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Gebiet der Erfindung
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Die Erfindung betrifft den Sichtschutz von Passagiersitzen. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Sichtschutzanordnung für einen Passagiersitz zur bedarfsweisen Verwendung in einer aufrechten Sitzposition. Ferner betrifft die Erfindung einen Flugzeugsitz und ein Flugzeug mit einer derartigen Sichtschutzanordnung.
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Hintergrund der Erfindung
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Bekannte Sichtschutzanordnungen für Passagiersitze in einem Flugzeug bestehen im Wesentlichen aus jalousienartigen Abdeckungen bzw. Faltungen eines flexiblen Stoffes, die zum Erreichen einer Privatsphäre für einen schlafenden Passagier an einem Spalt zwischen einer Rückwand und einer Seitenkonsole des Passagiersitzes angebracht ist. Ein derartiger Sichtschutz, der zur Schaffung einer Privatsphäre eines liegenden Passagiers vorgesehen ist, wird in
DE 102 24 048 A1 beschrieben.
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Der Sichtschutz ist ausgefahren, wenn der Passagier in einer waagerechten Schlafposition liegt, wobei die Rückenlehne des Passagiersitzes heruntergeklappt ist und ein Spalt zwischen einer Rückwand und einem Teil der Seitenkonsolen des Passagiersitzes durch den Sichtschutz verdeckt wird.
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Aus
DE 10 2007 004 829 A1 und
US 2008/0186721 A1 ist ein Beleuchtungssystem für eine Passagierkabinenbeleuchtung bekannt.
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Durch einen fehlenden Sichtschutz ist die Privatsphäre eines Passagiers in aufrechter Sitzposition in einem Flugzeug durch die zumeist in kurzem Abstand direkt nebeneinander angeordneten Passagiersitze sehr beschränkt bzw. nicht vorhanden. Es ist möglich dass ein dritter benachbarter Passagier private Daten des neben ihm sitzenden Passagiers mitlesen kann.
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DE 10 2007 050 139 A1 beschreibt einen Fahrzeugsitz für Kraftfahrzeuge mit einer Abschirmvorrichtung. Die Abschirmvorrichtung weist eine Leuchtvorrichtung in Form eines Bildschirms auf, mit welchem sich Leuchteffekte einstellen lassen.
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US 6,260,903 B1 beschreibt eine tragbare Abtrennung für die Rückwand eines Kraftfahrzeuges.
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DE 195 41 567 C1 beschreibt einen Fahrzeugsitz mit einer Trennwand aus einem faltbaren oder aufrollbaren Material sowie beweglichen, dieses Material in der Gebrauchslage aufgespannt haltenden Stäben.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Es wird als Aufgabe der Erfindung angesehen, einen verbesserten Sichtschutz für Passagiere bereitzustellen.
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Die Aufgabe der Erfindung wird durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst, während vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung durch die abhängigen Ansprüche verkörpert werden.
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Es soll bemerkt werden, dass sich die im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung gleichermaßen auf die Sichtschutzanordnung, den Flugzeugsitz und das Flugzeug beziehen.
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Gemäß einer beispielhaften Ausführung wird eine Sichtschutzanordnung für einen Passagiersitz zur bedarfsweisen Verwendung in einer aufrechten Sitzposition bereitgestellt, die Sichtschutzanordnung aufweisend: eine Sichtschutzvorrichtung; wobei die Sichtschutzvorrichtung zur Befestigung um einen Passagiersitz oder an einem Passagiersitz ausgeführt ist.
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Ein derartiger Sichtschutz ist beispielsweise ausschließlich während der Reiseflugphase nach dem Start ausfahrbar. Für sicherheitsrelevante Flugphasen, wie zum Beispiel „Starten” oder „Landen” ist der Sichtschutz immer eingezogen, so dass jederzeit die Einsichtnahme der Kabine vom Kabinenpersonal möglich ist. Während dem Starten oder Landen kann der Sichtschutz durch einen Automatismus oder manuell eingezogen werden.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung erfolgt das Einziehen des Sichtschutzes durch eine zentrale Steuerung über ein Leitsystem für einen Passagierraum bzw. ein Flugbegleitersteuerpult bzw. ein Luftfahrzeuginformationssystem.
