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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bearbeiten
von Wertdokumenten, insbesondere von Banknoten, Karten, Schecks,
Tickets, Gutscheinen, etc.
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Zum
Einzahlen von Banknoten in eine Banknotenbearbeitungsmaschine können die
Banknoten einzeln nacheinander durch eine Eingabeöffnung der Maschine
eingegeben werden. Die eingegebenen Banknoten werden automatisch
von einem Transportsystem übernommen
und der Bearbeitung in der Maschine zugeführt werden. In der Banknotenbearbeitungsmaschine
erfolgt eine Prüfung
und Erkennung der Banknoten mit Hilfe von Sensoren, wobei z. B.
die Echtheit, die Art (Währung,
Denomination) oder der Zustand (Verschmutzung, Beschädigung) der
Banknoten festgestellt werden. Basierend auf den Ergebnissen der
Prüfung
und Erkennung werden die Banknoten in der Vorrichtung sortiert und
gespeichert oder auch zurückgegeben.
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Für die Bearbeitung
der Banknoten in einer Banknotenbearbeitungsmaschine ist es von
grundlegender Bedeutung, daß die
Banknoten einzeln und korrekt in die Maschine eingegeben werden.
Fehlerhaft transportierte Banknoten bereiten bei der weiteren Bearbeitung
Probleme, da sie zu Stauungen im Transportsystem führen oder
von den Sensoren nicht erkannt und geprüft werden können. Beispielsweise kann es
zu Transportproblemen führen,
wenn in das Eingabefach gefaltete Banknoten oder Banknoten mit großen Eselsohren
eingegeben werden. Transportprobleme treten auch auf, falls Fremdkörper oder mehrere
Wertdokumente gleichzeitig eingegeben werden oder falls die Banknoten
zu nah am Rand der Eingabeöffnung
oder zu schräg
eingegeben werden.
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In
der Vergangenheit sind eine Vielzahl von Verbesserungen vorgeschlagen
worden, welche die Qualität
des Banknoteneinzugs verbessern und sicher stellen sollten, daß jeweils
nur eine Banknote und diese gerade in die Maschine gelangt. Dazu
sind beispielsweise mechanische Verbesserungen vorgeschlagen worden.
Ebenso ist es vorgeschlagen worden, nach der Eingabeöffnung der
Maschine Lichtschranken anzubringen, die feststellen, ob eine Banknote
zu schräg
in die Maschine eingegeben wird.
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Ausgehend
vom genannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Wertdokumenten
anzugeben, bei denen Transportprobleme in der Banknotenbearbeitungsmaschine vermieden
werden.
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Die
Lösung
dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Weiterbildungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird in einem ersten Schritt ein Wertdokument in eine Eingabeöffnung einer
Vorrichtung zur Wertdokumentbearbeitung eingegeben, beispielsweise
manuell oder mit Hilfe einer Vereinzelungseinrichtung. Das Wertdokument
wird mit Hilfe eines Transportsystems der Vorrichtung entlang einer
Transportrichtung transportiert und dabei zu einem Bildsensor transportiert,
z. B. ein Remissions- und/oder Transmissionssensor, der ein Teilbild
des Wertdokuments aufnimmt. Der Bildsensor nimmt zunächst nur
das Teilbild des Wertdokuments auf, auf dem lediglich ein vorderer
Teilbereich des Wertdokuments abgebildet ist, während ein hinterer Teilbereich
des Wertdokuments nicht auf dem Teilbild abgebildet ist. Im Verlauf
des Vorbeitransportierens des Wertdokuments nimmt der Bildsensor
laufend Bildzeilen des Wertdokuments auf, aus denen zunächst nur
das Teilbild, optional weitere Teilbilder und, sobald das Wertdokument
vollständig
abgescannt ist, ein Gesamtbild des Wertdokuments gebildet wird.
Aus dem von dem Bildsensor aufgenommenen Teilbild wird ein Umriss
des vorderen Teilbereichs des Wertdokuments ermittelt, wobei der
Verlauf einer Umrisslinie des vorderen Teilbereichs bestimmt wird.
Zur Ermittlung des Umrisses wird das aufgenommene Teilbild einer
Bildverarbeitung unterzogen, durch die der Rand des Wertdokuments
lokalisiert und die Koordinaten der Umrisslinie bestimmt werden.
