DE102008051236A1 - Scheibenbremse für eine Kraftfahrzeugbremsanlage und Belaghaltefederanordnung hierfür - Google Patents
Scheibenbremse für eine Kraftfahrzeugbremsanlage und Belaghaltefederanordnung hierfür Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Scheibenbremse für eine Kraftfahrzeugbremsanlage und Belaghaltefederanordnung hierfür mit einem rahmenartigen Gehäuse, wenigstens zwei in dem rahmenartigen Gehäuse (64) aufgenommenen Bremsbelaganordnungen (40, 42), zwischen denen eine um eine Drehachse drehbare Bremsscheibe aufnehmbar ist und wenigstens einer die Bremsbelaganordnungen (40, 42) positionierenden Belaghaltefederanordnung (10). Dabei ist vorgesehen, dass die Belaghaltefederanordnung (10) an einem in dem rahmenartigen Gehäuse (64) angeordneten Gehäusequerträger (66) angebracht ist und die Belaghaltefederanordnung (10) an den Bremsbelaganordnungen (40, 42) positionierend angreift, wobei die Belaghaltefederanordnung (10) mehrteilig ausgebildet ist, wobei weiter die Belaghaltefederanordnung (10) einen Anlageabschnitt (12) aufweist, mit dem sie an dem Gehäusequerträger (66) fixierbar ist, und wenigstens ein an dem Anlageabschnitt (12) angebrachtes Federelement (14, 16) aufweist, mit dem sie federnd an wenigstens einer der Bremsbelaganordnungen (40, 42) angreift.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Scheibenbremse für eine Kraftfahrzeugbremsanlage mit einem rahmenartigen Gehäuse, wenigstens zwei in dem rahmenartigen Gehäuse aufgenommenen Bremsbelaganordnungen, zwischen denen eine um eine Drehachse drehbare Bremsscheibe aufnehmbar ist und wenigstens einer die Bremsbelaganordnungen positionierenden Belaghaltefederanordnung. Ferner betrifft die Erfindung eine Belaghaltefederanordnung für eine derartige Scheibenbremse.
- Derartige Scheibenbremsen sind aus dem Stand der Technik bekannt. So zeigt als nächstkommender Stand der Technik das Dokument
US 6,260,670 B1 eine Scheibenbremse dieser Art, bei der in einem rahmenartigen zusammengesetzten Gehäuse einer Schwimmsattelanordnung zwei Bremsbelaganordnungen vorgesehen sind. Das rahmenartige Gehäuse wird durch einen stiftartigen Gehäusequerträger überspannt, an dem eine Belaghaltefeder angreift. Die Belaghaltefeder weist in ihrem zentralen Abschnitt zwei symmetrisch abgeknickte Arme auf, die sich im Wesentlichen orthogonal zum Gehäusequerträger erstrecken und mit Kontaktabschnitten verbunden sind. Diese Kontaktabschnitte liegen unter Vorspannung an Bremsbelagträgern der Bremsbelaganordnungen an und positionieren diese in radialer Richtung bezüglich der Bremsscheibe. Es hat sich jedoch gezeigt, dass derartige Belaghaltefedern keinen definierten Sitz in dem Gehäuse haben und trotz ihrer Vorspannung eine unerwünschte Position in dem rahmenartigen Gehäuse der Scheibenbremse einnehmen können. Dies kann im schlimmsten Fall zu einer Fehlfunktion der Scheibenbremse führen. - Zum weiteren Stand der Technik wird auf das Dokument
US 4,392,561 verwiesen, bei dem sich die äußeren Abschnitte einer Belaghaltefeder in dem Gehäuse abstützen, wohingegen die Positionierung des Bremsbelags über einen symmetrisch abgewinkelten zentralen Abschnitt der Belaghaltefeder erfolgt. Dies hat zur Folge, dass der Bremsbelag nur in einem zentralen Bereich federvorgespannt wird, was zu unerwünschten Fehlpositionierungen, insbesondere Verkippungen führen kann. - Schließlich wird auf den Stand der Technik gemäß
US 3,243,017 verwiesen, wonach ebenfalls die Bremsbeläge mit einem zentralen Abschnitt einer Belaghaltefeder positioniert und in eine Sollposition vorgespannt werden. Es ergeben sich dieselben Nachteile, wie beim Stand der Technik gemäßUS 4,392,561 . - Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Scheibenbremse der eingangs bezeichneten Art sowie eine für diese vorgesehene Belaghaltefederanordnung bereitzustellen, wobei die Belaghaltefeder zuverlässig und dauerhaft in der Scheibenbremse positionierbar ist und gezielt wenigstens eine der Bremsbelaganordnungen in gewünschter Richtung vorspannen kann. Diese Aufgabe wird durch eine Scheibenbremse gelöst, bei der vorgesehen ist, dass die Belaghaltefederanordnung mehrteilig ausgebildet ist, wobei Belaghaltefederanordnung einen Anlageabschnitt aufweist, mit dem sie an dem Gehäusequerträger fixierbar ist, und wenigstens ein an dem Anlageabschnitt angebrachtes Federelement aufweist, mit dem sie federnd an wenigstens einer der Bremsbelaganordnungen angreift.
