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Die
Erfindung betrifft eine hydraulische Betätigungsvorrichtung
für eine Verdeckeinheit eines Fahrzeugs mit mehreren hydraulisch
beweglichen Verdeckelementen nach der im Oberbegriff des Patentanspruches
1 näher definierten Art.
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Hydraulische
Betätigungsvorrichtungen für Verdecke von Cabriolet-Fahrzeugen
sind in der Praxis weithin bekannt und beispielsweise in der
DE 195 23 784 C2 und
DE 44 07 739 C1 beschrieben.
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Eine
in der Praxis eingesetzte hydraulische Betätigungsvorrichtung
für ein Verdeck eines Cabriolet-Fahrzeugs ist in der 1 gezeigt.
Wie dem hydraulischen Schaltbild der 1 zu entnehmen
ist, weist diese bekannte Betätigungsvorrichtung 01 zur Betätigung
erster, ein Verdeckgestänge 03 darstellender Verdeckelemente
einer Verdeckeinheit 02 eine erste Kolben-Zylinder-Anordnung 012,
sowie zur Betätigung eines Verdeckkastendeckels 04 eine zweite
Kolben-Zylinder-Anordnung 014 und zur Betätigung
eines Spannbügels 05 eine dritte Kolben-Zylinder-Anordnung 015 auf.
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Von
den drei doppeltwirkenden hydraulischen Kolben-Zylinder-Anordnungen 012, 014, 015 weist
die erste, dem Verdeckgestänge 03 zugeordnete
Kolben-Zylinder-Anordnung 012 und die dritte, dem Spannbügel 05 zugeordnete
Kolben-Zylinder-Einheit 015 jeweils zwei Kolben-Zylinder-Einheiten 012A, 012B und 015A, 015B auf,
während die zweite, dem Verdeckkastendeckel 04 zugeordnete Kolben-Zylinder-Einheit 014 nur
eine Kolben-Zylinder-Einheit aufweist.
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Die
Kolben-Zylinder-Anordnungen 012, 014, 015 werden
von einer reversiblen, von einem Motor 07 angetriebenen
Pumpe 08 mit Hydrauliköl als hydraulischem Arbeitsmedium
versorgt, wobei die Pumpe 08 das Hydrauliköl aus
einem Druckentspannungsraum bzw. Tank 06 fördert.
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Wenn
die elektromotorisch betriebene Pumpe 08 in einer ersten
Drehrichtung PR Hydrauliköl über eine durch Hydraulikleitungen 09, 09A und 09B gebildete
Hydraulikverbindung an die kolbenseitigen Arbeitsräume 012AK, 012BK der
Kolben-Zylinder-Einheiten 012A, 012B der ersten
Kolben-Zylinder-Einheit 012 fördert, werden deren
Kolben in Richtung ”C” eines in der 1 ersichtlichen
Pfeils P01 ausgefahren, womit eine Schließbewegung des
Verdecks bewirkt wird.
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Des
Weiteren geht parallel hierzu über eine Zweigleitung und
ein Wechselventil 020 Druck auf eine stromab des Wechselventils 020 liegende Druckleitung 011,
welche zu den weiteren Kolben-Zylinder-Anordnungen 014 und 015 führt.
Diesen Kolben-Zylinder-Anordnungen 014, 015 sind
jeweils zwei Wegeventile, nämlich die Ventile 022 und 023 bezüglich
der zweiten Zylinder-Kolben-Anordnung 014 und die Wegeventile 024, 025 bezüglich
der dritten Kolben-Zylinder-Anordnung 015, vorgeschaltet, wobei
die Wegeventile 022, 023, 024 und 025 zunächst
nicht geschaltet sind. Je nach benötigtem Aktuator bzw.
angetriebenem Element wird das entsprechende Ventil zugeschaltet,
wobei durch eine Zuschaltung des einem kolbenseitigen Arbeitsraum 014K der
zweiten Zylinder-Kolben-Anordnung 014 zugeordneten Wegeventils 022 eine
Druckbeaufschlagung des kolbenseitigen Arbeitsraumes 014K erfolgt,
in Folge derer der Kolben in Richtung ”O” eines
die Kolbenbewegung verdeutlichenden Pfeils P02 ausgefahren wird
und eine Öffnungsbewegung des Verdeckkastendeckels 04 erzielt
wird.
