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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Führen
von Wertdokumenten.
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Unter
Wertdokumenten werden dabei blattförmige Gegenstände verstanden,
die beispielsweise einen monetären
Wert oder eine Berechtigung repräsentieren
und daher nicht beliebig durch Unbefugte herstellbar sein sollen.
Sie weisen daher nicht einfach herzustellende, insbesondere zu kopierende Merkmale
auf, deren Vorhandsein ein Indiz für die Echtheit, d. h. die Herstellung
durch eine dazu befugten Stelle, ist. Wichtige Beispiele für solche
Wertdokumente sind Coupons, Gutscheine, Schecks und insbesondere
Banknoten.
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Solche
Wertdokumente, insbesondere Banknoten, werden häufig maschinell auf Echtheit und/oder
andere Eigenschaften, beispielsweise deren Zustand, geprüft. Bei
einer solchen Prüfung
können
die Wertdokumente, je nach dem Typ der hierzu verwendeten Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung,
vereinzelt mit sehr hoher Geschwindigkeit entlang eines Transportpfades
transportiert werden, an dem Sensoren zur Prüfung von Wertdokumenten angeordnet
sind. In der Regel werden zum Transport Transportriemen verwendet,
zwischen die die Wertdokumente während
des Transports eingeklemmt sind. Insbesondere zur beidseitigen Prüfung von Wertdokumenten
und/oder zur Untersuchung von Transmissionseigenschaften wäre es jedoch
wünschenswert,
die Wertdokumente wenigstens streckenweise ohne Riemen führen zu
können.
Ein Transport ohne Riemen hat jedoch den Nachteil, daß die Wertdokumente
sich dann nur aufgrund ihrer Trägheit
auf dem Transportpfad bewegen, so daß Störungen, beispielsweise durch
Flatterbewegungen der Wertdokumente, auftreten können.
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Solche
Flatterbewegungen können
prinzipiell auch bei Riementransport auftreten und die Untersuchung
von Eigenschaften der Wertdokumente beeinträchtigen. Flatterbewegungen
können
weiter dazu führen,
daß Wertdokumente
während
des Transports die Oberflächen
von Teilen am Transportpfad, zum Beispiel Sensorfenstern, berühren, was deren
Verschleiß nach
sich ziehen kann.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
anzugeben, mittels dessen Wertdokumente geführt werden können, und eine
entsprechende Vorrichtung zu schaffen.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch ein Verfahren zum Führen
von entlang eines Abschnitts eines Transportpfades in einer vorgegebenen
Transportrichtung transportierten Wertdokumenten, bei dem auf sich
gegenüberliegenden
Seiten des Transportpfadabschnitts jeweils ein Film aus in Transportrichtung
strömendem
Gas gebildet wird, der sich wenigstens über die Breite des Transportpfadabschnitts
und damit die Breite entlang des Transportpfades transportierter
Wertdokumente erstreckt, so daß die
Wertdokumente zwischen den Gasfilmen geführt werden.
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Die
Aufgabe wird weiter gelöst
durch eine Vorrichtung zum Führen
eines Wertdokuments entlang eines Abschnitts eines Transportpfades
in einer vorgegebenen Transportrichtung, mit einer Filmbildungseinrichtung,
die dazu ausgebildet ist, auf sich gegenüberliegenden Seiten des Transportpfadabschnitts
jeweils einen Film aus in Transportrichtung strömendem Gas zu bilden, der sich
wenigstens über
die Breite des Transportpfadabschnitts und damit die gesamte Breite
entlang des Transportpfades transportierter Wertdokumente erstreckt,
so daß die Wertdokumente
zwischen den Gasfilmen geführt sind.
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Zur
Führung
von Wertdokumenten werden also die beiden Gasfilme verwendet, zwischen
denen das Wertdokument während
des Transports geführt wird.
Unter Gas im Sinne der Erfindung wird jegliches gasförmige Medium
verstanden, das aus nur einem Stoff bestehen kann, in der Regel
jedoch ein Stoffgemisch umfaßt.
Insbesondere wird unter dem Gas auch Luft einschließlich darin
enthaltener Luftfeuchtigkeit verstanden.
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Unter
einem Gasfilm wird dabei nicht beliebig aus einer Düse in den
Bereich des Transportpfadabschnitts geblasenes Gas verstanden, sondern eine
flächige
Gasströmung,
in der das Gas mit wenigstens einer Geschwindigkeitskomponente in Transportrichtung
der Wertdokumente strömt.
