DE102008051732A1 - Vorrichtung zur variablen Einstellung der Steuerzeiten von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Vorrichtung zur variablen Einstellung der Steuerzeiten von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine Download PDFInfo
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Abstract
Description
- Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur variablen Einstellung der Steuerzeiten von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine mit einem Antriebselement, einem Abtriebselement und einem Federdeckel, wobei das Antriebselement in Antriebsverbindung mit einer Kurbelwelle der Brennkraftmaschine bringbar ist, wobei das Abtriebselement in Antriebsverbindung mit einer Nockenwelle der Brennkraftmaschine bringbar ist und schwenkbar zu dem Antriebselement angeordnet ist, wobei der Federdeckel die Vorrichtung radial und axial zumindest teilweise übergreift und somit einen Federraum zumindest teilweise begrenzt, in dem eine Drehfeder angeordnet ist, wobei der Federdeckel mit zumindest einem Formschlusselement ausgebildet ist, wobei die Vorrichtung mit zumindest einem Gegenformschlusselement an einer äußeren Mantelfläche ausgebildet ist und der Federdeckel mittels des Formschlusselements und des Gegenformschlusselements an der Vorrichtung befestigt ist.
- Hintergrund der Erfindung
- In modernen Brennkraftmaschinen werden Vorrichtungen zur variablen Einstellung der Steuerzeiten von Gaswechselventilen eingesetzt, um die Phasenrelation zwischen Kurbelwelle und Nockenwelle in einem definierten Winkelbereich, zwischen einer maximalen Früh- und einer maximalen Spätposition, variabel gestalten zu können. Zu diesem Zweck ist die Vorrichtung in einen Antriebsstrang integriert, über welchen Drehmoment von der Kurbelwelle auf die Nockenwelle übertragen wird. Dieser Antriebsstrang kann beispielsweise als Riemen-, Ketten- oder Zahnradtrieb realisiert sein.
- Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der
DE 10 2006 039 371 A1 bekannt. Die Vorrichtung umfasst ein Abtriebselement welches drehbar zu einem Antriebselement angeordnet ist, wobei das Antriebselement in Antriebsverbindung mit der Kurbelwelle steht und das Abtriebselement drehfest mit der Nockenwelle verbunden ist. In axialer Richtung wird die Vorrichtung durch je einen Seitendeckel begrenzt. Das Abtriebselement, das Antriebselement und die zwei Seitendeckel begrenzen mehrere Druckräume, wobei jeder der Druckräume mittels eines Flügels in zwei gegeneinander wirkende Druckkammern unterteilt wird. Durch Druckmittelzufuhr zu bzw. Druckmittelabfuhr von den Druckkammern werden die Flügel innerhalb der Druckräume verschoben, wodurch eine gezielte Verdrehung des Abtriebselements zu dem Antriebselement und somit der Nockenwelle zur Kurbelwelle bewirkt werden kann. - Des Weiteren ist eine Drehfeder vorgesehen, die als flache Spiralfeder ausgebildet ist. Ein erstes Ende der Drehfeder greift an dem Abtriebselement an. Das andere Ende der Drehfeder greift an dem Antriebselement an. Die Drehfeder steht unter Vorspannung, so dass diese ein Drehmoment auf das Abtriebselement relativ zu dem Antriebselement ausübt. Aufgabe der Drehfeder kann zum einen sein, ein Reibmoment, welches auf die Nockenwelle wirkt und das Abtriebselement in Richtung später Steuerzeiten drängt, zu kompensieren. Ebenso kann die Drehfeder vorgesehen sein das Abtriebselement bei ungenügender Druckmittelversorgung der Vorrichtung in eine Basisposition, zu drängen, in der das Abtriebselement mit dem Antriebselement mechanisch verriegelt werden kann.
- Die Drehfeder ist in einem Federraum angeordnet, welcher einerseits von dem Seitendeckel und andererseits von einem Federdeckel begrenzt ist. Der Federdeckel übergreift den Seitendeckel in radialer und axialer Richtung und ist mit einem Formschlusselement ausgebildet. Das Formschlusselement liegt an der der Nockenwelle zugesandten Seitenfläche des Seitendeckel an diesem an und sichert so den Federdeckel gegen Verlust.
