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DE102008060003A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Erstellen eines Anwenderprogramms für eine Sicherheitssteuerung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Erstellen eines Anwenderprogramms für eine Sicherheitssteuerung Download PDF

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DE102008060003A1
DE102008060003A1 DE102008060003A DE102008060003A DE102008060003A1 DE 102008060003 A1 DE102008060003 A1 DE 102008060003A1 DE 102008060003 A DE102008060003 A DE 102008060003A DE 102008060003 A DE102008060003 A DE 102008060003A DE 102008060003 A1 DE102008060003 A1 DE 102008060003A1
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DE
Germany
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software components
software
components
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Ceased
Application number
DE102008060003A
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English (en)
Inventor
Matthias Reusch
Ralf Bauer
Stefan Dr. Wöhrle
Matthias Holzäpfel
Maurice Ballincolig Gilmore
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pilz GmbH and Co KG
Original Assignee
Pilz GmbH and Co KG
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Publication date
Application filed by Pilz GmbH and Co KG filed Critical Pilz GmbH and Co KG
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Priority to JP2011536786A priority patent/JP2012510099A/ja
Priority to EP09796615A priority patent/EP2353051A1/de
Priority to PCT/EP2009/008279 priority patent/WO2010060575A1/de
Priority to CN200980155248.2A priority patent/CN102292680B/zh
Publication of DE102008060003A1 publication Critical patent/DE102008060003A1/de
Priority to US13/111,144 priority patent/US8832667B2/en
Ceased legal-status Critical Current

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    • G05CONTROLLING; REGULATING
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    • G05B19/02Programme-control systems electric
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Abstract

Ein Verfahren zum Erstellen eines Anwenderprogramms (38) für eine Sicherheitssteuerung (18), die dazu ausgebildet ist, eine Anlage (210) mit einer Vielzahl von Hardware-Komponenten zu steuern, zumindest einen Sensor und zumindest einen Aktor umfassen, beinhaltet die Schritte: - Bereitstellen einer Vielzahl (146, 174) von Software-Komponenten für die Vielzahl von Hardware-Komponenten, wobei die Vielzahl (146, 174) von Software-Komponenten jeweils zumindest einen Logikeingang (404) und zumindest einen Logikausgang (406) aufweist und zumindest einen Aspektblock (92, 112, 136, 180, 198, 380, 408) enthält, wobei jeder dieser Aspektblöcke (92, 112, 136, 180, 198, 380, 408) einem von mehreren untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekten zugeordnet ist, wobei jeder dieser Steuerungsaspekte einen eigenständigen Teilaspekt der Sicherheitssteuerung (18) repräsentiert, und wobei jeder dieser Aspektblöcke (92, 112, 136, 180, 198, 380, 408) eine Anzahl (386) von Signaleingängen und eine Anzahl (388) von Signalausgängen aufweist, wobei dem jeweiligen Aspektblock (92, 112, 136, 180, 198, 380, 408) über seine Anzahl (386) von Signaleingängen eine Anzahl von Eingangssignalen zugeführt werden können und dieser Aspektblock (92, 112, 136, 180, 198, 380, 408) über seine Anzahl (388) von Signalausgängen eine Anzahl von Ausgangssignalen ausgeben kann, wobei die Anzahl von Ausgangssignalen zumindest in Abhängigkeit der Anzahl von Eingangssignalen ermittelt werden, - Erstellen eines ...

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erstellen eines Anwenderprogramms für eine Sicherheitssteuerung, die dazu ausgebildet ist, eine Anlage mit einer Vielzahl von Hardware-Komponenten zu steuern, wobei die Vielzahl von Hardware-Komponenten jeweils zumindest einen Sensor und zumindest einen Aktor beinhaltet.
  • Eine Sicherheitssteuerung im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ein Gerät oder eine Vorrichtung, das bzw. die von Sensoren gelieferte Eingangssignale aufnimmt und daraus durch logische Verknüpfungen und eventuell weitere Signal- oder Daten verarbeitungsschritte Ausgangssignale erzeugt. Die Ausgangssignale können Aktoren zugeführt werden, die in Abhängigkeit von den Eingangssignalen Aktionen oder Reaktionen in einer gesteuerten Anlage bewirken. Im Gegensatz zu einer Steuerung für so genannte Standardanwendungen gewährleistet eine Sicherheitssteuerung dabei zumindest eine Einfehlersicherheit im Sinne der Kategorien 3 oder 4 der Europäischen Norm EN 954-1 oder eine vergleichbare Fehlersicherheit im Sinne der Normen ISO 13849 oder IEC/EN 61508.
  • Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet für derartige Sicherheitssteuerungen ist die Überwachung von Not-Aus-Tastern, Zwei-Hand-Steuerungen, Schutztüren oder Lichtgittern im Bereich der Maschinensicherheit. Derartige Sensoren werden verwendet, um eine Maschine oder Anlage, von der im Betrieb eine Gefahr für Menschen oder materielle Güter ausgeht, abzusichern. Beim Öffnen der Schutztür oder beim Betätigen des Not-Aus-Tasters wird jeweils ein Signal erzeugt, das die Sicherheitssteuerung als Eingangssignal erhält. In Reaktion darauf schaltet die Sicherheitssteuerung mit Hilfe eines Aktors den Gefahr bringenden Teil der Maschine oder Anlage ab.
  • Eine programmierbare Sicherheitssteuerung bietet dem Anwender die Möglichkeit, die logischen Verknüpfungen und ggf. weiteren Signal- oder Datenverarbeitungsschritte mit Hilfe einer Software, dem genannten Anwenderprogramm, seinen Bedürfnissen entsprechend individuell festzulegen. Daraus resultiert eine große Flexibilität im Vergleich zu früheren Lösungen, bei denen die logischen Verknüpfungen durch eine definierte Verdrahtung zwischen verschiedenen Sicherheitsschaltgeräten erzeugt wurden. Ein Beispiel für ein Verfahren zum Programmieren einer Sicherheitssteuerung ist in DE 101 08 962 A1 beschrieben.
  • Ein Problem bei der Programmierung einer Sicherheitssteuerung besteht darin, dass das Anwenderprogramm bei der Überwachung einer großen Maschinenanlage mit vielen Sicherheitseinrichtungen sehr komplex und unübersichtlich werden kann. So können große Anlagen, wie etwa ein Zementwerk, mehrere tausend Sensoren umfassen. Das zu erstellende Anwenderprogramm ist selbst ein sicherheitskritisches Element, da ein Fehler in dem Anwenderprogramm eine unkontrollierte Situation und damit einen gefährlichen Zustand bei der überwachten Maschine oder Anlage hervorrufen kann.
  • Um das Risiko folgenschwerer Fehler in dem Anwenderprogramm durch menschliches Versagen bei der Programmierung zu reduzieren, legt das Verfahren nach DE 101 08 962 A1 dem Anwender einige Beschränkungen auf. Er kann insbesondere nur auf vorgefertigte, zertifizierte Progammmodule zugreifen und diese nur individuell zusammenfügen. Nach dem Verfahren aus DE 101 08 962 A1 kann der Anwender die einzelnen Programmmodule jedoch nicht verändert und auch keine eigenständigen Programmmodule erstellen. Infolge dessen ist das Verfahren aus DE 101 08 962 A1 auf Sicherheitssteuerungen für kleinere und mittelgroße Anwendungen beschränkt. Für sehr große Anlagen bietet das Verfahren nach DE 101 08 962 A1 keine ausreichende Flexibilität.
  • Des weiteren ist es bei Anlagen nach dem Stand der Technik von Nachteil, dass Sicherheitssteuerungen häufig in Ergänzung zu einer weitgehend unbeschränkt programmierbaren Standardsteuerung verwendet werden. Es ist wünschenswert, sämtliche Standard- und Sicherheitsaufgaben mit einer gemeinsamen Steuerung zu erledigen. Dies würde die Komplexität der sicherheitsrelevanten Programme jedoch noch weiter erhöhen.
  • Die internationale Norm IEC/EN 61131 definiert verschiedene Verfahren zum Programmieren von industriellen Steuerungen, teilweise unter Verwendung von Grafikeditoren. Hier werden grafische Elemente entsprechend der Funktionalität der zu steuernden Maschine oder Anlage in Form von so genannten Funktionsblocks bereitgestellt. Dabei kann jede in der Maschine oder Anlage enthaltenen Hardware-Komponente einem grafischen Element entsprechen, welches die Funktionalität der zugehörigen Hardware-Komponente darstellt. Die grafischen Elemente können durch logische Verknüpfungen untereinander verbunden. Um bei solchen Verfahren und Vorrichtungen die Komplexität zu reduzieren, kann eine Hierarchisierung verwendet werden, d. h. die grafischen Elemente können dem Aufbau der zu steuernden Maschine oder Anlage entsprechend unterschiedlichen Hierarchieebenen zugeordnet werden. Beim Erstellen des Anwenderprogramms kann dann ebenenweise vorgegangen werden.
  • Die bekannten Verfahren und Vorrichtungen können dazu beitragen, die Übersichtlichkeit beim Erstellen eines Anwenderprogramms für eine Sicherheitssteuerung zu steigern. Sie sind jedoch gerade in Bezug auf sehr komplexe Anwendungen mit einer großen Anzahl von sicherheitsrelevanten und nicht-sicherheitsrelevanten Sensoren und Aktoren noch nicht optimal.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art weiterzubilden, um die Komplexität beim Erstellen eines Anwenderprogramms mit sicherheitsrelevanten Funktionen weiter zu reduzieren und die Übersichtlichkeit zu steigern, um somit eine einfachere, schnellere und kostengünstigere Programmierung einer Sicherheitssteuerung für sehr komplexe Anwendungen zu ermöglichen.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Erstellen eines Anwenderprogramms für eine Sicherheitssteuerung gelöst, die dazu ausgebildet ist, eine Anlage mit einer Vielzahl von Hardware-Komponenten zu steuern, wobei die Vielzahl von Hardware-Komponenten jeweils zumindest einen Sensor und zumindest einen Aktor beinhaltet, mit folgenden Schritten:
    • – Bereitstellen einer Vielzahl von Software-Komponenten für die Vielzahl von Hardware-Komponenten, wobei die Vielzahl von Software-Komponenten jeweils zumindest einen Logikeingang und zumindest einen Logikausgang aufweisen und zumindest einen Aspektblock enthalten, wobei jeder dieser Aspektblöcke einem von mehreren untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekten zugeordnet ist, wobei jeder dieser Steuerungsaspekte einen eigenständigen Teilaspekt der Sicherheitssteuerung repräsentiert, wobei jeder dieser Aspektblöcke eine Anzahl von Signaleingängen und eine Anzahl von Signalausgängen aufweist, wobei dem jeweiligen Aspektblock über seine Anzahl von Signaleingängen eine Anzahl von Eingangssignalen zugeführt werden können und dieser Aspektblock über seine Anzahl von Signalausgängen eine Anzahl von Ausgangssignalen ausgeben kann, und wobei die Anzahl von Ausgangssignalen zumindest in Abhängigkeit der Anzahl von Eingangssignalen ermittelt werden,
    • – Erstellen eines Komponententeilprogramms durch logisches Verknüpfen der Vielzahl von Software-Komponenten, wobei zumindest ein Teil der Logikeingänge und zumindest ein Teil der Logikausgänge der Software-Komponenten untereinander verbunden werden,
    • – Erstellen eines Aspektteilprogramms für zumindest einen Steuerungsaspekt, wobei für zumindest einen Aspektblock, der in der Vielzahl von Software-Komponenten enthalten ist, zumindest einem Teil der Signaleingänge Sensoren zugeordnet werden, deren Sensorsignale in dem jeweiligen Aspektblock verarbeitet werden, und wobei zumindest einem Teil der Signalausgänge Aktoren zugeordnet werden, die mit den in dem jeweiligen Aspektblock ermittelten Ausgangssignalen angesteuert werden,
    • – Zusammenfügen des Komponententeilprogramms und des Aspektteilprogramms zu dem Anwenderprogramm.
  • Die Aufgabe wird ferner durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art gelöst, die folgende Einheiten aufweist: erste Einheiten zum Bereitstellen einer Vielzahl von Software-Komponenten für die Vielzahl von Hardware-Komponenten, wobei die Vielzahl von Software-Komponenten jeweils zumindest einen Logikeingang und zumindest einen Logikausgang aufweisen und zumindest einen Aspektblock enthalten, wobei jeder dieser Aspektblöcke einem von mehreren untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekten zugeordnet ist, wobei jeder dieser Steuerungsaspekte einen eigenständigen Teilaspekt zur Sicherheitssteuerung repräsentiert, und wobei jeder dieser Aspektblöcke eine Anzahl von Signaleingängen und eine Anzahl von Signalausgängen aufweist, wobei dem jeweiligen Aspektblock über seine Anzahl von Signaleingängen eine Anzahl von Eingangssignalen zugeführt werden können und dieser Aspektblock über seine Anzahl von Signalausgängen eine Anzahl von Ausgangssignalen ausgeben kann, wobei die Anzahl von Ausgangssignalen zumindest in Abhängigkeit der Anzahl von Eingangssignalen ermittelt werden, zweite Einheiten zum Erstellen eines Komponententeilprogramms durch logisches Verknüpfen der Vielzahl von Software-Komponenten, wobei zumindest ein Teil der Logikeingänge und zumindest ein Teil der Logikausgänge der Software-Komponenten untereinander verbunden werden, dritte Einheiten zum Erstellen eines Aspektteilprogramms für zumindest einen Steuerungsaspekt, wobei zumindest für einen Teil derjenigen Aspektblöcke, die in der Vielzahl von Software-Komponenten enthalten sind, jeweils zumindest einem Teil der Signaleingänge Sensoren zugeordnet werden, deren Sensorsignale in dem jeweiligen Aspektblock verarbeitet werden, und zumindest einem Teil der Signalausgänge Aktoren zugeordnet werden, die mit den in dem jeweiligen Aspektblock ermittelten Ausgangssignalen angesteuert werden, und vierte Einheiten zum Zusammenfügen des Komponententeilprogramms und des Aspektteilprogramms zum Anwenderprogramm.
  • Dem neuen Verfahren und der neuen Vorrichtung liegt die Idee zugrunde, Aspektblöcke einzuführen und diese beim Erstellen des Anwenderprogramms zu berücksichtigen. Jeder Aspektblock repräsentiert einen von mehreren untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekten, wobei jeder dieser Steuerungsaspekte einen eigenständigen Teilaspekt zur Sicherheitssteuerung darstellt. Durch diesen Ansatz steht zusätzlich den schon eingangs beschriebenen Maßnahmen eine weitere Maßnahme zur Verfügung, mit der die Komplexität beim Erstellen eines Anwenderprogramms für eine Sicherheitssteuerung reduziert werden und somit das Erstellen des Anwenderprogramms vereinfacht werden kann. Wenn nachfolgend der Begriff Anwenderprogramm verwendet wird oder von dem Erstellen eines Anwenderprogramms die Rede ist, dann soll es sich um ein Anwenderprogramm für eine Sicherheitssteuerung handeln.
  • Das Erstellen eines Anwenderprogramms entspricht der Realisierung einer Gesamtfunktionalität für die zu steuernde Anlage. In dieser Gesamtfunktionalität sind die eigenständigen Teilaspekte einer Sicherheitssteuerung zusammengefasst. Durch das Einführen der vorstehend beschriebenen Aspektblöcke ist es nun möglich, das Erstellen eines Anwenderprogramms in die einzelnen zu berücksichtigenden Teilaspekte zu zergliedern bzw. zu unterteilen.
  • Durch die Auswahl eines Teilaspektes und somit die Betrachtung derjenigen Aspektblöcke, die dem Steuerungsaspekt zugeordnet sind, der diesen Teilaspekt repräsentiert, kann jeweils eine von mehreren Sichten auf die Gesamtfunktionalität und somit auf das zu erstellende Anwenderprogramm eingenommen werden. Der Anwender kann auf einzelne Aspekte gerichtete Teilprogramme erstellen, die später zu dem Anwenderprogramm zusammengefügt werden. Dabei werden die Aspektteilprogramme in Ergänzung zu einem Komponententeilprogramm verwendet, das eine Verknüpfung von Software-Komponenten, in denen Aspektblöcke enthalten sind, repräsentiert.
  • Dadurch dass die unterschiedlichen Steuerungsaspekte jeweils einen separaten Teilaspekt einer Sicherheitssteuerung repräsentieren, können die Aspektteilprogramme eigenständig erstellt werden. Das Erstellen des Anwenderprogramms kann getrennt nach eigenständigen Teilaspekten durch Erstellen einer Vielzahl von eigenständigen Aspektteilprogrammen erfolgen.
  • Der neue Ansatz entspricht einer vertikalen Unterteilung der Gesamtfunktionalität, die für die zu steuernde Anlage zu realisieren ist, und somit des Anwenderprogramms. Die eigenständigen Teilaspekte kommen in allen Hierarchieebenen vor, in die eine zu steuernde Anlage gegliedert werden kann. Durch die Betrachtung einzelner Teilaspekte lässt sich die zu realisierende Gesamtfunktionalität vertikal unterteilen.
  • Auf Grund der vertikalen Unterteilung hat der neue Ansatz eine andere Ordnungsrichtung als Maßnahmen, die zu einer Reduzierung der Komplexität eine horizontale Unterteilung der Gesamtfunktionalität und somit des zu erstellenden Anwenderprogramms verfolgen. Folglich lässt sich das neue Verfahren und die neue Vorrichtung hervorragend mit Verfahren und Vorrichtungen kombinieren, in denen Maßnahmen implementiert sind, die eine horizontale Unterteilung der zu erstellenden Gesamtfunktionalität und somit des Anwenderprogramms bewirken.
  • Mit der neuen Kombination von Komponenten und Aspekten stehen zwei eigenständige Maßnahmen für die Unterteilung der Gesamtfunktionalität zur Verfügung, mit denen sich eine sehr starke Reduzierung der Komplexität und daher eine Steigerung der Übersichtlichkeit realisieren lassen.
  • Die oben genannte Aufgabe ist vollständig gelöst.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung entsprechen die Vielzahl von Software-Komponenten der Vielzahl von Hardware-Komponenten.
  • Diese Maßnahme stellt sicher, dass für jede Hardware-Komponente, die in der zu steuernden Anlage enthalten ist, eine Software-Komponente bereitgestellt wird, die zudem die Funktionalität, die die jeweilige Hardware-Komponente aufweist, repräsentiert. Diese Maßnahme trägt zur Übersichtlichkeit bei dem Erstellen des Anwenderprogramms bei und verbessert somit die Fehlersicherheit.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird bei dem Bereitstellen der Vielzahl von Software-Komponenten zumindest eine Software-Komponente aus einer Menge vordefinierter Software-Komponenten ausgewählt.
  • Diese Ausgestaltung der Erfindung hat den Vorteil, dass innerhalb eines Anwenderprogramms einheitliche Software-Komponenten verwendet werden. So ist sichergestellt, dass für in der zu steuernden Anlage enthaltene identische Hardware- Komponenten, bei entsprechender Auswahl, untereinander identische Software-Komponenten bereitgestellt werden. Durch die Verwendung vordefinierter, d. h. vorgefertigter Software-Komponenten wird somit ausgeschlossen, dass identische Hardware-Komponenten durch Software-Komponenten repräsentiert werden, die untereinander ein unterschiedliches programmtechnisches Verhalten aufweisen. Dies gilt nicht nur für ein einzelnes Anwenderprogramm, sondern auch für eine Vielzahl von Anwenderprogrammen, sofern diese mit Hilfe eines Computerprogramms unter Verwendung ein und derselben Datenbank, die die vordefinierten Software-Komponenten enthält, erstellt wurden. Insgesamt wird durch diese Maßnahme die Übersichtlichkeit erhöht und die Fehlersicherheit verbessert.