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Zur
Betätigung des Verdeckkastendeckels 04 in die
entgegengesetzte Richtung wird das einem stangenseitigen Arbeitsraum 014S der
zweiten Kolben-Zylinder-Anordnung 014 zugeordnete Wegeventil 023 geschaltet,
während das dem kolbenseitigen Arbeitsraum 014K zugeordnete
Wegeventil 022 eine Druckmittel aus dem kolbenseitigen
Arbeitsraum 014K in den Druckentspannungsraum 06 führende Schaltposition
einnimmt. Der Kolben kann damit in Richtung ”C” des
Pfeils P02 verschoben werden.
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Analog
hierzu erfolgt die Ansteuerung der dem Spannbügel 05 zugeordneten
dritten Kolben-Zylinder-Anordnung 015, bei der ein erstes,
zwei Schaltpositionen ermöglichendes Wegeventil 024 den
beiden kolbenseitigen Arbeitsräumen 015AK und 015BK der
Kolben-Zylinder-Einheiten 015A, 01513 und ein
weiteres zwei Schaltpositionen erlaubendes Wegeventil 025 den
stangenseitigen Arbeitsräumen 015AS und 015BS der
Zylinder-Kolben-Einheiten 015A, 01513 zugeordnet
ist.
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Bei
einer einen Druckmittelstrom in die kolbenseitigen Arbeitsräume 015AK, 015BK erlaubenden
Schaltung des Wegeventils 024 werden die Kolben der Kolben-Zylinder-Einheit 015A, 015B entgegen
deren stangenseitigen Arbeitsräumen 015AS und 015BS in
einer an einem Pfeil P03 gezeigten Richtung ”R” ausgefahren,
womit der Spannbügel 05 angehoben wird. Zum Absenken
des Spannbügels 05 werden die stangenseitigen
Arbeitsräume 015AS, 015BS der Kolben-Zylinder-Einheiten 015A, 015B über
das Wegeventil 025 mit Druckmittel beaufschlagt, während
die kolbenseitigen Arbeitsräume 015AK, 015BK über
das diesen zugeordnete Wegeventil 024 entlüftet
werden, so dass die Kolben in Pfeilrichtung ”L” des
Pfeils P03 eingefahren werden.
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Auch
bei entgegengesetzter Drehrichtung PL der Pumpe 08 wird
Druckmittel über eine Druckleitung 010, das Wechselventil 020 und
die Druckleitung 011 an die Wegeventile 022, 023, 024 und 025 der
zweiten und dritten Kolben-Zylinder-Anordnung 014 und 015 geleitet,
so dass diese in der zuvor vorbeschriebenen Art und Weise betätigbar
sind. Zudem wird bei Betrieb der Pumpe 08 mit der zweiten
Drehrichtung PL Druck über eine Zweigleitung 010A an die
stangenseitigen Arbeitsräume 012AS, 012BS der ersten
Kolben-Zylinder-Anordnung 012 geführt, wodurch
die Kolben in Richtung ”O” des Pfeils P01 eingefahren
werden und das Verdeckgestänge 03 eine Öffnungsbewegung
des Verdecks durchführt.
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Zur
Druckbegrenzung ist jeder Förderrichtung PR und PL der
Pumpe 08 ein Druckbegrenzungsventil 026 bzw. 028 zugeordnet.
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Diese
bekannte Ausgestaltungsmöglichkeit einer hydraulischen
Betätigungsanordnung für ein Fahrzeugverdeck erfordert
vergleichsweise viele Ventile und einen entsprechenden steuerungstechnischen
Aufwand.
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Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine hydraulische
Betätigungsvorrichtung für eine Verdeckeinheit
eines Fahrzeugs zu schaffen, welche hinsichtlich des erforderlichen
baulichen und steuerungstechnischen Aufwandes weiter verbessert ist.