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Ein derartiger Sichtschutz kann an bzw. um einen Passagiersitz als Standardausstattung oder als Nachrüstmöglichkeit installiert/integriert werden.
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Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform weist die Sichtschutzvorrichtung mehrere Elemente auf, die zum fächerartigen Ineinanderschieben oder Zusammenklappen ausgebildet sind.
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Derartige Elemente der Sichtschutzvorrichtung können ebenfalls teleskopartig ausgeführt werden. Der Sichtschutz kann aus mehreren ineinanderverschiebbaren Elementen bestehen, um einen möglichst kleinen Bauraum zu garantieren, wenn die Sichtschutzvorrichtung zusammengeklappt ist. Die Form des Sichtschutzes passt sich designtechnisch in die Umgebung des verwendeten Interiors an. Die Ausführung des Sichtschutzes kann absolut blickdicht oder so ausgeführt sein, dass schemenhafte Durchsicht möglich ist. Ein „Mitlesen” von Dokumenten ist ausgeschlossen.
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Die Sichtschutzanordnung kann weiterhin gemäß einer beispielhaften Ausführungsform bei Bedarf stufenlos oder in einem festen Raster fächerartig ausziehbar, ausfahrbar oder ausklappbar gestaltet sein. Beispielsweise kann hierfür eine Drehachse vorgesehen sein.
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Eine derartige Sichtschutzvorrichtung kann an der Drehachse ebenfalls derart montiert sein, dass die Sichtschutzvorrichtung bei Bedarf stufenlos oder in einem festen Raster teleskopartig ausziehbar, ausfahrbar oder ausklappbar ist. Der Sichtschutz kann teleskop- oder fächerartig, zum Beispiel als Plissee, ausgeführt werden. Als Plissee kann beispielsweise ein Sichtschutz aus gefaltetem Stoff verstanden werden.
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Ein derartiges Ausziehen, Ausfahren oder Ausklappen der Sichtschutzanordnung hat den Vorteil, dass ein möglichst kleiner Bauraum garantiert werden kann. Dabei ist eine Ausführung mit einer Drehachse oder ohne eine Drehachse möglich.
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Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform ist ferner für die Sichtschutzanordnung eine mechanische Verstellvorrichtung vorgesehen, wobei die Sichtschutzvorrichtung mit Hilfe der mechanischen Verstellvorrichtung von einem Passagier mechanisch verstellbar ist.
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Eine derartige mechanische Verstellung des Sichtschutzes kann manuell oder durch mechanische Hilfsmittel erfolgen. Als mechanische Hilfsmittel sind elektrische (Motor), hydraulische/pneumatische (Kolbenzylinder) oder ähnliche Antriebe vorgesehen. Die mechanische Verstellvorrichtung der Sichtschutzvorrichtung kann ebenfalls zentral, beispielsweise über ein Leitsystem von einer Stewardess, mechanisch verstellbar sein. Dabei ist es möglich, dass mehrere Sichtschutzvorrichtungen für mehrere Passagiersitze durch die mechanische Verstellvorrichtung gleichzeitig mechanisch verstellbar sind. Dies ist vor allem für die Start- und Landephasen in einem Flugzeug vorteilhaft, da dadurch jederzeit Einsichtnahme in mehrere Kabinen vom Kabinenpersonal möglich ist und so zum Beispiel bedürftigen Passagieren beispielsweise beim Anlegen des Gurtes behilflich zu sein.
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Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform ist die Sichtschutzvorrichtung der Sichtschutzanordnung zur Befestigung an der Rückenlehne des Passagiersitzes ausgeführt.
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Diese Ausführungsform ermöglicht es, dass die Sichtschutzvorrichtung teilweise in die Rückenlehne integrierbar ist, wodurch ein geringer Bauraum für die Sichtschutzvorrichtung benötigt wird.
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Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform kann die Sichtschutzvorrichtung der Sichtschutzanordnung zur Befestigung an einer Sitzfläche des Passagiersitzes ausgeführt sein.
