DE102008053388A1 - Rohrleitung - Google Patents
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Abstract
Bei einer Rohrleitung, insbesondere Hydraulikleitung eines hydraulischen Systems eines Kraftfahrzeuges, umfassend einen ersten Leitungsteil und einen zweiten Leitungsteil, wobei der zweite Leitungsteil in einem Verbindungsbereich in den ersten Leitungsteil eingeschoben ist, wird die Druckdichtigkeit erhöht, indem in dem Verbindungsbereich ein Verbindungsmittel angeordnet ist, das teilweise innerhalb des zweiten Leitungsteiles und teilweise innerhalb des ersten Leitungsteiles angeordnet ist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rohrleitung, insbesondere Hydraulikleitung eines hydraulischen Systems eines Kraftfahrzeuges, umfassend einen ersten Leitungsteil und einen zweiten Leitungsteil, wobei der zweite Leitungsteil in einem Verbindungsbereich in den ersten Leitungsteil eingeschoben ist.
- Rohrleitungen, insbesondere Kunststoffschläuche, auch solche gleichen oder unterschiedlichen Innen- bzw. Außendurchmessers, werden üblicherweise durch Beschläge als Verbindungsmittel miteinander verbunden, bei denen der Beschlag zwischen beiden Rohrleitungen angeordnet sind und diese so voneinander trennt, dass das Verbindungsmittel beide Leitungsteile voneinander trennt, also zwischen beiden so angeordnet ist, dass beide Leitungsteile nicht direkt miteinander verbunden sind.
- Nachteilig an derartigen Verbindungen ist, dass diese nur eine geringe Druckdichtigkeit besitzen.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Druckdichtigkeit von Rohrleitungen, die zwei miteinander verbundenen Leitungsteilen umfassen, zu erhöhen.
- Dieses Problem wird gelöst durch eine Rohrleitung, insbesondere Hydraulikleitung eines hydraulischen Systems eines Kraftfahrzeuges, umfassend einen ersten Leitungsteil und einen zweiten Leitungsteil, wobei der zweite Leitungsteil in einem Verbindungsbereich in den ersten Leitungsteil eingeschoben ist, wobei in dem Verbindungsbereich ein Verbindungsmittel angeordnet ist, das teilweise innerhalb des zweiten Leitungsteiles und teilweise innerhalb des ersten Leitungsteiles angeordnet ist. Mit innerhalb des jeweiligen Leitungsteiles angeordnet ist hier gemeint, dass das Verbindungsmittel jeweils mit Teilen in der Öffnung, sprich der durch die Schlauchhülle der jeweiligen Rohrleitung umschlossenen Durchgangsöffnung oder -bohrung, angeordnet ist. Die Leitungsteile sind insbesondere aus einem flexiblen Kunststoff gefertigt.
- Das Verbindungsmittel umfasst vorzugsweise ein Anschlussstück, das teilweise in den zweiten Leitungsteil eingeschoben ist. Dieses wiederum umfasst vorzugsweise einen Dichtkegelnippel zur reibschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbindung mit dem zweiten Lei tungsteil. Der Außendurchmesser des zweiten Leitungsteiles wird vorzugsweise in mindestens einem Teilbereich, in dem der Dichtkegelnippel angeordnet ist, durch diesen aufgeweitet, sodass in Einbaulage eine Presspassung zwischen dem ersten und dem zweiten Leitungsteil in dem Teilbereich bewirkt wird.
- Das Verbindungsmittel weist vorzugsweise ein Kopfstück auf, der an einem Leitungsende des zweiten Leitungsteiles aus diesem herausragt, wobei das Kopfstück einen sich von einer Stirnseite zu dem Leitungsende hin vergrößernden Durchmesser aufweist. Das Kopfstück dazu ist vorzugsweise kugelabschnittförmig oder alternativ beispielsweise kegelstumpfförmig ausgebildet. Diese Gestalt ermöglicht eine leichte Zentrierung während der Montage.
- Der größte Außendurchmesser des Kopfstückes ist vorzugsweise größer als der Außendurchmesser des sich an das Kopfstück anschließenden zweiten Leitungsbereiches. Dadurch wird eine haltbare und druckdichte Presspassung zwischen Kopfstück und zweitem Leitungsteil bewirkt.
