Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugsitzeinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Fahrzeugsitz, der eine derartige Fahrzeugsitzeinrichtung aufweist gemäß Anspruch 13.The invention relates to a vehicle seat device according to the preamble of claim 1. The invention further relates to a vehicle seat having such a vehicle seat device according to claim 13.
Die DE 103 42 724 A1 offenbart eine Fahrzeugsitzeinrichtung mit zwei Betätigungseinrichtungen zur Längsverstellung eines Kraftfahrzeugsitzes. Eine als Zusatzbetätigungseinrichtung ausgebildete Betätigungseinrichtung ist derart eingerichtet, dass eine Betätigung der Verriegelungseinrichtung von einer Rückseite der Fahrzeugsitzeinrichtung aus möglich ist. Des Weiteren weist die Fahrzeugsitzeinrichtung eine als Hauptbetätigungseinrichtung ausgebildete Zweitbetätigungseinrichtung auf, mittels der die Verriegelungseinrichtung von einer Vorderseite der Fahrzeugsitzeinrichtung aus bedienbar ist. Dies ermöglicht es, dass sowohl ein Benutzer der Fahrzeugsitzeinrichtung als auch Fahrzeuginsassen, die sich hinter der Fahrzeugsitzeinrichtung, beispielsweise auf einer Rückbank befinden, die Verriegelungseinrichtung bequem für eine Verstellung eines Fahrzeugsitzes betätigen können. Die offenbarte Betätigungseinrichtung weist ein durch Zug an einem Betätigungselement bewegbares flexibles Zugmittel auf. Die Zweitbetätigungseinrichtung umfasst einen Bügel.The DE 103 42 724 A1 discloses a vehicle seat device with two actuators for longitudinal adjustment of a motor vehicle seat. An actuating device embodied as an additional actuating device is set up such that an actuation of the locking device from a rear side of the vehicle seat device is possible. Furthermore, the vehicle seat device has a second actuating device configured as a main actuating device, by means of which the locking device can be operated from a front side of the vehicle seat device. This allows both a user of the vehicle seat assembly and vehicle occupants who are behind the vehicle seat assembly, such as a rear seat, to conveniently operate the lock assembly for adjustment of a vehicle seat. The disclosed actuator has a flexible traction means movable by tension on an actuator. The second actuator comprises a bracket.
Die JP 11170895 A offenbart eine ähnliche Fahrzeugsitzeinrichtung. Neben der Betätigungseinrichtung weist die Fahrzeugeinrichtung eine Zweitbetätigungseinrichtung auf, mittels der die Verriegelungseinrichtung ebenfalls betätigbar ist. Die Betätigungseinrichtung umfasst ein flexibles Zugmittel, welches über ein Betätigungselement bewegbar ist zum Entriegeln der Verriegelungseinrichtung. Die Zweitbetätigungseinrichtung umfasst einen Bügel.The JP 11170895 A discloses a similar vehicle seat assembly. In addition to the actuating device, the vehicle device has a second actuating device, by means of which the locking device can also be actuated. The actuating device comprises a flexible traction means, which is movable via an actuating element for unlocking the locking device. The second actuator comprises a bracket.
Eine weitere Fahrzeugsitzeinrichtung der vorstehend beschriebenen Art offenbart die JP 2002 254967 A . Neben der als Zusatzbetätigungseinrichtung ausgebildeten Betätigungseinrichtung zum Betätigen der Verriegelungseinrichtung umfasst die Fahrzeugsitzeinrichtung eine als Hauptbetätigungseinrichtung ausgebildete Zweitbetätigungseinrichtung, mit der ebenfalls die Verriegelungseinrichtung betätigbar ist. Sowohl die Betätigungseinrichtung als auch die Zweitbetätigungseinrichtung umfassen jeweils einen verschwenkbaren Bügel, mittels dem durch manuelles Verschwenken die Verriegelungseinrichtung entriegelt werden kann. Die Betätigungseinrichtung erstreckt sich in einen Rückbereich der Fahrzeugsitzeinrichtung, so dass die Betätigungseinrichtung von einer Rückseite der Fahrzeugsitzeinrichtung aus manuell bedienbar ist. Um zu verhindern, dass die Verriegelungseinrichtung unbeabsichtigt durch Betätigung der Betätigungseinrichtung entriegelt wird, umfasst die Fahrzeugsitzeinrichtung einen unbeweglichen Sicherungsbügel, der oberhalb des Bügels der Betätigungseinrichtung angeordnet ist und etwas über diesen hervorsteht. Dieser Zusatzbügel schirmt den Bügel der Betätigungseinrichtung ab und verhindert beispielsweise, dass der Bügel der Betätigungseinrichtung ungewollt durch eine Fußbewegung eines Frontinsassen betätigt wird.Another vehicle seat device of the type described above discloses the JP 2002 254967 A , In addition to the actuating device designed as an additional actuating device for actuating the locking device, the vehicle seat device comprises a second actuating device designed as a main actuating device, with which the locking device can likewise be actuated. Both the actuating device and the second actuating device each comprise a pivotable bracket, by means of which the locking device can be unlocked by manual pivoting. The actuating device extends into a rear region of the vehicle seat device, so that the actuating device can be operated manually from a rear side of the vehicle seat device. In order to prevent the locking device from being inadvertently unlocked by actuation of the actuating device, the vehicle seat device comprises an immovable securing bracket, which is arranged above the bracket of the actuating device and projects slightly beyond it. This additional bracket shields the bracket of the actuator and prevents, for example, that the bracket of the actuator is unintentionally operated by a foot movement of a front occupant.
