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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Scheibenanordnung für einen
Kraftwagen, insbesondere einen Personenkraftwagen, mit einer Windschutzscheibe
und mit einem Querträger,
welcher eine der Windschutzscheibe zugewandte Oberseite aufweist, sowie
mit einem Distanzelement, über
welches die Windschutzscheibe in einem Abstand zu dem Querträger abgestützt ist.
Des Weiteren bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Distanzelement
zum Beabstanden einer Windschutzscheibe von einem Querträger eines
Kraftwagens, mit wenigstens zwei jeweils mit einem korrespondierenden
Klebemittel versehenen Anlagebereich zum Abstützen an der Windschutzscheibe
und dem Querträger.
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Im
Automobilserienbau werden Distanzelemente eingesetzt, die es ermöglichen,
eine Windschutzscheibe bei der Montage in einem Abstand zu einem
Querträger
zu halten. Insbesondere, wenn sich die Windschutzscheibe in Fahrzeuglängsrichtung
nur bis zum Querträger
bzw. geringfügig über den
Querträger
hinaus hinerstreckt, kann die Windschutzscheibe im Bereich ihres
Endes mittels des Distanzelements an dem Querträger abgestützt werden. Die Abstützung der
Windschutzscheibe im Bereich ihres Endes gewährleistet dabei eine prozesssichere
und problemlose Halterung und Montage der Windschutzscheibe. Erstreckt
sich jedoch, wie es bei heutigen Fahrzeugen immer häufiger der
Fall ist, die Windschutzscheibe in Fahrzeuglängsrichtung weit über den
Querträger
hinaus, so kann die Prozesssicherheit durch die Anordnung des Distanzelements an
der der Windschutzscheibe zugewandten Oberseite des Querträgers nicht
mehr gewährleistet
werden.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zuverlässige, prozesssichere
und aufwandreduzierte Abstützung
einer sich insbesondere in Fahrzeuglängsrichtung über einen
Querträger
hinaus erstreckenden Windschutzscheibe bei derer Montage zu gewährleisten.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Scheibenanordnung, welche die Merkmale nach Patentanspruch 1 aufweist,
sowie durch ein Distanzelement mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 8
gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Eine
erfindungsgemäße Scheibenanordnung
für einen
Kraftwagen, insbesondere einen Personenkraftwagen, umfasst eine
Windschutzscheibe und einen Querträger, welcher eine der Windschutzscheibe
zugewandte Oberseite aufweist. Die Scheibenanordnung umfasst ferner
ein Distanzelement, über
welches die Windschutzscheibe in einem Abstand zu dem Querträger abgestützt ist.
Ein Grundgedanke besteht hierbei darin, dass das Distanzelement
zumindest im Wesentlichen versetzt zur Oberseite an dem Querträger angeordnet
ist.
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Der
Erfindung liegen mehrere Erkenntnisse zugrunde. Die Erfindung beruht
zunächst
auf der Kenntnis, dass es bei einer sich in Fahrzeuglängsrichtung
weit über
den Querträger
erstreckenden Windschutzscheibe nicht möglich ist, die Windschutzscheibe
im Bereich ihres Endes abzustützen. Die
Erfindung beruht weiterhin auf der Erkenntnis, dass somit eine problemlose
und prozesssichere Montage der Windschutzscheibe nicht erreicht
werden kann. Der Erfindung liegt schließlich die Erkenntnis zugrunde,
dass dies umgangen werden kann, in dem das Distanzelement, mittels
welchem die Windschutzscheibe in einem Abstand zum Querträger abgestützt ist,
in Fahrzeuglängsrichtung
versetzt zur Oberseite des Querträgers an diesem angeordnet ist. Hierdurch
kann die Abstützung
einer sich in Fahrzeuglängsrichtung
weit über
den Querträger
erstreckenden Windschutzscheibe im Bereich ihrer Außenkontur
und somit eine prozesssichere und problemlose Montage der Windschutzscheibe
gewährleistet werden.
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Um
die Windschutzscheibe möglichst
nah an ihrem Ende im Hinblick auf eine betriebssichere Montage abzustützen, ist
gemäß einer
Ausführungsform vorgesehen,
dass das Distanzelement in Fahrzeuglängsrichtung vor dem Querträger und
vorzugsweise an einer Stirnseite des Querträgers anliegend angeordnet ist.
