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- Priorität: Republik Korea (KR) 22. Oktober 2007 10-2007-0106013
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Diese
Anmeldung beansprucht den Nutzen der am 22. Oktober 2007 eingereichten
koreanischen Patentanmeldung
Nr. P2007-106013 , die hiermit durch Bezugnahme so eingeschlossen
wird, als sei sie hier vollständig dargelegt.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft ein Display, genauer gesagt, eine elektrisch
gesteuerte Flüssigkristalllinse, die nicht nur eine leicht
parabolische Linsenebene erzielen kann, wenn sie durch Ausrichtung
von Flüssigkristallen auf Grundlage einer geänderten Elektrodenkonfiguration
realisiert wird, sondern die auch selbst bei einem großflächigen
Display einen verkleinerten Zellenzwischenraum einer Flüssigkristallschicht
und ein stabiles Profil erzielen kann, und ein Stereodisplay unter
Verwendung derselben.
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Erörterung der einschlägigen
Technik
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Derzeit
haben sich Dienste zum schnellen Ausstrahlen von Information, die
auf Grundlage von Informationskommunikationsnetzen hoher Geschwindigkeit
aufgebaut sind, von einem einfachen Dienst des "Hörens
und Sprechens", wie bei aktuellen Telefonen, auf Grundlage digitaler
Endgeräte, wie sie zur Hochgeschwindigkeitsverarbeitung
von Zeichen, Sprache und Bildern verwendet werden, zu Multimediadiensten
des "Sehens und Hörens" entwickelt, und es ist zu erwarten,
dass sie schließlich zu dreidimensionalen Informationskommunikationsdiensten
im virtuellen Raum entwickelt werden, die virtuelle Realität
und stereoskopische Betrachtung frei von Einschränkungen
in der Zeit und im Raum ermöglichen.
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Im
Allgemeinen werden Stereobilder, die drei Dimensionen darstellen,
auf Grundlage des Prinzips des Stereosehens über die Augen
des Betrachters realisiert. Da jedoch die Augen des Betrachters
um ungefähr 65 mm voneinander beabstandet sind, d. h., eine
Binokularparallaxe aufweisen, nehmen das linke und das rechte Auge
aufgrund der Positionsdifferenz zwischen ihnen leicht verschiedene
Bilder wahr. Eine derartige Differenz zwischen Bildern aufgrund
der Positionsdifferenz der Augen wird als Binokulardisparität
bezeichnet. Ein dreidimensionales Stereobilddisplay ist auf Grundlage
der Binokulardisparität konzipiert, wobei es dem linken
Auge ermöglicht ist, nur ein Bild für dasselbe
zu sehen, und dem rechten Auge ermöglicht ist, nur ein
Bild für dieses zu sehen.
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Genauer
gesagt, sehen das linke und das rechte Auge jeweils andere zweidimensionale
Bilder. Wenn die zwei verschiedenen Bilder über die Netzhaut
an das Gehirn übertragen werden, verschmilzt dieses tatsächlich
die Bilder, was den Eindruck tatsächlicher dreidimensionaler
Bilder ergibt. Diese Fähigkeit wird herkömmlich
als Stereografie bezeichnet, und ein Stereodisplay wird durch Anwenden
der Stereografie auf ein Display erhalten.
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Stereodisplays
können auf Grundlage der Bauelemente einer Linse, die dreidimensionale
Bilder realisiert, eingeteilt werden. Als ein Beispiel existiert
eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse, bei der
eine Flüssigkristallschicht eine Linse bildet.
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Im
Allgemeinen verfügt ein Flüssigkristalldisplay über
zwei einander gegenüberstehende Elektroden sowie eine zwischen
diese zwei Elektroden eingefügte Flüssigkristallschicht.
Flüssigkristallmoleküle der Flüssigkristallschicht
werden durch ein elektrisches Feld angesteuert, wie es erzeugt wird,
wenn an die zwei Elektroden Spannungen angelegt werden. Die Flüssigkris tallmoleküle
verfügen über Polarisations- und Anisotropieeigenschaften.
Aufgrund der Polarisation werden, wenn Flüssigkristallmoleküle
unter dem Einfluss eines elektrischen Felds stehen, elektrische
Ladungen in ihnen an ihren entgegengesetzten Seiten gesammelt, wodurch
sich die Molekülanordnungsrichtung entsprechend dem elektrischen
Feld ändert. Aufgrund der optischen Anisotropie ändert
sich, dank der langgestreckten Form von Flüssigkristallmolekülen
und der oben genannten Molekülanordnungsrichtung, der Pfad
oder die Polarisation des zu emittierenden Lichts abhängig von
der Einfallsrichtung oder der Polarisation des einfallenden Lichts.
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Demgemäß zeigt
eine Flüssigkristallschicht abhängig von an die
zwei Elektroden angelegten Spannungen Unterschiede des Transmissionsvermögens,
und unter Verwendung des Transmissionsunterschieds von Pixeln kann
ein Bild angezeigt werden.
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In
jüngerer Zeit wurde eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
vorgeschlagen, bei der eine Flüssigkristallschicht unter
Verwendung der oben beschriebenen Eigenschaften von Flüssigkristallmolekülen
als Linse dient.
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Genauer
gesagt, ist eine Linse so konzipiert, dass der Pfad einfallenden
Lichts auf positionsbezogener Basis durch Ausnutzen der Differenz
zwischen dem Brechungsindex eines Linsenaufbaumaterials und demjenigen
von Luft gesteuert wird. Wenn bei einer elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse
verschiedene Spannungen abhängig von verschiedenen Positionen
von Elektroden an die Flüssigkristallschicht angelegt werden,
um diese durch verschiedene elektrische Felder anzusteuern, sorgt
einfallendes, in die Flüssigkristallschicht eingeleitetes
Licht für verschiedene Phasenvariationen auf positionsbezogener
Basis, und im Ergebnis kann die Flüssigkristallschicht
den Pfad einfallenden Lichts auf dieselbe Weise wie eine tatsächliche
Linse steuern.
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Nachfolgend
wird eine herkömmliche elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
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Die 1 ist
eine Schnittansicht, die eine herkömmliche elektrisch gesteuerte
Flüssigkristalllinse zeigt, und die 2 ist eine
Ansicht zum Veranschaulichen der elektrischen Potenzialverteilung beim
Erzeugen der elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse
der 1, nachdem Spannungen an die Flüssigkristalllinse
angelegt wurden.
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Wie
es in der 1 dargestellt ist, verfügt
die herkömmliche elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse über
ein erstes und ein zweites Substrat 10 und 20,
die einander gegenüberstehen, und eine zwischen dem ersten
Spannung 10 und dem zweiten Spannung 20 ausgebildete
Flüssigkristallschicht 30.
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Hierbei
sind erste Elektroden 11 mit einem ersten Intervall auf
dem ersten Substrat 10 angeordnet. In diesem Fall wird,
betreffend benachbarte erste Elektroden 11, der Abstand
vom Zentrum der einen der ersten Elektroden 11 zum Zentrum
der nächsten ersten Elektrode 11 als "Schrittweite"
bezeichnet. Das Wiederholen derselben Schrittweite für
die jeweiligen ersten Elektroden führt zu einem Muster.
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Über
die gesamte Fläche des zweiten Substrats 20 hinweg
ist, dem ersten Substrat 10 gegenüberstehen, eine
zweite Elektrode 21 ausgebildet.
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Die
ersten und die zweiten Elektroden 11 und 21 bestehen
aus transparenten Metallen. Die Flüssigkristallschicht 30 wird
im Raum zwischen den ersten Elektroden 11 und der zweiten
Elektrode 21 ausgebildet. Flüssigkristallmoleküle
der Flüssigkristallschicht 30 reagieren auf die
Stärke und die Verteilung eines elektrischen Felds und
zeigen daher eine Phasenverteilung ähnlich derjenigen,
wie sie in der 2 dargestellt ist.
