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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verarbeiten von Druckaufträgen
mit Hilfe eines tragbaren Datenträgers, insbesondere einer
Chipkarte, sowie ein entsprechendes Kommunikationssystem.
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Bei
der Verarbeitung von Druckaufträgen ist es oftmals wünschenswert,
dass ein zu druckendes Dokument an einem spezifischen Drucker gedruckt wird,
der sich entfernt von dem Arbeitsplatz eines Benutzers befindet.
Um zu vermeiden, dass vertrauliche Dokumente bei der Ausgabe an
einem Drucker von unbefugten Dritten entwendet werden, sollte sichergestellt
werden, dass sich der Benutzer beim Ausdruck des Dokuments am Drucker
befindet.
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Aus
dem Stand der Technik sind verschiedene Verfahren bekannt, die den
Ausdruck von Dokumenten basierend auf einer Authentisierung eines Benutzers
bzw. durch direkte Interaktion eines Benutzers mit einem Drucker
ermöglichen.
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In
der Druckschrift
EP
1 465 071 B1 ist ein Informationsverarbeitungssystem beschrieben,
bei dem ein Nutzer mit Hilfe eines mobilen Endgeräts einen
Ausdruck eines Dokuments an einem Drucker veranlasst. Dabei wird
ein entsprechender Strichcode am Drucker über das Endgerät
fotografiert bzw. eingelesen und anschließend drahtlos
an ein Informationssystem übermittelt. Dieses System erkennt basierend
auf dem Strichcode die Identität des Druckers und veranlasst
den Druck des Dokuments auf diesem Drucker. In der Druckschrift
ist ferner beschrieben, dass anstatt von Strichcodes auch RF-Identifikationen
des Druckers zur Ermittlung seiner Identität verwendet
werden können. Das Verfahren dieser Druckschrift hat den
Nachteil, dass keine effizienten Mechanismen bereitgestellt werden,
die den Ausdruck ei nes Dokuments durch eine unautorisierte Person
vermeiden bzw. verhindern.
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In
der Druckschrift
JP
200807738 A wird bei der Übertragung von Druckaufträgen
an einen Drucker zusätzlich eine Email mit einer Benutzeridentität an
den Drucker gesendet. Anschließend muss der Nutzer die
Email über sein Mobiltelefon an einem Lesegerät
des Druckers präsentieren. Stimmt die dem Druckauftrag
zugeordnete Benutzeridentität mit der präsentierten
Benutzeridentität überein, wird der Druckauftrag
ausgeführt.
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In
der Druckschrift
US
2006/0227371 A1 ist ein Druckverfahren beschrieben, bei
dem die Anwesenheit eines Nutzers im Bereich eines Druckers über
einen RF-Sensor, den der Nutzer bei sich trägt, detektiert
wird. Die Druckschrift
US
2008/0117452 A1 beschreibt die Authentisierung eines Druckvorgangs mittels
einer Chipkarte, die von einem Rechner eingelesen wird.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Verfahren sowie ein Kommunikationssystem
zum Verarbeiten von Druckaufträgen zu schaffen, mit denen
einfach und zuverlässig sichergestellt wird, dass die gedruckten
Dokumente eines für einen Benutzer generierten Druckauftrags
auch zu diesem Benutzer gelangen.
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Diese
Aufgabe wird durch das Verfahren gemäß Patentanspruch
1 sowie das Kommunikationssystem gemäß Patentanspruch
15 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen definiert.
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In
dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Druckaufträge
mit Hilfe eines tragbaren Datenträgers verarbeitet, wobei
der Datenträger für einen Benutzer durch Hinterlegung
einer vorbestimmten Benutzeridentität auf dem Da tenträger
personalisiert ist und Druckaufträgen, welche für
den Benutzer generiert werden, die vorbestimmte Benutzeridentität zugeordnet
ist.