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Um
eine prozesssichere, rutschfeste und aufwandsarme Anordnung des
Distanzelements versetzt zur Oberseite des Querträgers zu
gewährleisten,
wird gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung ein Distanzelement zum Beabstanden
einer Windschutzscheibe von einem Querträger eines Kraftwagens bereitgestellt.
Das erfindungsgemäße Distanzelement
umfasst zwei jeweils mit einem korrespondierenden Klebemittel versehene
Anlagebereiche zum Abstützen
an der Windschutzscheibe und dem Querträger. Bei dem Distanzelement
ist ein gemeinsamer Schutzstreifen für die Anlagebereich vorgesehen,
welcher das jeweilige Klebemittel überdeckt.
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Insbesondere,
wenn die zwei Anlagebereiche im Wesentlichen L-förmig oder 1-förmig an
einem Eckbereich des Distanzelements aneinander angrenzen, kann
das erfindungsgemäße Distanzelement
versetzt zu der Oberseite des Querträgers an diesem im Hinblick
auf das Abstützen
der Windschutzscheibe möglichst
nah an ihrem Ende angeordnet werden. Des Weiteren wird durch den
gemeinsamen Schutzstreifen eine leichte und zeitreduzierte bzw.
aufwandreduzierte Montage der Windschutzscheibe gewährleistet,
da nur der gemeinsame Schutzstreifen, und nicht wie im Stand der
Technik zwei an gegenüberliegenden
Seiten des Distanzelements angeordnete Schutzstreifen, vom Distanzelement
abgezogen werden muss.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der folgenden Beschreibung einzelner bevorzugter Ausführungsbeispiele
sowie anhand der beigefügten
Zeichnungen. Dabei zeigen:
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1 eine
schematische Schnittansicht durch eine Scheibenanordnung eines Personenkraftwagens
nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
umfassend einen Querträger
sowie eine Windschutzscheibe, welche über ein Distanzelement in einem Abstand
zum Querträger
abgestützt
ist; und
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2 eine
schematische Schnittansicht durch eine Scheibenanordnung nach einem
zweiten Ausführungsbeispiel,
die Scheibenanordnung umfassend einen Querträger sowie eine Windschutzscheibe,
welche über
ein Distanzelement in einem Abstand zum Querträger abgestützt ist.
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Eine
in 1 dargestellte Scheibenanordnung 1 eines
Personenkraftwagens gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel
umfasst eine Windschutzscheibe 2 sowie einen sich in Fahrzeugquerrichtung
erstreckenden Querträger 3.
Der Querträger 3 weist
eine Oberseite 4 auf, welche der Windschutzscheibe 2 zugewandt
ist. Dabei ist die Windschutzscheibe 2 mit ihrem Überdeckungsbereich 5 in
Fahrzeughochrichtung betrachtet mit einem Überdeckungsbereich 6 in Überdeckung
angeordnet.
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Die
Windschutzscheibe 2 ist über ein Distanzelement 7 derart
abgestützt,
dass sie in einem Abstand 8 zum Querträger 3 bzw. zur Oberseite 4 des Querträgers 3 gehalten
ist. In 1 ist des Weiteren ein Distanzelement 7a dargestellt, über welches
die Windschutzscheibe 2 gemäß dem Stand der Technik an
der Oberseite 4 des Querträgers 3 abgestützt ist. Diese
Abstützung
der Windschutzscheibe 2 über das Distanzelement 7a gemäß dem Stand
der Technik gewährleistet
eine prozesssichere und zuverlässige Montage
der Windschutzscheibe 2, die sich in Fahrzeuglängsrichtung
(in 1 vom Querträger 3 links) nur
geringfügig über den
Querträger 3 hinauserstreckt.
So ist im Stand der Technik ein Ende 9a bzw. eine Außenkontur
der Windschutzscheibe 2 in Fahrzeuglängsrichtung unmittelbar, also
etwa 10 mm, vor dem Querträger 3 bzw.
vor der Oberseite 4 angeordnet. Bei einer derartigen, sich
in Fahrzeuglängsrichtung
nur geringfügig über den
Querträger 3 hinauserstreckenden
Windschutzscheibe 2 kann durch das Abstützen derselben im Bereich des
Endes 9a eine prozesssichere und zuverlässige Montage im Automobilserienbau
erreicht werden.
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Im
vorliegenden Beispiel wird jedoch eine Windschutzscheibe 2 eingesetzt,
welche sich in Fahrzeuglängsrichtung
weit über
den Querträger 3 hinauserstreckt.
