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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft ein Spülverfahren und eine Vorrichtung
zum Aufbereiten von Hohlrauminstrumenten, insbesondere zum Reinigen
von medizinischen Instrumenten.
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Hintergrund der Erfindung
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Die
Aufbereitung von Hohlrauminstrumenten ist schwierig, wenn medizinische
Instrumente kleine und mehrere Kanäle besitzen und diese
durch biologisches Material verschmutzt sind. Viele Instrumente besitzen
darüber hinaus unterschiedlich gestaltete Instrumentenspitzen
mit Gelenken und sonstige schwer zu reinigenden Teile oder sind
mehrteilig. Zum Durchspülen sind in der Regel Spülanschlüsse wie
z. B. Luer Lock Adapter vorgesehen. Über diese Anschlüsse
werden Reinigungsmedien in die Produkte eingeleitet. Weiter sind
spezielle Spüladapter für Shaver-Instrumententeile
von unterschiedlichen Firmen (Eberle, Aesculap, Dyonics, Linvatec,
Stryker) bekannt.
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Zum
Stand der Technik gehören Spülrohre oder Spülansätze
in Desinfektions und Reinigungsmaschinen mit geeigneten Anschlüssen.
Eine flexibles Spülrohr ist in
DE 10 2004 060 289 und
DE 10 2004 029 970 beschrieben.
Mit dieser Vorrichtung werden Instrumente mit Kanälen durchspült
und darüber hinaus kann die Reinigungslösung durch
ein Filterteil im Rohr zusätzlich Partikel zurückhalten.
Weiter ist in
DE 296 20 011 eine
Vorrichtung offenbart, mit der lange Schaftinstrumente über
ein Innenrohr durchspült werden. Dabei werden die Instrumente form
und kraftschlüssig gehalten. In anderen Patentschriften
ist ein Verfahren beschrieben, bei dem die Spülmengzu-
und -ableitung messbar ist, um die Aufbereitungsqualität
von Hohlrauminstrumenten zu bewerten und zu dokumentieren.
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Der
Nachteil der bekannten Vorrichtungen ist, dass insbesondere Instrumente
mit Kanälen und Instrumenten die aus mehreren Teilen bestehen,
nur über Hilfsmittel mit hinreichend vielen Anschlüssen, spülbar
sind. Müssen viele dieser Instrumente gereinigt werden,
so reicht die Kapazität der bekannten Spülvorrichtungen
nicht aus, um diese wirtschaftlich aufbereiten zu können.
Ferner müssen Spezialkonnektoren (siehe Adapter der Firma
Komet) zur Aufbereitung von Shavern eingesetzt werden, um eine geeignete
Medienzuführung zu gewährleisten.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
Aufgabe der Erfindung betrifft ein Spülverfahren und eine
Spülvorrichtung für die Medien Zu- und Durchleitung
in medizinischen Instrumenten mit Kanälen. Die Erfindung
hat zum Ziel, die Wirtschaftlichkeit des Aufbereitungsprozesses,
insbesondere die Reinigung, zu verbessern. Ferner kann das Verfahren
auch die Medienzuführung sowie den Medieneinstrom in und
durch die zu reinigenden Instrumentenkanäle und/oder von
schwer zugänglichen Instrumententeilen optimieren. Dabei
ist das erfinderische Verfahren und die Spülvorrichtung
insbesondere für die Instrumentenaufbereitung in Reinigungs-
und Desinfektionsmaschinen geeignet, jedoch nicht auf diese beschränkt
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren
nach Anspruch 1 und mit einer Vorrichtung nach Anspruch 10 gelöst.
Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung.
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Das
erfinderische Verfahren beschreibt ein Spülverfahren für
medizinische Instrumente, das dadurch gekennzeichnet ist, dass durchspülbare
Instrumententeile oder Hohlrauminstrumente neben- oder hintereinander
oder in paralleler Ausrichtung angeordnet sind und so behandelt
werden, dass dabei das Behandlungsmedium über einen Instrumentenkanal in
einen Raum oder Kanal strömt und im Anschluss über
einen anderen Instrumentenkanal oder über einen Verteiler,
einer Sprühkappe oder einen Dreharm abgeleitet wird.