Die DE 20 2004 019 647 U9 offenbart eine gattungsgemäße Fahrzeugsitzeinrichtung. Diese Einrichtung weist einen Betätigungshebel auf, der zusammen mit einem sogenannten Sprungstück auf einer gemeinsamen Drehachse sitzt. Dieses Sprungstück besitzt zwei Hebelarme, die im wesentlichen senkrecht zueinander von der Drehachse abragen. In das Ende des einen Hebelarms ist eine Zugfeder eingehängt, deren anderes Ende im Abstand von der Drehachse in den Betätigungshebel eingehängt ist. In das freie Ende des anderen Hebelarms ist ein Bowdenzug eingehängt, der zu einer Ver- bzw. Entriegelungsvorrichtung einer Sitzlängsverstelleinrichtung führt. Dieser Hebelarm des Sprungstücks kann zwischen zwei Anschlägen verschwenkt werden. Für den Betätigungshebel sind ebenfalls zwei Endanschläge vorgesehen, zwischen denen dieser verschwenkt werden kann. Im Ausgangszustand wird sowohl der Betätigungshebel als auch der Hebelarm des Sprungstücks, in den der Bowdenzug eingehängt ist, gegen einen der zugeordneten Endanschläge gezogen. Wird nun der Betätigungshebel gegen die Kraft der Zugfeder betätigt, wird auf dem Schwenkweg des Betätigungshebels eine Position erreicht, in der der Betätigungshebel die Verlängerung des Hebelarms des Sprungstücks bildet, in den die Zugfeder eingehängt ist. in dieser Situation ist eine Totpunktlage erreicht, in der die Zugfeder maximal gespannt ist. Eine geringfügige Weiterbewegung des Betätigungshebels in die eingeschlagene Richtung bewirkt, dass die Zugfeder auf das Sprungstück ein Drehmoment ausübt, so dass das Sprungstück auf der Drehachse verschwenkt und Zug auf den Bowdenzug ausübt. Die Drehbewegung des Sprungstücks wird durch den anderen Endanschlag begrenzt. Bei dieser bekannten Fahrzeugsitzeinrichtung gibt es also zwei Bewegungsphasen des Betätigungshebels. In der ersten Bewegungsphase wird die Verriegelungseinrichtung für die Sitzlängsverstellung noch nicht betätigt, da kein Zug auf den Bowdenzug ausgeübt wird. Erst in einer zweiten Bewegungsphase des Betätigungshebels, in der eine Totpunktlage überwunden wird, wird Zug auf den Bowdenzug ausgeübt, so dass die Verriegelungseinrichtung entriegelt wird.The DE 20 2004 019 647 U9 discloses a generic vehicle seat device. This device has an actuating lever, which sits together with a so-called jump piece on a common axis of rotation. This jump piece has two lever arms which protrude substantially perpendicular to each other from the axis of rotation. In the end of a lever arm, a tension spring is mounted, the other end is mounted at a distance from the axis of rotation in the operating lever. In the free end of the other lever arm, a Bowden cable is mounted, which leads to a locking or unlocking a Sitzlängsverstelleinrichtung. This lever arm of the jump piece can be pivoted between two stops. For the actuating lever two end stops are also provided, between which it can be pivoted. In the initial state, both the actuating lever and the lever arm of the jump piece, in which the Bowden cable is mounted, pulled against one of the associated end stops. Now, if the operating lever is operated against the force of the tension spring, a position is reached on the pivoting of the actuating lever, in which the actuating lever forms the extension of the lever arm of the jump piece, in which the tension spring is mounted. In this situation, a dead center is reached, in which the tension spring is maximally stretched. A slight further movement of the actuating lever in the direction taken causes the tension spring to exert a torque on the jump piece, so that the jump piece pivots on the axis of rotation and exerts tension on the Bowden cable. The rotation of the jump piece is limited by the other end stop. In this known vehicle seat device there are thus two movement phases of the actuating lever. In the first movement phase, the locking device for the seat-length adjustment is not yet actuated, since no train is exerted on the Bowden cable. Only in a second phase of movement of the actuating lever, in which a dead center position is overcome, train is exerted on the Bowden cable, so that the locking device is unlocked.