Aus dem ermittelten Umriss des vorderen Teilbereichs des Wertdokuments
wird z. B. die Form des vorderen Teilbereichs bestimmt und/oder
die Orientierung, wie z. B. eine Schräglage, des vorderen Teilbereichs
innerhalb des aufgenommenen Teilbilds und/oder die Position des
vorderen Teilbereichs innerhalb des aufgenommenen Teilbilds und/oder
die Ausdehnung des vorderen Teilbereichs. Beispielsweise werden
die Position und/oder die Ausdehnung des vorderen Teilbereichs senkrecht
zur Transportrichtung des Wertdokuments bestimmt. Die Ausdehnung
des Wertdokuments senkrecht zur Transportrichtung wird im Folgenden
als Breite bezeichnet, die Ausdehnung parallel zur Transportrichtung
als Länge.
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Der
ermittelte Umriss des vorderen Teilbereichs wird anschließend auf
bestimmte Umrissvorgaben überprüft. Das Überprüfen wird
zum Erkennen fehlerhafter oder fehlerhaft transportierter Wertdokumente
durchgeführt.
Dabei wird z. B. überprüft, ob eine
oder mehrere Umrisseigenschaften innerhalb bestimmter Akzeptanzbereiche
liegen und/oder ob Abweichungen einer oder mehrerer Umrisseigenschaften
von jeweiligen Solleigenschaften akzeptabel sind. Solleigenschaften
für den
Umriss sind z. B. die Parallelität
der Längskanten
des vorderen Teilbereichs oder die senkrechte Ausrichtung von Vorderkante
und Längskanten
des vorderen Teilbereichs oder die Rechtecksform des vorderen Teilbereichs oder
die gerade Linienform der Kanten. Akzeptanzbereiche können z.
B. für
die Breite des vorderen Teilbereichs vorgegeben werden und/oder
für den
Abstand des vorderen Teilbereichs vom oberen und unteren Rand des
aufgenommenen Teilbilds und/oder für die Schräglage des vorderen Teilbereichs
innerhalb des aufgenommenen Teilbilds und/oder für die Winkel einer oder mehrerer
Kanten des vordern Teilbereichs in Bezug auf die Transportrichtung
und/oder für
die Position einer oder mehrerer Kanten oder Ecken des vorderen
Teilbereichs innerhalb des aufgenommenen Teilbilds. Vorzugsweise
werden beim Überprüfen des
ermittelten Umrisses die Form des vorderen Teilbereichs und/oder
die Orientierung des vorderen Teilbereichs und/oder die Position
des vorderen Teilbereichs und/oder die Ausdehnung des vorderen Teilbereichs überprüft.
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Falls
beim Überprüfen des
Umrisses erkannt wird, dass der Umriss zumindest eine der Umrissvorgaben
nicht erfüllt,
wird die Weiterbearbeitung des Wertdokuments in der Vorrichtung
abgebrochen und das Wertdokument als fehlerhaft zurückgewiesen. Vorzugsweise
wird das Wertdokument als fehlerhaft zurückgewiesen, falls das Überprüfen der
Form des vorderen Teilbereichs und/oder der Orientierung des vorderen
Teilbereichs und/oder der Position des vorderen Teilbereichs und/oder
der Ausdehnung des vorderen Teilbereichs einen Fehler ergibt. Insbesondere
wird dabei der Transport des Wertdokuments angehalten, die Transportrichtung
des Wertdokuments umgekehrt und das Wertdokument zur Eingabeöffnung der
Vorrichtung zurücktransportiert.
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Einige
Umrisseigenschaften können
schon nach Aufnahme des Teilbilds eines relativ kurzen vorderen
Teilbereichs zuverlässig überprüft werden,
so z. B. die Position und die Breite des vorderen Teilbereichs.
Andere Umrisseigenschaften, wie z. B. die Winkel der Längskanten,
können
erst ab einer bestimmten Länge
des vorderen Teilbereichs zuverlässig überprüft werden.