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Die
Besonderheit der Erfindung besteht darin, dass das Behandlungsmedium
hintereinander zwei durchspülbare Instrumente oder Instrumententeile
nacheinander durchströmt. Dabei hat die Geometrie und Größe
des ersten Strömungskanals Einfluss auf die Reinigungsleistung
im nach geschalten Kanal. Die Reinigungsleistung einer Reinigungsmaschine
kann so beeinflusst und geändert werden. Ein derartiges
Verfahren kann als Tandem-Verfahren bezeichnet werden und erhöht
die Wirtschaftlichkeit einer Reinigungsmaschine, weil mehr Hohlrauminstrumente
oder Instrumententeile, ohne die Menge an Behandlungslösung
oder den Pumpendruck in einer Reinigungsmaschine zu erhöhen,
gereinigt werden.
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In
Weiterbildung des Verfahrens, kann dabei vorgesehen sein, dass beispielsweise
das Reinigungsmedium erst durch einen Kanal eines Instruments strömt,
um anschließend über eine Verteilervorrichtung
Instrumentenspitze anzuspülen oder anzuspritzen. Dabei
wird z. B. eine Vorrichtung mit einem Verteiler, der eine Düse,
ein Dreharm oder eine drehbare Verteilerkappe sein kann, mit oder
einem Filter eingesetzt. Um die Behandlungsmenge über dem
Verteiler zu erhöhen, ist es von Vorteil, wenn Behandlungsmedium
von mehreren Instrumenten zugeführt wird, um anschließend über
einen Verteiler verteilt zu werden. Diese Instrumente können
in Reihe oder in einer anderen Anordnung vorgeschaltet sein. Um
genügend Spülmenge zu sammeln, kann diese zuerst
in einer Spülleiste gesammelt werden. Hiernach wird die
zusammengeführte Spülmenge über einen
Verteiler in den Behandlungsraum einer Maschine eingeleitet. Das
Verfahren ermöglicht so, dass eine Hohlrauminstrumentenreinigung
in Kombination mit einer Außenreinigung von Instrumenten
optimal kombinierbar ist. Ferner bietet es eine Lösung
an, um einen Etagenwagen in einer Maschine effizienter einzusetzen.
Der Einsatz üblicher MIC-Wagen, könnte damit auf
eine Mindesmaß reduziert werden.
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Es
kann weiter vorgesehen sein, dass in paralleler Anordnung oder nachgeschaltet
mehre unterschiedliche Instrumentenspitzen durchspült werden. Die
Anordnung der zu reinigenden Instrumentenspitzen kann dabei so erfolgen,
dass diese in einer Art Behandlungsraum eingeführt sind,
der über den zuführenden Instrumentenkanal mit
Behandlungslösung befüllt wird. Dies hat den Vorteil,
dass insbesondere die chemische und physikalische Reinigung an komplexen
Geometrien verbessert oder zumindest beeinflussbar wird. Die Kanäle
dieser Instrumententeile sollten jedoch signifikant engere Kanäle
aufweisen als der zuführende Instrumentenkanal.
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Das
neuartige Verfahren reduziert die Menge an Behandlungsmedium und
die benötigten Anschlusssysteme für die Medienzuführung
in Instrumentenkanäle an Rohrverteilern, z. B. in Reinigungs- und
Desinfektionsautomaten. Weiter wird beim Verfahren im ersten Instrumentenkanal
die Verweilzeit des Durchströmungsmedium verlängert
und im zweiten Kanal, insofern dieser oder die Summe der abgehenden
Kanäle enger als der erste Kanal ist, die Durchflussgeschwindigkeit
erhöht. Damit ist der Mediendurchfluss und die Medienabführung
durch Instrumentenkanäle änderbar und nicht nur
abhängig von der Einströmgeschwindigkeit. Alternativ
wird nach dem Durchfluss durch den ersten zuführenden Instrumentenkanal
eine gezielte Medienzuführung auf ein anderes Instrumententeil
ermöglicht. Das erfinderische Verfahren hat den Vorteil,
dass insbesondere kleinere Lumen besser gereinigt werden, weil einem
zu starken Druckabfall im System entgegengewirkt wird. Das kleinste
Lumen im Verfahren bestimmt hier die Durchflussmenge pro Zeit und
z. B. den Reinigungsdruck. Das Verfahren hat den weiteren Vorteil,
dass es alle Instrumententeile bei der Reinigung im Zusammenspiel
einbezieht und damit auch den Gebrauch bei der Behandlung besser
simuliert als bekannte Behandlungsverfahren. Ferner verbessert das
Verfahren die Validierbarkeit bei der Instrumentenreinigung, weil
die Instrumententeile zusammen in einer definierten Reinigungsumgebung
und Positionierung gereinigt werden und zusätzlich z. B. eine
Filterung oder eine Verfahrenkontrolle ermöglicht wird.