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In
dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in einem
Schritt a) mittels eines mobilen Endgeräts, mit dem der
tragbare Datenträger verbunden ist, eine Drucker-Identifikation
eines Druckers kontaktlos aus einem an dem Drucker angebrachten
Transponder ausgelesen und auf dem tragbaren Datenträger
gespeichert. Die Verbindung des tragbaren Datenträgers
mit dem mobilen Endgerät erfolgt dabei insbesondere dadurch,
dass der Datenträger in das mobile Endgerät eingesetzt
oder eingesteckt wird. Das mobile Endgerät ist vorzugsweise
ein Mobilfunkendgerät, beispielsweise ein Mobiltelefon,
ein Laptop, ein PDA und dergleichen. Der Begriff „Transponder” ist weit
zu verstehen und umfasst jedes Funk-Kommunikationsgerät,
mit dem kontaktlos die entsprechende Drucker-Identifikation ausgelesen
werden kann. Vorzugsweise ist der Transponder jedoch ein RFID-Tag, bei
dem über die hinlänglich aus dem Stand der Technik
bekannte NFC-Kommunikation (NFC = Near Field Communication, auch
als Nahfeld-Kommunikation bezeichnet) Daten ausgelesen werden.
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In
dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in einem
zweiten Schritt b) eine Druckinformation umfassend die ausgelesene
Drucker-Identifikation über eine drahtlose Kommunikationsanbindung
des mobilen Endgeräts an ein Kommunikationsnetz übermittelt,
an dem der Drucker mit der ausgelesenen Drucker-Identifikation angeschlossen
ist. Schließlich wird in einem Schritt c) zumindest ein
Teil von ausschließlich solchen Druckaufträgen,
denen die vorbestimmte Benutzeridentität zugeordnet ist,
an den Drucker mit der ausgelesenen Drucker-Identifikation über
das Kommunikationsnetz ausgegeben. Das heißt, durch die Übermittlung
der Drucker-Identifikation wird die Ausgabe von Druckaufträgen
des Benutzers mit der vorbestimmten Benut zeridentität ausgelöst,
wobei der Benutzer nicht die Ausgabe von anderen, ihm nicht zugeordneten
Druckaufträgen veranlassen kann.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch
aus, dass ein tragbarer personalisierter Datenträger dazu
verwendet wird, einen Druckauftrag zu authentisieren. Dabei wird
nur bei einer Übereinstimmung der Benutzeridentität
auf dem Datenträger mit derjenigen Benutzeridentität,
für welche ein Druckauftrag generiert wird, eine Ausgabe
des Druckauftrags an einem über den Benutzer ausgewählten
Drucker bewirkt. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird eine hohe Sicherheit dahingehend erreicht, dass der Benutzer,
der die Ausführung eines Druckauftrags an einem von ihm
gewünschten Drucker auslöst, auch mit demjenigen
Benutzer übereinstimmt, der die Generierung des Druckauftrags veranlasst
hat, beispielsweise durch Drücken des Drucksymbols mit
einer Maus in einem Textverarbeitungsprogramm auf einem Computer.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist das mobile Endgerät ein in einem Mobilfunknetz
betriebenes Mobilfunkgerät, wobei in Schritt b) die Druckinformation unter
Zwischenschaltung des Mobilfunknetzes an das Kommunikationsnetz übermittelt
wird.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
werden in dem Verfahren Druckaufträge mit Hilfe eines tragbaren
Datenträgers in der Form einer Teilnehmer-Identifikationskarte
des Mobilfunknetzes verarbeitet, in dem das Mobilfunkendgerät
betrieben wird. Dabei kann gegebenenfalls die entsprechende Teilnehmer-Identifikation
der Teilnehmer-Identifikationskarte als Benutzeridentität verwendet
werden. Als Teilnehmer-Identifikationskarten kommen vorzugsweise
SIM- und/oder USIM-Karten eines GSM- bzw. UMTS-Mobilfunknetzes in
Betracht.