Die Umrissvorgaben werden daher bevorzugt in einer bestimmten Reihenfolge überprüft. Beispielsweise
werden zuerst die Position und die Breite des vorderen Teilbereichs
ermittelt und anschließend
die Orientierung und die Form des vorderen Teilbereichs. In einer
speziellen Ausführungsform
nimmt der Bildsensor nacheinander mehrere Teilbilder auf, auf denen
verschieden lange vordere Teilbereiche des Wertdokuments abgebildet
sind. Die mehreren Teilbilder bestehen jeweils aus einer Vielzahl
von Bildzeilen, die der Bildsensor beim Vorbeitransportieren des
Wertdokuments nacheinander aufnimmt. So wird zuerst ein erstes Teilbild
aufgenommen, auf dem ein relativ kurzer vorderer Teilbereich des
Wertdokuments abgebildet ist. Ein zweites Teilbild setzt sich aus
dem ersten Teilbild und einigen weiteren Bildzeilen zusammen, die
im Anschluss an die Bildzeilen des ersten Teilbilds aufgenommen
wurden. Aus jedem der mehreren vorderen Teilbereiche wird jeweils
ein Umriss ermittelt. Jeder der Umrisse der verschiedenen vorderen
Teilbereiche kann auf Umrissvorgaben geprüft werden. Die geprüften Umrissvorgaben
der verschiedenen vorderen Teilbereiche können dieselben Umrisseigenschaften
oder verschiedene Umrisseigenschaften betreffen.
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Das
Ermitteln des Umrisses und/oder das Überprüfen des Umrisses wird vorzugsweise
durchgeführt,
bevor die Rückkante
des Wertdokuments an dem Bildsensor vorbeitransportiert wird. Dadurch kann
das Wertdokument frühzeitig
als fehlerhaft erkannt werden, noch bevor es tiefer in das Innere
der Vorrichtung transportiert wird. Fehlerhafte oder fehlerhaft
transportierte Wertdokumente können
damit zu einem möglichst
frühen
Zeitpunkt erkannt und sofort nach dem Eingeben zurückgewiesen
werden. Bevor das Wertdokument vollständig an dem Bildsensor vorbeitransportiert
wurde, wird von einer Auswerteeinrichtung, die die Überprüfung des
Umrisses durchführt,
ein Fehlersignal erzeugt, aufgrund dessen das Wertdokument zurückgewiesen
wird.
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Falls
bei der Überprüfung des
Umrisses festgestellt wird, dass der Umriss des vorderen Teilbereichs
die Umrissvorgaben erfüllt,
wird die Aufnahme von Bildzeilen durch den Bildsensor fortgesetzt
bis dieser ein Gesamtbild des Wertdokuments aufgenommen hat. Das
Gesamtbild setzt sich aus dem aufgenommenen Teilbild und den übrigen Bildzeilen
zusammen, die im Anschluss an die Bildzeilen des Teilbilds aufgenommen
wurden, so dass auf dem Gesamtbild das ganze Wertdokument abgebildet
ist. Es wird derselbe Bildsensor dafür verwendet, das Teilbild aufzunehmen,
auf dem nur der vordere Teilbereich abgebildet ist, und das Gesamtbild
des Wertdokuments aufzunehmen, das zur Erkennung der Art des Wertdokuments
und/oder der Echtheit des Wertdokuments verwendet wird. Mit Hilfe
der Bildinformationen dieses Bildsensors werden also sowohl die
Art des Wertdokuments und/oder dessen Echtheit ermittelt als auch
der Umriss des vorderen Teilbereichs, der zum Erkennen fehlerhafter
oder fehlerhaft transportierter Wertdokumente überprüft wird.
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Außerdem betrifft
die Erfindung eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Wertdokumenten.
Die Vorrichtung kann ein Selbstbedienungsterminal sein, insbesondere
ein Einzahlautomat, ein Bezahlautomat, z. B. für Waren oder Dienstleistungen,
ein Verkaufsautomat oder auch ein Geldwechselautomat. Die Vorrichtung
besitzt eine Eingabeöffnung,
die zur Aufnahme einzelner Wertdokumente nacheinander ausgebildet
ist. Die Eingabeöffnung
kann zur manuellen Eingabe einzelner Wertdokumente nacheinander
ausgebildet sein. Alternativ kann die Vorrichtung vor der Eingabeöffnung auch
eine Vereinzelungseinrichtung aufweisen, durch die einzelne Wertdokumente
aus einem Stapel von Wertdokumenten vereinzelt und nacheinander
der Eingabeöffnung
zugeführt
werden. Außerdem
weist die Vorrichtung einen Bildsensor auf sowie ein Transportsystem
zum Transportieren der eingegebenen Wertdokumente von der Eingabeöffnung zu
dem Bildsensor entlang einer Transportrichtung. Das Transportsystem
ist vorzugsweise dazu ausgebildet, die eingegebenen Wertdokumente
auch in entgegen gesetzter Richtung von dem Bildsensor zur Eingabeöffnung zurückzutransportieren.