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In
Weiterbildung des erfinderischen Verfahrens kann vorgesehen sein,
dass die zwischengeschaltete Vorrichtung z. B. einen Kontrollstreifen
enthält oder ein Fluss- oder Drucksensor in einem nach geschalteten
Raum eingeführt ist. Der Kontrollstreifen wird herangezogen,
um vorzugsweise ein Reinigungsverfahren zu quanti- und qualifizieren.
Die Sensoren ermöglichen z. B. eine Beurteilung der physikalischen
Behandlungsbedingungen am Ort der Behandlung. Der Sensor kann dabei
die Messdaten auch an die Reinigungsmaschine weiterleiten. Diese Daten
können genutzt werden, um die Durchströmgeschwindigkeit
und die Durchflussmenge, insbesondere zur Weiterleitung in den zweiten
Instrumentenkanal, zu kontrollieren und durch eine Pumpenleistenänderung
zu erhöhen oder zu erniedrigen.
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Werden
die Instrumente in einer geeigneten Ausrichtung angeordnet, so kann über
eine gezielte und mehrmalige Medienzuführung durch die
Instrumentenkanäle z. B. die Reinigungseffizienz oder der Behandlungserfolg
verbessert werden. Das erfinderische Verfahren ist beispielsweise
geeignet, um Dentalinstrumente, MIC-Instrumente, Endoskope, Augeninstrumente,
Shaver Blades oder andere Instrumente mit mindestens einem Kanal
zu reinigen und zu behandeln. Die Behandlung ist dabei nicht auf
die Reinigung beschränkt, sondern lässt sich auch
bei der Sterilisierung mit Gasen (Plasma-Sterilisierung) oder mit
Lösungen (Wasserstoffperoxid-Sterilisierung) anwenden.
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Wird
das erfinderische Verfahren in Verbindung mit einer geeigneten Instrumenten-Halterungsvorrichtung
oder hier ein Verbindungsteil angewendet, das dabei die Medienzuführung
unterstützt, so wird die Wirtschaftlichkeit in Desinfektion-
und Reinigungsautomaten signifikant erhöht und die Handhabung
bei der Instrumentenaufbereitung verbessert.
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Eine
geeignete Vorrichtung sollte einen Anschluss, z. B. in Form einer
Luer Lock- oder Steck-Verbindung, aufweisen, um Behandlungsflüssigkeit
in einen Instrumentenkanal zu leiten. Dabei kann vorgesehen sein,
dass die Vorrichtung Spülhülsen, Schraub- oder
Pressanschlüsse, Ventile, Düsen, Sensoren und/oder
Instrumentenverbinder mit oder ohne Hähne besitzt. Von
Vorteil kann sein, dass der Austritt der Lösung, welche
den ersten Instrumentenkanal durchströmt, über
eine Düse austritt oder diese in einen Raum überführt
wird. Im ersten Fall kann so Lösung über eine
Düse gezielt versprüht werden um ein anderes Instrumententeil
zu reinigen oder zu behandeln. Wird jedoch die Lösung in
einen Raum eingeleitet, so kann diese in diesem Raum eingebrachte
Instrumentenspitze anströmen oder die Lösung von
hier aus in einen zweiten Instrumentenkanal überführt
werden. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die Lösung,
nachdem diese zwei Instrumentenkanäle durchströmt
hat, dort austritt, um eine oder mehrere beabstandeten Instrumentenspitze
oder ein Instrumententeil gezielt zu behandeln. Um diese Reinigungsleistung
von Instrumentenkanälen oder Instrumententeilen zu ermöglichen,
sind die Instrumente entsprechend anzuordnen und zu halten. Dabei
sind die Instrumente, wie z. B. Endoskope, Kanülen, Zangen,
etc., vorzugsweise hintereinander oder in Reihe angeordnet oder
befinden sich in einer parallelen Ausrichtung zueinander.