  • Die Verwendung vordefinierter Software-Komponenten bietet einen weiteren Vorteil. Wie bereits erwähnt, benötigen Sicherheitssteuerungen vor ihrer Verwendung eine besondere Zulassung durch zuständige Aufsichtsbehörden. Hiervon ist auch das Anwenderprogramm umfasst. Werden vordefinierte Software-Komponenten verwendet, reicht es aus, diese einmal von einer Aufsichtsbehörde abnehmen zu lassen. Dies erfolgt in der Regel zusammen mit der Abnahme des Computerprogramms, mit dem Anwenderprogramme erstellt werden können. Werden dann bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms durch entsprechend sichere Maßnahmen Software-Komponenten durch Auswählen aus einer Menge vordefinierter Software-Komponenten bereitgestellt, ist für denjenigen Teil eines Anwenderprogramms, der ausschließlich solche bereitgestellten Software-Komponenten enthält, keine Abnahme mehr erforderlich. Dadurch wird die Effizienz bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms gesteigert.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der zuvor genannten Maßnahme repräsentieren die vordefinierten Software-Komponenten jeweils eine von mehreren untereinander unterschiedlichen Hardware-Komponentenarten, wobei jede dieser Hardware-Komponentenarten eine Funktionalität aufweist, die für diese Hardware-Komponentenart als solche charakteristisch ist, und die jede der zu dieser Hardware-Komponentenart zugehörige Hardware-Komponente aufweist, wobei die vordefinierten Software-Komponenten jeweils diejenigen Aspektblöcke enthalten, die denjeni gen Steuerungsaspekten zugeordnet sind, die für diejenige Hardware-Komponentenart von Bedeutung sind, die die vordefinierte Software-Komponente repräsentiert.
  • Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, dass in einer vordefinierten Software-Komponente alle relevanten Aspekte zusammengefasst sind, die für diejenige Hardware-Komponentenart von Bedeutung sind, die die vordefinierte Software-Komponente repräsentiert. Die Hardware-Komponentenart wird mit Blick auf die Teilaspekte der Sicherheitssteuerung durch die sie repräsentierende Software-Komponente vollständig beschrieben. Für den Programmierer eines Anwenderprogramms ist es somit völlig ausreichend, für eine in der zu steuernden Anlage befindliche Hardware-Komponente eine Software-Komponente bereitzustellen, und zwar durch Auswählen derjenigen vordefinierten Software-Komponente, die diejenige Hardware-Komponentenart repräsentiert, zu der die Hardware-Komponente gehört. Der Programmierer muss somit für die betreffende Hardware-Komponente nur eine einzige Software-Komponente bereitstellen, es sind nicht mehrere Software-Komponenten oder zusätzliche Aspektblöcke bereitzustellen.
  • Bei der Funktionalität, die die Hardware-Komponentenart aufweist, kann es sich um eine mechanische oder elektrische oder elektromechanische Funktionalität handeln. Diese Funktionalitäten begründen eine Vielzahl von Unterscheidungsmerkmalen, so dass es sich bei den Hardware-Komponentenarten beispielsweise um Motoren oder um Verstellzylinder, die beispielsweise pneumatisch ausgeführt sind, handeln kann. Neben elementaren Komponenten kann eine Hardware-Komponentenart auch für eine komplexe Baugruppe, beispielsweise Prozessstationen, Teststationen oder Bohrmodule stehen. Die Aufzählung elementarer Komponenten und komplexer Baugruppen ist nicht abschließend.
  • Unter programmtechnischen Gesichtspunkten entspricht eine vordefinierte Software-Komponente einem Platzhalter, der eine Hardware-Komponentenart repräsentiert. Enthält die Anlage eine Hardware-Komponente, die zu einer bestimmten Hardware-Komponentenart gehört, dann wird bei dem Erstellen des Anwenderprogramms eine Software-Komponente durch Auswählen der entsprechenden vordefinierten Software- Komponente bereitgestellt, wobei die bereitgestellte Software-Komponente der in der Anlage vorhandenen realen Hardware-Komponente entspricht. Diese Vorgehensweise kann mit der Vorgehensweise verglichen werden, die der objektorientierten Programmierung zugrunde liegt. Überträgt man die Gesetzmäßigkeiten der objektorientierten Programmierung auf das neue Verfahren, so entspricht die vordefinierte Software-Komponente einer Klasse, d. h. der Gesamtheit aller Objekte der gleichen Art. Die bereitgestellte Software-Komponente entspricht einer Instanz, d. h. einem Objekt einer bestimmten Klasse.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird von der ausgewählten vordefinierten Software-Komponente eine Kopie erstellt, die dann als Software-Komponente bereitgestellt wird.
  • Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, dass eine vordefinierte Software-Komponente an unterschiedlichen Stellen in einem zu erstellenden Anwenderprogramm verwendet werden kann. Sie ist somit mehrfach verwendbar, sie ist wieder verwertbar. Dabei weisen sämtliche Kopien der vordefinierten Software-Komponente, d. h. sämtliche bereitgestellten Software-Komponenten, die auf dieselbe vordefinierte Software-Komponente zurückgehen, dieselben Eigenschaften auf, die durch die vordefinierte Software-Komponente vorgegeben werden. Die bereitgestellten Software-Komponenten sind lediglich parametrierbar. D. h. deren Funktionalität ist dem Grunde nach durch die vordefinierte Software-Komponenten festgelegt, kann jedoch in gewissen Grenzen leicht modifiziert werden. Dadurch ist sichergestellt, dass in einer zu steuernden Anlage vorhandene identische Hardware-Komponenten durch Software-Komponenten repräsentiert werden, die dem Grunde nach eine identische Funktionalität aufweisen. Insgesamt wird ein effizientes Erstellen eines Anwenderprogramms ermöglicht. Dadurch, dass die bereitgestellten Software-Komponenten jeweils einer Kopie einer vordefinierten Software-Komponente entsprechen, ist gewährleistet, dass in der zu steuernden Anlage vorhandene identische Hardware-Komponenten durch identische Software-Komponenten repräsentiert werden. Dies verbessert die Fehlersicherheit.
  • Überträgt man die Gesetzmäßigkeit der objektorientierten Programmierung auf das neue Verfahren, so entspricht das Erstellen einer Kopie einer vordefinierten Software-Komponente der Instanzierung.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird bei dem Bereitstellen der Vielzahl von Software-Komponenten zumindest eine neue Software-Komponente erstellt.
  • Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, bei Bedarf, d. h. entsprechend den Gegebenheiten der zu steuernden Anlage, neue benötigte Software-Komponenten generieren zu können. Dadurch ist ein hohes Maß an Variabilität gewährleistet, beispielsweise für den Fall, dass die in dem Computerprogramm, mit dem das Anwenderprogramm erstellt wird, vorhandenen vordefinierten Software-Komponenten zur Abbildung der Gesamtfunktionalität der zu steuernden Anlage nicht ausreichen.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die vordefinierten Software-Komponenten und/oder die neu erstellten Software-Komponenten jeweils entweder als Gruppenkomponente oder als Elementarkomponente ausgebildet, wobei eine Gruppenkomponente zumindest einen Aspektblock und zumindest eine Software-Komponente enthält, wobei die enthaltene Software-Komponente selbst wiederum als Elementarkomponente oder als Gruppenkomponente ausgebildet sein kann, und wobei eine Elementarkomponente lediglich zumindest einen Aspektblock enthält.
  • Durch diese Maßnahme wird ein hohes Maß an Flexibilität erreicht. So kann der Anbieter eines Computerprogramms, mit dem das neue Verfahren durchgeführt werden kann, eine Vielzahl vordefinierter Software-Komponenten für gängige Elementarkomponenten und/oder gängige Gruppenkomponenten in einer umfassenden Datenbank zur Verfügung stellen. Für diese Komponenten ist in der Regel die Abnahme durch eine Aufsichtsbehörde bereits erfolgt, wodurch die Fehlersicherheit verbessert wird.
  • Mit den neu erstellten Software-Komponenten kann flexibel auf Gegebenheiten, die bei der zu steuernden Anlage vorliegen, reagiert werden. So kann für eine Hardware-Komponente, für die noch keine entsprechende Software-Komponente in der Datenbank hinterlegt ist, eine entsprechende Software-Komponente geschaffen werden, und zwar unabhängig von der Komplexität der Hardware-Komponente. Für eine einfache Hardware-Komponente kann eine als Elementarkomponente ausgebildete und für eine komplexe Hardware-Komponente eine als Gruppenkomponente ausgebildete Software-Komponente geschaffen werden.
  • Auch besteht die Möglichkeit, wenn ein Programmierer bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms feststellt, dass das Erstellen des Anwenderprogramms aufgrund der großen Vielzahl von Software-Komponenten, die für die in der zu steuernden Anlage vorhandene Vielzahl von Hardware-Komponenten benötigt wird, unübersichtlich wird, eine größere Anzahl von Hardware-Komponenten zu einer als Gruppenkomponente ausgebildeten Hardware-Komponente zusammenzufassen. Diese Modulbildung führt zu einer Reduzierung der Komplexität und somit zu einer Steigerung der Übersichtlichkeit. Insgesamt wird die Fehlersicherheit verbessert.
  • Die große Flexibilität, die hinsichtlich des Aufbaus von neu zu erstellenden Software-Komponenten gegeben ist, ermöglicht das Erstellen von wieder verwendbaren Software-Komponenten. Dadurch dass eine Software-Komponente als Gruppenkomponente ausgebildet sein kann, kann ein hierarchisch aufgebautes bzw. strukturiertes Anwenderprogramm geschaffen werden.
  • Vorteilhafterweise umfasst das Erstellen einer neuen Elementarkomponente folgende Schritte, wobei die neue Elementarkomponente eine Anzahl von Logikeingängen und eine Anzahl von Logikausgängen aufweist:
    • – Bereitstellen einer Anzahl von Aspektblöcken, die denjenigen Steuerungsaspekten zugeordnet sind, die für diejenige Hardware-Komponente, der die neue Elementarkomponente entspricht, von Bedeutung sind, wobei die An zahl von Aspektblöcken jeweils als Eingänge neben der Anzahl von Signaleingängen zusätzlich eine Anzahl von Logikeingängen und/oder eine Anzahl von Parametriereingängen und als Ausgänge neben der Anzahl von Signalausgängen zusätzlich eine Anzahl von Logikausgängen und/oder eine Anzahl von Parametrierausgängen aufweisen, wobei der Anzahl von Aspektblöcken jeweils über die Anzahl von Logikeingängen eine Anzahl von Logikgrößen oder eine Anzahl von Zwischengrößen, die jeweils in einem anderen Aspektblock ermittelt wurden, und über die Anzahl von Parametriereingängen eine Anzahl von Parametern zugeführt werden können, und wobei die Anzahl von Aspektblöcken jeweils über die Anzahl von Logikausgängen eine Anzahl von Logikgrößen oder eine Anzahl von Zwischengrößen, die jeweils von einem anderen Aspektblock benötigt werden, und über die Anzahl von Parametrieraugängen eine Anzahl von Parametern ausgeben können,
    • – Festlegen derjenigen Logikgrößen und/oder derjenigen Zwischengrößen und/oder derjenigen Parameter und/oder derjenigen Sensorsignale, die in der Anzahl von Aspektblöcken jeweils zur Verarbeitung benötigt werden, und die über die zugehörigen Eingänge zuzuführen sind,
    • – Festlegen derjenigen Logikgrößen und/oder derjenigen Zwischengrößen und/oder derjenigen Parameter und/oder derjenigen Ausgangssignale, die in der Anzahl von Aspektblöcken jeweils ermittelt und über die zugehörigen Ausgänge ausgegeben werden,
    • – Verbinden zumindest eines Teils der Logikeingänge und zumindest eines Teils der Logikausgänge der Anzahl von Aspektblöcken untereinander und/oder mit zumindest einem Teil der Logikeingänge und/oder zumindest einem Teil der Logikausgänge der neuen Elementarkomponente,
    • – Erstellen jeweils eines Funktionsprogramms für zumindest einen Teil der Anzahl von Aspektblöcken, wobei das jeweilige Funktionsprogramm Aspekt eigenschaften der Hardware-Komponente für denjenigen Steuerungsaspekt festgelegt, dem der jeweilige Aspektblock zugeordnet ist.
  • Das Erstellen einer neuen Elementarkomponente gemäß den vorstehend beschriebenen Einzelschritten hat den Vorteil, dass die neue Elementarkomponente programmtechnisch sämtliche Information enthält, um die Funktionalität der Hardware-Komponente, der die neu erstellte Elementarkomponente entspricht, vollständig zu beschreiben bzw. abzubilden.
  • Durch das Bereitstellen der Anzahl von Aspektblöcken und deren logische Anbindung sind alle Teilaspekte einer Sicherheitssteuerung, die für die Hardware-Komponente von Bedeutung sind, in der neuen Elementarkomponente zusammengefasst. Durch das Erstellen der zugehörigen Funktionsprogramme ist die der Hardware-Komponente innewohnende Funktionalität festgelegt. Durch das Festlegen der Größen und/oder Signale ist sichergestellt, dass alle Größen und/oder Signale, die in der neuen Elementarkomponente gemäß der Funktionalität der Hardware-Komponente benötigt werden, zur Verfügung stehen, und dass alle von der neuen Elementarkomponente auszugebenden Größen und/oder Signale bestimmt sind. Somit reicht es aus, zur Erfassung einer in der zu steuernden Anlage enthaltenen Hardware-Komponente, in dem zu erstellenden Anwenderprogramm lediglich die neu erstellte Elementarkomponente bereitzustellen.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der zuvor genannten Maßnahme wird in einem weiteren Schritt die neu erstellte Elementarkomponente in einen gekapselten Zustand überführt, wobei in diesem Zustand keine Änderungen an der neu erstellten Elementarkomponente vorgenommen werden können.
  • Die Kapselung der neu erstellten Elementarkomponente bewirkt, dass deren Komponenteneigenschaften verborgen werden. Dies bedeutet, dass der direkte Zugriff auf die innere Datenstruktur der neu erstellten Elementarkomponente unterbunden ist.
  • Ein Zugriff auf die neu erstellte Elementarkomponente ist nur über definierte Schnittstellen, nämlich deren Eingänge und/oder Ausgänge, möglich.
  • Die Komponenteneigenschaften sind durch die bereitgestellten Aspektblöcke, die in diesen hinterlegten Funktionsprogramme, die logische Anbindung der Aspektblöcke und die festgelegten Größen und/oder Signale, die der neu erstellten Elementarkomponente zuzuführen sind bzw. von dieser ausgegeben werden, festgelegt. Durch die Kapselung der neu erstellten Elementarkomponente wird die Fehlersicherheit verbessert, denn die neu erstellte Elementarkomponente kann lediglich unverändert, d. h. unter Beibehaltung ihrer Eigenschaften, beliebig oft in einem Anwenderprogramm eingesetzt werden. Üblicherweise ist vorgesehen, dass derjenige, der die gekapselte neue Elementarkomponente erstellt hat, zu einem späteren Zeitpunkt durchaus Änderungen an dieser vornehmen kann. Wohingegen der Anwender, der bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms eine gekapselte neue Elementarkomponente lediglich bereitstellt, an dieser keine Änderungen vornehmen kann.
  • Vorteilhafterweise umfasst das Erstellen einer neuen Gruppenkomponente folgende Schritte, wobei die neue Gruppenkomponente eine Anzahl von Logikeingängen und eine Anzahl von Logikausgängen aufweist:
    • – Bereitstellen einer Anzahl von Elementarkomponenten und/oder einer Anzahl von Gruppenkomponenten, wobei die Anzahl von Elementarkomponenten und/oder die Anzahl von Gruppenkomponenten jeweils eine Anzahl von Logikeingängen und eine Anzahl von Logikausgängen aufweist,
    • – Bereitstellen einer Anzahl von Aspektblöcken, die denjenigen Steuerungsaspekten zugeordnet sind, die für diejenige Hardware-Komponente, der die neue Gruppenkomponente entspricht, von Bedeutung sind, wobei die Anzahl von Aspektblöcken jeweils als Eingänge neben der Anzahl von Signaleingängen zusätzlich eine Anzahl von Logikeingängen und/oder eine Anzahl von Parametriereingängen und als Ausgänge neben der Anzahl von Signalausgängen zusätzlich eine Anzahl von Logikausgängen und/oder eine Anzahl von Parametrierausgängen aufweisen, wobei der Anzahl von Aspektblöcken jeweils über die Anzahl von Logikeingängen eine Anzahl von Logikgrößen oder eine Anzahl von Zwischengrößen, die jeweils in einem anderen Aspektblock ermittelt wurden, und über die Anzahl von Parametriereingängen eine Anzahl von Parametern zugeführt werden können, und wobei die Anzahl von Aspektblöcken jeweils über die Anzahl von Logikausgängen eine Anzahl von Logikgrößen oder eine Anzahl von Zwischengrößen, die jeweils von einem anderen Aspektblock benötigt werden, und über die Anzahl von Parametrierausgängen eine Anzahl von Parametern ausgeben können,
    • – Festlegen derjenigen Logikgrößen und/oder derjenigen Zwischengrößen und/oder derjenigen Parameter und/oder derjenigen Sensorsignale, die in der Anzahl von Aspektblöcken jeweils zur Verarbeitung benötigt werden, und über die zugehörigen Eingänge zuzuführen sind,
    • – Festlegen derjenigen Logikgrößen und/oder derjenigen Zwischengrößen und/oder derjenigen Parameter und/oder derjenigen Ausgangssignale, die in der Anzahl von Aspektblöcken jeweils ermittelt, und die über die zugehörigen Ausgänge ausgegeben werden,
    • – Verbinden zumindest eines Teiles der Logikeingänge und zumindest eines Teils der Logikausgänge der Anzahl von Aspektblöcken untereinander und/oder mit zumindest einem Teil der Logikeingänge und/oder zumindest einem Teil der Logikausgänge der Anzahl von Elementarkomponenten und/oder der Anzahl von Gruppenkomponenten und/oder mit zumindest einem Teil der Logikeingänge und/oder mit zumindest einem Teil der Logikausgänge der neuen Gruppenkomponente,
    • – Verbinden zumindest eines Teils der Logikeingänge und zumindest eines Teils der Logikausgänge der Anzahl von Elementarkomponenten und/oder der An zahl von Gruppenkomponenten untereinander und/oder mit zumindest einem Teil der Logikeingänge und/oder mit zumindest einem Teil der Logikausgänge der neuen Gruppenkomponente,
    • – Erstellen jeweils eines Funktionsprogramms für zumindest einen Teil der Anzahl von Aspektblöcken, wobei das jeweilige Funktionsprogramm Aspekteigenschaften der Hardware-Komponente für den denjenigen Steuerungsaspekt festlegt, dem der jeweilige Aspekt zugeordnet ist.
  • Das Erstellen einer neuen Gruppenkomponente gemäß den vorstehend beschriebenen Einzelschritten hat den Vorteil, dass die neue Gruppenkomponente programmtechnisch sämtliche Information enthält, um die Funktionalität der Hardware-Komponente, der die neu erstellte Gruppenkomponente entspricht, vollständig zu beschreiben bzw. abzubilden.
  • Durch das Bereitstellen der Anzahl von Aspektblöcken und deren logische Anbindung sind alle Teilaspekte einer Sicherheitssteuerung, die für die Hardware-Komponente von Bedeutung sind, in der neuen Gruppenkomponente zusammengefasst. Durch das Bereitstellen der Anzahl von Elementarkomponenten und/oder der Anzahl von Gruppenkomponenten und deren logische Anbindung sind alle in der Hardware-Komponente zusammengefassten Komponenten berücksichtigt. Durch das Erstellen der zugehörigen Funktionsprogramme ist die der Hardware-Komponente innewohnende Funktionalität festgelegt. Durch das Festlegen der Größen und/oder Signale ist sichergestellt, dass alle Größen und/oder Signale, die in der neuen Gruppenkomponente gemäß der Funktionalität der Hardware-Komponente benötigt werden, zur Verfügung stehen, und dass alle von der neuen Gruppenkomponente auszugebenden Größen und/oder Signale bestimmt sind. Somit reicht es aus, zur Erfassung einer in der zu steuernden Anlage enthaltenen Hardware-Komponente, in dem zu erstellenden Anwenderprogramm lediglich die neu erstellte Gruppenkomponente bereitzustellen.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der zuvor genannten Maßnahme wird in einem weiteren Schritt die neu erstellte Gruppenkomponente in einen gekapselten Zustand überführt, wobei in diesem Zustand keine Änderungen an der neu erstellten Gruppenkomponente vorgenommen werden können.