Der Bildsensor der Vorrichtung ist zur Aufnahme eines oder mehrerer
Teilbilder eines in die Vorrichtung eingegebenen Wertdokuments ausgebildet
sowie zur Aufnahme eines Gesamtbilds des eingegebenen Wertdokuments.
Zu diesem Zweck nimmt der Bildsensor von dem Wertdokument eine Vielzahl
von Bildzeilen auf. Aus einigen zuerst aufgenommenen Bildzeilen
wird eines oder mehrere Teilbilder zusammengesetzt, aus der Gesamtheit
der aufgenommenen Bildzeilen schließlich das Gesamtbild des Wertdokuments.
Aus dem oder den Teilbildern wird jeweils der Umriss eines vorderen
Teilbereichs des Wertdokuments ermittelt und auf Umrissvorgaben überprüft. Der
Bildsensor ist vorzugsweise unmittelbar nach der Eingabeöffnung angeordnet
ist, insbesondere in einer Entfernung von der Eingabeöffnung entlang
der Transportrichtung von höchstens zwei
Längen,
vorzugsweise von höchstens
einer Länge
der typischerweise in die Vorrichtung eingegebenen Wertdokumente.
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Die
Vorrichtung weist außerdem
eine Auswerteeinrichtung auf, die zusammen mit dem Bildsensor in
einem gemeinsamen Gehäuse
ausgebildet sein kann. Die Auswerteeinrichtung kann zur Durchführung der
Bildverarbeitung und/oder der Ermittlung des Umrisses des vorderen
Teilbereichs des Wertdokuments und/oder der Überprüfung des Umrisses ausgebildet
sein. Alternativ oder zusätzlich kann
die Vorrichtung außerhalb
des Bildsensors auch eine Auswerteeinrichtung aufweisen, die zur Bildverarbeitung
und/oder Ermittlung des Umrisses des vorderen Teilbereichs und/oder Überprüfung des Umrisses
ausgebildet sein kann. In einem Ausführungsbeispiel ist diese Auswerteeinrichtung
auch zur Steuerung der Vorrichtung ausgebildet.
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Weitere
Ausführungsformen
und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden anhand der Figuren sowie
deren Beschreibung erläutert.
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Es
zeigen:
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1 Einen
Ausschnitt einer Vorrichtung zur Wertdokumentbearbeitung, in die
einzelne Wertdokumente eingegeben werden,
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2a–c die fortlaufende
Bestimmung der Umrisse dreier verschiedener vorderer Teilbereiche desselben
Wertdokuments,
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3a–d vier
als fehlerhaft erkannte Wertdokumente sowie jeweils das aufgenommene
Teilbild und der ermittelte Umriss eines vorderen Teilbereichs des
Wertdokuments.
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1 zeigt
einen Ausschnitt aus einer Vorrichtung 100 zur Wertdokumentbearbeitung,
in die Wertdokumente 1, z. B. Banknoten, einzeln nacheinander
durch die Eingabeöffnung 3 eingegeben
werden können.
Die Vorrichtung 100 kann außerdem Eingabeschlitze für Karten,
Tickets, Gutscheine oder Ähnliches
aufweisen und/oder eine Ausgabeöffnung für Produkte
oder Wertdokumente, die in der Vorrichtung 100 gespeichert
sind (nicht gezeigt). Es kann auch vorgesehen sein, dass Karten,
Tickets, Gutscheine oder ähnliche
Dokumente auch durch die Eingabeöffnung 3 eingegeben
werden. Eine Bedienperson, die die Vorrichtung 100 benutzt,
bedient diese über
die Benutzerschnittstelle 20, die z. B. als Touchscreen
oder als Bildschirm mit Tastatur ausgebildet sein kann, und gibt
ein Wertdokument 1 durch die Eingabeöffnung 3 in die Vorrichtung 100 ein.
Die Vorrichtung 100 weist eine Lichtschranke 6 auf,
die das eingegebene Wertdokument 1 registriert und eine
entsprechende Meldung an die Steuer- und Auswerteeinrichtung 7 sendet.