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Diese
Aufgabe wird mit einer hydraulischen Betätigungsvorrichtung
für eine Verdeckeinheit eines Fahrzeugs gemäß den
Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen einer solchen hydraulischen Betätigungsvorrichtung
für eine Verdeckeinheit eines Cabriolet-Fahrzeugs ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
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Die
Erfindung sieht somit eine hydraulische Betätigungsvorrichtung
für eine Verdeckeinheit eines Fahrzeugs mit mehreren hydraulisch
beweglichen Verdeckelementen vor, mit einer Ventilsteuerung, welche
zur Betätigung der Verdeckeinheit nach einem vorgegebenen
Bewegungsablauf eine reversible Pumpe über Hydraulikverbindungen
mit Arbeitsräumen einer ers ten, einer zweiten und ggf.
wenigstens einer weiteren doppeltwirkenden Kolben-Zylinder-Anordnung
verbindet, wobei eine erste Seite der reversiblen Pumpe mit dem
wenigstens einen stangenseitigen Arbeitsraum der ersten Kolben-Zylinder-Anordnung
verbunden ist und weiterhin mit den Arbeitsräumen der zweiten
und ggf. wenigstens einen weiteren Kolben-Zylinder-Anordnung verbindbar ist
und eine zweite Seite der reversiblen Pumpe zusätzlich
mit dem wenigstens einen kolbenseitigen Arbeitsraum der ersten Kolben-Zylinder-Anordnung verbunden
ist, und wobei die zugeordneten Hydraulikverbindungen beider Pumpenseiten über
eine Wechselventilvorrichtung miteinander gekoppelt sind.
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Erfindungsgemäß ist
nur der zweiten und gegebenenfalls wenigstens einen weiteren Kolben-Zylinder-Anordnung
jeweils eine schaltbare Wegeventilvorrichtung zugeordnet, welche
dem wenigstens einen kolbenseitigen Arbeitsraum dieser Kolben-Zylinder-Anordnung
vorgeschaltet ist, und die Hydraulikverbindungen beider Pumpenseiten
sind über die Wechselventilvorrichtung derart gekoppelt,
dass die stangenseitigen Arbeitsräume der Kolben-Zylinder-Anordnungen
stets mit einer Druckseite der Pumpe verbunden sind und der wenigstens
eine kolbenseitige Arbeitsraum der zweiten und ggf. wenigstens einer
weiteren Kolben-Zylinder-Anordnung über die zugeordnete
Wegeventilvorrichtung stets mit Druck beaufschlagbar ist.
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Die
hydraulische Betätigungsvorrichtung nach der Erfindung,
welche zum Antrieb von Verdeckeinheiten unterschiedlicher Arten
von Verdecken, wie eines formstabilen oder textilen Vollverdecks
eines oberhalb einer Fahrzeugbrüstung vollständig
zu öffnenden Cabriolet-Fahrzeugs oder eines roll- und/oder
schiebbaren Daches eines teilweise zu öffnenden Fahrzeugs,
geeignet ist, zeichnet sich in vorteilhafter Weise durch eine einfache
steuerungstechnische Gestaltung aus.
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Die
Erfindung ermöglicht gegenüber bekannten hydraulischen
Betätigungsvorrichtungen die Einsparung von Ventilen bei
Realisierung derselben Funktionalitäten.
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Beispielsweise
können bei einer Ausführung der Verdeckeinheit
mit drei doppeltwirkenden Kolben-Zylinder-Anordnungen zur Betätigung
von drei Verdeckelementen, wie sie in der 1 gezeigt
ist, zwei Wegeventile eingespart werden, wie das nachfolgende Ausführungsbeispiel
der Erfindung veranschaulicht.
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Abgesehen
von einer vorteilhaften, in der Praxis häufig anzutreffenden
Ausgestaltung mit drei Kolben-Zylinder-Anordnungen, wobei die erste
Kolben-Zylinder-Anordnung als Verdeckelement ein Verdeckgestänge,
die zweite Kolben-Zylinder-Anordnung als Verdeckelement einen Verdeckkastendeckel
und eine dritte Kolben-Zylinder-Anordnung als Verdeckelement einen
Spannbügel oder einen Schließmechanismus antreibt,
ist die Erfindung selbstverständlich auch auf Ausführungen
der Verdeckeinheit mit mehr oder weniger Aktuatoren anwendbar.
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Auch
kann die Zahl der Kolben-Zylinder-Einheiten pro Kolben-Zylinder-Anordnung
variieren.
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Insgesamt
betrachtet ist die erfindungsgemäße hydraulische
Betätigungsvorrichtung kostengünstig, Bauraum
und Bauteile sparend und gleichzeitig hinsichtlich einer Versorgung
und Ansteuerung voneinander unabhängig zu betätigender
Kolben-Zylinder-Anordnungen flexibel und funktionell vielseitig.
