, mit deren Hilfe ein durch einen
Pfeil angedeuteter erster Gasstrom 10 zum ersten Lichtbogen 5 zugeführt
werden kann. Mit dem ersten Gasstrom 10, der bevorzugt
mit einem Inertgas, insbesondere mit Stickstoff, erzeugt wird, kann
das im ersten Lichtbogen 5 aufgeschmolzene Drahtmaterial
zerstäubt, beschleunigt und gegen die zu beschichtende
Werkstückoberfläche geschleudert werden. Die erste
Düsenanordnung 9 ist hierzu bevorzugt im Brennerkopf 2 ausgebildet.
Des Weiteren umfasst der Lichtbogendrahtbrenner 1 eine
zweite Düsenanordnung 11, mit deren Hilfe ein
zweiter Gasstrom 12, der ebenfalls durch einen Pfeil angedeutet
ist, zum zweiten Lichtbogen 8 zuführbar ist. Mit
dem zweiten Gasstrom 12, der zweckmäßig
aus dem gleichen Inertgas gebildet ist, kann das im zweiten Lichtbogen 8 aufgeschmolzene
Drahtmaterial zerstäubt und gegen die zu beschichtende
Werkstückoberfläche gespritzt werden. Auch die
zweite Düsenanordnung 11 ist bevorzugt in den
Brennerkopf 2 integriert. Besonders vorteilhaft ist nun
die hier gezeigte Ausführungsform, bei der ein gemeinsamer
Gaskanal 13 vorgesehen ist, mit dem die beiden Düsenanordnungen 9, 11 mit
dem Gas versorgt werden. Auch dieser gemeinsame Gaskanal 13 ist
bevorzugt in den Brennerkopf 2 integriert. Im Beispiel
ist der gemeinsame Gaskanal 13 zentral im Brennerkopf 2 angeordnet
und erstreckt sich beispielsweise koaxial oder zumindest parallel
zu einer Rotationsachse 14 des Brennerkopfes 2,
um welche der Brennerkopf 2 zur Durchführung einer
Beschichtung einer Zylinderoberfläche rotieren kann, sofern es
sich um den Brennerkopf 2 eines Innenbrenners 1 handelt.
Die beiden Düsen 9, 11 sind hierbei bezüglich
der Rotationsachse 14 radial orientiert.
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Die
beiden Düsenanordnungen 9, 11 bilden dabei
zusammen mit dem gemeinsamen Gaskanal 13 ein Gaszuführsystem.
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Es
ist klar, dass bei einem Dreifachbrenner oder Mehrfachbrenner eine
entsprechende andere Anzahl an Düsenanordnungen 9, 11 vorhanden
ist, wobei auch dann grundsätzlich ein gemeinsamer Gaskanal 13 möglich
ist. Die jeweilige Düsenanordnung 9, 11 umfasst
hier eine Lavaldüse 15, also eine Düse 15 mit
in Strömungsrichtung zunehmendem Querschnitt. Am engsten
Strömungsquerschnitt der Lavaldüse 15 kann
seitlich zum Primärgasstrom über eine ringförmige
Hilfsdüse 16 ein Sekundärgasstrom seitlich
zugeführt werden, beispielsweise um die Lavaldüse 15 vor
einer Überhitzung zu schützen.
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Ein
Verfahren zum Lichtbogendrahtspritzen von Werkstücken,
bei denen es sich insbesondere um Hohlkörper handeln kann,
kann nun zum Beispiel mit dem Lichtbogendrahtbrenner 1 vorzugsweise
wie folgt durchgeführt werden:
Grundsätzlich
lassen sich an den beiden Lichtbogen 5, 8 Drähte 4, 7 aus
gleichen Drahtwerkstoffen aufschmelzen. Je nach Anzahl der Lichtbogen 5, 8 kann dadurch
die pro Zeiteinheit aufspritzbare Werkstoffmenge gegenüber
einem herkömmlichen Einfachbrenner verdoppelt, verdreifacht
oder vervielfacht werden, sofern die einzelnen Lichtbogen 5, 8 simultan
generiert werden.
