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DE102008060887A1 - Reinigungsgerät für einen Konvektionsabschnitt einer Wärmekraftanlage - Google Patents

Reinigungsgerät für einen Konvektionsabschnitt einer Wärmekraftanlage Download PDF

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DE102008060887A1
DE102008060887A1 DE200810060887 DE102008060887A DE102008060887A1 DE 102008060887 A1 DE102008060887 A1 DE 102008060887A1 DE 200810060887 DE200810060887 DE 200810060887 DE 102008060887 A DE102008060887 A DE 102008060887A DE 102008060887 A1 DE102008060887 A1 DE 102008060887A1
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DE
Germany
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thermal power
cleaning
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Ceased
Application number
DE200810060887
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Zachay
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Clyde Bergemann GmbH Maschinen und Apparatebau
Original Assignee
Clyde Bergemann GmbH Maschinen und Apparatebau
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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Priority to DE200810060887 priority Critical patent/DE102008060887A1/de
Priority to US13/133,226 priority patent/US9021653B2/en
Priority to CN2009801492710A priority patent/CN102245971B/zh
Priority to EP09795729.4A priority patent/EP2373928B1/de
Priority to PCT/EP2009/066169 priority patent/WO2010066610A1/de
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    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23JREMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES 
    • F23J3/00Removing solid residues from passages or chambers beyond the fire, e.g. from flues by soot blowers
    • F23J3/02Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys
    • F23J3/023Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys cleaning the fireside of watertubes in boilers
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28GCLEANING OF INTERNAL OR EXTERNAL SURFACES OF HEAT-EXCHANGE OR HEAT-TRANSFER CONDUITS, e.g. WATER TUBES OR BOILERS
    • F28G1/00Non-rotary, e.g. reciprocated, appliances
    • F28G1/16Non-rotary, e.g. reciprocated, appliances using jets of fluid for removing debris
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Abstract

Reinigungsgerät (1) umfassend zumindest: eine Halterung (2), eine Lanze (3) mit einer Flüssigkeitsverteileinrichtung (4), eine Antriebseinheit (5) für eine translatorische Bewegung der Lanze (3) in der Halterung (2), sowie ein Flüssigkeitsleitsystem (6) mit einem Zulauf (7), einem Rücklauf (8) und Strömungspfade (9) ausgehend vom Zulauf (7) hin zum Rücklauf (8) und zur Flüssigkeitsverteileinrichtung (4), wobei wenigstens ein Stellmittel (10) zur bedarfsgerechten Verbindung des Zulaufs (7) mit dem Rücklauf (8) oder der Flüssigkeitsverteileinrichtung (4) vorgesehen ist. Außerdem wird ein Verfahren zur Reinigung von beabstandete Wärmetauscherrohre (21) aufweisende Heizflächen (23) eines Konvektionsabschnitts (18) einer Wärmekraftanlage (17) mit einem solchen Reinigungsgerät (1) vorgeschlagen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Reinigungsgerät zum Reinigen von Heizflächen im Inneren einer Wärmekraftanlage, insbesondere in einem sogenannten Konvektionsabschnitt der Wärmekraftanlage. Die Erfindung findet insbesondere Anwendung bei Wärmekraftanlagen nach Art einer Müllverbrennungsanlage, einer Ersatzbrennstoffanlage oder einer Biomasse-Verbrennungsanlage. Dort sind (insbesondere im sogenannten Konvektionsabschnitt) regelmäßig viele Heizflächen vorgesehen, die mit dem Rauchgas aus der Verbrennung im Feuerraum der Wärmekraftanlage in Kontakt gebracht werden. Über diese konvektiven Heizflächen wird die Temperatur des Rauchgases gesenkt und gleichzeitig die vom Rauchgas abgegebene Energie in Form von Wärme an einen Kühlmedium-Kreislauf übertragen. Diese Heizflächen werden insbesondere mit beabstandeten Wärmetauscherrohren nach Art von Paketen und/oder nach Art einer Deckfläche für die Wandung der Wärmeanlage bereitgestellt, insbesondere als sogenannten Überhitzer, Verdampfer und/oder Economizer.
  • In solchen Wärmekraftanlagen führt das Rauchgas eine Reihe von Verbrennungsrückständen mit sich mit, die in Folge des Kontaktes mit der konvektiven Heizfläche insbesondere dort abgelagert werden. Gerade bei den vorstehend genannten Brennstoffen und den jeweils vorliegenden Temperaturen können feste und/oder pastöse Rückstände auf den Heizflächen gebildet werden. Diese, die Heizflächen bedeckenden, Rückstände verringern den Wärmeübergang vom Rauchgas hin zum Kühlmedium und reduzieren daher den Wirkungsgrad einer solchen Wärmekraftanlage. Zudem ist zu berücksichtigen, dass diese Rückstände auch den frei durchströmbaren Querschnitt der Wärmekraftanlage reduzieren, wodurch eine unerwünschte Erhöhung des Strömungswiderstandes und/oder eine verstärkte Korrosion stattfinden können.
