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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen neuen Urankatalysator, ein
Verfahren zu dessen Herstellung durch Fällung aus einer
Lösung sowie dessen Verwendung im Zuge von Verfahren zur
Herstellung von Chlor aus Chlorwasserstoff.
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Nahezu
die gesamte, technische Produktion von Chlor erfolgt heutzutage
durch Elektrolyse wässriger Kochsalzlösungen.
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Ein
wesentlicher Nachteil solcher Chloralkalielektrolyseverfahren ist
jedoch, dass neben dem erwünschten Reaktionsprodukt Chlor
auch Natronlauge in großer Menge anfällt. Somit
ist die produzierte Menge an Natronlauge direkt mit der Menge an
produziertem Chlor gekoppelt. Die Nachfrage nach Natronlauge ist aber
nicht an die Nachfrage nach Chlor gekoppelt, so dass insbesondere
in der jüngeren Vergangenheit die Verkaufserlöse
für dieses Nebenprodukt stark zurückgegangen sind.
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Verfahrenstechnisch
bedeutet dies, dass in solchen Chloralkalielektrolyseverfahren Energie
in einem Produkt gebunden vorliegt, welchem eine Kompensation für
den Aufwand für diese Energie nicht in ausreichendem Maße
gegenübersteht.
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Eine
Alternative zu solchen Verfahren bietet das bereits 1868 von „Deacon” entwickelte
und nach ihm benannte „Deacon-Verfahren”, bei
dem Chlor durch heterogen katalytische Oxidation von Chlorwasserstoff
unter gleichzeitiger Bildung von Wasser gebildet wird. Der wesentliche
Vorteil dieses Verfahren ist, dass es von der Natronlaugenherstellung
entkoppelt ist. Darüber hinaus ist das Vorprodukt Chlorwasserstoff
einfach zugänglich; es fällt in großen
Mengen beispielsweise bei Phosgenierungsreaktionen, etwa bei der
Isocyanat-Herstellung an, bei denen wiederum das produzierte Chlor über
das Zwischenprodukt Phosgen bevorzugt verwendet wird.
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Nach
dem Stand der Technik werden bevorzugt Katalysatoren umfassend Übergangsmetalle
und/oder Edelmetalle für die Umsetzung von Chlorwasserstoff
zu Chlor verwendet.
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So
offenbart etwa die
WO 2007
134771 , dass Katalysatoren enthaltend mindestens eines
der Elemente Kupfer, Kalium, Natrium, Chrom, Cer, Gold, Eismut,
Ruthenium, Rhodium, Platin sowie die Elemente der VIII. Nebengruppe
des Periodensystems der Elemente hierfür verwendet werden
können. Es wird weiter offenbart, dass die Oxide, Halogenide
oder gemischte Oxide/Halogenide der vorgenannten Elemente bevorzugt verwendet
werden. Insbesondere bevorzugt sind Kupferchlorid, Kupferoxid, Kaliumchlorid,
Natriumchlorid, Chromoxid, Bismutoxid, Rutheniumoxid, Rutheniumoxid,
Rutheniumchlorid, Rutheniumoxychlorid sowie Rhodiumoxid.
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Gemäß der
Offenbarung der
WO 2007 134771 zeichnen
sich diese Katalysatoren durch eine besonders hohe Aktivität
für den Umsatz von Chlorwasserstoff zu Chlor aus.
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In
der
WO 2004 052776 wird
offenbart, dass es ein allgemein bekanntes Problem auf dem Gebiet
der heterogen katalytischen Oxidation von Chlorwasserstoff zu Chlor
sei, dass sich in den Verfahren sogenannte „Hot-Spots” bilden.
Diese „Hot-Spots” bezeichnen Orte einer überproportionalen
Temperaturerhöhung, die gemäß der Offenbarung
der
WO 2004 052776 zur
Zerstörung des Katalysatormaterials führen können.
Die
WO 2004 052776 offenbart
als Lösungsansatz zu diesem technischen Problem die Ausführung
eines gekühlten Verfahrens in Rohrbündeln.
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Die
technische Lösung, die in der
WO 2004 052776 offenbart wird,
umfasst das Kühlen der Kontaktrohre. Die alternative technische
Lösung, die in der
WO
2007 134771 offenbart wird, umfasst das mehrstufig adiabate
Ausführen des Verfahrens mit Kühlung zwischen
den Stufen.