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In
einem offenen System wird der Aus- bzw. Einstrom von Medien durch
Instrumentenkanäle zumindest in Verbindung mit einer Halterung
und einem Adapterteil verändert und eine beeinflussbare
Nutzungsart der Medien auf einfache Weise ermöglicht, ohne
die Maschinentechnologie selbst zu ändern.
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Es
ist in erster Linie an eine Anwendung in Reinigungsmaschinen gedacht,
jedoch nicht ausschließlich auf diese begrenzt. Die Art,
Form und Ausgestaltung der benötigten Hilfsmittel hat hierbei einen
Einfluss, z. B. auf den Ein- und Ausstrom oder die Weiterleitung
der Behandlungsmedien. Hilfsmittel bzw. Vorrichtungen sind notwendig,
um Instrumententeile miteinander zu verbinden und um einen Medienfluss
zu gewährleisten, einen zusätzlichen Raum und/oder
Kanal bereitzustellen oder um eine gezielte Sprühverteilung
zu erzeugen. Die Hilfsmittel können aber auch dazu genutzt
werden, um Partikel aus dem Behandlungsmedium zu filtern oder um
hier eine Zusatzlösung oder Gase an geeigneten Stellen
einleiten zu können. Dabei könnte auch vorgesehen
sein, dass hier eine gezielte Ableitung von Me dium erfolgt, um die
Austauschrate im Behandlungssystem zu erhöhen oder hier
eine Druckminderung zu ermöglichen.
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Betrachtet
man in erster Linie den Medieneintritt in einen Instrumentenkanal,
so kann das Medium über einen bereits vorhandenen eigenen
Instrumentenadapter eingeleitet und erst beim Austritt über eine
Hilfseinrichtung, die vorzugsweise endständig angeordnet
ist, in einen zweiten Kanal eingeleitet werden. Dabei sollte z.
B. die Verweilzeit der austretenden Lösung vor dem Eintritt
in einen zweiten Kanal so gering wie möglich sein, um diesen
zu reinigen. Insgesamt wird durch Steuerung des Verfahrens über
Vorrichtungen sichergestellt, dass mit einem geringen Lösungsmengenangebot,
beispielsweise die Reinigung in den Instrumentenkanälen,
verbessert wird.
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In
Anlehnung an das Einsatzgebiet der Erfindung kann diese auch ein
Bestandteil in Reinigungs- und Desinfektionsmaschinen sein. Hier
können Instrumentenhalterungsvorrichtungen vorhanden sein,
um hiermit Instrumente zu fixieren. Dabei wird ein Instrumentenkanal
mit Lösung durchströmt und tritt dort aus, wo
ein weiterer zu reinigender Instrumententeil angeordnet ist. Eine
Instrumentenfixierung kann hier vorteilhaft sein, damit die Instrumente zum
Sprühstrahl richtig ausrichtbar sind. Dabei kann vorgesehen
sein, dass das austretende Medium aus dem ersten Instrumentenkanal
erst gefiltert wird, bevor es in einen zweiten Instrumentenkanal
eintritt oder eine Reinigungswirkung über eine Sprühdüse ausübt.
Grundsätzlich stellt jedes Netz oder jeder Filter immer
eine Barriere dar und reduziert die Durchtrittsmenge, was jedoch
nicht von Nachteil in einem offenen System sein muss. Insbesondere
dann nicht, wenn die Partikelzahl im Behandlungsmedium oder der
Reinigungsdruck im zweiten Schritt reduziert werden muss, um Instrumentenbeschädigungen
zu vermeiden. Letzteres ist besonders bei sehr engen Instrumentenkanälen
erwünscht. Beispielsweise bei Augeninstrumenten dürfen
keine Partikel oder andere körnige Stoffe in englumige
Instrumentenschafte gelangen, da Partikel eine Instrumentenspitzen
verschließen.
