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DE102008061239B4 - Klimabeeinflussungssystem für Gebäude, insbesondere Temperaturbeeinflussungssystem - Google Patents

Klimabeeinflussungssystem für Gebäude, insbesondere Temperaturbeeinflussungssystem Download PDF

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Abstract

Klimabeeinflussungssystem (1) für Gebäude, insbesondere Temperaturbeeinflussungssystem, mit mehreren unterschiedlichen Typen von Klimabeeinflussungseinrichtungen (8–10, 11–13), die jeweils mindestens einen Aktuator (24–29) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuatoren (24–29) für mindestens zwei unterschiedliche Typen von Klimabeeinflussungseinrichtungen (8–10, 11–13) gleich sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Klimabeeinflussungssystem für Gebäude, insbesondere ein Temperaturbeeinflussungssystem, mit mehreren unterschiedlichen Typen von Klimabeeinflussungseinrichtungen, die jeweils mindestens einen Aktuator aufweisen.
  • Die Beeinflussung der Temperatur oder des Klimas in einem Gebäude gewinnt eine immer größere Bedeutung. Im einfachsten Fall weist ein Klimabeeinflussungssystem eine Mehrzahl von Heizeinrichtungen mit Wärmetauschern auf, die von einem Wärmeträgermedium durchflossen sind. Dabei gibt es den klassischen Heizkörper oder Radiatoren einerseits und eine Fußbodenheizung andererseits. In gleicher Weise gibt es aber auch Kühldecken oder Kühlanlagen, die bei einer zu hohen Außentemperatur die Temperatur in einem Gebäude niedrig halten sollen. Weiterhin findet man Klimaanlagen oder andere Systeme, in denen sowohl geheizt als auch gekühlt wird und Systeme, die auf einen Feuchtegehalt der Luft Einfluss nehmen und die Luft beispielsweise befeuchten oder trocknen. In einigen Fällen wird auch eine Luftbewegung zur Beeinflussung des Klimas eingesetzt, beispielsweise, um einen Luftaustausch in einem Raum zu bewirken und die Luft innerhalb des Raumes gegen Frischluft auszutauschen.
  • In DE 698 23 271 T2 ist ein verbesserter adaptierter Durchflussregler beschrieben, der im Zusammenhang mit einer Luftstromsteuervorrichtung für ein Klimaregelungssystem, also für ein Klimabeeinflussungssystem, eingesetzt wird. Dabei weist das System mehrere Behälter mit variablem Luftstrom auf. Diese Behälter sind gleich ausgebildet. Dabei weisen die Behälter jeweils einen Regler auf, der über einen Aktuator einen Dämpfer in Abhängigkeit vom Luftstrom und einer Temperatur in der Umgebung regelt. Dabei wird der gleiche Aktuator für gleiche Typen von Klimabeeinflussungseinrichtungen verwendet.
  • Im ”Taschenbuch für Heizung und Klimatechnik” von Recknagel, Sprenger, Schramek, 2005, Oldenbourg Industrieverlag, München, Seiten 1331–1380, werden Mess-, Steuer- und Regelgeräte für die Lüftungs- und Klimatechnik beschrieben.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Klimabeeinflussungssystems beschrieben, bei dem Heizkörper und Fußbodenheizungen miteinander kombiniert sind. Die Erfindung ist aber nicht auf diese Kombination be schränkt, sondern kann auch bei anderen Klimabeeinflussungssystemen verwendet werden.
  • Heizkörper und Fußbodenheizungen werden von einem Wärmeträgermedium durchströmt, beispielsweise heißem Wasser. Der Durchfluss dieses Wärmeträgermediums wird in Abhängigkeit von äußeren Bedingungen, beispielsweise der aktuellen Temperatur im Raum, der Außentemperatur und der Temperatur des Wärmeträgermediums, gesteuert. Hierzu sind Ventile notwendig, die wiederum von einem Aktuator betätigt werden. Bei Heizkörpern hat man bislang üblicherweise Thermostatventilaufsätze verwendet, die mit einem Galgenelement versehen sind, während man bei Fußbodenheizungsverteilersystemen üblicherweise Ventilsteuerungen verwendet, die mit einem Wachs-Aktuator ausgerüstet sind.