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Beide
technische Lösungen sind verfahrenstechnisch und apparativ
aufwändig und daher mindestens wirtschaftlich unvorteilhaft,
da in jedem Fall die Investitionskosten in die Apparate entweder
aufgrund einer komplizierten Ausführungsform im Falle der
WO 2004 052776 oder aufgrund
einer mehrfachen Ausführung einfacherer Ausführungsform
im Falle der
WO 2007 134771 beträchtlich
sind. Hinzu kommt in beiden Fällen der technisch unvorteilhafte
Effekt, dass unter Verwendung der dort offenbarten Katalysatoren
im Störfall eine Zerstörung derselben nicht auszuschließen
ist.
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Eine
weitere Alternative zur apparativ aufwändigen Lösung
der oben genannten Probleme in Bezug auf die Katalysatoren offenbart
die
EP 1 170 250 . Gemäß der
Offenbarung der
EP 1 170 250 wird
den zu hohen Temperaturen im Bereich der Reaktionszonen entgegengewirkt,
indem an den Reaktionsverlauf angepasste Katalysatorschüttungen
mit verminderter Aktivität des Katalysators verwendet werden.
Solche angepasste Katalysatorschüttungen werden beispielsweise
erzielt, indem die Katalysatorschüttungen mit Inertmaterial „verdünnt” werden
oder indem einfach Reaktionszonen mit geringerem Anteil an Katalysator
geschaffen werden.
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Das
in der
EP 170 250 offenbarte
Verfahren ist jedoch nachteilig, da durch eine solche „Verdünnung” Reaktionszonen
mit einer gewünscht niedrigen Raum-Zeit-Ausbeute geschaffen
werden. Dies geht aber zu Lasten des wirtschaftlichen Betriebs des
Verfahrens, da die Reaktionszonen, die insbesondere zu Beginn des Verfahrens
stark mit Inertmaterial verdünnt sind, zunächst
auf die Betriebstemperaturen erwärmt werden müssen.
Hierzu wird Energie aufgewendet, um das eigentlich zur Durchführung
der Reaktion nicht benötigte Inertmaterial mit zu erwärmen.
Nicht zuletzt ist auch gemäß der Offenbarung der
EP 1 170 250 eine Zerstörung
der Katalysatoren im Störfall nicht auszuschließen.
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In
der
DE 1 078 100 wird
offenbart, dass auch Katalysatoren umfassend Uran für die
heterogen katalytische Oxidation von Chlorwasserstoff zu Chlor verwendbar
sind. Die
DE 1 078 100 offenbart
weiter, dass solche Katalysatoren auch bei höheren Temperaturen
bis zu 480°C ohne Gefahr der Zerstörung verwendbar sind.
Die in der
DE 1 078 100 offenbarten
Katalysatoren umfassen Trägermaterialien, wie Kaolin, Kieselgel, Kieselgur,
Bimsstein u. a.. In der
DE 1
078 100 werden die Katalysatoren durch Aufbringen des Urans
aus der Lösung auf den Träger hergestellt. Es
wird nicht offenbart, dass die Katalysatoren durch Fällung
erhalten werden können. Weiter umfassen die offenbarten
Katalysatoren keine Uranate umfassend Natrium und Uran.
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Der
maximal erreichbare Umsatz der in der
DE
1 078 100 mit den Katalysatoren erreicht werden kann beträgt
62%, was gemessen an den gemäß der zuvor dargelegten
Offenbarungen möglichen Umsätze gering und damit
nachteilig ist. Dies gilt insbesondere, da in dem konkreten Ausführungsbeispiel,
in dem besagte 62% Umsatz erzielt werden, 600 cm
3 des
Reaktors mit dem Katalysator gefüllt sind. Das wiederum
bedeutet, dass bei den weiteren Angaben die Aktivität des
Katalysators recht gering zu sein scheint.