Vorzugsweise verläuft
das Geschwindigkeitsfeld der Gasströmung in die Ebene des Transportpfades
projiziert, im Wesentlichen, d. h. bis auf weniger 5°, parallel
zur Transport- bzw. Bewegungsrichtung der Wertdokumente. Unter der
Ebene des Transportpfades wird bei einem geradlinigen Transport
die durch die Transportrichtung und die Fläche der Wertdokumente in der
gewünschten
Lage in dem Transportpfad, bei einem Transport entlang eines gekrümmten Transportpfades
dabei eine Tangentialebene Besonders bevorzugt ist die Gasströmung im
Bereich des Abschnitts im wesentlichen, d. h. bis auf Randbereiche
einer Breite von weniger als 1 cm, laminar.
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Weiter
erstreckt sich der Gasfilm über
die Breite des Transportpfadabschnitts, der vorzugsweise breiter
ist als Wertdokumente vorgegebener Typen, für deren Führung die Vorrichtung ausgebildet ist.
Unter der Breite wird dabei die Erstreckung des Wertdokuments quer
zur Transportrichtung verstanden, bei Längstransport von Wertdokumenten
also die kleinere der Seiten, bei Quertransport die längere der
beiden Seiten. Die Gasfilme erstrecken sich vorzugsweise über die
gesamte Breite des Transportpfadabschnitts.
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Die
beiden Gasfilme unterdrücken
zum einen wenigstens teilweise eine Bewegung des Wertdokuments in
einer Richtung orthogonal zu den Gasfilmen bzw. der Ebene des Wertdokuments,
insbesondere da sie sich über
die Breite des Transportpfadabschnitts, vorzugsweise die gesamte
Breite des Transportpfadabschnitts erstrecken. Dieser Effekt erlaubt
es insbesondere bei einem Transport eines Wertdokuments mit Transportriemen
oder -bändern ein
Flattern der Wertdokumente beim Transport zu reduzieren. Besonders
bevorzugt erfolgt die Führung in
dem Abschnitt allein mittels der Vorrichtung, so daß ein riemen-,
band und/oder rollenloser Transport ermöglicht wird.
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Durch
die Richtung der Gasströmung
in Transportrichtung wird zum anderen ein Abbremsen der Wertdokumente
bei riemenlosem Transport durch Luftwiderstand reduziert.
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Zur
Bildung der Gasströme
kann die Filmbildungseinrichtung insbesondere über eine Gasspeiseeinrichtung
und Gasaustrittsöffnungen,
durch die Gas der Gasspeiseeinrichtung ausgeblasen wird, verfügen. Als
Gasspeiseeinrichtung kann beispielsweise, insbesondere bei Verwendung
Luft als Gas, eine entsprechende Pumpe oder bei anderen Gasen ein
unter Druck stehender Gasbehälter
dienen. Die Bildung der Gasfilme aus dem Gas kann grundsätzlich beliebig
erfolgen, soweit deren Eigenschaften erhalten werden. Insbesondere
kann wenigstens einer der Filme dadurch gebildet werden, daß aus mehreren
Gasaustrittsöffnungen
Gas ausgeblasen wird, die so ausgebildet und angeordnet sind, daß die Strömungen des
aus ihnen austretenden Gases zusammenlaufen und den Gasfilm bilden.
Es ist jedoch bei der Vorrichtung bevorzugt, daß die Filmbildungseinrichtung
Gasaustrittsöffnungen
aufweist, durch die das Gas zu Bildung der Filme ausgeblasen wird,
und die schlitzförmig
quer zur Transportrichtung über
die Breite des Transportpfadabschnitts verlaufend ausgebildet sind.
Diese Ausbildung vereinfacht nicht nur die Gasversorgung, sondern
erleichtert auch die Ausbildung der Gasfilme über die Breite des Transportpfadabschnitts.
Die schlitzförmige
Gasaustrittsöffnung
für eine
der Gasfilm erstreckt sich dabei mit ihrer größten Ausdehnung, d. h. mit
ihrer Längserstreckung,
in einer Richtung quer zur Transportrichtung.
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Um
eine möglichst
gleichmäßige Führung der
Wertdokumente zu erreichen, werden die Gasfilme vorzugsweise so
gebildet, daß sich
ihre über
die Fläche
der Filme gemittelten Geschwindigkeiten um weniger als 5% und ihre
Dicken um weniger als 10% unterscheiden. Hierzu ist die Filmbildungseinrichtung der
Vorrichtung vorzugsweise geeignet ausgebildet.