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Die
oben beschriebene elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
wird auf Grundlage der Annahme realisiert, dass an die erste Elektrode 11 hohe
Spannungen angelegt werden und die zweite Elektrode 21 geerdet
ist. Unter dieser Spannungsbedingung ist ein vertikales elektrisches
Feld im Zentrum der ersten Elektrode 11 am stärksten,
und die Stärke dieses vertikalen elektrischen Felds nimmt
von der ersten Elektrode 11 ab. Demgemäß werden,
wenn die Flüssigkristallmoleküle der Flüssigkristallschicht 30 positive Anisotropie
der Dielektrizitätskonstante zeigen, dieselben entsprechend
dem elektrischen Feld auf solche Weise angeordnet, dass sie im Zentrum
der ersten Elektrode 11 aufrecht stehen und horizontal
weg von derselben allmählich verkippt sind. Im Ergebnis ist,
was die Lichttransmission betrifft, der optische Pfad im Zentrum
der ersten Elektrode 11 verkürzt, und er nimmt
mit zunehmendem Abstand von dieser zu, wie es in der 2 dargestellt
ist. Wenn die Längenänderung des optischen Pfads
unter Verwendung einer Phasenebene dargestellt wird, zeigt eine
elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse Lichttransmissionseffekte,
die denen einer Parabollinse ähnlich sind.
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Hierbei
sorgt die zweite Elektrode 21 für ein solches
Verhalten eines elektrischen Felds, dass der Brechungsindex im Wesentlichen
die Form einer räumlichen parabolischen Funktion einnimmt,
wobei die ersten Elektroden 11 die Randbereiche der Linse definieren.
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In
diesem Fall werden an die ersten Elektroden 11 relativ
höhere Spannungen als an die zweite Elektrode 21 angelegt.
Daher tritt, wie es in der 2 dargestellt
ist, zwischen den ersten Elektroden 11 und der zweiten
Elektrode 21 eine Potenzialdifferenz auf. Insbesondere
entsteht um die ersten Elektroden 11 herum ein steiles
horizontales elektrisches Feld. Demgemäß zeigen
Flüssigkristallmoleküle eine leicht verzerrte
Verteilung statt einer allmählichen Verteilung, wobei der
Brechungsindex keine parabolische räumliche Verteilung
zeigen kann, oder die Bewegung der Flüssigkristalle reagiert übermäßig
empfindlich auf eine Spannungsänderung.
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Die
oben beschriebene herkömmliche elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
kann, ohne körperliche Parabollinse, dadurch realisiert
werden, dass Elektroden auf zwei Spannungen angebracht werden, wobei
dazwischen Flüssigkristalle eingefügt werden,
und Spannungen an die Elektroden angelegt werden.
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Jedoch
zeigt die oben beschriebene elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
die folgenden Probleme.
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Erstens
wird, da auf einem unteren Substrat ausgebildete Elektroden ein
extremes Teilgebiet eines Linsenbereichs einnehmen, zwischen einem
den Elektroden entsprechenden Linsenrandbereich und einem von diesem
entfernten Linsenzentrumsbereich ein steiles horizontales elektrisches
Feld statt eines allmählichen elektrischen Felds erzeugt,
was zu einer geringfügig verzerrten Phase der elektrisch
gesteuerten Flüssigkristalllinse führt. Insbesondere
wird bei einer elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse, bei
der hohe Spannungen an eine begrenzte Anzahl von Elektroden in jedem
Linsenbereich angelegt werden, zwischen den auf hoher Spannung befindlichen Elektroden
und den Substraten, die einander gegenüberstehen, ein unzureichendes
elektrisches Feld erzeugt, je größer die Schrittweite
im Linsenbereich ist. Demgemäß ist die Realisierung
einer elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse mit einer
leicht parabolischen Linsenebene mit denselben optischen Effekten
wie denen einer tatsächlichen Linse extrem schwierig.
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Zweitens
wird, wenn Anwendung bei einem Display großer Fläche
erfolgt, der Linsenzentralbereich, der entfernt vom Linsenrandbereich
ist, in dem sich die Elektroden befinden, an die eine hohe Spannung
angelegt wird, durch ein elektrisches Feld nicht beeinflusst, und
es bestehen Schwierigkeiten bei der Ausrichtungssteuerung von Flüssigkristallen
durch das elektrische Feld. Dies führt zu einer schwerwiegenden
Verzerrung der Linsenform auf Grundlage des elektrischen Felds.
Fallabhängig zeigt, wenn die Steuerung im Linsenzentralbereich
schwierig oder unmöglich ist, die sich ergebende elektrisch
gesteuerte Flüssigkristalllinse ein diskontinuierliches
Linsenprofil und ist nicht als Linse wirksam.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Demgemäß ist
die Erfindung auf eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
und ein Stereodisplay unter Verwendung derselben gerichtet, die
eines oder mehrere Probleme aufgrund von Einschränkungen
und Nachteilen der einschlägigen Technik im Wesentlichen
vermeiden.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse,
die nicht nur eine allmählich parabolische Linsenebene
erzielen kann, wenn sie durch die Ausrichtung von Flüssigkristallen
auf Grundlage einer geänderten Elektrodenkonfiguration
realisiert wird, sondern auch einen verringerten Zellenzwischenraum
einer Flüssigkristallschicht und ein stabiles Profil selbst
bei einem großflächigen Display realisieren kann,
und ein Stereodisplay unter Verwendung derselben zu schaffen.
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Zusätzliche
Vorteile, Aufgaben und Merkmale der Erfindung werden teilweise in
der folgenden Beschreibung dargelegt, und sie werden teilweise dem
Fachmann beim Studieren des Folgenden er sichtlich, oder sie ergeben
sich beim Ausüben der Erfindung. Die Ziele und andere Vorteile
der Erfindung können durch die Struktur realisiert und
erreicht werden, wie sie in der schriftlichen Beschreibung und den
zugehörigen Ansprüchen sowie den beigefügten Zeichnungen
speziell dargelegt ist.
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Um
diese Ziele und andere Vorteile zu erreichen, und gemäß dem
Zweck der Erfindung, wie sie realisiert wurde und hier umfassend
beschrieben wird, ist eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse mit
Folgendem versehen: einem ersten und einem zweiten Substrat, die
einander gegenüberstehend angeordnet sind und einen aktiven
Bereich mit mehreren Linsenbereichen und einen Kontaktfleckbereich
an der Außenseite des aktiven Bereichs definieren; mehreren
ersten Elektroden, die so auf dem ersten Substrat angeordnet sind,
dass sie den jeweiligen Linsenbereichen entsprechen, und die zwischen
den Zentren benachbarter erster Elektroden in jedem Linsenbereich
mit verschiedenen Abständen voneinander beabstandet sind;
einer zweiten Elektrode, die über die gesamte Fläche
des zweiten Substrats hinweg ausgebildet ist; einer Spannungsquelle
zum Anlegen verschiedener Spannungen an die mehreren ersten Elektroden
und zum Anlegen einer Massespannung an die zweite Elektrode; und
einer Flüssigkristallschicht, die zwischen das erste Substrat
und das zweite Substrat gefüllt ist.
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Einige
der mehreren ersten Elektroden in jedem Linsenbereich, an die relativ
hohe Spannungen angelegt werden, können einen kleineren
Abstand zwischen den Zentren benachbarter erster Elektroden aufweisen,
als es dem Abstand zwischen den Zentren benachbarter erster Elektroden
entspricht, an die relativ niedrige Spannungen angelegt werden. In
diesem Fall kann die Breite der ersten Elektroden allmählich
zunehmen, oder der Abstand zwischen den ersten Elektroden kann ausgehend
von einem Bereich mit angelegter relativ hoher Spannung zu einem
Bereich mit an gelegter relativ hoher Spannung zu einem Bereich mit
angelegter relativ niedriger Spannung allmählich zunehmen.
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Die
Spannungsquelle kann einen Verteilte-Spannungen-Generator zum Erzeugen
verschiedener Spannungen beim Empfangen einer Minimalspannung und
einer Maximalspannung, wie sie an ihn angelegt werden, aufweisen,
um die verschiedenen Spannungen an die mehreren ersten Elektroden anzulegen.
In diesem Fall kann die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
ferner Folgendes aufweisen: mehrere im Kontaktfleckbereich vorhandene
Metallleitungen und an diese mehreren Metallleitungen im Kontaktfleckbereich
können jeweils vom Verteilte-Spannungen-Generator ausgegebene
Spannungssignale angelegt werden, und die mehreren Metallleitungen
können Kontakte zu Enden der mehreren ersten Elektroden
aufweisen.