Diese veranlasst das Transportsystem der Vorrichtung 100,
insbesondere den Motor 9, der die Transportrollen 8 antreibt,
zum Transportieren des Wertdokuments 1 entlang der Transportrichtung
T. Unmittelbar nach der Eingabe öffnung 3,
in diesem Beispiel weniger als eine Länge des Wertdokuments 1 entlang
der Transportrichtung T von der Eingabeöffnung 3 entfernt,
wird das Wertdokument 1 zu einem Bildsensor 2 transportiert.
Der Bildsensor 2 kann einen Zeilensensor, z. B. auf CCD- oder
CMOS-Basis, aufweisen, mit dem das Wertdokument 1 zeilenweise
abgescannt wird.
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Veranlasst
durch ein Startsignal, das die Steuer- und Auswerteeinrichtung 7 an
den Bildsensor 2 schickt, beginnt der Bildsensor 2 kontinuierlich Bildzeilen
aufzuzeichnen, um ein Gesamtbild 50 des Wertdokuments 1 aufzunehmen.
Nach einer definierten Zeitspanne hat der Bildsensor 2 von
dem teilweise vorbeitransportierten Wertdokument 1 ein
Teilbild 5 aufgenommen, vgl. 2a. Auf
dem Teilbild 5 ist ein vorderer Teilbereich 4 des
Wertdokuments 1 abgebildet, der aus der Vorderkante des
Wertdokuments 1 und einem vorderen Ausschnitt des Wertdokuments 1 besteht,
der zuerst an dem Bildsensor 2 vorbeitransportiert wird.
Die Länge
des vorderen Teilbereichs 4 entspricht einer definierten
Zeitspanne, die in Abhängigkeit
der Transportgeschwindigkeit des Wertdokuments 1 gewählt wird.
Typischerweise beträgt
die Länge
des vorderen Teilbereichs 4, in Transportrichtung T betrachtet,
1–10 cm.
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Das
von dem Bildsensor 2 aufgenommene Teilbild 5 wird
einer Bildverarbeitung unterzogen, die in dem Bildsensor 2 selbst
und/oder in der Steuer- und Auswerteeinrichtung 7 stattfinden
kann. Aus dem Teilbild 5 wird mit Hilfe der Bildverarbeitung
ein Umriss des vorderen Teilbereichs 4 des Wertdokuments 1 bestimmt,
vgl. 2a. Dieser Umriss wird durch die Steuer- und Auswerteeinrichtung 7 auf
bestimmte Umrissvorgaben überprüft. Erfindungsgemäß wird das
Wertdokument 1 nur dann in der Vorrichtung 100 weiterbearbeitet,
wenn der vordere Teilbereich 4 die Umrissvorgaben erfüllt.
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Zur
Weiterbearbeitung in der Vorrichtung 100 wird das Wertdokument 1 entlang
der Transportrichtung T weiter transportiert. Sobald das Wertdokument 1 vollständig an
dem Bildsensor 2 vorbeitransportiert wurde, hat der Bildsensor 2 ein
Gesamtbild 50 des Wertdokuments 1 aufgenommen,
vgl. 2a. Das aufgenommene Gesamtbild 50 wird
dazu verwendet, die Art des Wertdokuments 1 zu bestimmen und
das Wertdokument 1 auf Echtheit zu prüfen. Nach Erkennung des Wertdokuments 1 und
positiver Echtheitsprüfung
wird das Wertdokument 1 in einen Wertdokumentspeicher der
Vorrichtung 100 abgespeichert (nicht gezeigt).
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Falls
der durch die Bildverarbeitung bestimmte Umriss des vorderen Teilbereichs 4 die
Umrissvorgaben nicht erfüllt,
wird die Weiterbearbeitung des Wertdokuments in der Vorrichtung 100 abgebrochen.
Durch ein entsprechendes Signal, das die Steuer- und Auswerteeinrichtung 7 an
das Transportsystem, z. B. an den Motor 9, schickt, wird
der Transport des Wertdokuments 1 angehalten, bevor das Wertdokument
vollständig
an dem Bildsensor 2 vorbeitransportiert wird. Das Transportsystem
kehrt anschließend
die Transportrichtung des Wertdokuments 1 um, so dass das
Wertdokument 1 zu der Eingabeöffnung 3 der Vorrichtung 100 zurücktransportiert
und damit der Bedienperson der Vorrichtung 100 zurückgegeben
wird. Gleichzeitig oder unmittelbar nach dem Zurücktransportieren des Wertdokuments 1 zur
Eingabeöffnung 3 kann
an der Benutzerschnittstelle 20 eine Meldung über die
Zurückgabe
des Wertdokuments 1 angezeigt werden, mit der der Bedienperson
z. B. die Zurückgabe
selbst und/oder der Grund der Zurückgabe mitgeteilt wird.