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Die
Gasfilme lassen sich besonders gut dadurch ausbilden, daß wenigstens
einer der Gasfilme als ein an einer Leitfläche anliegender Gasfilm gebildet
wird. Vorzugsweise werden beide Gasfilme als entsprechenden Leitflächen anliegende
Gasfilme gebildet. Bei der Vorrichtung kann dazu die Filmbildungseinrichtung
vorzugsweise zwei sich gegenüberliegenden
Leitflächen,
zwischen denen sich der Transportpfad befindet, und Gasaustrittsöffnungen, durch
die das Gas ausgeblasen werden kann, aufweisen, so daß die Filme
als an den Leitflächen
anliegende Filme gebildet werden. Die Gasaustrittsöffnungen
können
dabei wie im vorhergehenden Absatz beschrieben und insbesondere
jeweils schlitzförmig quer
zur Transportrichtung über
die Breite des Transportpfadabschnitts verlaufend ausgebildet sein.
Besonders bevorzugt sind die Gasaustrittsöffnungen und die Leitflächen gleich
ausgebildet, so daß die beiden
Gasfilme möglichst
gleiche Eigenschaften aufweisen, wenn die Gasaustrittsöffnungen
in gleicher Weise mit Gas versorgt werden. Die Leitflächen können dabei
durch einen Oberflächenabschnitt
wenigstens eines Leitelements gebildet sein; insbesondere können sie
auch durch Oberflächen
mehrerer Elemente gebildet werden.
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Besonders
gut an der Leitfläche
anliegende Gasfilme können
dadurch erhalten werden, daß das Gas
zur Bildung wenigstens eines der Gasfilme aus einer Gasaustrittsöffnung geblasen
wird, die außerhalb
des Transportpfades angeordnet ist, und daß das ausgeblasene Gas an einem
gewölbten
Abschnitt der Leitfläche
anliegend in Transportrichtung umgelenkt wird. Vorzugsweise wird
zur Bildung beider Gasfilme Gas aus jeweils einer Gasaustrittsöffnung geblasen,
die jeweils außerhalb
des Transportpfades angeordnet ist, und das ausgeblasene jeweilige
Gas wird an einem gewölbten
Abschnitt der jeweiligen Leitfläche
anliegend in Transportrichtung umgelenkt. Bei der Vorrichtung sind
dazu vorzugsweise die Gasaustrittsöffnungen außerhalb des Transportpfades
angeordnet, und die Leitflächen weisen
gewölbte
Abschnitte auf, an denen anliegend das Gas von den Gasaustrittsöffnungen
in die Transportrichtung umgelenkt wird. Die Leitflächen können dann
insbesondere neben den gewölbten
Abschnitten parallel zueinander verlaufende Führungsleitflächenabschnitte
aufweisen, zwischen denen die Wertdokumente geführt werden. Besonders bevorzugt sind
auch hier die Gasaustrittsöffnungen
wie zuvor beschrieben schlitzförmig
ausgebildet. Die Wölbung der
Leitfläche
kann insbesondere dadurch gegeben sein, daß die Leitfläche in einer
Ebene parallel zur Transportrichtung und orthogonal zu der Ebene
der Wertdokumente bzw. des Transportpfades gekrümmt sind, wobei die Krümmung in
der Richtung quer zur Transportrichtung in der Ebene des Transportpfades gleich
ist. Vorzugsweise werden aufeinander abgestimmt die Ausbildung der
Gasaustrittsöffnungen,
die Geschwindigkeit des Gases bei Verlassen der Gasaustrittsöffnung und
die Wölbung
bzw. Krümmung der
Leitflächen
so gewählt,
daß an
der Gasfilm durch den Coanda-Effekt gebildet wird. Bei diesem wird durch
die Gasströmung
insbesondere eine geringe Kraft in Richtung des Gasfilms auf das
Wertdokument ausgeübt,
solange sich dieses nicht in dem Gasfilm befindet, sodaß eine noch
bessere Stabilisierung bzw. Führung
der Bewegung des Wertdokuments erzielt wird.
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Es
hat sich als besonders günstig
erwiesen, daß der
Abstand der Führungsleitflächenabschnitte voneinander
zwischen 1 mm und 3 mm gewählt
ist.