  • Zur Reinigung solcher Heizflächen ist bekannt, neben mechanischen Klopfern z. B. auch sogenannte Rußbläser einzusetzen. Rußbläser werden dazu verwendet, einen Strom eines (in Abhängigkeit des Einsatzortes gewählten) Blasmediums, wie etwa Dampf, Luft und/oder Wasser auf Wärmetauscherflächen von Wärmekraftanlagen zu strahlen. Diese Rußbläser werden periodisch während des Betriebes der Wärmekraftanlage betätigt, um die Heizflächen zur Wiederherstellung der gewünschten Betriebseigenschaften zu reinigen. Üblicherweise weisen solche Rußbläser ein Lanzenrohr auf, welches mit einer unter Druck stehenden Blasmediumquelle verbunden ist. Der Rußbläser umfasst außerdem zumindest eine Düse, aus welcher das Blasmedium in Gestalt eines Stroms oder Strahls ausgetragen wird. In einem rückziehbaren Rußbläser wird das Lanzenrohr periodisch in das Innere der Wärmekraftanlage eingefahren und aus diesem zurückgezogen wenn, bzw. während das Blasmedium aus den Düsen ausgetragen wird. In einem stationären Rußbläser nimmt das Lanzenrohr in der Wärmekraftanlage eine stationäre Stellung ein und wird periodisch gedreht, während das Blasemedium aus den Düsen ausgetragen wird. In jedem Fall erzeugt die Stoßauswirkung des ausgetragenen Blasmediums auf die Rückstände, die sich auf der Heizfläche angesammelt haben, einen Temperaturschock sowie einen mechanischen Schock, der die Rückstände lösen soll. Als Beispiel für einen solchen Russbläser wird hier auch auf die WO-A-2001/051852 verwiesen.
  • Üblicherweise wurde bislang im Konvektionsabschnitt der Wärmekraftanlage mit Dampf gereinigt. Dieser Dampf wurde bei Wärmekraftanlagen, die beispielsweise mit Kohle betrieben wurden, aus dem Kühlkreislauf vor der Turbine abgezogen und den Rußbläsern zur Verfügung gestellt. Der Einsatz von Brennstoffen geringeren Heizwertes, wie beispielsweise Müll oder Biomasse, führte zu einer geringeren bzw. minderwertigeren Dampfproduktion, so dass hier der Dampf nicht mehr mit ausreichender kinetischer Energie auf die Heizfläche gegeben werden kann. Außerdem ist der Dampf teilweise sehr feucht, was zu einer gesteigerten Korrosion führen konnte. Daneben wurde festgestellt, dass gerade bei diesen Brennstoffen sehr schwer zu entfernende Rückstände auf den Heizflächen gebildet werden, die bei Behandlung mit Wasser-Dampf wie Zement verbacken und folglich binnen weniger Wochen des Betriebes der Wärmeanlage dazu führten, dass hier eine mechanische Abreinigung bei abgeschalteter Wärmekraftanlage durchgeführt werden muss.
  • Darüber hinaus wurden Versuche unternommen, auch im Bereich des Konvektionsabschnittes einer Wärmekraftanlage eine Behandlung der Rückstände mit Wasser durchzuführen. Hierbei wurde jedoch als problematisch angesehen, dass nicht sichergestellt werden kann, dass das Wasser bei der geringen Vorschubgeschwindigkeit über einen Blasweg von beispielsweise mehr als 5 Meter noch flüssig vorliegt. Vielmehr wurde das Wasser schließlich doch dampfförmig, bevor dieses an die Heizflächen abgegeben wurde, was bei den dort herrschenden Temperaturen von bis zu 1000°C und der geringen Menge von ca. 0,4 l/sec. nachvollziehbar ist. Außerdem musste gleichermaßen ein Weg gefunden werden, der in Folge der flüssigen Zugabe zu erwartenden erhöhten Korrosionsgefahr entgegenzutreten.
  • Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die mit Bezug auf den Stand der Technik geschilderten Probleme zumindest teilweise zu lösen. Insbesondere soll ein Reinigungsgerät angegeben werden, das konstruktiv einfach aufgebaut und mit geringerem steuerungstechnischem Aufwand betreibbar ist. Dabei soll die Reinigung eines Konvektionsabschnittes einer Wärmekraftanlage besonders schonend und effektiv während des Betriebes der Wärmekraftanlage realisiert werden.
  • Diese Aufgaben werden gelöst mit einem Reinigungsgerät gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie einem Verfahren zur Reinigung von Heizflächen eines Konvektionsabschnitts einer Wärmekraftanlage mit den Merkmalen des Patentanspruchs 8. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den jeweils abhängig formulierten Patentansprüchen angegeben. Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den Patentansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale in beliebiger, technologisch sinnvoller, Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen. Die Beschreibung, insbesondere im Zusammenhang mit den Figuren, erläutert die Erfindung und gibt zusätzliche Ausführungsbeispiele an.
  • Das erfindungsgemäße Reinigungsgerät umfasst zumindest:
    • – eine Halterung,
    • – eine Lanze mit einer Flüssigkeitsverteileinrichtung,
    • – eine Antriebseinheit für eine translatorische Bewegung der Lanze in der Halterung,
    • – ein Flüssigkeitsleitsystem mit einem Zulauf, einem Rücklauf und Strömungspfaden ausgehend vom Zulauf hin zum Rücklauf und zur Flüssigkeitsverteileinrichtung, wobei wenigstens ein Stellmittel zur bedarfsgerechten Verbindung des Zulaufs mit dem Rücklauf oder der Flüssigkeitsverteileinrichtung vorgesehen ist.