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Einsatzgebiete und Ausführungsformen
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Das
Einsatzgebiet der Erfindung ist:
- 1. Die Reinigung
und Trocknung von Hohlrauminstrumenten, wie z. B. Shavern, MIC-
und Augeninstrumenten in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten
- 2. Sammlung von Spülmengen zur weiteren Behandlung
von Instrumenten
- 3. Nutzung eines Etagenwagens in einer Reinigungsmaschine zur
Hohlraumreinigung
- 4. Die Sterilisierung von Instrumenten über Plasma-
oder wässrige Verfahren
- 5. Die Instrumentenpflege mit Pflegemitteln
- 6. Überprüfung und Steuerung von Behandlungsverfahren
- 7. Filterung und Verteilung von Reinigungslösungen
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Das
bevorzugte Verfahren findet Anwendung bei Instrumenten die aus zwei
Teilen bestehen und diese Teile Kanäle aufweisen. Hierzu
gehören z. B. Shaver. Behandlungslösung gelangt
in erster Linie aus einem Rohrverteiler in den Instrumententeil
mit dem größten Lumen. Über eine sich
hieran anschließende Vorrichtung wird die austretende Lösung über einen
möglichst klein gehaltenen Raum- oder Kanalvolumen in den
zweiten engeren Kanal eingeleitet. Die Instrumentenkanäle
können dabei auch gleiche Lumengrößen
aufweisen. Durch die Volumenreduzierung reduziert sich der Druckabfall
im System. Alternativ können auch Instrumente, die nicht
teilbar sind, hintereinander geschaltet werden. Ist ein Teststreifen
oder einen Drucksensor in der zwischengeschalteten Vorrichtung eingebracht,
so kann hiermit die Reinigungswirkung analysiert werden. Damit wird das
Verfahren überprüf- und steuerbar. Dabei kann die
Vorrichtung auch selbst eine Prüfvorrichtung sein und eine
definierte Anschmutzung enthalten.
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Das
erfinderische Verfahren kann auch genutzt werden, um eine Instrumentenpflege
in der Form zu erzielen, dass nach einer Maschinenreinigung die
verbundenen Instrumentenkanäle mit Instrumenten-Pflegemitteln
nachbehandelt werden. Dabei wird über einen zuführenden
Instrumentenkanal oder über einen dritten Anschluss das
Pflegemittel eingeleitet.
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Eine
bevorzugte einfache Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung besteht aus einem männlichen und/oder weiblichen
Luer Lock Verbinder und kann zusätzlich einen weiteren
Anschluss aufweisen. Die Anschlüsse dienen zum Anschluss
der Instrumentenkanäle, wobei über einen Anschluss
Lösung in einen Vorrichtungsraum und über einen
zweiten Anschluss Lösung aus diesem Raum in einen zweiten
Instrumentenkanal überführt wird. Ein dritter Anschluss
oder weitere Anschlüsse können vorgesehen sein,
um beispielsweise hierüber einen Teststreifen einzubringen
oder um hier Luft einzuleiten, damit eine turbulente Strömung
erzeugt wird. Eine derartige Vorrichtung kann dabei selbst ein Rohrverteiler bzw.
Spülleiste sein. Dieser wird jedoch nicht zum Einleiten
der Reinigungslösung eingesetzt, sondern zum Verteilen
der bereits einmal verwendeten Reinigungslösung auf viele
Instrumentenkanäle mit kleinem Lumen. Alternativ kann die
nach geschaltete Vorrichtung in Ausgestaltung eines Rohrverteilers ausgehende
Ausgänge, Sprühdüsen oder Spülkappen
aufweisen um hiermit gezielt Instrumentenspitzen anzuspritzen oder
anzuspülen.
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Eine
weitere Ausgestaltung der erfinderischen Vorrichtung besteht aus
einem starren Verbindungsrohr in gerader oder in einer U-Form. Die
Vorrichtung besitzt Anschlüsse für Spülkappen
mit einer Öffnung. In diese Öffnungen können
Instrumentenspitzen eingebracht werden. Zur Stabilisierung der Spülkappen
können Stützstrukturen z. B. in Form einer Feder
und/oder eines Stützrohres mit Durchbrüchen vorhanden
sein.