- Gemäß der Erfindung ist die Belaghaltefeder mehrteilig ausgebildet, wobei die einzelnen Komponenten der Belaghaltefeder speziell auf die von ihnen zu erfüllenden Aufgaben abgestimmt sind. So ist der Anlageabschnitt so ausgebildet, fest am Gehäusequerträger positionierbar zu sein und an diesem dauerhaft zu halten. Das wenigstens eine Federelement hingegen sorgt für eine in gewünschtem Maße gerichtete Positionierung der Bremsbelaganordnungen innerhalb des rahmenartigen Gehäuses der Scheibenbremse und spannt diese mit einer gewünschten Kraft in einer gewünschten Richtung vor.
- Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das wenigstens eine Federelement an dem Anlageabschnitt gelenkig, insbesondere schwenkbar, angebracht ist. Das wenigstens eine Federelement ist dabei um eine vordefinierte Drehachse schwenkbar an dem Anlageabschnitt gelagert.
- Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Anlageabschnitt aus einem flächigen Material, insbesondere Blechmaterial, gebildet ist. Dies ermöglicht eine einfache und kostengünstige Herstellung des Anlageabschnitts. So kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Federelement über an dem Blechmaterial angeformte Haltezungen an dem Anlageabschnitt angebracht ist. Die Haltezungen können etwa im Rahmen der Herstellung des als Blechteil ausgeführten Anlageabschnitts ausgebildet werden.
- Vorzugsweise ist vorgesehen, dass an dem Anlageabschnitt beidseits des Gehäusequerträgers jeweils ein Federelement angebracht ist. Mit anderen Worten ist bei dieser Ausführungsvariante der Anlageabschnitt beidseits mit Haltezungen versehen, die das Federelement am Anlageabschnitt schwenkbar halten.
- Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das wenigstens eine Federelement von einem Drahtform-Federelement gebildet ist. In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass das Drahtform-Federelement als teilweise oder vollständig geschlossener Bügel ausgebildet ist. Der Bügel kann mit seinem geschlossenen Abschnitt an den Bremsbelaganordnungen anliegen und diese vorspannend positionieren. Ferner kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Federelement Stützabschnitte aufweist, mit denen es sich federnd an dem Gehäusequerträger abstützt. Die einzelnen Stützabschnitte können freie Enden des für das Drahtform-Federelement verwendeten Drahtes sein. So ist es möglich, dass sich die Stützabschnitte seitlich an dem Gehäusequerträger abstützen. Ferner ist es möglich, dass sich die Stützabschnitte unterhalb des Gehäusequerträgers abstützen. Bei einer Ausführungsvariante der Erfindung, bei der zwei Federelemente an dem Anlageabschnitt angebracht sind, stützen sich die Stützabschnitte des einen Federelements seitlich am Gehäusequerträger ab, wohingegen sich die Stützabschnitte des anderen Federelements unterhalb des Gehäusequerträgers abstützen. Dadurch lässt sich eine gezielte Vorspannung der Bremsbelaganordnungen erreichen, um so etwa eine Gegenkraft gegen während des Bremsvorgangs auftretende Reaktionskräfte zu erzeugen.
- Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass wenigstens eine der Bremsbelaganordnungen einen Anlagevorsprung aufweist, an dem das wenigstens eine Federelement vorspannend angreift. Dieser Anlagevorsprung kann jeweils an Belagträgern angeordnet sein und ein definiertes Angreifen der Federelemente an den Bremsbelaganordnungen ermöglichen. So ist es möglich, dass der Anlagevorsprung rastnasenartig ausgebildet ist und mit dem Federelement verrastet bzw. von diesem hintergriffen wird. Wie bereits ausgeführt, lässt sich somit eine Vorspannung auf die Bremsbelaganordnungen in beliebiger Richtung erreichen.
- Insbesondere kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Federelement derart an der wenigstens einem Bremsbelaganordnung angreift, dass diese bezüglich der Drehachse in tangentialer Richtung vorgespannt ist.
- Um die Belagfederanordnung gemäß der Erfindung innerhalb der Scheibenbremse in einer Sollposition anzubringen und in dieser dauerhaft zu halten, sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, dass an dem Anlageabschnitt Halterungslaschen vorgesehen sind, mit denen sich die Belaghaltefederanordnung positionierend an dem Gehäusequerträger abstützt. In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass die Haltelaschen quer zu einer Anlagefläche des Anlageabschnitts verlaufen und die Belaghaltefederanordnung quer zur Achsrichtung relativ zu dem Gehäusequerträger positionieren. Die Haltelaschen stützen sich somit an dem Gehäusequerträger ab und verhindern selbst bei einwirkenden Reaktionskräften in Folge einer Bremsung eine unerwünschte Relativverlagerung der Bremsbelaganordnungen relativ zum Gehäuse der Scheibenbremse.
- Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass an den axialen Enden des Anlageabschnitts Aussparungen vorgesehen sind, die zumindest abschnittsweise an dem Gehäusequerträger angreifen. Mit anderen Worten kann auch mittels dieser Aussparungen eine Positionierung des Anlageabschnitts und damit der Belaghaltefederanordnung erreicht werden.
- Die Erfindung betrifft ferner eine Belaghaltefederanordnung der vorstehend beschriebenen Art, bei der insbesondere vorgesehen ist, dass die Belaghaltefederanordnung mehrteilig ausgebildet ist, wobei Belaghaltefederanordnung einen Anlageabschnitt und wenigstens ein an dem Anlageabschnitt angebrachtes Federelement aufweist, das an dem Anlageabschnitt gelenkig, insbesondere schwenkbar, angebracht ist. Bei dieser Belaghaltefederanordnung kann, wie vorstehend bereits im Detail erläutert, der Anlageabschnitt aus einem flächigen Material, insbesondere aus Blechmaterial gebildet sein. Ferner kann bei der Belaghaltefederanordnung gemäß der Erfindung vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Federelement über an dem Blechmaterial angeformte Haltezungen an dem Anlageabschnitt angebracht ist. Ferner ist es möglich, dass an dem Anlageabschnitt beidseits des Gehäusequerträgers jeweils ein Federelement angebracht ist, das von einem Drahtform-Federelement gebildet ist. Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Belaghaltefederanordnung sieht vor, dass das Drahtform-Federelement als geschlossener Bügel ausgebildet ist. Ferner kann bei der erfindungsgemäßen Belaghaltefeder vorgesehen sein, dass an dem Anlageabschnitt Halterungslaschen zum Positionieren und Fixieren des Anlageabschnitts vorgesehen sind, wobei die Haltelaschen quer zu einer Anlagefläche des Anlageabschnitts verlaufen.
- Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft anhand der beiliegenden Figuren erläutert. Es stellen dar:
-
1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Belaghaltefederanordnung; -
2 eine Baugruppe bestehend aus Belaghaltefederanordnung und Brems belaganordnungen in perspektivischer Ansicht; -
3 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Scheibenbremse mit entsprechender Belaghaltefederanordnung; -
4 ,5 Ansichten zur Erläuterung der an der Belaghaltefederanordnung gemäß1 im Betrieb auftretenden Kräfte; -
6 eine Darstellung zur Erläuterung der im Betrieb im Bereich der Bremsbelaganordnungen auftretenden Kräfte; -
7 eine weitere Darstellung zur Erläuterung der im Betrieb im Bereich der Bremsbelaganordnungen auftretenden Kräfte; -
8a ,8b Darstellungen zur Erläuterung der Wechselwirkung zwischen Belaghaltefederanordnung und Bremsbelaganordnungen; -
9 eine Darstellung einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Belaghaltefederanordnung in perspektivischer Ansicht; -
10 eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Scheibenbremse mit der Belaghaltefederanordnung gemäß9 ; -
11 ,12 Anordnungen zur Erläuterung der Wirkungsweise der Belaghaltefeder gemäß9 . - In
1 ist eine erfindungsgemäße Belaghaltefederanordnung in perspektivischer Ansicht gezeigt und allgemein mit10 bezeichnet. Diese setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen und umfasst einen flächigen aus einem Blechteil geformten Anlageabschnitt12 , an dem zwei bügelartige Federelemente14 und16 angeordnet sind. Die Federelemente14 und16 sind aus einem Draht aus federndem Material, insbesondere Federstahl, geformt und besitzen T-Form mit einem mittleren Steg18 mit zwei parallel verlaufenden Drahtabschnitten und einem Quersteg20 . Die als Stützabschnitte ausgebildeten freien Enden22 und24 des Federelements14 sind nach oben abgewinkelt. Die Federelemente14 und16 sind gelenkig an dem Anlageabschnitt12 angebracht. Hierfür dienen Haltezungen26 , die an dem Anlageabschnitt12 einstückig angeformt sind und zueinander entlang einer Schwenkachse A bzw. B ausgerichtet verlaufende Abschnitte des Federdrahts angreifen, d. h. diese mit gering fügigem Spiel umgreifen. Dadurch wird eine Art Scharnier gebildet, das es ermöglicht, dass die Federelemente14 und16 relativ zum Anlageabschnitt12 um die Achse A bzw. B verschwenken können. - Der Anlageabschnitt
12 umfasst ferner Haltelaschen28 ,30 ,32 ,34 , die, wie nachfolgend noch im Detail erläutert werden wird, zum Positionieren und Fixieren der Belaghaltefederanordnung10 am Gehäuse einer Scheibenbremse dienen. Die Haltelaschen sind aus der Ebene des Anlageabschnitts12 herausgebogen und besitzen abgerundete Form. Sie sind elastisch deformierbar. Zwischen zwei einander gegenüberliegenden Paaren aus Haltelaschen28 und32 bzw.30 und34 sind Aussparungen36 ,38 vorgesehen. -
2 zeigt, wie die Belaghaltefeder10 gemäß1 mit zwei Bremsbelaganordnungen40 ,42 zusammenwirkt. Jede Bremsbelaganordnung40 bzw.42 weist einen Belagträger44 bzw.46 auf, der aus einem plattenförmigen formstabilen Gebilde besteht. An jedem Belagträger44 bzw.46 ist ein Bremsbelag48 bzw.50 angeordnet. An den Belagträgern44 ,46 sind jeweils Vorsprünge52 bzw.54 sowie56 bzw.58 angeformt. Das bügelartige Federelement14 wirkt mit den Vorsprüngen52 und54 zusammen. Das Federelement16 drückt zwar von oben auf die Belagträger44 und46 , greift jedoch nicht an den Anlagevorsprüngen56 und58 an, wie an dem Zwischenraum60 zu erkennen. - In