- Nachteilig an dieser Ausführungsform ist, dass der Federdeckel in Richtung der Vorrichtung einen Bewegungsfreiheitsgrad aufweist. Während des Betriebs der Brennkraftmaschine kann dieser an der Drehfeder anschlagen und diese somit schädigen. Zusätzlich führt dies zu zusätzlichen Geräuschemissionen und kann die Funktion der Drehfeder beeinträchtigen.
- Aufgabe der Erfindung
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zur variablen Einstellung der Steuerzeiten von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine zu schaffen, wobei eine Drehfeder in einem Federraum aufgenommen ist, der zumindest teilweise von einem Federdeckel begrenzt wird, wobei der Federdeckel die Funktion der Drehfeder nicht beeinträchtigen soll. Dabei sollen die Kosten und der Montageaufwand der Vorrichtung nicht erhöht werden.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Formschlusselement und das Gegenformschlusselement derart ausgebildet sind, dass diese den Federdeckel gegen eine Bewegung relativ zur Vorrichtung sowohl in Montagerichtung des Federdeckels als auch entgegen dessen Montagerichtung sichern.
- Die Vorrichtung weist zumindest ein Antriebselement und zumindest ein Abtriebselement auf. Das Antriebselement steht im montierten Zustand der Vorrichtung über einen Zugmitteltrieb, beispielsweise einem Riementrieb, mit der Kurbelwelle in Antriebsverbindung. Das Abtriebselement ist in einem Winkelbe reich schwenkbar relativ zu dem Antriebselement angeordnet. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung auf eine Nockenwelle wirkt, bei der die Phasenlage der auf dieser angeordneten Nocken zueinander fest ist. Ebenso kann vorgesehen sein, dass die Nockenwelle aus mindestens zwei konzentrisch zueinander angeordneten Wellen besteht, beispielsweise einer Hohlwelle und einer in dieser angeordneten inneren Welle, und eine erste Gruppe von Nocken mit der Hohlwelle und eine zweite Gruppe von Nocken mit der inneren Welle drehfest verbunden ist. Die Nocken wirken auf Gaswechselventile der Brennkraftmaschine.
- Innerhalb der Vorrichtung ist zumindest eine Druckkammer vorgesehen, durch deren Druckbeaufschlagung das Abtriebselement relativ zum Antriebselement verschwenkt werden kann. Vorteilhafterweise sind ein oder mehrere Paare gegeneinander wirkender Druckkammern vorgesehen. Dadurch wird die Druckübersetzung erhöht. Des Weiteren kann eine Schwenkbewegung in Drehrichtung des Antriebselements und entgegen der Drehrichtung des Antriebselements hydraulisch hervorgerufen werden. Ebenso denkbar ist der Einsatz einer elektromechanischen Vorrichtung, die ein Dreiwellengetriebe (beispielsweise ein Planetengetriebe) aufweist. Dabei wird eine der Wellen von der Kurbelwelle angetrieben. Eine zweite Welle steht in Antriebsverbindung mit der Nockenwelle. Über die dritte Welle kann dem System mittels einer Stelleinrichtung, beispielsweise einem Elektromotor oder einer Bremse, Rotationsenergie zugeführt oder aus dem System abgeführt werden.
- Die Vorrichtung kann beispielsweise einen ersten Seitendeckel aufweisen, der eine axiale Stirnseite der Vorrichtung bildet und zumindest eine der innerhalb der Vorrichtung angeordneten Druckkammern begrenzt. Dabei kann vorgesehen sein, dass der erste Seitendeckel drehfest mit dem Abtriebselement oder dem Antriebselement verbunden ist. Der Seitendeckel kann einteilig mit dem Abtriebselement oder dem Antriebselement ausgebildet oder separat hergestellt und mit einem dieser Bauteile drehfest verbunden sein.