  • Das Reinigungsgerät ist insbesondere nach Art eines Rußbläsers, Lanzenschraubbläsers oder dergleichen aufgebaut. Zu diesem Zweck ist eine Halterung vorgesehen, die beispielsweise nach Art eines Gerüstes, eines Tragsystems mit/oder ohne Gehäuse ausgeführt sein kann. In dieser Halterung wird nun eine Lanze mit der Flüssigkeitsverteileinrichtung vom Boden beabstandet gehalten bzw. geführt. Die Lanze ist im Wesentlichen metallisch und rohrähnlich aufgebaut, wobei bevorzugt an einem rückwärtigen Ende die zur Reinigung eingesetzte Flüssigkeit zugeführt, die Lanze durchströmt und bedarfsgerecht über die Flüssigkeitsverteileinrichtung am gegenüberliegenden Ende abgegeben wird. Die Flüssigkeitsverteilereinrichtung kann als Öffnung, als Düse oder in sonstiger Weise ausgestaltet sein. Grundsätzlich kann die Lanze auch mehrere Öffnungen bzw. Düsen zur Abgabe der Flüssigkeit ausbilden. Bevorzugt ebenfalls an der Halterung befestigt ist eine Antriebseinheit für eine translatorische Bewegung (Linearbewegung, Axialbewegung) der Lanze in der Halterung. Die Antriebseinheit, beispielsweise ein Motor, dient insbesondere dazu, die Lanze als Ganzes oder einen Teilbereich davon gegenüber der Halterung zu verschieben bzw. zu bewegen. Grundsätzlich ist möglich, dass auch mehrere Antriebe für unterschiedliche Bewegungen oder aber ein Antrieb für mehrere Bewegungen (axial und/oder rotatorisch) vorgesehen sind. Demnach dient die Halterung insbesondere auch als Führung und Stütze für die Lanze in den unterschiedlichen Bewegungsphasen.
  • Dieses Reinigungsgerät ist nunmehr mit einem Flüssigkeitssystem ausgeführt, das (mehrere) Strömungspfade im Inneren der Lanze ausbildet. Ein erster Strömungspfad ist nun z. B. in der Weise gestaltet, dass die Flüssigkeit vom Zulauf kommend in die Lanze einströmt, diese axial durchströmt und schließlich wieder über den Rücklauf mit entgegen gesetzter Strömungsrichtung verlässt. Ein zweiter Strömungspfad ist dahingehend so gestaltet, dass die Flüssigkeit die Lanze über den Zulauf erreicht, die Lanze durchströmt und die Lanze über die Flüssigkeitsverteileinrichtung verlässt. Insbesondere sind nur diese beiden unterschiedlichen Strömungspfade bei der Lanze realisiert. Nunmehr sind Stellmittel vorgesehen, die einen bedarfsgerechten Wechsel der ausgebildeten Strömungspfade im Inneren der Lanze zur Folge haben. Das Stellmittel kann dabei im einfachsten Fall so ausgeführt sein, dass entweder nur der erste Strömungspfad oder der zweite Strömungspfad ausgebildet ist (binäre Stellungen: ein/aus), bei einem anderen Stellmitteln kann jedoch auch mindestens eine Zwischenposition vorgesehen sein, bei den also die Flüssigkeit (jeweils teilweise) sowohl dem ersten Strömungspfad als auch dem zweiten Strömungspfad folgt.
  • Diese Ausgestaltung des Reinigungsgerätes ermöglicht es nun, dass während des Betriebes des Reinigungsgerätes die Lanze (in der aktiven Phase) kontinuierlich mit (kaltem) Wasser oder einer anderen geeigneten Reinigungsflüssigkeit durchströmt wird. Beim Einfahren der Lanze in die Wärmekraftanlage durch die Wandung hindurch wird die Lanze den heißen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Das die Lanze durchströmende Wasser bildet einen internen Kühlkreislauf für die Lanze und gewährleistet, dass das darin befindliche Wasser auch noch bei bereits einem längeren Verfahrweg bzw. einer längeren Verweilzeit der Lanze flüssig vorliegt. Damit kann die Lanze des Reinigungsgerätes beispielsweise über mehr als 5 m oder sogar 10 m in die inneren Bereiche der Wärmekraftanlagen eingefahren werden, bevor letztendlich die Flüssigkeit abgegeben wird, ohne dass das in der Lanze befindliche Wasser verdampft. Erst wenn die Lanze bzw. die Flüssigkeitsverteileinrichtung exakt zu der gewünschten Heizfläche ausgerichtet ist, können die Stellmittel aktiviert werden, so dass die Flüssigkeit über die Fluidverteileinrichtung insbesondere unmittelbar binnen weniger Sekunden abgegeben werden kann. Zu diesem Zeitpunkt wird also der interne Kühlkreislauf der Lanze als Reservoir für die Zugabe der Reinigungsflüssigkeit genutzt.