3 erkennt man eine Einbausituation der erfindungsgemäßen Belaghaltefeder10 in einer erfindungsgemäßen Scheibenbremse62 . Diese umfasst ein Gehäuse64 mit einem Querträger66 . An dem Gehäusequerträger66 ist die Belaghaltefederanordnung10 angeordnet. Genauer gesagt umgreift sie den Querträger66 mit ihren Haltelaschen28 ,30 sowie32 und34 (nicht gezeigt), wobei diese geringfügig elastisch gespreizt werden. Ferner liegen die abgewinkelten freien Enden22 ,24 des Federelements14 seitlich an dem Gehäusequerträger66 an. Dadurch wird das Federelement14 sowie das Federelement16 nach unten auf die Bremsbelaganordnungen gedrückt. Das Federelement14 greift darüber hinaus noch an den Anlagevorsprüngen52 und54 an, um die Bremsbelaganordnungen40 ,42 auch in tangentialer Richtung bezüglich einer Drehachse der Bremsscheibe vorzuspannen. - In
4 erkennt man die Wirkung der Anlage des freien Endes22 an dem schematisch und strichliert gezeichneten Gehäusequerträger66 oberhalb des Anlageabschnitts12 . Ein gegenläufiges Drehmoment ergibt sich für das Federelement16 . -
5 zeigt die an der Belaghaltefederanordnung10 angreifenden Kräfte. Von den Bremsbelaganordnungen auf die Federelemente14 und16 einwirkenden Kräfte F1 resultieren in auf den in5 nicht gezeigten Gehäusequerträger einwirkende Querkräfte F2. -
6 verdeutlicht nochmals die wirkenden Kräfte in der Einbausituation. In dieser Einbausituation versucht die Bremsbelaganordnung40 die vorgespannten Federelemente14 und16 durch die Kräfte F1 nach oben zu drücken. Die schwenkbar an dem Anlageabschnitt12 angebrachten Federelemente14 und16 drehen sich unter elastischer Deformation um die Drehachsen A, B (siehe1 ). Dadurch baut sich die Kraft F2 auf, die auf den Gehäusequerträger66 einwirkt. Daraus resultiert eine Federkraft F3, die die Bremsbelaganordnung40 in gewünschter Weise auf in dem Gehäuse64 geführte Bolzen68 nach unten drückt. -
7 zeigt im Detail die aus der Formgebung des Federelements14 resultierenden Kräfte. Das Federelement14 weist verschiedene Funktionsabschnitte auf. Es ist insbesondere im Bereich seiner Querschenkel20 im unteren Abschnitt mit einem Winkel α gekrümmt, so dass es bei einer elastischen Deformation sowohl eine Radialkraft Fradial als auch eine Rückstellkraft Frückstell auf die bremsungsbedingt verlagerten Bremsbelaganordnungen40 ,42 ausübt. - In
8a und8b erkennt man die Folge des Zusammenwirkens zwischen dem Federelement14 und den Anlagevorsprüngen52 ,54 . Das Federelement ist so ausgeführt, dass es mit den Anlagevorsprüngen52 ,54 der Bremsbelaganordnungen40 ,42 derart zusammenwirkt, dass die Bremsbelaganordnungen40 ,42 in im Wesentlichen tangentialer Richtung bezüglich einer Drehachse der zwischen den Bremsbelaganordnungen40 ,42 aufgenommenen Bremsscheibe gedrückt werden. Diese Vorspannung ist durch die in8a und8b fett gedruckten Pfeile dargestellt, die eine Vorspannkraft F4 bezeichnen. -
9 zeigt eine zweite Ausführungsform für eine erfindungsgemäße Belaghaltefederanordnung. Zur Beschreibung dieser zweiten Ausführungsform werden für gleiche oder gleichwirkende Komponenten dieselben Bezugszeichen verwendet wie bei der ersten Ausführungsform gemäß1 bis8 , jedoch mit dem Kleinbuchstaben „a” nachgestellt. - Die zweite Ausführungsform gemäß
9 unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform gemäß1 lediglich darin, dass die beiden Federelemente14a und16a nicht gleichartig ausgebildet sind. Das Federelement14a entspricht dem Federelement14 gemäß1 . Das Federelement16a jedoch hat freie Enden70a ,72a , die nicht wie die Enden22a ,24a nach oben abgewinkelt sind. Vielmehr sind die freien Enden70a ,72a über längere Verbindungsstege74a ,76a an den Haltelaschen32a ,34a vorbeigeführt und erstrecken sich seitlich etwa parallel zum Anlageabschnitt12a . Beide Federelemente14a und16a sind wiederum über entsprechende Haltezungen26a an dem Anlageabschnitt12a der Belaghaltefederanordnung10a verschwenkbar gelagert. - In