  • Durch die Verwendung von unterschiedlichen Typen von Wärmetauschern oder anderen Klimabeeinflussungseinrichtungen, beispielsweise von Heizkörpern und Fußbodenhei zungen, kann man die Klima- oder Temperaturbeeinflussung an die Wünsche der Benutzer von Räumen anpassen. Allerdings entstehen durch die Verwendung unterschiedlicher Typen von Klimabeeinflussungseinrichtungen höhere Kosten bei der Herstellung und im Betrieb. Dies bildet ein Hindernis für die Einrichtung eines optimierten Klimabeeinflussungssystems.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Kosten bei einem Klimabeeinflussungssystem niedrig zu halten.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Klimabeeinflussungssystem der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Aktuatoren für mindestens zwei unterschiedliche Typen von Klimabeeinflussungseinrichtungen gleich sind.
  • Wenn man für unterschiedliche Typen von Klimabeeinflussungseinrichtungen die gleichen Aktuatoren verwenden kann, dann ist es möglich, die Aktuatoren in einer größeren Stückzahl herzustellen. Je größer die Stückzahl eines Produkt ist, desto geringer sind üblicherweise die Kosten, die man für die Herstellung aufbringen muss. Bei hohen Stückzahlen kann man dementsprechend niedrige Herstellungskosten und damit auch niedrige Verkaufspreise erzielen. Da die Aktuatoren gleich sind, kann man auch die Kosten für die Installation niedrig halten. Ein Installateur, der eine große Zahl derartiger Aktuatoren montiert, ist nach einer kurzen Einarbeitungszeit geübt und benötigt dementsprechend weniger Zeit, um die Aktuatoren zu montieren. Die Gefahr von Verwechselungen der Aktuatoren und der daraus resultierende Aufwand für Nachbesserungen wird klein gehalten, so dass man auch bei der Installation mit niedrigen Kosten rechnen kann.
  • Vorzugsweise weist jeder der Aktuatoren einen elektrischen Antrieb auf. Durch die Verwendung eines elektrischen Antriebs lässt sich ein derartiger Aktuator an einer Vielzahl von Klimabeeinflussungseinrichtungen verwenden, ohne dass Änderungen am Aktuator erforderlich sind. Der elektrische Antrieb kann nämlich in einer Mehrzahl von möglichen Betriebsweisen betrieben werden.
  • Hierbei ist bevorzugt, dass der elektrische Antrieb einen Schrittmotor aufweist. Ein Schrittmotor hat den Vorteil, dass die Position seines Antriebselements aus der Anzahl der zurückgelegten Schritte herleitbar ist. Man benötigt also keinen Positionssensor und kann dennoch den elektrischen Antrieb in einem Regelkreis oder zumindest in einer Steuerung betreiben.
  • Vorzugsweise weist der elektrische Antrieb ein linear bewegbares Abtriebselement auf. Im einfachsten Fall ist der elektrische Antrieb also als Linearmotor ausgebildet. Er kann aber auch eine Schraubspindel oder dergleichen aufweisen, die mit einer drehfest gehaltenen Mutter zusammenwirkt, die dann eben linear bewegt wird. Eine lineare Bewegung ist in vielen Fällen ausreichend, um ein Stellelement an der Klimabeeinflussungseinrichtung zu verstellen.
  • Vorzugsweise ist jeder der Aktuatoren über eine leitungslose Verbindung mit einer Steuereinheit verbunden. Der Aktuator, der an allen möglichen Klimabeeinflus sungseinrichtungen angeordnet sein kann, ist an sich „dumm”, d. h. er ist nur in der Lage, eine bestimmte Bewegung auszuführen, wenn er dazu angesteuert wird. Die „Intelligenz” wird daher in die entsprechende Steuereinheit verlagert. Wenn man die Steuereinheit über eine leitungslose Verbindung, beispielsweise Funk, Infrarot, Bluetooth, z-waves oder dergleichen, mit dem Aktuator verbindet, dann benötigt man keine mechanischen Leitungen, um die Verbindung einzurichten. Dies wiederum spart Installationsaufwand. Man muss lediglich der Steuereinheit mitteilen, was sie leisten soll. Die Steuereinheit kann dann beispielsweise die notwendigen Informationen über Sensoren gewinnen, beispielsweise über einen Temperatursensor und den Aktuator so ansteuern, dass die gemessene Temperatur mit einer vorgegebenen Wunsch- oder Solltemperatur übereinstimmt.