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Die
mehreren ersten Elektroden können in einer vorgegebenen
Richtung parallel ausgebildet sein, und die Metallleitungen können
im Kontaktfleckbereich so ausgebildet sein, dass sie die ersten
Elektroden schneiden, wobei jede der Metallleitungen mit mindestens
einer der mehreren ersten Elektroden in Kontakt steht. Die Anzahl
der vom Verteilte-Spannungen-Generator ausgegebenen Spannungssignale
kann der Anzahl der ersten Elektroden entsprechen, die sich zwischen
dem Rand und dem Zentrum jedes Linsenbereichs befinden.
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Die
vom Verteilte-Spannungen-Generator ausgegebenen Spannungssignale
können einer positiven quadratischen Funktion bezogen auf
das Zentrum jedes Linsenbereichs entsprechen.
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Der
Verteilte-Spannungen-Generator kann Folgendes aufweisen: Widerstände,
die zwischen dem Maximalspannungs-Eingangsanschluss und dem Minimalspannungs-Eingangsanschluss
vorhanden sind, um Spannungssignale zwischen einer Maximalspannung
und einer Minimalspannung zu verteilen; und Puffer zwischen den
je weiligen Spannungssignal-Ausgangsanschlüssen und den
Metallleitungen im Kontaktfleckbereich.
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Die
mehreren Elektroden können auf dem ersten Substrat in derselben
Schicht ausgebildet sein.
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Alternativ
kann die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse ferner
mindestens einen auf dem ersten Substrat ausgebildeten Isolierfilm
aufweisen. In diesem Fall können die mehreren ersten Elektroden
auf solche Weise auf dem ersten Substrat und dem Isolierfilm ausgebildet
sein, dass sie bezogen auf den Rand in jedem Linsenbereich horizontal
symmetrisch sind.
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Die
mehreren ersten Elektroden können eine sich in der Querrichtung
des ersten Substrats erstreckende Stabform aufweisen, und die Breite
der ersten Elektroden und der Abstand zwischen benachbarten ersten
Elektroden kann im Bereich von 2 μm bis 30 μm
variabel sein.
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Die
elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse kann ferner
Folgendes aufweisen: einen auf dem ersten Substrat mit den mehreren
ersten Elektroden ausgebildeten ersten Ausrichtungsfilm; und einen
auf der zweiten Elektrode ausgebildeten zweiten Ausrichtungsfilm.
Der erste Ausrichtungsfilm kann eine Reiberichtung aufweisen, die
dieselbe wie die Längsrichtung der ersten Elektroden ist,
und der zweite Ausrichtungsfilm kann eine Reiberichtung aufweisen, die
diejenige des ersten Ausrichtungsfilms schneidet.
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Die
ersten und zweiten Elektroden können aus transparenten
Metallen bestehen.
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Gemäß einer
anderen Erscheinungsform der Erfindung ist ein Stereodisplay mit
Folgendem geschaffen: einer Anzeigetafel unter der elektrisch gesteuerten
Flüssigkristalllinse, um zweidimen sionale Bildsignale an
die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse durchzulassen.
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Es
ist zu beachten, dass sowohl die vorstehende allgemeine Beschreibung
als auch die folgende detaillierte Beschreibung der Erfindung beispielhaft
und erläuternd sind und dazu vorgesehen sind, für
eine weitere Erläuterung der beanspruchten Erfindung zu
sorgen.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
beigefügten Zeichnungen, die enthalten sind, um für
ein weiteres Verständnis der Erfindung zu sorgen, und die
in diese Anmeldung eingeschlossen sind und einen Teil derselben
bilden, veranschaulichen mindestens eine Ausführungsform
der Erfindung, und sie dienen gemeinsam mit der Beschreibung dazu,
das Prinzip der Erfindung zu erläutern. In den Zeichnungen
ist Folgendes dargestellt.
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1 ist
eine Schnittansicht, die eine herkömmliche elektrisch gesteuerte
Flüssigkristalllinse zeigt;
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2 ist
ein Kurvenbild, das einen optischen Pfad (Phasenänderung)
abhängig von einer vorgegebenen Position der in der 1 dargestellten
elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse zeigt;
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3 ist
eine Schnittansicht, die ein Stereodisplay unter Verwendung einer
elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse gemäß einer
ersten Ausführungsform der Erfindung zeigt;
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4 ist
eine Schnittansicht, die die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
der 3 zeigt;
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5 ist
eine perspektivische Ansicht, die die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
der 3 zeigt;
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6 ist
eine schematische Ansicht, die eine Spannungsanlegekonfiguration
der elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse gemäß der
Erfindung zeigt;
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7 ist
eine Draufsicht, die ein erstes Substrat der elektrisch gesteuerten
Flüssigkristalllinse gemäß der Erfindung
zeigt;
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8 ist
ein Blockdiagramm, das eine Spannungsanlegeart gemäß der
Erfindung zeigt;
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9 ist
eine Schnittansicht, die eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
gemäß einer zweiten Ausführungsform der
Erfindung zeigt; und
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10A und 10B sind
Kurvenbilder, die die Phase der elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse
für dieselbe Schrittweite sowie verschiedene Schrittweiten
erster Elektroden als unterteilten Elektroden zeigen.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Nun
wird detailliert auf eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
und ein Stereodisplay unter Verwendung derselben gemäß den
bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung Bezug genommen,
zu denen in den beigefügten Zeichnungen Beispiele dargestellt
sind. Wo immer es möglich ist, sind in allen Zeichnungen
dieselben Bezugszahlen dazu verwendet, dieselben oder ähnliche
Teile zu kennzeichnen.
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Die 3 ist
eine Schnittansicht, die ein Stereodisplay mit einer elektrisch
gesteuerten Flüssigkristalllinse gemäß einer
ersten Ausführungsform der Erfindung zeigt. Die 4 und 5 sind
eine Schnittansicht bzw. eine perspektivische Ansicht, die die elektrisch
gesteuerte Flüssigkristalllinse der 3 zeigen.
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Wie
es in der 3 dargestellt ist, verfügt das
Stereodisplay gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung über eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse 1000,
die betrieben wird, wenn sie Spannungen empfängt, um dadurch
als Linse zu arbeiten, eine unter der elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse 1000 angeordnete
Anzeigetafel 350, die dazu dient, zweidimensionale Bildinformation
abzustrahlen, und eine Lichtquelle 700, die unter der Anzeigetafel 350 angeordnet
ist und dazu dient, Licht zu dieser zu lenken.
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Fallabhängig
ist ein Weglassen der Lichtquelle 700 möglich,
wenn die Anzeigetafel 350 eine selbstleuchtende Vorrichtung
ist, wie ein organisches Leuchtdisplay.
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Die
Anzeigetafel 350 enthält erste und zweite Bildpixel
P1 und P2, die abwechselnd und wiederholt angeordnet sind, um ein
erstes bzw. ein zweites Bild IM1 und IM2 anzuzeigen. Die Anzeigetafel 350 kann aus
verschiedenen Flachtafeldisplays ausgewählt werden, einschließlich
Flüssigkristalldisplays (LCDs), organischen Leuchtdisplays
(OLEDs), Plasmadisplaytafeln (PDPs), Feldemissionsdisplays (FEDs) usw.
Die Anzeigetafel 350 befindet sich unter der elektrisch
gesteuerten Flüssigkristalllinse 1000, und sie
dient dazu, zweidimensionale Bildsignale an diese durchzulassen.
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Die
elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse 1000 gemäß der
Erfindung fungiert dahingehend, dreidimensionale Bildsignale aus
zweidimensionalen Bildsignalen entsprechend dem Linsenpro fil zu
emittieren, und sie liegt über der zweidimensionale Bilder erzeugenden
Anzeigetafel 350. Die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse 1000 kann
dreidimensionale Bildsignale emittieren, oder sie kann direkt zweidimensionale
Bildsignale emittieren, was davon abhängt, ob Spannungen
an sie angelegt werden oder nicht. Genauer gesagt, ist die elektrisch
gesteuerte Flüssigkristalllinse 1000 so konzipiert,
dass sie Licht direkt durchlässt, wenn keine Spannung an
sie angelegt ist, wodurch sie als Schaltvorrichtung zum Anzeigen
zweidimensionaler Bilder, wenn keine Spannung an sie angelegt ist,
und zum Anzeigen dreidimensionaler Bilder, wenn Spannungen an sie
angelegt sind, dienen kann.