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In
einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens umfasst die Druckinformation die vorbestimmte, auf dem
tragbaren Datenträger hinterlegte Benutzeridentität,
wobei die Druckinformation insbesondere derart generiert wird, dass die
Drucker-Identifikation mit der vorbestimmten Benutzeridentität
signiert wird. Hierdurch wird auf besonders einfache Weise eine über
die Benutzeridentität authentisierte Druckinformation generiert.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens sind die Druckaufträge auf einem Verwaltungsrechner
in dem Kommunikationsnetz, insbesondere einem Server, in einer (virtuellen)
Warteschlange hinterlegt, wobei jedem Druckauftrag eine jeweilige
Benutzeridentität des Benutzers zugeordnet ist, für
den der Druckauftrag generiert wurde. Hierdurch wird eine Verwaltung
der Druckaufträge innerhalb des Kommunikationsnetzes erreicht,
an dem der Drucker angeschlossen ist.
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In
einer weiteren, besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
werden in Schritt c) des Verfahrens die Benutzeridentitäten
der jeweiligen Druckaufträge, die im Verwaltungsrechner
hinterlegt sind, mit der vorbestimmten Benutzeridentität
in der Druckinformation verglichen, wobei im Falle einer Übereinstimmung
der jeweilige Druckauftrag ausgeführt wird. Hierdurch wird
ein effizienter Mechanismus geschaffen, mit dem gewährleistet
wird, dass nur solche Druckaufträge gedruckt werden, bei
denen der ursprüngliche Benutzer, für den der
Druckauftrag generiert wurde, mit dem Benutzer übereinstimmt,
der die Ausgabe des Druckauftrags über die drahtlose Übermittlung
einer Drucker-Identifikation am Drucker veranlasst.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird auf eine Hinterlegung der Druckaufträge
in einem Verwaltungsrechner zu mindest teilweise verzichtet. Dies
wird dadurch erreicht, dass ein oder mehrere Druckaufträge
auf dem tragbaren Datenträger gespeichert werden und in
Schritt b) als Druckinformation zumindest einer der auf dem tragbaren
Datenträger gespeicherten Druckaufträge zusammen
mit der Drucker-Identifikation an das Kommunikationsnetz übermittelt
wird. Die Zuordnung der vorbestimmten Benutzeridentität
zu dem Druckauftrag erfolgt somit dadurch, dass der Druckauftrag
auf einem tragbaren, mit der vorbestimmten Benutzeridentität
personalisierten Datenträger gespeichert wird. Der Druckauftrag
selbst wird in dieser Ausführungsform zunächst
nicht im Kommunikationsnetz hinterlegt, sondern erst nach der Auswahl des
für die Ausgabe zu verwendenden Druckers an das Kommunikationsnetz übermittelt.
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In
einer bevorzugten Variante der obigen Ausführungsform werden
der oder die auf dem tragbaren Datenträger gespeicherten
Druckaufträge mit und/oder ohne Zwischenschaltung des mobilen
Endgeräts von einem entsprechenden Rechner, an dem der
Druckauftrag generiert wurde, auf dem tragbaren Datenträger
gespeichert. Beispielsweise können die Druckaufträge
unmittelbar durch ein entsprechendes Karten-Lese- und Schreibgerät
am Rechner auf den tragbaren Datenträger übertragen
werden. Ebenso kann beispielsweise eine drahtlose Bluetooth- bzw. Infrarotverbindung
zwischen dem mobilen Endgerät mit darin eingesetztem Datenträger
und dem Rechner zur Übertragung der Druckaufträge
auf den Datenträger verwendet werden.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens versieht der tragbare Datenträger vor dem Übermitteln
der Druckinformation an das Kommunikationsnetz den oder die gespeicherten
Druckaufträge mit Zusatzinformationen, insbesondere mit
einem digitalen Wasserzeichen. Auf diese Weise wird ein personalisierter
Ausdruck des Dokuments des entsprechenden Druckauftrags an dem Drucker
erreicht.
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In
einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung kann ein Benutzer beeinflussen, welche seiner Druckaufträge
auf einem ausgewählten Drucker gedruckt werden. Dies wird dadurch
erreicht, dass vor der Ausgabe eines Druckauftrags in Schritt c)
dem Benutzer über eine Benutzerschnittstelle auf dem mobilen
Endgerät eine Auswahlfunktion bereitgestellt wird, über
welche der Benutzer auswählen kann, welche von den der
vorbestimmten Benutzeridentität zugeordneten Druckaufträgen
gedruckt werden sollen.