- Die Vorrichtung umfasst ein als Drehfeder ausgebildetes Federelement, das einerseits mit dem Abtriebselement und andererseits mit dem Antriebselement zusammenwirkt. Dabei steht das Federelement üblicherweise unter Vorspannung, so dass dieses ein Drehmoment zwischen dem Abtriebselement und dem Antriebselement hervorruft. Dieses Drehmoment kann beispielsweise ein Reibmoment, das auf die Nockenwelle wirkt, kompensieren. Dieses Reibmoment wird beispielsweise durch die Lagerreibung oder die Reibung zwischen den Nocken und den Nockenfolgern hervorgerufen. Alternativ oder zusätzlich kann das Federelement dazu dienen, das Abtriebselement, bei Ausfall des Antriebsmittels (beispielsweise Druckmittel oder Elektromotor) in eine Notlaufposition relativ zu dem Antriebselement zu drängen. In diesem Fall kann eine Verriegelung vorgesehen sein, die das Abtriebselement mechanisch mit dem Antriebselement verbindet, sobald diese Position erreicht ist. Die Feder kann über den gesamten Versteilbereich der Vorrichtung ein Drehmoment zwischen dem Antriebselement und dem Abtriebselement vermitteln oder nur in Bereichen des Verstellbereichs, beispielsweise zwischen einer maximalen Spätposition und einer Notlauf- oder Basisposition, die zwischen den maximalen Endlagen des Verstellbereichs liegt.
- Die Drehfeder kann beispielsweise eine zylinderförmige Schraubenfeder sein, mit axial oder radial abstehenden Enden, die zur Befestigung an dem Abtriebselement und dem Antriebselements dienen. Alternativ kann beispielsweise auch eine Spiralfeder vorgesehen sein.
- Dabei kann vorgesehen sein, dass das Formschlusselement als Ausbuchtung an einer inneren Mantelfläche des Federdeckels ausgebildet ist. Der Federdeckel kann beispielsweise topfförmig ausgebildet sein, wobei die Ausbuchtung an der Innenwandung dessen zylindrischen Abschnittes ausgebildet ist.
- Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass das Gegenformschlusselement als Einbuchtung ausgebildet ist. Das Gegenformschlusselement kann beispielsweise an einer zylindrischen Außenmantelfläche eines der Seitendeckel, des Abtriebselements oder des Antriebselements ausgebildet sein.
- In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, das Formschlusselement und das Gegenformschlusselement in Umfangsrichtung der Vorrichtung umlaufend auszubilden. Durch die rotationssymmetrische Ausbildung des Formschlusselements und des Gegenformschlusselements können aufwändige Ausrichtungsmaßnahmen in Umfangsrichtung während der Montage des Federdeckels an der Vorrichtung entfallen und Fehlmontagen vermieden werden.
- Alternativ können das Formschlusselement und das Gegenformschlusselement als lokale Verformungen der jeweiligen Mantelfläche ausgebildet sein. Durch die nur lokal ausgebildeten Verformungen wird der Federdeckel nicht nur in axialer Richtung, sondern auch in Umfangsrichtung relativ zur Vorrichtung festgelegt. Während des Betriebs der Vorrichtung tritt keine Relativbewegung zwischen Federdeckel und der Vorrichtung auf.
- In einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen das Formschlusselement als Lasche mit einem freien Ende auszubilden, wobei die Lasche einteilig mit der Mantelfläche des Federdeckels ausgebildet ist und das freie Ende der Lasche an einem Anschlag der Vorrichtung anliegt. Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Formschlusselement als Sicke an einer Mantelfläche des Federdeckels ausgebildet ist. In beiden Fällen kann der Federdeckel kostengünstig durch einen spanlosen Formgebungsprozess, beispielsweise durch ein Tiefziehverfahren, aus einem Blechrohling gefertigt werden. Das Formschlusselement kann beispielsweise durch teilweises Ausstanzen (im Fall der Lasche) oder Rollieren (im Fall der Sicke) während dieses Prozesses ausgeformt werden.