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Nachfolgend
wird die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse 1000 detaillierter
beschrieben.
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Wie
es in den 3 und 4 dargestellt ist,
verfügt die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse 1000 gemäß der
ersten Ausführungsform der Erfindung über ein
erstes und ein zweites Substrat 100 und 200, die
einander gegenüberstehend angeordnet sind und jeweils mehrere
Linsenbereiche so definieren, dass sie denen des anderen Substrats
entsprechen, mehrere erste Elektroden 101, die auf Grundlage
jedes Linsenbereichs auf dem ersten Substrat 100 angeordnet
sind, eine zweite Elektrode 201, die auf der gesamten Fläche
des zweiten Substrats 200 ausgebildet ist, Spannungssignalquellen Vmin,
V1, V2, ... Vmax zum Anlegen verschiedner Spannungen an die jeweiligen
Elektroden 101, und eine Flüssigkristallschicht 300,
die zwischen das erste Substrat 100 und das zweite Substrat 200 gefüllt ist.
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Hierbei
sind die mehreren ersten Elektroden 101 mit verschiedenen
Abständen zwischen den Zentren benachbarter erster Elektroden 101 in
jedem Linsenbereich angeordnet. Beispielsweise sind bei den mehreren
Elektroden 101 die Abstände zwischen den Zentren
benachbarter erster Elektroden 101, an die relative hohe Spannungen
angelegt werden, kürzer als die Abstände zwischen
den Zentren benachbarter erster Elektroden 101, an die
relativ niedrige Spannungen angelegt werden.
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Demgemäß sind,
bei der oben angegebenen Einstellung des Abstands zwischen den Zentren
benachbarter erster Elektroden 101, die ersten Elektroden 101 in
einem Bereich, in dem eine relativ hohe Spannung angelegt wird,
mit relativ geringer Breite ausgebildet, und sie sind dicht angeordnet,
jedoch nehmen die Breite der ersten Elektroden 101 und
der Abstand zwischen den Zentren benachbarter erster Elektroden 101 allmählich
zu einem Bereich, in dem eine relativ niedrige Spannung angelegt
wird, allmählich zu. Hierbei kann der Abstand zwischen
den Zentren benachbarter erster Elektroden 101 durch Einstellen
der Breite der ersten Elektroden 101 und/oder des Abstands
zwischen den ersten Elektroden 101 eingestellt werden.
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Außerdem
kann, wenn angenommen wird, dass die höchste Spannung an
den Rand E des Linsenbereichs angelegt wird und die niedrigste Spannung
an das Zentrum O des Linsenbereichs L angelegt wird, der Abstand
zwischen den Zentren benachbarter erster Elektroden 101 so
eingestellt werden, dass er ausgehend von einem Minimalwert vom Rand
E zum Zentrum O des Linsenbereichs L allmählich zunimmt.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Rand E des
Linsenbereichs L ein Profil aufweist, das auf das Anlegen einer
Spannung empfindlich reagiert, können die ersten Elektroden 101 nur
am Rand E des Linsenbereichs L mit engerem Abstand als im Zentrum
des Linsenbereichs L dicht angeordnet werden.
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Die
ersten und die zweiten Elektroden 101 und 201 bestehen
aus transparenten Metallen, wie Indiumzinnoxid (ITO), um an ihren
Stellen Transmissionsverluste zu vermeiden.
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Betreffend
jeden Linsenbereich L wird an das Zentrum O desselben eine erste
Spannung Vmin, die ungefähr einer Schwellenspannung entspricht,
angelegt, wohingegen an die erste Elektrode 101, die am Rand
E des Linsenbereichs L liegt, die höchste, n-te Spannung
Vmax angelegt wird. In diesem Fall liegen an die ersten Elektroden 101,
die sich zwischen dem Zentrum O und dem Rand E des Linsenbereichs
L befinden, angelegte Spannungen im Bereich von der Schwellenspannung
Vmin bis zur n-ten Spannung Vmax des Linsenbereichs, und sie nehmen
mit zunehmendem Abstand vom Zentrum O des Linsenbereichs L allmählich
zu. Wenn Spannungen an die mehreren ersten Elektroden 101 angelegt
werden, wird an die zweite Elektrode 201 die Massespannung angelegt,
um zwischen den ersten Elektroden 101 und der zweiten Elektrode 201 ein
vertikales elektrisches Feld zu erzeugen.
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Die
mehreren ersten Elektroden 101 sind zum Rand E des Linsenbereichs
L horizontal symmetrisch ausgebildet. Die horizontal symmetrischen
ersten Elektroden 101 weisen nahe dem Rand E einen kurzen
Abstand zwischen ihren Zentren auf, wobei der Abstand zum Zentrum
O hin zunimmt.
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Die
jeweiligen ersten Elektroden 101 sind über Metallleitungen 111 in
Kontaktfleckbereichen (entsprechend Nichtanzeigebereichen der Anzeigetafel 350)
mit den entsprechenden Spannungssignalquellen Vmin, V1, V2, ...
Vmax verbunden, um gewünschte Spannungen zu empfangen.
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Die
niedrigste Schwellenspannung Vmin, wie sie an die erste Elektrode
101 angelegt
wird, die sich im Zentrum O des Linsenbereichs L befindet, ist eine
Rechteckwechselspannung mit einem Spitzenwert von ungefähr
1,4~2 V. Die Schwellenspannung Vmin ist durch
gegeben (wobei Δε die
Anisotropie der Dielektrizitätskonstante der Flüssigkristalle
ist, K1 der Elastizitätsmodul der Flüssigkristalle
ist und ε
0 die Vakuumdielektrizitätskonstante
ist). Außerdem ist die höchste Spannung Vmax,
die an die erste Elektrode
101 angelegt wird, die sich
am Rand E des Linsenbereichs L befindet, eine Rechteckwechselspannung mit
einem Spitzenwert von ungefähr 2,5~10 V.
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Wenn
Spannungen im Bereich von der oben angegebenen Schwellenspannung
(d. h. einer Rechteckwechselspannung mit einem Spitzenwert von 1,4~2
V) bis zur höchsten Spannung (d. h. der Rechteckwechselspannung
mit einem Spitzenwert von 2,5~10 V) an die mehreren ersten Elektroden 101 in
der elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse 1000 angelegt
werden und eine Massespannung an die zweite Elektrode 101 angelegt
werden und eine Massespannung an die zweite Elektrode 201 angelegt
wird, funktioniert die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse 1000 ähnlich
wie eine optische Parabollinse, um dadurch die ersten und zweiten
Bilder IM1 und IM2 von der Anzeigetafel 350 zu ersten und zweiten
Betrachtungszonen V1 bzw. V2 durchzulassen. Wenn der Abstand zwischen
der ersten Betrachtungszone V1 und der zweiten Betrachtungszone
V2 auf den Abstand zwischen den Augen des Betrachters eingestellt
ist, kann dieser die zur ersten und zweiten Betrachtungszone V1
und V2 durchgelassenen ersten und zweiten Bilder IM1 und IM2 kombinieren,
um dadurch auf Grundlage der Binokulardisparität dreidimensionale
Bilder wahrzunehmen.
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Wenn
andererseits keine Spannung an die ersten Elektroden 101 und
die zweite Elektrode 202 angelegt wird, dient die elektrisch
gesteuerte Flüssigkristalllinse 1000 einfach als
transparente Schicht zum direkten Anzeigen der ersten und zweiten
Bilder IM1 und IM2 auf der Anzeigetafel 350 ohne Brechung.
Demgemäß werden die ersten und zweiten Bilder
IM1 und IM2 unabhängig von den Betrachtungszonen direkt
zum Betrachter durchgelassen, und so nimmt dieser zweidimensionale
Bilder wahr.
