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Die Erfindung betrifft eine von einem Gleichstrommotor angetriebene Zahnradpumpe zum Fördern von Fluiden mit einem Pumpenrotor, der mit einer Antriebswelle des Gleichstrommotors drehfest verbunden ist.
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Ein Aggregat, bestehend aus einem Reservoir, einer Pumpe unter Öl und Komponenten zur Versorgung des Elektromotors mit hydraulischer Energie, wird als Power Pack bezeichnet.
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Aus der
EP 1 255 928 B1 ist eine derartige Zahnradpumpe zum Fördern von Fluiden mit einem angetriebenen Pumpenrotor mit Außenverzahnung bekannt, die in die Innenverzahnung eines Pumpenrings eingreift. Der Pumpenrotor ist drehfest mit der Antriebswelle eines bürstenlosen Gleichstrommotors verbunden.
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Aus der
DE 43 25 502 C2 ist eine von einem Elektromotor angetriebene Verdrängerpumpe bekannt, bei der die Winkellage der Nuten eines Elektromotors zum Antrieb einer Zahnradpumpe gegenüber den Zähnen des Verdrängerkörpers der Pumpe derart ausgerichtet ist, dass Drehmomentschwingungen des Ankers des Motors den Pulsationen der Zahnradpumpe entgegenwirken und sich somit ausgleichen, wodurch die Geräuschsentwicklung der Zahnradpumpe verringert wird.
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Die
DE 73 17 370 U offenbart eine Brennstoffförderpumpe, bei welcher der Pumpenteile und der Elektromotor in einem Gehäuse untergebracht sind. Sowohl der Rotor des Motors als auch der Rotor der Pumpe werden jeweils durch auf einer im Gehäuse feststehenden Achse rotierende Hohlwelle gebildet, wobei die Hohlwelle der Pumpe aufwendig über eine Mitnehmerbuchse jeweils über Passfedern mit der Hohlwelle des Rotors des Motors verbunden sind.
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Die
EP 1 717 443 A1 offenbart eine von einem Elektromotor angetriebene Pumpe, wobei der Rotor des Motors und die Pumpe auf einer Welle sitzen. Diese Einheit wird durch ein zwischen dem Rotor des Motors und dem Stator des Motors ausgebildetes Gleitlager gelagert.
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Zur Versorgung hydraulischer Antriebe mit Antriebsenergie benötigt man hydraulische Pumpen. Hierbei werden bevorzugt Verdrängerpumpen eingesetzt, die aus mindestens einer Kammer bestehen, die sich periodisch öffnet und dabei Druckflüssigkeit, im Folgenden Fluid genannt, aus einem Reservoir ansaugt. Am Ende dieser Saugphase wird die Kammer gegen das Reservoir verschlossen und das Fluid wird auf einen hohen Druck verdichtet.
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Diesen Vorgang bezeichnet man als Umsteuern zum Verdichten. In der folgenden Phase wird die Kammer mit der Hochdruckseite verbunden. Das Kammervolumen wird verkleinert und das Fluid gegen den hydraulischen Widerstand auf der Verbraucherseite aus geschoben. Dazu ist eine Leistung nötig, die proportional zu dem Druck auf der Verbraucherseite und der Änderungsgeschwindigkeit des Kammervolumens ist. In der zweiten Umsteuerphase wird dann die Kammer von der Hochdruckseite abgetrennt und das Restvolumen in der Kammer dekomprimiert. Um diese Vorgänge kontinuierlicher zu gestalten, vervielfacht man die Zahl der Verdrängerelemente, deren Anzahl im Folgenden immer mit m bezeichnet wird. Die m Verdrängerelemente werden dabei um eine Rotationsachse exzentrisch angeordnet und mit einer Welle angetrieben.