- Der Federdeckel kapselt die Drehfeder und verhindert Beschädigungen während der Montage und des Betriebs der Vorrichtung. Des Weiteren stellt dieser eine Verliersicherung dar. Durch die Ausbildung des Formschlusselements und des Gegenformschlusselement in der bezeichneten Art, wird eine einfache Montage des Federdeckels an der Vorrichtung ermöglicht. Diese erfolgt durch axiales Fügen des Federdeckels an der Vorrichtung. Dabei fallen keine Zusatzkosten an. Gleichzeitig legen das Formschlusselement und das Gegenformschlusselement die axiale Position des Federdeckels relativ zu der Vorrichtung fest. Der Federdeckel ist fest mit der Vorrichtung verbunden, wobei gleichzeitig verhindert wird, dass dieser im Betrieb oder der Montage an der Drehfeder an schlägt. Somit wird die Montage kostenneutral vereinfacht, die Lebensdauer der Drehfeder erhöht und die Geräuschemissionen verringert.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den Zeichnungen in denen Ausführungsbeispiele der Erfindung vereinfacht dargestellt sind. Es zeigen:
-
1 nur sehr schematisch eine Brennkraftmaschine, -
2 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer Vorrichtung zur Veränderung der Steuerzeiten von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine, -
3 einen Querschnitt durch die Vorrichtung aus2 entlang der Linie III-III, -
4 die Einzelheit Z aus2 , -
5 eine perspektivische Ansicht eines ersten Federdeckels, -
6 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Federdeckels. - Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
- In
1 ist eine Brennkraftmaschine1 skizziert, wobei ein auf einer Kurbelwelle2 sitzender Kolben3 in einem Zylinder4 angedeutet ist. Die Kurbelwelle2 steht in der dargestellten Ausführungsform über je einen Zugmitteltrieb5 mit einer Einlassnockenwelle6 bzw. Auslassnockenwelle7 in Verbindung, wobei eine erste und eine zweite Vorrichtung11 für eine Relativdrehung zwischen Kurbelwelle2 und den Nockenwellen6 ,7 sorgen können. Nocken8 der Nockenwellen6 ,7 betätigen ein oder mehrere Einlassgaswechselventile9 bzw. ein oder mehrere Auslassgaswechselventile10 . Ebenso kann vorgesehen sein nur eine der Nockenwellen6 ,7 mit einer Vorrichtung11 auszustatten, oder nur eine Nockenwelle6 ,7 vorzusehen, welche mit einer Vorrichtung11 versehen ist. - Die
2 und3 zeigen eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung11 im Längs- bzw. im Querschnitt. Dabei handelt es sich um eine hydraulisch betätigte Vorrichtung11 . Die Erfindung kann aber auch in Vorrichtungen11 mit anderen Wirkprinzipien Anwendung finden. - Die Vorrichtung
11 weist ein Antriebselement12 und ein Abtriebselement14 auf. Das Antriebselement12 weist ein Gehäuse13 und zwei Seitendeckel15 ,16 auf, die an den axialen Seitenflächen des Gehäuses13 angeordnet sind. Das Abtriebselement14 ist in Form eines Flügelrades ausgeführt und weist ein im Wesentlichen zylindrisch ausgeführtes Nabenelement17 auf, von dessen äußerer zylindrischer Mantelfläche sich in der dargestellten Ausführungsform fünf Flügel18 in radialer Richtung nach außen erstrecken. - Ausgehend von einer äußeren Umfangswand
19 des Gehäuses13 erstrecken sich fünf Vorsprünge20 radial nach innen. In der dargestellten Ausführungsform sind die Vorsprünge20 und die Flügel18 einteilig mit der Umfangswand19 bzw. dem Nabenelement17 ausgebildet. Das Antriebselement12 ist mittels radial innen liegender Umfangswände der Vorsprünge20 relativ zu dem Abtriebselement14 drehbar zu diesem angeordnet. - An einer äußeren Mantelfläche des Gehäuses