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Diese Ausführungsform ermöglicht es, die Sichtschutzvorrichtung platzsparend teilweise in die Sitzfläche zu integrieren.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist ferner die Sichtschutzvorrichtung der Sichtschutzanordnung zur Befestigung an einer Armlehne des Passagiersitzes ausgeführt.
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Eine derartige Befestigung der Sichtschutzvorrichtung an einer Armlehne ermöglicht ein platzsparendes Montieren der Sichtschutzvorrichtung mit einer Teilintegration in die Armlehne des Passagiersitzes.
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Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform weist die Sichtschutzvorrichtung der Sichtschutzanordnung wenigstens ein Flächenelement auf.
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Diese Ausführungsform ermöglicht es, dass mehrere Flächenelemente zur Ausbildung der Sichtschutzvorrichtung verwendet werden können, und derart verschiebbar miteinander ausgeführt sind, dass die Flächenelemente der Sichtschutzvorrichtung platzsparend ineinander verschoben werden können oder zusammenklappbar sind.
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Gemäß der Erfindung weist die Sichtschutzvorrichtung der Sichtschutzanordnung eine Beleuchtungseinrichtung auf, mit der der Passagiersitz beleuchtet werden kann.
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Dies ermöglicht es, dass die Beleuchtungseinrichtung zum Beispiel als Flächenleuchte in den Sichtschutz integriert oder die Flächenleuchte komplett als Sichtschutz ausgeführt wird, um den Passagier zusätzlich individuell zu beleuchten. Im Vergleich zu bestehenden Spotlight-Beleuchtungen (reading light) erzeugt eine derartige Beleuchtungseinrichtung vorteilhafterweise eine gleichmäßige Ausleuchtung des Passagierplatzes. Bei einem Einsatz der Beleuchtungseinrichtung als Flächenleuchte kann die OLED-Technologie (Organic Light Emitting Diode) verwendet werden, die es ermöglicht, flächige Leuchtkörper herzustellen. Diese Leuchtkörper sind sehr dünn und können auch aus einem biegsamen Material hergestellt werden. Bei einer Verwendung der OLED-Technologie wird es zudem ermöglicht, eine energiesparendere Beleuchtungseinrichtung herzustellen als bei bisher verwendeten Leuchtmitteln. Die Beleuchtungseinrichtung ist sowohl als monochrome als auch als farbliche Einheit ausführbar.
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Die Form einer Flächenleuchte kann sich designtechnisch in die Umgebung des verwendeten Interiors anpassen. Die Ausführung kann absolut blickdicht oder so ausgeführt sein, dass schemenhafte Durchsicht möglich ist.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Beleuchtungseinrichtung der Sichtschutzanordnung mit OLED-Technologie ausgeführt.
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Erfindungsgemäß ist zumindest eines der Elemente der Sichtschutzvorrichtung als Flächenleucht-Segment ausgebildet.
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Dies ermöglicht es, dass mehrere Flächenleucht-Segmente zu einer in sich zusammenklappbaren, verschiebbaren, faltbaren Beleuchtungseinrichtung zusammengefasst sind. Dadurch kann die Beleuchtungseinrichtung in einem möglichst kleinen Bauraum realisiert werden. Es können alle Elemente der Sichtschutzvorrichtung als Flächenleuchtsegmente ausgebildet sein oder es kann eine Kombination aus Sichtschutzelementen und aus Flächenleucht-Segmenten ausgeführt werden.
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Dies ermöglicht es, dass die Beleuchtungseinrichtung am Passagiersitz montiert bzw. in den Passagiersitz integriert werden kann. Die Beleuchtungseinrichtung kann ebenfalls zur Anbringung an der Sitzfläche des Passagiersitzes ausgeführt sein. Eine Ausführung zur Befestigung der Beleuchtungseinrichtung an einer Armlehne des Passagiersitzes ist ebenfalls möglich. Die oben erwähnten unterschiedlichen Ausführungen zur Befestigung der Beleuchtungseinrichtung ermöglichen eine vorteilhafte platzsparende komfortable Anordnung des Sichtschutzes am Passagiersitz.
