DE102008061892A1 - Schaltdombaueinheit für ein Schaltgetriebe - Google Patents
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Abstract
Description
- Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft eine Schaltdombaueinheit für ein Schaltgetriebe mit einem Schaltdomgehäuseabschnitt, mit einer bewegbaren Schaltwelle zur Übertragung von Schalt- und/oder Wählbewegungen, welche relativ zu dem Schaltdomgehäuseabschnitt bewegbar gelagert ist, mit mindestens einer bewegbaren Hebelanordnung, über die die Schalt- und/oder Wählbewegungen in die Schaltwelle eingeleitet werden, wobei die bewegbare Hebelanordnung auf einer Lagerfläche des Schaltdomgehäuseabschnitts gelagert ist.
- Bei der Übertragung von Schalt- und/oder Wählbewegungen eines Fahrers auf ein Schaltgetriebe ist oftmals ein Schaltdom mit einer Schaltwelle zwischen geschaltet. Die Schaltwelle setzt die Bewegungen in eine Auswahl und eine Betätigung von Schaltschienen oder dergleichen um. Die Schaltwelle ist üblicherweise auf bzw. teilweise in einem Schaltgetriebegehäuse positioniert. Die Übertragung der Schalt- und/oder Wählbewegungen zu der Schaltwelle erfolgt mechanisch, zum Beispiel über Bowdenzüge oder Schaltstangen, oder elektrisch, zum Beispiel über Signale, die einen entsprechenden Aktor ansteuern.
- Zur Umsetzung der Wähl- und/oder Schaltbewegungen auf die Schaltwelle sind oftmals Hebelwerke vorgesehen.
- Beispielsweise offenbart die Druckschrift
EP 1 091 150 A1 eine Schaltvorrichtung für ein Wechselgetriebe, welche ein auf einem Schaltvorrichtungsdeckel angeordnetes Hebelwerk umfasst. Durch das Hebelwerk sind die Schalt- und/oder Wählbewegungen auf eine Verschiebung einer Schaltwelle in axialer Richtung bzw. in eine Schwenkung der Schaltwelle um deren Mittenachse umsetzbar. Diese Druckschrift bildet wohl den nächstkommenden Stand der Technik. - Beschreibung
- Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schaltdombaueinheit für ein Schaltgetriebe vorzuschlagen, welche eine Alternative zu bekannten Konzepten bildet.
- Diese Aufgabe wird durch eine Schaltdombaueinheit mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte oder vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
- Die erfindungsgemäße Schaltdombaueinheit ist für ein Schaltgetriebe, insbesondere ein Zahnräderwechselgetriebe, bevorzugt für ein Fahrzeug geeignet und/oder ausgebildet. Unter der Schaltdombaueinheit wird bevorzugt die funktionale Baugruppe verstanden, welche eine von einem Benutzer oder einem Aktor eingeleitete Schalt- und/oder Wählbewegung an das Schaltgetriebe überträgt und/oder umsetzt.
- Zu diesem Zweck umfasst die Schaltdombaueinheit eine, vorzugsweise in ihrer axialen Richtung verschiebbare und/oder um ihre Mittelachse verschwenkbare, bewegbare Schaltwelle, welche die Schalt- und/oder Wählbewegungen überträgt. Insbesondere gibt die Schaltwelle die Schalt- und/oder Wählbewegungen an nachgeordnete Schaltschienen, Schaltgabeln oder ähnliche Kopplungsglieder weiter. Die Schaltwelle ist relativ zu einem Schaltdomgehäuseabschnitt bewegbar gelagert, welcher stationär z. B. in dem Fahrzeug angeordnet ist.