  • Die Vorteile, die zuvor für eine neu erstellte Elementarkomponente, die in einen gekapselten Zustand überführt wird, vorgetragen wurden, gelten in entsprechender Weise auch für eine neu erstellte Gruppenkomponente, die in einen gekapselten Zustand überführt wird. Die Komponenteneigenschaften der neu erstellten Gruppenkomponente sind durch die bereitgestellten Aspektblöcke, die in diesen hinterlegten Funktionsprogramme, die logische Anbindung der Aspektblöcke, die bereitgestellten Elementarkomponenten und/oder Gruppenkomponenten und deren logische Anbindung und die festgelegten Größen und/oder Signale, die der neu erstellten Gruppenkomponente zuzuführen sind bzw. von dieser ausgegeben werden, festgelegt. Die Komponenteneigenschaften der neu erstellten Gruppenkomponente umfassen somit auch die Komponenteneigenschaften der in ihr enthaltenen Elementarkomponenten und/oder Gruppenkomponenten.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird von der neu erstellten Software-Komponente eine Kopie erstellt, die dann als Software-Komponente bereitgestellt wird.
  • Die Vorteile, die zuvor für das Erstellen einer Kopie von der ausgewählten vordefinierten Software-Komponente vorgetragen wurden, gelten in entsprechender Weise auch für eine neu erstellte Software-Komponente, von der eine Kopie erstellt wird.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung handelt es sich bei den vordefinierten Software-Komponenten und/oder bei der neu erstellten Software-Komponente jeweils um gekapselte Software-Komponenten, an denen keine Änderungen vorgenommen werden können.
  • Bezüglich der Vorteile, die sich durch Kapselung der neu erstellten Software-Komponenten ergeben, wird auf die Ausführungen verwiesen, die vorstehend in diesem Zusammenhang für neu erstellte Elementarkomponenten und neu erstellte Gruppenkomponenten vorgetragen wurden. Diese Vorteile gelten in entsprechender Weise auch für vordefinierte Software-Komponenten. Auch deren Komponenteneigenschaften bleiben verborgen. Bei einer vordefinierten Software-Komponente ist üblicherweise vorgesehen, dass von dem Anwender des Computerprogramms, mit dem das neue Verfahren durchgeführt werden kann oder von dem Programmierer, der das Anwenderprogramm erstellt, keine Änderungen an den gekapselten Software-Komponenten vorgenommen werden können. Wohingegen seitens des Herstellers des Computerprogramms sehr wohl Änderungen an den vordefinierten Software-Komponenten vorgenommen werden können. Eine gekapselte Software-Komponente kann in beliebiger Anzahl in einem Anwenderprogramm verwendet werden. Von dieser könnenbeliebig viele Kopien erstellt und bereitgestellt werden.
  • In einer weiteren Ausgestaltung können die gekapselten Software-Komponenten in einen Bearbeitungsmodus überführt werden, wobei in diesem Bearbeitungsmodus Änderungen an den gekapselten Software-Komponenten vorgenommen werden können.
  • In dem Bearbeitungsmodus kann eine gekapselte Software-Komponente bearbeitet und somit grundlegende Änderungen an dieser vorgenommen werden. Diese Änderungen werden bei allen Kopien, die von dieser vordefinierten Software-Komponente erstellt wurden, und die in einem Anwenderprogramm als Software-Komponente bereitgestellt sind, berücksichtigt. Diese Änderungen gehen über die Modifikationen hinaus, die an einer Software-Komponente durch die Vorgabe von Parameterwerten vorgenommen werden können. Mit diesen Änderungen soll beispielsweise die Funktionalität einer Software-Komponente an die Steuerungsaufgabe angepasst werden können.
  • Die beschriebene Maßnahme hat folgenden Vorteil: wird beispielsweise während des Erstellens eines Anwenderprogramms festgestellt, dass eine vordefinierte Software- Komponente die Funktionalität derjenigen Hardware-Komponente, der die vordefinierte Software-Komponente entspricht, nicht vollständig umfasst, weil beispielsweise herstellerseitig im Herstellungsprozess Änderungen an der Hardware-Komponente vorgenommen wurden, so kann die vordefinierte Software-Komponente dahingehend bearbeitet werden, dass die Funktionalität vollständig umfasst wird. Auch kann diese Maßnahme dazu verwendet werden, unter Verwendung einer vordefinierten Software-Komponente, eine neue Software-Komponente zu erstellen. Hierzu wird die vordefinierte Software-Komponente in den Bearbeitungszustand überführt und zumindest in einem Teilumfang geändert. Dadurch ist es möglich, eine vordefinierte Software-Komponente, die die Eigenschaften einer Hardware-Komponente nicht umfassend beschreibt, so abzuändern, dass die daraus generierte neue Software-Komponente diese Eigenschaften umfassend beschreibt. Da hierfür auf eine bereits existierende vordefinierte Software-Komponente zurückgegriffen wird, führt dies zu einer Zeitersparnis bei dem Erstellen der neuen Software-Komponente. Insgesamt wird durch die vorstehend beschriebene Ausgestaltung eine größtmögliche Flexibilität beim Erstellen eines Anwenderprogramms erreicht.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der zuvor genannten Maßnahme können in dem Bearbeitungsmodus zumindest für einen Teil der Steuerungsaspekte die in den zugeordneten Aspektblöcken jeweils hinterlegten Funktionsprogramme verändert werden.
  • Durch diese Maßnahme besteht die Möglichkeit, die Funktionalität einer bestehenden Software-Komponente in einfacher Art und Weise an geänderte Gegebenheiten anzupassen. Somit ist eine große Flexibilität beim Erstellen eines Anwenderprogramms gewährleistet.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der zuvor genannten Maßnahme können für denjenigen Steuerungsaspekt, der den Teilaspekt Sicherheitssteuerung repräsentiert, die in den zugeordneten Aspektblöcken jeweils hinterlegten Funktionsprogramme nicht verändert werden.
  • Durch diese Maßnahme ist sichergestellt, dass die einmal definierte und von einer Aufsichtsbehörde abgenommene Funktionalität für die Sicherheitssteuerung erhalten bleibt. Dies trägt zur Verbesserung der Fehlersicherheit bei. Die für die Sicherheitssteuerung relevante Funktionalität kann somit nicht grundlegend verändert werden. Sie kann lediglich über Parameter in gewissen Grenzen, beispielsweise durch die Vorgabe von entsprechenden Intervallen modifiziert werden.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist zumindest in einem Teil der in der bereitgestellten Anzahl von Software-Komponenten enthaltenen Aspektblöcken jeweils ein Funktionsprogramm hinterlegt, welches Aspekteigenschaften der Hardware-Komponente für denjenigen Steuerungsaspekt festgelegt, dem der jeweilige Aspektblock zugeordnet ist, wobei in dem Funktionsprogramm Parameter verarbeitet werden, wobei für die Parameter Parameterwerte vorgegeben werden können, wobei eine Veränderung der Parameterwerte eine Modifikation der Aspekteigenschaften bewirkt.
  • Eine Veränderung der Parameterwerte führt zu einer Modifikation der Aspekteigenschaften. Die Aspekteigenschaften können somit in den Grenzen, die durch die Parameterwerte vorgegeben werden, in einfacher Art und Weise an die Eigenschaften der zu steuernden Anlage angepasst werden. Im Gegensatz zu der Maßnahme, bei der eine gekapselte Software-Komponente in einen Bearbeitungsmodus überführt wird, in welchem grundlegende Änderungen an der Software-Komponente, in erster Linie Änderungen an deren Funktionalität vorgenommen werden können, bleibt bei einer Modifikation der Aspekteigenschaften die Funktionalität der Software-Komponente dem Grunde nach erhalten.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die Parameterwerte bei dem Erstellen eines Aspektteilprogrammes für die hierbei berücksichtigten Aspektblöcke vorgegeben.
  • Das Verknüpfen der beiden Arbeitsschritte Vorgeben der Parameterwerte und Erstellen des Aspektteilprogrammes ermöglicht zum einen ein effizientes Erstellen von Anwenderprogrammen. Zum anderen wird dadurch die Fehlersicherheit verbessert. Durch die gleichzeitige Zuordnung der Sensoren zu den Signaleingängen der Aspektblöcke und die Vorgabe der Parameterwerte wird eine umfassende Betrachtung zu den einzelnen Aspektblöcken angestellt.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist in den Aspektblöcken jeweils ein Funktionsprogramm hinterlegt, welches Aspekteigenschaften einer Hardware-Komponente für denjenigen Steuerungsaspekt festlegt, dem der jeweilige Aspektblock zugeordnet ist, wobei es sich um diejenige Hardware-Komponente handelt, der diejenige Software-Komponente entspricht, die den jeweiligen Aspektblock enthält, wobei zumindest einer der mehreren untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekte und somit die für diesen festgelegten Aspekteigenschaften die Hardware-Komponente als solche betreffen.
  • Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, dass für die jeweilige Software-Komponente aspektweise, d. h. bezogen auf den einzelnen Teilaspekt einer Sicherheitssteuerung, die Funktionalitäten und somit Eigenschaften gezielt vorgegeben werden können. Somit kann das Anwenderprogramm präzise erstellt und die Gesamtfunktionalität der zu steuernden Anlage präzise bestimmt werden. Zudem ist sichergestellt, dass sämtliche für die Beschreibung der Funktionalität einer Hardware-Komponente erforderlichen Daten bzw. Information in einer einzigen Software-Komponente enthalten sind. Insgesamt wird durch diese Maßnahme die Fehlersicherheit verbessert.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung enthält zumindest ein Teil der bereitgestellten Vielzahl von Software-Komponenten neben einer Anzahl von Aspektblöcken zusätzlich eine Anzahl von Elementarkomponenten und/oder eine Anzahl von Gruppenkomponenten, wobei eine Gruppenkomponente zumindest einen Aspektblock und zumindest eine Software-Komponente enthält, wobei die enthaltene Software-Komponente selbst wiederum als Elementarkomponente oder als Gruppen komponente ausgebildet sein kann, und wobei eine Elementarkomponente lediglich zumindest einen Aspektblock enthält, wobei in der Anzahl von Aspektblöcken jeweils ein Funktionsprogramm hinterlegt ist, welches Aspekteigenschaften für denjenigen Steuerungsaspekt festlegt, dem der jeweilige Aspektblock zugeordnet ist, wobei zumindest einer der mehreren untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekte und somit die für diesen festgelegten Aspekteigenschaften das Zusammenwirken zumindest eines Teils der Anzahl von Elementarkomponenten und/oder zumindest eines Teils der Anzahl von Gruppenkomponenten betrifft.
  • Die Maßnahme, dass ein Steuerungsaspekt das Zusammenwirken mehrerer Hardware-Komponenten betrifft, die selbst wiederum in einer Hardware-Komponente angeordnet sind, hat folgenden Vorteil: Enthält eine zu steuernde Anlage eine Hardware-Komponente, die mehrere Hardware-Komponenten umfasst, so wird durch das Bereitstellen der Software-Komponente, die dieser Hardware-Komponente entspricht, gleichzeitig die Funktionalität mit bereitgestellt, die das Zusammenwirken der enthaltenen Hardware-Komponenten vorgibt. Hierdurch wird die Komplexität beim Erstellen eines Anwenderprogramms reduziert und somit die Fehlersicherheit verbessert. Ein Teilaspekt einer Sicherheitssteuerung, der das Zusammenwirken mehrerer Hardware-Komponenten betrifft, ist beispielsweise der Teilaspekt der Verriegelung.
  • Vorteilhafterweise kann es sich bei den untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekten um eine beliebige Anzahl folgender Steuerungsaspekte handeln: ein Standardsteuerungsaspekt, der den Teilaspekt Standardsteuerung repräsentiert; ein Sicherheitssteuerungsaspekt, der den Teilaspekt Sicherheitssteuerung repräsentiert; ein Diagnoseaspekt, der den Teilaspekt Diagnose repräsentiert; ein Visualisierungsaspekt, der den Teilaspekt Visualisierung repräsentiert; ein Antriebsregelungsaspekt, der den Teilsaspekt Antriebsregelung repräsentiert; ein Kühlungsaspekt, der den Teilaspekt Kühlung repräsentiert; ein Zugriffberechtigungsaspekt, der den Teilsaspekt Zugriffberechtigung repräsentiert; ein Wartungsaspekt, der den Teilsaspekt Wartung repräsentiert; ein Verriegelungsaspekt, der den Teilsaspekt Verriegelung repräsentiert; ein Handbetriebsaspekt, der den Teilsaspekt Handbetrieb repräsentiert; ein Datenverwaltungsaspekt, der den Teilsaspekt Datenverwaltung repräsentiert.
  • Somit können mehrere untereinander unterschiedliche Steuerungsaspekte gleichzeitig berücksichtigt werden, wobei jeder dieser Steuerungsaspekte einen eigenständigen Teilsaspekt der Sicherheitssteuerung repräsentiert. Die eigenständigen Teilsaspekte haben untereinander wenig Gemeinsamkeiten, weswegen sie sich dazu eignen, die Gesamtfunktionalität, die für die zu steuernde Anlage zu erstellen ist, in mehrere Teilfunktionalitäten zu unterteilen. Dadurch kann die Komplexität beim Erstellen eines Anwenderprogramms reduziert werden. Zudem wird dadurch die Möglichkeit geschaffen, dass die einzelnen Aspektteilprogramme durch einen jeweiligen Experten erstellt werden können. Insgesamt führt dies zu einer Verbesserung der Fehlersicherheit.
  • Die vorstehend aufgeführten Steuerungsaspekte können in technologiebedingte und in anwendungsbedingte Steuerungsaspekte unterteilt werden. Zu den technologiebedingten Aspekten zählen beispielsweise der Sicherheitssteuerungsaspekt, der Standardsteuerungsaspekt, der Diagnoseaspekt und der Visualisierungsaspekt. Zu den anwendungsbedingten Steuerungsaspekten zählt beispielsweise der Verriegelungsaspekt und der Handbetriebsaspekt.
  • Der Teilsaspekt Standardsteuerung betrifft diejenigen Umfänge einer Sicherheitssteuerung, in denen Standardvariablen verarbeitet werden, und die somit nicht sicher ausgelegt sein müssen. Der Teilsaspekt Sicherheitssteuerung betrifft diejenigen Umfänge einer Sicherheitssteuerung, in denen sichere Variablen verarbeitet werden, und die somit sicher ausgelegt sein müssen. Der Teilsaspekt Diagnose betrifft diejenigen Umfänge einer Sicherheitssteuerung, die für die Feststellung von Fehlern bzw. Fehlerursachen ausgebildet sind. Der Teilsaspekt Visualisierung betrifft diejenigen Umfänge einer Sicherheitssteuerung, die für die Darstellung von Daten oder Zuständen von Hardware-Komponenten ausgebildet sind. Auch sollen diejenigen Umfänge umfasst sein, die eine Interaktion des Betreibers der Anlage mit der Sicherheitssteuerung ermöglichen. Der Teilsaspekt Antriebsregelung betrifft diejenigen Umfänge einer Sicherheitssteuerung, die dazu ausgebildet sind, einen Antrieb zu regeln, und zwar im Sinne der Einstellung beispielsweise einer Drehzahl oder einer Geschwindigkeit oder einer Kraft. Der Teilsaspekt Kühlung betrifft diejenigen Umfänge einer Sicherheitssteuerung, die für die Kühlung von in der zu steuernden Anlage enthaltenen Hardware-Komponenten ausgebildet sind. Der Teilsaspekt Zugriffsberechtigung betrifft diejenigen Umfänge einer Sicherheitssteuerung, die dazu ausgebildet sind, die zu steuernde Anlage beispielsweise von einer Betriebsart Automatikbetrieb, in der das Anwenderprogramm abgearbeitet wird, in eine Betriebsart Einrichtbetrieb umzuschalten, in welcher Einstellarbeiten an der zu steuernden Anlage durchgeführt werden können. Der Teilsaspekt Wartung betrifft diejenigen Umfänge einer Sicherheitssteuerung, die auf Maßnahmen zum Erhalt der Funktionsfähigkeit der zu steuernden Anlage gerichtet sind. Der Teilsaspekt Verriegelung betrifft diejenigen Umfänge einer Sicherheitssteuerung, die dazu ausgebildet sind, dass eine zu steuernde Anlage erst dann angefahren werden kann wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, beispielsweise eine Schutztüre verriegelt ist. Ergänzend oder alternativ betrifft der Teilsaspekt Verriegelung auch diejenigen Umfänge, die dazu ausgebildet sind, dass eine in der Anlage enthaltene Hardware-Komponente erst dann einen bestimmten Zustand einnehmen kann, wenn eine andere Hardware-Komponente, mit der diese zusammenwirkt, einen vordefinierten Zustand einnimmt. Der Teilaspekt Handbetrieb betrifft diejenigen Umfänge einer Sicherheitssteuerung, die dazu ausgebildet sind, die zu steuernde Anlage von einem Automatikbetrieb in einen Handbetrieb umzuschalten, in welchem schrittweise die einzelnen Schritte des Anwenderprogramms abgefahren werden können. Der Teilsaspekt Datenverwaltung betrifft diejenigen Umfänge einer Sicherheitssteuerung, die dazu ausgebildet sind, Daten zu sammeln und zu speichern (im Sinne von SCADA; Supervisory Control and Data Acquisition).
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden zusätzlich zu der Vielzahl von Software-Komponenten eine Anzahl von Aspektblöcken bereitgestellt, wobei diese Anzahl von Aspektblöcken bei dem Erstellen eines Aspektteilprogrammes berücksichtigt werden.
  • Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, dass für die Hardware-Komponenten, denen die Vielzahl von bereitgestellten Software-Komponenten entsprechen, Aspekteigenschaften vergeben werden können. Beispielsweise kann somit das Zusammenwirken dieser Hardware-Komponenten, vorzugsweise im Sinne einer Verriegelung, festgelegt werden.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Anwenderprogramm hierarchisch strukturiert, wobei durch die bereitgestellte Vielzahl von Software-Komponenten eine Hierarchieebene festgelegt wird, bei der es sich um die oberste Hierarchieebene handelt und wobei durch zumindest eine Software-Komponente, die in einer derjenigen Software-Komponenten enthalten ist, die zu der bereitgestellten Vielzahl von Software-Komponenten gehört, eine weitere, unterhalb der obersten Hierarchieebene liegende Hierarchieebene festgelegt wird.
  • Diese Ausgestaltung der Erfindung stellt eine Maßnahme dar, mit der die Komplexität bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms reduziert werden kann. Somit steht neben der durch den neuen Ansatz begründeten Maßnahme eine zweite Maßnahme zur Reduzierung der Komplexität zur Verfügung. Wie bereits ausgeführt, wird durch die Maßnahme, die durch den neuen Ansatz begründet ist, eine vertikale Unterteilung der Gesamtfunktionalität der zu steuernden Anlage erreicht. Dahingegen bewirkt die Maßnahme der Hierarchisierung aufgrund der unterschiedlichen Hierarchieebenen eine Unterteilung der Gesamtfunktionalität in horizontaler Richtung. Die beiden Maßnahmen haben somit unterschiedliche Ordnungs- oder Gliederungsrichtungen, weswegen sie sich bei gleichzeitiger Anwendung nicht nachteilig gegenseitig beeinflussen. Somit lassen sich diese beiden Maßnahmen bzw. Strukturierungsansätze problemlos miteinander kombinieren, weswegen deren Kombination besonders konsequent ist. Die Komplexität lässt sich sehr stark reduzieren und somit die Übersichtlichkeit sehr stark steigern, was letztendlich zu einer sehr starken Verbesserung der Fehlersicherheit führt.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der zuvor genannten Maßnahme werden zusätzlich zu der Vielzahl von Software-Komponenten eine Anzahl von Aspektblöcken bereitgestellt, wobei zumindest ein Teil der Vielzahl von Software-Komponenten und zumindest ein Teil der Anzahl von Aspektblöcken zu einer neuen Software-Komponente zusammengefasst werden können, wodurch eine neue oberste Hierar chieebene festgelegt wird, unterhalb der die bisherige oberste Hierarchieebene als zweitoberste Hierarchieebene liegt.
  • Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, dass in einem beliebigen Stadium bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms innerhalb der obersten Hierarchieebene ein Teil der Vielzahl von Software-Komponenten unter Berücksichtigung entsprechend erforderlicher Aspektblöcke zu einer neuen Software-Komponente zusammengefasst werden können, um dadurch die in der obersten Hierarchieebene erreichte Komplexität zu reduzieren. Vorteilhafterweise kann diese Maßnahme auch für eine bereits existierende, unterhalb der obersten Hierarchieebene liegende weitere Hierarchieebene in entsprechender Weise angewandt werden. Somit steht eine Maßnahme zur Verfügung, mit der sich für eine beliebige Hierarchieebene die in dieser Hierarchieebene erreichte Komplexität reduzieren lässt.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Anwenderprogramm in eine Vielzahl von Hierarchieebenen strukturiert, von denen eine ausgewählt werden kann, wobei bei dem Erstellen eines Aspektteilprogramms ferner lediglich diejenigen Aspektblöcke berücksichtigt werden, die in der ausgewählten Hierarchieebene enthalten sind.
  • Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, dass die Anzahl der bei dem Erstellen eines Aspektteilprogrammes zu berücksichtigenden Aspektblöcke reduziert werden kann. Dadurch wird die Komplexität beim Erstellen eines Anwenderprogramms weiter reduziert und die Fehlersicherheit weiter verbessert.
  • Insgesamt sind bei dem Erstellen eines Aspektteilprogrammes alle Aspektblöcke zu berücksichtigen, die dem jeweils betrachteten Steuerungsaspekt zugeordnet sind. Da nun lediglich diejenigen Aspektblöcke berücksichtigt werden, die in der ausgewählten Hierarchieebene enthalten sind, wird für die ausgewählte Hierarchieebene jeweils ein Programmfragment erstellt. Für die nicht ausgewählten Hierarchieebenen wird ebenfalls ein gemeinsames Programmfragment erstellt. Die einzelnen Programm fragmente werden dann zu dem zu erstellenden Aspektteilprogramm zusammengefügt. Eine alternative Vorgehensweise besteht darin, dass für jede der ausgewählten Hierarchieebenen ein eigenständiges Aspektteilprogramm erstellt wird und für die nicht ausgewählten Hierarchieebenen ein gemeinsames Aspektteilprogramm erstellt wird. Dies bedeutet, dass sich die Anzahl der erstellten Aspektteilprogramme erhöht.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann eine der Hierarchieebenen als Referenzhierarchieebene festgelegt werden, wobei sowohl für die Referenzhierarchieebene als auch für diejenigen Hierarchieebenen, die in der Hierarchie oberhalb der Referenzhierarchieebene liegen, jeweils ein eigenständiges Aspektteilprogramm erstellt wird, wobei beim Erstellen des jeweiligen eigenständigen Aspektteilprogramms lediglich diejenigen Aspektblöcke berücksichtigt werden, die in der jeweiligen Hierarchieebene enthalten sind, und wobei für die Hierarchieebenen, die unterhalb der Referenzhierarchieebene liegen, ein Aspektteilprogramm erstellt wird, wobei beim Erstellen des Aspektteilprogramms sämtliche in diesen Hierarchieebenen enthaltenen Aspektblöcke berücksichtigt werden.
  • Diese Maßnahme ermöglicht ein besonders effizientes Erstellen eines Anwenderprogramms. Die Referenzhierarchieebene kann so festgelegt werden, dass lediglich diejenigen Hierarchieebenen einer Einzelbetrachtung unterzogen werden, für die dies zu einer merklichen Reduzierung der Komplexität führt. Dagegen werden diejenigen Hierarchieebenen gemeinsam betrachtet, für die die Anzahl der zu berücksichtigenden Aspektblöcke überschaubar ist. Vorteilhafterweise kann die Referenzhierarchieebene vom Programmierer des Anwenderprogramms festgelegt und somit an seine Bedürfnisse angepasst werden.
  • Vorteilhafterweise weist zumindest ein Teil der Aspektblöcke zumindest folgende Einheiten auf, wobei jeder der Aspektblöcke über eine Anzahl von Eingängen verfügt, über die dem jeweiligen Aspektblock Eingangssignale zugeführt werden können, und über eine Anzahl von Ausgängen verfügt, über die der jeweilige Aspektblock Ausgangssignale ausgeben kann:
    • – eine Identifiziereinheit, in der eine Kennung hinterlegt ist, die denjenigen Steuerungsaspekt festlegt, dem der Aspektblock zugeordnet ist,
    • – eine Funktionseinheit, in der ein Funktionsprogramm hinterlegt ist, mit dem eine Aspekteigenschaft derjenigen Hardware-Komponente festgelegt wird, der diejenige Software-Komponente entspricht, in der der Aspektblock enthalten ist,
    • – eine Parametereinheit, in der Parameterwerte für Parameter, die in dem Funktionsprogramm verarbeitet werden, hinterlegt sind,
    • – eine Interfaceeinheit, in der die Anzahl von Eingängen und die Anzahl von Ausgängen des Aspektblockes zusammengefasst sind.
  • Dieser strukturierte Aufbau der Aspektblöcke ermöglicht zum einen ein effizientes Erstellen eines Anwenderprogramms. Zum anderen gewährleistet er durch die Aufteilung in Funktionseinheit, in Parametereinheit und in Interfaceeinheit ein hinsichtlich Geschwindigkeit und Speicherplatzbedarf optimiertes Anwenderprogramm. Was den Aufbau der Aspektblöcke angeht, so ist es denkbar, dass diese auf jeden Fall jeweils eine Identifiziereinheit, eine Funktionseinheit und eine Interfaceeinheit aufweisen. Die Parametereinheit kann lediglich bei Bedarf, d. h. wenn in dem Funktionsprogramm Parameter vorgesehen sind, vorhanden sein. Diese Vorgehensweise ist hinsichtlich des Speicherplatzbedarfes, der für das erstellte Anwenderprogramm benötigt wird, von Vorteil.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist zumindest ein Teil der Software-Komponenten zumindest folgende Einheiten auf, wobei jede der Software-Komponenten über eine Anzahl von Eingängen verfügt, über die der jeweiligen Software-Komponente Eingangssignale zugeführt werden können, und über eine Anzahl von Ausgängen verfügt, über die die jeweilige Software-Komponente Ausgangssignale ausgeben kann:
    • – eine Anzahl von Aspektblöcken,
    • – eine Anzahl von Elementar- und/oder Gruppenkomponenten, wobei eine Gruppenkomponente zumindest einen Aspektblock und zumindest eine Software-Komponente enthält, wobei die enthaltene Software-Komponente selbst wiederum als Elementarkomponente oder als Gruppenkomponente ausgebildet sein kann, und wobei eine Elementarkomponente lediglich zumindest einen Aspektblock enthält,
    • – eine Interface-Einheit, in der die Anzahl von Eingängen sowie die Anzahl von Ausgängen der Software-Komponente zusammengefasst sind.
  • Der einheitliche Aufbau der Software-Komponenten gewährleistet Kompatibilität der Software-Komponenten untereinander. Dies ermöglicht ein besonders effizientes Erstellen eines Anwenderprogramms. Gleichzeitig werden mit Blick auf das logische Verknüpfen der Software-Komponenten Fehlerquellen eliminiert, was zur Verbesserung der Fehlersicherheit beiträgt. Vorzugsweise weisen alle Software-Komponenten diesen Aufbau auf.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung handelt es sich bei den Eingängen um eine Anzahl von Signaleingängen und/oder um eine Anzahl von Logikeingängen und/oder um eine Anzahl von Parametriereingängen, und bei den Ausgängen um eine Anzahl von Signalausgängen und/oder um eine Anzahl von Logikausgängen und/oder um eine Anzahl von Parametrierausgängen, wobei über die Anzahl von Signaleingängen eine Anzahl von Eingangssignalen und über die Anzahl von Logikeingängen eine Anzahl von Logikgrößen und über die Anzahl von Parametriereingängen eine Anzahl von Parameter zugeführt werden können, und wobei über die Anzahl von Signalausgängen eine Anzahl von Ausgangssignalen und über die Anzahl von Logikausgängen eine Anzahl von Logikgrößen und über die Anzahl von Parametrierausgängen eine Anzahl von Parameter ausgegeben werden können.
  • Die Bündelung sowohl der Eingänge als auch der Ausgänge in drei Typen von Schnittstellen, nämlich Logikschnittstellen, Parameterschnittstellen und Hardwareschnittstellen für die Signale gewährleistet ein hohes Maß an Kompatibilität. Dies ermöglicht ein effizientes Erstellen eines Anwenderprogramms. Gleichzeitig werden mögliche Fehler beim Verbinden von Software-Komponenten und/oder von Aspektblöcken reduziert, wodurch die Fehlersicherheit verbessert wird. Die Anzahl der Eingänge und Ausgänge, die dem jeweiligen Schnittstellentyp zugeordnet sind, ist gemäß den jeweiligen Gegebenheiten variabel.
  • Vorteilhafterweise sind die in den Aspektblöcken jeweils enthaltenen Interfaceeinheiten und die in den Software-Komponenten jeweils enthaltenen Interfaceeinheiten funktionell identisch aufgebaut.
  • Diese Maßnahme stellt optimale Kompatibilität sicher. So sind die Software-Komponenten untereinander kompatibel. Auch sind die Aspektblöcke untereinander kompatibel. Ferner ist Kompatibilität zwischen Aspektblöcken und Software-Komponenten gewährleistet. Dies ermöglicht einerseits ein effizientes Erstellen eines Anwenderprogramms und andererseits eine Verbesserung der Fehlersicherheit.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist in den Aspektblöcken jeweils ein Funktionsprogramm hinterlegt, welches Aspekteigenschaften einer Hardware-Komponente für denjenigen Steuerungsaspekt festlegt, dem der jeweilige Aspektblock zugeordnet ist, wobei es sich um diejenige Hardware-Komponente handelt, der diejenige Software-Komponente entspricht, die den jeweiligen Aspektblock enthält, wobei die einzelnen Funktionsprogramme unter Verwendung einer Programmiersprache erstellt werden, die jeweils aus einer Vielzahl unterschiedlicher Programmiersprachen ausgewählt wird.
  • Diese Maßnahme stellt sicher, dass für das Erstellen der einzelnen Funktionsprogramme die jeweils am besten geeignete Programmiersprache zum Einsatz kommt. Dabei kann vorgesehen sein, dass durch das Computerprogramm, mit dem das neue Verfahren durchgeführt werden kann, die nach objektiven Kriterien festgelegte, am besten geeignete Sprache jeweils ausgewählt bzw. vorgegeben wird. Dies kann für einzelne Teilaspekte, beispielsweise den Teilaspekt der Visualisierung oder den Teilaspekt der Diagnose von Vorteil sein. Alternativ oder ergänzend ist vorgesehen, dass der Programmierer, der ein Anwenderprogramm erstellt, nach subjektiven Kriterien die am besten geeignete Programmiersprache auswählen kann. Als Vielzahl unterschiedlicher Programmiersprachen, aus denen ausgewählt werden kann, kommen beispielsweise die in der europäischen Norm EN 61131 unter Teil 3 aufgeführten Sprachen Instruction List, Ladder Diagram, Function Block Diagram, Sequential Function Chart und Structured Text in Frage. Als weitere Programmiersprache kann auch die Sprache Continious Function Chart berücksichtigt werden. Mit der Wahl der am besten geeigneten Programmiersprache wird auch sichergestellt, dass der am besten geeignete Editor zum Einsatz kommt.
  • Vorteilhafterweise werden die Software-Komponenten und/oder die Aspektblöcke mittels grafischer Symbole auf einer Benutzeroberfläche dargestellt.
  • Aufgrund dieser Maßnahme ist es möglich, den eigentlichen Vorgang des Programmierens besonders anschaulich und übersichtlich zu gestalten, wodurch Fehlerquellen aufgrund menschlichen Versagens oder Flüchtigkeit erheblich reduziert werden. Die Fehlersicherheit wird erheblich gesteigert.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung erfolgt das Bereitstellen der Software-Komponenten und/oder das Bereitstellen der Aspektblöcke unter Verwendung einer Drag & Drop-Funktion.
  • Eine Drag & Drop-Funktion ist an sich bereits von grafischen Benutzeroberflächen handelsüblicher PCs bekannt. Hierbei wird ein Element mit einem Eingabegerät, beispielsweise mit Hilfe einer sogenannten Maus, markiert und sodann mit Hilfe des Eingabegerätes an eine gewünschte Stelle verschoben oder kopiert. Eine solche Art der Auswahl ist für den Programmierer sehr einfach und komfortabel. Infolgedessen sind Fehlbedienungen und sich daraus ergebende Fehlerquellen beim Programmieren weiter erheblich reduziert.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung erfolgt das Verbinden von Eingängen und Ausgängen der Software-Komponenten und/oder das Verbinden von Eingängen und Ausgängen der Aspektblöcke durch Ziehen grafischer Linien.
  • Diese Maßnahme stellt eine einfache und somit wenig fehleranfällige Handhabe dar. Dadurch wird die Fehlersicherheit verbessert.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird für eine Vielzahl der untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekte jeweils ein Aspektteilprogramm erstellt, wobei das Erstellen der einzelnen Aspektteilprogramme getrennt erfolgt.
  • Aufgrund dieser Maßnahme wird die Komplexität bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms in starkem Maße reduziert. Das Erstellen der einzelnen Aspektteilprogramme kann vorteilhafterweise zeitlich getrennt erfolgen, so dass zeitlich nacheinander die einzelnen Aspektteilprogramme erstellt werden. Alternativ oder ergänzend kann auch eine räumliche Trennung vorgesehen werden. Bei einer räumlichen Trennung werden die einzelnen Aspektteilprogramme jeweils unter Verwendung einer eigenen grafischen Benutzeroberfläche erstellt. Hierdurch ist es u. a. möglich, mehrere Aspektteilprogramme zeitlich parallel zu erstellen, wenn die einzelnen grafischen Benutzeroberflächen auf einem Monitor dargestellt sind. Dies ermöglicht ein besonders effizientes Erstellen eines Anwenderprogramms.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden bei dem Erstellen eines Aspektteilprogrammes für einen Steuerungsaspekt sämtliche Aspektblöcke, die in der Vielzahl von Software-Komponenten enthalten und diesem Steuerungsaspekt zugeordnet sind, berücksichtigt.
  • Diese Maßnahme gewährleistet innerhalb eines Steuerungsaspektes eine einheitliche Handhabe und trägt somit zur Verbesserung der Fehlersicherheit bei.
  • Das neue Verfahren und die neue Vorrichtung haben folgende weitere Vorteile: War bisher der Einsatz verschiedener Computerprogramme oder Werkzeuge für das Erstellen eines Anwenderprogramms erforderlich – üblicherweise musste für jeden Teilaspekt ein anderes verwendet werden – so kommt man nun mit einem einzigen aus. Dadurch werden Kompatibilitätsprobleme vermeiden, die auftreten können, wenn das Anwenderprogramm unter Verwendung mehrerer Computerprogramme oder Werkzeuge erstellt wird. Es sind nicht mehrere Computerprogramme oder Werkzeuge zu beherrschen, es reicht aus, sich in eines einzuarbeiten. Bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms können alle Teilaspekte ganzheitlich berücksichtigt werden.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der neuen Vorrichtung in Verbindung mit einer Sicherheitssteuerung, für die ein Anwenderprogramm zu erstellen ist,
  • 2 eine vereinfachte Darstellung einer ersten grafischen Oberfläche zum Bereitstellen von Software-Komponenten,
  • 3 eine vereinfachte Darstellung einer zweiten grafischen Oberfläche zum Erstellen eines Komponententeilprogramms und von Aspektteilprogrammen,
  • 4 eine schematische Darstellung einer durch das zu erstellende Anwenderprogramm zu steuernden Anlage,
  • 5 eine schematische Darstellung der für die zu steuernde Anlage in einer obersten Hierarchieebene des Anwenderprogramms bereitgestellten Software-Komponenten und Aspektblöcke,
  • 6 eine schematische Darstellung einer Teilkomponente der zu steuernden Anlage,
  • 7 eine schematische Darstellung der für die Teilkomponente bereitgestellten Software-Komponenten und Aspektblöcke,
  • 8 eine schematische Darstellung einer in der Teilkomponente enthaltenen Unterkomponente und deren Einzelkomponenten,
  • 9 eine schematische Darstellung der für die Unterkomponente bereitgestellten Software-Komponenten und Aspektblöcke,
  • 10 eine schematische Darstellung der für eine in der Unterkomponente enthaltenen Einzelkomponente bereitgestellten Aspektblöcke,
  • 11 eine schematische Darstellung der für einen Not-Aus-Taster bereitgestellten Aspektblöcke,
  • 12 in einer schematischen Darstellung den prinzipiellen Aufbau eines Aspektblockes,
  • 13 in einer schematischen Darstellung den prinzipiellen Aufbau einer Software-Komponente, und
  • 14 in einer Übersichtsdarstellung die hierarchische Struktur eines erstellten Anwenderprogramms.
  • In 1 ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung in seiner Gesamtheit mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.
  • Die Vorrichtung 10 beinhaltet einen herkömmlichen PC 12 mit einem Monitor 14, auf dem ein Computerprogramm 16 ausgeführt wird. Das Computerprogramm 16 ermöglicht das Erstellen eines Anwenderprogramms 38 für eine Sicherheitssteuerung. Es wird in der Fachterminologie daher häufig auch als Programmiertool bezeichnet.
  • Die zu programmierende Sicherheitssteuerung, für die ein Anwenderprogramm zu erstellen ist, ist in 1 mit der Bezugsziffer 18 bezeichnet. Sie ist hier zweikanaligredundant aufgebaut, um die erforderliche Fehlersicherheit zum Steuern sicherheitskritischer Prozesse zu erreichen. Stellvertretend für den zweikanaligen Aufbau sind in 1 zwei voneinander getrennte Prozessoren 20, 22 dargestellt, die über eine bidirektionale Kommunikationsschnittstelle 24 miteinander in Verbindung stehen, um sich gegenseitig kontrollieren und Daten austauschen zu können. Bevorzugt sind die beiden Kanäle der Sicherheitssteuerung 18 und die beiden Prozessoren 20, 22 diversitär, d. h. verschieden voneinander aufgebaut, um systematische Fehler weitgehend auszuschließen.
  • Mit der Bezugsziffer 26 ist eine Ein-/Ausgabeeinheit bezeichnet, die mit jedem der beiden Prozessoren 20, 22 in Verbindung steht. Die Ein-/Ausgabeeinheit nimmt Eingangssignale 28 von externen Sensoren 30 auf und leitet diese in einem angepassten Datenformat an jeden der beiden Prozessoren 20, 22 weiter. Ferner erzeugt die Ein-/Eingabeeinheit in Abhängigkeit von den Prozessoren 20, 22 Ausgangssignale 32, mit denen Aktoren 34 angesteuert werden.
  • Bei den Sensoren 30 handelt es sich beispielsweise um Not-Aus-Taster, Zwei-Hand-Taster, Schutztürschalter, Drehzahlüberwachungsgeräte, Lichtschranken, Sicherheitsschalter, Endlagenschalter oder andere Sensoren zur Aufnahme sicherheitsrelevanter Größen. Für den bevorzugten Fall, dass die Sicherheitssteuerung auch den Teilaspekt Antriebsregelung umfasst, können die Sensoren 30 auch Sensoren umfassen, die üblicherweise bei Standardsteuerungen eingesetzt werden und mit denen dann im Rahmen der Antriebsregelung eine zu regelnde Größe erfasst werden kann. Beispielsweise kann es sich um Sensoren zur Aufnahme von Kräften oder Geschwindigkeiten oder Drehwinkeln handeln. Die vorstehenden Aufzählungen sollen keinen abschließenden Charakter haben.