13 ist ein Kettenrad21 angeordnet, über das mittels eines nicht dargestellten Kettentriebs Drehmoment von der Kurbelwelle2 auf das Antriebselement12 übertragen werden kann. Im montierten Zustand ist das Abtriebselement14 mittels einer nicht dargestellten Zentralschraube mit einer Nockenwelle6 ,7 verbunden. Dazu durchgreift die Zentralschraube eine zentrale Bohrung des Abtriebselements14 und ist mit der Nockenwelle6 ,7 verschraubt. - Je einer der Seitendeckel
15 ,16 ist an einer der axialen Seitenflächen des Gehäuses13 angeordnet und drehtest an diesem fixiert. Zu diesem Zweck ist in jedem Vorsprung20 eine Axialöffnung22 vorgesehen. Des Weiteren sind in den Seitendeckeln15 ,16 jeweils fünf Öffnungen vorgesehen, die derart angeordnet sind, dass diese mit den Axialöffnungen22 fluchten. Jeweils ein Befestigungselement23 (in der dargestellten Ausführungsform eine Schraube) durchgreift eine Öffnung des zweiten Seitendeckels16 , eine Axialöffnung22 und eine Öffnung des ersten Seitendeckels15 . Dabei greift ein Gewindeabschnitt der Schraube23 in einen Gewindeabschnitt ein, der in der Öffnung des zweiten Seitendeckels16 ausgebildet ist. - Innerhalb der Vorrichtung
11 ist zwischen jeweils zwei in Umfangsrichtung benachbarten Vorsprüngen20 ein Druckraum24 ausgebildet. Jeder der Druckräume24 wird in Umfangsrichtung von gegenüberliegenden, im Wesentlichen radial verlaufenden Begrenzungswänden25 benachbarter Vorsprünge20 , in axialer Richtung von den Seitendeckeln15 ,16 , radial nach innen von dem Nabenelement17 und radial nach außen von der Umfangswand19 begrenzt. In jeden der Druckräume24 ragt ein Flügel18 , wobei die Flügel18 derart ausgebildet sind, dass diese sowohl an den Seitendeckeln15 ,16 , als auch an der Umfangswand19 anliegen. Jeder Flügel18 teilt somit den jeweiligen Druckraum24 in zwei gegeneinander wirkende Druckkammern26 ,27 . - Das Abtriebselement
14 ist in einem definierten Winkelbreich drehbar zu dem Antriebselement12 angeordnet. Der Winkelbereich wird in einer Drehrichtung des Abtriebselements14 dadurch begrenzt, dass die Flügel18 an je einer korrespondierenden Begrenzungswand25 (Frühanschlag28 ) der Druckräume24 zum Anliegen kommen. Analog wird der Winkelbereich in der anderen Drehrichtung dadurch begrenzt, dass die Flügel18 an den anderen Begrenzungswänden25 der Druckräume24 , die als Spätanschlag29 dienen, zum Anliegen kommen. - Durch Druckbeaufschlagung einer Gruppe von Druckkammern
26 ,27 und Druckentlastung der anderen Gruppe kann die Phasenlage des Antriebselements12 zum Abtriebselement14 (und damit die Phasenlage der Nockenwelle6 ,7 zur Kurbelwelle2 ) variiert werden. Durch Druckbeaufschlagung beider Gruppen von Druckkammern26 ,27 kann die Phasenlage konstant gehalten werden. - Die Vorrichtung
11 weist weiterhin eine Drehfeder31 auf, die in der dargestellten Ausführungsform als Spiralfeder ausgebildet ist. Die Drehfeder31 ist axial versetzt zu dem zweiten Seitendeckel16 angeordnet. Das äußere Ende32 der Drehfeder31 ist hakenförmig ausgebildet und umgreift einen Stift44 . Der Stift44 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Verlängerung eines der Befestigungselemente23 ausgebildet. Ebenso denkbar sind separat zu den Befestigungselementen23 ausgebildete Stifte oder Formschlusselemente, die einteilig mit dem zweiten Seitendeckel16 ausgebildet sind. Neben der dargestellten, flachen Spiralfeder können auch Schraubenfedern als Drehfedern31 zum Einsatz kommen. - Das nicht dargestellte innere Ende der Drehfeder
31 umfasst einen ebenfalls nicht dargestellten zweiten Stift, der mit dem Abtriebselement14 verbunden ist und eine Langnut des zweiten Seitendeckels16 in axialer Richtung durchgreift. Die Drehfeder31 steht unter Vorspannung, so dass auf das Abtriebselement14 ein Drehmoment relativ zu dem Antriebselement12 wirkt. - Die Drehfeder