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Das Umsteuern kann dabei in verschiedener Weise erfolgen:
druckgesteuert;
im Saug- und Druckbereich sitzen Rückschlagventile, die einen Volumenstrom nur vom Reservoir zur Pumpe und von der Pumpe zum Verbraucher erlauben,
zwangsgesteuert;
die Welle treibt zusätzlich ein Strukturelement (Steuerspiegel) an, das Verbindungsöffnungen zwischen den Verdrängerkammern und Saug- und Druckseite schafft, oder
geometriegesteuert;
die Verdrängerkammer rotiert selbst und wird an entsprechend gestalteten Öffnungen vorbei geführt.
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Als Antrieb dieser Pumpe sind verschiedene rotatorische Energiewandler wie beispielsweise Verbrennungsmotoren, Gas- oder Wasserturbinen oder Elektromotoren denkbar. Fokussiert man sich auf Elektromotoren, so kommen hier verschiedene Bauarten von Elektromotoren zum Einsatz. Dabei ist das Gehäuse einer Verdrängerpumpe mechanisch fest mit dem Gehäuse/Stator eines Elektromotors verbunden. Der Motor ist am Deckel des Ölreservoirs befestigt und taucht zumindest die Pumpe komplett in das Fluid ein. Das Fluid wird durch eine Öffnung im Pumpengehäuse direkt aus dem Reservoir gesaugt.
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Die hydraulischen Verbraucher sind über eine Rohrleitung oder einen Schlauch mit der Pumpe verbunden.
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Bei elektrisch leitenden Fluiden, bei stark verschmutzten Fluiden, bei hochviskosen oder schlecht schmierenden Medien müssen die Motorlager und der Rotor des Motors vom Medium getrennt werden, man benutzt dazu einen Wellendichtring.
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Üblicherweise sind die Pumpe und der Motor zwei baulich getrennte Maschinenelemente. Sowohl der Rotor der Pumpe als auch der Rotor des Motors sind getrennt voneinander gelagert. Bei der Verbindung der beiden Elemente müssen Fluchtungsfehler und Wellenversätze durch entsprechend gestaltete Kupplungen ausgeglichen werden. Allerdings sind auch sogenannte Aufsteckpumpen erhältlich, beispielsweise Flügelzellenpumpe, bei denen der Pumpenrotor auf die Welle des Motors gesteckt wird. Die Fluchtungsfehler müssen dann über Verstellelemente, beispielsweise Gummipuffer, im Pumpengehäuse ausgeglichen werden.
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Die bekannten Lösungen weisen folgende Nachteile auf:
Lärm:
Die bei der Rotation des Motors auftretenden periodischen Wechselkräfte bewirken eine elastische Deformation der Struktur, die sich als Lärmemission äußert;
Leistungsverluste:
Mechanische Reibung der Verdrängerelemente und viskose Reibung im Fluid haben Wirkungsgradverluste zur Folge;
Leckage und Verschleiß:
Der Wellendichtring und die Motorlager sind extrem empfindlich gegen Verschleiß; verschlissene Wellenlager haben externe Leckage zur Folge Die oben genannten Nachteile müssen durch aufwändige Detailkonstruktionen in ihrer Auswirkung vermieden werden.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen robusten Pumpenantrieb zu schaffen, der besonders geräuscharm arbeitet.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch folgende Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst:
der Rotor des Gleichstrommotors ist aus Permanentmagneten mit in n Paaren angeordneten Polen gebildet,
mindestens einer der Pole der dem Rotor des Gleichstrommotors zugeordneten Permanentmagneten ist zu den Zähnen des Pumpenrotors derart positioniert,
dass systembedingte Schwankungen im Drehmoment der Zahnradpumpe entgegengewirkt wird,
das Gehäuse der Zahnradpumpe und der Stator des Gleichstrommotors sind starr miteinander verbunden,
die gemeinsame Antriebswelle ist auf der einen Seite im Stator des Gleichstrommotors und auf der anderen Seite im Gehäuse der Zahnradpumpe gelagert und die n Polpaare des Gleichstrommotors sind radial ausgerichtet, wobei der bürstenlose Gleichstrommotor ein BLDC-Motor sein kann.