- Die Schaltdombaueinheit weist mindestens eine bewegbare Hebelanordnung auf, über die die Schalt- und/oder Wählbewegungen in die Schaltwelle eingeleitet werden. Der Begriff der Hebelanordnung ist bevorzugt funktional zu verstehen, so dass beispielsweise eine oder mehrere Hebel auch auf einer gemeinsamen Platte oder einem gemeinsamen Körper angeordnet sein können. Die bewegbare Hebelanordnung ist auf einer Lagerfläche des Schaltdomgehäuseabschnitts gelagert, wobei die Lagerfläche stationär ist und sich bei einer Betätigung die Hebelanordnung oder Abschnitte davon auf der Lagerfläche bewegen.
- Im Rahmen der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Schaltdomgehäuseabschnitt aus Kunststoff besteht und die Lagerfläche einen integralen und/oder einstückigen Bestandteil des Schaltdomgehäuseabschnitts bildet, wobei sich die bewegbare Hebelanordnung auf der Lagerfläche aus Kunststoff abstützt.
- Es ist dabei eine Überlegung der Erfindung, das Grundmaterial „Kunststoff” des Schaltdomgehäuseabschnitts als Material für die Lagerfläche zu verwenden. Der Vorteil dieser Umsetzung liegt darin, dass die Lagerstellen ohne zusätzliche Lagerelemente, wie zum Beispiel Gleitbuchsen oder dergleichen, kostengünstig realisiert werden können.
- Bei einer bevorzugten konstruktiven Umsetzung der Erfindung ist die Lagerfläche durch eine Durchgangsöffnung oder eine Vertiefung in dem Schaltdomgehäuseabschnitt gebildet. Die Durchgangsöffnung bzw. Vertiefung wird vorzugsweise während der Fertigung des Schaltdomgehäuseabschnitts durch Urformen, insbesondere bei einem Spritzgussverfahren, gebildet. Alternativ hierzu kann die Lagerfläche auch durch ein trennendes, abtragendes Verfahren, wie zum Beispiel Fräsen oder Bohren, erzeugt werden.
- Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die Hebelanordnung um eine Schwenkachse schwenkbar in dem Schaltdomgehäuseabschnitt gelagert, wobei der Schaltdomgehäuseabschnitt so ausgebildet ist, dass eine Gleitbuchse und/oder eine hohlzylindrische Halterung als Lagerfläche um einen Schwenkabschnitt der Hebelanordnung gebildet ist. Die Lagerfläche bildet den stationären Teil, auf dem sich der Schwenkabschnitt als bewegbares Teil schwenkend bewegt.
- Obwohl es möglich ist, dass die Lagerfläche als durchgängige Zylindermantelfläche ausgebildet ist, ist es jedoch bevorzugt, dass die Gleitbuchse bzw. die hohlzylindrische Halterung Lagerrippen als Lagerfläche aufweist. Der Schwenkabschnitt wird somit nur linienhaft oder abschnittsweise gestützt. Die Lagerrippen sind vorzugsweise gleichgerichtet oder parallel zu der Schwenkachse ausgebildet, wobei diese Ausbildung insbesondere bei einer urformtechnischen Herstellung der Lagerstelle die Entformung erleichtert. Über die Lagerrippen kann auch in einfacher Weise eine gewisse Vorspannung oder ein Spiel, wie zum Beispiel ±0,05 mm, zwischen Lagerfläche und Schwenkabschnitt eingestellt werden.
- Zwischen den Lagerrippen sind Zwischenräume vorhanden, welche optional als Schmierstoffdepots nutzbar sind. Auf diese Weise ist es möglich, die Schaltdombaueinheit im Bereich der Schwenklagerung mit einer Lebensdauerschmierung zu versorgen. Bevorzugt erstreckt bzw. erstrecken sich die Gleitbuchse, die hohlzylindrische Halterung und/oder die Lagerrippen durchgängig über mindestens 80% der Gesamtlänge des Schwenkabschnitts, so dass die Lagerfläche eine große Unterstützungslänge für den schwenkabschnitt bereitstellt.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Hebelanordnung einen Hebel mit mindestens zwei Schenkeln auf, wobei die Schenkel winklig, insbesondere rechtwinklig zu der Schwenkachse ausgerichtet sind. Der Hebel bzw. die zwei Schenkel sind über den Schwenkabschnitt um die Schwenkachse schwenkbar gelagert. Bevorzugt, aber nicht darauf begrenzt, sind die zwei Schenkel rechtwinklig zueinander angeordnet. Wie bereits zuvor erwähnt, können die zwei Schenkel von einander separiert verkörpert sein oder gemeinsam auf einem Trägerkörper angeordnet sein.