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Weitere
Vorteile und vorteilhafte Ausführungen einer erfindungsgemäß ausgestalteten
hydraulischen Betätigungsvorrichtung für eine
Verdeckeinheit eines Fahrzeugs, insbesondere eines Cabriolet-Fahrzeugs,
ergeben sich aus der Zeichnung und der Beschreibung.
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Nachfolgend
ist ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
hydraulischen Betätigungsvorrichtung für eine
Verdeckeinheit eines Cabriolet-Fahrzeugs anhand der 2 der Zeichnung
prinzipmäßig beschrieben.
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Die 2 der
Zeichnung zeigt dabei ein vereinfachtes hydraulisches Schaltbild
einer erfindungsgemäßen hydraulischen Betätigungsvorrichtung
mit mehreren Kolben-Zylinder-Anordnungen zum Antrieb verschiedener
hydraulisch beweglicher Verdeckelemente, nämlich vorliegend
eines Verdeckgestänges, eines Verdeckkastendeckels und
eines Stoffspannbügels.
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Gemäß dem
in der Figur gezeigten Ausführungsbeispiel weist eine solche
hydraulische Betätigungsvorrichtung 1 zur Betätigung
erster, ein Verdeckgestänge 3 darstellender Verdeckelemente
einer Verdeckeinheit 2 eines Cabriolet-Fahrzeugs eine erste
Kolben-Zylinder-Anordnung 12, zur Betätigung zweiter,
im Wesentlichen einen Verdeckkastendeckel 4 darstellender
Verdeckelemente eine zweite Kolben-Zylinder-Anordnung 14 und
zur Betätigung dritter, im Wesentlichen einen Spannbügel 5 darstellender
Verdeckelemente eine dritte Kolben-Zylinder-Anordnung 15 auf,
wobei die Zuordnung der Kolben-Zylinder-Anordnungen beispielhaft
ist und in Ausführungsalternativen entsprechend variieren
kann.
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Dabei
können die gezeigten Kolben-Zylinder-Anordnungen 12, 14, 15 auch
anderen Verdeckelementen wie Gestängeklappen, Schließmechanismen
zur Festlegung des Cabriolet-Verdecks an einem Windschutzscheibenrahmen
bei geschlossenem Verdeckzustand und/oder zur Arretierung in einem
geöffneten, heckseitig z. B. in einem Verdedeckablageraum
abgelegten Zustand oder weiteren bei einem Verdeckschließvorgang
oder Verdecköffnungsvorgang bewegten Verdeckelementen zugeordnet
sein.
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Von
den drei doppeltwirkenden hydraulischen Kolben-Zylinder-Anordnungen 12, 14, 15 weisen
vorliegend zwei Kolben-Zylinder-Anordnungen, nämlich die
erste Kolben-Zylinder-Anordnung 12 des Verdeckgestänges 3 und
die dritte Kolben-Zylinder-Anordnung 15 des Spannbügels 5,
jeweils zwei Kolben-Zylinder-Einheiten 12A, 12B und 15A, 15B auf,
von denen jeweils eine Kolben-Zylinder-Einheit einer linken oder
rechten Fahrzeugsseite zugeordnet ist. Die zweite, dem Verdeckkastendeckel 4 zugeordnete
Kolben-Zylinder-Einheit 14 weist bei der gezeigten Ausführung
nur eine Kolben-Zylinder-Einheit auf.
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Die
Kolben-Zylinder-Anordnungen 12, 14, 15 werden
von einer reversiblen Pumpe 8 vorliegend mit Hydrauliköl
als hydraulisches Arbeitsmedium versorgt, wobei die von einem Elektromotor 7 angetriebene
Pumpe 8 das Hydrauliköl aus einem als Tank ausgebildeten
Druckentspannungsraum 6 über ein Wechselventil 17 ansaugt.
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Das
Hydrauliköl wird von der Pumpe 8 sowohl bei einem
Betrieb in einer ersten, ”linken” Drehrichtung
mit einer zugeordneten Druckseite PL als auch bei einem Betrieb
in einer zweiten, ”rechten” Drehrichtung mit einer
entsprechenden Druckseite PR über eine der jeweiligen Pumpenseite
zugeordnete durch Hydraulikleitungen 9 bzw. 10 ausgebildete
Hydraulikverbindung und ein Wechselventil 20, welches die
Hydraulikverbindungen 9, 10 beider Pumpenseiten
PL, PR koppelt, in eine stromab des Wechselventils 20 liegende
Druckleitung 11 und über diese zu den stangenseitigen
Arbeitsräumen 12AS, 12BS der ersten Kolben-Zylinder-Anordnung 12 und den
weiteren Kolben-Zylinder-Anordnungen 14 und 15 gefördert.