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Von
dem Wertdokument 1 kann der Bildsensor 2 genau
ein Teilbild 5 aufnehmen, aus dem der Umriss genau eines
vorderen Teilbereichs 4 bestimmt wird, der anschließend auf
Umrissvorgaben überprüft wird.
Alternativ kann der Bildsensor 2 von dem Wertdokument 1 auch
mehrere Teilbilder 5, 15, 25 aufnehmen,
aus denen mit Hilfe der Bildverarbeitung nacheinander jeweils ein
Umriss eines vorderen Teilbereichs 4, 14, 24 bestimmt
wird, vgl. 2a–c. Aus einem ersten Teilbild 5,
das nur die Vorderkante und einen kurzen vorderen Abschnitt des
Wertdokuments 1 enthält,
kann der Umriss eines ersten vorderen Teilbereichs 4 ermittelt
werden, der sofort auf Umrissvorgaben überprüft wird, wie z. B. auf die
Position und/oder Breite des ersten vorderen Teilbereichs 4.
Auf diese Weise kann bereits frühzeitig
nach Beginn der Bildaufnahme eine fehlerhafte Position und/oder
Breite des vorderen Teilbereichs 4 bzw. des Wertdokuments 1 erkannt
werden und das Wertdokument 1 zurückgewiesen werden. Zur Beurteilung der
Orientierung, z. B. Schräglage,
und Form des Wertdokuments 1 werden zusätzlich die Orientierung und
Form weiterer vorderer Teilbereiche 14 und 24 herangezogen,
die jeweils einen größeren Ausschnitt des
Wertdokuments 1 enthalten.
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In 3a–d sind
beispielhaft vier verschiedene Wertdokumente 1 dargestellt,
die von der Vorrichtung 100 als fehlerhaft erkannt werden. 3a zeigt
ein Wertdokument 1 mit großem Eselsohr, 3b ein
Wertdokument 1 mit erheblicher Schräglage, 3c ein
Wertdokument 1, dessen Position nah am unteren Rand des
aufgenommenen Teilbilds 5 liegt, 3d ein
in Längsrichtung
gefaltetes Wertdokument 1. Auf der linken Seite der 3a–d sind
die jeweils von dem Bildsensor 2 aufgenommenen Teilbilder 5 gezeigt.
Auf der rechten Seite ist jeweils der Umriss des vorderen Teilbereichs 4a–d des Wertdokuments 1 gezeigt,
der aus dem jeweiligen Teilbild 5 ermittelt wurde. Beispielsweise werden
die folgenden Umrisseigenschaften der vorderen Teilbereiche 4a–d überprüft:
- a) Die vorderen Teilbereiche 4a–d der Wertdokumente 1 sind
idealerweise rechtecksförmig. Überprüft wird
z. B., wie groß die
Abweichung der Form der vorderen Teilbereiche 4a–d von einer
Rechtecksform ist und ob die Größe der Abweichung akzeptabel
ist. Die Form der vorderen Teilbereiche 4a–d kann
z. B. aufgrund von Eselsohren, Einrissen oder abgerissenen Stücken des
Wertdokuments 1 von der Rechtecksform abweichen. Kleinere
Abweichungen von der Rechtecksform können jedoch toleriert werden.
Der vordere Teilbereich 4a des Wertdokuments 1 aus 3a weist
aufgrund des großen
Eselsohrs eine außerhalb
des diesbezüglichen
Akzeptanzbereichs liegende Form auf.
- b) Die Wertdokumente 1 werden idealerweise gerade in
die Eingabeöffnung 3 eingegeben,
so dass deren Längskanten
parallel zur Transportrichtung T verlaufen. Die vorderen Teilbereiche 4a–d werden
daher auch auf deren Orientierung, d. h. auf eine etwaige Schräglage überprüft. Zu diesem Zweck
werden aus dem jeweils ermittelten Umriss z. B. der Verlauf der
Längskanten
und/oder die Vorderkante des Wertdokuments 1 bestimmt sowie
die Winkel überprüft, die
die Längskanten und/oder
die Vorderkante des Wertdokuments 1 mit der Zeilenrichtung
des Bildsensors 2 bzw. mit der Transportrichtung T einschließen. Bei
einem zu schräg
eingegebenen Wertdokument 1, vgl. 3b, wird
zumindest einer der genannten Winkel des vordere Teilbereichs 4b außerhalb
eines diesbezüglichen
Akzeptanzbereichs liegen.