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In
der Zeichnung verfügt der Linsenbereich L der elektrisch
gesteuerten Flüssigkristalllinse 1000 über
dieselbe Breite, wie sie der Gesamtbreite zweier Pixel P1 und P2
der Anzeigetafel 350 unter der elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse 1000 entspricht.
Fallabhängig können mehrere Pixel dem Linsenbereich
L entsprechen. Außerdem kann der Linsenbereich L unter
einem vorbestimmten Winkel in Bezug auf die Pixel verkippt sein,
und fallabhängig können alle Linsenbereiche L
stufenweise in Bezug auf die Pixel angeordnet sein (genauer gesagt,
ist der Linsenbereich einer horizontalen n-ten Pixelzeile gegenüber
einer horizontalen (n + 1)-ten Pixelzeile um einen vorbestimmten
Abstand verschoben).
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Der
Linsenbereich L ist so ausgebildet, dass er eine einer Schrittweite
P entsprechende Breite aufweist, und mehrere Linsenbereiche L mit
derselben Schrittweite sind in einer vorgegebenen Richtung (beispielsweise
der horizontalen Richtung, wie in der 4 dargestellt)
periodisch wiederholt. Hierbei bedeutet "Schrittweite P" die horizontale
Breite eines einzelnen Linsenbereichs L. Es sei darauf hingewiesen,
dass der Linsenbereich L keine körperliche Form einer Konvexlinse
aufweist, sondern dass er als Linse fungiert, die dann realisiert
ist, wenn Flüssigkristalle durch ein elektrisches Feld
ausgerichtet werden. In den 3 und 4 entspricht
der Abstand zwischen dem Zentrum O und dem Rand E des Linsenbereichs
L dem Wert P/2. Dies bedeutet, dass symmetrische Werte von Spannungen
an die symmetrischen ersten Elektroden 101 vom Rand E zum Zentrum
O des Linsenbereichs L angelegt werden.
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Auf
dem ersten Substrat 100 mit den ersten Elektroden 101 und
auf der zweiten Elektrode 201 sind ein erster Ausrichtungsfilm 102 bzw.
ein zweiter Ausrichtungsfilm 202 ausgebildet. In diesem
Fall verfügt, damit die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse 1000 im
Anfangszustand, wenn keine Spannung an sie angelegt ist, als transparente
Schicht fungieren kann, der erste Ausrichtungsfilm 102 eine
Reiberichtung, die mit der Richtung der ersten Elektroden 101 übereinstimmt,
und der zweite Ausrichtungsfilm 202 verfügt über
eine Reiberichtung, die diejenige des ersten Ausrichtungsfilms 102 schneidet.
Daher kann die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse 1000 von
der unter ihr liegenden Anzeigetafel 350 abgestrahlte Bilder
direkt zum Betrachter durchlassen.
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Die
oben beschriebenen Linsenbereiche L zeigen eine Form, wie sie in
den 3 und 4 dargestellt ist und die mit
dem Abstand der Schrittweite P horizontal wiederholt ist.
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Die
mehreren ersten Elektroden 101 verfügen über
Stabform und erstrecken sich entlang der Querrichtung des ersten
Substrats 100 (in der Richtung in die Zeichnung hinein),
wobei zwischen ihnen verschiedene Breiten oder Abstände
vorliegen. Jede der ersten Elektroden 101 verfügt über
eine Breite im Bereich von 2 μm bis 30 μm, und
der Abstand zwischen benachbarten ersten Elektroden 101 liegt
im Bereich von 2 μm bis 30 μm. Beispielsweise
können sowohl die Schrittweite P als auch die Breite eines einzelnen
Linsenbereichs auf verschiedene Werte im Bereich von 90 μm
bis 1.000 μm geändert werden, und es können,
abhängig von der Breite und dem Abstand, wie sie oben beschrieben
sind, der ersten Elektroden 101 ungefähr 10 bis
100 oder mehr erste Elektroden bezogen auf einen Linsenbereich ausgebildet
sein.
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Obwohl
es nicht dargestellt ist, sind bei der elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse 1000 gemäß der
Ausführungsform der Erfindung Abdichtungsmuster (nicht
dargestellt) an Außenumfangsbereichen des ersten und des
zweiten Substrats 100 und 200 (entsprechend Nichtanzeigebereichen
mit den Kontaktfleckbereichen der Anzeigetafel 350) ausgebildet,
um das erste und das zweite Substrat 100 und 200 zu
halten. Die Flüssigkristallschicht 300 zwischen
dem ersten Substrat 100 und dem zweiten Substrat 200 muss
eine ausreichende Dicke, entsprechend ungefähr 15 μm
oder mehr, aufweisen, um eine ausreichende Phase der elektrisch
gesteuerten Flüssigkristalllinse zu bilden. Um die Dicke
der Flüssigkristallschicht 300 stabil aufrecht
zu erhalten, können ferner kugelförmige oder säulenförmige
Abstandshalter vorhanden sein, um einen Zellenzwischenraum zwischen
dem ersten Substrat 100 und dem zweiten Substrat 200 aufrecht
zu erhalten. In diesem Fall ist es vorteilhaft, die Abstandshalter
so zu positionieren, dass die Phase der elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse
nicht gestört wird.
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Die 6 ist
eine schematische Ansicht, die eine Spannungsanlegekonfiguration
der elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse der 3 zeigt,
die 7 ist eine Draufsicht, die ein erstes Substrat
der elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse gemäß der Erfindung
zeigt, und die 8 ist ein Blockdiagramm, das
eine Spannungsanlegeweise gemäß der Erfindung
veranschaulicht.
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Wie
es in den 6 und 8 dargestellt ist,
verfügt die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
gemäß der Erfindung über einen aktiven
Bereich 151 als Anzeigebereich sowie Kontaktfleckbereiche 152,
in denen Spannungssignale an die ersten Elektroden 101 und
die zweite Elektrode 201, die im aktiven Bereich 151 angeordnet
sind, angelegt werden.
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Die
Kontaktfleckbereiche 152 sind mit einer Spannungsquelle
versehen, um Spannungssignale von einer externen Station an die
Elektroden anzulegen. Die Spannungsquelle ist ein Verteilte-Spannungen-Generator 160,
der an der Außenseite des ersten Substrats 100 vorhanden
ist. Der Verteilte-Spannungen-Generator 160 dient zum Erzeugen
von an die ersten Elektroden 101, die unterteilte Elektroden sind,
anzulegenden Spannungen. Um mehrere verschiedene Ausgangsspannungen
E1, E2, ..., En-1 und En zu erreichen, verfügt der Verteilte-Spannungen-Generator 160 über
Eingangsanschlüsse für die Maximalspannung Vmax
und die Minimalspannung Vmin, Widerstände R1, R2, ...,
Rn-1 zwischen dem Maximalspannungs-Eingangsanschluss und dem Minimalspannungs- Eingangsanschluss
und Spannungsausgangsanschlüssen, sowie Puffer B1, B2, ...,
Bn, die an Knoten für die Ausgangsspannungen E1, E2, ...,
En-1 und En vorhanden sind. In diesem Fall können der Wert
der Widerstände R1, R2, ... Rn-1, das Ausgangssignal zwischen
den jeweiligen Spannungsausgangsanschlüssen für
die Maximalspannung Vmax und die Minimalspannung Vmin sowie verschiedene
andere Spannungen dazwischen entsprechend der Stärke der
verteilten Spannungen eingestellt werden. Die Spannungen, wie sie
an die jeweiligen ersten Elektroden 101 angelegt werden, nehmen
vom Rand E zum Zentrum O des Linsenbereichs L allmählich
ab. Diese Spannungen können entsprechend dem Wert der Widerstände
eingestellt werden.
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Hierbei
gelangt jedes Ende jeder ersten Elektrode 101 mit mindestens
einer der im Kontaktfleckbereich ausgebildeten Metallleitungen 111 in Kontakt,
an die insgesamt n Spannungssignale von der ersten Spannung Vmin
bis zur n-ten Spannung Vmax angelegt werden. In diesem Fall wird
der Kontakt zwischen den ersten Elektroden 101 und den Metallleitungen 111 durch
Kontaktlöcher bewerkstelligt, die in einer Schutzschicht
(nicht dargestellt) ausgebildet sind, die zwischen die ersten Elektroden 101 und
die Metallleitungen 111 eingefügt ist.