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Dies ermöglicht es ferner, dass die Beleuchtungseinrichtung bei Bedarf stufenlos oder in einem festen Raster entsprechend herausgezogen oder -gefahren werden kann. Dabei kann eine mechanische Verstellung der Flächenleuchte manuell oder durch mechanische Hilfsmittel, wie elektrische (Motor), hydraulische/pneumatische (Kolbenzylinder) oder ähnliche Antriebe erfolgen.
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Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform weist die Sichtschutzanordnung ferner eine Steuereinheit auf, wobei Lichtfarbe, Helligkeit und Intensität der Beleuchtungseinrichtung durch die Steuereinheit individuell einstellbar sind.
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Diese Ausführungsform ermöglicht es, dass die Beleuchtungseinrichtung individuell durch einen Passagier oder zentral durch eine Steuereinrichtung eingestellt werden kann. Dies hat den Vorteil, dass ein Passagier für seinen individuellen Komfort Lichtfarbe, Helligkeit und Intensität der Beleuchtungseinrichtung beispielsweise zum Lesen oder Ausruhen einstellen kann. Gleichzeitig kann zentral, beispielsweise von einer Stewardess, eine spezielle Beleuchtung hinsichtlich Lichtfarbe, Helligkeit und Intensität, beispielsweise beim Starten oder Landen des Flugzeugs oder in einem Notfall für einen oder mehrere Passagiere eingestellt werden.
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Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform, ist die Sichtschutzvorrichtung der Sichtschutzanordnung durch die oben genannte oder eine zusätzliche Steuereinheit ein- und ausklappbar.
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Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass zum Beispiel bei Start und Landung mehrere Sichtschutzvorrichtungen jederzeit einfahrbar sind, damit eine Einsichtnahme der Passagierkabinen vom Kabinenpersonal möglich ist. Die Einsichtnahme in eine oder mehrere Passagierkabinen ist eine sicherheitstechnische Notwendigkeit im Luftfahrtbetrieb.
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Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform wird ein Flugzeugsitz mit einer erfindungsgemäßen Sichtschutzanordnung bereitgestellt.
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Damit kann der Mechanismus zum Verstellen der Sichtschutzanordnung an die Steuerung des Flugzeugsitzes gekoppelt werden.
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Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform wird ein Flugzeug mit einer erfindungsgemäßen Sichtschutzanordnung bereitgestellt.
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Durch diese Maßnahme wird ein effektiver Sichtschutz für Passagiersitze in einem Luftfahrzeug bereitgestellt, der eine Verbesserung der Privatsphäre und des Passagiers und der Beleuchtung des Passagiersitzes zur Komfortverbesserung für jeden einzelnen Fluggast ermöglicht und gleichzeitig durch eine zentrale Steuerung der mechanischen Verstellvorrichtung des Sichtschutzes eine sicherheitsrelevante erforderliche Einsichtnahme der Passagierkabinen vom Kabinenpersonal ermöglicht.
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Diese und andere Aspekte der Erfindung werden durch die Bezugnahme auf die hiernach beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen erläutert und verdeutlicht.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Beispielhafte Ausführungsformen werden im Folgenden mit Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen beschrieben.
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1 zeigt eine beispielhafte schematische Seitenansicht einer Sichtschutzanordnung gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei die Sichtschutzvorrichtung der Sichtschutzanordnung ausgefahren ist.
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2 zeigt eine schematische Seitenansicht der Sichtschutzanordnung der 1, wobei die Sichtschutzvorrichtung der Sichtschutzanordnung eingefahren ist.
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3 zeigt eine Seitenansicht der ausgefahrenen Sichtschutzvorrichtung der 1.
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4 zeigt eine Seitenansicht von mehreren Elementen einer Sichtschutzvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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5 zeigt ein Flugzeug mit Passagiersitzen und einer Steuereinheit gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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Detaillierte Beschreibung von beispielhaften Ausführungsformen
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Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
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Die Darstellungen in den Figuren sind schematisch und nicht maßstäblich. In der folgenden Figurenbeschreibung werden für gleiche oder ähnliche Elemente die gleichen Bezugszeichen verwendet.