  • Auch ist von Vorteil, wenn die Steuereinheiten für alle Aktuatoren gleich sind. Auch hier kann man dann die Steuereinheiten mit einer großen Stückzahl herstellen, was die Produktionskosten niedrig hält.
  • Hierbei ist bevorzugt, dass die Steuereinheiten eine programmierbare Steuereinrichtung aufweisen, die mit unterschiedlichen Programmen betreibbar ist. Durch ein Programm, das über einen Datenträger, eine Schnittstelle oder eine Schaltungskarte eingegeben werden kann, lässt sich dann bestimmen, wie die Steuereinheit den Aktuator betätigt. Damit lässt sich die Betätigung des Aktuators an die jeweilige Klimabeeinflussungseinrichtung anpassen.
  • Bevorzugterweise sind mehrere gleichartige Klimabeeinflussungseinrichtungen zu einer Gruppe zusammengefasst, wobei die Gruppe einen Master-Controller aufweist, der die Aktuatoren einzeln ansteuert. Beispielsweise ist es üblich, mehrere Fußbodenheizungskreisläufe mit einem Verteiler zu verbinden. In diesem Fall kann es günstig sein, einen Master-Controller zu verwenden, um die Verteilung des Wärmeträgerfluids über den Verteiler auf alle Fußbodenheizungskreisläufe sicher zu stellen.
  • Hierbei ist bevorzugt, dass der Master-Controller mit Steuereinheiten in Signalverbindung steht. Damit ist es möglich, trotz der Verwendung eines Master-Controllers jede Klimabeeinflussungseinrichtung individuell anzusteuern, wobei der Master-Controller nur dafür sorgt, dass eine Ansteuerung für alle Klimabeeinflussungseinrichtungen einer Gruppe möglich ist. Mit anderen Worten werden die Ressourcen in Abhängigkeit vom Bedarf so verteilt, dass jede Klimabeeinflussungseinrichtung etwas davon abbekommt, beispielsweise etwas Wärmeträgermedium.
  • Vorzugsweise weist jeder der Aktuatoren eine eigene Quelle elektrischer Energie auf. Man spart daher beispielsweise eine elektrische Zuleitung und stellt die Energieversorgung über eine Batterie oder einen elektrischen Generator sicher, der im Bereich des Aktuators angeordnet ist. Ein derartiger Generator kann beispielsweise thermische Energie in elektrische Energie umwandeln.
  • Vorzugsweise umfassen die unterschiedlichen Typen von Klimabeeinflussungseinrichtungen einen Radiator und ei ne Fußbodenheizung, wobei der Aktuator mit einem Ventil zur Steuerung eines Wärmeträgermediums zusammenwirkt. Wie eingangs erwähnt, ist dies eine einfache Ausgestaltung eines Klimabeeinflussungssystems. Der Aktuator steuert den Fluss des Wärmeträgermediums, d. h. er öffnet oder schließt das entsprechende Ventil. Diese Grundfunktion ist für einen Radiator, also einen Heizkörper und einen Fußbodenheizungskreislauf, gleich. Die Art und Weise, wie der Aktuator das zugeordnete Ventil ansteuert, kann dann durch die Steuereinheit beeinflusst werden.
  • Bei dieser Ausgestaltung ist es auch möglich, dass der Aktuator mit einem Rücklauftemperaturbegrenzerventil zusammenwirkt. In diesem Fall kann der Rücklauftemperaturbegrenzer dann mit irgendeiner Art von Temperaturfühler kombiniert werden, der die Rücklauftemperatur misst, wobei dann eine Steuereinheit unter Umständen entbehrlich ist.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit einer Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:
  • 1 eine erste Ausführungsform eines Klimabeeinflussungssystems,
  • 2 eine zweite Ausführungsform eines Klimabeeinflussungssystems und
  • 3 eine schematische Darstellung eines Aktuators an einem Ventil.
  • 1 zeigt ein Klimabeeinflussungssystem 1 in Form einer Gebäudeheizung. Das Gebäude weist mehrere Räume 27 auf. In den Räumen 24 ist jeweils ein Heizkörper 810 angeordnet, wobei die Heizkörper 8 und 10 als herkömmliche Plattenradiatoren und der Heizkörper 9 als Röhrenradiator ausgebildet ist.