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Fahrzeugsitzeinrichtung gattungsgemäßer Art zu schaffen, die eine weitere Möglichkeit bietet, eine ungewünschte Entriegelung der Verriegelungseinrichtung zu verhindern oder zumindest die Gefahr einer ungewünschten Entriegelung zu reduzieren. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Fahrzeugsitz mit einer derartigen Fahrzeugsitzeinrichtung zu schaffen.Object of the present invention is to provide a vehicle seat device of the generic type, which provides a further possibility to prevent unwanted unlocking of the locking device or at least the risk reduce unwanted unlocking. Another object of the present invention is to provide a vehicle seat with such a vehicle seat device.
Diese Aufgaben werden durch eine Fahrzeugsitzeinrichtung und einen Fahrzeugsitz gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst.These objects are achieved by a vehicle seat device and a vehicle seat according to the independent claims.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstände der abhängigen Ansprüche.Advantageous developments are subject matters of the dependent claims.
Die erfindungsgemäße Fahrzeugsitzeinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Betätigungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass in der ersten Bewegungsphase der Betätigungseinrichtung ein Sicherungsmittel betätigt wird zum Entsichern einer späteren Bewegungsphase der Betätigungseinrichtung. Dadurch, dass der eigentlichen Entriegelungsphase der Betätigungseinrichtung eine Betätigungsphase zum Entsichern der Betätigungseinrichtung vorangeht, wird ein zusätzlicher Schutz gegen eine ungewollte Betätigung der Verriegelungseinrichtung ermöglicht.The vehicle seat device according to the invention is characterized in that the actuating device is designed such that in the first movement phase of the actuating device a securing means is actuated for unlocking a later movement phase of the actuating device. Due to the fact that the actual unlocking phase of the actuating device precedes an actuating phase for unlocking the actuating device, additional protection against undesired actuation of the locking device is made possible.
Neben der ersten und zweiten Bewegungsphase können weitere Bewegungsphasen der Betätigungseinrichtung vorgesehen sein.In addition to the first and second movement phase further movement phases of the actuator may be provided.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels, welches durch mehrere Figuren dargestellt ist, näher beschrieben. Dabei zeigt:The invention will be described in more detail below with reference to an embodiment which is represented by a plurality of figures. Showing:
1 eine Aufsicht auf eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzeinrichtung in einem Grundzustand, in dem eine Betätigungseinrichtung der Fahrzeugsitzeinrichtung nicht betätigt ist, 1 a plan view of an embodiment of a vehicle seat device according to the invention in a ground state in which an actuator of the vehicle seat device is not actuated,
2 eine seitliche Innenansicht der Fahrzeugsitzeinrichtung im Grundzustand, 2 a lateral interior view of the vehicle seat device in the ground state,
3 eine Aufsicht der Fahrzeugsitzeinrichtung in einem ersten Betätigungszustand, in dem eine erste Bewegungsphase der Betätigungseinrichtung abgeschlossen ist, 3 a top view of the vehicle seat device in a first actuation state, in which a first movement phase of the actuator is completed,
4 eine seitliche Innenansicht der Fahrzeugsitzeinrichtung in einem zweiten Betätigungszustand, in dem eine zweite Bewegungsphase der Betätigungseinrichtung abgeschlossen ist, 4 a lateral interior view of the vehicle seat device in a second operating state in which a second movement phase of the actuator is completed,
5 eine seitliche Außenansicht der Fahrzeugsitzeinrichtung, und 5 a side outside view of the vehicle seat device, and
6 eine weitere Aufsicht der Fahrzeugsitzeinrichtung mit einem an der Fahrzeugsitzeinrichtung angebrachten Sitzrahmen. 6 another plan view of the vehicle seat device with a seat frame attached to the vehicle seat device.