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1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Passagiersitzes 2 mit einer Sichtschutzanordnung 1. Der in 1 dargestellte Passagiersitz 2 umfasst eine Sichtschutzanordnung 1 mit einer Sichtschutzvorrichtung 3, die eine Beleuchtungseinrichtung 9 aufweist. Die Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. die Beleuchtungseinrichtung 9 ist in einem ausgefahrenen Zustand dargestellt.
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Der Passagiersitz 2 besteht aus einer Rückenlehne 6, einer Sitzfläche 7 und einer Armlehne 8. Die Sichtschutzvorrichtung 3 besteht aus mehreren nebeneinander angeordneten Elementen 4 bzw. Flächenelementen 4. Die Beleuchtungseinrichtung 9 ist in die Sichtschutzvorrichtung 3 integriert und besteht aus mehreren nebeneinander angeordneten Flächenleucht-Segmenten 10.
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Die Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. Beleuchtungseinrichtung 9 ist zur Befestigung an der Rückenlehne 6 des Passagiersitzes 2 ausgeführt. Die Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. Beleuchtungseinrichtung 9 ist in 1 ausgefahren und hat die Form eines Fächers, wobei der eine gerade Rand des Fächers an der Rückenlehne 6 angebracht ist und der andere gerade Rand des Fächers parallel zur Armlehne 8 angeordnet ist, wo er auch, beispielsweise über einen Magneten an der Armlehne fixiert werden kann.
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Die beiden geraden Ränder der beschriebenen fächerartigen Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. Beleuchtungseinrichtung 9 münden in einer Drehachse 5. Bei einem Einfahren der Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. der Beleuchtungseinrichtung 9 bewegt sich die Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. die Beleuchtungseinrichtung 9 um die Drehachse 5 stufenlos oder in einem festen Raster fächerartig in Richtung A zu dem an der Rückenlehne 6 angebrachten geraden Rand der fächerartigen Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. der Beleuchtungseinrichtung 9.
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In 1 wird eine mechanische Verstellvorrichtung 19, beispielsweise in Form eines Schiebeschalters, gezeigt, die am von der Sitzfläche 7 des Passagiersitzes 2 aus gesehenen unteren Rand der Armlehne 8 angebracht ist. Ein Bewegen der mechanischen Verstellvorrichtung 19 in Richtung B bewirkt das Ausfahren der Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. der Beleuchtungseinrichtung 9, wie in 1 dargestellt wird. Es wird eine Position der mechanischen Verstellvorrichtung 19 gezeigt, in der die Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. die Beleuchtungseinrichtung 9 sich in einem ausgefahrenen Zustand befindet.
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2 zeigt eine schematische Seitenansicht des Passagiersitzes 2 der 1 mit der Sichtschutzanordnung 1 und einer Sichtschutzvorrichtung 3, die eine Beleuchtungseinrichtung 9 aufweist. Die Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. die Beleuchtungseinrichtung 9 ist im eingefahrenen Zustand dargestellt und an der Rückenlehne 6 des Passagiersitzes 2 zur Befestigung ausgeführt.
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In 2 ist im eingefahrenen Zustand nur ein Element 4 der Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. ein Flächenleucht-Segment 10 der Beleuchtungseinrichtung 9 sichtbar. Eine Drehachse 5 ist am von der Sitzfläche 7 des Passagiersitzes 2 aus gesehenen unteren Ende der Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. der Beleuchtungseinrichtung 9 angeordnet. Die Sichtschutzvorrichtung 3 kann in diesem eingeklappten Zustand im Wesentlichen vollständig in der Rückenlehne 2 angeordnet sein.
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In 2 wird die mechanische Verstellvorrichtung 19 der 1 in einer Position gezeigt, in der die Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. die Beleuchtungseinrichtung 9 sich in einem eingefahrenen Zustand befindet. Ein Bewegen der mechanischen Verstellvorrichtung 19 in Richtung C bewirkt das Einfahren der Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. der Beleuchtungseinrichtung 9.