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Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Zahnradpumpe eine Zahnringpumpe mit einem Gehäuse, einem innenliegenden Pumpenrotor mit Zahnrädern und einem den Pumpenrotor umgebenden Pumpenring aufweist und wenn das Produkt aus Anzahl der Rotorzähne m* und der Anzahl der Zahnringzähne m + 1 bei einem dreiphasigen Gleichstrommotor gleich der Polwechselfrequenz 6*n ist, wobei gilt m*(m + 1) = 6*n.
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Erfindungsgemäß können der Rotor des bürstenlosen Gleichstrommotors und der Pumpenrotor der Zahnradpumpe starr auf einer Welle befestigt und in zwei Wellenlagern aufgenommen sein.
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Einen besonders ruhigen Lauf ergibt sich, wenn der Rotor des Gleichstrommotors mit einem Wellenlager in seinem Schwerpunkt gelagert ist.
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In vorteilhafter Weise können die Wellenlager derart ausgebildet sein, dass der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Wellenlager gleich der Höhe des Rotors ist.
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Zweckmäßigerweise ist die Welle zwischen den beiden Wellenlagern verdickt ausgebildet.
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Ein ruhiger Lauf in der Art eines symmetrischer Kreisel stellt sich ein, wenn der Rotor derart ausgebildet ist, dass sein Durchmesser nahezu gleich seiner Höhe ist.
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Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Zahl der Zähne m und die Zahl n der Pole ganzzahlig ist, wobei insbesondere die Polzahl sieben oder zwölf beträgt.
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Die Flächenpressung und der Verschleiß der Welle in der Kontaktzone verringern sich, wenn die Wellenlager Nadellager sind.
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Erfindungsgemäß können die Pole gegen die Steuernuten derart ausgerichtet sein, dass die Pulsation minimal wird.
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Die Druckwechselkräfte auf die Welle werden minimal, wenn der Rotor spiegelsymmetrisch angeordnet ist.
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In vorteilhafter Weise sind die drei Phasen des Stators derart gegen die Ansaugöffnung der Pumpe orientiert, dass das Drehmoment des Gleichstrommotors beim Umsteuern maximal wird.
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Erfindungsgemäß können der Rotor und die Wellenlager vom Fluid aus dem Reservoir umströmt werden, wobei die Wellenlager hydrodynamisch geschmierte Gleitlager sein können.
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Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Baugruppe mit Schrauben auf einer ebenen Fläche aufgespannt ist, wobei die Baugruppe durch Weichdichtungen an den Stirnseiten des Pumpengehäuses eingespannt ist und keine metallischen Kontakte zwischen der Baugruppe und Pumpengehäuse stattfinden, da sich dadurch Vibrationen und Geräusche nicht übertragen können.
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In vorteilhafter Weise kann der Spalt zwischen Pumpengehäuse und Gleichstrommotor mit Fluid aus dem Reservoir gefüllt sein.
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Zweckmäßigerweise umfasst die Zahnradpumpe eine Zahnringpumpe, wobei das das Pumpengehäuse der Zahnringpumpe dreiteilig ausgeführt ist und das zweite Wellenlager zwischen Pumpengehäuse und Stator vorgesehen ist, die Welle in den Pumpenrotor gesteckt wird und der Permanentmagnet zusammen mit der Welle gesintert wird.
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Erfindungsgemäß kann der Gleichstrommotor ein sogenannter ”Außenläufer” sein, bei dem der Stator mit den Spulenwicklungen innen angeordnet ist und koaxial vom Rotor mit den Permanentmagneten umgeben ist.
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Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn mindestens einer der radial ausgerichteten n Pole des Permanentmagneten gegen die m Zähne des Pumpenrotors derart verdreht ist, dass die Pulsation der Pumpe minimiert ist.