  • Gemäß einer Weiterbildung des Reinigungsgerätes sind die Strömungspfade mit konzentrischen, zumindest teilweise zueinander relativ bewegbaren Rohren gebildet. Insbesondere ist das Reinigungsgerät so aufgebaut, dass sowohl das Zulauf-System als auch das Rücklauf-System jeweils mit zwei teleskopartig gegeneinander verschiebbaren und abgedichteten Rohren (Innenrohr/Außenrohr) gebildet sind. So ist ganz besonders bevorzugt, dass die Lanze außen ein äußeres Zulaufrohr ausbildet, das letztendlich die Begrenzung zur Umgebung darstellt und insbesondere auch die Flüssigkeitsverteileinrichtung ausbildet. Dieses äußere Zulauf rohr ist flüssigkeitsdicht auf/in einem inneren Zulaufrohr gelagert. Die Antriebseinheit bewirkt nun, dass das äußere Zulaufrohr auf/in dem inneren Zulaufrohr translatorisch bzw. axial verschoben wird, so dass die Weglänge der einströmenden Flüssigkeit über den Zulauf an der inneren Mantelfläche zunächst des inneren Zulaufrohres und dann auch das äußeren Zulaufrohres entlang strömt. Auf diese Weise kann die Flüssigkeit ausgehend vom Zulauf bis hin zur gegenüberliegenden Flüssigkeitsverteileinrichtung strömen. Dieser erste Strömungspfad ist nach innen durch zwei teleskopartig gegeneinander verschiebbare und abgedichtete Rücklaufrohre begrenzt. Ein äußeres Rücklaufrohr ist beispielsweise mit dem äußeren Zulaufrohr nahe der Flüssigkeitsverteileinrichtung so befestigt, dass dieses bei der axialen Bewegung mit bewegt wird. Das äußere Rücklaufrohr ist dabei ebenfalls flüssigkeitsdicht außen/innen an dem inneren Rücklaufrohr positioniert. Die Antriebseinheit bewirkt nun insbesondere, dass mit der Verschiebung des äußeren Zulaufrohres auf/in das innere Zulaufrohr gleichermaßen das äußere Rücklaufrohr auf/in dem inneren teleskopartig verschoben wird. Mit diesem Rohrsystem kann folglich konstruktiv sehr einfach die Ausbildung der unterschiedlichen Strömungspfade realisiert werden.
  • Darüber hinaus wird als vorteilhaft angesehen, dass das wenigstens eine Stellmittel ein Verschlussmittel für den Rücklauf umfasst. Das Reinigungsgerät mit der Halterung wird üblicherweise außen benachbart zur Wandung der Wärmekraftanlage angebaut. An einem rückwärtigen Ende tritt der Rücklauf aus dem Reinigungssystem ist aus und ist somit weit entfernt und gut erreichbar von der Wärmekraftanlage angeordnet. Hier können nun also für einen Handbetrieb und/oder einen automatischen Betrieb Stellmittel positioniert werden, mit denen die unterschiedlichen Strömungspfade im Inneren der Lanze bedarfsgerecht ausgebildet werden können. Als Verschlussmittel kommen hier insbesondere Ventile und/oder Schieber in Betracht. Mit diesen Verschlussmitteln ist es möglich, den Querschnitt des Rücklaufs zu reduzieren oder zu erweitern, so dass die rückströmende Menge der Flüssigkeit reguliert werden kann. Wird der Rücklauf (teilweise) verschlossen, steigt der Druck im Inneren der Lanze an. Dieser Effekt kann ausgenutzt werden, um die Flüssigkeitsverteileinrichtung zu aktivieren. Jedenfalls wird jedoch auch der erste Strömungspfad vom Zulauf hin zum Rücklauf (teilweise) unterbrochen, so dass gegebenenfalls eine Zwangsführung der Flüssigkeit hin zur Flüssigkeitsverteileinrichtung stattfindet.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Reinigungssystems bildet das Flüssigkeitssystem in der Lanze eine drucksensible Weiche. Das heißt mit anderen Worten insbesondere, dass in die Lanze integriert Komponenten vorgesehen sind, die selbständig in Folge unterschiedlicher Druckzustände im Inneren der Lanze bzw. des Flüssigkeitsleitsystems Strömungsumlenkungen hin zu konkret vorgegebenen Strömungspfaden realisieren. Insbesondere ist die drucksensible Weiche so ausgestaltet, dass diese bei einem niedrigen Druckniveau einen ersten Strömungspfad in der Lanze realisiert, bei dem die Flüssigkeit vom Zulauf hin zum Rücklauf strömt. Bei einem höheren Druckniveau „schaltet” die drucksensible Weiche das Flüssigkeitsleitsystem so um, dass die Flüssigkeit (zumindest teilweise) nun vom Zulauf hin zur Flüssigkeitsverteileinrichtung strömt. Wird dieses erhöhte Druckniveau aufrecht erhalten, erfolgt also (zeitlich ebenso lang) eine Abgabe der Flüssigkeit über die Flüssigkeitsverteileinrichtung, wohingegen der Strömungspfad vom Zulauf hin zum Rücklauf selbständig wieder realisiert ist, wenn das Druckniveau unter ein vorgegebenes Niveau fällt.
  • Ganz besonders bevorzugt wird als drucksensible Weiche ein Ventil oder eine Drossel vorgesehen. Bei einem Ventil kommen insbesondere federgelagerte Rückschlagventile oder Überdruckventile in Betracht. Diese versperren beispielsweise den zweiten Strömungspfad bis der Druck der Flüssigkeit in der Lanze ausreichend hoch ist und damit das federvorgespannte Ventil geöffnet wird. Technisch noch einfacher, und im Hinblick auf die hohen Temperaturen gegebenen falls auch noch störungsunempfindlicher, ist der Einsatz einer Drossel (z. B. eine Rohrverengung) als drucksensible Weichen. Die Drossel ist insbesondere als Strömungsquerschnittsverengung für die Flüssigkeit ausgestaltet. Sie wird erst durchströmt, wenn ein gewisses Druckniveau im Inneren der Lanze vorliegt. Außerdem kann die Drossel in einem Strömungsschatten (weniger durchströmter Abschnitt der Lanze) der Flüssigkeit im Hinblick auf den ersten Strömungspfad, bei dem die Flüssigkeit vom Zulauf hin zum Rücklauf fließt, angeordnet sein. Folglich wird die Drossel also erst bei der gewünschten Verbindung des Zulaufs mit der Flüssigkeitsverteileinrichtung vollumfänglich mit Flüssigkeit beaufschlagt. Hierzu kann die Drossel beispielsweise im Umlenkbereich bzw. nahe der Verteileinrichtung angeordnet sein.