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Weiter
ist es bei dem Verfahren bevorzugt, daß das Verhältnis aus der über die
Fläche
der jeweiligen Gasfilme gemittelten Geschwindigkeiten des Gases
in den Filmen und der Transportgeschwindigkeit der Wertdokumente
in dem Abschnitt des Transportpfades wesentlich größer als
1, insbesondere größer als
2,5, ist. Gegenstand der Erfindung ist daher auch eine Transporteinrichtung,
die dazu ausgebildet ist, Wertdokumente entlang eines Transportpfades
zu transportieren, die eine erfindungsgemäße Führungsvorrichtung für einen
Abschnitt des Transportpfades aufweist, und die so ausgebildet ist,
daß das
Verhältnis
aus der über
die Fläche
der jeweiligen Gasfilme gemittelten Geschwindigkeiten des Gases in
den Filmen und der Transportgeschwindigkeit der Wertdokumente in
dem Abschnitt vorzugsweise wesentlich größer als 1, insbesondere größer als
2,5 ist.
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Vorzugsweise
werden bei dem Verfahren die Gasfilme so gebildet, daß sie sich
in Transportrichtung der Wertdokumente über eine Länge von wenigstens 1,5 cm,
vorzugsweise mehr als 2 cm, erstrecken. Bei der Vorrichtung ist
die Filmbildungseinrichtung entsprechend ausgebildet. Die Führung erfolgt also
vorzugsweise flächenartig.
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Darüber hinaus
kann die Vorrichtung eine weitere gewölbte Fläche aufweisen, die wenigstens einen
der Gasfilme am Ende des Abschnitts, in dem die Führung durch
die Gasfilme erfolgen bzw. unterstützt werden soll, aus dem Bereich
des Transportpfades in Richtung einer Absaugeinrichtung an der gewölbten Fläche anliegend
ablenkt. Vorzugsweise erfolgt eine solche Ablenkung bei beiden Gasfilmen. Hierdurch
kann eine Verteilung von Staub, der von den Gasfilmen aufgenommen
und transportiert wird, eingeschränkt, vorzugsweise weitgehend
vermieden werden. Bei dem Verfahren kann vorzugsweise wenigstens
einer der gebildeten Gasfilme, vorzugsweise beide, in Richtung einer
Absaugeinrichtung mittels einer gewölbten Fläche, an der dieser anliegt,
abgelenkt werden.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
eignet sich insbesondere zum Einsatz in Vorrichtungen zur Annahme
und/oder Bearbeitung und/oder Ausgabe von Wertdokumenten. Gegenstand
der Erfindung ist daher insbesondere auch eine Vorrichtung zur Annahme
und/oder Bearbeitung und/oder Ausgabe von Wertdokumenten mit einer
Annahmeeinrichtung zur Annahme von Wertdokumenten, einer Ausgabe- und/oder
Speichereinrichtung für
Wertdokumente, und einer einen Transportpfad festlegenden Transporteinrichtung,
die dazu ausgebildet ist, Wertdokumente von der Annahmeeinrichtung
zu der Ausgabe- und/oder Speichereinrichtung zu transportieren,
und einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Führung von
Wertdokumenten entlang eines Abschnitts des Transportpfades. Als
Annahmeeinrichtung kann die Vorrichtung insbesondere über ein
Fach für
einen Wertdokumentstapel und einen Vereinzler zum Vereinzeln von
Wertdokumenten aus dem Stapel und Zuführen der vereinzelten Wertdokumente
zu der Transporteinrichtung oder eine Zuführeinrichtung für einzelne
Wertdokumente verfügen.
Unter der Bearbeitung von Wertdokumenten kann insbesondere eine
Prüfung
gemäß jeweils
vorgegebener Kriterien auf den Typ von Wertdoku menten, bei Banknoten
der Art der Währung
und/oder der Denomination, deren Echtheit und/oder deren Zustand,
und/oder eine Sortierung in Abhängigkeit
von der Prüfung
verstanden werden.
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Insbesondere
ist eine Vorrichtung zur Annahme und/oder Bearbeitung und/oder Ausgabe
von Wertdokumenten bevorzugt, die weiter eine Prüfeinrichtung für die Wertdokumente
aufweist, die wenigstens einen an dem Abschnitt des Transportpfades angeordneten
Sensor zur Erfassung wenigstens einer Eigenschaft eines transportierten
Wertdokuments aufweist und dazu ausgebildet ist, in Abhängigkeit
von der wenigstens einen Eigenschaft gemäß einem vorgegebenen Kriterium
den Zustand und/oder die Echtheit und/oder den Typ der Wertdokumente
zu ermitteln.
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Die
zur Führung
gebildeten Gasfilme erlauben nicht nur eine riemenlose Führung der
Wertdokumente im Bereich des Sensors, sondern halten auch Staub
von diesem ab, so daß dessen
Funktion weniger stark durch Staub oder andere Verschmutzungen beeinträchtigt wird.