Gleiche oder einander entsprechende Bauteile sind in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.The same or corresponding components are provided in the figures with the same reference numerals.
Die 1 bis 6 zeigen eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzeinrichtung 1 in verschiedenen Ansichten und verschiedenen Zuständen. Die Fahrzeugsitzeinrichtung 1 ist Bestandteil eines Kraftfahrzeug-Fahrzeugsitzes. Auf die gesamte Darstellung des Kraftfahrzeug-Fahrzeugsitzes wurde verzichtet, da dessen grundsätzlicher Aufbau bekannt ist.The 1 to 6 show an embodiment of a vehicle seat device according to the invention 1 in different views and different states. The vehicle seat device 1 is part of a motor vehicle vehicle seat. The entire representation of the motor vehicle vehicle seat has been omitted, since its basic structure is known.
Die Fahrzeugsitzeinrichtung 1 umfasst eine mit einem Fahrzeugboden verbindbare erste Unterschiene 2 und eine zweite Unterschiene 2', eine erste Oberschiene 3 und eine zweite Oberschiene 3', und eine erste Verriegelungseinrichtung 4 und eine zweite Verriegelungseinrichtung 4'. Die Unterschienen 2, 2' sind parallel zueinander verlaufend unter Belassung eines Abstandes nebeneinander angeordnet. In der ersten Unterschiene 2 ist die erste Oberschiene 3 relativ zur Unterschiene 2 längsverschiebbar gelagert, in der zweiten Unterschiene 2' ist die zweite Oberschiene 3' relativ zur zweiten Unterschiene 2' längsverschiebbar gelagert. Mittels der ersten Verriegelungseinrichtung 4 ist die erste Oberschiene 3 mit der ersten Unterschiene 2 verriegelbar und entriegelbar, mit der zweiten Verriegelungseinrichtung 4' ist die zweite Oberschiene 3 mit der zweiten Unterschiene 2' verriegelbar und entriegelbar. Sowohl an der ersten Oberschiene 3 als auch an der zweiten Oberschiene 3' sind beabstandet voneinander jeweils zwei aus einem im wesentlichen plattenförmigen Blech bestehende Sitzrahmenbefestigungselemente 19 befestigt, hier mittels Schraubverbindungen, wobei an den Sitzrahmenbefestigungselementen 19 in einer erhöhten Position ein Sitzrahmen 20 befestigt ist. Über eine beidseitige Entriegelung der Verriegelungseinrichtungen 4, 4' lässt sich somit der Sitzrahmen 20 relativ zu den Unterschienen 2, 2' sowohl nach vorne als auch nach hinten bis zum Erreichen eines nicht näher dargestellten jeweiligen Anschlags verschieben.The vehicle seat device 1 includes a first bottom rail connectable to a vehicle floor 2 and a second bottom rail 2 ' , a first upper rail 3 and a second top rail 3 ' , and a first locking device 4 and a second locking device 4 ' , The lower rails 2 . 2 ' are arranged parallel to each other while leaving a distance next to each other. In the first lower rail 2 is the first upper rail 3 relative to the bottom rail 2 mounted longitudinally displaceable, in the second lower rail 2 ' is the second upper rail 3 ' relative to the second lower rail 2 ' mounted longitudinally displaceable. By means of the first locking device 4 is the first upper rail 3 with the first lower rail 2 Lockable and unlockable, with the second locking device 4 ' is the second upper rail 3 with the second lower rail 2 ' Lockable and unlockable. Both on the first upper rail 3 as well as on the second upper rail 3 ' are spaced from each other two of a substantially plate-shaped sheet existing seat frame mounting elements 19 fastened, here by means of screw, wherein the seat frame fasteners 19 in a raised position a seat frame 20 is attached. About a two-sided unlocking the locking devices 4 . 4 ' can thus be the seat frame 20 relative to the lower rails 2 . 2 ' move both forward and backward until reaching a respective stop not shown.