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In
der Patentschrift mit der internationalen Anmeldenummer
PCT/EP2008/005183 , werden
Uranoxidkatalysatoren offenbart, die in einer bevorzugten Weiterentwicklung
nur aus Uranoxid bestehen, oder die im allgemeinen Fall aus einem
Träger aus Uranoxid und einer weiteren katalytischen Komponente
bestehen. Solche weitere katalytisch aktive Komponenten können
etwa bereits in der
WO 2007
134771 offenbarte Stoffe sein. Die Katalysatoren umfassend
den Träger aus Uranoxid und eine weitere katalytisch aktive
Komponente können gemäß der
PCT/EP2008/005183 durch Imprägnieren
der weiteren katalytisch aktiven Komponente auf den Träger
aus Uranoxid erhalten werden. Es wird auch offenbart, dass die Katalysatoren
Promotoren umfassen können, wobei diese Alkali-, Erdalkali-
und Seltenerdmetalle insbesondere Natrium, Cäsium, Strontium, Barium
und/oder Cer sein können. Diese Promotoren werden aber
gemäß der
PCT/EP2008/005183 nachträglich
auf den Katalysator aufgebracht.
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Die
in der
PCT/EP2008/005183 offenbarten
Katalysatoren werden als besonders stabil offenbart, so dass diese
vorteilhaft gegenüber den Katalysatoren, die gemäß den
Offenbarungen der
WO 2004
052776 ,
WO 2007 134771 und
EP 1 170 250 verwendet werden,
sind. Die Katalysatoren weisen recht hohe Produktivitäten bei
Temperaturen von 540°C und 600°C gemäß der
Ausführungsbeispiele der
PCT/EP2008/005183 auf.
Allerdings bleiben diese immer noch hinter den möglichen
Produktivitäten, wie sie etwa mit anderen Katalysatoren gemäß den
Offenbarungen der
WO 2004
052776 ,
WO 2007 134771 und
EP 1 170 250 bei niedrigeren
Temperaturen zu erreichen wären, zurück. Es wurde
also zu Gunsten der Stabilität auf eine gewisse Aktivität
der Katalysatoren für die heterogen katalytische Oxidation
von Chlorwasserstoff zu Chlor verzichtet, was nachteilig ist.
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Ausgehend
vom Stand der Technik, besteht also nach wie vor die Notwendigkeit,
einen Katalysator zur heterogen katalytischen Oxidation von Chlorwasserstoff
zu Chlor zur Verfügung zu stellen, der in einem höheren
Temperaturbereich, ohne die Gefahr der nachhaltigen Schädigung,
verwendet werden kann und der gegenüber den anderen in
diesen Temperaturbereichen verwendbaren Katalysatoren eine erhöhte
Aktivität aufweist.
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Es
wurde nun überraschend gefunden, dass ein Katalysator zur
heterogen katalytischen Oxidation von Chlorwasserstoff zu Chlor,
dadurch gekennzeichnet, dass der Katalysator ein Uranat mindestens
eines Alkali- und/oder Erdalkalimetalls umfasst, diese Aufgabe lösen
kann.
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Uranate
bezeichnen im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung Stoffe
enthaltend Uran und Sauerstoff in jeder stöchiometrischen
oder nichtstöchiometrischen Zusammensetzung, die negative
Ladungen aufweisen.
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Bevorzugt
sind Uranate negativ geladene Stoffe mit einer Zusammensetzug von
UOX, wobei X eine reelle Zahl größer
1 aber kleiner oder gleich 5 ist.
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Das
im erfindungsgemäßen Katalysator enthaltene mindestens
eine Alkali- und/oder Erdalkalimetall bezeichnet im Zusammenhang
mit der vorliegenden Erfindung jeden Stoff der ersten oder zweiten
Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente.
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Bevorzugte
Alkali- und/oder Erdalkalimetalle sind jene ausgewählt
aus der Liste enthaltend Barium, Calcium, Cäsium, Kalium,
Lithium, Magnesium, Natrium, Rubidium und Strontium.
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Besonders
bevorzugt sind jene ausgewählt aus der Liste enthaltend
Barium, Calcium, Kalium, Magnesium und Natrium.
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Die
Uranate des mindestens einen Alkali- und/oder Erdalkalimetalls haben üblicherweise
eine allgemeine Zusammensetzung [Mq]2m/q[UnO3n+m]
mit n = 1, 2, 3, 6, 7, 13, 16 und m = 1, 2 oder 3 und q = 1 oder
2. Hierbei repräsentiert q die Anzahl positiver Ladungen,
die das Alkali- oder Erdalkalimetall aufweisen.
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Bevorzugte
Uranate von Alkali- oder Erdalkalimetallen sind Na6U7O24 oder Ba3U7O24.