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Soll
nur eine Reinhaltung des Sensors, insbesondere eines parallel zu
dem Transportpfad verlaufenden Fensters des Sensors, erzielt werden,
ist nur ein Gasfilm notwendig. Gegenstand der vorliegenden Erfindung
sind daher auch die Gegenstände der
Ansprüche,
der Beschreibung und der Zeichnungen, wobei jeweils nur ein Gasfilm
gebildet wird, bzw. die Führungseinrichtung
nur eine Filmbildungseinrichtung für einen Gasfilm aufweist. Insbesondere
ist Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zum Führen von entlang eines Abschnitts
eines Transportpfades in einer vorgegebenen Transportrichtung transportierten
Wertdokumenten, bei dem auf einer Seite des Transportpfadabschnitts
ein Film aus in Transportrichtung strömendem Gas gebildet wird, der
sich wenigstens über
die Breite des Transportpfadab schnitts und damit die Breite entlang
des Transportpfades transportierter Wertdokumente erstreckt, so
daß das Wertdokumente
entlang des Gasfilms geführt
wird. Weitere Gegenstand ist eine Vorrichtung zum Führen eines
Wertdokuments entlang eines Abschnitts eines Transportpfades in
einer vorgegebenen Transportrichtung, mit einer Filmbildungseinrichtung,
die dazu ausgebildet ist, auf einer Seite des Transportpfadabschnitts
einen Film aus in Transportrichtung strömendem Gas zu bilden, der sich
wenigstens über
die gesamte Breite des Transportpfadabschnitts und damit die gesamte
Breite entlang des Transportpfades transportierter Wertdokumente
erstreckt, so daß die Wertdokumente
entlang des Gasfilms geführt
sind. Weiterbildungen und bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus
der vorhergehenden Beschreibung und den Ansprüchen, wobei jeweils nur ein
Gasfilm gebildet wird und die Filmbildungseinrichtung entsprechend
ausgebildet ist.
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Die
Erfindung wird im Folgenden noch weiter beispielhaft an Hand der
Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
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1 eine
schematische Ansicht einer Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung,
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2 eine
schematische teilweise geschnittene Ansicht eines Teils einer Transporteinrichtung der
Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung in 1 im Bereich
eines Sensors und
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3 eine
schematische Draufsicht auf einen Teil der Anordnung in 2 ohne
einen Riementransportabschnitt.
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Eine
Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung 10 in 1,
im Beispiel eine Banknotenbearbeitungsvorrichtung, verfügt in einem
Gehäuse 12 über ein Eingabefach 14 für die Eingabe
von zu bearbeitenden Wertdokumenten 16, im Beispiel Banknoten, einen
Vereinzler 18, der auf Wertdokumente 16 in dem
Eingabefach 14 zugreifen und diese vereinzeln kann, eine
Transporteinrichtung 20 zum Transport der vereinzelten
Wertdokumente mit Weichen 22 und in Zweigen eines durch
die Transporteinrichtung 20 gegebenen Transportpfades 24 nach
den Weichen 22 jeweils Ausgabefächer 26 zur Aufnahme
von mittels der Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung 10 bearbeiteter
Wertdokumenten mit davor angeordneten Staplerrädern 28. Weiter besitzt
die Banknotenbearbeitungsvorrichtung 10 entlang des durch
die Transporteinrichtung 20 gegebenen Transportpfades 24 eine
vor den Weichen 22 angeordnete Sensoranordnung 30 zur
Erfassung von Eigenschaften entlang des Transportpfades 24 transportierter
Banknoten 16 sowie eine Steuer- und Auswerteeinrichtung 32,
die wenigstens mit der Sensoranordnung 30 und den Weichen 22 über Signalverbindungen
verbunden ist und zur Auswertung von wenigstens eine Eigenschaft
eines von der Sensoranordnung 30 erfaßten Wertdokuments 16 wiedergebenden
Sensorsignalen der Sensoranordnung 30 und Ansteuerung wenigstens
einer der Weichen 22 in Abhängigkeit von dem Ergebnis der
Auswertung der Sensorsignale ausgebildet ist.