  • Die Aktoren 34 sind beispielsweise Schütze, mit denen die Stromversorgung eines Antriebes oder einer kompletten Maschine abgeschaltet werden kann. Bei den Aktoren 34 kann es sich aber auch um Aktoren zur Realisierung einer Bewegung handeln, beispielsweise Motoren oder Zylinder, insbesondere pneumatisch ausgebildete Zylinder, wie sie beispielsweise für eine Linearbewegung zum Einsatz kommen.
  • Mit der Bezugsziffer 36 ist eine Chipkarte bezeichnet, auf der hier ein Anwenderprogramm 38 abgespeichert wird. Das Anwenderprogramm 38 wird mit Hilfe der Vorrichtung 10 erstellt und es legt die von der Sicherheitssteuerung 18 durchzuführenden Steuerungsaufgaben fest. Diese Steuerungsaufgaben wiederum legen die Gesamtfunktionalität der mit der Sicherheitssteuerung zu steuernden Anlage fest. Die Verwendung einer Chipkarte 36 als Speichermedium ermöglicht einen einfachen Austausch des Anwenderprogramms 38 auch ohne direkten Anschluss an die Vorrichtung 10. Alternativ kann das Anwenderprogramm 38 über eine Datenschnittstelle in einen Speicher der Sicherheitssteuerung 18 geladen werden.
  • Das Computerprogramm 16 stellt auf dem Monitor 14 nachfolgend näher erläuterte Benutzeroberflächen bereit. Die Benutzeroberflächen stellen einem Programmierer Software-Komponenten und Aspektblöcke bereit, und sie ermöglichen ihm das Erstellen eines Komponententeilprogramms und von Aspektteilprogrammen, wobei das Komponententeilprogramm und die Aspektteilprogramme zu dem Anwenderprogramm 38 zusammengefügt werden.
  • Das Bereitstellen der Software-Komponenten und der Aspektblöcke sowie das Erstellen des Komponententeilprogramms und der Aspektteilprogramme ist in 1 durch einen Funktionsblock 40 symbolisiert. Nachdem der Programmierer die gewünschten Software-Komponenten und Aspektblöcke bereitgestellt, die Software-Komponenten ggf. parametriert und das Komponententeilprogramm und die Aspektteilprogramme erstellt hat, wird dies alles in einem Speicher 42 des PCs abgespeichert. Bevorzugt wird es dort zusätzlich mit zumindest einer CRC (Cyclic Redundancy Check) Prüfsumme abgesichert. Von dem Speicher 42 aus kann das Anwenderprogramm dann auf die Chipkarte 36 oder direkt auf die Sicherheitssteuerung 18 übertragen werden. Durch Absicherung mit der CRC wird dabei sichergestellt, dass das übertragene Anwenderprogramm mit dem zuvor generierten und im Speicher 42 abgelegten Anwenderprogramm übereinstimmt.
  • Das Anwenderprogramm 38 enthält hier sowohl Steuerungsaufgaben, die nach dem Stand der Technik üblicherweise mit einer nicht-sicheren Standardsteuerung ausgeführt werden und insofern einem Standardsteuerungsaspekt zuzuordnen sind, als auch Steuerungsaufgaben, die sicherheitsrelevant sind und daher dem Sicherheitssteuerungsaspekt zuzuordnen sind. Die Sicherheitssteuerung 18 verfügt über ein Bussystem, über welches der gesamte Datenaustausch zwischen einzelnen Komponenten der Sicherheitssteuerung 18 läuft, der bei der Abarbeitung des Anwenderprogramms 38 anfällt. D. h. über dieses Bussystem erfolgt der Datenaustausch sowohl für den Fall, dass Steuerungsaufgaben, die dem Standardsteuerungsaspekt zugeordnet sind, als auch Steuerungsaufgaben, die dem Sicherheitssteuerungsaspekt zugeordnet sind, abgearbeitet werden.
  • In 2 ist eine erste grafische Oberfläche, die das Computerprogramm 16 dem Programmierer auf dem Monitor 14 bereitstellt, in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer 50 bezeichnet.
  • Die erste grafische Benutzeroberfläche 50 beinhaltet ein Software-Komponenten-Feld 52, welches eine Menge 54 vordefinierter Software-Komponenten in Form von grafischen Symbolen enthält, wobei die einzelnen vordefinierten Software-Komponenten mit den Bezugsziffern 56, 58, 60, 62 bezeichnet sind. Die vordefinierten Software-Komponenten 56 bis 62 wurden vom Anbieter des Computerprogramms 16, mit dem das neue Verfahren zum Erstellen eines Anwenderprogramms 38 durchgeführt werden kann, erstellt und sind in einer in diesem Computerprogramm 16 enthaltenen Datenbank oder Bibliothek abgelegt. Durch die in 2 für die vordefinierten Software-Komponenten 56 bis 62 vergebenen Bezeichnungen SK 1, SK 2, SK 3 und SK n ist angedeutet, dass die Menge 54 vordefinierter Software-Komponenten mehr als die in 2 dargestellten vordefinierten Software-Komponenten 52 bis 62 umfassen kann.
  • Das Software-Komponenten-Feld 52 enthält eine Menge 64 neu erstellter Software-Komponenten in Form von grafischen Symbolen, wobei die einzelnen neu erstellten Software-Komponenten mit den Bezugsziffern 66, 68, 70 bezeichnet sind. Bei den neu erstellten Software-Komponenten 66 bis 70 handelt es sich um solche Software-Komponenten, die vom Programmierer beim Erstellen des Anwenderprogramms 38 für in der zu steuernden Anlage enthaltene Hardware-Komponenten, für die keine entsprechende vordefinierte Software-Komponente in der Datenbank oder Bibliothek des Computerprogramms 16 enthalten sind, erstellt wurden und anschließend gekapselt wurden. In entsprechender Weise sind auch die vordefinierten Software-Komponenten 56 bis 62 gekapselt.
  • Durch die Kapselung wird erreicht, dass die Eigenschaften bzw. die Funktionalität der vordefinierten Software-Komponenten 56 bis 62 und der neu erstellten Software-Komponenten 66 bis 70 nicht mehr verändert werden kann, nachdem diese erstellt wurden. Die für die neu erstellten Software-Komponenten 66 bis 70 verwendeten Bezeichnungen SK n + 1, SK n + 2 und SK n + 3 zeigen an, dass die in dem Computerprogramm 16 enthaltene Datenbank oder Bibliothek um diese Software-Komponenten erweitert wird. Somit können diese Software-Komponenten zu einem späteren Zeitpunkt, wenn beispielsweise ein weiteres Anwenderprogramm erstellt werden soll, zusätzlich zu den herstellerseitig vordefinierten Software-Komponenten 56 bis 62 verwendet werden.
  • Zur besseren Unterscheidung sind im Software-Komponenten-Feld 52 die vordefinierten Software-Komponenten 56 bis 62 in durchgezogenen Linien dargestellt und die neu erstellten Software-Komponenten 66 bis 70 in gestrichelten Linien dargestellt. Ferner sind im Software-Komponenten-Feld 52 Software-Komponenten, die als so genannte Elementarkomponenten ausgeführt sind, mit einem kleinen Block dargestellt, während Software-Komponenten, die als Gruppenkomponenten ausgeführt sind, mit einem großen Block dargestellt sind. Diese Darstellungsformen haben für die gesamte 2 Gültigkeit. Ferner sei erwähnt, dass sowohl die vordefinierten Software-Komponenten 56 bis 62, als auch die neu erstellten Software-Komponenten 66 bis 70 jeweils auswählbar sind.
  • Die erste grafische Benutzeroberfläche 50 beinhaltet ein Aspektblock-Feld 72, welches eine Menge 74 auswählbarer Aspektblöcke in Form von grafischen Symbolen enthält, wobei die einzelnen Aspektblöcke hier mit den Bezugsziffern 76, 78, 80, 82, 84, 86 bezeichnet sind.
  • Jeder der Aspektblöcke 76 bis 86 ist einem von mehreren untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekten zugeordnet, wobei jeder dieser Steuerungsaspekte einen eigenständigen Teilaspekt der Sicherheitssteuerung repräsentiert. Die für die Aspektblöcke 76 bis 86 verwendeten Bezeichnungen Ab 1, Ab 2, Ab 3, Ab 4, Ab 5, und Ab n sollen andeuten, dass in dem Computerprogramm 16 mehr als die in 2 dargestellten Aspektblöcke zur Verfügung stehen können. Die Aspektblöcke 76 bis 86 sind in einer im Computerprogramm 16 enthaltenen Datenbank oder Bibliothek abgelegt.
  • Die erste grafische Benutzeroberfläche 50 beinhaltet ferner ein Arbeitsfeld 88. Mit Hilfe dieses Arbeitsfeldes 88 können bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms 38 vom Programmierer neue Software-Komponenten erstellt werden.
  • Mit der Bezugsziffer 90 ist eine zu erstellende erste neue Software-Komponente bezeichnet, die als Elementarkomponente ausgeführt ist. Für die zu erstellende erste neue Software-Komponente 90 wird eine Anzahl 92 von Aspektblöcken bereitgestellt. Das Bereitstellen eines Aspektblockes erfolgt, indem der entsprechende in dem Aspektblock-Feld 72 enthaltene Aspektblock 76 bis 86 mit Hilfe einer Drag & Drop-Funktion der zu erstellenden neuen Software-Komponente hinzugefügt wird, wie dies anhand des Pfeils 94 beispielhaft dargestellt ist. In diesem Beispiel wird eine Kopie 96 des ausgewählten Aspektblockes 80 erstellt. Programmtechnisch wird bei diesem Vorgang ein Speicherbereich bereitgestellt, in dem die Funktionalität bzw. die Eigenschaften hinterlegt werden, die der ausgewählte Aspektblock 80 vorgibt. An dieser Stelle sei angemerkt, dass dieser programmtechnische Zusammenhang in entsprechender Weise auch für nachfolgende Ausführungen hinsichtlich des Erstellens einer Kopie eines Aspektblockes und/oder des Erstellen einer Kopie einer Software-Komponente gilt.
  • Für die bereitgestellte Anzahl 92 von Aspektblöcken sind diejenigen Logikgrößen und/oder diejenigen Zwischengrößen und/oder diejenigen Parameter und/oder diejenigen Signale festzulegen, die dem jeweiligen Aspektblock zur Bearbeitung über zugehörige Eingänge zuzuführen sind oder die von dem jeweiligen Aspektblock ermittelt und von diesem über zugehörige Ausgänge ausgegeben werden. Dieses Festlegen kann beispielsweise durch Zuweisungen erfolgen, die unter Verwendung einer textuellen Programmiersprache in einem Eingabefeld 98 eingegeben werden. In diesem Stadium werden die Größen und/oder Parameter und/oder Signale lediglich dem Grunde nach festgelegt. Die Festlegung der konkreten Sensoren und/oder Aktoren, die mit dem jeweiligen Aspektblock zu verbinden sind, erfolgt in einem späteren, noch zu beschreibenden Schritt.
  • Jeder Aspektblock enthält Logikeingänge und Logikausgänge. Zumindest ein Teil dieser Logikeingänge und zumindest ein Teil dieser Logikausgänge sind untereinander und/oder mit Logikeingängen und/oder mit Logikausgängen, die die erste neue Software-Komponente 90 aufweist, zu verbinden. Dies ist beispielhaft mit einer Verbindung 100 angedeutet. Diese Verbindungen können beispielsweise grafisch durch Ziehen von Linien erzeugt werden. Dass keine Verbindungen zwischen einem Aspektblock und der ersten neuen Software-Komponente 90 dargestellt ist, soll keine einschränkende Wirkung haben. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird auf die Darstellung der Logikeingänge verzichtet.
  • Ferner ist zumindest für einen Teil der bereitgestellten Anzahl 92 von Aspektblöcken jeweils ein Funktionsprogramm zu erstellen. Unter Verwendung einer der in der europäischen Norm IEC/EN 61131 beschriebenen Sprachen kann dies jeweils durch Eingabe entsprechender Anweisungen in dem Programmierfeld 98 erfolgen.
  • Ist die erste neue Software-Komponente 90 erstellt, d. h. sind alle für das Erstellen dieser Software-Komponente erforderlichen Schritte durchgeführt, wird diese Software-Komponente gekapselt und in dem Software-Komponenten-Feld 52 wird eine neu erstellte Software-Komponente 66 angelegt, was durch einen Pfeil 102 angedeutet ist. Diese kann dann in einem noch zu beschreibenden Bereitstellungsfeld 104 bereitgestellt werden, was durch einen Pfeil 106 angedeutet ist. In dem Bereitstellungsfeld 104 wird eine Kopie 108 der neu erstellten Software-Komponente 66 angelegt. Programmtechnisch bedeutet dies, dass ein Speicherbereich reserviert wird, in dem die Funktionalität bzw. die Eigenschaften hinterlegt sind, die durch die neu erstellte Software-Komponente 66 vorgegeben sind.
  • Alternativ zu der durch die Pfeile 102, 106 dargestellten Abfolge ist es denkbar, dass die erstellte erste neue Software-Komponente 90 direkt in dem Bereitstellungsfeld 104 bereitgestellt wird und nicht erst in das Software-Komponenten-Feld 52 übertragen bzw. in diesem angelegt wird. Nachdem die erste neue Software-Komponente 90 bereitgestellt wurde, kann dann in dem Software-Komponenten-Feld 52 eine neu erstellte Software-Komponente 66 angelegt werden, sofern der Programmierer des Anwenderprogramms dieses wünscht.
  • Mit der Bezugsziffer 110 ist eine zu erstellende zweite neue Software-Komponente bezeichnet, die als Gruppenkomponente ausgeführt ist. Für die zu erstellende zweite neue Software-Komponente 110 wird eine Anzahl 112 von Aspektblöcken bereitgestellt. Dies ist beispielhaft durch einen Pfeil 114 dargestellt. Die Vorgehensweise entspricht dabei derjenigen, die bereits im Zusammenhang mit der ersten neuen Software-Komponente 90 beschrieben wurde. In diesem Fall wird eine Kopie 116 des Aspektblockes 86 erstellt.
  • Ferner wird für die zweite neue Software-Komponente 110 eine Anzahl 118 von Elementarkomponenten bereitgestellt. Dies ist durch einen Pfeil 120 angedeutet. Bei diesem Vorgang wird eine Kopie 122 der vordefinierten Software-Komponente 60 erstellt. Programmtechnisch bedeutet dies, dass ein Speicherbereich bereitgestellt wird, in dem die Funktionalität bzw. die Eigenschaften hinterlegt sind, die durch die vordefinierte Software-Komponente 60 vorgegeben sind. Ergänzend oder alternativ werden für die zweite neue Software-Komponente 110 eine Anzahl 124 von Gruppenkomponenten bereitgestellt.
  • Für die bereitgestellte Anzahl 112 von Aspektblöcken werden jeweils diejenigen Logikgrößen und/oder diejenigen Zwischengrößen und/oder diejenigen Parameter und/oder diejenigen Signale festgelegt, die in dem jeweiligen Aspektblock zur Bearbeitung benötigt werden und diesem über entsprechende Eingänge zuzuführen sind und/oder die von dem jeweiligen Aspektblock ermittelt und über entsprechende Ausgänge von diesem ausgegeben werden. Dies erfolgt wie im Zusammenhang mit der ersten neuen Software-Komponente 90 beschrieben, weswegen bzgl. der konkreten Vorgehensweise und weitergehender Information auf die zugehörigen Ausführungen verwiesen wird.
  • Wie bereits im Zusammenhang mit der ersten neuen Software-Komponente 90 beschrieben, weisen die bereitgestellte Anzahl 112 von Aspektblöcken Logikeingänge und Logikausgänge auf. Ebenfalls weisen die bereitgestellte Anzahl 118 von Elementarkomponenten, die bereitgestellte Anzahl 124 von Gruppenkomponenten und die zu erstellende zweite Software-Komponente 110 selbst jeweils Logikeingänge und Logikausgänge auf. Auf die Darstellung der Logikeingänge und Logikausgänge wird jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet.
  • Nachdem die Größen und/oder Parameter und/oder Signale festgelegt sind, werden anschließend Verbindungen für die zweite neue Software-Komponente 110 erstellt. Hierbei werden zumindest ein Teil der Logikeingänge und zumindest ein Teil der Logikausgänge der Anzahl 112 von Aspektblöcken untereinander und/oder mit zumindest einem Teil der Logikeingänge und/oder zumindest einem Teil der Logikausgänge der Anzahl 118 von Elementarkomponenten und/oder der Anzahl 124 von Gruppenkomponenten und/oder mit zumindest einem Teil der Logikeingänge und/oder mit zumindest einem Teil der Logikausgänge der zweiten neuen Software-Komponente 110 verbunden. Ferner werden zumindest ein Teil der Logikeingänge und zumindest ein Teil der Logikausgänge der Anzahl 118 von Elementarkomponenten und/oder der Anzahl 124 von Gruppenkomponenten untereinander und/oder mit zumindest einem Teil der Logikeingänge und/oder mit zumindest einem Teil der Logikausgänge der zweiten neuen Software-Komponente 110 verbunden. Entsprechend erstellte Verbindungen sind mit der Bezugsziffer 126 bezeichnet. Diese Verbindungen können beispielsweise grafisch durch Ziehen von Linien erzeugt werden. Dass keine Verbindungen zwischen einem Aspektblock oder einer Software-Komponente und der zweiten neuen Software-Komponente 110 und keine Verbindungen zwischen einer Elementarkomponente und einer Gruppenkomponente dargestellt ist, soll keine einschränkende Wirkung haben.
  • Für zumindest einen Teil der bereitgestellten Anzahl 112 von Aspektblöcken wird jeweils ein Funktionsprogramm erstellt. Dies erfolgt in entsprechender Weise, wie dies im Zusammenhang mit der ersten neuen Software-Komponente 90 beschrieben wurde.
  • Sind alle für das Erstellen der zweiten neuen Software-Komponente 110 erforderlichen Schritte durchgeführt, so wird diese gekapselt und in dem Software-Komponenten-Feld 52 wird eine neu erstellte Software-Komponente 70 angelegt, wie dies durch einen Pfeil 128 angedeutet ist. Die neu erstellte Software-Komponente 70 kann dann, wie dies durch einen Pfeil 130 angedeutet ist, bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms in dem Bereitstellungsfeld 104 bereitgestellt werden. Hierbei wird eine Kopie 132 der neu erstellten Software-Komponente 70 erstellt. In entspre chender Weise kann auch die im Zusammenhang mit der ersten neuen Software-Komponente 90 dargelegte alternative Vorgehensweise zum Einsatz kommen.
  • Für die beiden zu erstellenden neuen Software-Komponenten 90, 110 gilt: Durch das Festlegen der den einzelnen Aspektblöcken zuzuführenden und/oder von diesen auszugebenden Größen und/oder Parametern und/oder Signalen sind automatisch diejenigen Größen und/oder Parameter und/oder Signale festgelegt, die derjenigen Software-Komponente, in der die Aspektblöcke enthalten sind, zuzuführen sind und/oder von dieser ausgegeben werden,. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass diejenigen Größen und/oder Parameter und/oder Signale, die einer Software-Komponente zuzuführen sind und/oder von dieser ausgegeben werden, vom Programmierer des Anwenderprogramms 38 in einem eigenständigen Verfahrensschritt festgelegt werden.