10 erkennt man die Einbausituation der Belaghaltefederanordnung10a in eine Scheibenbremse62a . Wiederum ist die Belaghaltefederanordnung10a über die Haltelaschen32a und34a und die in10 verdeckten gegenüberliegenden Haltelaschen an dem Gehäusequerträger66a fixiert und positioniert. Ferner erkennt man, dass die freien Enden70a und72a des Federelements16a sich unter den Gehäusequerträger66a erstrecken. In der Folge ist es möglich, das Federelement16a an seinem Querschenkel80a an Rastvorsprüngen der Anlagevorsprünge56a und58a zu verrasten, so dass eine vorspannungsbedingte Kraftübertragung in10 nach oben möglich ist. Dies ist im Detail in11 gezeigt, wobei der Gehäusequerträger weggelassen wurde. In der Folge einer entsprechenden Verrastung und der durch elastische Deformation der Federelemente14a und16a auftretenden Federkräfte kommt es zu den in11a gezeigten resultierenden Kräften F5 und F6, um so eine gewünschte Vorspannung der Belaganordnungen40a und42a zu erreichen. - Das Federelement
14a drückt die Bremsbelaganordnungen40a und42a im Bereich der Vorsprünge52a und54a gemäß der Kraft F5 nach unten. Hingegen zieht das die Rastnasen der Vorsprünge56a und58a hintergreifende Federelement16a aufgrund seiner Vorspannung die Bremsbelaganordnungen40a und42a entsprechend der Kraft F6 nach oben. - Dadurch lässt sich eine gezielte Ausrichtung und Vorspannung der Bremsbelaganordnungen in dem Gehäuse der Scheibenbremse
62a erreichen. -
12 zeigt die Bremsbelaganordnung42a nochmals in der Seitenansicht mit Belaghaltefederanordnung10a , wobei das Federelement16a unter die Rastnase am Anlagevorsprung58a eingerastet ist. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - US 6260670 B1 [0002]
- - US 4392561 [0003, 0004]
- - US 3243017 [0004]
Claims (22)
- Scheibenbremse (
62 ) für eine Kraftfahrzeugbremsanlage mit – einem rahmenartigen Gehäuse (64 ), – wenigstens zwei in dem rahmenartigen Gehäuse (64 ) aufgenommenen Bremsbelaganordnungen (40 ,42 ), zwischen denen eine um eine Drehachse drehbare Bremsscheibe aufnehmbar ist und – wenigstens einer die Bremsbelaganordnungen (40 ,42 ) positionierenden Belaghaltefederanordnung (10 ), wobei die Belaghaltefederanordnung (10 ) an einem in dem rahmenartigen Gehäuse (64 ) angeordneten Gehäusequerträger (66 ) angebracht ist und wobei die Belaghaltefederanordnung (10 ) an den Bremsbelaganordnungen (40 ,42 ) positionierend angreift, dadurch gekennzeichnet, dass die Belaghaltefederanordnung (10 ) mehrteilig ausgebildet ist, wobei Belaghaltefederanordnung einen Anlageabschnitt (12 ) aufweist, mit dem sie an dem Gehäusequerträger (66 ) fixierbar ist, und wenigstens ein an dem Anlageabschnitt (12 ) angebrachtes Federelement (14 ,16 ) aufweist, mit dem sie federnd an wenigstens einer der Bremsbelaganordnungen (40 ,42 ) angreift. - Scheibenbremse (
62 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement (10 ) an dem Anlageabschnitt (12 ) gelenkig, insbesondere schwenkbar, angebracht ist. - Scheibenbremse (
62 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlageabschnitt (12 ) aus einem flächigen Material, insbesondere Blechmaterial, gebildet ist. - Scheibenbremse (
62 ) nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement (14 ,16 ) über an dem Blechmaterial angeformte Haltezungen (26 ) an dem Anlageabschnitt (12 ) angebracht ist. - Scheibenbremse (
62 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Anlageabschnitt (12 ) beidseits des Gehäusequerträgers (66 ) jeweils ein Federelement (14 ,16 ) angebracht ist. - Scheibenbremse (
62 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement (14 ,16 ) von einem Drahtform-Federelement gebildet ist. - Scheibenbremse (