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Die
Sensoranordnung 30 umfaßt in diesem Ausführungsbeispiel
einen Sensor 34 zur Erfassung von optischen Eigenschaften
von Sicherheitsmerkmalen von Banknoten, beispielsweise vorgegebenen Lumineszenzstoffen,
und/oder eines Bildes der Banknoten, beispielsweise zur Prüfung auf
Risse, und zur Ermittlung der Denomination der Banknoten. Die Sensoranordnung
kann weiter beispielsweise einen in 1 nicht
gezeigten Ultraschallsensor zur Erfassung des Zustands von Wertdokumenten,
beispielsweise das Vorhandenseins von Klebestreifen, umfassen, der
Transmissionseigenschaften der Banknoten für Ultraschall erfaßt.
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Die
Steuer- und Auswerteeinrichtung 32 erfaßt die Signale der Sensoranordnung 30 und
prüft im
Beispiel, welche Denomination eine von der Sensoranordnung 30 erfaßte Banknote 16 aufweist
und ob sie nach jeweils wenigstens einem vorgegebenen Kriterium
in einem verkehrsfähigen,
d. h. noch zur weiteren Verwendung als Zahlungsmittel geeignetem,
Zustand und echt ist. In Abhängigkeit
von dem Ergebnis der Prüfung
steuert die Steuer- und Auswerteeinrichtung 32 wenigstens
eine der Weichen 22 so an, daß die Banknote 16 von
der Transporteinrichtung 20 in ein dem Prüfergebnis
zugeordnetes bzw. einem bestimmten vorgegebenen Typ von Banknoten
entsprechenden Ausgabefach 26 gefördert und dort abgelegt wird.
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In 2 ist
ein Teil der Transporteinrichtung 20 im Bereich des optischen
Sensors 34 gezeigt, der zur Erfassung von Lumineszenzeigenschaften
an ihm vorbei durch seinen Erfassungsbereich 38 in Transportrichtung
T transportierter Wertdokumente dient, schematisch in einer seitlichen
Schnittansicht und in 3 von oben gezeigt.
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Die
Transporteinrichtung 20 verfügt im Bereich der Sensoreinrichtung 30 zum
einen über
einen Riementransportabschnitt 36, der über Transportriemen 38 und
Rollen 40 verfügt.
Vereinzelte Wertdokumente 16 werden in dem Riementransportabschnitt 36 zwischen
den Transportriemen 38 geklemmt in an sich bekannter Weise
entlang des Transportpfades 24 transportiert. Die Transporteinrichtung 20 verfügt zum anderen über einen
riemenfreien Transportabschnitt 42, der sich unmittelbar
an das Ende des Riementransportabschnitts 36 in Transportrichtung
T anschließt,
in dem ein aus dem Riementransportabschnitt 36 austretendes
Wertdokument entlang eines Sensorpfadabschnitts 44 des
Transportpfades 24 ohne die Verwendung von Riemen oder
Bändern
geführt
wird. Der Sensor 34 ist an dem Sensorpfadabschnitt 44 angeordnet,
wobei ein Sensorfenster 46, das für die von dem Sen sor 34 verwendete
Strahlung transparent ist und durch das zur Untersuchung mittels
des Sensors 34 verwendet Strahlung tritt, parallel zu dem
Sensorpfadabschnitt 44 ausgerichtet ist.
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Der
Transportabschnitt 42 verfügt über eine Führungsvorrichtung 48 mit
einer Filmbildungseinrichtung 50, die dazu ausgebildet
ist, auf sich gegenüberliegenden
Seiten des Transportpfadabschnitts bzw. Sensorpfadabschnitts 44 jeweils
einen Film 52, 52' aus
in Transportrichtung T strömendem
Gas zu bilden, der sich wenigstens über die gesamte Breite des
Transportpfadabschnitts 44 und damit die gesamte Breite
entlang des Transportpfades transportierter Wertdokumente 16 erstreckt,
so daß die
Wertdokumente zwischen den Gasfilmen 52 und 52' geführt sind.
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Die
Führungsvorrichtung 48 bzw.
die Filmbildungseinrichtung 50 verfügt hierzu über eine Gasspeiseeinrichtung 54,
Zuführleitungen 56 mit
Ventilen 58 und durch die Zuführleitungen 56 jeweils
mit der Gasspeiseeinrichtung 54 verbundene Blasdüsen 60 mit
Gasaustrittsöffnungen 62 sowie
zwei Leitflächen 64, 64' aufweist.
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Als
Gas zur Führung
der Wertdokumente 16 wird im vorliegenden Beispiel Luft
verwendet. Als Gasspeiseeinrichtung 54 dient daher eine
Gaspumpe, die Umgebungsluft nach Filterung unter Druck in die Zuführleitungen 56 preßt.