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Zweckmäßigerweise ist die Zahl m der Zähne des Pumpenrotors mit der Zahl n der Pole des Ankers teilerfremd ausgelegt.
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Erfindungsgemäß kann dem Gleichstrommotor eine Elektronik zugeordnet sein, die das Magnetfeld der im Stator angeordneten Spulen beeinflusst, wobei das Magnetfeld der Spulen so eingestellt ist, dass den systembedingten Schwankungen im Drehmoment der Zahnradpumpe entgegengewirkt wird.
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In vorteilhafter Weise können die Phasen des Stators gegen eine Ansaugöffnung und/oder eine Auslassöffnung der Pumpe orientiert sind, und dass das Drehmoment des Gleichstrommotors beim Umsteuern von Dekompression auf Kompression maximal ist.
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Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Gleichstrommotor und die Pumpe in einem Gehäuse angeordnet sind, wenn die Welle des Gleichstrommotors an ihren beiden Enden in Deckeln des Gehäuses gelagert ist und den Anker und den Pumpenrotor trägt, und dass das Fluid Schmiereigenschaften aufweist und der Gleichstrommotor mit Fluid gefüllt ist.
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In vorteilhafter Weise können die Deckel über Weichdichtungen an den Stirnseiten des Gehäuses eingespannt sein.
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Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine erfindungsgemäße Motor-Pumpenanordnung mit einem Pumpenmotor als Außenläufer und
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2 eine weitere erfindungsgemäße Motor-Pumpenanordnung (Zahnradpumpe) mit einem Pumpenmotor als Innenläufer.
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In der 1 ist eine Motor-Pumpenanordnung gezeigt, die aus einem nicht dargestellten Reservoir, einer Pumpe unter Öl, insbesondere eine Zahnradpumpe oder Zahnringpumpe 1 mit Ventil, und einem bürstenlosen Gleichstrommotor 2, beispielsweise einem BLDC-Motor, besteht. Dieser Antriebsmotor der Zahnringpumpe 1, der bürstenlose Gleichstrommotor 2, kann beispielsweise ein sogenannter Außenläufer sein, bei dem innen ein Stator 16 mit Spulenwicklungen 15 angeordnet ist, der koaxial von einem Rotor 6 mit Permanentmagneten 18 als Außenläufer umgeben ist.
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Eine mit dem Rotor 6 drehfest verbundene Motorwelle 22 und eine Pumpenwelle 23 bilden ineinander gesteckt eine gemeinsame Welle 3 des sogenannten Power Packs. Die Welle 3 ist zwischen zwei Wellenlager 4 und 5 verdickt ausgebildet. Mit der Pumpenwelle 23 ist ebenfalls drehfest ein mit Zähnen versehener Pumpenrotor 21 verbunden, der in einem Pumpengehäuse 8 angeordnet ist und von einem Pumpenring 10 mit innen liegenden Zähnen umgeben ist. Das Pumpengehäuse 8 ist auf der Seite zum Gleichstrommotor 2 hin von einem Pumpendeckel 9 und auf der anderen Seite von einem Pumpenboden 13 abgedeckt. Der Pumpendeckel 9 ist mit einer flanschartigen axialen Ausrichtung zur Führung der Motorwelle 22 ausgebildet. Eine axiale Scheibe 12 dient als Anschlag und Führung der Pumpenwelle 23 gegenüber dem Pumpenboden 13.
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Der Stator 16 des Gleichstrommotors 2 ist starr über der flanschartigen axialen Ausrichtung mit dem Pumpengehäuse 8 der Zahnringpumpe 1 verbunden.
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Der Rotor 6 und die Wellenlager 4 und 5 können vom Fluid aus dem Reservoir umströmt sein.