Im betrachteten Beispiel ist ein Ende 9 der Windschutzscheibe 2 in
Fahrzeuglängsrichtung viel
weiter als das Ende 9a gemäß dem Stand der Technik angeordnet.
Genauer gesagt erstreckt sich die Windschutzscheibe 2 im
vorliegenden Beispiel in ihrer Haupterstreckungsrichtung um einen
Abstand 10 von etwa 50 mm weiter als die Windschutzscheibe 2 gemäß dem Stand
der Technik. Die Windschutzscheibe 2 erstreckt sich hier
um einen Abstand 11 von etwa 80 mm über den Querträger 3 hinaus.
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Durch
diese Verlängerung
der Windschutzscheibe 2 wird den Anforderungen an die Sichtbarkeit sowie
den Anforderungen im Hinblick auf neue Wischeranlagen Rechnung getragen.
Bei neuen Wischeranlagen ist nämlich
vorgesehen, dass ein Wischblatt in seiner Ruhestellung weiter unter
einer Motorhaube versteckt angeordnet werden muss, als dies heute
der Fall ist. Bei einer derartigen Verlängerung der Windschutzscheibe 2 kann
jedoch eine Abstützung
derselben im Bereich des Endes 9 mittels des Distanzelements 7a,
welches im Stand der Technik an der Oberseite 4 angeordnet
ist, nicht gewährleistet
werden. Damit der Querträger 3 unter
der Windschutzscheibe 2 weiterhin modular bereitgestellt
werden kann und nicht aufwendig geändert werden muss bzw. keine
zusätzlichen
Abstützwinkel
angeschweißt
werden müssen,
ist das Distanzelement 7 gemäß dem vorliegenden Beispiel
in Fahrzeuglängsrichtung
versetzt zum Querträger 3 an
diesem angeordnet.
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Dabei
ist das Distanzelement 7 in Fahrzeuglängsrichtung vor dem Querträger 3 bzw.
an einer Stirnseite 12 des Querträgers 3 anliegend angeordnet.
Des Weiteren ist das Distanzelement 7 an einer oberen Seite 13 eines
Karosserieteils, im vorliegenden Beispiel einer Stirnwand 14 des
Personenkraftwagens, abgestützt.
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Das
Distanzelement 7 ist zweiteilig ausgebildet und weist einen
ersten Abstützteil 15 sowie
einen zweiten Abstützteil 16 auf.
Der erste Abstützteil 15 ist hier
aus einem verhältnismäßig weichen
Material, wie beispielsweise aus Gummi, ausgebildet und dient zum
Abstützen
der Windschutzscheibe 2. Dem gegenüber ist der zweite Abstüzteil 16 aus
einem harten Material, wie beispielsweise aus Hartgummi oder Kunststoff,
ausgebildet und dient zum Abstützen des
Distanzelements 7 an der oberen Seite 13 der Stirnwand 14 sowie
der Stirnseite 12 des Querträgers 3.
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Das
Distanzelement 7 weist ferner drei Anlagebereiche, nämlich einen
ersten Anlagebereich 17 zum Abstützen an der Windschutzscheibe 2,
einen zweiten Anlagebereich 18 zum Abstützen an Stirnseite 12 des
Querträgers 3 sowie
einen dritten Anlagebereich 19 zum Abstützen an der oberen Seite 12 der
Stirnwand 14 auf. Die Anlagebereiche 17, 18, 19 sind
jeweils mit einem korrespondierenden Klebemittel, im vorliegenden
Beispiel mit einem einteilig ausgebildeten Klebestreifen, versehen.
Ferner grenzen die Anlagebereiche 17, 18, 19 im
Wesentlichen U-förmig
aneinander an. Den Anlagebereichen 17, 18, 19 bzw.
dem gemeinsamen einteiligen Klebestreifen ist ein gemeinsamer Schutzstreifen
vorgesehen, welcher bei Nichtverwendung des Distanzelements 7 das
jeweilige Klebemittel bzw. den einteiligen Klebestreifen der drei
Anlagebereiche 17, 18, 19 überdeckt.
Wird das Distanzelement 7 verwendet, so muss der gemeinsame
Schutzstreifen abgezogen werden.