- Das eingangs genannte Problem wird auch gelöst durch ein Verfahren zur Verbindung eines ersten Leitungsteiles mit einem zweiten Leitungsteil, wobei der zweite Leitungsteil in einem Verbindungsbereich in den ersten Leitungsteil eingeschoben ist, wobei zunächst ein Anschlussstück in ein Leitungsende des zweiten Leitungsteils eingeführt wird und danach der zweite Leitungsteil mit dem daran angeordneten Anschlussstück in ein Leitungsende des ersten Leitungsteiles eingeführt wird.
- Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert. Dabei zeigen:
-
1 einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Rohrleitung; -
2 den zweiten Leitungsteil und das Verbindungsmittel vor der Montage; -
3 das mit dem zweiten Leitungsteil vormontierte Verbindungsmittel vor der Montage mit dem ersten Leitungsteil. -
1 zeigt einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Rohrleitung1 . Die Rohrleitung1 umfasst einen ersten Leitungsteil2 und einen zweiten Leitungsteil3 , die in einem Verbindungsbereich4 miteinander verbunden sind. Die Verbindung des ersten Leitungsteils2 mit dem zweiten Leitungsteil3 geschieht dergestalt, dass ein Leitungsende6 des zweiten Leitungsteils3 in ein Leitungsende5 des ersten Leitungsteils2 eingeschoben wird. Zur Sicherung der Verbindung gegen Herausziehen und zur Erhöhung der Druckdichtigkeit ist ein Verbindungsmittel7 in dem Verbindungsbereich4 angeordnet. -
2 zeigt den zweiten Leitungsteil3 und das Verbindungsmittel7 vor der Montage,3 zeigt das mit dem zweiten Leitungsteil3 vormontierte Verbindungsmittel7 vor der Montage mit dem ersten Leitungsteil2 . Bei den beiden Leitungsteilen2 und3 handelt es sich um flexible Kunststoffschläuche, wobei der Außendurchmesser des zweiten Leitungsteils3 in etwa dem Innendurchmesser des ersten Leitungsteils2 entspricht. Im Idealfall sind der Außendurchmesser des zweiten Leitungsteils3 und der Innendurchmesser des ersten Leitungsteils2 so gewählt, dass eine Übergangspassung oder Presspassung zwischen beiden hergestellt wird. Um beim Einschieben des Leitungsendes6 des zweiten Leitungsteils3 in das Leitungsende5 des ersten Leitungsteils2 eine höhere Festigkeit der Verbindung zu bewirken, damit ist insbesondere gemeint, eine höhere Zugfestigkeit vor einem Herausziehen des zweiten Leitungsteils3 aus dem ersten Leitungsteil2 und damit auch einhergehend eine höhere Druckbelastbarkeit und Dichtigkeit der beiden Verbindungen, ist das Verbindungsmittel7 vorgesehen. Dieses umfasst ein Anschlussstück8 und ein Kopfstück9 . Das Anschlussstück8 ist in Einbaulage in den zweiten Leitungsteil3 eingeschoben, das Kopfstück9 ragt in Einbaulage aus dem Leitungsende6 des zweiten Leitungsteils3 heraus, wie dies aus3 erkennbar ist. Das Anschlussstück8 weist einen Dichtkegelnippel10 zum Herstellen einer reibschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbindung mit dem zweiten Leitungsteil auf. Der Dichtkegelnippel10 umfasst dazu einen oder mehrere kegelstumpfförmige Bereiche11 , deren größter Außendurchmesser DAmax größer ist als der Innendurchmesser DI3 des zweiten Leitungsteils3 und deren kleinster Außendurchmesser DAmin kleiner ist als der größte Außendurchmesser DAmax und gleich oder geringfügig größer als der Innendurchmesser DI3 des zweiten Leitungsteils3 ist. Ein dem Kopfstück9 abgewandter Einführkegel12 des Verbindungsmittels7 ist kegelstumpfförmig gestaltet und hat einen kleinsten Außendurchmesser DA12min, der kleiner ist als der Innendurchmesser DI3 des zweiten Leitungsteils3 und als Einführ- und Montagehilfe dient. Das Kopfstück9 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel kugelabschnittförmig ausgebildet und kann alternativ beispielsweise kegelstumpfförmig oder dergleichen ausgebildet sein. Hier sind aber auch andere Geometrien möglich, bei denen sich der Außendurchmesser von einem Minimaldurchmesser D9min an einer Stirnseite13 zu einem Maximaldurchmesser D9max verändert. Der Minimaldurchmesser D9min ist kleiner als der Innendurchmesser des ersten Leitungsteils2 und dient als Montagehilfe zum Einführen der aus dem zweiten Lei tungsteil3 und dem Verbindungsmittel7 vormontierten Baugruppe. Der Maximaldurchmesser D9max des Kopfstückes9 ist so gewählt, dass dieser auf das Anschlussstück8 aufgeschoben im zweiten Leitungsteil3 größer ist als der Außendurchmesser des zweiten Leitungsteils3 im Bereich des Leitungsendes6 , das in der Einbaulage an das Kopfstück9 anstößt. - Die