Die erste Verriegelungseinrichtung 4 umfasst ein erstes Verriegelungselement 16, welches um eine oberschienenfeste zweite Schwenkachse 14 verschwenkbar gelagert ist. Das erste Verriegelungselement 16 umfasst eine Betätigungsnase 21, siehe hierzu 2 und 5, die mit einer in den Figuren nicht sichtbaren Verriegelung der Verriegelungseinrichtung 4 für die Verriegelung und Entriegelung der ersten Unterschiene 2 und der ersten Oberschiene 3 in Wirkverbindung steht. Durch Verschwenken des ersten Verriegelungselementes 16' um die Schwenkachse 14 wird die Betätigungsnase 21 in die Oberschiene 3 abgesenkt und auf diese Weise gegen eine Vorspannung die Verriegelung zwischen erster Unterschiene 2 und erster Oberschiene 3 entriegelt. Beim Zurückschwenken des ersten Verriegelungselementes 16, welches durch die Vorspannung der Verriegelung unterstützt bzw. bewirkt wird, gelangt die Verriegelung der ersten Verriegelungseinrichtung 4 wieder in eine Verriegelungsstellung. Derartige Verriegelungen sind an sich bekannt und auch nicht der Schwerpunkt der vorliegenden Erfindung, weswegen darauf verzichtet wird, eine derartige Verriegelung näher darzustellen.The first locking device 4 includes a first locking element 16 which is about a rail-fixed second pivot axis 14 is pivotally mounted. The first locking element 16 includes an actuating nose 21 , see also 2 and 5 that with a not visible in the figures locking the locking device 4 for locking and unlocking the first lower rail 2 and the first top rail 3 is in active connection. By pivoting the first locking element 16 ' around the pivot axis 14 becomes the operating nose 21 in the top rail 3 lowered and in this way against a bias the lock between the first lower rail 2 and first upper rail 3 unlocked. When swinging back the first locking element 16 , which is supported by the bias of the lock, brings the locking of the first locking device 4 again in a locked position. Such locks are known per se and also not the focus of the present invention, which is why it is omitted to represent such a lock in more detail.
Entsprechend der ersten Verriegelungseinrichtung 4 umfasst die zweite Verriegelungseinrichtung 4' ein zweites Verriegelungselement 16', das im wesentlichen spiegelsymmetrisch zum ersten Verriegelungselement 16 angeordnet ist und um dieselbe Schwenkachse 14 verschwenkbar ist, zum Entriegeln einer in eine Verriegelungsstellung vorgespannten Verriegelung der zweiten Verriegelungseinrichtung 4'.According to the first locking device 4 includes the second locking device 4 ' a second locking element 16 ' that is substantially mirror-symmetrical to the first locking element 16 is arranged and about the same pivot axis 14 is pivotable, for unlocking a biased in a locking position locking the second locking device 4 ' ,
Des Weiteren umfasst die Fahrzeugsitzeinrichtung 1 eine als Zusatzbetätigungseinrichtung ausgebildete Betätigungseinrichtung 5, mittels der die erste Verriegelungseinrichtung 4 und die zweite Verriegelungseinrichtung 4' zum Entriegeln betätigbar ist. Die Betätigungseinrichtung 5 umfasst ein starres Hebelelement 10 und ein starres Betätigungselement 12. Das Hebelelement 10 ist an der ersten Oberschiene 3 um eine oberschienenfeste erste Schwenkachse 9 schwenkbar gelagert. Am Ende des durch die Schwenkachse 9 definierten längeren Teils des Hebelelementes 10 ist das Betätigungselement 12 über ein Gelenk 11 gelenkig mit dem Hebelelement 10 verbunden. Das Gelenk 11 ermöglicht eine Verschwenkung des Betätigungselementes 12 um eine Rotationsachse 8. Die Rotationsachse 8 unterscheidet sich in ihrer Orientierung von der ersten Schwenkachse 9, um die das Hebelelement 10 verschwenkbar ist. In diesem Ausführungsbeispiel liegt die Rotationsachse 8 in einer Ebene senkrecht zur ersten Schwenkachse 9.Furthermore, the vehicle