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In
einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann die
Anzahl von Ausdrucken des gleichen Druckauftrags begrenzt werden.
Dies wird dadurch erreicht, dass auf dem tragbaren Datenträger
erfasst wird, wie viele Male ein vorbestimmter Druckauftrag an den
Drucker ausgegeben wird, wobei bei Erreichen einer vorgegebenen
Maximalanzahl an ausgegebenen Druckaufträgen keine weiteren
der vorbestimmten Druckaufträge zumindest für einen
vorgegebenen Zeitraum mehr an den Drucker ausgegeben werden.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird ein Transponder verwendet, welcher derart an dem
Drucker angebracht ist, dass der Transponder zumindest bei einem
unautorisierten Entfernen von dem Drucker zerstört wird.
Auf diese Weise wird Missbrauch dahingehend vermieden, dass ein
unbefugter Dritter den Transponder eines anderen Druckers an dem
von dem Benutzer ausgewählten Drucker befestigt. Der Benutzer
steht dann beim Ausdruck nicht an dem Drucker, an dem das Dokument
gedruckt werden soll. Der unbefugte Dritte kann sich jedoch an dem Drucker positionieren,
an dem das Dokument ausgegeben wird, und sich somit unberechtigt
das ausgedruckte Dokument aneignen.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird der oben dargelegte Missbrauch dadurch vermieden,
dass dem mobilen Endgerät für jede Drucker-Identifikation
ein Drucker-Standort bereitgestellt ist, wobei das mobile Endgerät
seinen Standort (beispielsweise über GPS) ermittelt und
anschließend durch das mobile Endgerät und/oder
den tragbaren Datenträger überprüft wird,
ob der ermittelte Standort mit dem Drucker-Standort des Druckers
mit der ausgelesenen Drucker-Identifikation übereinstimmt.
Dabei wird im Falle einer mangelnden Übereinstimmung ein
Fehler ausgegeben, der dazu führt, dass das Dokument zunächst
nicht gedruckt wird. Die Information über den Standort
des Druckers kann z. B. aus dem Transponder ausgelesen werden bzw. über
eine andere Quelle dem mobilen Endgerät bzw. dem tragbaren
Datenträger bereitgestellt werden.
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Neben
dem oben beschriebenen Verfahren betrifft die Erfindung ferner ein
Kommunikationssystem zum Verarbeiten von Druckaufträgen,
umfassend ein Kommunikationsnetz mit einem oder mehreren daran angeschlossenen
Druckern, an denen jeweils ein Transponder angebracht ist, ein mobiles Endgerät
sowie einen tragbaren Datenträger, der für einen
Benutzer durch Hinterlegung einer vorbestimmten Benutzeridentität
auf dem tragbaren Datenträger personalisiert ist, wobei
Druckaufträgen, welche für den Benutzer generiert
werden, die vorbestimmte Benutzeridentität zugeordnet ist.
Im Betrieb des Kommunikationssystems wird dabei ein Verfahren durchgeführt,
bei dem:
- a) mittels des mobilen Endgeräts,
mit dem der tragbare Datenträger verbunden ist, eine Drucker-Identifikation
eines Druckers kontaktlos aus dem an dem Drucker angebrachten Transponder ausgelesen
wird und auf dem tragbaren Datenträger gespeichert wird;
- b) eine Druckinformation umfassend die ausgelesene Drucker-Identifikation über
eine drahtlose Kommunikationsverbindung des mobilen Endgeräts
an das Kommunikationsnetz übermittelt wird, an dem der
Drucker mit der ausgelesenen Drucker-Identifikation angeschlossen
ist;
- c) zumindest ein Teil von ausschließlich solchen Druckaufträgen,
denen die vorbestimmte Benutzeridentität zugeordnet ist,
an den Drucker mit der ausgelesenen Drucker-Identifikation ausgegeben wird.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem kann
vorzugsweise jede Variante des oben beschriebenen erfindungsgemäßen
Verfahrens durchgeführt werden.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten
Figuren detailliert beschrieben.