31 ist axial versetzt zu dem zweiten Seitendeckel16 innerhalb eines Federraums34 angeordnet, der von dem zweiten Seitendeckel16 und einem Federdeckels33 begrenzt ist. Der Federdeckel33 ist topfförmig ausgebildet, wobei der Innendurchmesser von dessen zylindrischer Mantelfläche35 dem Außendurchmesser einer äußeren Mantelfläche36 des zweiten Seitendeckels16 angepasst ist. Der Federdeckel33 übergreift den zweiten Seitendeckel16 in radialer und axialer Richtung. - Die innere zylindrische Mantelfläche
35 des Federdeckels33 ist mit einem Formschlusselement37 versehen (5 ). In der dargestellten Ausführungsform ist das Formschlusselement37 als Sicke38 an der zylindrischen Mantelfläche35 des Federdeckels33 ausgebildet, welche sich entlang deren gesamten Umfang erstreckt. Die Mantelfläche36 des zweiten Seitendeckels16 weist ein zu dem Formschlusselement37 korrespondierendes Gegenformschlusselement39 auf, das in der dargestellten Ausführungsform als Einbuchtung40 der äußeren Mantelfläche36 des zweiten Seitendeckels16 ausgebildet ist. Die Montage des Federdeckels33 erfolgt durch axiales Fügen an dem zweiten Sei tendeckel16 . Dabei wird der Federdeckel33 axial zu dem zweiten Seitendeckel16 positioniert und in axialer Richtung auf diesen aufgeschoben. Während des Fügeprozesses wird die zylindrische Mantelfläche35 des Federdeckels33 in radialer Richtung elastisch aufgeweitet, bis das Formschlusselement37 die axiale Position des Gegenformschlusselements39 erreicht. Die Federkraft der zylindrischen Mantelfläche35 drängt das Formschlusselement37 in das Gegenformschlusselement39 . Dabei ist das Gegenformschlusselement39 derart ausgebildet, dass das Formschlusselement37 vollständig an diesem zur Anlage kommt. Somit ist der Federdeckel33 mittels dieser formschlüssigen Verbindung gegen Relativbewegungen gegenüber der Vorrichtung11 sowohl in als auch entgegen der Montagerichtung41 des Federdeckels33 gesichert. - Neben der dargestellten Ausführungsform sind beispielsweise auch Ausführungsformen denkbar, in denen das Gegenformschlusselement
39 an dem Gehäuse13 ausgebildet ist. Neben einem entlang der gesamten Umfangsrichtung umlaufenden Formschlusselement37 bzw. Gegenformschlusselement39 können auch zwei oder mehrere lokale Formschlusselemente37 und oder Gegenformschlusselemente39 vorgesehen sein. Ebenso denkbar sind Ausbuchtungen an der äußeren Mantelfläche36 des zweiten Seitendeckels16 und Sicken38 an der zylindrischen Mantelfläche35 , die sich radial nach außen erstrecken. Ebenfalls denkbar sind Formschlusselemente37 , die nicht als Sicken, sondern Ein- oder Ausbuchtungen an der ansonsten komplett zylindrischen Mantelfläche35 ausgebildet sind. -
6 zeigt eine alternative Ausführungsform eines Federdeckels33 . Im Gegensatz zu der in5 dargestellten ersten Ausführungsform ist dieser Federdeckel33 mit lokalen Formschlusselementen37 ausgeführt. Die Formschlusselemente37 sind als Laschen42 ausgebildet, die aus der zylindrischen Mantelfläche35 ausgeformt sind. Diese können beispielsweise mittels eines Stanzprozesses aus der zylindrischen Mantelfläche35 hergestellt werden. Die Laschen42 sind auf der dem zweiten Seitendeckel16 abgewandten Seite mit der zylindrischen Mantelfläche35 verbunden und auf der dem zweiten Seitendeckel16 zugewandten Seite mit einem freien Ende43 versehen. Die Form schlusselement37 wirken in montiertem Zustand des Federdeckels33 mit den Gegenformschlusselementen39 derart zusammen, dass eine Bewegung des Federdeckels33 relativ zum zweiten Seitendeckel16 entgegen der Montagerichtung41 verhindert wird. Die freien Enden43 der Formschlusselemente37 liegen an einem oder mehreren Axialanschlägen an, die eine Bewegung des Federdeckels33 in Montagerichtung41 verhindern. -
- 1
- Brennkraftmaschine