- Bei einer bevorzugten Umsetzung der Erfindung ist einer der Schenkel mit der Schaltwelle derart gekoppelt, dass die Schaltwelle bei Betätigung der Hebelanordnung in Richtung ihrer axialen Erstreckung verschoben wird. Bevorzugt entspricht dies einer Wählbewegung der Schaltdombaueinheit.
- Für die Kopplung ist es bevorzugt, wenn die Schaltwelle eine Ringnut aufweist und/oder ein Ringnutteil zeigt, wobei der Schenkel die Bewegung der Schaltwelle durch Angriff an oder in die Ringnut umsetzt.
- Der andere Schenkel weist bevorzugt eine mechanische Schnittstelle für ein Übertragungsmittel auf. Beispielsweise ist die mechanische Schnittstelle als ein Kugelkopf umgesetzt, an dem eine Schaltstange oder ein Bowdenzug befestigt werden kann.
- Bei einer möglichen konstruktiven Realisierung ist der Schwenkabschnitt als ein Schwenkbolzen ausgebildet, der mit dem Hebel fest verbunden ist. Beispielsweise handelt es sich bei dem Schwenkbolzen um einen Metallbolzen, insbesondere Stahlbolzen, welcher mit dem Hebel verschweißt, verpresst oder anderweitig starr verbunden ist. An der freien Seite des Schwenkbolzens kann dieser beispielsweise eine Klipsicherung aufweisen, welche als Verliersicherung aufgesetzt wird, sobald der Schwenkbolzen durch die Gleitbuchse durchgesteckt ist.
- Bei einer vorteilhaften Realisierung der Erfindung weist die Schaltdombaueinheit ein Schaltdomgehäuse auf, über das die Schaltwelle längsverschiebbar und/oder verschwenkbar gelagert ist. Das Schaltdomgehäuse schließt vorzugsweise einen Innenraum des Schaltgetriebes mit Ölsumpfatmosphäre gegenüber einem Umgebungsraum öldicht ab. Der Schaltdomgehäuseabschnitt ist einstückig und/oder einmaterialig mit dem Schaltdomgehäuse verbunden, so dass dieses ebenfalls aus Kunststoff hergestellt ist. Als Kunststoff kann jeder beliebige Kunststoff eingesetzt werden, bevorzugt wird für den Schaltdomgehäuseabschnitt und/oder das Schaltdomgehäuse ein verstärkter Kunststoff, insbesondere ein glasfaserverstärkter Kunststoff, verwendet.
- Hinsichtlich der Orientierung der Komponenten der Schaltdombaueinheit ist es bevorzugt, wenn die Schwenkachse der Hebelanordnung senkrecht zu der Längserstreckung der Schaltwelle ausgerichtet ist. Besonders bevorzugt ist die Längserstreckung der Schaltwelle gleichgerichtet und/oder koplanar zu einer Ebene bzw. koplanar zu einer Parallelebene, wobei die Ebene durch eine Kopplungsöffnung des Schaltdomgehäuses zur Kopplung mit dem Innenraum des Schaltgetriebes definiert ist. Anders ausgedrückt ist die Schaltwelle liegend und nicht stechend angeordnet.
- Auch mit dem Ziel, Materialkosten zu sparen, ist es bevorzugt, wenn der Schaltdomgehäuseabschnitt als ein frei auskragender Hals oder Steg verkörpert ist. Um eine ausreichende mechanische Stabilität zu erreichen, ist es vorteilhaft, wenn in und/oder an dem Schaltdomgehäuseabschnitt Verstärkungsrippen angeordnet, insbesondere angeformt, sind.
- Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung. Dabei zeigen:
-
1 eine schematische dreidimensionale Draufsicht auf eine Schaltdombaueinheit als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung; -
2 eine schematische dreidimensionale Ansicht von unten auf die Schaltdombaueinheit nach1 ; - Gleiche oder einander entsprechende Teile sind jeweils mit gleichen bzw. einander entsprechenden Bezugszeichen versehen. Es wird unterstrichen, dass die Einzelbaugruppen oder Einzelkomponenten auch in anderen Vorrichtungen einsetzbar sind.
- Die
1 zeigt in einer schematisch dreidimensionalen Darstellung eine Schaltdombaueinheit1 als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Schaltdombaueinheit1 ist ausgebildet, um eine Wähl- und/oder Schaltbewegung, welche von einem Benutzer oder einem Aktor eingeleitet wird, umzusetzen und an ein nachgeschaltetes Getriebe, insbesondere ein Zahnräderwechselgetriebe, weiterzugeben. Die Schaltdombaueinheit1 ist insbesondere zur Verwendung in einem Kraftfahrzeug ausgebildet. Zum Einleiten der Schalt- und/oder Wählbewegungen zeigt die Schaltdombaueinheit1 ein Hebelwerk2 , welches mechanische Schnittstellen, zum Beispiel in Form von Kugelköpfen3 zur mechanischen Kopplung zum Beispiel mit Bowdenzügen oder Schaltstangen aufweist. - Die Wähl- und/oder Schaltbewegungen werden auf eine Schaltwelle
4 übertragen, welche in der2 zu erkennen ist. Die2 zeigt die Schaltdombaueinheit1 von der Unterseite ebenfalls in einer schematischen dreidimensionalen Darstellung. Die Schaltwelle4 ist in einem Schaltdomgehäuse5 bzw. über das Schaltdomgehäuse5 hinsichtlich ihrer axialen Erstreckung verschiebbar und schwenkbar gelagert. Das Schaltdomgehäuse5 ist aus Kunststoff ausgebildet und vorzugsweise im Kunststoffspritzguss hergestellt. An der Schaltwelle4 sind Schaltfingerabschnitte6 befestigt, welche die mittlerweile umgesetzte Schalt- und/oder Wählbewegung auf nicht dargestellte Schaltschienen oder andere Elemente überträgt. Die Schaltschienen erstrecken sich senkrecht zu der Schaltwelle4 , so dass diese bei einer Schwenkbewegung der Schaltfingerabschnitte6 um die eigene Längsachse in Längsrichtung der Schaltschienen verschoben werden. Die Schaltfingerabschnitte6 können wahlweise unmittelbar an die Schaltschienen oder über Mitnehmerelemente an den Schaltschienen angreifen. Beispielsweise sind jedem Schaltfingerabschnitt6 mehrere Schaltschienen, zum Beispiel drei Schaltschienen, zugeordnet, welche in Abhängigkeit der axialen Lage der Schaltwelle4 von den Schaltfingerabschnitten6 selektiv betätigt werden und denen – insbesondere bis auf dem Rückwärtsgang – jeweils zwei wählbare Gänge, zum Beispiel erster zweiter Gang oder dritter vierter Gang zugeordnet sind. - Das Schaltdomgehäuse
5 weist zwei voneinander räumlich getrennte Kammerbereiche7 und8 auf, durch bzw. in die sich die Schaltwelle4 erstreckt. In dem ersten Kammerbereich7 , durch den sich die Schaltwelle4 vollständig oder durchgehend erstreckt, ist eine Kulissenanordnung9 realisiert, die eine Zwangs- oder Kulissenführung der Schaltwelle4 hinsichtlich der Verschiebe- und/oder Schwenkbewegungen definiert. Im zweiten Kammerbereich ist eine Rastanordnung10 positioniert, welcher ein Einrasten der Schaltwelle4 bei bestimmten Positionen, insbesondere bei zu einem gewählten und/oder eingelegten Gang korrespondierenden Positionen umsetzt. Zudem wird durch die Rastanordnung10 die aufzuwendende Schalt- bzw. Wählkraft gesteuert. Im zweiten Kammerbereich8 endet die Schaltwelle4 mit einem freien, ungelagerten Ende. - Die Schaltwelle