  • Zudem wird als vorteilhaft angesehen, dass eine Mehrzahl der hier erfindungsgemäß beschriebenen Reinigungsgeräte bei einer Wärmekraftanlage mit einem Konvektionsabschnitt vorgesehen sind, wobei ein Flüssigkeitsversorgungssystem und eine Steuerung für den sequentiellen Betrieb der Reinigungsgeräte vorgesehen sind. Bei der Wärmekraftanlage handelt es sich dabei bevorzugt um eine der folgenden thermischen Anlagen: Müllverbrennungsanlage, Ersatzbrennstoffverbrennungsanlage, Biomasse-Verbrennungsanlage. Insbesondere wird ein einzelnes Flüssigkeitsversorgungssystem für alle vorgesehenen Reinigungsgeräte bereitgestellt. Eine für den Betrieb aller Reinigungsgeräte vorgesehene Steuerung realisiert den sequentiellen Betrieb des Reinigungsgerätes während des Betriebes der Wärmekraftanlage in der Weise, dass jeweils nur ein Reinigungsgerät aktiv in den Konvektionsabschnitt eingefahren wird und dort gezielt reinigt. Die Steuerung dient insbesondere auch dazu, auf die Stellmittel zur bedarfsgerechten Verbindung des Zulaufs mit dem Rücklauf oder der Flüssigkeitsverteileinrichtung bei jedem Reinigungsgerät einzuwirken. Die Steuerung kann hierzu insbesondere auch auf sensorisch erfasste Messwerte, Informationen zur Verschmutzung der Heizflächen etc. zurückgreifen.
  • Zudem wird als vorteilhaft angesehen, dass der Konvektionsabschnitt der Wärmekraftanlage beabstandete Wärmetauscherrohre aufweist und die Reinigungsgeräte durch eine Wandung der Wärmekraftanlage in den Konvektionsabschnitt translatorisch einbringbar sind, so dass die Flüssigkeitsverteileinrichtung der Lanze die beabstandete Wärmetauscherrohre erreicht. Damit ist insbesondere gemeint, dass der Teilbereich der Lanze, der die Flüssigkeitsverteileinrichtung bildet, in unmittelbarer Nachbarschaft der zu reinigenden Wärmetauscherrohre positioniert wird. Soll keine Reinigung stattfinden, befindet sich die Lanze außerhalb der Wärmekraftanlage. Zur Reinigung wird die Lanze nun durch eine entsprechende Luke der Wandung der Wärmekraftanlage eingeführt und über einen Verfahrweg von beispielsweise bis zu 5 m oder sogar bis zu 10 m in innere Bereiche der Wärmekraftanlage eingeführt. So kann die Flüssigkeitsverteileinrichtung der Lanze beispielsweise unterhalb oder neben die zu reinigenden Wärmetauscherrohre im Inneren der Wärmekraftanlage positioniert werden.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird auch ein Verfahren zur Reinigung von beabstandete Wärmetauscherrohre aufweisende Heizflächen eines Konvektionsabschnittes einer Wärmekraftanlage mit einem hier erfindungsgemäßen Reinigungsgerät vorgeschlagen, wobei eine intermittierende Abgabe einer Flüssigkeit zwischen die beabstandeten Wärmetauscherrohre erfolgt. Das heißt mit andere Worten, dass das Reinigungsgerät, bei dem die Reinigungsflüssigkeit regelmäßig strahlförmig radial zur Lanze austritt, so in innere Bereiche der Wärmekraftanlage bzw. des Konvektionsabschnittes eingefahren wird, dass der Flüssigkeitsstrahl (im Wesentlichen) nur zwischen die beabstandeten Wärmetauscherrohre abgegeben wird. Insbesondere ist eine direkte Bestrahlung der Wärmetauscherrohre mit dem Versorgungsdruck der Flüssigkeit zu vermeiden. Die Stellmittel bzw. Verschlussmittel können nun dazu eingesetzt werden, den Druck bzw. die Reichweite des abgegebenen Flüssigkeitsstrahls zur Reinigung der Heizflächen einzustellen. Insbesondere können so Drücke von 2 bar bis beispielsweise 10 bar gezielt eingestellt werden. Während die Lanze dabei nicht mehr axial bewegt wird, kann zusätzlich eine (begrenzte) Rotation durchgeführt werden, so dass beispielsweise Blaswinkel im Bereich von beispielsweise 60° realisiert werden, gegebenenfalls mit unterschiedlichen Flüssigkeitsdrücken.