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In
einer alternativen Ausgestaltung wird ein Spülrohr oder
ein Rohrverteiler als Vorrichtung eingesetzt. Dabei kann das Spülrohr
seitliche und endständige Anschlüsse bzw. Ausgänge
aufweisen. Das Spülrohr kann einen geometrischen oder runden Querschnitt
aufweisen. Von Vorteil ist ein Spülrohr, welches zu mindestens
abschnittsweise eine Filterhülse oder ein flächiges
Filtergitter enthält. Der Rohrverteiler wird nicht direkt
von der Maschine aus mit wässriger Lösung versorgt,
sondern über mindestens einen Instrumentenkanal. Am Rohrverteiler
wiederum sind kleine Instrumententeile (Kanülen, Instrumentenspitzen,
Sauger etc.) mit Kanälen angeschlossen. Darüber
hinaus kann der Rohrverteiler auch über mehrere Instrumentenleitungen
gespeist werden. Vorzugsweise befinden sich vor den Ausgängen
im Innenraum des Rohrverteilers Filtermaterialien. Die gefilterte
Lösung wird hier in diese abführenden Instrumentenkanäle
gedrückt. Derartige Vorrichtungen können in Siebkörben
oder anderen gängigen Instrumententrägern fest
und/oder änderbar verbunden sein.
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Die
Erfindung kann bei der Instrumentenaufbereitung oder überall
dort angewendet werden, wo eine Produktreinigung mit vielen Kanälen
notwendig ist und kann auf alle Bereiche übertragen werden,
wo Produkte besonders sorgfältig gereinigt und sterilisiert
werden müssen. Insbesondere auch da, wo es gilt, Medien
ein oder umzuleiten und die Ein- oder Ausleitung zu beeinflussen.
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Weitere
Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Wahl des Einsatzgebietes,
der eingesetzten Vorrichtungselemente sowie einer wirtschaftlichen Anwendung
des Verfahrens sowie aus der Beschreibung und der beigefügten
Zeichnung.
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Es
versteht sich, dass die vorstehenden genannten und die nachstehenden
noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellungen verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in Zeichnungen dargestellt und werden in den
nachfolgenden Beschreibungen näher erläutert.
Es zeigen:
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1a. Darstellung des Verfahrens mit einer Vorrichtung
zur Durchspülung von Instrumenten.
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2.
Darstellung des Verfahrens mit einer Sprühvorrichtung zur
Durchspülung und Anspülung von Instrumenten.
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3.
Darstellung des Verfahrens und eine erfinderische Vorrichtung im
Schnitt bei der ein drehbarer Verteiler eingesetzt wird.
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4.
Schnittdarstellung einer erfinderischen Vorrichtung in U-Form mit
Spülkappenanschlüssen.
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5.
Schnittdarstellung einer erfinderischen Vorrichtung in einer Längsform
mit Spülkappenanschlüssen.
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6a.
Vorrichtungsteil in U-Form in starrer Ausführung mit Spülkappenanschlüssen.
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6b.
Vorrichtungsteil in U-Form mit flexibler Ausführung Spülkappenanschlüssen.
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6c.
Vorrichtungsteil mit einem geometrischen Querschnitt mit Spülkappenanschlüssen.
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1.
zeigt eine Darstellung des Verfahrens mit einer Vorrichtung zur
Durchspülung von Instrumenten. Die Darstellung 10 zeigt
den Anschluss zweier Instrumententeile 12 und 13 mit
einer Vorrichtung 1 und einem Rohrverteiler 9.
Das Instrument 12 ist endständig über
einen Adapter 11 an einem Rohrverteiler 9 und über
einen Adapter 8 einer Vorrichtung 1 mit einem
integrierten Filterelement 25 angeschlossen. Die Vorrichtung 1 besitzt
einen weiteren Ausgang bzw. Anschluss 24, der mit einer
Verschlusskappe verschlossen ist und einen Adapter 7, über den
ein Instrumententeil 13 angeschlossen ist. Es ist dargestellt,
wie z. B. Reinigungslösung (mit Pfeil A gekennzeichnet)
in einem Instrumentenkanal und in Weiterbildung des Verfahrens in
dem Innenraum 4 (Behandlungs- oder Vorrichtungsraum) einer
Vorrichtung 1 eingeleitet wird. Die Lösung wird
durch eine Filtereinheit 25 gefiltert und gelangt hiernach
in das Hohlrauminstrument 13. Bei dem Verfahren kann alternativ
vorgesehen sein, dass anstelle der Filtereinheit an dieser Stelle
ein Kontrollstreifen über den Anschluss 24 eingebracht
sein kann. Über den Anschluss 24 könnte
auch zusätzliche Lösung eingeleitet oder überschüssige
Lösung ausgeleitet werden. Die Vorrichtung 1 kann
hier auch als Rohrverteiler mit mehreren Anschlüssen ausgebildet
sein.