4 ist über zwei Lagerbereiche11 ,12 gelagert, wobei der erste Lagerbereich11 im Bereich einer Durchgangsöffnung13 in dem Schaltdomgehäuse5 und der zweite Lagerbereich12 in einem Zwischensteg14 zwischen dem ersten Kammerbereich7 und dem zweiten Kammerbereich8 angeordnet ist. Durch diese Lageranordnung ist die Schaltwelle4 im Hinblick auf das freie Ende im Bereich der Rastanordnung10 fliegend gelagert. - In der
3 ist in einer schematischen dreidimensionalen Ansicht schräg von oben nochmals die Hebelanordnung2 vergrößert dargestellt. Die Hebelanordnung2 umfasst einen Wählhebel15 und einen Schalthebel16 . Der Schalthebel16 ist unmittelbar über eine Schraubverbindung17 an der Schaltwelle4 drehfest befestigt. Der Schalthebel16 kragt in radialer Richtung aus, so dass bei einer Betätigung des Schalthebels16 die Schaltwelle4 um ihre eigene Mittelachse geschwenkt wird. - Der Wählhebel
15 ist in einer Schwenklagerung18 um eine schematisch eingezeichnete Schwenkachse19 schwenkbar gelagert. Die Schwenkachse19 ist projiziert auf die Schaltwelle4 rechtwinklig zu dieser angeordnet. - Zur weiteren Erläuterung der Hebelanordnung
2 wird ergänzend auf die4 verwiesen, welche eine schematische Seitenansicht der Schaltdombaueinheit1 zeigt. Der Wählhebel15 ist um die Schwenkachse19 schwenkbar gelagert und umfasst einen ersten Schenkel20 und einen zweiten Schenkel21 , die in Bezug auf die Schwenkachse19 einen etwas kleineren Winkel als 90° einnehmen. In dem ersten Schenkel20 ist auf einem gekröpften Ende der Kugelkopf3 angeordnet, welcher als mechanische Schnittstelle für ein Schaltgestänge oder einen Bowdenzug dient. Der zweite Schenkel21 trägt eine Betätigungsrolle23 , welche in einen Ringnutabschnitt24 eines Aufsatzes25 auf der Schaltwelle4 eingreift. Der Aufsatz25 und somit der Ringnutabschnitt24 sind mit der Schaltwelle4 verschiebefest verbunden. Bei einer Betätigung des Wählhebels15 über den Kugelkopf3 wird dieser über die Schwenkachse19 geschwenkt, wobei der zweite Schenkel21 über die Betätigungsrolle23 die Schaltwelle4 in ihrer linearen Erstreckung verschiebt. Um die Verschiebebewegung reibungsarm zu gestalten, ist die Betätigungsrolle23 drehbar an dem zweiten Schenkel21 angeordnet, so dass dieser auf den Wänden des Ringnutabschnitts24 abrollen kann. Der Wählhebel15 ist beispielsweise als ein Metallteil ausgebildet. - Zur Verkörperung der Schwenkachse
18 weist der Wählhebel15 einen Bolzen26 auf, der sich durch einen auskragenden Steg27 aus Kunststoff erstreckt, wobei der Steg27 mit dem Schaltdomgehäuse5 einstückig verbunden ist. - Wie aus der
4 ersichtlich, ist die Längserstreckung des Stegs27 leicht gewinkelt zu der Längserstreckung der Schaltwelle4 ausgerichtet. Zur Versteifung weist der Steg27 eine Mehrzahl von Mittelrippen28 sowie Seitenrippen29 , mit denen sich der Steg27 an dem Hauptkörper des Schaltdomgehäuses5 abstützt, auf. Der Bolzen26 erstreckt sich vollständig durch den Steg27 und wird mit seinem freien Ende durch ein Klipsteil30 gesichert. - Wie sich aus den