  • In den Räumen 57 befinden sich Fußbodenheizungskreisläufe 1113, die mit einem Zulaufverteiler 14 und einem Rücklaufsammler 15 verbunden sind. Der Zulaufverteiler 14 ist an eine Zulaufleitung 16 angeschlossen, von der auch die Heizkörper oder Radiatoren 810 versorgt werden. Der Rücklaufsammler 15 ist mit einer Rücklaufleitung 17 verbunden, in die auch das Wärmeträgermedium zurückfließt, das die Radiatoren 810 durchströmt hat.
  • Vielfach ist in einem oder mehreren Räumen (nicht dargestellt) auch eine Kombination von Heizkörper und Fußbodenheizung vorgesehen.
  • Der Strom des Wärmeträgermediums durch die Radiatoren 810 bzw. durch die Fußbodenheizungskreisläufe 1113 wird durch Ventile 1823 gesteuert. Die Ventile 1823 können geöffnet oder geschlossen werden oder Zwischenstellungen zwischen offen und geschlossen annehmen.
  • Mit jedem der Ventile 1823 wirkt ein Aktuator 2429 zusammen. Ein derartiger Aktuator ist in 3 dargestellt und wird weiter unten erläutert.
  • Die Aktuatoren 2429 sind alle gleich aufgebaut, d. h. unabhängig davon, ob die Ventile 1820 für die Heizkör per 810 vorgesehen sind oder die Ventile 2123 für die Fußbodenheizungskreisläufe 1113, wird für jedes der Ventile 1823 der gleiche Aktuator verwendet. Dadurch ist es möglich, die Aktuatoren 2429 in großen Stückzahlen herzustellen und damit die Kosten für die Produktion niedrig zu halten. Auch wird die Montage einfach, weil gleiche Aktuatoren 2429 auch auf gleiche Art montiert werden können.
  • Die Aktuatoren 2429 sind „dumm”. Sie können nur eine Bewegung erzeugen, um die Ihnen zugeordneten Ventile zu 1823 betätigen. Die Art und Weise, wie sie arbeiten, wird jedem der Aktuatoren 2429 durch eine Steuereinheit 3035 vorgegeben. Auch die Steuereinheiten 3035 sind für alle Aktuatoren 2429 gleich, so dass man die Steuereinheiten 3035 ebenfalls mit großen Stückzahlen herstellen kann und dadurch die Herstellungskosten niedrig halten kann. Die Steuereinheiten 3035 können mit Steuereinrichtungen, beispielsweise einem Mikroprozessor, einem Mikro-Controller oder dergleichen, ausgerüstet sein, so dass sie programmierbar sind. Die Steuereinheiten 30 haben Bedienelemente 36 und Anzeigen 37, so dass man von außen Einstellungen vornehmen kann, um die Steuereinheiten an die jeweiligen Aktuatoren anzupassen und die von den jeweiligen Aktuatoren 2429 zu erbringenden Funktionen einzustellen.
  • Die Programme können in den Steuereinheiten 3035 enthalten sein, so dass man für einen bestimmten Aktuator nur ein entsprechendes Programm auswählen muss. Man kann die Programme auch auf andere Weise zuführen, beispielsweise über einen Datenträger oder einen Speicherchip oder über eine drahtlose Übertragung oder eine Leitungsverbindung, die man temporär mit einem Computer, beispielsweise einem PC oder einem Laptop, einrichtet.
  • Die Steuereinheiten 3035 stehen über leitungslose Verbindungen 38, 39 mit den entsprechenden Aktuatoren 2429 in Verbindung. Hier sind aus Gründen der Übersicht lediglich für zwei Aktuatoren 26, 29 die Verbindungen 38, 39 eingezeichnet. Tatsächlich ist für jeden der Aktuatoren 2429 eine derartige leitungslose Verbindung vorhanden. Diese Verbindung kann über Funk, Infrarot, Ultraschall, Blue tooth, z-waves oder auf andere Weise realisiert werden.
  • 3 zeigt den Aktuator 24 in perspektivischer Darstellung, teilweise im Aufriss. Die anderen Aktuatoren 2529 sind identisch aufgebaut.
  • Der Aktuator 24 ist an dem Ventil 18 montiert, das einen Betätigungsstift 40 aufweist, auf den der Aktuator 24 wirkt. Der Betätigungsstift 40 steht in nicht näher dargestellter, aber an sich bekannter Weise in Verbindung mit einem Ventilelement, das mit einem Ventilsitz zusammenwirkt. Zwischen dem Ventilelement und dem Ventilsitz ergibt sich dann eine größere oder kleinere Öffnung, durch die ein Wärmeträgermedium von einem Einlass 41 des Ventils zu einem Auslass 42 fließen kann.