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2.
zeigt eine Darstellung des Verfahrens mit einer Sprühvorrichtung
zur Durchspülung und Anspülung von Instrumenten.
Die Darstellung 20 zeigt ein Instrument 12 mit
mindestens einem Kanal, das mit einem Rohrverteiler 9 über
einen Adapter 7 angeschlossen ist. Am Instrumentenausgang
befindet sich eine Sprühvorrichtung bzw. befinden sich
Sprühdüsen 15 für Instrumente 16 (z.
B. Bohrer). Die Sprühdüse kann dabei aber auch
ein Filterelement 25 sein. Alternativ kann hier am Ausgang
eine Sprühkappe 26 oder ein geschlossener Raum 4 vorgesehen
sein, in die die Spitzen der Instrumente 16 eingebracht
sind. Die Instrumente 16 befinden sich dabei in einer geeigneten
Instrumentenhalterung 17. Bei diesem Verfahren wird Lösung
(mit Pfeil A dargestellt) über einen Instrumentenkanal 14 in
eine Sprühvorrichtung 15 geleitet. Hier tritt
die Lösung aus und sprüht die Instrumentenspitzen
an. Alternativ kann die Lösung auch in einem Raum 4 eingeleitet werden
und wird über eine oder mehrere Öffnungen nach
unten wieder ausgeleitet.
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3.
zeigt eine Darstellung des Verfahrens und eine erfinderische Vorrichtung
im Schnitt bei der ein drehbarer Verteiler eingesetzt wird. Die
Schnittdarstellung 30 zeigt einen Siebkorb 28,
der z. B. in einer Reinigungs- und Desinfektionsmaschine eingebracht
sein kann. Seitlich wird dabei Behandlungslösung (mit Pfeil
A dargestellt) über Zuleitungen 31 in die Instrumente 12 eingeleitet.
Zur besseren Instrumentenfixierung befinden sich im Siebkorb Instrumentenhalterungen 29.
Die in Reihe angeordneten Hohlrauminstrumente 12 leiten
dabei die Spüllösung in eine, z. B. zentral angeordnete
Vorrichtung 1. Diese Vorrichtung 1 besteht aus
einem Rohrverteiler 9 und einer Verteilervorrichtung 15.
Zum Anschluss an den Rohrverteiler 9, sind die Instrumentenspitzen
in Kappen oder Spülhülsen 21 eingebracht.
Die hier zusammenfließende Behandlungslösung (Pfeil
A) sammelt sich im Raum 4 des Rohrverteilers 9 und
kann nach unten über eine drehbare Verteilervorrichtung 15 ausgeleitet
werden. Befinden sich unter diesem Verteiler Instrumente in einem
Siebkorb, so werden diese mit Behandlungslösung angespült.
Um den Siebkorb 28 außerhalb einer Maschine besser
bestücken zu können, besitzt dieser Abstandhalter 32.
Der hier dargestellte Siebkorb, wird beispielsweise in einen Etagenwagen
einer Spülmaschine eingesetzt, um hiermit Hohlrauminstrumente
und Instrumente ohne Hohlräume zu reinigen. Alternativ
können dabei auch mehrere in Reihe geschaltete kanalförmige
Vorrichtungen (siehe 5) über einen Adapter änderbar
mit einem Rohrverteiler verbunden sein, um Behandlungslösung
einzuleiten. Diese Ausgestaltung wäre besonders flexibel
und ausbaufähig. Zusätzlich kann der Rohrverteiler 9 über
Zuführleitungen 31 mit Lösung versorgt
werden.
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4.
zeigt die Schnittdarstellung einer erfinderischen Vorrichtung in
U-Form mit Spülkappenanschlüssen. In der Schnittdarstellung 40 ist
die Reinigung von zwei Shaver- Instrumente bzw. Hohlrauminstrumententeile 12 und 13 mit
jeweils einem Instrumentenkanal 14 dargestellt. Zur Weiterführung
der Reinigungslösung (hier mit Pfeil A dargestellt) wird eine
Vorrichtung eingesetzt, die zwei parallel zueinanderstehende Spülkappen 21 und
einen Verbindungsschlauch 22 besitzt. Die Spülkappen
bzw. Sprühkappen 21 sind mit Spülkappenadapter 2 und mit
Schlauchanschlüssen 18 und diese wiederum über
eine Halterungsplatte 19 verbunden. Um die Instrumententeile
bzw. Instrumente 12 und 13 zu reinigen, wird über
den größeren Instrumentenkanal 12 Lösung
(Pfeil A) in einen Raum 4 eingeleitet und über einen
Kanal 5 in den zweiten Raum 4 weitergeführt. In
diesem Raum befindet sich der zweite Instrumententeil 13.