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Das
Gas wird durch die Zuführleitungen 56 jeweils
den Blasdüsen 60 zugeführt, aus
denen es durch die Gasaustrittsöffnungen 62 austritt.
Um die Ausströmgeschwindigkeiten
an den Gasaustrittsöffnungen 62 aufeinander
abstimmen zu können,
so daß die
gebildeten Filme 52 und 52' im wesentlichen gleiche Führungseigenschaften
aufweisen, sind die Ventile 58 vorgesehen, die über eine
Steuerung so eingestellt werden, daß die Ausströmgeschwindigkeiten
aufeinander abgestimmt sind.
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Die
Leitflächen 64 und 64' sind im Beispiel, bis
auf eine Spiegelung bezüglich
der Ebene des Transportpfadabschnitts 44 gleich geformt.
Sie weisen sich an die Gasaustrittsöffnungen 62 jeweils
anschließende
gewölbte
Ablenkabschnitte 66 auf, die aus den Gasaustrittsöffnungen 62 ausströmendes Gas
als Film in eine Richtung parallel zur Transportrichtung T und parallel
zu zu dem Sensor- bzw. Transportpfadabschnitt 44 verlaufenden
Führungsleitflächenabschnitten 68 umlenken.
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Die
Leitflächen 64 und 64' werden in diesem Ausführungsbeispiel
durch unterschiedliche Leitelemente gebildet. Auf der dem Sensor 34 gegenüberliegenden
Seite ist ein U-förmig
gebogenes Leitblech 70 vorgesehen, das einen Abschnitt
aufweist, die den gewölbten
Ablenkabschnitt 66 und den Führungsleitflächenabschnitt 68,
der parallel zu dem Transportpfadabschnitt 44 und dem Sensorfenster 46 verläuft, bildet.
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Auf
der Seite des Sensors 34 bilden ein Teil eines Gehäuses 72 des
Sensors 34 und das Sensorfenster 46 des Sensors 34 den
gewölbten
Ablenkabschnitt 66 und den Führungsleitflächenabschnitt 68. Gehäuse 72 und
das darin eingesetzte Sensorfenster 46 sind so ausgebildet,
daß sich
insgesamt eine glatte Leitfläche 64' ergibt, die
die Ausbildung eines anliegenden Gasfilms ermöglicht.
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Die
Gasaustrittsöffnungen 62 und
die gewölbten
Ablenkabschnitte 66 sind so ausgebildet, daß Gas aus
den Gasaustrittsöffnungen 62 im
wesentlichen tangential zu den Ablenkabschnitten 66 an den
Gasaustrittsöffnungen 62 ausströmt.
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Weiter
sind die Ablenkabschnitte 66, die Gasaustrittsöffnungen 62 und
die Ausströmgeschwindigkeiten
aus den Gasaustrittsöffnungen 62 so
aufeinander abgestimmt, daß das
Gas an den jeweiligen Leitflächen 64 bzw. 64' anliegend im
Bereich der Führungsleitflächenabschnitte
in Transportrichtung strömt
und einen an den Leitflächen 64 anliegenden
Gasfilm bildet. Insbesondere ist die Abstimmung derart gewählt, daß der Coanda-Effekt
erzielt wird.
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Die
Gasfilme 52, 52' erstrecken
sich dabei über
die gesamte Breite B des Sensor- bzw. Transportpfadabschnitts 44.
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Zur
Bildung der Gasfilme mit dieser Eigenschaft verfügen die Blasdüsen 60 über die
Gasaustrittsöffnungen 62,
die schlitzförmig
ausgebildet sind, wobei sich die Längserstreckung bzw. die längere Seite
des Schlitzes quer zur Transportrichtung T erstreckt. Weiter erstrecken
sich die Gasaustrittsöffnungen 62 über die
gesamte Breite B des Transportpfades.
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Im
Beispiel ergibt sich ein einfacher Aufbau der Blasdüsen 60 dadurch,
daß sie
als ein erstes Element einen Abschnitt des Leitblechs 70 bzw.
des Sensorgehäuses 72 und
als zweites Element ein für beiden
Blasdüsen 60 jeweils
gleich aufgebautes Grund- bzw. Gasverteilungselement 74 aufweisen, das
an dem entsprechende Abschnitt des ersten Elements gehalten ist.
Das Grund- bzw.