seat device comprises 1 an actuating device designed as an additional operating device 5 , by means of which the first locking device 4 and the second locking device 4 ' can be actuated to unlock. The actuating device 5 includes a rigid lever element 10 and a rigid actuator 12 , The lever element 10 is at the first upper rail 3 around a top rail fixed first pivot axis 9 pivoted. At the end of the pivot axis 9 defined longer part of the lever element 10 is the actuator 12 about a joint 11 articulated with the lever element 10 connected. The joint 11 allows pivoting of the actuating element 12 around a rotation axis 8th , The rotation axis 8th differs in its orientation from the first pivot axis 9 to the the lever element 10 is pivotable. In this embodiment, the axis of rotation is located 8th in a plane perpendicular to the first pivot axis 9 ,
Das Ende 22 des von der ersten Schwenkachse 9 ausgehenden kürzeren Teils des Hebelelementes 10 steht unmittelbar mit dem ersten Verriegelungselement 16 in Wirkverbindung. Durch Verschwenken des Hebelelementes 10 um die erste Schwenkachse 9 ist über dieses Ende 22 eine Kraft auf das Verriegelungselement 16 ausübbar, die das erste Verriegelungselement 16 um die zweite Schwenkachse 14 zum Entriegeln der ersten Verriegelungseinrichtung 4 verschwenkt.The end 22 of the first pivot axis 9 outgoing shorter part of the lever element 10 is directly connected to the first locking element 16 in active connection. By pivoting the lever element 10 around the first pivot axis 9 is over this end 22 a force on the locking element 16 exercisable, which is the first locking element 16 around the second pivot axis 14 for unlocking the first locking device 4 pivoted.
Das Betätigungselement 12 ist in Form eines Handgriffes ausgebildet für die erleichterte manuelle Betätigung der Betätigungseinrichtung 5. Am Handgriff ist ein Eingriffsmittel 6 in Form einer Nase ausgebildet. Eine hintere Sitzrahmenbefestigung 19 umfasst eine Eingriffsmittelaufnahme 7 in Form einer Ausnehmung, in die das Eingriffsmittel 6 lösbar formschlüssig eingreifen kann.The actuator 12 is designed in the form of a handle for facilitated manual actuation of the actuator 5 , On the handle is an engaging means 6 formed in the form of a nose. A rear seat frame attachment 19 includes an engaging means receptacle 7 in the form of a recess into which the engaging means 6 releasably engage positively.
Das Hebelelement 10 ist in einer Grundstellung, die beispielsweise 1 und 2 zeigt, gegen eine Betätigung der ersten Verriegelungseinrichtung 4 vorgespannt, hier mittels einer nicht näher dargestellten Schenkelfeder, die um die erste Schwenkachse 9 angeordnet ist. Durch diese Vorspannung wird das Hebelelement 10 in der Grundstellung gegen einen Anschlag 23 gedrückt. Der Anschlag 23 bildet auf diese Weise eine untere Begrenzung des Schwenkbereiches des Hebelelementes 10. Das Betätigungselement 12 ist gegen eine Aufhebung des Formschlusses zwischen Eingriffsmittel 6 und Eingriffsmittelaufnahme 7 vorgespannt, hier ebenfalls mittels einer nicht näher dargestellten Schenkelfeder, die um die Rotationsachse 8 im Bereich des Gelenkes 11 angeordnet ist.The lever element 10 is in a basic position, for example 1 and 2 shows, against an actuation of the first locking device 4 biased, here by means of a leg spring, not shown, about the first pivot axis 9 is arranged. By this bias is the lever element 10 in the basic position against a stop 23 pressed. The stop 23 forms in this way a lower limit of the pivoting range of the lever element 10 , The actuator 12 is against a repeal of the positive connection between engaging means 6 and engaging means reception 7 biased, here also by means of a leg spring, not shown, about the axis of rotation 8th in the area of the joint 11 is arranged.