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3 zeigt eine Seitenansicht der Sichtschutzvorrichtung 3 der 1, die eine Beleuchtungseinrichtung 9 aufweist. Die Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. die Beleuchtungseinrichtung 9 ist im ausgefahrenen Zustand dargestellt. Die Sichtschutzvorrichtung 3 besteht aus mehreren Elementen 4, 14, 11, 13, die in eine Drehachse 5 münden. Die Elemente 4, 14, 11, 13 sind als Flächenelemente ausgebildet und zu einer fächerartigen Sichtschutzvorrichtung 3 nebeneinander angebracht. Die Beleuchtungseinrichtung 9 hat ebenfalls eine Fächerform und besteht aus einem oder mehreren aneinander gereihten Flächenleucht-Segmenten 12, 15, 16, 17, 18 die ebenfalls in eine Drehachse 5 münden. Die Sichtschutzvorrichtung kann als eine in der 3 dargestellte Kombination aus Flächenleucht-Segmenten und Sichtschutzelementen ausgeführt werden und es können ebenfalls alle Elemente der Sichtschutzvorrichtung als Sichtschutz oder als Flächenleucht-Segmente ausgebildet sein.
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Die einzelnen Elemente 4, 14, 11, 13 bzw. die Flächenleucht-Segmente 12, 15, 16, 17, 18 können jeweils dreiecksförmig oder kreissegementförmig ausgebildet sein. Sie können jeweils transparent, opak oder semitransparent, so dass eine schemenhafte Durchsicht möglich ist, ausgeführt sein. Die einzelnen Elemente 4, 14, 11, 13 bzw. die Flächenleucht-Segmente 12, 15, 16, 17, 18 können bezüglich der unterschiedlichen Dreiecks- oder Kreissegmentform und bezüglich dem unterschiedlichen Grad der Durchsichtigkeit sowie bezüglich ihrer unterschiedlichen Ausbildung als Flächenleuchtsegment oder als Flächenelement in beliebigen Kombination nebeneinander angeordnet werden und die Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. die Beleuchtungseinrichtung 9 bilden. Die Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. die Beleuchtungseinrichtung 9 kann eine Dreiecksform oder eine Kreissegmentform ausbilden, wobei in 3 eine Viertelkreissegementform gezeigt ist.
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4 zeigt eine Seitenansicht der Sichtschutzvorrichtung 3 bestehend aus drei Flächenelementen 4, 11, 14 die alle oder teilweise als Flächenleucht-Segmente ausgeführt sein können. Die Flächenelemente 4, 11, 14 bzw. Flächenleucht-Segmente sind zu der in sich in Richtung R zusammenklappbaren, verschiebbaren, faltbaren Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. Beleuchtungseinrichtung 9 zusammengefasst. Die in 4 dargestellte geöffnete Sichtschutzvorrichtung 3 bzw. Beleuchtungseinrichtung 9 wird durch eine Bewegung in Richtung R teleskop- oder fächerartig eingefahren.
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5 zeigt ein Flugzeug 21 mit Passagiersitzen 2 und einer Steuereinheit 20. Über die Steuereinheit 20 können einzelne Sichtschutzvorrichtungen 3 bzw. Beleuchtungseinrichtungen 9 der Passagiersitze 2 zentral individuell oder parallel angesteuert werden und die Sichtschutzvorrichtung(en) 3 bzw. Beleuchtungseinrichtung(en) 9 ein- und ausgeklappt sowie Lichtfarbe, Helligkeit und Intensität der Beleuchtungseinrichtung(en) 9 individuell eingestellt werden.
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Die Erfindung kann auch in anderen Bereichen als der Luftfahrt beispielsweise in Zügen, Bussen oder Schiffen verwendet werden, wo ebenfalls ein Sichtschutz von Passagiersitzen benötigt wird oder gewünscht ist.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Sichtschutzanordnung
- 2
- Passagiersitz
- 3
- Sichtschutzvorrichtung
- 4, 11, 13, 14
- Element/Flächenelement
- 5
- Drehachse
- 6
- Rückenlehne Passagiersitz
- 7
- Sitzfläche Passagiersitz
- 8
- Armlehne Passagiersitz
- 9
- Beleuchtungseinrichtung/Flächenleuchte
- 10, 12, 15, 16, 17, 18
- Flächenleucht-Segment
- 19
- mechanische Verstellvorrichtung
- 20
- Steuereinheit
- 21
- Flugzeug