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Es
zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines Kommunikationssystems, mit dem eine
erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens durchführbar ist;
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2 ein
Ablaufdiagramm, welches die Schritte der ersten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens verdeutlicht;
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3 eine
schematische Darstellung eines Kommunikationssystems, in dem eine
zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens durchführbar ist; und
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4 ein
Ablaufdiagramm, welches die Schritte der zweiten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens verdeutlicht.
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1 zeigt
in schematischer Darstellung ein Kommunikationsnetz 1,
welches durch entsprechende Verbindungslinien zwischen Komponenten
des Kommunikationsnetzes angedeutet ist. Mit dem Kommunikationsnetz
sind ein Personal Computer 2, ein Server 3, sowie
ein Drucker 4 mit daran angebrachtem RFID-Tag 5 verbunden,
wobei die von einem Benutzer an dem Computer 2 erzeugten
Druckaufträge von dem Drucker 4 gedruckt werden
sollen. Alle Druckaufträge in dem Kommunikationsnetz werden
in einer virtuellen Warteschlange auf dem Server 3 hinterlegt.
Dabei ist für jeden Druckauftrag auch eine Benutzeridentität
gespeichert, mit der spezifiziert wird, durch welchen Benutzer der
Druckauftrag generiert wurde. Zunächst ist bei der Generierung der
Druckaufträge an dem Computer 2 noch nicht festgelegt,
auf welchem Drucker die jeweiligen Dokumente zu drucken sind. Die
Auswahl, welcher Drucker zu verwenden ist, geschieht mit Hilfe eines
Mobiltelefons 6, das auf seiner SIM-Karte 7 eine
entsprechende Benutzeridentität enthält, welche
der Benutzeridentität entspricht, mit welcher der Benutzer an
dem Computer 2 die Druckaufträge erzeugt hat. Die
Benutzeridentität kann dabei gegebenenfalls derart gewählt
sein, dass sie der auf der SIM-Karte hinterlegten Teilnehmeridentität
entspricht.
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Um
nunmehr ein Drucken der auf dem Server 3 vorhandenen Druckaufträge
an dem Drucker 4 zu bewirken, liest der Benutzer mittels
des Mobiltelefons über eine entsprechende NFC-Schnittstelle
die Daten des an dem Drucker angebrachten RFID-Tags 6 aus.
Die Daten des RFID-Tags 6 enthalten eine Identifikation
dieses Druckers in Form einer Adresse, mit welcher der Drucker in
dem Kommunikationsnetz 1 angesprochen werden kann. In einer
zweckmäßigen Ausgestaltung enthält die
Drucker-Identifikation eine eigene Signatur, die von der SIM-Karte 7 überprüft
wird, um die Echtheit der Drucker-Identifikation festzustellen.
Die ausgelesene und ggf. auf Echtheit geprüfte Drucker-Identifikation
wird anschließend auf der SIM-Karte 7 des Mobiltelefons 6 gespeichert
und derart verarbeitet, dass die Drucker-Identifikation mit der
auf der SIM-Karte 7 hinterlegten Benutzeridentität
signiert wird. Die signierte Drucker-Identifikation wird über
das Mobilfunknetz 8, in welchem das Mobilfunkgerät 6 betrieben
wird, an das Kommunikationsnetz 1 übertragen und
an den Server 3 weitergeleitet, der daraufhin überprüft,
ob er in seiner Warteschlange Druckaufträge enthält,
welche von dem Benutzer mit der Benutzeridentität generiert
wurden, mit der die empfangene Drucker-Identifikation signiert ist.
Ist dies der Fall, gibt der Server basierend auf der ausgelesenen
Drucker-Identifikation den Druckauftrag an den Drucker 4.
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2 zeigt
den Ablauf des in dem Kommunikationssystem der 1 durchgeführten
Verfahrens. Zu Beginn des Verfahrens in Schritt S1 wird durch einen
Benutzer der Druckauftrag zum Drucken eines Dokuments an einem Personal
Computer 2 generiert. Dem Druckauftrag ist dabei eine entsprechende
Benutzeridentität des Benutzers zugeordnet. In Schritt
S2 sendet der Personal Computer 2 zunächst das
zu druckende Dokument an eine virtuelle Warteschlange im Server 3.