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Während
der in der stromab des Wechselventils 20 liegenden Druckleitung 11 herrschende Druck
direkt auf die stangenseitigen Arbeitsräume 12AS, 12BS, 14S, 15AS, 15BS aller
Kolbenzylinder-Anordnungen 12, 14, 15 geführt
wird und diese somit stets mit einer Druckseite der Pumpe 8 verbunden
sind, ist der zweiten und dritten Kolben-Zylinder-Anordnung 14, 15 jeweils
eine schaltbare Wegeventilvorrichtung 22 bzw. 24 zugeordnet,
welche den kolbenseitigen Arbeitsräumen 14AK, 15AK, 15BK dieser
Kolben-Zylinder-Anordnungen 14, 15 vorgeschaltet
ist.
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Die
schaltbaren Wegeventilvorrichtungen 22, 24 sind
jeweils als ein 3/2-Wegeventil ausgebildet und geben in einer ersten
Schaltposition eine Strömungsverbindung von der von der
Pumpe 8 herführenden Hydraulikverbindung 11 zu
dem kolbenseitigen Arbeitsraum 14K der zweiten Kolben-Zylinder-Anordnung 14 bzw.
den kolbenseitigen Arbeitsräumen 15AK, 15BK der
dritten Kolben-Zylinder-Anordnung 15 frei, während
sie in einer zweiten Schaltposition diesen wenigstens einen zugeordneten
kolbenseitigen Arbeitsraum 14K bzw. 15AK, 15BK mit dem
Druckentspannungsraum 6 verbinden.
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Je
nach benötigter Betätigung des Verdeckkastendeckels 4 und
des Spannbügels 5 wird das entsprechende Ventil 22 oder 24 zugeschaltet.
Bei einer eine Druckverbindung herstellenden Zuschaltung der dem
kolbenseitigen Arbeitsraum 14K der zweiten Zylinder-Kolben-Anordnung 14 zugeordneten
Wegeventilvorrichtung 22 erfolgt eine Druckbeaufschlagung
des kolbenseitigen Arbeitsraumes 14K, in Folge derer der
Kolben in eine mit einem Pfeil P2 angedeutete Ausschubrichtung ”O” ausgefahren
wird und eine Öffnungsbewegung des Verdeckkastendeckels 4 erzielt
wird.
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Analog
erfolgt bei einer Zuschaltung der mit den beiden kolbenseitigen
Arbeitsräumen 15AK, 15BK der dritten
Zylinder- Kolben-Anordnung 15 verbundenen Wegeventilvorrichtung 24 eine
Kolbenverschiebung in den Kolben-Zylinder-Einheiten 15A, 15B in
Richtung von deren stangenseitigen Arbeitsräumen 15AS, 15BS,
welche anhand eines Pfeils P3 mit ”R” in der 2 angedeutet
ist, womit eine Anhebung des Spannbügels 5 erzielt
wird.
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Zur
Betätigung des Verdeckkastendeckels 4 in die entgegengesetzte
Richtung, d. h. im vorliegenden Fall zu dessen Schließen,
wird die dem kolbenseitigen Arbeitsraum 14K der zweiten
Kolben-Zylinder-Anordnung 14 vorgeschaltete Wegeventilvorrichtung 22 in
seine den kolbenseitigen Arbeitsraum 14K mit dem Druckentspannungsraum 6 verbindende Schaltstellung
geschaltet, wodurch der Kolben infolge des stangenseitig anliegenden
Druckes in Richtung ”C” des Pfeils P2 verschoben
wird.
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In
gleicher Weise erfolgt die Ansteuerung der dem Spannbügel 5 zugeordneten
dritten Kolben-Zylinder-Anordnung 15 zur Absenkung des
Spannbügels 5. Hierzu wird die mit den kolbenseitigen
Arbeitsräumen 15AK, 15BK verbundene Wegeventilvorrichtung 24 in
ihre zum Druckentspannungsraum 6 führende Schaltstellung
geschaltet, wodurch die Kolben in den Kolben-Zylinder-Einheiten 15A, 15B infolge des
stangenseitig anliegenden Druckes in Absenkrichtung ”L” des
Pfeils P3 verschoben werden.