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Besonders
bevorzugt ist das Natriumuranat Na6U7O24.
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Es
hat sich nun überraschend gezeigt, dass die erfindungsgemäßen
Katalysatoren die gleichen bevorzugten und hohen Stabilitäten
aufweisen, wie sie bereits in der
PCT/EP2008/005183 offenbart
wurden, dass diese aber zugleich eine drastisch gesteigerte Aktivität
für die heterogen katalytische Oxidation von Chlorwasserstoff
zu Chlor aufweisen.
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Der
erfindungsgemäße Katalysator kann auch noch weitere
Stoffe neben dem Uranat mindestens eines Alkali- und/oder Erdalkalimetalls
umfassen.
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In
alternativen Ausführungsformen umfasst der Katalysator
neben dem Uranat mindestens eines Alkali- und/oder Erdalkalimetalls
auch noch Uranoxid.
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Uranoxid
bezeichnet im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung stöchiometrische
und nichtstöchiometrische Stoffe enthaltend Uran und Sauerstoff.
Beispiele für stöchiometrische Stoffe sind etwa
UO3, UO2 und UO.
Mögliche, etwa aus Gemischen dieser Spezies resultierende
nichtstöchimoetrischen Stoffe im Sinne dieser Erfindung,
sind etwa U3O5,
U2O5, U3O7, U3O8,
U4O9 und U13O34. Bevorzugte
Uranoxide haben eine allgemeine Zusammensetzung von mehr als UO2 bis UO2,9, wobei
diese Uranoxide gemäß der allgemeinen Formel UOX mit 2 < X ≤ 2,9
als Uranoxide oder deren Mischungen zu verstehen sind und X lediglich
das stöchiometrische Verhältnis zwischen Uran
und Sauerstoff in der Verbindung angibt.
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In
anderen alternativen Ausführungsformen umfasst der Katalysator
neben dem Uranat mindestens eines Alkali- und/oder Erdalkalimetalls
auch noch Salze und/oder Oxide von Alkali- und/oder Erdalkalimetallen.
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Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
zur Herstellung der erfindungsgemäßen Katalysatoren,
dadurch gekennzeichnet, dass
- a) ein Uransalz
durch Zugeben einer starken Alkali- und/oder Erdalkalilauge aus
einer homogenen, wässrigen Lösung erhaltend ein
Fällprodukt A ausgefällt wird, und
- b) das Fallprodukt A nachfolgend von der wässrigen
Lösung getrennt und getrocknet wird.
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Uransalz
bezeichnet im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung jede Verbindung
umfassend mindestens ein Ion des Elements Uran mit mindestens einem
Gegen-Ion, wobei die Gesamtheit der gegebenenfalls mehreren Gegen-Ionen
insgesamt so viele entgegengesetzte Ladungen trägt, wie
die Gesamtheit der gegebenenfalls enthaltenen mehreren Uran-Ionen.
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Die
Uran-Ionen in dem erfindungsgemäßen Uransalz können
zweifach, dreifach, vierfach, fünffach oder sechsfach positiv
geladen sein. Bevorzugt sind die Uran-Ionen im Uransalz vier-, fünf-
oder sechsfach positiv geladen. Besonders bevorzugt sind die Uran-Ionen
des Uransalzes sechsfach positiv geladen.
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Bevorzugte
Uransalze sind Uranyloxidacetat UO2Ac2 und Uranyloxidnitrat UO2(NO3)2.
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Diese
Uransalze sind besonders vorteilhaft, weil sie sich in wässrigen
Lösungen in hohen Anteilen auflösen lassen und
zugleich die Acetat und Nitratreste mit den Alkali- und/oder Erdalkalimetall-Ionen
der Alkali- und/oder Erdalkalilaugen in Wasser vollständig
dissoziiert vorliegen, so dass diese nicht zusammen mit dem Fällprodukt
A ausfallen und das Fallprodukt verunreinigen.
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Außerdem
sind diese Uransalze besonders vorteilhaft, weil sie beim Trocknen
gemäß Schritt b), bei den bevorzugten Temperaturen
in gasförmige Stickoxide oder gasförmige Kohlenstoffoxide,
wie Kohlenstoffmonoxid oder Kohlenstoffdioxid umgesetzt werden und
somit den erhaltenen Katalysator damit auch nicht mehr verunreinigen
können.