In Schritt S3 geht der Benutzer zu dem Drucker 4, an dem
er den Ausdruck des entsprechenden Dokuments wünscht. Der
Benutzer liest dann in Schritt S4 den RFID-Tag 5 des Druckers 4 über
sein Mobiltelefon 6 aus, und anschließend wird
in Schritt S5 eine Signatur für die ausgelesene RFID-Information
des Druckers 4 mit Hilfe der SIM-Karte 7 generiert.
In Schritt S6 sendet die SIM-Karte des Mobiltelefons 6 dann
die si gnierte Nachricht über das Mobilfunknetz 8 an
den Server 3. Schließlich ermittelt der Server 3,
dass ein entsprechendes Dokument in seiner Warteschlange vorliegt, welches
der Signatur der empfangenen Nachricht entspricht, woraufhin der
Server in Schritt S7 das Dokument an den Drucker 4 ausgibt,
der dieses Dokument anschließend in Schritt S8 ausdruckt.
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3 zeigt
eine Ausgestaltung eines Kommunikationssystems, in dem eine zweite
Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens durchführbar
ist. In 3 gezeigte Komponenten, die
Komponenten der 1 entsprechen, sind dabei mit
den gleichen Bezugszeichen wie in 1 bezeichnet.
Im Unterschied zur ersten Ausführungsform wird ein Druckauftrag
in der Form eines zu druckenden Dokuments nicht unmittelbar über
das Kommunikationsnetz 1 an einen Server gesendet, sondern
auf der SIM-Karte 7 des Mobiltelefons 6 gespeichert.
Hierzu wird die SIM-Karte aus dem Mobiltelefon entfernt und über ein
entsprechendes Kartenlesegerät kontaktbehaftet mit dem
Personal Computer 2 verbunden, an dem der Druckauftrag
erzeugt wurde. Gegebenenfalls kann die Übertragung des
Druckauftrags auch unter Zwischenschaltung des Mobiltelefons 6 mit
darin eingesetzter SIM-Karte 7 erfolgen, beispielsweise über eine
entsprechende Drahtlos-Schnittstelle des Mobiltelefons, wie Bluetooth
oder Infrarot. Auf der SIM-Karte 7 ist eine Benutzeridentität
hinterlegt, welche gegebenenfalls auch die Teilnehmer-Identifikation
der SIM-Karte im Mobilfunknetz sein kann. Durch Speicherung des
Druckauftrags auf der SIM-Karte 7 erfolgt somit eine Zuordnung
des Druckauftrags zu der Benutzeridentität der SIM-Karte.
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Die
SIM-Karte 7 wird anschließend in das Mobiltelefon 6 eingesetzt
und ein Benutzer, der in 3 mit Bezugszeichen B angedeutet
ist, begibt sich anschließend mit dem Mobiltelefon 6 in
die Nähe des Druckers 4. Analog zu dem Verfahren
der ersten Ausführungsform wird dann über das
Mobiltele fon die RFID-Information des RFID-Tags 5 des Druckers 4 ausgelesen.
Diese Information wird über das Mobilfunknetz 8 an
das Kommunikationsnetz 1 gesendet, woraufhin der Druckauftrag
dann an den Drucker 4 ausgegeben wird und das entsprechende
Dokument gedruckt wird.