Die Lösung kann über den Instrumentenkanal ausgeleitet
werden.
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5.
zeigt eine Schnittdarstellung einer erfinderischen Vorrichtung in
einer Längsform mit Spülkappenanschlüssen.
Die Darstellung 50 zeigt, wie zwei Shaverteile 12 und 13 mit
jeweils einem Instrumentenkanal 14 in Verbindung mit zwei
in Längsrichtung angeordneten Spülkappen 21 eingebracht
sind. Die Spülkappen 21 sind mit einem Spüladapter 3 verbunden
und können auch als Sprühkappen verwendet werden.
Im letzteren Fall, besitzt die Sprühkappe zur Ausleitung
kleine Löcher zur Verteilung der Behandlungslösung.
Der Spüladapter besitzt zum Ab- oder Einleiten von Lösung
oder Gasen einen Anschluss 24, der mit einer Verschlusskappe
verschließbar ist. Um hiermit die Shaver-Teile 12 und 13 zu
reinigen, wird Lösung (Pfeil A) über einen Shaverteil 12 in
einen Raum 4 eingeleitet und über einen geraden
Verbindungskanal 6 in einen weiteren Raum 4 überführt.
Die Lösung kann hier wieder über den zweiten Shaver-Teil 13 ausgeleitet
werden. Um die korrekte Reinigungsrichtung anzuzeigen, befinden sich
am Adapter 3 unterschiedlich markierte Silikonringe 23. Über
diese Ringe kann darüber hinaus eine Stabilisierungshülse
oder Feder befestigt werden.
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6a.
zeigt ein Vorrichtungsteil in U-Form in starrer Ausführung
mit Spülkappenanschlüssen. Die Abbildung 60 zeigt
ein U-förmiges starres Vorrichtungsteil mit endständig
vorhandenen Schlauchanschlüssen 18. Diese dienen
zum Fixieren von Spülhülsen und Stabilisierungshülsen.
Um zu erkennen, in welcher Richtung das Spülverfahren einsetzbar
ist, befinden sich z. B. farbige Silikonringe 23 oder Markierungen
vor den Schlauchanschlüssen 18. Die Farbmarkierung
kann dabei wichtig sein, wenn insbesondere die zu reinigen Instrumentenkanaldurchmesser
unterschiedlich groß sind und damit auch die Öffnungen
in den Spülkappen.
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6b.
zeigt ein Vorrichtungsteil in U-Form in flexibler Ausführung
mit Spülkappenanschlüssen. Die Abbildung 70 zeigt
ein U-förmiges Vorrichtungsteil mit endständig
vorhande nen Schlauchanschlüssen 18, welche im
unteren Teil mit einem Schlauch 22 verbunden ist. Die parallel
angeordneten Schlauchadapter 18 fixieren z. B. Spülhülsen
und/oder Stabilisierungshülsen. Farbige Silikonringe 23 dienen
als Markierungen am Adapter 18. Die Schlauchanschlüsse 18 wiederum
sind mit einer Platte 19 über eine Mutter 28 fest
verbunden.
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6c.
zeigt ein Vorrichtungsteil mit einem geometrischen Querschnitt mit
Spülkappenanschlüssen. Das dargestellte Vorrichtungsteil 80 zeigt
hier im rechteckigen Querschnitt einen Rohrverteiler 1,
der auf einer Seite parallele Anschlüsse 18, z.
B. für Spülhülsen oder für Instrumententeile,
aufweist. Auch hier sind Farbringe zur Unterscheidung der Verfahrensrichtung
vorgesehen. Der Rohrverteiler 1 besitzt zusätzlich
einen stirnseitigen Anschluss 27 und einen weitern unteren
Anschluss 24. In dem gezeigten Raum 4 können
alternativ Filtereinheiten oder andere Vorrichtungen eingebracht
sein.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102004060289 [0003]
- - DE 102004029970 [0003]
- - DE 29620011 [0003]