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Starke
Alkali- und/oder Erdalkalilaugen bezeichnen im Zusammenhang mit
der vorliegenden Erfindung Laugen, die mindestens ein Ion eines
Alkali- und/oder Erdalkalimetalls umfassen.
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Bevorzugte
starke Alkali- und/oder Erdalkalilaugen sind solche, die einen pKs-Wert
von 9,25 oder mehr besitzen. Bevorzugt sind Laugen mit einem pKs-Wert
15 oder mehr.
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Besonders
bevorzugte Alkali- und/oder Erdalkalilaugen sind Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Calciumhydroxid, Strontiumhydroxid Bariumhydroxid
und/oder Natriumaluminate, wie etwa NaAl(OH)4.
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Die
im Verfahren gemäß dem Schritt a) vorliegende
homogene wässrige Lösung bezeichnet Lösungen,
in denen alle Stoffe molekular gelöst vorliegen.
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Damit
das Uransalz in der wässrigen Lösung molekular
gelöst vorliegt, ist es daher zweckmäßig,
dass die wässrige Lösung des Schritts a) vor Zugeben
der starken Lauge einen pH-Wert besitzt, der kleiner oder gleich
7 beträgt. Dem Fachmann sind geeignete Mittel bekannt,
dies zu erreichen.
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Durch
das erfindungsgemäße Verfahren werden gemäß Schritt
a) Vorprodukte der vorteilhaften erfindungsgemäßen
Katalysatoren umfassend ein Uranat mindestens eines Alkali- und/oder
Erdalkalimetalls erhalten, indem das Fällprodukt A zu diesem
Zeitpunkt als Mischform zwischen Uranoxid, Uranhydroxid, Alkali- und/oder
Erdalkaliuranat, Alkali- und/oder Erdalkalihydroxid und/oder eines
der Hydrate der vorgenannten, in der wässrigen Lösung
als Feststoff vorliegt.
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Die
Anteile der Alkali- und/oder Erdalkalihydroxide in dieser Mischform
resultieren aus der Tatsache, dass das Ausfällen aus der
Lösung diese zumindest teilweise mitreißt und
somit mit in das Fällprodukt A einschließt. Hierdurch
kann es auch dazu kommen, dass Uranoxid und/oder Uranhydoxid mit
vom Fällprodukt umfasst ist, welches sich noch nicht mit
den Alkali- und/oder Erdalkalimetall-Ionen zum Uranat umgelagert
hat.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird der Schritt a) so ausgeführt, dass die
starke Alkali- und/oder Erdalkalilauge gleichzeitig mit einer homogenen
wässrigen Lösung eines Uransalzes in einem Behälter
zugeführt wird, so dass das Uransalz aus dieser Lösung
als Fallprodukt A ausgefällt wird.
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Das
Ausfällen gemäß dem erfindungsgemäßen
Schritt a) als auch gemäß dem Schritt a) nach
der bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens, kann kontinuierlich
als auch diskontinuierlich erfolgen.
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Das
Ausfallen gemäß dem Schritt a) des Verfahrens
kann in dem Fachmann allgemein bekannten Vorrichtungen zur Erzielung
einer hohen Mischintensität zwischen der homogenen wässrigen
Lösung eines Uransalzes und der starken Alkali- und/oder
Erdalkalilauge erfolgen. Eine Übersicht über vorteilhafte
Vorrichtungen und Betriebsweisen insbesondere für kontinuierliche
Verfahren zum Ausfallen gibt zum Beispiel die
WO 2007 093337 .
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Bevorzugte
Vorrichtungen, in denen ein solches Ausfallen ausgeführt
wird, sind Düsen und/oder Mikromischer.
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Die
bevorzugten Vorrichtungen sind besonders vorteilhaft, weil sie in
vorteilhafter Weise in kontinuierliche Verfahren zur Herstellung
der erfindungsgemäßen Katalysatoren integrierbar
sind.
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Alternativ
kann das Ausfällen aber auch in gerührten Behältern
ausgeführt werden.