Des Weiteren umfasst die Fahrzeugsitzeinrichtung 1 eine als Hauptbetätigungseinrichtung ausgebildete Zweitbetätigungseinrichtung 13. Die Zweitbetätigungseinrichtung 13 ermöglicht eine weitere Betätigung der Verriegelungseinrichtungen 4, 4' zum Entriegeln der Unterschienen 2, 2' und der Oberschienen 3, 3'. Die Zweitbetätigungseinrichtung 13 umfasst einen starren rohrförmigen Bügel 15, der im Bereich zwischen den Unterschienen 2, 2' angeordnet ist, und der mit einem Ende fest sowohl mit dem ersten Verriegelungselement 16 als auch mit dem zweiten Verriegelungselement 16' im Bereich der ersten Schwenkachse 14 verbunden ist. Durch Nachobenziehen des Bügels 15 aus einer Grundstellung heraus sind beide Verriegelungselemente 16, 16' gegen eine Vorspannung zum Entriegeln der Verriegelungseinrichtungen 4, 4' gemeinsam betätigbar. Wird auf den Bügel 15 keine Kraft ausgeübt, so wird aufgrund der vorgespannten Verriegelungseinrichtungen 4, 4' der Bügel 15 in seine Grundposition zurückbewegt. Aufgrund dessen, dass der Bügel 15 eine Verbindung zwischen erster Verriegelungseinrichtung 4 und zweiter Verriegelungseinrichtung 4' herstellt, ist durch Betätigung der Betätigungseinrichtung 5 neben der Betätigung der ersten Verriegelungseinrichtung 4 auch die gleichzeitige Betätigung der zweiten Verriegelungseinrichtung 4' gewährleistet.Furthermore, the vehicle seat device comprises 1 a trained as a main actuator second actuator 13 , The second actuator 13 allows further actuation of the locking devices 4 . 4 ' for unlocking the lower rails 2 . 2 ' and the top rails 3 . 3 ' , The second actuator 13 includes a rigid tubular bracket 15 in the area between the lower rails 2 . 2 ' is arranged, and with one end fixed to both the first locking element 16 as well as with the second locking element 16 ' in the area of the first pivot axis 14 connected is. By pulling the handle upwards 15 from a basic position are both locking elements 16 . 16 ' against a bias for unlocking the locking devices 4 . 4 ' jointly actuated. Will on the hanger 15 no force exerted, so is due to the prestressed locking devices 4 . 4 ' the coat hanger 15 moved back to its basic position. Because of that, the hanger 15 a connection between the first locking device 4 and second locking device 4 ' is produced by actuation of the actuator 5 in addition to the operation of the first locking device 4 also the simultaneous actuation of the second locking device 4 ' guaranteed.
Die Betätigungseinrichtung 5 erstreckt sich in einen Rückbereich 17 der Fahrzeugsitzeinrichtung, so dass die Betätigungseinrichtung 5 von einer Rückseite der Fahrzeugsitzeinrichtung 1 aus durch Betätigung des Betätigungselementes 12 bequem manuell bedienbar ist. Die Zweitbetätigungseinrichtung 13 erstreckt sich mit dem Bügel 15 in einen Vorderbereich 18 der Fahrzeugsitzeinrichtung 1, wodurch die Zweitbetätigungseinrichtung 13 von einer Vorderseite der Fahrzeugsitzeinrichtung 1 aus durch manuelle Betätigung des Bügels 15 bequem bedienbar ist.The actuating device 5 extends into a back area 17 the vehicle seat device, so that the actuating device 5 from a rear side of the vehicle seat device 1 from by actuation of the actuating element 12 is easy to use manually. The second actuator 13 extends to the temple 15 in a front area 18 the vehicle seat device 1 , whereby the secondary actuator 13 from a front side of the vehicle seat device 1 off by manual operation of the bracket 15 is easy to use.
Im Folgenden soll die Wirkungsweise der Betätigungseinrichtung 5 näher beschrieben werden.The following is the operation of the actuator 5 be described in more detail.
In der Grundstellung, die beispielsweise 1 und 2 zeigt, greift das Eingriffsmittel 6 formschlüssig in die Eingriffsmittelaufnahme 7 ein. Durch diesen Eingriff ist das Hebelelement 10 in seiner Stellung fixiert. Durch den formschlüssigen Eingriff und durch die Vorspannung des Betätigungselementes 12 wird verhindert, dass durch einen unbeabsichtigten Kontakt beispielsweise eines Fahrzeuginsassen mit der Betätigungseinrichtung 5 eine Entriegelung der Verriegelungseinrichtungen 4, 4' bewirkt wird.In the basic position, for example 1 and 2 shows, engages the engaging means 6 positively in the Eingriffsmittelaufnahme 7 one. This intervention is the lever element 10 fixed in his position. By the positive engagement and by the bias of the actuator 12 is prevented by unintentional contact, for example, a vehicle occupant with the actuator 5 a release of the locking devices 4 . 4 ' is effected.