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Bevorzugt
ist jedoch eine Ausführungsform, bei der im Lichtbogendrahtbrenner 1 zumindest
zwei Drähte 4, 7 aus verschiedenen Drahtwerkstoffen
verwendet werden. Bevorzugt wird dann mit Hilfe des ersten Lichtbogens 5 ein
erster Werkstoff aufgeschmolzen und auf das Werkstück aufgespritzt,
während mit dem zweiten Lichtbogen 8 ein zweiter
Werkstoff aufgeschmolzen und auf das Werkstück aufgebracht
wird. Dabei ist es grundsätzlich möglich, das Aufbringen
des ersten und zweiten Werkstoffs gleichzeitig durchzuführen,
das heißt die beiden Lichtbogen 5, 8 gleichzeitig
zu generieren. Auf diese Weise kann bei einer entsprechenden Abstimmung
der übrigen Parameter, wie zum Beispiel die Rotationsgeschwindigkeit
des Brennerkopfs 2 und die Vorschubgeschwindigkeit der
Drähte 4, 7 am Werkstück eine Beschichtung
erzeugt werden, die aus einer Beschichtungslegierung besteht, die
aus den beiden Werkstoffen der beiden Drähte 4, 7 gebildet
wird. Durch die unmittelbar am Ort der Beschichtung erzeugte Legierung
ist es insbesondere möglich, unterschiedlich konzentrierte
Legierungen durch die Verwendung der gleichen Drähte 4, 7 zu
generieren, indem lediglich der Drahtvorschub des einen oder des anderen
Drahtes 4, 7 verändert wird. Insbesondere kann
dadurch am Werkstück eine Beschichtung erzeugt werden,
die eine entlang der Dicke der Beschichtung variierende Legierungszusammensetzung
aufweist.
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Alternativ
kann das Aufbringen des ersten Werkstoffs und des zweiten Werkstoffs
zeitlich versetzt realisiert werden. Beispielsweise kann dadurch am
Werkstück zunächst eine aus dem einen Werkstoff
gebildete Grundierungsschicht aufgetragen werden. Unmittelbar im
Anschluss daran lässt sich aus dem anderen Werkstoff eine
Funktionsschicht auf die Grundierungsschicht auftragen. Beispielsweise
dient die Grundierungsschicht dazu, die Haftung für die Funktionsschicht
am Werkstück zu verbessern beziehungsweise zu ermöglichen.
Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass die Funktionsschicht auf
die noch heiße Grundierungsschicht aufgespritzt werden kann,
wodurch die unterschiedlichen Schichten bei vergleichsweise niedrigen
Temperaturdifferenzen aufgebracht werden können, was die
Qualität der einzelnen Teilbeschichtungen und insbesondere
die Qualität der Gesamtbeschichtung verbessert.
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Zweckmäßig
werden am jeweiligen Lichtbogen 5, 8 jeweils zwei
Drähte 4a, 4b und 7a, 7b aufgeschmolzen,
die aus gleichen Werkstoffen bestehen. Denkbar ist jedoch auch eine
Ausführungsform, bei der zumindest bei einem der Lichtbogen 5, 8 zwei
unterschiedliche Drähte 4a, 4b beziehungsweise 7a, 7b aufgeschmolzen
werden. Hierdurch kann eine Legierungsbildung am Werkstück
realisiert werden. Es ist klar, dass sich die genannten Variationsmöglichkeiten
auch beliebig miteinander kombinieren lassen. Entsprechendes gilt
auch für einen Lichtbogendrahtbrenner 1 mit drei
oder mehr Lichtbogen 5, 8, wodurch sich die Möglichkeiten
zur Realisierung von Mehrfachbeschichtungen beziehungsweise von mehrlagigen
Beschichtungen mit simultanem Aufbringen der Drahtschmelze und/oder
mit zeitlich versetztem Aufbringen unterschiedlicher Teilbeschichtungen
beliebig kombinieren lassen.
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Mit
dem gezeigten Mehrfachbrenner
1 ergeben sich vielfältige
Möglichkeiten zur Herstellung einer Beschichtung auf einer
Werkstückoberfläche. Beispielsweise bestehen die
beiden ersten Drähte
4a,
4b jeweils aus
einem ersten Metall, wodurch sich auf der Werkstückoberfläche
eine Beschichtung aus diesem Metall erzeugen lässt. Eine
Legierungsbildung mit dem Werkstoff des Werkstücks kann
dabei zumindest oberflächlich gewünscht sein.