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In
der 7 sind, unter der Annahme, dass zwischen dem Rand
E und dem Zentrum O des Linsenbereichs insgesamt n erste Elektroden
vorhanden sind, in jedem der Kontaktfleckbereiche 152,
die über und unter dem aktiven Bereich 151 liegen,
2n-1 Metallleitungen 111 ausgebildet. Betreffend die insgesamt
n Metallleitungen 111 zwischen dem Rand E des Linsenbereichs
L (dem Zentrum der Zeichnung) und dem Zentrum O des Linsenbereichs
L (linke oder rechte Seite der Zeichnung) im unteren Kontaktfleckbereich 152 werden
Spannungen im Bereich von der ersten Spannung Vmin bis zur n-ten
Spannung Vmax ausgehend von der untersten Metallleitung 111 bis zur
n-ten Metallleitung 111 angelegt. Auch werden, betreffend
insgesamt n Metallleitungen 111 zwi schen dem Zentrum O
des Linsenbereichs L (linke oder rechte Seite der Zeichnung) und
dem Rand E des Linsenbereichs L (Zentrum der Zeichnung) im oberen Kontaktfleckbereich 152 Spannungen
im Bereich von der ersten Spannung Vmin bis zur n-ten Spannung Vmax
sequenziell ausgehend von der obersten Metallleitung 111 angelegt.
In diesem Fall werden, bezogen auf den Rand E des Linsenbereichs
L, genauer gesagt, bezogen auf die erste Elektrode 101,
die dem Rand E entspricht, und die mit ihr in Kontakt stehende Metallleitung 111 symmetrische
Spannungssignale, die von der n-ten Spannung Vmax bis zur ersten Spannung
Vmin abnehmen, an die Metallleitungen 111 angelegt. Die
jeweiligen ersten Elektroden 101 sind sequenziell mit den
Metallleitungen 111 in Kontakt gebracht, so dass vom Rand
E zum Zentrum O des Linsenbereichs L allmählich abnehmende
Spannungen an die ersten Elektroden 101 angelegt werden.
In diesem Fall sind die ersten Elektroden 101 und die Metallleitungen 111 miteinander
in Kontakt gebracht.
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Hierbei
verfügen die mehreren ersten Elektroden 101 im
Linsenbereich L über verschiedene Breiten. Auch nehmen
die Breiten der im aktiven Bereich 151 liegenden ersten
Elektroden 101 vom Rand E zum Zentrum O des Linsenbereichs
L allmählich zu, jedoch verfügen die Enden der
jeweiligen ersten Elektroden 101, die den Kontaktfleckbereichen 152 entsprechen, über
dieselben oder ähnliche Breiten, und sie stehen mit den
Metallleitungen 111 in Kontakt, an die die entsprechenden
Spannungen angelegt werden. In diesem Fall ist die relativ große
Breite der ersten Elektrode 101, die im Zentrum O des Linsenbereichs
liegt, an den Enden dieser ersten Elektrode 101 in den
Kontaktfleckbereichen 152 verringert, um die Kontaktfläche
zwischen der ersten Elektrode 101 und den Metallleitungen 111,
die einander schneiden, mit Ausnahme der Kontakte zu verkleinern.
Dadurch kann ein verringerter Widerstand an den Schnittstellen verringert
werden. Aus der 7 ist es erkennbar, dass die
Breiten der jeweiligen ersten Elektroden 101 in ähnlichem
Ausmaß abnehmen, bevor sie in die Kontaktfleckbereiche 152 eintreten, wodurch
die ersten Elektroden 101 mit verkleinerter Fläche
mit Ausnahme der Kontakte mit den Metallleitungen 111 überlappen,
wodurch eine unerwünschte Zunahme des Widerstands der ersten
Elektroden 101 vermieden ist.
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Die
mehreren ersten Elektroden 101 verfügen über
Stabform, wobei sie sich parallel in einer vorgegebenen Richtung
erstrecken. Die Metallleitungen 111 sind in den Kontaktfleckbereichen 152 so
angeordnet, dass sie sich in einer Richtung orthogonal zu den ersten
Elektroden 101 erstrecken. Die Breiten der ersten Elektroden
sind so eingestellt, dass die Schnittstellen mit den Metallleitungen 111 in
den Kontaktfleckbereichen 152 eine geeignete parasitäre
Kapazität aufweisen.
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Die 6 und 7 zeigen
einen Zustand, in dem die ersten Elektroden 101 auf einer
Fläche des ersten Substrats 100 ausgebildet sind.
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In
der 8 sind an die ersten Elektroden anzulegenden Spannungen
entsprechend verschiedenen Abständen vom Rand oder vom
Zentrum des Linsenbereichs und der Phasendifferenz von Flüssigkristallen
auf Grundlage des Anlegens einer Spannung berechnet. In diesem Fall
kann die Erzeugung verschiedener Spannungen zuwischen der Maximalspannung
Vmax und der Minimalspannung Vmin durch den Verteilte-Spannungen-Generator 160 bewerkstelligt
werden. Der Verteilte-Spannungen-Generator 160 verfügt über
die mehreren Widerstände R1, R2, ..., Rn-2 und Rn-1 zwischen
den Spannungssignalquellen für die Maximalspannung Vmax
und die Minimalspannung Vmin und andere Spannungen dazwischen, und
er wird dazu verwendet, Spannungen zu verteilen, wie sie an die
jeweiligen ersten Elektroden anzulegen sind, Knoten, die zwischen den
mehreren Widerständen R1, R2, ..., Rn-2 und Rn-1 eingestellt
sind, sowie die Puffer B1, B2, ..., Bn-1 und Bn zum Stabilisieren
der Ausgangssignale E1, E2, ..., En-1 und En von den Knoten. Da
Verbindungsleitungen zwischen den Puffern und den Spannungssignalquellen
Vmin, V1, ..., Vmax-1 und Vmax in den Kontaktfleckbereichen 152 mit
den Metallleitungen 111 verbunden sind, werden die verteilten Spannungen
schließlich an die ersten Elektroden 101 im aktiven
Bereich 151 angelegt.
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Der
durch den Verteilte-Spannungen-Generator 160 fließende
Strom wird auf einige Milliampère eingestellt. Wenn der
Strom übermäßig klein ist, nimmt die
Treiberspannungsabweichung zu, was dazu führt, dass die
jeweiligen Knoten instabile Spannungspegel ausgeben. Wenn der Strom übermäßig hoch
ist, führen die Widerstände im Verteilte-Spannungen-Generator
zu einem überflüssigen thermischen Stromverbrauch.
Daher ist es bevorzugt, eine gewünschte Stromstärke
unter Berücksichtigung der Treiberspannungsabweichung und
des thermischen Stromverbrauchs im Verteilte-Spannungen-Generator
zu bestimmen.
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Vom
Verteilte-Spannungen-Generator 160 ausgegebene Spannungssignale
Vmin, Vi, ..., Vmax werden an die Metallleitungen 111 in
den Kontaktfleckbereichen 152 angelegt, wobei die Metallleitungen 111 Kontakte
mit den Enden der ersten Elektroden 101 haben. In diesem
Fall entspricht die Anzahl der vom Verteilte-Spannungen-Generator 160 ausgegebenen
Spannungssignale der Anzahl der ersten Elektroden 101,
die zwischen dem Rand E und dem Zentrum O jedes Linsenbereichs L
liegen. Auch entsprechen die vom Verteilte-Spannungen-Generator 160 ausgegebenen
Spannungssignale zwischen dem Zentrum O und dem Rand E des Linsenbereichs L
einer positiven quadratischen Funktion bezogen auf das Zentrum O
des Linsenbereichs.
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Beispielsweise
kann eine geeignete, anzulegende Spannung unter Verwendung einer
Tabelle ausgewählt werden, in der die Phasendifferenz einer Flüssigkristallschicht
auf Grundlage einer angelegten Spannung berechnet ist. D. h., dass
dann, wenn eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse,
die entsprechend der Beziehung zwischen der angelegten Spannung
und der Phasendifferenz simuliert wird, einer gewünschten
Simulation ähnlich ist, die zugehörige Tabelle
ausgewählt wird und Spannungswerte an verschiedenen Elektrodenpositionen
des Linsenbereichs berechnet werden.