  • Als vorteilhaft wird auch ein Verfahren angesehen, bei dem die von einem Zulauf kommende Flüssigkeit nach Art eines Mantelstromes in der Lanze bis hin zu einem Umgebungsbereich der Flüssigkeitsverteileinrichtung und bedarfsgerecht zeitweise a) innerhalb des Mantelstromes zurück zum Rücklauf oder b) in die Flüssigkeitsverteileinrichtung strömt. Bei dieser Realisierung des Flüssigkeitsleitsystems im Inneren der Lanze wird erreicht, dass die kalte, vom Zulauf kommende, Flüssigkeit die äußeren Rohre der Lanze kontaktiert und damit kühlt. Dieser zylindrische Strom nach Art eines Mantels wird bevorzugt über die gesamte Länge der Lanze bis hin zu einem Umgebungsbereich der Flüssigkeitsverteilereinrichtung während allen Betriebsphasen des Reinigungsgerätes aufrecht erhalten. Soll nicht gereinigt werden, strömt die Flüssigkeit nun innerhalb des Mantelstromes wieder zurück zum Rücklauf (Variante a)). In dem Fall der Reinigung kann beispielsweise über die Stellmittel und eine drucksensible Weiche eine Richtungsumkehr der Flüssigkeit erreicht werden, so dass die Flüssigkeit nicht innerhalb des Mantelstromes zurück zum Rücklauf strömt, sondern in die Flüssigkeitsverteileinrichtung hinein und damit aus der Lanze heraus (Schritt b)).
  • Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Figuren besonders bevorzugte Ausführungsvarianten der Erfindung aufzeigen, die Erfindung jedoch nicht darauf beschränkt ist. Es zeigt schematisch:
  • 1: eine Ausgestaltung einer Wärmekraftanlage,
  • 2: eine Ausgestaltung eines Reinigungsgerätes,
  • 3: eine weitere Ausführungsvariante eines Reinigungsgerätes in einer ersten Betriebsphase, und
  • 4: das Reinigungsgerät aus 3 in einer zweiten Betriebsphase.
  • Die 1 zeigt eine Wärmekraftanlage 17, beispielsweise für eine Müllverbrennung oder eine Biomasse-Verbrennung. Unten links dargestellt ist dabei der Feuerraum 27, in dem der Müll bzw. die Biomasse verbrannt wird. Das dabei entstehende Rauchgas strömt in Strömungsrichtung 28 zunächst durch eine Reihe von Leerzügen 29. Dabei können an den Wandungen des Feuerraumes 27 bzw. der Leerzüge 29 ebenfalls Pakete aus beabstandeten Wärmetauscherrohren vorgesehen sein, so dass hier ein erster Wärmeaustausch realisiert ist. Zudem können hier Sensoren 26 vorgesehen sein, anhand derer die Verschlackung und/oder Zustandsparameter des Rauchgases erfasst werden können.
  • Nach dem Durchströmen der Leerzüge 29 erreicht das Rauchgas den sogenannten Konvektionsabschnitt 18. Hier sind viele paketartig angeordnete, in den Strömungsquerschnitt hinein ragende bzw. hängende Heizflächen 23 angeordnet, welche von dem Rauchgas umströmt und/oder durchströmt werden. Diese Heizflächen 23 sind mit einem Kühlmedium-Kreislauf 31 verbunden, so dass das die Heizflächen 23 durchströmende Kühlmedium durch den Kontakt des Rauchgases erhitzt wird. Der dabei erzeugte Dampf dient der Energiegewinnung, beispielsweise indem dieser durch eine entsprechende Turbine hindurchgeführt wird.
  • Zur Reinigung dieser Heizflächen 23 ist hier eine Vielzahl von Reinigungsgeräten 1 vorgesehen sein, beispielsweise nach Art sogenannter Rußbläser, mit denen die Schlacke bzw. Rückstände auf den Heizflächen 23 entfernt werden, so dass diese z. B. in darunter angeordnete Trichter 30 fallen, wo sie gegebenenfalls entfernt werden können.
  • Gerade für diese Reinigung der Heizflächen 23 im Bereich des Konvektionsabschnittes 18 der Wärmekraftanlage 17 kann ein Reinigungsgerät 1 vorgesehen sein, wie es in 2 dargestellt ist. Das Reinigungsgerät 1 umfasst dabei eine Halterung 2, beispielsweise nach Art eines Rahmens, die mit Stahlträgern oder dergleichen und gegebenenfalls einem Gehäuse ausgebildet ist. Diese Halterung 2 dient zur Fixierung bzw. Lagerung der Lanze 3 und einer Antriebseinheit 5, hier nach Art eines Motors. Mit der Antriebseinheit 5 wird die Lanze 3 gegenüber der Halterung 2 axial bzw. translatorisch verfahren, so dass die Lanze 3 durch die Wandung 22 der Wärmekraftanlage hinein in den Innenbereich verfahren wird. Dies ist hier ebenfalls rechts in 2 angedeutet. Zusätzlich zu dieser translatorischen Bewegung kann die Lanze gegebenenfalls auch noch eine rotatorische Schwenkbewegung durchführen, so dass die über die Flüssigkeitsverteileinrichtung 4 abgegebenen Flüssigkeit beispielsweise zwischen beabstandete Wärmetauscherrohre 21 eingebracht werden kann und die Zwischenräume von Rückständen bzw. Verschlackungen befreit.