62 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Drahtform-Federelement als geschlossener Bügel ausgebildet ist. - Scheibenbremse (
62 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement (14 ,16 ) Stützabschnitte (22 ,24 ) aufweist, mit denen es sich federnd an dem Gehäusequerträger (66 ) abstützt. - Scheibenbremse (
62 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stützabschnitte (70a ,72a ) seitlich an dem Gehäusequerträger (66a ) abstützen. - Scheibenbremse (
62a ) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stützabschnitte (70a ,72a ) unterhalb des Gehäusequerträgers (66a ) abstützen. - Scheibenbremse (
62 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Bremsbelaganordnungen (40 ,42 ) einen Anlagevorsprung (52 ,54 ,56 ,58 ) aufweist, an dem das wenigstens eine Federelement (14 ,16 ) vorspannend angreift. - Scheibenbremse (
62 ) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement derart an der wenigstens einem Bremsbelaganordnung (40 ,42 ) angreift, dass diese bezüglich der Drehachse in tangentialer oder/und in radialer Richtung vorgespannt ist. - Scheibenbremse (
62 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Anlageabschnitt (12 ) Halterungslaschen (28 ,30 ,32 ,34 ) vorgesehen sind, mit denen sich die Belaghaltefederanordnung (10 ) positionierend an dem Gehäusequerträger (66 ) abstützt. - Scheibenbremse (
62 ) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltelaschen (28 ,30 ,32 ,34 ) quer zu einer Anla gefläche des Anlageabschnitts (12 ) verlaufen und die Belaghaltefederanordnung (10 ) quer zur Achsrichtung relativ zu dem Gehäusequerträger (66 ) positionieren. - Scheibenbremse (
62 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den axialen Enden des Anlageabschnitts (12 ) Aussparungen (36 ,38 ) vorgesehen sind, die zumindest abschnittsweise an dem Gehäusequerträger (66 ) angreifen. - Belaghaltefederanordnung (
10 ) für eine Scheibenbremse (62 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Belaghaltefederanordnung (10 ) mehrteilig ausgebildet ist, wobei Belaghaltefederanordnung (10 ) einen Anlageabschnitt (12 ) und wenigstens ein an dem Anlageabschnitt (12 ) angebrachtes Federelement (14 ,16 ) aufweist, das an dem Anlageabschnitt (12 ) gelenkig, insbesondere schwenkbar, angebracht ist. - Belaghaltefederanordnung (
10 ) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlageabschnitt (12 ) aus einem flächigen Material, insbesondere Blechmaterial, gebildet ist. - Belaghaltefederanordnung (
10 ) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement (14 ,16 ) über an dem Blechmaterial angeformte Haltezungen (26 ) an dem Anlageabschnitt (12 ) angebracht ist. - Belaghaltefederanordnung (
10 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Anlageabschnitt (12 ) beidseits des Gehäusequerträgers (66 ) jeweils ein Federelement (14 ,16 ) angebracht ist, das von einem Drahtform-Federelement gebildet ist. - Belaghaltefederanordnung (
10 ) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Drahtform-Federelement als geschlossener Bügel ausgebildet ist. - Belaghaltefederanordnung (
10 ) nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Anlageabschnitt (12 ) Halterungslaschen (28 ,30 ,32 ,24 ) zum Positionieren und Fixieren des Anlageabschnitts (12 ) vorgesehen sind, wobei die Haltelaschen (28 ,30 ,32 ,34 ) quer zu einer Anlagefläche des Anlageabschnitts (12 ) verlaufen. - Belaghaltefederanordnung (
10 ) nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass an den axialen Enden des Anlageabschnitts (12 ) Aussparungen (36 ,38 ) vorgesehen sind, die zumindest abschnittsweise an dem Gehäusequerträger (66 ) angreifen.
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