  • In dem Arbeitsfeld 88 ist eine dritte neue Software-Komponente 134 enthalten. Diese ist als Elementarkomponente ausgebildet, die eine Anzahl 136 von Aspektblöcken enthält. Bei dem Erstellen der dritten neuen Software-Komponente 134 wird von der vordefinierten Software-Komponente 62 ausgegangen. Bei der vordefinierten Software-Komponente 62 handelt es sich um eine gekapselte Software-Komponente. Diese wird in einen Bearbeitungsmodus überführt und in dem Arbeitsfeld 88 wird die dritte neue Software-Komponente 134 angelegt. Die in der Anzahl 136 von Aspektblöcken enthaltenen einzelnen Aspektblöcke, die Verbindungen zwischen diesen Aspektblöcken untereinander und/oder zu der dritten neuen Software-Komponente 134 entsprechen denjenigen, wie sie in der vordefinierten Software-Komponente 62 vorliegen. Aufgrund des Bearbeitungsmodus können nun folgende Änderungen vorgenommen werden: Es können einzelne Aspektblöcke entfernt und/oder hinzugefügt werden; es können Verbindungen zwischen einzelnen Aspektblöcken untereinander und/oder zur dritten neuen Software-Komponente 134 entfernt und/oder hinzugefügt werden; an in bereits vorhandenen Aspektblöcken enthaltenen Funktionsprogramme können jeweils Änderungen vorgenommen werden. Insgesamt kann somit in einfacher Art und Weise auf der Grundlage einer bereits vorhandenen vordefinierten Software-Komponente eine neue Software-Komponente erstellt wer den, indem Modifikationen an der bereits vorhandenen Software-Komponente durchgeführt werden.
  • Das Überführen der vordefinierten Software-Komponente 62 in einen Bearbeitungsmodus und das Anlegen der dritten neuen Software-Komponente 134 ist durch einen Pfeil 138 angedeutet. Sind alle für das Erstellen der neuen Software-Komponente 134 erforderlichen Schritte durchgeführt, so wird diese gekapselt und in dem Software-Komponenten-Feld 52 wird eine neu erstellte Software-Komponente 68 angelegt, wie dies durch einen Pfeil 140 angedeutet ist. Die neu erstellte Software-Komponente 68 kann dann bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms bereitgestellt werden, wobei eine Kopie 142 der neu erstellten Software-Komponente 68 in dem Bereitstellungsfeld 104 angelegt wird, wie dies durch einen Pfeil 144 angedeutet ist. Was die konkrete Abfolge angeht, so kann auch die im Zusammenhang mit der ersten neuen Software-Komponente 90 beschriebene alternative Abfolge in Betracht kommen. Die in 2 gewählte Darstellung, gemäß der die dritte neue Software-Komponente 134 als Elementarkomponente ausgeführt ist, soll keine einschränkende Wirkung haben. In entsprechender Weise kann auch eine neue Software-Komponente auf der Grundlage einer bereits vorhandenen vordefinierten Software-Komponente, die als Gruppenkomponente ausgeführt ist, erstellt werden.
  • Bei der Betrachtung des Software-Komponenten-Feldes 52 wurde angenommen, dass die neu erstellten Software-Komponenten 66 bis 70 bereits angelegt und somit vorhanden sind. Bei der Betrachtung des Arbeitsfeldes 88 wurde dahingegen angenommen, dass diese Komponenten erst noch zu erstellen sind. Dies stellt keinen Widerspruch dar, da in 2 zusammenfassend und somit beispielhaft verschiedene Vorgehensweisen bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms beschrieben sind.
  • Bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms 38 werden eine Vielzahl 146 von Software-Komponenten bereitgestellt. Wie bereits beschrieben und durch die Pfeile 106, 130, 144 angedeutet, können hierbei neu erstellte Software-Komponenten 66 bis 70 bereitgestellt werden. Ergänzend oder alternativ können auch vordefinierte Software-Komponenten 56 bis 62 bereitgestellt werden, wie dies durch einen Pfeil 148 ange deutet ist. In diesem Fall wird in dem Bereitstellungsfeld 104 eine Kopie 150 der vordefinierten Software-Komponente 56 angelegt. Zusätzlich werden eine Anzahl 152 von Aspektblöcken, was beispielhaft durch einen Pfeil 154 dargestellt ist. In dem Bereitstellungsfeld 104 wird eine Kopie 156 des Aspektblockes 76 angelegt.
  • Das Anwenderprogramm 38 ist hierarchisch strukturiert. Durch die bereitgestellte Vielzahl 146 von Software-Komponenten wird eine oberste Hierarchieebene festgelegt. Ist in der bereitgestellten Vielzahl 146 von Software-Komponenten eine Software-Komponente enthalten, die als Gruppenkomponente ausgebildet ist, so wird durch die Anzahl von Software-Komponenten, die in dieser Software-Komponente enthalten ist, eine weitere, unterhalb der oberen Hierarchieebene liegende Hierarchieebene festgelegt. Dies ist beispielsweise für die Kopie 132 der Fall.
  • In gestrichelten Linien ist angedeutet, dass ein Teil der Vielzahl 146 von Software-Komponente und ein Teil der Anzahl 152 von Aspektblöcken zu einer neuen Software-Komponente 158 zusammengefasst werden können. Dies ist eine Maßnahme, um die in der betrachteten Hierarchieebene erreichte Komplexität zu reduzieren. Wird solch eine zusammengefasste Software-Komponente 158 in der obersten Hierarchieebene erstellt, so wird dadurch eine neue oberste Hierarchieebene festgelegt, unterhalb der die bisherige Hierarchieebene als zweitoberste Hierarchieebene liegt.
  • Dass das Erstellen einer zusammengefassten Software-Komponente in Zusammenhang mit der obersten Hierarchieebene beschrieben wird, soll keine einschränkende Wirkung haben. So kann eine zusammengefasste Software-Komponente auch in einer unterhalb der obersten Hierarchieebene liegenden Hierarchieebene erstellt werden. In diesem Fall enthält dann das Bereitstellungsfeld 104 nicht die Software-Komponenten und Aspektblöcke der obersten Hierarchieebene, sondern diejenigen der betrachteten Hierarchieebene. Somit kann mit dem neuen Verfahren ein Anwenderprogramm 38 sowohl nach dem ”Top-Down”-Konzept als auch nach dem ”Bottom-Up”-Konzept erstellt werden. Aufgrund der Konzeption des neuen Verfahrens und der neuen Vorrichtung können bei dem Erstellen eines Anwenderprogramms diese beiden Konzepte auch gemischt werden.
  • Ebenso kann auf einer beliebigen Hierarchieebene ein Aspektblock zugefügt werden. Beispielsweise ist dies bei dem Erstellen einer zusammengefassten Software-Komponente erforderlich. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Aspektblock handeln, der demjenigen Steuerungsaspekt zugeordnet ist, der den Teilaspekt Verriegelung repräsentiert. Nicht nur ein Aspektblock, sondern auch eine Software-Komponente kann auf einer beliebigen Hierarchieebene des Anwenderprogramms eingefügt werden, um eine Reduzierung der Komplexität zu erzielen.
  • Die in 2 gewählte Darstellung soll keine einschränkende Wirkung haben. So kann anstelle der gewählten kombinierten Anordnung der einzelnen Felder 52, 72, 88, 98, 104 auch jedes dieser Felder in einer eigenen grafischen Benutzeroberfläche oder eine beliebige Unterkombination jeweils für sich in einer eigenen grafischen Benutzeroberfläche angeordnet sein. Auch kann es vorgesehen sein, dass die neu erstellten Software-Komponenten 66 bis 70 in einem eigenen Software-Komponenten-Feld enthalten sind. Die für das Arbeitsfeld 88 gewählte Darstellung, gemäß der drei neue Software-Komponenten 90, 110, 134 parallel bearbeitet werden, soll keine einschränkende Wirkung haben. Beispielsweise können diese drei neuen Software-Komponenten mittels des Arbeitsfelds 88 auch zeitlich nacheinander und somit einzeln erstellt werden.
  • In 3 ist eine zweite grafische Benutzeroberfläche in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer 170 bezeichnet.
  • Die zweite grafische Benutzeroberfläche 170 beinhaltet ein Komponenten-Feld 172, in dem eine bereitgestellte Vielzahl 174 von Software-Komponenten angeordnet sind. Hierbei handelt es sich um die Software-Komponenten der obersten Hierarchieebene. Durch logisches Verknüpfen der Vielzahl 174 von Software-Komponenten wird ein Komponententeilprogramm erstellt. Hierzu werden zumindest ein Teil der Logikeingänge und zumindest ein Teil der Logikausgänge der Software-Komponenten untereinander verbunden, was durch eine Vielzahl 176 von Verbindungen dargestellt ist. Aufgrund der in den Software-Komponenten jeweils enthaltenen internen logischen Verknüpfungen werden die in diesen Software-Komponenten angeordneten Elemen tarkomponenten und/oder Gruppenkomponenten automatisch mit verknüpft. Folglich reicht es aus, bei dem Erstellen des Komponententeilprogramms die in der obersten Hierarchieebene enthaltenen Software-Komponenten untereinander logisch zu verknüpfen. In darunter liegenden Hierarchieebenen enthaltene Software-Komponenten müssen nicht explizit berücksichtigt werden. Die logischen Verknüpfungen für die in der obersten Hierarchieebene enthaltenen Aspektblöcke können beispielsweise in dem Bereitstellungsfeld 104 vorgenommen werden. Alternativ kann dies auch in einem weiteren, eigenständigen Feld vorgenommen werden, wobei auf die Darstellung eines solchen Feldes aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet wurde. Insgesamt wird zumindest ein Teil der Logikeingänge und zumindest ein Teil der Logikausgänge der Aspektblöcke untereinander und/oder mit zumindest einem Teil der Logikeingänge und/oder zumindest einem Teil der Logikausgänge der bereitgestellten Software-Komponenten verbunden.
  • Die zweite grafische Benutzeroberfläche 170 beinhaltet ferner ein erstes Aspektfeld 178. In diesem ersten Aspektfeld 178 sind eine Vielzahl 180 von Aspektblöcken angeordnet. Jeder dieser Aspektblöcke ist demselben Steuerungsaspekt zugeordnet. Im Ausführungsbeispiel soll es sich um den Standardsteuerungsaspekt handeln, der den Teilaspekt Standardsteuerung repräsentiert. Die Vielzahl 180 von Aspektblöcken umfasst die in sämtlichen Hierarchieebenen des Anwenderprogramms 38 enthaltenen Aspektblöcke, die dem Standardsteuerungsaspekt zugeordnet sind, und zwar unabhängig davon, ob sie in einer der Hierarchieebenen eigenständig oder als Teil einer Software-Komponente enthalten sind.
  • Die zweite grafische Benutzeroberfläche 170 beinhaltet weiter ein Sensorenfeld 182. In diesem Sensorenfeld 182 ist eine Vielzahl 184 von grafischen Sensorsymbolen angeordnet. Für jeden Sensor, der in der zu steuernden Anlage enthalten ist, enthält das Sensorenfeld 182 ein zugehöriges grafisches Sensorsymbol. Die Vielzahl 184 von grafischen Sensorsymbolen repräsentieren sowohl die hinsichtlich des Sicherheitssteuerungsaspektes als auch die hinsichtlich des Standardsteuerungsaspektes in der zu steuernden Anlage enthaltenen Sensoren. Als weiteres Feld enthält die zweite grafische Benutzeroberfläche 170 ein Aktorfeld 186. In diesem Aktorfeld 186 ist eine Vielzahl 188 von grafischen Aktorsymbolen angeordnet. Für jeden Aktor, der in der zu steuernden Anlage enthalten ist, enthält das Aktorfeld 186 ein zugehöriges grafisches Aktorsymbol. Die Vielzahl 188 von grafischen Aktorsymbolen umfassen sowohl die hinsichtlich des Sicherheitssteuerungsaspektes als auch die hinsichtlich des Standardsteuerungsaspektes in der zu steuernden Anlage enthaltenen Aktoren.
  • Für die in dem ersten Aspektfeld 178 enthaltene Vielzahl 180 von Aspektblöcken wird ein Aspektteilprogramm erstellt. Hierzu wird zumindest für einen Teil der in dem ersten Aspektfeld 178 enthaltenen Aspektblöcke sowohl für deren Eingänge als auch für deren Ausgänge ein sog. I/O-Mapping durchgeführt. Das heißt zumindest einem Teil der Signaleingänge werden diejenigen Sensoren zugeordnet, deren Sensorsignale in dem jeweiligen Aspektblock verarbeitet werden. Dies ist beispielhaft durch einen Pfeil 190 dargestellt. Außerdem werden zumindest einem Teil der Signalausgänge Aktoren zugeordnet, die mit den in dem jeweiligen Aspektblock ermittelten Ausgangssignalen angesteuert werden. Dies ist beispielhaft durch einen Pfeil 192 dargestellt. Alternativ kann das I/O-Mapping auch durch textuelle Eingaben in einem Eingabefeld 194 vorgenommen werden. Als weitere Alternative ist es denkbar, das I/O-Mapping auch mittels Ziehen von Linien zwischen einzelnen Aspektblöcken und einzelnen grafischen Sensorsymbolen oder grafischen Aktorsymbolen zu realisieren.
  • Bei dem Erstellen des Aspektteilprogramms kann gleichzeitig auch das Parametrieren der Aspektblöcke vorgenommen werden. Hierbei können für einzelne Aspektblöcke Parameterwerte für diejenigen Parameter vorgegeben werden, die in den jeweiligen Funktionsprogrammen verwendet werden, die in den jeweiligen Aspektblöcken enthalten sind. Die Parameterwerte können durch textuelle Eingaben in dem Eingabefeld 194 vorgegeben werden.
  • Die zweite grafische Benutzeroberfläche 170 enthält ferner ein zweites Aspektfeld 196. In dem zweiten Aspektfeld 196 sind eine Vielzahl 198 von Aspektblöcken angeordnet. Im Ausführungsbeispiel sind diese Aspektblöcke einem Sicherheitssteuerungsaspekt zugeordnet, der den Teilaspekt Sicherheitssteuerung repräsentiert. Auch für diese Aspektblöcke wird ein Aspektteilprogramm erstellt. Das heißt, für diese Aspektblöcke wird ein I/O-Mapping vorgenommen, wie es beispielhaft durch Pfeile 200, 202 dargestellt ist. Einzelheiten hierzu können den Ausführungen zu dem ersten Aspektfeld 178 entnommen werden. Auch bezüglich der gegebenenfalls vorzunehmenden Parametrierung der Aspektblöcke wird auf die Ausführungen zu dem ersten Aspektfeld 178 verwiesen.
  • Es ist auch denkbar, bei dem Erstellen eines Aspektteilprogrammes gleichzeitig Aspektblöcke, die einem ersten Steuerungsaspekt zugeordnet sind und Aspektblöcke, die einem zweiten Steuerungsaspekt zugeordnet sind, zu berücksichtigen.
  • An dieser Stelle sei noch folgendes angemerkt: bei den Ausführungen zu 3 wurde angenommen, dass in den Feldern 178, 182, 186 die entsprechenden Einheiten für die gesamte zu steuernde Anlage angeordnet sind, d. h. für sämtliche Hierarchieebenen. Dies soll keine einschränkende Wirkung haben. Wenn beispielsweise bei dem Erstellen eines Aspektteilprogrammes lediglich eine Hierarchieebene berücksichtigt wird, so können in den Feldern 178, 182, 186 lediglich die in dieser Hierarchieebene enthaltenen Einheiten angeordnet sein.
  • In 4 ist ein Beispiel für eine zu steuernde Anlage in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer 210 bezeichnet. Die zu steuernde Anlage 210 setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen, nämlich einer Handlingstation 212, einer Prozessstation 214 und einer Teststation 216. Mit der Handlingstation 212 wird die Prozessstation 214 mit Werkstücken befüllt. Diese Werkstücke werden in der Prozessstation 214 bearbeitet. Anschließend werden die bearbeiteten Werkstücke von der Handlingstation 212 an die Teststation 216 weitergegeben, in der überprüft wird, ob das bearbeitete Werkstück entsprechende Prüfkriterien erfüllt. Werden diese Prüfungen bestanden, kann die Prozessstation 214 wieder mit einem neuen zu bearbeitenden Werkstück befüllt werden. Darüber hinaus weist die zu steuernde Anlage 210 einen Not-Aus-Taster 218 auf, mit dem die zu Anlage 210 abgeschaltet und in einen sicheren Zustand überführt werden kann. Ferner ist in 4 eine Anzeigeeinheit 220 dargestellt, mit der beispielsweise Diagnosedaten oder Informationen über den Zustand der zu steuernden Anlage 210 angezeigt werden können. Die Anlage 210 wird durch die Sicherheitssteuerung 18 gesteuert.
  • In 5 sind diejenigen Software-Komponenten und Aspektblöcke für die zu steuernde Anlage 210 dargestellt, die in der obersten Hierarchieebene enthalten sind.
  • Insgesamt wird eine Vielzahl 230 von Software-Komponenten für die zu steuernde Anlage 210 bereitgestellt, wobei es sich im Einzelnen um folgende Software-Komponenten handelt: eine erste Software-Komponente 232, die dem Not-Aus-Taster 218 entspricht und als Einzelkomponente ausgebildet ist. Eine zweite Software-Komponente 234, die der Handlingstation 212 entspricht. Eine dritte Software-Komponente 236, die der Prozessstation 214 entspricht. Eine vierte Software-Komponente 238, die der Teststation 316 entspricht. Wobei die Software-Komponenten 234, 236, 238 jeweils als Gruppenkomponente ausgebildet sind. Sowie eine fünfte Software-Komponente 240, die der Anzeigeeinheit 220 zugeordnet ist und die als Elementarkomponente ausgebildet ist. Jede der bereitgestellten Software-Komponenten 234, 236, 238 repräsentiert eine in der zu steuernden Anlage vorhandene, reale mechatronische Komponente.
  • Die erste Software-Komponente 232 ist über eine erste Logikverbindung 242 mit der zweiten Software-Komponente 234, mit der dritten Software-Komponente 236 und mit der vierten Software-Komponente 238 verbunden. Solange der Not-Aus-Taster 218 nicht betätigt ist, gibt die erste Software-Komponente 232 ein Freigabesignal aus, welches über die erste Logikverbindung 242 den angeschlossenen Software-Komponenten 234, 236, 238 zugeführt wird. Durch dieses Freigabesignal werden diese Software-Komponenten frei geschaltet und ein Betrieb der zu steuernden Anlage 210 ist möglich.
  • Die Software-Komponenten 234, 236, 238 sind untereinander durch zweite Logikverbindungen 244 verbunden. Über die zweiten Logikverbindungen 244 werden den Ablauf steuernde Signale zwischen den Software-Komponenten 234, 236, 238 ausge tauscht. Die zweite Software-Komponente 234 erzeugt ein Signal, welches der dritten Software-Komponente 236 zugeführt wird. Mit diesem Signal wird der Prozessstation 214 angezeigt, dass die Arbeitsschritte der Handlingstation 212 abgeschlossen sind und somit mit der Abarbeitung der Arbeitsschritte der Prozessstation 214 begonnen werden kann. Die dritte Software-Komponente 236 erzeugt ein Signal, welches der vierten Software-Komponente 238 zugeführt wird. Mit diesem Signal wird der Teststation 216 angezeigt, dass die Arbeitsschritte der Prozessstation 214 beendet sind und somit mit der Abarbeitung der Arbeitsschritte der Teststation 216 begonnen werden kann. Die vierte Software-Komponente 238 erzeugt ein Signal, welches der dritten Software-Komponente 236 zugeführt wird. Mit diesem Signal wird das in der Teststation 216 bei einem Prüfvorgang des bearbeiteten Werkstückes ermittelte Ergebnis der Prozessstation 214 mitgeteilt. Die dritte Software-Komponente 236 erzeugt ein Signal, welches der zweiten Software-Komponente 234 zugeführt wird. Mit diesem Signal wird der Handlingstation 212 mitgeteilt, ob in der Prozessstation 214 ein Fehler vorliegt.
  • Neben der Vielzahl 230 von Software-Komponenten ist auch eine Anzahl 246 von Aspektblöcken dargestellt. Im Einzelnen handelt es sich hier um einen ersten Aspektblock 248, der einem Standardsteuerungsaspekt zugeordnet ist, um einen zweiten Aspektblock 250, der einem Sicherheitssteuerungsaspekt zugeordnet ist, um einen dritten Aspektblock 252, der einem Diagnoseaspekt zugeordnet ist, um einen vierten Aspektblock 254, der einem Visualisierungsaspekt zugeordnet ist, um einen fünften Aspektblock 256, der einem Antriebsregelungsaspekt zugeordnet ist und um einen sechsten Aspektblock 258, der einem Verriegelungsaspekt zugeordnet ist.