  • Der der Flüssigkeitsverteileinrichtung 4 gegenüberliegende rückwärtige Bereich des Reinigungsgerätes ist beispielsweise durch einen ortsfesten Zulauf 7 und Rücklauf 8 für die Flüssigkeit ausgestaltet. Hierzu kommen insbesondere Rohre und/oder Schläuche in Betracht. Der Zulauf 7 ist beispielsweise an ein Flüssigkeitsversorgungssystem angeschlossen, so dass hier die Flüssigkeit (insbesondere Wasser) bedarfsweise, z. B. sobald die Lanze 3 in die Wärmeanlage hinein verfahren werden soll, in die Lanze 3 einströmen kann. Ebenfalls an dem rückwärtigen Ende ist dann im bzw. am Rücklauf 8 ein Stellmittel 10 vorgesehen, das beispielsweise über eine Steuerung 20 gezielt betätigbar ist. Die Steuerung 20, die hier neben der Betätigung des Stellmittels 10 auch für den Betrieb der Antriebseinheit 5 verantwortlich ist, kann für jedes Reinigungsgerät 1 separat ausgebildet sein, es ist aber auch möglich, dass die Steuerung 20 mehrere Reinigungsgeräte 1 und/oder Stellmittel 10 betätigt.
  • Die 3 und 4 zeigen nun vereinfacht eine besonders einfache Konstruktion eines solchen Reinigungsgerätes (hier im Wesentlichen nur den Teil der Lanze 3), bei dem ein Flüssigkeitssystem 6 mit einem Zulauf 7 und einem Rücklauf 8 ausgebildet ist, wobei zwei unterschiedliche Strömungspfade 9 mittels eines Verschlussmittels 15 am Rücklauf 8 bedarfsgerecht realisiert werden können.
  • In 3 ist die teilweise teleskopisch verfahrene Lanze 3 dargestellt, wobei die Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsversorgungssystem 19 über den Zulauf 7 einströmt und die Lanze 3 schließlich wieder über den Rücklauf 8 verlasst. Damit ist die Betriebsphase realisiert, bei der die Flüssigkeit (nur) zur Kühlung der Lanze 3 eingesetzt wird. Die Flüssigkeit strömt dabei über den Zulauf 7 in einen zylinderförmigen Ringraum ein, der zwischen dem äußeren Zulaufrohr 14 und dem inneren Zulaufrohr 13 einerseits und dem äußeren Rücklaufrohr 12 und dem inneren Rücklaufrohr 11 andererseits begrenzt ist. Dabei ist eine Art Mantelstrom 24 mit der Flüssigkeit gebildet, so dass die äußere Umgebung der Lanze 3 von dem kühlen Flüssigkeitsstrom kontaktiert ist. Zwischen dem äußeren Zulaufrohr 14 und dem inneren Zulaufrohr 13 ist eine Dichtung 32 (z. B. mehrfache Packung) vorgesehen, die einen Austritt der Flüssigkeit sicher vermeidet. Eine solche Dichtung 32 ist ebenfalls zwischen dem inneren Rücklaufrohr 11 und dem äußeren Rücklaufrohr 12 vorgesehen.
  • An einem dem Rücklauf 8 gegenüberliegenden stirnseitigen Bereich des äußeren Rücklaufrohres 12 ist eine Führung 33 vorgesehen, mit der das äußere Rücklaufrohr 12 konzentrisch zum inneren Zulaufrohr 13 positioniert ist. Die Führung 33 kann zudem so gestaltet sein, das äußere Rücklaufrohr 12 an dem inneren Zulaufrohr 13 fixiert ist, mit diesem also gleichzeitig verfahren wird. Die Führung 33 kann nach Art einer Loch-Ring-Scheibe ausgeführt sein. Im Bereich der Lanzenspitze und insbesondere im Umgebungsbereich 25 der Fluidverteileinrichtung 4 erfolgt eine Strömungsumlenkung in der Weise, dass der Mantelstrom 24 zusammenbricht und eine interne Rückleitung erfolgt. Bereits ein Stück hin in Richtung des Rücklaufs 8 tritt die Flüssigkeit dann in die Rücklaufrohre ein und wird zum Rücklauf 8 geleitet. In das äußere Rücklaufrohr 12 hineinragend ist beispielsweise ein Verbindungsrohr für die Fluidverteileinrichtung 4 entgegengesetzt angeordnet, in dem nun eine drucksensible Weiche 16 angeordnet ist. Aufgrund der hier gezeigten Strömungsführung befindet sich diese drucksensible Weiche 16 im Strömungsschatten und kommt deshalb bei dieser Durchströmung bzw. Stellung des Stellmittels nicht mit einem hohen Druck der Flüssigkeit in Kontakt.
  • Diese Situation sieht nun anders aus, wenn der Rücklauf 8 durch ein entsprechendes Verschlussmittel 15 vollständig verschlossen wird. Die sich vor dem Verschlussmittel 15 aufbauende Wassersäule führt nun dazu, dass die in das äußere Rücklaufrohr 12 eintretende Flüssigkeit erneut umgelenkt wird und nunmehr die drucksensible Weiche 16 beaufschlagt. Die drucksensible Weiche 16, die beispielsweise als Ventil oder Drossel ausgestaltet ist, gibt bei einem vorgegebenen Druckniveau nach, so dass nun die Flüssigkeit durch die drucksensible Weiche 16 hindurch zur Flüssigkeitsverteileinrichtung 4 strömen kann und folglich so die Lanze 3 verlässt. Gleichermaßen wird auch für diesen Reinigungsprozess die Kühlfunktion aufrecht erhalten, weil auch zu diesem Zeitpunkt die über Zulauf 7 eintretende Flüssigkeit nach Art eines Mantelstromes 24 die Lanze 3 kühlt.