  • Der Aktuator weist eine oder mehrere Batterien 43 auf. Die Batterie 43 dient als elektrische Energiequelle. Ferner weist der Aktuator 24 einen elektrischen Motor 44 auf. Der Motor ist als Schrittmotor ausgebildet. Er treibt eine Spindel 45 an, die mit einer Gewindemutter 46 in Eingriff steht. Die Gewindemutter 46 weist eine Drehsicherung 47 auf, ist also drehfest in einem Gehäuse 48 gehalten. Die Gewindemutter 46 wirkt auf den Betätigungsstift 40 des Ventils 18. Wenn sich die Spindel 45 dreht, verändert sich die Höhenlage der Gewindemutter 46 gegenüber dem Ventil 18.
  • Der Aktuator 24 weist eine Schaltungsplatine 49 auf, die einen Empfänger 50 für die leitungslose Funkstrecke enthält und im Übrigen einige Bausteine 51, die zum Antrieb des Motors 44 notwendig sind.
  • Da der Motor 44 als Schrittmotor ausgebildet ist, wird die Gewindemutter 46 bei jeder Umdrehung um ein vorbestimmtes Inkrement bewegt. Durch Abzählen der Schritte des elektrischen Motors 44 lässt sich also die Position der Gewindemutter 46, die hier ein linear bewegbares Abtriebselement bildet, genau bestimmen. Ein Positionssensor kann daher in den meisten Fällen entbehrlich sein.
  • 2 zeigt ein gegenüber 1 abgewandeltes Ausführungsbeispiel, bei dem gleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen wie in 1 versehen sind.
  • Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass für die Fußbodenheizungskreisläufe 1113 ein Master-Controller 52 vorgesehen ist, der die Aktuatoren 2729 des Rücklaufsammlers 15 gemeinsam steuert. Die Steuerung des Master-Controllers 52 erfolgt über die Steuereinheiten 3335, die über eine leitungslose Verbindung 53 (nur eine dargestellt) mit dem Master-Controller 52 verbunden sind. Der Master-Controller 53 ist über eine lei tungslose Verbindung 54 mit den Aktuatoren 2729 verbunden (nur eine Verbindung dargestellt).
  • Der Master-Controller 52 steuert die einzelnen Aktuatoren 2729 unter dem Einfluss der Steuereinheiten 3335 an. Er sorgt jedoch gleichzeitig dafür, dass das zur Verfügung stehende Wärmeträgermedium so gleichmäßig auf die Fußbodenheizungskreisläufe 1113 verteilt wird, dass die einzelnen Räume 57 ihre Minimalanforderungen erfüllen können, z. B. gegen Frost geschützt sind.
  • In nicht näher dargestellter Weise kann der Aktuator 24 auch als Rücklaufbegrenzer zusammen mit einem Radiator 810 verwendet werden, wobei der Rücklaufbegrenzer dann mit irgendeiner Art von Temperaturfühler für das Wärmeträgermedium kombiniert werden kann.
  • Aufgrund der drahtlosen Kommunikation ist es sehr einfach, das System 1 zu erweitern, z. B. mit einem Außentemperaturfühler, einer Pumpen- und/oder Kesselregelung. Der Aktuator 2429 hat darüber hinaus auch den Vorteil, dass er von der Umgebungstemperatur vollkommen unabhängig ist.
  • Das Klimabeeinflussungssystem 1 kann aufgrund von kostengünstigen Komponenten relativ preisgünstig hergestellt werden. Darüber hinaus ist für die Installation im Grunde nur noch ein Installateur erforderlich, der die Ventile 1823 und die Aktuatoren 2429 montiert. Der Installateur kann dann auch die Steuereinheiten 3035 auf die jeweiligen Aktuatoren 2429 einstellen. Ein zusätzlicher Elektriker wird in der Regel nicht mehr benötigt.
  • Die Erfindung wurde vorliegend anhand einer Heizungsanlage beschrieben. Sie ist aber auch bei Kühlanlagen, bei Klimaanlagen, bei Lüftungsanlagen oder dergleichen verwendbar, wobei man dann entsprechende Ventile oder Schieber durch die Aktuatoren 2429 steuern kann.