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In 4 ist
nochmals der Ablauf des in dem Kommunikationssystem der 3 durchgeführten Verfahrens
verdeutlicht. Zunächst erzeugt ein Benutzer in Schritt
S101 einen Druckauftrag an dem Computer 2, woraufhin das
zu druckende Dokument des Druckauftrags in Schritt S102 auf der
SIM-Karte 7 gespeichert wird. Anschließend setzt
der Benutzer in Schritt S103 die SIM-Karte in das Mobiltelefon 6 ein und
begibt sich im Schritt S104 mit dem Mobiltelefon 6 zu dem
Drucker 4, an dem das Dokument gedruckt werden soll. In
Schritt S105 wird dann die RFID-Information des RFID-Tags des Druckers 4 über
das Mobiltelefon 6 ausgelesen. Diese Information wird von der
SIM-Karte 7 empfangen, woraufhin die SIM-Karte in Schritt
S106 das zu druckende Dokument zusammen mit der RFID-Information
des Druckers 4 über das Mobilfunknetz 8 an
das Kommunikationsnetz 1 sendet. In Schritt S107 wird das
empfangene Dokument gemäß der ausgelesenen RFID-Information
an den Drucker 4 ausgegeben. Schließlich erfolgt
in Schritt S108 der Ausdruck des Dokuments an dem Drucker 4.
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Die
im Vorangegangenen beschriebenen Ausführungsformen des
erfindungsgemäßen Verfahrens zeichnen sich dadurch
aus, dass ein Druckvorgang unter Zwischenschaltung einer SIM-Karte
immer personalisiert wird. Hierdurch wird die Sicherheit des Druckens
eines Dokuments dahingehend erhöht, dass ein einer Benutzeridentität
zugeordneter Druckauftrag nur mit Hilfe dieser Benutzeridentität
an einem vom Benutzer erwünschten Drucker ausgedruckt werden
kann. Die Information, an welchem Drucker ausgedruckt werden soll,
wird dabei basierend auf der hinlänglich aus dem Stand der
Technik bekannten NFC-Kommunikation von einem RFID-Tag ausgelesen.
Um einen Ausdruck eines Dokuments auf verschiedenen Druckern zu
ermöglichen, wird für den Druckauftrag vorzugsweise
ein interoperables Ausgabeformat (z. B. Postscript) verwendet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform hat der Benutzer ferner
die Möglichkeit, aus einer Liste von zu druckenden Dokumenten
ein oder mehrere Dokumente auszuwählen, die dann gedruckt
werden sollen. Die Auswahlfunktion wird in einer bevorzugten Ausführungsform
durch eine Smartcard-Webserver-Applikation auf der SIM-Karte realisiert.
Die Applikation erzeugt dabei auf dem Browser des Mobiltelefons
eine entsprechende Auswahlanzeige, über welche der Benutzer
das zu druckende Dokument auswählen kann.
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Die
im Vorangegangenen beschriebenen Varianten des erfindungsgemäßen
Verfahrens können sehr einfach in eine bestehende Infrastruktur
integriert werden, denn vorhandene Drucker lassen sich problemlos
mit entsprechenden RFID-Tags nachrüsten. Es ist somit keine
spezielle Druckerhardware erforderlich. Mobiltelefone der neueren
Generation sind ferner üblicherweise auch mit einer entsprechenden
NFC-Schnittstelle zum Auslesen der Daten des RFID-Tags ausgestattet.
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In
der oben beschriebenen zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens kann ferner ein personalisierter Ausdruck des auf der SIM-Karte
gespeicherten Druckauftrags erreicht werden, indem die SIM-Karte
dem Druckauftrag vor der Übermittlung an das Kommunikationsnetz
individuelle Informationen zufügt. Beispielsweise kann
der Druckauftrag mit einem digitalen Wasserzeichen versehen werden.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Häufigkeit
der Ausgabe eines Druckauftrags be schränkt ist und die
SIM-Karte eine Anwendung enthält, die entsprechend einen
Zähler herunterzählt, der die Ausgabeanzahlen
bezeichnet. Sollte dabei eine Maximalanzahl von Ausgaben eines vorbestimmten
Druckauftrags erreicht werden, kann beispielsweise für
einen vorbestimmten Zeitraum ein weiterer Ausdruck unterbunden werden. Auf
diese Weise wird sichergestellt, dass der Drucker nicht zu lange
durch den Druckauftrag eines einzelnen Nutzers belegt wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
-
- - EP 1465071
B1 [0004]
- - JP 200807738 A [0005]
- - US 2006/0227371 A1 [0006]
- - US 2008/0117452 A1 [0006]