- c) Die Wertdokumente 1 sollten zentral in die Eingabeöffnung 3 eingegeben
werden. Senkrecht zur Transportrichtung betrachtet liegt die Mitte
der vorderen Teilbereiche 4a–d z. B. idealerweise in der
Mitte der aufgenommenen Teilbilder 5. Aus dem ermittelten
Umriss werden z. B. die Abstände der
vorderen Teilbereiche 4a–d zum oberen oder unteren
Rand des jeweiligen Teilbilds 5 bestimmt. Wird ein Wertdokument 1 zu
nah am Rand in die Eingabeöffnung 3 eingegeben,
vgl. 3c, so wird der Abstand des vorderen Teil bereichs 4c zum
unteren Rand des Teilbilds 5 außerhalb des diesbezüglichen
Akzeptanzbereichs liegen.
- d) Aus der Information darüber,
welche Arten von Wertdokumenten 1 in die Vorrichtung 100 eingegeben
werden können,
wird ein Akzeptanzbereich für
die Ausdehnung des vorderen Teilbereichs 4 senkrecht zur
Transportrichtung T festgelegt, d. h. ein Akzeptanzbereich für die Breite
des vorderen Teilbereichs 4. Aus dem ermittelten Umriss
wird jeweils die Breite der vorderen Teilbereiche 4a–d bestimmt
und überprüft, ob die
Breite innerhalb des diesbezüglichen
Akzeptanzbereichs liegt. Ein stark in Längsrichtung gefaltetes Wertdokument 1,
vgl. 3d, besitzt eine geringere Breite,
so dass die Ausdehnung des vorderen Teilbereichs 4c außerhalb
des diesbezüglichen
Akzeptanzbereichs liegt.
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Neben
diesen Beispielen können
durch die Überprüfung des
Umrisses des jeweiligen vorderen Teilbereichs 4 auch Fremdobjekte,
die in die Eingabeöffnung 3 eingegeben
werden, oder auch mehrere, versetzt übereinanderliegende Wertdokumente 1,
die gleichzeitig in die Eingabeöffnung 3 eingegeben
werden, frühzeitig
erkannt und der Bedienperson zurückgegeben
werden.
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Die
Akzeptanzbereiche und die tolerierbaren Abweichungen für die verschiedenen
Umrisseigenschaften können
im Vorfeld der Wertdokumentbearbeitung festgelegt werden, sie können aber
auch abhängig
von einem Ergebnis der Umrissüberprüfung festgelegt
werden. Der Umriss des vorderen Teilbereichs 4 kann z.
B. einer ersten Überprüfung unterzogen
werden, bei der die Position und/oder die Ausdehnung des vorderen
Teilbereichs 4 bestimmt werden. Die anschließende Überprüfung der
Orientierung bzw. Schräglage
des vorderen Teilbereichs 4 kann dann z. B. in Abhängigkeit
der zuvor ermittelten Position und/oder Ausdehnung des vorderen
Teilbereichs 4 durchgeführt
werden. Beispielsweise ist eine (geringfügige) Schräglage des vorderen Teilbereichs 4 dann
eher tolerierbar, wenn der vordere Teilbereich 4 zentral,
in der Mitte des Teilbilds 5 liegt. Wenn der vordere Teilbereich 4 jedoch
nah am Rand des Teilbilds 5 und z. B. seine Position daher
gerade noch im Akzeptanzbereich liegt, und zugleich die (geringfügige) Schräglage erwarten
lässt,
dass die Position des hinteren Teils des Wertdokuments 1 außerhalb
des Akzeptanzbereichs liegen wird, so wird das Wertdokument 1 zurückgewiesen.
Verläuft
die (geringfügige) Schräglage dagegen
in die andere Richtung, so kann diese möglicherweise akzeptiert werden.
Der Akzeptanzbereich für
die Schräglage
des vorderen Teilbereichs 4 kann daher z. B. in Abhängigkeit
der ermittelten Position des vorderen Teilbereichs 4 festgelegt werden.