  • Mit den beschriebenen Aktuatoren 2429 und einem dazu passenden Ventil kann man nicht nur bei den beschriebenen Anlagen Steuerungen vornehmen. Im Grunde kann eine derartige Aktuator-Ventil-Kombination auch bei praktisch beliebigen anderen Ventilen und vor allem an anderen Orten verwendet werden, die schwer zugänglich sind. Auch an Orten, die fern von einer stationären Stromversorgung liegen, ist die Verwendung eines derartigen Aktuators von Vorteil, weil sein Betrieb aufgrund der drahtlosen Verbindung und der Batterieversorgung möglich ist.
  • Im Bereich Heizung/Kühlung/Lüftung wird man mit dem hier beschriebenen Aktuator eine schnellere Art von Regelung erzielen können, beispielsweise im Vergleich zu einem Wachs-Aktuator. Bei einem Wachs-Aktuator muss man außer dem für die Regelung erforderlichen Aufwärmen auch die Erweiterung des Wachses unter Kontrolle haben. Bei den herkömmlichen Aktuatoren gibt es auch eine Begrenzung der Schlaglänge. Eine derartige Begrenzung gibt es bei den hier beschriebenen Aktuatoren nicht oder nur in einem geringeren Maße.
  • Da der hier beschriebene Aktuator nur dann Strom verbraucht, wenn er betätigt wird, beispielsweise indem die Spindel 45 gedreht wird, ergibt sich ein großer Vorteil beispielsweise bei Fußbodenheizungssystemen. Bei einem Wachs-Aktuator wird während der gesamten Aktivierungszeit Strom verbraucht. Bei dem beschriebenen Aktuator könnte man auch eine Ausführungsform verwenden, in der man ohne jegliche Art von Elektronik auskommt. Dies würde die Kosten weiter senken. Die einzelnen Aktuatoren könnten dann mit einer zentralen Einheit verbunden werden, die sowohl die Stromversorgung als auch die Signal- oder Datenübertragung vorsieht. Diese zentrale Einheit kann sehr viel kleiner gemacht werden als die heute bekannten Einheiten und im Prinzip kann eine Stromversorgung verwendet werden, die beispielsweise aus einem tragbaren Telefon bekannt ist, weil die Aktuatoren nicht so viel Strom verbrauchen.

Claims (12)

  1. Klimabeeinflussungssystem (1) für Gebäude, insbesondere Temperaturbeeinflussungssystem, mit mehreren unterschiedlichen Typen von Klimabeeinflussungseinrichtungen (810, 1113), die jeweils mindestens einen Aktuator (2429) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuatoren (2429) für mindestens zwei unterschiedliche Typen von Klimabeeinflussungseinrichtungen (810, 1113) gleich sind.
  2. Klimabeeinflussungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Aktuatoren (2429) einen elektrischen Antrieb (44) aufweist.
  3. Klimabeeinflussungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Antrieb (44) einen Schrittmotor aufweist.
  4. Klimabeeinflussungssystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische An trieb (44) ein linear bewegbares Abtriebselement (46) aufweist.
  5. Klimabeeinflussungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Aktuatoren (2429) über eine leitungslose Verbindung (38, 39) mit einer Steuereinheit (3035) verbunden ist.
  6. Klimabeeinflussungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheiten (3035) für alle Aktuatoren (2429) gleich ausgebildet sind.
  7. Klimabeeinflussungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheiten (3035) eine programmierbare Steuereinrichtung aufweisen, die mit unterschiedlichen Programmen betreibbar ist.
  8. Klimabeeinflussungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere gleichartige Klimabeeinflussungseinrichtungen (1113) zu einer Gruppe zusammengefasst sind, wobei die Gruppe einen Master-Controller (52) aufweist, der die Aktuatoren (2729) einzeln ansteuert.
  9. Klimabeeinflussungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Master-Controller (52) mit Steuereinheiten (3335) in Signalverbindung (53) steht.
  10. Klimabeeinflussungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Aktuatoren (2429) eine eigene Quelle (43) elektrischer Energie aufweist.
  11. Klimabeeinflussungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die unterschiedlichen Typen von Klimabeeinflussungseinrichtungen einen Radiator (810) und eine Fußbodenheizung (1113) umfassen, wobei der Aktuator (2429) mit einem Ventil (1823) zur Steuerung eines Wärmeträgermediums zusammenwirkt.
  12. Klimabeeinflussungssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (2429) mit einem Rücklauftemperaturbegrenzerventil zusammenwirkt.
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