Ebenso ist es grundsätzlich möglich, die beiden
ersten Drähte
4a,
4b aus zwei verschiedenen
Metallen auszubilden, um mit ihnen auf der Werkstückoberfläche
eine (erste) Legierung zu erzeugen. Es ist klar, dass zur Realisierung
einer derartigen Legierung, die durch das Aufschmelzen von zwei
verschiedenen Drähten an einem Lichtbogen kein Mehrfachbrenner
der hier gezeigten Art erforderlich ist. Insbesondere kann hierzu
ein herkömmlicher Einfachbrenner verwendet werden, wie
er beispielsweise aus der eingangs zitierten
DE 10 2005 012 360 A1 bekannt
ist.
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Des
Weiteren können auch die beiden zweiten Drähte 7a, 7b jeweils
aus einem zweiten Metall bestehen oder ebenfalls aus zwei verschiedenen
Metallen, mit denen ebenfalls eine (zweite) Legierung unmittelbar
auf der Werkstückoberfläche generiert werden kann.
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Wie
bereits erläutert, lassen sich die beiden Lichtbogen 5, 8 gleichzeitig
generieren, wodurch es möglich ist, die erste Schmelze
der ersten Drähte 4a, 4b und die zweite
Schmelze der zweiten Drähte 7a, 7b simultan
zu erzeugen und gleichzeitig auf die Werkstückoberfläche
zu schleudern. Insbesondere bei einem rotierenden Brennerkopf 2 eines
Innenbrenners 1 lassen sich die Schmelzen gezielt so aufeinander
abstimmen und auf die Werkstückoberfläche schleudern,
dass sie auf der Werkstückoberfläche eine vorbestimmte
Beschichtungslegierung bilden. Beispielsweise ist die erste Schmelze
noch nicht erstarrt, bis die zweite Schmelze aufgespritzt wird, wodurch
die beiden Schmelzen legieren können.
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Besonders
vorteilhaft ist jedoch eine Ausführungsform, bei der die
erste Schmelze der ersten Drähte 4a, 4b und
die zweite Schmelze der zweiten Drähte 7a, 7b zeitlich
versetzt erzeugt und auf die Werkstückoberfläche
geschleudert werden. Dadurch ist es insbesondere möglich,
die zuvor angesprochene Legierungsbeschichtung zu generieren, um
auf dieser anschließend eine gewünschte Funktionsbeschichtung
aufbringen zu können. Da beide Beschichtungen beziehungsweise
beide Schmelzen mit dem gleichen Brenner 1 generiert werden
können, kann der zeitliche Abstand dieser Teilbeschichtungsvorgänge
so klein gewählt werden, dass sich eine besonders geringe
Temperaturdifferenz zwischen den Teilschichten einstellt, was vorteilhaft
für die Qualität der erzielbaren Beschichtung
ist.
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Bei
einem Brenner 1 mit zwei Lichtbogen 5, 8,
denen jeweils zwei Drähte 4a, 4b und 7a, 7b zugeführt
werden, lassen sich bis zu vier verschiedene Drähte aufschmelzen
und aufspritzen. Bei einem Dreifachbrenner oder Mehrfachbrenner
lassen sich entsprechend mehr unterschiedliche Drähte verwenden.
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- 1
- Lichtbogendrahtbrenner
- 2
- Brennerkopf
- 3
- erste
Drahtzuführung
- 4
- erster
Draht
- 4a
- der
eine erste Draht
- 4b
- der
andere erste Draht
- 5
- erster
Lichtbogen
- 6
- zweite
Drahtzuführung
- 7
- zweiter
Draht
- 7a
- der
eine zweite Draht
- 7b
- der
andere zweite Draht
- 8
- zweiter
Lichtbogen
- 9
- Erstdüsenanordnung
- 10
- Erstgasstrom
- 11
- zweite
Düsenanordnung
- 12
- Zweitgasstrom
- 13
- gemeinsamer
Gaskanal
- 14
- Rotationsachse
von 2
- 15
- Lavaldüse
- 16
- Hilfsdüse
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102005012360
A1 [0003, 0029]
- - EP 1238715 A2 [0003]
- - WO 03/066233 A1 [0003]
- - WO 04/028702 A1 [0003]