  • Die beschriebenen Varianten eines Reinigungsgerätes zur Reinigung konvektiver Heizflächen eignen sich insbesondere für Wärmekraftanlagen, die mit Müll oder Biomasse betrieben werden, wobei ein sehr einfacher und effektiver Aufbau der Reinigungsgeräte realisiert ist. Mit der hier gezielten Wasser-Reinigung derartiger Heizflächen kann die Reisezeit solcher Wärmeanlagen deutlich verlängert werden. Außerdem erlaubt die Regulierung des Zugabedrucks für die Flüssigkeit eine auf die Art der Rückstände bzw. Verschlackungen angepasste Zugabe, so dass neben einem einfachen Benetzen auch eine abrasive (Hochdruck-)Bearbeitung und/oder ein einfaches Abschrecken der Verbrennungsrückstände erreicht werden kann.
  • 1
    Reinigungsgerät
    2
    Halterung
    3
    Lanze
    4
    Flüssigkeitsverteileinrichtung
    5
    Antriebseinheit
    6
    Flüssigkeitsleitsystem
    7
    Zulauf
    8
    Rücklauf
    9
    Strömungspfad
    10
    Stellmittel
    11
    inneres Rücklaufrohr
    12
    äußeres Rücklaufrohr
    13
    inneres Zulaufrohr
    14
    äußeres Zulaufrohr
    15
    Verschlussmittel
    16
    drucksensible Weiche
    17
    Wärmekraftanlage
    18
    Konvektionsabschnitt
    19
    Flüssigkeitsversorgungssystem
    20
    Steuerung
    21
    beabstandete Wärmetauscherrohre
    22
    Wandung
    23
    Heizfläche
    24
    Mantelstrom
    25
    Umgebungsbereich
    26
    Sensor
    27
    Feuerraum
    28
    Strömungsrichtung
    29
    Leerzug
    30
    Trichter
    31
    Kühlmedium-Kreislauf
    32
    Dichtung
    33
    Führung
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - WO 2001/051852 A [0003]

Claims (9)

  1. Reinigungsgerät (1) umfassend zumindest: – eine Halterung (2), – eine Lanze (3) mit einer Flüssigkeitsverteileinrichtung (4), – eine Antriebseinheit (5) für eine translatorische Bewegung der Lanze (3) in der Halterung (2), – ein Flüssigkeitsleitsystem (6) mit einem Zulauf (7), einem Rücklauf (8) und Strömungspfaden (9) ausgehend vom Zulauf (7) hin zum Rücklauf (8) und zur Flüssigkeitsverteileinrichtung (4), wobei wenigstens ein Stellmittel (10) zur bedarfsgerechten Verbindung des Zulaufs (7) mit dem Rücklauf (8) oder der Flüssigkeitsverteileinrichtung (4) vorgesehen ist.
  2. Reinigungsgerät (1) nach Patentanspruch 1, bei dem die Strömungspfade (9) mit konzentrischen, zumindest teilweise zueinander relativ bewegbaren Rohren (11, 12, 13, 14) gebildet sind.
  3. Reinigungsgerät (1) nach Patentanspruch 1 oder 2, bei dem das wenigstens eine Stellmittel (10) ein Verschlussmittel (15) für den Rücklauf (8) umfasst.
  4. Reinigungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, bei dem das Flüssigkeitsleitsystem (6) in der Lanze (3) eine drucksensible Weiche (16) ausbildet.
  5. Reinigungsgerät (1) nach Patentanspruch 4, bei dem die drucksensible Weiche (16) ein Ventil oder eine Drossel aufweist.
  6. Wärmekraftanlage (17) mit einem Konvektionsabschnitt (18) aufweisend eine Mehrzahl von Reinigungsgeräten (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, bei der ein Flüssigkeitsversorgungssystem (19) und eine Steuerung (20) für den sequenziellen Betrieb der Reinigungsgeräte (1) vorgesehen sind.
  7. Wärmekraftanlage (17) nach Patentanspruch 6, bei dem der Konvektionsabschnitt (18) beabstandete Wärmetauscherrohre (21) ausweist und die Reinigungsgeräte (1) durch eine Wandung (22) der Wärmekraftanlage (17) in den Konvektionsabschnitt (18) translatorisch einbrinbar sind, so dass die Flüssigkeitsverteileinrichtung (4) der Lanze (3) die beabstandeten Wärmetauscherrohre (21) erreicht.
  8. Verfahren zur Reinigung von beabstandete Wärmetauscherrohre (21) aufweisende Heizflächen (23) eines Konvektionsabschnitts (18) einer Wärmekraftanlage (17) mit einem Reinigungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei eine intermittierende Abgabe einer Flüssigkeit zwischen die beabstandeten Wärmetauscherrohre (21) erfolgt.
  9. Verfahren nach Patentanspruch 8, bei dem die von einem Zulauf (7) kommende Flüssigkeit nach Art eines Mantelstromes (24) in der Lanze (3) bis hin zu einem Umgebungsbereich (25) der Flüssigkeitsverteileinrichtung (4) und bedarfsgerecht zeitweise a) innerhalb des Mantelstromes (24) zurück zum Rücklauf (8) oder b) in die Flüssigkeitsverteileinrichtung (4) strömt.
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