Zum Betätigen der Betätigungseinrichtung 5 wird in einer ersten Bewegungsphase B1, siehe 3, das Betätigungselement 12 gegen die Vorspannung um die Rotationsachse 8 verschwenkt und auf diese Weise der Formschluss zwischen Eingriffsmittel 6 und Eingriffsmittelaufnahme 7 gelöst. Nach dem Lösen des Formschlusses wird das Betätigungselement 12 in einer zweiten Bewegungsphase B2, siehe 4, nach oben gezogen, wodurch das Hebelelement 10 um die erste Schwenkachse 9 verschwenkt wird. Im Rahmen dieser zweiten Bewegungsphase B2 drückt das Hebelelement 10 mit seinem dem Betätigungselement 12 abgewandten Ende 22 das erste Entriegelungselement 16 zur Entriegelung der Verriegelungseinrichtung 4 nach unten, bis erste Unterschiene 2 und erste Oberschiene 3 entriegelt sind. Durch die Übertragung durch den Bügel 15 wird im gleichen Zuge eine Entriegelung der zweiten Unterschiene 2' und der zweiten Oberschiene 3' bewirkt. Wird das Betätigungselement 12 losgelassen, so führt die Vorspannung des Betätigungselementes 12, des Hebelelementes 10 und der Verriegelungseinrichtungen 4, 4' dazu, dass der Betätigungsmechanismus 5 seine Grundposition einnimmt und die Verriegelungseinrichtungen 4, 4' die Unterschienen 2, 2' mit den Oberschienen 3, 3' verriegeln. Gegebenenfalls kann die Herstellung des Formschlusses zwischen Eingriffsmittel 6 und Eingriffsmittelaufnahme 7 manuell unterstützt werden.To operate the actuator 5 is in a first movement phase B1, see 3 , the actuator 12 against the bias around the axis of rotation 8th pivots and in this way the positive connection between engagement means 6 and engaging means reception 7 solved. After releasing the positive connection, the actuating element 12 in a second movement phase B2, see 4 , pulled upwards, causing the lever element 10 around the first pivot axis 9 is pivoted. In the context of this second movement phase B2, the lever element presses 10 with his the actuator 12 opposite end 22 the first unlocking element 16 for unlocking the locking device 4 down until first lower rail 2 and first upper rail 3 are unlocked. Through the transmission through the hanger 15 is in the same train unlocking the second bottom rail 2 ' and the second upper rail 3 ' causes. Will the actuator 12 let go, so performs the bias of the actuator 12 , the lever element 10 and the locking devices 4 . 4 ' to that the operating mechanism 5 occupies its basic position and the locking devices 4 . 4 ' the lower rails 2 . 2 ' with the top rails 3 . 3 ' lock. Optionally, the production of the positive connection between engaging means 6 and engaging means reception 7 be supported manually.
Die Betätigungseinrichtung 5 zeichnet sich dadurch aus, dass die Verriegelungseinrichtungen 4, 4' nicht in der ersten Bewegungsphase B1, sondern erst in der zweiten Bewegungsphase B2 betätigt werden. Die Bewegungsphasen B1, B2 werden hier durch zwei rotatorische Bewegungen gebildet, zum einen eine Verschwenkung des Betätigungselements 12 um die Achse 8, zum anderen eine Verschwenkung des Hebelelementes 10 um die erste Schwenkachse 9. Grundsätzlich sind auch Betätigungseinrichtungen mit anderen Bewegungsphasen möglich, insbesondere mit translatorischen oder translatorisch-rotatorisch gemischten Bewegungsphasen.The actuating device 5 is characterized by the fact that the locking devices 4 . 4 ' not in the first movement phase B1, but only in the second movement phase B2 are operated. The movement phases B1, B2 are formed here by two rotational movements, on the one hand a pivoting of the actuating element 12 around the axis 8th , on the other hand, a pivoting of the lever element 10 around the first pivot axis 9 , In principle, actuation devices with other movement phases are also possible, in particular with translatory or translatory-rotationally mixed movement phases.
Insbesondere ist es möglich, auch die Zweitbetätigungseinrichtung als derartige mehrphasige Betätigungseinrichtung auszubilden. Auch ist eine derartige mehrphasige Betätigungseinrichtung für die Betätigung einer Verriegelungseinrichtung von einer Vorderseite einer Fahrzeugsitzeinrichtung aus prinzipiell einsetzbar.In particular, it is also possible to design the secondary actuating device as such a multi-phase actuating device. Such a multi-phase actuating device for actuating a locking device can also be used in principle from a front side of a vehicle seat device.