  • Ein wesentlicher Vorteil des neuen Verfahrens und der neuen Vorrichtung soll anhand 4 und 5 beschrieben werden. Soll die Anlage 210 beispielsweise modifiziert werden, indem eine zweite Prozessstation eingefügt wird, die zu der bereits vorhandenen Prozessstation 214 identisch ist, so ist in der obersten Hierarchieebene des Anwenderprogramms 38 lediglich eine Kopie der bereits vorhanden Software-Komponente 236, die der Prozessstation 214 entspricht, einzufügen und durch entsprechende logische Verbindungen einzubinden. Es kann somit eine vorhandene Software-Komponente auch auf einer der höheren Hierarchieebenen vollständig wiederverwendet werden. Dadurch können bestehende Anwenderprogramme sehr effizient angepasst werden. Dabei ist hier angenommen, dass die Handlingstation 212 mechanisch so ausgebildet ist, dass sie beide Prozessstationen bedienen kann. Für den erweiterten Bewegungsumfang der Handlingstation 212 sind ggf. Modifikationen in den Funktionsprogrammen erforderlich, die in der Software-Komponente 234 enthalten sind.
  • In 6 ist die Teilkomponente Prozessstation in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer 214 bezeichnet. Dass nachfolgend lediglich die Prozessstation und die in ihr enthaltenen Hardware-Komponenten betrachtet werden, soll keine einschränkende Wirkung haben. Die nachfolgenden Ausführungen gelten in entsprechender Weise auch für die Handlingstation 212 und die Teststation 216.
  • Die Prozessstation 214 umfasst einen Rundtisch 270, ein Prüfmodul 272, ein Bohrmodul 274 und ein Auswurfmodul 276. Mit dem Rundtisch 270 können in der Prozessstation 214 sämtliche Werkstücke zwischen den einzelnen Modulen 272, 274, 276 transportiert werden. Mit dem Prüfmodul 272 werden zu bearbeitende Werkstücke auf das Vorhandensein vorgegebener Eigenschaften überprüft. Mit dem Bohrmodul 274 werden die in der Prozessstation 214 befindlichen Werkstücke bearbeitet. Mit dem Auswurfmodul 276 werden die bearbeiteten Werkstücke entnommen und an die Teststation 216 weitergegeben. Der Prozessstation 214 ist ein Not-Aus-Taster 278 zugeordnet.
  • In 7 sind die in der dritten Software-Komponente 236 enthaltenen Software-Komponenten und Aspektblöcke dargestellt.
  • Mit der Bezugziffer 280 ist eine sechste Software-Komponente bezeichnet, die dem Not-Aus-Taster 278 entspricht und die als Elementarkomponente ausgebildet ist. Mit der Bezugsziffer 282 ist eine siebte Software-Komponente bezeichnet, die dem Rundtisch 270 entspricht. Mit der Bezugsziffer 284 ist eine achte Software-Komponente bezeichnet, die dem Prüfmodul 272 entspricht. Mit der Bezugsziffer 286 ist eine neunte Software-Komponente bezeichnet, die dem Bohrmodul 274 entspricht. Mit der Bezugsziffer 288 ist eine zehnte Software-Komponente bezeichnet, die dem Auswurfmodul 276 entspricht. Die Software-Komponenten 282, 284, 286, 288 sind als Gruppenkomponenten ausgebildet.
  • Über eine Logikverbindung 290 wird den Software-Komponenten 282, 284, 286, 288 ein in der sechsten Software-Komponente 280 erzeugtes Freigabesignal zugeführt. Einzelheiten zu dem Freigabesignal können in entsprechender Weise der Beschreibung zu 5 entnommen werden. Die Software-Komponenten 282, 284, 286, 288 sind über vierte Logikverbindungen 292 untereinander verbunden. Durch entsprechende Signale, die über die vierten Logikverbindungen 292 zwischen den Software-Komponenten 282, 284, 286, 288 ausgetauscht werden, wird eine Ablaufsteuerung realisiert. In der siebten Software-Komponente 282 werden drei Signale erzeugt, von denen jeweils eines der achten Software-Komponente 284, der neunten Software-Komponente 286 und der zehnten Software-Komponente 288 zugeführt wird. Diese Signale zeigen der jeweiligen Hardware-Komponente, der die jeweilige Software-Komponente entspricht an, dass der Rundtisch 270 jeweils eine definierte Position einnimmt. In jeder der Software-Komponenten 284, 286, 288 wird ein Signal erzeugt, welches der siebten Software-Komponente 282 zugeführt wird. Mit diesen Signalen wird jeweils angezeigt, dass die für die Module 272, 274, 276 vorgesehenen Arbeitsschritte abgearbeitet sind. In der achten Software-Komponente 284 wird ein weiteres Signal erzeugt, welches ebenfalls der siebten Software-Komponente 282 zugeführt wird. Dieses Signal repräsentiert das Ergebnis der in dem Prüfmodul 272 durchgeführten Prüfung. In Abhängigkeit dieses Ergebnisses kann die Arbeitsweise des Rundtisches 270 beeinflusst werden.
  • Zusätzlich weist die dritte Software-Komponente 236 mehrere Aspektblöcke auf. Einen siebten Aspektblock 294, der dem Standardsteuerungsaspekt zugeordnet ist, einen achten Aspektblock 296, der dem Sicherheitssteuerungsaspekt zugeordnet ist, einen neuen Aspektblock 298, der dem Diagnoseaspekt zugeordnet ist, einen zehnten Aspektblock 300, der dem Visualisierungsaspekt zugeordnet ist, einen elften Aspekt block 302, der dem Antriebsregelungsaspekt zugeordnet ist und einen zwölften Aspektblock 304, der dem Verriegelungsaspekt zugeordnet ist.
  • Anhand der Prozessstation 214 wird die Bedeutung des Verriegelungsaspektes erläutert. Mit dem Aspektblock 304 lässt sich beispielsweise in einfacher Art und Weise das Zusammenwirken des Rundtisches 270 und des Bohrmoduls 274 koordinieren. In dem Aspektblock 304 wird ein Signal ausgewertet, welches in der neunten Software-Komponente 286 erzeugt wird. Es handelt sich um das Signal, welches anzeigt, dass das Bohrmodul 274 eine Grundstellung einnimmt, in der sich der Motor 310 in solch einer Höhe befindet, dass sich der Rundtisch 270 frei drehen kann. Von dem Aspektblock 304 wird erst dann ein für den Rundtisch 270 bestimmtes Freigabesignal erzeugt, wenn dieses Grundstellungssignal vorliegt. Somit ist sichergestellt, dass bei einer Drehbewegung des Rundtisches 270 das Bohrmodul 274 nicht beschädigt werden kann.
  • In 8 ist das Bohrmodul in seiner Gesamtheit mit der Bezugsziffer 274 bezeichnet. Das Bohrmodul 274 weist als Einzelkomponenten mit einer mechanischen oder elektrischen oder elektromechanischen Funktion einen Motor 310, einen Transferzylinder 312 und einen Bohrzylinder 314 auf. Mit den beiden Zylindern 312, 314 kann der Motor 310 entlang einer Führungseinheit relativ zu dem zu bearbeitenden Werkstück bewegt werden, und zwar mit dem Bohrzylinder 314 in vertikaler Richtung und mit dem Transferzylinder 312 in horizontaler Richtung. Dem Bohrmodul 274 ist ein Not-Aus-Taster 316 zugeordnet.
  • In 9 sind die in der neunen Software-Komponente 286 enthaltenen Software-Komponenten und Aspektblöcke dargestellt. Es handelt sich hierbei um eine elfte Software-Komponente 320, die dem Not-Aus-Taster 316 entspricht. Um eine zwölfte Software-Komponente 322, die dem Bohrzylinder 314 entspricht, um eine dreizehnte Software-Komponente 324, die dem Transferzylinder 312 entspricht und um eine vierzehnte Software-Komponente 326, die dem Motor 310 entspricht. Die Software-Komponenten 320, 322, 324, 326 sind als Elementarkomponenten ausgebildet. Den Software-Komponenten 322, 324, 326 wird über eine fünfte Logikverbindung 328 ein in der elften Software-Komponente 320 erzeugtes Freigabesignal zugeführt. Einzelheiten zu dem Freigabesignal können in entsprechender Weise der Beschreibung zu 5 entnommen werden.
  • Ferner enthält die neunte Software-Komponente 286 einen dreizehnten Aspektblock 330, der dem Standardsteuerungsaspekt zugeordnet ist, einen vierzehnten Aspektblock 332 der dem Sicherheitssteuerungsaspekt zugeordnet ist, einen fünfzehnten Aspektblock 334, der dem Diagnoseaspekt zugeordnet ist, einen sechzehnten Aspektblock 336, der dem Visualisierungsaspekt zugeordnet ist, einen siebzehnten Aspektblock 338, der dem Antriebsregelungsaspekt zugeordnet ist und einen achtzehnten Aspektblock 340, der dem Verriegelungsaspekt zugeordnet ist. Dem vierzehnten Aspektblock 332 wird über die fünfte Logikverbindung 328 das Freigabesignal zugeführt.
  • Die Aspektblöcke 330, 332 und die Software-Komponenten 322, 324, 326 sind untereinander über sechste Logikverbindungen 342 verbunden.
  • In der zwölften Software-Komponente 322 wird ein Signal erzeugt, welches den Zustand des Bohrzylinders 314 repräsentiert. Dieses Signal wird sowohl dem dreizehnten Aspektblock 330 als auch dem vierzehnten Aspektblock 332 zugeführt. In Abhängigkeit der ihm zugeführten Signale erzeugt der vierzehnte Aspektblock 332 ein Signal, welches der vierzehnten Software-Komponente 326 zugeführt wird. Mit diesem Signal kann der Motor 310 an- und ausgeschaltet werden. Die dreizehnte Software-Komponente 324 erzeugt ein Signal, welches den Zustand des Transferzylinders 312 repräsentiert. Dieses Signal wird dem dreizehnten Aspektblock 330 zugeführt. Die vierzehnte Software-Komponente 326 erzeugt ein Signal, welches ein Zustand des Motors 310 repräsentiert. Dieses Signal wird dem dreizehnten Aspektblock 330 zugeführt. In dem dreizehnten Aspektblock 330 werden in Abhängigkeit der ihm zugeführten Signale, hierbei handelt es sich um die vorstehend beschriebenen drei Signale sowie ein Signal, welches anzeigt, dass sich in der unter dem Bohrmodul 274 befindlichen Aufnahme des Rundtisches 270 ein zu bearbeitendes Werkstück befindet, sowie einen den maximalen Bohrdurchmesser repräsentierenden Parameter drei Signale erzeugt, von denen jeweils eines der zwölften Software-Komponente 322, der dreizehnten Software-Komponente 324 und der vierzehnten Software-Komponente 326 zugeführt wird. Mit dem der zwölften Software-Komponente 322 zugeführten Signal wird der Bohrzylinder 214 aktiviert. Mit dem der dreizehnten Software-Komponente 324 zugeführten Signal wird der Transferzylinder 312 aktiviert. Mit dem der vierzehnten Software-Komponente 326 zugeführten Signal wird der Motor 310 aktiviert.
  • In 10 sind diejenigen Aspektblöcke dargestellt, die in einer Software-Komponente enthalten sind, die einem in der zu steuernden Anlage 210 enthaltenen Zylinder entspricht. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist dies beispielsweise die zwölfte Software-Komponente 322. Dies soll jedoch keine einschränkende Wirkung haben, die nachfolgenden Ausführungen gelten ebenso die dreizehnte Software-Komponente 324.
  • Die zwölfte Software-Komponente 322 enthält einen neunzehnten Aspektblock 350, der dem Standardsteuerungsaspekt zugeordnet ist, einen zwanzigsten Aspektblock 352, der dem Sicherheitssteuerungsaspekt zugeordnet ist, einen einundzwanzigsten Aspektblock 354, der dem Diagnoseaspekt zugeordnet ist und einen zweiundzwanzigsten Aspektblock 356, der dem Visualisierungsaspekt zugeordnet ist. Optional kann die zwölfte Software-Komponente auch einen dreiundzwanzigsten Aspektblock 358 enthalten, der dem Antriebsregelungsaspekt zugeordnet ist, sofern eine entsprechende Ansteuerung des Bohrzylinders 314 erfolgen soll. Diese Option ist durch die gestrichelten Linien angedeutet.
  • Die Aspektblöcke 350, 352, 354, 356 sind untereinander und mit einem Eingang und einem Ausgang, den die zwölfte Software-Komponente 322 aufweist, über siebte Logikverbindungen 360 verbunden. Der neunzehnte Aspektblock 350 wird über ein Signal aktiviert, welches ihm ausgehend vom Eingang der zwölften Software-Komponente 322 zugeführt wird. Als Sensoren sind dem neunzehnten Aspektblock 350 zwei Endlagesensoren zugeordnet. Mit einem ersten Endlagesensor wird diejenige Lage des Kolbens erfasst, in der die Kolbenstange maximal aus dem Zylinderge häuse ausgefahren ist. Mit einem zweiten Endlagesensor wird diejenige Endlage des Kolbens erfasst, in der die Kolbenstange minimal aus dem Zylindergehäuse ausgefahren ist.
  • In Abhängigkeit der in dem neunzehnten Aspektblock 350 zur Verfügung stehenden Größen wird in diesem eine Größe erzeugt, die den Zustand des Bohrzylinders 314 repräsentiert. Diese Größe wird zum einen dem Ausgang der zwölften Software-Komponente 322 zugeführt. Zum anderen wird diese Größe dem zweiundzwanzigsten Aspektblock 356 zugeführt. In Abhängigkeit dieser Größe wird im zweiundzwanzigsten Aspektblock 356 eine Größe erzeugt, die den mit dem Bohrzylinder eingestellten Hub repräsentiert. Diese Größe kann beispielsweise der Anzeigeeinheit 220 zugeführt werden, mit der dem Betreiber der zu steuernden Anlage 210 eine entsprechende Information angezeigt werden kann.
  • In dem neunzehnten Aspektblock 350 wird eine Größe erzeugt, mit der der Bohrzylinder 314 derart angesteuert wird, dass sich dessen Kolben in diejenige Endlage bewegt, in der die Kolbenstange minimal aus dem Zylindergehäuse herausschaut. Außerdem wird in dem neunzehnten Aspektblock 350 eine zweite Größe erzeugt, mit der der Bohrzylinder 314 derart angesteuert wird, dass sich der Kolben in diejenige Endlage bewegt, in der die Kolbenstange maximal aus dem Zylindergehäuse herausschaut. Diese beiden Größen werden jeweils an einem Ausgang des neunzehnten Aspektblocks 350 bereitgestellt.
  • In dem zwanzigsten Aspektblock 352 werden zwei Größen erzeugt. Eine erste Größe, die anzeigt, dass für den Bohrzylinder 314 die Hineinbewegung des Kolbens in das Zylindergehäuse freigegeben ist. Eine zweite Größe, die anzeigt, dass für den Bohrzylinder 314 die Herausbewegung des Kolbens aus dem Zylindergehäuse heraus freigegeben ist. Diese beiden Größen werden jeweils an einem Ausgang des zwanzigsten Aspektblockes 352 bereitgestellt. Die von dem neunzehnten Aspektblock und die von dem zwanzigsten Aspektblock jeweils bereitgestellten Größen werden paarweise miteinander verknüpft.
  • Anhand der Darstellung in 10 wird deutlich: Die dem Bohrzylinder 314 innewohnende Gesamtfunktionalität bzw. die ihn charakterisierende Gesamtfunktionalität wird in die vier Teilaspekte Standardsteuerung, Sicherheitssteuerung, Diagnose und Visualisierung zerlegt. Somit kann der Bohrzylinder 314 getrennt unter jeweils einem dieser vier Teilsaspekte betrachtet werden. Da sämtliche in dem Anwenderprogramm verwendete Software-Komponenten nach diesem Prinzip aufgebaut sind, kann das Anwenderprogramm getrennt nach einzelnen Steuerungsaspekten erstellt werden, was mit Hilfe der Aspektteilprogramme der Fall ist.
  • In 11 sind diejenigen Aspektblöcke dargestellt, die in einer Software-Komponente enthalten sind, die einem Not-Aus-Taster entspricht. Beispielsweise kann es sich um die elfte Software-Komponente 320 handeln, die dem Not-Aus-Taster 316 entspricht. Dies soll keine einschränkende Wirkung haben. Ebenso kann es sich um eine andere in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel enthaltene Software-Komponente handeln, die einem Not-Aus-Taster entspricht.
  • Die elfte Software-Komponente 320 weist einen vierundzwanzigsten Aspektblock 370 auf, der dem Sicherheitssteuerungsaspekt zugeordnet ist. Ferner weist diese Software-Komponente einen fünfundzwanzigsten Aspektblock 327 auf, der dem Diagnoseaspekt zugeordnet ist.
  • In dem vierundzwanzigsten Aspektblock 370 wird in Abhängigkeit der ihm zugeführten Größen ein Freigabesignal ermittelt, welches einem Ausgang der elften Software-Komponente 320 zugeführt wird. Außerdem wird in dem vierundzwanzigsten Aspektblock 370 ein Signal erzeugt, welches den Zustand des Not-Aus-Tasters 316 repräsentiert. Dieses Signal wird dem fünfundzwanzigsten Aspektblock 372 zugeführt und steht somit zu Diagnosezwecken zur Verfügung.
  • In 12 ist der schematische Aufbau eines in seiner Gesamtheit mit der Bezugsziffer 380 bezeichneten Aspektblockes dargestellt.
  • Der Aspektblock 380 weist eine Identifiziereinheit 382 auf, in der eine Kennung hinterlegt ist, die denjenigen Steuerungsaspekt festlegt, dem der Aspektblock zugeordnet ist. Der Aspektblock 380 weist ferner eine Interfaceeinheit 384 auf, in der eine Anzahl 386 von Eingängen und eine Anzahl 388 von Ausgängen zusammengefasst sind. Wie in 12 angedeutet, umfasst die Anzahl 386 von Eingängen drei unterschiedliche Typen von Eingängen. Einen ersten Typ von Eingängen, über den dem Aspektblock 380 Logikgrößen und/oder Zwischengrößen zugeführt werden können. Einen zweiten Typ von Eingängen, über den dem Aspektblock 380 Parameter zugeführt werden können. Einen dritten Typ von Eingängen, über den dem Aspektblock 380 Sensorsignale zugeführt werden können. Ebenso umfassen die Anzahl 388 von Ausgängen drei Typen von Ausgängen. Einen ersten Typ von Ausgängen, über die von dem Aspektblock 380 Logikgrößen und/oder Zwischengrößen ausgegeben werden können. Einen zweiten Typ von Ausgängen, über den von dem Aspektblock 380 Parameter ausgegeben werden können. Einen dritten Typ von Ausgängen, über den von dem Aspektblock 380 Ausgangssignale ausgegeben werden können.
  • Ferner enthält der Aspektblock 380 eine Funktionseinheit 390, in der ein Funktionsprogramm hinterlegt ist, mit dem eine Aspekteigenschaft derjenigen Hardware-Komponente festgelegt wird, der diejenige Software-Komponente entspricht, in der der Aspektblock enthalten ist. Außerdem enthält der Aspektblock 380 eine Parametereinheit 392, in der Parameterwerte für Parameter hinterlegt sind, die in dem Funktionsprogramm verarbeitet werden. Auf die Verknüpfung der in der Software-Komponente 400 enthaltenen Blöcke wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet.
  • Das Funktionsprogramm, welches in einem Aspektblock hinterlegt ist, der dem Diagnoseaspekt zugeordnet ist, enthält die auszuwertenden Diagnosebedingungen. Außerdem enthält dieses Funktionsprogramm diejenigen Texte, die in Abhängigkeit des Ergebnisses, welches bei der Auswertung der Diagnosebedingungen erhalten wird, als Meldungen und Abhilfen anzuzeigen sind. Das Funktionsprogramm, welches in einem Aspektblock hinterlegt ist, der dem Standardsteuerungsaspekt zugeordnet, legt diejenigen Steuerungsaufgaben fest, die im Rahmen der Standardsteuerung abzuar beiten sind, und zwar für diejenige Hardware-Komponente, der diejenige Software-Komponente entspricht, in der der Aspektblock enthalten ist. Entsprechend werden in dem Funktionsprogramm, welches in einem Aspektblock hinterlegt ist, der dem Sicherheitssteuerungsaspekt zugeordnet ist, die Steuerungsaufgaben festgelegt, die im Rahmen der Sicherheitssteuerung abzuarbeiten sind.