2 und3 verdeutlichen die Montage der Rohrleitung1 . Zunächst wird das Verbindungsmittel7 in den zweiten Leitungsteil3 eingefügt, man erhält die in3 links dargestellte Zwischenstufe, bei der das Leitungsteil3 an einem Leitungsende6 das Verbindungsmittel7 aufweist. In einem nächsten Schritt wird diese vormontierte Zwischenbaugruppe in das Leitungsende5 des ersten Leitungsteils2 eingeschoben, die fertig montierte Verbindung der beiden Leitungsteile und damit die fertig montierte Rohrleitung ist als Ausschnitt in2 dargestellt. -
- 1
- Rohrleitung
- 2
- erster Leitungsteil
- 3
- zweiter Leitungsteil
- 4
- Verbindungsbereich
- 5
- Leitungsende
- 6
- Leitungsende
- 7
- Verbindungsmittel
- 8
- Anschlussstück
- 9
- Kopfstück
- 10
- Dichtkegelnippel
- 11
- Kegelstumpfförmiger Bereich
- 12
- Einführkegel
- 13
- Stirnseite
Claims (9)
- Rohrleitung (
1 ), insbesondere Hydraulikleitung eines hydraulischen Systems eines Kraftfahrzeuges, umfassend einen ersten Leitungsteil (2 ) und einen zweiten Leitungsteil (3 ), wobei der zweite Leitungsteil (3 ) in einem Verbindungsbereich (4 ) in den ersten Leitungsteil (2 ) eingeschoben ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Verbindungsbereich (4 ) ein Verbindungsmittel (7 ) angeordnet ist, das teilweise innerhalb des zweiten Leitungsteiles (3 ) und teilweise innerhalb des ersten Leitungsteiles (2 ) angeordnet ist. - Rohrleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (
7 ) ein Anschlussstück (8 ) umfasst, das teilweise in den zweiten Leitungsteil (3 ) eingeschoben ist. - Rohrleitung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussstück (
8 ) einen Dichtkegelnippel (10 ) zur reibschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbindung mit dem zweiten Leitungsteil (3 ) umfasst. - Rohrleitung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser des zweiten Leitungsteiles in mindestens einem Teilbereich, in dem der Dichtkegelnippel (
10 ) angeordnet ist, durch diesen aufgeweitet wird, sodass in Einbaulage eine Presspassung zwischen dem ersten Leitungsteil (2 ) und dem zweiten Leitungsteil (3 ) in dem Teilbereich bewirkt wird. - Rohrleitung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (
7 ) ein Kopfstück (9 ) aufweist, das an einem Leitungsende (6 ) des zweiten Leitungsteiles (3 ) aus diesem herausragt, wobei das Kopfstück (9 ) einen sich von einer Stirnseite (13 ) zu dem Leitungsende (6 ) hin vergrößernden Durchmesser aufweist. - Rohrleitung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfstück (
9 ) kugelabschnittförmig ausgebildet ist. - Rohrleitung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfstück (
9 ) kegelstumpfförmig ausgebildet ist. - Rohrleitung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der größte Außendurchmesser des Kopfstückes größer ist als der Außendurchmesser des sich an das Kopfstück anschließenden zweiten Leitungsbereiches (
3 ). - Verfahren zur Verbindung eines ersten Leitungsteiles (
2 ) mit einem zweiten Leitungsteil (3 ), wobei der zweite Leitungsteil (3 ) in einem Verbindungsbereich (4 ) in den ersten Leitungsteil (2 ) eingeschoben ist, dadurch gekennzeichnet, dass – ein Anschlussstück (8 ) in ein Leitungsende (6 ) des zweiten Leitungsteils (3 ) eingeführt wird, und danach – der zweite Leitungsteil (3 ) mit dem daran angeordneten Anschlussstück (8 ) in ein Leitungsende (5 ) des ersten Leitungsteiles (2 ) eingeführt wird.
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