- 2
- Kurbelwelle
- 3
- Kolben
- 4
- Zylinder
- 5
- Zugmitteltrieb
- 6
- Einlassnockenwelle
- 7
- Auslassnockenwelle
- 8
- Nocken
- 9
- Einlassgaswechselventil
- 10
- Auslassgaswechselventil
- 11
- Vorrichtung
- 12
- Antriebselement
- 13
- Gehäuse
- 14
- Abtriebselement
- 15
- Seitendeckel
- 16
- Seitendeckel
- 17
- Nabenelement
- 18
- Flügel
- 19
- Umfangswand
- 20
- Vorsprung
- 21
- Kettenrad
- 22
- Axialöffnung
- 23
- Befestigungselement/Schraube
- 24
- Druckraum
- 25
- Begrenzungswand
- 26
- erste Druckkammer
- 27
- zweite Druckkammer
- 28
- Frühanschlag
- 29
- Spätanschlag
- 31
- Drehfeder
- 32
- äußeres Ende
- 33
- Federdeckel
- 34
- Federraum
- 35
- Mantelfläche
- 36
- Mantelfläche
- 37
- Formschlusselement
- 38
- Sicke
- 39
- Gegenformschlusselement
- 40
- Einbuchtung
- 41
- Montagerichtung
- 42
- Lasche
- 43
- freies Ende
- 44
- Stift
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102006039371 A1 [0003]
Claims (7)
- Vorrichtung (
11 ) zur variablen Einstellung der Steuerzeiten von Gaswechselventilen (9 ,10 ) einer Brennkraftmaschine (1 ) mit – einem Antriebselement (12 ), einem Abtriebselement (14 ) und einem Federdeckel (33 ), – wobei das Antriebselement (12 ) in Antriebsverbindung mit einer Kurbelwelle (2 ) der Brennkraftmaschine (1 ) bringbar ist, – wobei das Abtriebselement (14 ) in Antriebsverbindung mit einer Nockenwelle (6 ,7 ) der Brennkraftmaschine (1 ) bringbar ist und schwenkbar zu dem Antriebselement (12 ) angeordnet ist, – wobei der Federdeckel (33 ) die Vorrichtung (11 ) radial und übergreift axial zumindest teilweise und somit einen Federraum (34 ) zumindest teilweise begrenzt, in dem eine Drehfeder (31 ) angeordnet ist, – wobei der Federdeckel (33 ) mit zumindest einem Formschlusselement (37 ) ausgebildet ist, – wobei die Vorrichtung (11 ) mit zumindest einem Gegenformschlusselement (39 ) an einer äußeren Mantelfläche (36 ) ausgebildet ist und der Federdeckel (33 ) mittels des Formschlusselements (37 ) und des Gegenformschlusselements (39 ) an der Vorrichtung (11 ) befestigt ist, – dadurch gekennzeichnet, dass das Formschlusselement (37 ) und das Gegenformschlusselement (39 ) derart ausgebildet sind, dass diese den Federdeckel (33 ) gegen eine Bewegung relativ zur Vorrichtung (11 ) sowohl in Montagerichtung (41 ) des Federdeckels (33 ) als auch entgegen dessen Montagerichtung (41 ) sichern. - Vorrichtung (
11 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formschlusselement (37 ) als Ausbuchtung an einer inneren Mantelfläche (35 ) des Federdeckels (33 ) ausgebildet ist. - Vorrichtung (
11 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenformschlusselement (39 ) als Einbuchtung (40 ) ausgebildet ist. - Vorrichtung (
11 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formschlusselement (37 ) und das Gegenformschlusselement (39 ) in Umfangsrichtung der Vorrichtung (11 ) umlaufend ausgebildet sind. - Vorrichtung (
11 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formschlusselement (37 ) und das Gegenformschlusselement (39 ) als lokale Verformungen der jeweiligen Mantelfläche (35 ,36 ) ausgebildet sind. - Vorrichtung (
11 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formschlusselement (37 ) als Lasche (42 ) mit einem freien Ende (43 ) ausgebildet ist, wobei die Lasche (42 ) einteilig mit der Mantelfläche (35 ) des Federdeckels (33 ) ausgebildet ist und das freie Ende (43 ) der Lasche (42 ) an einem Anschlag (44 ) der Vorrichtung (11 ) anliegt. - Vorrichtung (
11 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formschlusselement (37 ) als Sicke (38 ) an einer Mantelfläche (35 ) des Federdeckels (33 ) ausgebildet ist.
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