  • In 13 ist eine Software-Komponente in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer 400 bezeichnet.
  • Die Software-Komponente 400 enthält eine Interfaceeinheit 402, in der eine Anzahl 404 von Eingängen und eine Anzahl 406 von Ausgängen zusammengefasst sind. Ebenso wie im Fall des in 12 beschriebenen Aspektblockes 380 umfassen die Anzahl 404 von Eingängen drei Typen von Eingängen und umfassen die Anzahl 406 von Ausgängen drei Typen von Ausgängen. Was die Einzelheiten zu den drei Typen von Eingängen und den drei Typen von Ausgängen angeht sei auf die Beschreibung der 12 verwiesen. Ferner sind in der Software-Komponente 400 eine Anzahl 408 von Aspektblöcken und eine Anzahl 410 von Elementar- und/oder Gruppenkomponenten enthalten. Auf die Verknüpfung der in der Software-Komponente 400 enthaltenen Blöcke wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet. Vorteilhafterweise umfasst eine Software-Komponente einen Aspektblock, der dem Standardsteuerungsaspekt zugeordnet ist, einen Aspektblock, der dem Sicherheitssteuerungsaspekt zugeordnet ist und einen Aspektblock, der dem Diagnoseaspekt zugeordnet ist. Optional können noch ein Aspektblock, der dem Visualisierungsaspekt zugeordnet ist, und ein Aspektblock, der dem Antriebssteuerungsaspekt zugeordnet ist, vorgesehen sein.
  • Programmtechnisch entspricht sowohl eine Software-Komponente als auch ein Aspektblock einem XML-File. Im Falle eines Aspektblockes enthält das XML-File folgende Informationen: Belegungsinformationen, die wiedergeben, welche Größen und/oder Parameter und/oder Sensorsignale den Eingängen und/oder Ausgängen, die in der Interfaceeinheit zusammengefasst sind, dem Grunde nach zugeordnet sind. Aufrufinformationen, die in dem Funktionsprogramm enthaltene Aufrufe wiederge ben, mit denen in einer Datenbank befindliche Software-Bausteine aufgerufen werden, wobei es sich um der internationalen Norm IEC 61131 entsprechende Software-Bausteine handelt. Das in dem jeweiligen Aspektblock hinterlegte Funktionsprogramm. Im Falle einer Software-Komponente handelt es sich um folgende Informationen: in entsprechender Weise ebenfalls Belegungsinformationen. Informationen über die in der Software-Komponente enthaltenen Software-Komponenten und/oder Aspektblöcke. Auch die hierarchische Struktur des Anwenderprogramms wird als XML-File beschrieben, wobei dieses folgende Informationen enthält: Informationen über die Parametrierung einzelner Aspektblöcke. Informationen über das I/O-Mapping einzelner Aspektblöcke. Textbausteine, die in einzelnen Aspektblöcken enthalten sind, die dem Diagnoseaspekt zugeordnet sind,.
  • In 14 ist eine hierarchische Struktur in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer 420 bezeichnet.
  • Diese hierarchische Struktur repräsentiert sowohl diejenige hierarchische Struktur, die der zu steuernden Anlage 210 zugrunde liegt, als auch diejenige hierarchische Struktur, die dem Anwenderprogramm 38 für die Sicherheitssteuerung 18 zugrunde liegt. In der für 14 gewählten Darstellung hat jeder Block zwei Bedeutungen. Mit der vor dem Schrägstrich stehenden Bezugsziffer wird angegeben, welche Hardware-Komponente der zu steuernden Anlage 210 der jeweilige Block repräsentiert. Mit der nach dem Schrägstrich stehenden Bezugsziffer wird angegeben, welche Software-Komponente der jeweilige Block in dem Anwenderprogramm 38 repräsentiert.
  • Mit der Bezugsziffer 422 ist ein Block bezeichnet, der die zu steuernde Anlage 210 in ihrer Gesamtheit oder das Anwenderprogramm 38 in seiner Gesamtheit repräsentiert. Mit der Bezugsziffer 424 ist eine oberste Hierarchieebene bezeichnet. Mit Blick auf die zu steuernde Anlage 210 umfasst diese Hierarchieebene die Handlingstation 212, die Prozessstation 214 und die Teststation 216. Diese Hardware-Komponenten werden als Teilkomponenten bezeichnet.
  • Mit der Bezugsziffer 426 ist eine erste Hierarchieebene bezeichnet, die direkt unterhalb der obersten Hierarchieebene liegt. Diese Hierarchieebene umfasst den Rundtisch 270, das Prüfmodul 272, das Bohrmodul 274 und das Auswurfmodul 276. Diese Hardware-Komponenten werden als Unterkomponenten bezeichnet.
  • Mit der Bezugsziffer 428 ist eine zweite Hierarchieebene bezeichnet, die direkt unterhalb der ersten Hierarchieebene liegt. Diese Hierarchieebene umfasst den Motor 310, den Transferzylinder 312 und den Bohrzylinder 314. Diese Hardware-Komponenten werden als Einzelkomponenten bezeichnet.
  • In 14 wurde nicht für jede dargestellte Teilkomponente die erste Hierarchieebene und nicht für jede dargestellte Unterkomponente die zweite Hierarchieebene dargestellt. Dies soll keine einschränkende Wirkung haben. Für jede der in 14 dargestellten Teilkomponenten und Unterkomponenten existieren entsprechende Hierarchieebenen. Ferner wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit auf die Darstellung sämtlicher Not-Aus-Taster verzichtet.
  • Hinsichtlich des Wartungsaspektes sei folgendes ausgeführt: Bei der Wartung wird die zu steuernde Anlage 210 in eine Betriebsart überführt, bei der die durch das Anwenderprogramm 38 definierten Bewegungsabläufe der zu steuernden Anlage 210 mit einer reduzierten Geschwindigkeit ablaufen. Somit kann beispielsweise ein mit der zu steuernden Anlage 210 realisierter Fertigungsprozess mit reduzierter Geschwindigkeit weiterlaufen, während gleichzeitig Wartungsarbeiten an der zu steuernden Anlage 210 durchgeführt werden können.
  • Vorteilhafterweise wird bei einer komplexen Anlage mit vielen verschiedenen Hardwarekomponenten für zumindest folgende Steuerungsaspekte jeweils ein Aspektteilprogramm erstellt: Standardsteuerungsaspekt zur Steuerung des nichtsicherheitsrelevanten Prozessablaufs der Anlage unter Berücksichtigung eines Großteils der Hardwarekomponenten, Sicherheitssteuerungsaspekt zur Steuerung aller sicherheitsrelevanten Teilprozesse und Diagnoseaspekt zur Erstellung und Visualisie rung von Diagnosemeldungen. Des weiteren kann für folgende Aspekte jeweils ein Aspektteilprogramm erstellt werden: Antriebsregelung, Kühlung, Zugriffsberechtigung, Wartung, Verriegelung, Handbetrieb, Datenverwaltung. Mit solchen Aspektteilprogrammen kann die Steuerung einer komplexen Anlage über viele verschiedene Hardwarekomponenten hinweg unter einem einheitlichen, aspektbezogenen Blickwinkel programmiert werden, wobei die jeweils anderen Aspekte „ausgeblendet” werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 10108962 A1 [0004, 0006, 0006, 0006, 0006]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - EN 954-1 [0002]
    • - ISO 13849 [0002]
    • - IEC/EN 61508 [0002]
    • - IEC/EN 61131 [0008]
    • - EN 61131 [0095]
    • - IEC/EN 61131 [0144]
    • - IEC 61131 [0208]

Claims (17)

  1. Verfahren zum Erstellen eines Anwenderprogramms (38) für eine Sicherheitssteuerung (18), die dazu ausgebildet ist, eine Anlage (210) mit einer Vielzahl von Hardware-Komponenten zu steuern, wobei die Vielzahl von Hardware-Komponenten jeweils zumindest einen Sensor und zumindest einen Aktor beinhaltet, mit folgenden Schritten: – Bereitstellen einer Vielzahl (146, 174) von Software-Komponenten für die Vielzahl von Hardware-Komponenten, wobei die Vielzahl (146, 174) von Software-Komponenten jeweils zumindest einen Logikeingang (404) und zumindest einen Logikausgang (406) aufweisen und zumindest einen Aspektblock (92, 112, 136, 180, 198, 380, 408) enthalten, wobei jeder dieser Aspektblöcke (92, 112, 136, 180, 198, 380, 408) einem von mehreren untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekten zugeordnet ist, wobei jeder dieser Steuerungsaspekte einen eigenständigen Teilaspekt der Sicherheitssteuerung (18) repräsentiert, wobei jeder dieser Aspektblöcke (92, 112, 136, 180, 198, 380, 408) eine Anzahl (386) von Signaleingängen und eine Anzahl (388) von Signalausgängen aufweist, wobei dem jeweiligen Aspektblock (92, 112, 136, 180, 198, 380, 408) über seine Anzahl (386) von Signaleingängen eine Anzahl von Eingangssignalen zugeführt werden können und dieser Aspektblock (92, 112, 136, 180, 198, 380, 408) über seine Anzahl (388) von Signalausgängen eine Anzahl von Ausgangssignalen ausgeben kann, und wobei die Anzahl von Ausgangssignalen zumindest in Abhängigkeit der Anzahl von Eingangssignalen ermittelt werden, – Erstellen eines Komponententeilprogramms durch logisches Verknüpfen der Vielzahl (174) von Software-Komponenten, wobei zumindest ein Teil der Logikeingänge (404) und zumindest ein Teil der Logikaus gänge (406) der Software-Komponenten (174) untereinander verbunden werden, – Erstellen eines Aspektteilprogramms für zumindest einen Steuerungsaspekt, wobei für zumindest einen Aspektblock (180, 198), der in der Vielzahl (174) von Software-Komponenten enthalten ist, zumindest einem Teil der Signaleingänge Sensoren zugeordnet werden, deren Sensorsignale in dem jeweiligen Aspektblock (180, 198) verarbeitet werden, und wobei zumindest einem Teil der Signalausgänge Aktoren zugeordnet werden, die mit den in dem jeweiligen Aspektblock (180, 198) ermittelten Ausgangssignalen angesteuert werden, – Zusammenfügen des Komponententeilprogramms und des Aspektteilprogramms zu dem Anwenderprogramm (38).
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Bereitstellen der Vielzahl (146) von Software-Komponenten zumindest eine Software-Komponente (56) aus einer Menge (54) vordefinierter Software-Komponenten ausgewählt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vordefinierten Software-Komponenten (56, 58, 60, 62) jeweils eine von mehreren untereinander unterschiedlichen Hardware-Komponentenarten repräsentieren, wobei jede dieser Hardware-Komponentenarten eine Funktionalität aufweist, die für diese Hardware-Komponentenart als solche charakteristisch ist, und die jede der zu dieser Hardware-Komponentenart zugehörige Hardware-Komponente aufweist, wobei die vordefinierten Software-Komponenten (56, 58, 60, 62) jeweils diejenigen Aspektblöcke (136) enthalten, die denjenigen Steuerungsaspekten zugeordnet sind, die für diejenige Hardware-Komponentenart von Bedeutung sind, die die vordefinierte Software-Komponente (56, 58, 60, 62) repräsentiert.
  4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Bereitstellen der Vielzahl (146) von Software-Komponenten zumindest eine neue Software-Komponente (66, 68, 70) erstellt wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die vordefinierten Software-Komponenten (56, 58, 60, 62) und/oder die neu erstellten Software-Komponenten (66, 68, 70) jeweils entweder als Gruppenkomponente (58, 70, 110) oder als Elementarkomponente (56, 60, 62, 66, 68, 90, 134) ausgebildet sind, wobei eine Gruppenkomponente (110) zumindest einen Aspektblock (112) und zumindest eine Software-Komponente (118, 124) enthält, wobei die enthaltene Software-Komponente (118, 124) selbst wiederum als Elementarkomponente (118) oder als Gruppenkomponente (124) ausgebildet sein kann, und wobei eine Elementarkomponente (90, 134) lediglich zumindest einen Aspektblock (92, 136) enthält.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den vordefinierten Software-Komponenten (56, 58, 60, 62) und/oder bei der neu erstellten Software-Komponente (66, 68, 70) jeweils um gekapselte Software-Komponenten handelt, an denen keine Änderungen vorgenommen werden können.
  7. Verfahren nach Anspruche 6, dadurch gekennzeichnet, dass die gekapselten Software-Komponenten (56, 58, 60 62, 66, 68, 70) in einen Bearbeitungsmodus überführt werden können, wobei in diesem Bearbeitungsmodus Änderungen an den gekapselten Software-Komponenten (62) vorgenommen werden können.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Bearbeitungsmodus zumindest für einen Teil der Steuerungsaspekte die in den zugeordneten Aspektblöcken (136) jeweils hinterlegten Funktionsprogramme verändert werden können.
  9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass für denjenigen Steuerungsaspekt, der den Teilaspekt Sicherheitssteuerung repräsentiert, die in den zugeordneten Aspektblöcken (136) jeweils hinterlegten Funktionsprogramme nicht verändert werden können.
  10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Aspektblöcken (380, 408) jeweils ein Funktionsprogramm hinterlegt ist, welches Aspekteigenschaften einer Hardware-Komponente für denjenigen Steuerungsaspekt festlegt, dem der jeweilige Aspektblock (380, 408) zugeordnet ist, wobei es sich um diejenige Hardware-Komponente handelt, der diejenige Software-Komponente (400) entspricht, die den jeweiligen Aspektblock (380, 408) enthält, wobei zumindest einer der mehreren untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekte und somit die für diesen festgelegten Aspekteigenschaften die Hardware-Komponente als solche betreffen.
  11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil (132) der bereitgestellten Vielzahl (146) von Software-Komponenten neben einer Anzahl (112) von Aspektblöcken zusätzlich eine Anzahl von Elementarkomponenten (118) und/oder eine Anzahl von Gruppenkomponenten (124) enthält, wobei eine Gruppenkomponente (110) zumindest einen Aspektblock (112, 380) und zumindest eine Software-Komponente (118, 124, 400) enthält, wobei die enthaltene Software-Komponente (118, 124, 400) selbst wiederum als Elementarkomponente (90, 134) oder als Gruppenkomponente (110) ausgebildet sein kann, und wobei eine Elementarkomponente (90, 134) lediglich zumindest einen Aspektblock (92, 136) enthält, wobei in der Anzahl von Aspektblöcken (112) jeweils ein Funktionsprogramm hinterlegt ist, welches Aspekteigenschaften für denjenigen Steuerungsaspekt festlegt, dem der jeweilige Aspektblock (112) zugeordnet ist, wobei zumindest einer der mehreren untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekte und somit die für diesen festgelegten Aspekteigenschaften das Zusammenwirken zumindest eines Teils der Anzahl von Elementarkom ponenten (118) und/oder zumindest eines Teils der Anzahl (124) von Gruppenkomponenten betrifft.
  12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anwenderprogramm (38) hierarchisch strukturiert ist, wobei durch die bereitgestellte Vielzahl (146, 212, 214, 216) von Software-Komponenten eine Hierarchieebene (424) festgelegt wird, bei der es sich um die oberste Hierarchieebene handelt, und wobei durch zumindest eine Software-Komponente (118, 124, 274), die in einer derjenigen Software-Komponenten (132, 214) enthalten ist, die zu der bereitgestellten Vielzahl (146, 212, 214, 216) von Software-Komponenten gehört, eine weitere, unterhalb der obersten Hierarchieebene liegende Hierarchieebene (426) festgelegt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu der Vielzahl (146) von Software-Komponenten eine Anzahl (152) von Aspektblöcken bereitgestellt werden, wobei zumindest ein Teil der Vielzahl (146) von Software-Komponenten und zumindest ein Teil (152) der Anzahl von Aspektblöcken zu einer neuen Software-Komponente (158) zusammengefasst werden können, wodurch eine neue oberste Hierarchieebene festgelegt wird, unterhalb der die bisherige oberste Hierarchieebene als zweitoberste Hierarchieebene liegt.
  14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Anwenderprogramm (38) in eine Vielzahl von Hierarchieebenen (424, 426, 428) strukturiert ist, von denen eine ausgewählt werden kann, wobei beim Erstellen eines Aspektteilprogramms ferner lediglich diejenigen Aspektblöcke berücksichtigt werden, die in der ausgewählten Hierarchieebene enthalten sind.
  15. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für eine Vielzahl der untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekte jeweils ein Aspektteilprogramm erstellt wird, wobei das Erstellen der einzelnen Aspektteilprogramme getrennt erfolgt.
  16. Vorrichtung zum Erstellen eines Anwenderprogramms (38) für eine Sicherheitssteuerung (18), die dazu ausgebildet ist, eine Anlage (210) mit einer Vielzahl von Hardware-Komponenten zu steuern, wobei die Vielzahl von Hardware-Komponenten jeweils zumindest ein Sensor und zumindest einen Aktor umfassen, mit ersten Einheiten (12, 14, 16, 50) zum Bereitstellen einer Vielzahl (146, 174) von Software-Komponenten für die Vielzahl von Hardware-Komponenten, wobei die Vielzahl (146, 174) von Software-Komponenten jeweils zumindest einen Logikeingang (404) und zumindest einen Logikausgang (406) aufweisen und zumindest einen Aspektblock (92, 112, 136, 180, 198, 408) enthalten, wobei jeder dieser Aspektblöcke (92, 112, 136, 180, 198, 408) einem von mehreren untereinander unterschiedlichen Steuerungsaspekten zugeordnet ist, wobei jeder dieser Steuerungsaspekte einen eigenständigen Teilaspekt der Sicherheitssteuerung (18) repräsentiert, und wobei jeder dieser Aspektblöcke (92, 112, 136, 180, 198, 408) eine Anzahl (386) von Signaleingängen und eine Anzahl (388) von Signalausgängen aufweist, wobei dem jeweiligen Aspektblock (92, 112, 136, 180, 198, 408) über seine Anzahl (386) von Signaleingängen eine Anzahl von Eingangssignalen zugeführt werden können und dieser Aspektblock (92, 112, 136, 180, 198, 408) über seine Anzahl (388) von Signalausgängen eine Anzahl von Ausgangssignalen ausgeben kann, wobei die Anzahl von Ausgangssignalen zumindest in Abhängigkeit der Anzahl von Eingangssignalen ermittelt werden, mit zweiten Einheiten (172) zum Erstellen eines Komponententeilprogramms durch logisches Verknüpfen der Vielzahl (174) von Software-Komponenten, wobei hierzu zumindest ein Teil der Logikeingänge (404) und zumindest ein Teil der Logikausgänge (406) der Software-Komponenten (174) untereinander verbunden werden, mit dritten Einheiten (178, 196) zum Erstellen eines Aspektteilprogramms für zumindest einen Steuerungsaspekt, wobei zumindest für einen Teil derjenigen Aspektblöcke (180, 198), die in der Vielzahl (174) von Software-Komponenten enthalten sind, jeweils zumindest einem Teil der Signaleingänge Sensoren zugeordnet werden, deren Sensorsignale in dem jeweiligen Aspektblock (180, 198) verarbeitet werden, und zumindest einem Teil der Signalausgänge Aktoren zugeordnet werden, die mit den in dem jeweiligen Aspektblock (180, 198) ermittelten Ausgangssignalen angesteuert werden, und mit vierten Einheiten (42, 46) zum Zusammenfügen des Komponententeilprogramms und Aspektteilprogramms zu dem Anwenderprogramm.
  17. Computerprogramm mit Programmcodemitteln zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wenn das Computerprogramm (16) auf einem Computer (12) ausgeführt wird.
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