5 und6 ergibt, welche jeweils eine dreidimensionale Vergrößerung des Stegs27 im Bereich der Schwenklagerung18 zeigen, formt der Steg27 eine Gleitbuchse31 , in die der Bolzen26 schwenkbar gelagert ist. Das Grundmaterial für die Gleitbuchse31 wird dabei durch den Kunststoff des Stegs27 bzw. des Schaltdomgehäuses5 bereitgestellt. Ein Einbau einer separaten Gleitbuchse ist nicht erforderlich. Vom Innenaufbau betrachtet weist die Gleitbuchse eine Mehrzahl von Gleitrippen32 auf, welche sich parallel zur Schwenkachse19 erstrecken. Die radial nach innen gewandten Oberseiten der Gleitrippen32 bilden die Lagerfläche für den Bolzen26 . Zwischen den Gleitrippen32 sind Nuten33 angeordnet, welche mit einem Schmierstoff befüllt werden oder einen Toleranzausgleich der Gleitrippen32 ermöglichen können. Der Steg27 weist noch weitere Durchbrüche34 auf, welche parallel zu der Gleitbuchse31 ausgerichtet sind. - Dadurch, dass sich die Gleitbuchse
31 in ihrer Längserstreckung fast über die gesamte Länge, also mehr als 80% der Länge, des Bolzens26 erstreckt und/oder dadurch, dass sich die Gleitrippen32 über diese gesamte Länge der Gleitbuchse31 erstrecken, werden Belastungen, die über den Bolzen26 in den Steg27 eingeleitet werden, über eine lange Linie oder gestreckte Fläche verteilt, so dass ein verschleißfreier Betrieb der Schwenklagerung18 ermöglicht ist. Um Dimensionsänderungen aufgrund von Temperaturschwankungen zwischen dem vorzugsweise aus Metall hergestellten Bolzen26 und dem aus Kunststoff, insbesondere glasfaserverstärkten Kunststoff, bestehenden Steg27 zu kompensieren, ist es bevorzugt, wenn der Bolzen27 in der Gleitbuchse31 mit einer leichten Spielpassung von zum Beispiel ±0,5 mm eingesetzt ist. -
- 1
- Schaltdombaueinheit
- 2
- Hebelwerk
- 3
- Kugelköpfe
- 4
- Schaltwelle
- 5
- Schaltdomgehäuse
- 6
- Schaltfingerabschnitte
- 7
- erster Kammerbereich
- 8
- zweiter Kammerbereich
- 9
- Kulissenanordnung
- 10
- Rastanordnung
- 11
- erster Lagerbereich
- 12
- zweiter Lagerbereich
- 13
- Durchgangsöffnung
- 14
- Zwischensteg
- 15
- Wählhebel
- 16
- Schalthebel
- 17
- Schraubverbindung
- 18
- Schwenklagerung
- 19
- Schwenkachse
- 20
- erster Schenkel
- 21
- zweiter Schenkel
- 22
- leer
- 23
- Betätigungsrolle
- 24
- Ringnutabschnitt
- 25
- Aufsatz
- 26
- Bolzen
- 27
- Steg
- 28
- Mittelrippen
- 29
- Seitenrippen
- 30
- Klipsteil
- 31
- Gleitbuchse
- 32
- Gleitrippen
- 33
- Nuten
- 34
- Durchbrüche
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - EP 1091150 A1 [0004]
Claims (15)
- Schaltdombaueinheit (
1 ) für ein Schaltgetriebe mit einem Schaltdomgehäuseabschnitt (27 ) mit einer bewegbaren Schaltwelle (4 ) zur Übertragung von Schalt- und/oder Wählbewegungen, welche relativ zu dem Schaltdomgehäuseabschnitt (27 ) bewegbar gelagert ist, mit mindestens einer bewegbaren Hebelanordnung (2 ), über die die Schalt- und/oder Wählbewegungen in die Schaltwelle (4 ) eingeleitet werden, wobei die bewegbare Hebelanordnung (4 ) auf einer Lagerfläche (32 ) des Schaltdomgehäuseabschnitts (27 ) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltdomgehäuseabschnitt (27 ) aus Kunststoff besteht und die Lagerfläche (32 ) einen integralen und/oder einstückigen Bestandteil des Schaltdomgehäuseabschnitts (27 ) bildet. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerfläche (32 ) durch eine Durchgangsöffnung (31 ) oder eine Vertiefung in dem Schaltdomgehäuseabschnitt (27 ) gebildet ist. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelanordnung (2 ) um eine Schwenkachse (19 ) schwenkbar in dem Schaltdomgehäuseabschnitt (27 ) gelagert ist, wobei der Schaltdomgehäuseabschnitt (27 ) eine Gleitbuchse (31 ) und/oder eine hohlzylindrische Halterung für einen Schwenkabschnitt (26 ) der Hebelanordnung (2 ) bildet. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitbuchse (31 ) Lagerrippen (32 ) als Lagerfläche aufweist, wobei die Lagerrippen (32 ) gleichgerichtet zu der Schwenkachse (19 ) ausgerichtet sind. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Lagerrippen (32 ) Zwischenräume (33 ) vorhanden sind, welche als Schmierstoffdepots nutzbar sind. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelanordnung (2 ) einen Hebel (15 ) mit mindestens zwei Schenkeln (20 ,21 ) umfasst, die um die Schwenkachse (19 ) schwenkbar gelagert sind. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Schenkel (20 ) mit der Schaltwelle (4 ) derart gekoppelt ist, dass bei Betätigung der Hebelanordnung (2 ) die Schaltwelle (4 ) in ihrer axialen Erstreckung verschoben wird. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltwelle (4 ) mit einem Ringnutteil (25 ) mit einer mindestens abschnittsweise umlaufenden Ringnut (24 ) gekoppelt ist, wobei einer der Schenkel (21 ) die Bewegung durch Angriff an die Ringnut umsetzt. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Schenkel (20 ) eine mechanische Schnittstelle (3 ) für ein Übertragungsmittel aufweist. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkabschnitt als ein Schwenkbolzen (26 ) ausgebildet ist, der mit dem Hebel (15 ) fest verbunden ist. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Schaltdomgehäuse (5 ), über das die Schaltwelle (4 ) längsverschiebbar und/oder verschwenkbar gelagert ist, wobei der Schaltdomgehäuseabschnitt (27 ) einstückig und/oder einmaterialig mit dem Schaltdomgehäuse (5 ) verbunden ist. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Längserstreckung der Schwenkachse (4 ) der Hebelanordnung (2 ) senkrecht zu der Längserstreckung der Schaltwelle (4 ) ausgerichtet ist. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltdomgehäuseabschnitt (27 ) als ein frei auskragender Hals ausgebildet ist. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Schaltdomgehäuseabschnitt (27 ) Verstärkungsrippen (28 ,29 ) angeordnet sind. - Schaltdombaueinheit (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltdomgehäuse (5 ) zum Abdecken einer Kopplungsöffnung eines Getrieberaums ausgebildet ist, wobei die Schaltwelle (4 ) gleichgerichtet zu der Flächenerstreckung der Kopplungsöffnung ist.
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|---|---|---|---|---|
| DE102014200811A1 (de) * | 2014-01-17 | 2015-07-23 | Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Wählhebelanordnung für ein Schaltgetriebe |
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| EP1091150A1 (de) | 1999-10-06 | 2001-04-11 | Ford Global Technologies, Inc., A subsidiary of Ford Motor Company | Schaltvorrichtung für ein Wechselgetriebe |
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2008
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Patent Citations (1)
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