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Alternativ
kann der Kontaktfleckbereich 152 nur an einer Seite des
aktiven Bereichs 151 ausgebildet werden. Bei einem kleinen
Modell zeigt ein Ende einer Elektrode einen kleinen Spannungsabfall,
und so ist die oben beschriebene Konfiguration eines einzelnen Kontaktfleckbereichs
möglich. Obwohl die 7 zeigt,
dass jede Metallleitung mit Ausnahme des Rands des Linsenbereichs
mit zwei ersten Elektroden in Kontakt tritt, können sowohl
im oberen als auch im unteren Kontaktfleckbereich n Metallleitungen,
deren Anzahl den ersten Elektroden in jedem Linsenbereich entspricht,
schräg ausgebildet sein, und zwischen den Metallleitungen
und den ersten Elektroden können n Kontakte gebildet sein.
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Um
die Funktion einer Parabollinse zu erzielen, muss die elektrisch
gesteuerte Flüssigkristalllinse gemäß der
Erfindung so konfiguriert sein, dass die an die mehreren Elektroden
anzulegenden Spannungen vom Rand zum Zentrum des Linsenbereichs
allmählich abnehmen. Genauer gesagt, muss, in Bezug auf
eine Phasendifferenz (entsprechend der Ordinate in der 10B) an einen Bereich mit großer Phasendifferenz
(entsprechend dem Zentrum O des Linsenbereichs) eine niedrige Spannung
angelegt werden, und an einen Bereich mit kleiner Phasendifferenz (entsprechend
dem Rand E des Linsenbereichs) muss eine hohe Spannung angelegt
werden. D. h., dass die angelegte Spannung und die Phasendifferenz
umgekehrt proportional zueinander sind.
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Während
die angelegten Spannungen vom Rand zum Zentrum des Linsenbereichs
von der Maximalspannung Vmax zur Minimalspannung Vmin abnehmen,
sind die Spannungen am linken und rechten Rand bezogen auf das Zentrum
jedes Linsenbereichs symmetrisch. Genauer gesagt, ist, unter der Annahme,
dass das Zentrum dem Nullpunkt entspricht und der linke und der
rechte Rand (–)- und (+)-Koordinaten der Abszisse entsprechen,
die angelegte Spannung V durch einen Wert definiert, der proportional
zum Quadrat des Abstands x vom Zentrum ist.
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Wie
oben beschrieben, entsprechen die an die ersten Elektroden (oder
die ersten und zweiten unterteilten Elektroden) anzulegenden Spannungen einer
positiven quadratischen Funktion proportional zum Abstand vom Zentrum
zum Rand, und sie können im Bereich der Maximalspannung
Vmax und der Minimalspannung Vmin durch den Verteilte-Spannungen-Generator 160 eingestellt
werden. In diesem Fall verfügt der Verteilte-Spannungen-Generator 160 über
die mehreren Widerstände zum Verteilen der an die ersten
Elektroden anzulegenden Spannungen zwischen den Signalquellen für
die Maximalspannung und die Minimalspannung und Knoten, die zwischen
den mehreren Widerständen eingestellt sind. Die Metallleitungen 111 sind
mit den Knoten verbunden, um die Spannungen von diesen an die ersten Elektroden
anzulegen.
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Die 9 ist
eine Schnittansicht, die eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
gemäß einer zweiten Ausführungsform der
Erfindung zeigt.
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Wie
es in der 9 dargestellt ist, verfügt
die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse gemäß der zweiten
Ausführungsform der Erfindung über mehrere erste
unterteilte Elektroden 401 und zweite unterteilte Elektroden 403,
die in verschiedenen Schichten ausgebildet sind, d. h. auf einem
ersten Substrat 400 bzw. einem Isolierfilm 402.
Die ersten unterteilten Elektroden 401 und die zweiten
unterteilten Elektroden 403 sind abwechselnd angeordnet.
Demgemäß ist es, von der Oberseite des ersten
Substrats 400 in der Draufsicht gesehen, bevorzugt, dass
die ersten und die zweiten unterteilten Elektroden 401 und 403 die gesamte
Fläche des ersten Substrats 400 einnehmen. Dies
beseitigt jeden freien Bereich des ersten Substrats 400,
der nicht durch die ersten oder zweiten unterteilten Elektroden 401 oder 403 belegt
ist. Eine derartige gleichmäßige Anordnung der
ersten und zweiten unterteilten Elektroden 401 und 403 gewährleistet
eine allmähliche Phasenebene der elektrisch gesteuerten
Flüssigkristalllinse.
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Die
auf dem ersten Substrat 400 und dem Isolierfilm 402 ausgebildeten
ersten und zweiten unterteilten Elektroden 401 und 403 sind
ausgehend vom Rand zum Zentrum des Linsenbereichs hin mit zunehmender
Breite und zunehmendem Abstand angeordnet. Hierbei sind die ersten
unterteilten Elektroden 401 oder die zweiten unterteilten
Elektroden 403 in solcher Weise auf der entsprechende Schicht
angeordnet, dass der Abstand zwischen den Zentren benachbarter Elektroden
vom Rand zum Zentrum des Linsenbereichs hinweg zunimmt. Diese Anordnung
ist dadurch möglich, dass die Breite der Elektroden und/oder
der Abstand zwischen ihnen vergrößert wird.
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Diese
Ausführungsform, bei der die ersten und die zweiten unterteilten
Elektroden 401 und 403 auf dem ersten Substrat 400 und
dem Isolierfilm 402 angeordnet sind, ist in Situationen
anwendbar, bei denen eine große Anzahl von Elektroden für
die Schrittweite eines Linsenbereichs erforderlich ist und es schwierig
ist, die Elektroden auf einer einzelnen Schicht mit gewünschtem
Abstand anzuordnen. D. h., dass der erste Isolierfilm 402 oder
mehrere Isolierfilme auf dem ersten Substrat 400 hergestellt
werden können, um die Elektroden auf dem ersten Substrat 400 und
den mehreren Isolierfilmen mit dem Isolierfilm 402 zu verteilen.
Hierbei sind die mehreren ersten und zweiten unterteilten Elektroden 401 und 403 auf
dem ersten Substrat 400 oder auf den mehreren Isolierfilmen 402 horizontal
symmetrisch zum Rand E des Linsenbereichs L.
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Obwohl
es nicht beschrieben ist, stellt die Bezugszahl 404 in
den Zeichnungen einen ersten Ausrichtungsfilm dar, die Bezugszahl 500 stellt
ein zweites Substrat dar und die Bezugszahlen 501 und 502 stellen
eine zweite Elektrode bzw. einen zweiten Ausrichtungsfilm dar. Auch
stellt die Bezugszahl 600 eine Flüssigkristallschicht
dar. Diese Bauelemente haben dieselben Funktionen wie diejenigen
der oben beschriebenen ersten Ausführungsform, und eine
zugehörige Beschreibung wird weggelassen.
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Bei
der oben beschriebenen zweiten Ausführungsform, bei der
die ersten und zweiten unterteilten Elektroden 401 und 403 auf
dem ersten Substrat 400 angeordnet sind, um in der Draufsicht
gesehen die gesamte Fläche desselben zu belegen, können Spannungen
mit einem feineren Intervall angelegt werden, wodurch eine stärker
gleichmäßige Phasenebene einer elektrisch gesteuerten
Flüssigkristalllinse als bei der zuvor beschriebenen ersten
Ausführungsform realisiert wird.
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Die 10A und 10B sind
Kurvenbilder, die die Phase der elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse
bezogen auf dieselbe Schrittweite oder Differenzschrittweiten der
ersten unterteilten Elektroden zeigen.
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Die 10A vergleicht eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse,
wie sie gebildet wird, wenn Spannungen an erste unterteilte Elektroden
mit derselben Breite und demselben Abstand angelegt werden, mit
einer üblichen Parabollinse. Die 10B vergleicht
eine elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse, bei der
erste und zweite unterteilte Elektroden mit zunehmender Breite und
zunehmendem Abstand vom Rand zum Zentrum des Linsenbereichs angeordnet
sind, mit einer üblichen Parabollinse.