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Das erste im Gleichstrommotor 2 angeordnete Wellenlager 4, beispielsweise ein Nadellager, kann hydrodynamisch geschmiert sein und sitzt im Schwerpunkt des Gleichstrommotors 2.
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Das zweite Wellenlager 5, beispielsweise ebenfalls ein hydrodynamisch geschmiertes Nadellager, ist in dem Pumpenboden 13 angeordnet.
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Ein Spalt 7 zwischen Gleichstrommotor 2 und Zahnringpumpe 1 ist als akustische Isolation mit einer Weichdichtung, beispielsweise einer Isolationsscheibe, versehen, damit keine metallischen Kontakte zwischen der Baugruppe und dem Pumpengehäuse 8 stattfinden können. Der Spalt 7 ist ferner mit Fluid aus dem Reservoir gefüllt, um den Wärmeübergang zwischen dem Pumpengehäuse 8 und dem Gleichstrommotor 2 zu verbessern.
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Auf der zur Zahnringpumpe 1 gerichteten Seite ist der Gleichstrommotor 2 mit einer Platine 11 zur Verlötung der Spulenwicklungen 15 und zu deren Anschluss versehen.
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Der Stator 16 des Gleichstrommotors 2 besteht zur Bildung eines Klauenpolmotors aus sechs Halbringen, von denen jeweils zwei zu einem Statorring 14 zusammengefasst sind. In den Freiräumen zwischen zwei Halbringen der Statorringe 14 sind die Spulenwicklungen 15 eingebracht.
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Eine Zylinderschraube 17 fixiert axial die Motorwelle 22 mit dem Rotor 6. Im Rotor 6 sind auf drei Kreisringen den Statorringen 14 gegenüber Permanentmagnete 18 angeordnet. Als Ringe ausgebildete Eisenrückschlüsse 19 des Rotors 6 umschließen die Permanentmagnete 18. Distanzringe 20 aus unmagnetischem Material sind zwischen den Eisenrückschlüssen 19 angeordnet.
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In der 2 ist eine weitere erfindungsgemäße Motor-Pumpenanordnung dargestellt, die aus einer Zahnradpumpe 30 mit einem Pumpenmotor 31 als Innenläufer besteht und ein Gehäuse 32 mit einem Boden 33 und einem Lagerdeckel 34 aufweist. Im Gehäuse 32 sind ein Stator 35 sowie ein Pumpendeckel 36 zum Pumpenmotor 31 und ein Pumpendeckel 37 angeordnet. Zwischen den Pumpendeckeln 36 und 37 ist der Pumpenrotor 38 und ein Pumpenring 39 angeordnet. Eine gemeinsame Welle 40 ist im Pumpendeckel 36 und im Lagerdeckel 34 gelagert. Auf der Welle 40 sitzt der Rotor 41 des Pumpenmotors 31. Gleichzeitig ist der Pumpenrotor 38 mit der Welle 40 fest verbunden.
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Der elektrische Anschluss 42 des Stators 35 ist mit einer Elektronikschaltung 43 verbunden, die mit dem Anschluss-Stecker 44 gekoppelt ist.
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Das Fluid wird über nicht dargestellte Ansaugöffnungen zwischen Pumpenrotor 38 und Pumpenring 39 gesaugt. Da zwischen dem Pumpendeckel 36 und dem Pumpenmotor 31 keine Dichtung vorgesehen ist, kann das Fluid auch in den Pumpenmotor 31, einem sogenannten Unterölmotor, gelangen, wo es einerseits zur hydrostatischen Lagerung der Welle 40 aber auch zum Ableiten der Wärmeenergie und zum Dämpfen der Geräusche dient. Bei einem ebenfalls nicht dargestellten Abflussanschluss wird das komprimierte Fluid aus der Zahnradpumpe 30 zum Verbraucher gedrückt.