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Bei
Betrieb der Pumpe 8 in seiner ersten, ”linken” Drehrichtung
wird von der zugeordneten Druckseite PL über die Hydraulikleitung 10,
die Wechselventilvorrichtung 20 und die stromab hiervon liegende
Hydraulkleitung 11 Hydrauliköl nur an die stangenseitigen
Arbeitsräume 12AS, 12BS der differentiell
arbeitenden ersten Kolben-Zylinder-Anordnung 12 gefördert,
wodurch deren Kolben in einer mit ”O” anhand eines
Pfeils P1 in der 1 angedeuteten Öffnungsrichtung
ein gefahren werden und eine Öffnungsbewegung des Verdeckgestänges 3 und
damit des Verdecks bewirkt wird.
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Zum
Schließen des Verdecks wird die Laufrichtung der Hydraulikpumpe 8 geändert,
womit deren zweite Druckseite PR über die Hydraulikleitungen 9, 9A und 9B mit
den kolbenseitigen Arbeitsräumen 12AK, 12BK der
ersten Kolben-Zylinder-Anordnung 12 verbunden werden. Aufgrund
des Verhältnisses der mit Druck beaufschlagten Flächen
in den sogenannte Hauptzylinder darstellenden Kolben-Zylinder-Einheiten 12A, 12B der
ersten Kolben-Zylinder-Anordnung 12 werden deren Kolben
in Pfeilrichtung ”C” des Pfeils P1 ausgeschoben,
wodurch das Verdeckgestänge 3 eine das Verdeck öffnende
Bewegung erfährt.
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Parallel
zur Druckbeaufschlagung der kolbenseitigen Arbeitsräume 12AK, 12BK der
ersten Kolben-Zylinder-Anordnung 12 wird über
eine von der zu den kolbenseitigen Arbeitsräumen 12AK, 12BK der
ersten Kolben-Zylinder-Anordnung 12 führenden
Hydraulikleitung 9 abzweigenden Zweigleitung 9C und
das Wechselventil 20 Druck auf die stromab des Wechselventils 20 liegende
Druckleitung 11 und somit auch zu den stangenseitigen Arbeitsräumen 12AS, 12BS der
ersten Kolben-Zylinder-Anordnung 12 sowie den weiteren
Kolben-Zylinder-Anordnungen 14 und 15 geführt,
so dass an den Wegeventilvorrichtungen 22, 24 stets
Druck anliegt und diese entsprechend einer in einer elektronischen Getriebesteuerung
hinterlegten Schaltlogik jederzeit zuschaltbar sind.
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Bei
dem in der Figur gezeigten Ausführungsbeispiel ist jeder
Pumpenlaufseite PL, PR jeweils eine zwischen der Pumpe 8 und
der Wechselventilvorrichtung 20 angeordnete Druckbegrenzungsventilvorrichtung 26 bzw. 28 zugeordnet,
womit für die verschiedenen Drehrichtungen der Pumpe 8 unterschiedliche
Druckniveaus abgesichert werden können.
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Ergänzend
ist in der 2 eine das gesamte Drucksystem
der hydraulischen Betätigungsvorrichtung 1 absichernde
Systemdruckbegrenzungsventilvorrichtung 30 gezeigt, welche
an einer von der stromab der Wechselventilvorrichtung 20 liegenden Hydrauklikleitung 11 abzweigenden
Zweigleitung 11A angeordnet ist.
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Da
die Systemdruckbegrenzungsventilvorrichtung 30 zentral
die gesamte Betätigungsvorrichtung 1 gegen einen Überdruck
absichern kann, kann ggf. in einer alternativen, einfacheren Ausführung
auf eine separate Absicherung der linken und rechten Drehrichtung
der Pumpe 8 durch die Druckbegrenzungsventilvorrichtungen 30, 32 verzichtet
werden.
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Um
das Hydrauliksystem bei einer Störung oder einem Ausfall
von Druckmittel entlasten zu können und somit eine manuelle
Betätigung der ansonsten automatisch betätigten
Verdeckelemente 3, 4, 5 zu ermöglichen,
ist ein manuell betätigbarer Nothahn 18 vorgesehen.
Selbstverständlich kann auch hier eine andere, hydraulisch
sperrbare, mit dem Druckentspannungsraum 6 verbundene Notventilvorrichtung
vorgesehen sein.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 19523784
C2 [0002]
- - DE 4407739 C1 [0002]