Gasverteilungselement 74 verfügt über einen quer zur Transportrichtung
T bzw. parallel zur Längsrichtung
der Gasaustrittsöffnung 62 verlaufenden
Gaskanal 76, an dessen eines Ende die jeweilige Zuführleitung 56 angeschlossen
ist. Der Gaskanal 76 verfügt über einen entlang seiner Längsachse
verlaufenden Schlitz 78, aus dem Gas austreten kann. Das
Gasverteilungselement 74 verfügt an seiner dem ersten Element
zugewandten Seite über einen
zurückgesetzten,
sich an den Schlitz 78 anschließenden Abschnitt, der mit dem
ersten Element eine in der Gasaustrittsöffnung 62 mündende Düse bildet,
durch die das Gas an dem gewölbten
Ablenkabschnitt 66 anliegend ausgeblasen wird.
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Die
Breite der Gasaustrittsöffnungen 62 liegt im
Beispiel je nach Austrittsgeschwindigkeit des Gases im Bereich von
0,04 mm bis 0,15 mm, insbesondere bei etwa 0,1 mm.
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Der
Abstand der Leitflächen 64 und 64', bzw. der parallel
zueinander verlaufenden Abschnitte der Leitflächen 64 und 64' liegt vorzugsweise
im Bereich zwischen 1 mm und 3 mm.
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Weiter
ist die Führungsvorrichtung
so ausgebildet und eingestellt, daß sich die über die Fläche der Filme gemittelten Geschwindigkeiten
des Gases der Gasfilme um weniger als 5% und ihre Dicken um weniger
als 10% unterscheiden. Die resultierenden Gasfilme haben vorzugsweise
eine Dicke, die kleiner ist als die Hälfte der Differenz des Abstands
der Führungsleitflächenabschnitte 68 der
Leitflächen 64 voneinander
und der Dicke der Wertdokumente. Im Beispiel liegt sie vorzugsweise
im Bereich zwischen 0,1 mm und 0,9 mm.
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Weiter
liegt vorzugsweise das Verhältnis
aus der über
die Fläche
der jeweiligen Gasfilme gemittelten Geschwindigkeiten des Gases
in den Filmen und der Transportgeschwindigkeit der Wertdokumente
in dem Abschnitt vorzugsweise wesentlich über 1 und ist insbesondere
größer als
2,5.
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Die
Gasaustrittsöffnungen 62 liegen
so außerhalb
des Bereichs des Transportpfades und können den Transport nicht beeinträchtigen.
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Ein
weiterer Vorteil der geschilderten Anordnung besteht darin, daß Staub
oder andere Verschmutzungen durch den Gasfilm von dem Sensorfenster
ferngehalten werden, so daß dieses
nicht so schnell verschmutzen kann.
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In
anderen Ausführungsbeispielen
kann der Riementransportabschnitt durch einen Transportabschnitt
ersetzt sein, in dem Wertdokumente zwischen Rollen geklemmt transportiert
werden.
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Auch
ist es möglich,
statt des Sensors 34 eine dem Leitblech 70 entsprechendes
Leitelement zu verwenden oder einen Sensor der Baugruppen auf beiden
Seiten des Transportpfades aufweist.
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Auch
ist es denkbar, daß der
Transportpfad nicht eben ist, sondern in einer Ebene parallel zur Transportrichtung
und orthogonal zur Ebene der transportierten Wertdokumente bzw.
einer tangentialen Ebene des Transportpfads gekrümmt ist.
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Soll
nur eine Reinhaltung des Sensorfensters erzielt werden, ist der
in 2 obere Gasfilm nicht notwendig. Gegenstand der
vorliegenden Erfindung sind daher auch die Gegenstände der
Ansprüche,
der Beschreibung und der Zeichnungen, wobei jeweils nur ein Gasfilm
gebildet wird, bzw. die Führungseinrichtung
nur eine Filmbildungseinrichtung für einen Gasfilm aufweist.
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Ein
weiteres Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel dadurch, kann
die Filmbildungsvorrichtung am Ende des Transportpfadabschnitts 44 aus
sich gegenüberliegenden
Seiten des Transportpfades weitere gewölbte Flächen aufweisen, die die Gasfilme
an der ge wölbten
Fläche
anliegend aus dem Bereich des Transportpfades in Richtung jeweils
nicht gezeigter Absaugeinrichtungen ablenken. Diese weiteren Flächen können ähnlich den
Abschnitten 66, jedoch mit an die dann vorliegenden Geschwindigkeiten
der Gasfilme angepaßter
Krümmung
und sich in Transportrichtung gesehen von dem Transportpfad wegkrümmend ausgebildet
sein. Der Transportpfadabschnitt 44 weist im Beispiel eine
Länge,
d. h. Ausdehnung in Transportrichtung, von mehr als 2 cm auf.