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Durch die erfindungsgemäße Kombination einer Zahnringpumpe mit einem bürstenlosen Gleichstrommotor, dessen Rotor (drei Phasen, n Polpaare) aus Permanentmagneten gebildet ist, erhält man einen besonders geräuscharmen und robusten Pumpenantrieb. Die Pumpe fördert ein niederviskoses, schmierendes Fluid, beispielsweise Öl. Diese Baugruppe ist als sogenannte Unteröleinheit in einem Pumpengehäuse eingebaut. Die Baugruppe ist folgendermaßen aufgebaut:
der Rotor der Pumpe und der Rotor des Gleichstrommotors sind starr auf einer gemeinsamen Welle miteinander verbunden,
das Gehäuse der Zahnräder und der Stator der Pumpe sind starr miteinander verbunden,
die gemeinsame Welle ist auf der einen Seite im Stator des Gleichstrommotors, auf der anderen Seite im Gehäuse der Zahnräder gelagert und/oder
die n Polpaare des Gleichstrommotors sind radial ausgerichtet.
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Die erfindungsgemäße Kombination ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
das Produkt aus Anzahl der Rotorzähne m* und der Anzahl der Zahnringzähne m + 1 ist bei einem dreiphasigen Gleichstrommotor gleich der Polwechselfrequenz 6*n m*(m + 1) = 6*n.
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Der Rotor eines bürstenlosen Gleichstrommotors und der Rotor der Verdrängerpumpe sind starr auf einer Welle befestigt und in zwei Wellenlagern aufgenommen.
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Die Geräuschminderung und die damit verbundene Pulsation werden dadurch erreicht, dass Ereignisse, die Schallemission verursachen, mit der Drehzahl synchronisiert werden. Hierzu wird zum einem die Position der Lagerstellen und die Gestaltung der Welle geeignet gewählt, und zum anderen, indem man die Polzahl des Rotors am Gleichstrommotor und die Anzahl der Verdrängerkammern aufeinander abstimmt.
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Die Verhinderung von Geräuschemissionen beruht auf zwei Prinzipien:
die Anregung der Schwingungen wird sehr schmalbandig gemacht. Dadurch wird die Anregung auf wenige Frequenzen und die dazu gehörenden Oberwellen konzentriert. Diese Frequenzen werden durch entsprechende Maßnahmen dann isoliert oder unterdrückt.
Die Eigenfrequenzen der Struktur werden durch konstruktive Maßnahmen auf mehrere Frequenzen aufgeteilt.
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In einer vorteilhaften Ausführung ist der Rotor mit einem Wellenlager in seinem Schwerpunkt gelagert. Dies hat den Vorteil, dass die Präzisionsbewegung gefesselt ist.
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Vorteilhaft ist weiter, wenn der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Wellenlager gleich der Rotorhöhe vorgesehen wird. Dies führt zu einer Fesselung der Biegeschwingung/Nickschwingung der Anordnung.
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Des Weiteren ist es noch vorteilhaft, die Welle zwischen den beiden Wellenlagern zu verdicken. Dies führt zur Erhöhung der Frequenz der Drehschwingung.
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Für den Durchmesser des Rotors ist es vorteilhaft, ihn ungefähr gleich der Höhe des Rotors vorzusehen in der Art eines symmetrischen Kreisels. Dies führt zur Entartung des Trägheitsmoments. Für die Zahl der Zähne m und die Zahl n der Pole ist vorteilhaft nur eine ganzzahlige Lösung vorzusehen, wobei nur die Polzahl sieben und zwölf in Frage kommen, da die Polpaarzahlen eins und zwei wegen zu großer Drehmomentungleichförmigkeit/Pulsation uninteressant sind; die Polpaarzahl fünf ist fertigungstechnisch schwer zu realisieren und Polpaarzahlen größer fünfzehn sind zu empfindlich in Hinsicht auf Teilungsfehler.
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Es ist vorteilhaft, den Rotor in einem Nadellager zu lagern wodurch sich die Flächenpressung und der Verschleiß der Welle in der Kontaktzone verringert.