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Beide 10A und 10B zeigen
beispielsweise Simulationsergebnisse für eine Anzeigetafel
von 42 Zoll. In diesem Fall ist eine Anzeige von neun Ansichten
pro Linsenbereich möglich.
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Beim
Versuch der 10A waren die ersten Elektroden
mit derselben Breite von 15 μm auf dem ersten Substrat
mit einem Abstand von 15 μm angeordnet. Beim Versuch der 10B waren die ersten Elektroden mit einer Breite
und einem Abstand von 15 μm im Zentrum des Linsenbereichs
und mit einer Breite und einem Abstand von 5 μm am Rand
desselben angeordnet.
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Als
Vergleichsergebnis für die mit den jeweiligen Versuchen
realisierten elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinsen
ergab es sich, dass die elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinsen
der 10A und 10B im
Zentrum des Linsenbereichs ein Profil aufweisen, das im Wesentlichen
demjenigen einer üblichen Parabollinse ähnlich
ist, wobei jedoch die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
der 10A, bei der die ersten Elektroden
mit derselben Breite äquidistant angeordnet sind, am Rand
des Linsenbereichs eine schwerwiegende Verzerrung zeigt.
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Andererseits
ergab es sich, dass die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse
der 10B, bei der die ersten Elektroden
(oder die ersten und die zweiten unterteilten Elektroden) mit verschiedenen Breiten
mit verschiedenen Abständen angeordnet sind, ein Linsenprofil
zeigt, das unabhängig davon, ob man sich am Rand oder im
Zentrum des Linsenbereichs befindet, im Wesentlichen mit dem einer üblichen
Parabollinse übereinstimmt.
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Von
einer elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse gemäß der
Erfindung, bei der unterteilte Elektroden mit verschiedenen Breiten
mit verschiedenen Abständen angeordnet sind, können
analog die folgenden Effekte erwartet werden.
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Wenn
eine einzelne Elektrode am Rand eines Linsenbereichs über
ein ganzes Substrat hinweg ausgebildet wird, ist es schwierig, dass
diese einzelne Elektrode mit vorbestimmter Breite über
den Rand und das Zentrum des Linsenbereichs hinweg eine gleichmäßi ge
Spannung liefert, und es kommt leicht zu einer Störung
der Linsenphase. Um dieses Problem zu lösen, wurde daran
gedacht, den Linsenbereich mit mehreren unterteilten Elektroden
zu versehen. Wenn jedoch unterteilte Elektroden mit derselben Breite äquidistant
angeordnet werden, besteht immer noch die Gefahr einer Verformung
des elektrischen Felds in der Nähe der Elektroden, an die
hohe Spannungen eines steilen elektrischen Felds angelegt werden,
was zu einer Verzerrung der Randform führt. Obwohl es möglich
ist, Übersprechen aufgrund einer Verformung des elektrischen
Felds durch Abdecken des Rands mit einer Schwarzmatrixschicht zu beseitigen,
kann das Anbringen der Schwarzmatrixschicht zu einer unerwünschten
Verringerung des Öffnungsverhältnisses führen.
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Eine
elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse gemäß der
Erfindung wird unter Berücksichtigung der Tatsache entworfen,
dass der Rand des Linsenbereichs empfindlich auf das Anlegen einer
Spannung reagiert und so eine schwerwiegende Verzerrung erfährt,
wenn daran eine hohe Spannung eines steilen elektrischen Felds angelegt
wird. Demgemäß zeigt die elektrisch gesteuerte
Flüssigkristalllinse ein Merkmal dahingehend, dass die
Breite und der Abstand von Elektroden am Rand des Linsenbereichs im
Vergleich zum anderen Bereich (insbesondere dem Zentrum des Linsenbereichs)
verkleinert sind. Mit verschiedenen Breiten und Abständen
von Elektroden in jedem Linsenbereich können Elektroden
mit verringerter Breite in einem Bereich, der auf ein elektrisches
Feld empfindlich reagiert, dichter angeordnet werden, um dadurch über
den Rand und das Zentrum des Linsenbereichs hinweg ein gleichmäßiges verzerrungsfreies
Profil zu erreichen. Demgemäß kann die elektrisch
gesteuerte Flüssigkristalllinse der 10B eine
gleichmäßige Linsenebene erreichen, wobei Übersprechen
beseitigt werden kann, zu dem es durch eine unregelmäßige
Linsenebene am Rand, wie in der 10A beobachtbar,
kam.
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Für
den Fachmann ist es ersichtlich, dass an der Erfindung verschiedene
Modifizierungen und Variationen vorgenommen werden können,
ohne dass dadurch vom Grundgedanken oder Schutzumfang der Erfindungen
abgewichen würde. So soll die Erfindung die Modifizierungen
und Variationen der Erfindung abdecken, vorausgesetzt, dass sie
in den Schutzumfang der beigefügten Ansprüche
und deren Äquivalente fallen.
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Wie
es aus der obigen Beschreibung ersichtlich ist, zeigen eine elektrisch
gesteuerte Flüssigkristalllinse und ein Stereodisplay unter
Verwendung derselben gemäß der Erfindung die folgenden
Effekte.
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Erstens
zeigt bei einer herkömmlichen elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse,
bei der eine Elektrode nur in einem Teilbereich eines unteren Substrats
ausgebildet ist, ein horizontales elektrisches Feld keinen Effekt
auf ein vertikales elektrisches Feld der Elektrode, je größer
der Abstand von der Elektrode ist, und so ist eine Einstellausrichtung von
Flüssigkristallen in einem von der Elektrode entfernten
Bereich, d. h. im Zentrum des Linsenbereichs, schwierig. Jedoch
ist die elektrisch gesteuerte Flüssigkristalllinse gemäß der
Erfindung auf solche Weise konfiguriert, dass Elektroden über
den gesamten Linsenbereich hinweg mit vorbestimmten Abständen
ausgebildet sind und an die jeweiligen Elektroden verschiedene Spannungen
angelegt werden so dass beispielsweise die höchste Spannung
an den Rand des Linsenbereichs angelegt wird und die Spannungen
allmählich zum Zentrum desselben hin abnehmen. Bei dieser
Konfiguration und diesem Anlegen von Spannungen kann die elektrisch
gesteuerte Flüssigkristalllinse im Linsenbereich eine gleichmäßige
und glatte Parabollinsenebene erzielen.
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Zweitens
kann, als Ergebnis des dichteren Anordnens der Elektroden am Rand
des Linsenbereichs und des allmählichen Vergrößerns
der Breite und des Abstands der Elektroden zum Zentrum desselben
hin, am Rand, der auf das Anlegen einer Spannung empfindlich reagiert,
eine größere Anzahl von Elektroden angeordnet
werden. Demgemäß kann die elektrisch gesteuerte
Flüssigkristalllinse gemäß der Erfindung
am Rand des Linsenbereichs eine gleichmäßigere
Linsenebene erzielen, wodurch Übersprechen verhindert wird,
zu dem es am Rand hauptsächlich durch eine unregelmäßige
Linsenebene kommt.
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Drittens
kann, bei einer elektrisch gesteuerten Flüssigkristalllinse,
bei der die mehreren Elektroden auf einer einzelnen Schicht oder
mehreren Isolierschichten (oder Substraten) in einem einzelnen Linsenbereich
angeordnet sind und Spannungen an die jeweiligen Elektroden angelegt
werden, um die Flüssigkristallschicht anzusteuern, das
Anordnen der Elektroden über den Linsenbereich hinweg verhindern,
dass ein elektrisches Feld an verschiedenen Positionen eine übermäßig
hohe oder geringe Stärke zeigt. Demgemäß kann,
selbst bei einem Display großer Fläche, ein gleichmäßiges
elektrisches Feld geschaffen werden, wie es dazu erforderlich ist,
die Flüssigkristallschicht anzusteuern, wodurch die elektrisch
gesteuerte Flüssigkristalllinse mit Funktionen einer gleichmäßigen
Parabollinse versehen wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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