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Auf
diese Art und Weise ist das Distanzelement 7 bei der Montage
der Windschutzscheibe 2, also beim Anbringen einer Kleberaupe
zum Verkleben der Windschutzscheibe 2, mit der Windschutzscheibe 2,
mit der Stirnseite 12 des Querträgers 3 sowie mit der
oberen Seite 13 der Stirnwand 14 mittels der Klebeverbindung
verbunden. Des Weiteren ist im vorliegenden Beispiel vorgesehen,
dass das Distanzelement 7, und genauer gesagt der zweite
Anlagebereich 18, mit der Stirnseite 12 des Querträgers 3 mittels
einer Clipsverbindung 20 verbunden ist. Hierzu ist an der
Stirnseite 12 des Querträgers 3 eine korrespondierende Öffnung bzw.
Aufnahme bereitgestellt, in welcher ein pfeilartiger Kopf der Clipsverbindung 20 aufgenommen
ist. Das Distanzelement 7 ist somit mit dem zweiten Anlagebereich 18 an
der Stirnseite 12 des Querträgers 3 anliegend sowohl
mittels der Klebeverbindung als auch mittels der Clipsverbindung 20 gehalten.
Hierdurch kann eine zuverlässige
und betriebssichere Abstützung
der Windschutzscheibe 2 am ersten Anlagebereich 17 des Distanzelements 7 gewährleistet
werden.
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Durch
Einsatz des Distanzelements 7, welches in Fahrzeuglängsrichtung
vor dem Querträger 3 angeordnet
ist, kann eine Abstützung
der Windschutzscheibe 2 im Bereich ihres Endes 9,
hier im Abstand 10 von etwa 50 mm vom Ende 9,
gewährleistet
werden. Dies ermöglicht
eine prozesssichere und zuverlässige
sowie rutschfeste Montage der Windschutzscheibe 2. Bei
dieser Montage werden zunächst
beispielsweise vier Distanzelemente 7 über den Umfang der Windschutzscheibe 2 verteilt,
wobei die Anzahl der Distanzelemente 7 nach Bedarf festgelegt
werden kann. Beim Anbringen des Distanzelements 7 wird
zunächst
der gemeinsame Schutzstreifen von den Anlagebereichen 17, 18, 19 abgezogen und
das Distanzelement 7 wird anschließend an der Stirnseite des
Querträgers 3 und
an der oberen Seite 13 der Stirnwand 14 abgestützt und
geklebt. Anschließend
erfolgt das Abstützen
der Windschutzscheibe 2 an dem zugeordneten Distanzelement 7. Schließlich kann
die Kleberaupe zum Verkleben der Windschutzscheibe 2 nach
dieser zuverlässigen
Abstützung
derselben angebracht werden.
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2 gibt
die Scheibenanordnung 1 einschließlich der Windschutzscheibe 2 und
des Querträgers 3 gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel wieder.
Bei diesem Beispiel ist für
das Distanzelement 7 eine mit dem Querträger 3 verbundene Klemmeinrichtung 21 bereitgestellt.
Diese Klemmeinrichtung 21 ist hier durch eine Rohbaulasche
gebildet, welche mit dem Querträger 3 mittels
einer Nietverbindung und/oder einer Schraubverbindung gekoppelt
ist. Alternativ kann diese Rohbaulasche einteilig mit dem Querträger 3 an
dessen Stirnseite 12 ausgebildet sein. Diese Klemmeinrichtung 21 weist eine
Aufnahme auf, in welcher das Distanzelement 7 derart aufnehmbar
ist, dass es mit seinem Anlagebereich 18 (im vorliegenden
Beispiel ohne Klebemittel) mit der Stirnseite 12 des Querträgers 3 in
Anlage zu bringen ist. Das Distanzelement 7 ist hierzu
im vorliegenden Beispiel länglich
und im Wesentlichen kegelförmig
bzw. im Querschnitt verjüngt
ausgebildet. Da im vorliegenden Beispiel die Klemmeinrichtung 21 für das stabile
Abstützen
des Distanzelements 7 sorgt, sind die jeweiligen Anlagebereiche 17, 18, 19 mit
keinem Klebemittel versehen. Dabei sei ferner erwähnt, dass
der erste Anlagebereich 17, an welchem die Windschutzscheibe 2 abstützbar ist,
und der zweite Anlagebereich 18, welcher mit der Stirnseite 12 des Querträgers 3 in
Anlage zu bringen ist, L-förmig
bzw. 1-förmig an
einem Eckbereich des Distanzelements 7 aneinander angrenzen.
Diese Ausgestaltung des Distanzelements 7 gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel
ermöglicht
ebenfalls eine zuverlässige und
prozesssichere Montage der Windschutzscheibe 2, in dem
die Windschutzscheibe 2 im Bereich ihres Endes 9 über das
Distanzelement 7 abgestützt
wird.