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Es ist weiter vorteilhaft, die Pole gegen die Steuernuten durch Indizierung so auszurichten, dass die Pulsation minimal wird.
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Wenn der Rotor spiegelsymmetrisch angeordnet ist, lassen sich die Druckwechselkräfte auf die Welle minimieren.
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Die drei Phasen des Stators sind vorteilhaft immer so gegen die Ansaugöffnung der Pumpe orientiert, dass das Drehmoment des Gleichstrommotors beim Umsteuern maximal wird.
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Vorteilhaft ist es auch, wenn der Rotor und die Wellenlager von Fluid aus dem Reservoir umströmt werden, wobei die Welle in zwei hydrodynamisch geschmierten Gleitlagern gelagert sein kann.
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Eine vorteilhafte Ausführung wird darin gesehen, die Baugruppe mit Schrauben auf einer ebenen Fläche aufzuspannen, wobei die Baugruppe zur akustischen Isolation durch Weichdichtungen an den Stirnseiten des Gehäuses eingespannt ist und keine metallischen Kontakte zwischen der Baugruppe und Gehäuse stattfinden.
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Zur Verbesserung des Wärmeüberganges zwischen Pumpengehäuse und Gleichstrommotor ist der Spalt zwischen Pumpengehäuse und dem Motor vorteilhaft mit Fluid aus dem Reservoir gefüllt.
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Die Zahnradpumpe umfasst insbesondere eine Zahnringpumpe, wobei das Gehäuse der Zahnringpumpe dreiteilig ausgeführt ist und das zweite Wellenlager zwischen Pumpengehäuse und Stator vorgesehen ist, die Welle in den Pumpenrotor gesteckt wird und der Permanentmagnet zusammen mit der Welle gesintert wird.
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Bei dem Gleichstrommotor oder BLDC-Motor kann es sich in vorteilhafter Weise um einen sogenannten ”Außenläufer”, bei dem der Stator mit den Spulen innen angeordnet ist und koaxial vom dem Rotor mit den Permanentmagneten umgeben ist, oder um einen sogenannten ”Innenläufer” handeln, bei dem der Stator am Gehäuse angebracht ist und koaxial den auf der Welle befestigten Rotor mit den Permanentmagneten umgibt.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Zahnringpumpe
- 2
- Gleichstrommotor als Außenläufer
- 3
- gemeinsame Welle Antriebswelle
- 4
- erstes Wellenlager
- 5
- zweites Wellenlager
- 6
- Rotor als Außenläufer
- 7
- Spalt zwischen Gleichstrommotor und Zahnradpumpe
- 8
- Pumpengehäuse
- 9
- Pumpendeckel
- 10
- Pumpenring
- 11
- Platine
- 12
- axiale Scheibe
- 13
- Pumpenboden (Deckel)
- 14
- Statorringe (6 Stück)
- 15
- Spulenwicklungen im Statorring
- 16
- Stator des Gleichstrommotors
- 17
- Zylinderschraube
- 18
- Permanentmagnete im Rotor
- 19
- Eisenrückschluss des Rotors (als Ring ausgebildet)
- 20
- Distanzring aus unmagnetischem Material
- 21
- Pumpenrotor
- 22
- Motorwelle
- 23
- Pumpenwelle
- 30
- Zahnradpumpe
- 31
- Pumpenmotor als Innenläufer
- 32
- Gehäuse
- 33
- Boden
- 34
- Lagerdeckel
- 35
- Stator
- 36
- Pumpendeckel zum Motor
- 37
- Pumpendeckel
- 38
- Pumpenrotor
- 39
- Pumpenring
- 40
- Welle
- 41
- Rotor
- 42
- Anschluss
- 43
- Elektronikschaltung
- 44
- Anschluss-Stecker
- 45
- erstes Wellenlager
- 46
- zweites Wellenlager