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Im
erfindungsgemäßen Schritt b) des Verfahrens wird
das Fällprodukt A vom Wasser getrennt und durch das Trocknen
die gegebenenfalls noch vorhandene Mischform zwischen Uranoxid,
Uranhydroxid, Alkali- und/oder Erdalkaliuranat, Alkali- und/oder
Erdalkalihydroxid und/oder eines der Hydrate der vorgenannten in das
erfindungsgemäße Uranat mindestens eines Alkali-
und/oder Erdalkalimetalls überführt, bzw. gegebenenfalls
weiter vorhandene Uranhydroxide und/oder Uranoxidhydrate in Uranoxid überführt.
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Der
Schritt b) des erfindungsgemäßen Verfahrens kann
gemäß dem Fachmann allgemein bekannten Ausführungsformen
erfolgen.
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Das
Abtrennen von Wasser gemäß dem Schritt b) des
erfindungsgemäßen Verfahrens kann etwa durch Zentrifugieren,
Abfiltrieren, Gefriertrocknen oder andere allgemein bekannte Verfahren
unter Verwendung von ebenfalls dem Fachmann allgemein bekannten
Vorrichtungen erfolgen.
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Das
Trocknen gemäß dem Schritt b) des erfindungsgemäßen
Verfahrens kann unter Atmosphärendruck (1013 hPa) oder
gegenüber Atmosphärendruck verringertem Druck
erfolgen, wobei es bevorzugt ist, das Trocknen unter gegenüber
Atmosphärendruck verringertem Druck auszuführen.
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Gleichzeitig
kann das Trocknen bei Raumtemperatur (23°C) oder bei gegenüber
Raumtemperatur erhöhter Temperatur erfolgen, wobei es bevorzugt
ist, das Trocknen bei gegenüber Raumtemperatur erhöhter Temperatur
auszuführen.
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Besonders
bevorzugt ist es, das Trocknen bei Temperaturen von 500°C
bis 1500°C auszuführen.
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Das
Trocknen kann in alternativen Ausführungsformen des Schritts
b) des erfindungsgemäßen Verfahrens auch in mehreren
Stufen ausgeführt werden. Bevorzugt wird in solchen alternativen
Ausführungsformen ein Vortrocknen bei Raumtemperatur bis
250°C vorgesehen und ein Nachtrocknen bei Temperaturen
von 500°C bis 1500°C.
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Solche
Temperaturen von 500°C bis 1500°C sind besonders
vorteilhaft, weil hierdurch sicher alle gegebenenfalls noch im Fällprodukt
A enthaltenen Hydroxide und Hydrate damit zu Oxiden und/oder Salzen
umgewandelt werden und somit die erfindungsgemäßen
Uranate mindestens eines Alkali- und/oder Erdalkalimetalls bevorzugt
gebildet werden.
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Das
erfindungsgemäße Trocknen bzw. das Nachtrocknen
gemäß der alternativen Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens bei 500°C
bis 1500°C kann insofern auch unter dem, dem Fachmann allgemein
bekannten Begriff des „Kalzinierens”, zusammengefasst
werden.
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In
einer ebenfalls bevorzugten Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird zwischen dem Schritt a) und dem Schritt b) des Verfahrens
ein Waschen des Fällproduktes A vorgesehen. Dieses Waschen
erfolgt bevorzugt mit Wasser.
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Ein
solches Waschen ist vorteilhaft, weil hiermit Reste von Alkali-
und/oder Erdalkalilauge oder Uransalz, die sich auf der Oberfläche
des Fällproduktes A gegebenenfalls niedergeschlagen haben
abgewaschen werden können, so dass die nach dem Schritt
b) des erfindungsgemäßen Verfahrens erhaltenen
Katalysatoren an der Oberfläche die gewünschte
Zusammensetzung aufweisen.
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Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Verfahren zur
Herstellung von Chlor, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Reaktionszone
Chlorwasserstoff in Gegenwart von Uranaten mindestens eines Alkali-
und/oder Erdalkalimetalls zu Chlor oxidiert wird.
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Solche
Verfahren werden bevorzugt bei Temperaturen oberhalb von 400°C
in einer Reaktionszone betrieben.
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Der
Betrieb bei solchen Temperaturen ist besonders vorteilhaft, weil
die Uranate mindestens eines Alkali- und/oder Erdalkalimetalls insbesondere
bei diesen Temperaturen besonders aktiv, gleichzeitig aber stabil sind.
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Dem
Fachmann ist allgemein bekannt, dass die Reaktionsgeschwindigkeit
einer chemischen Reaktion im Allgemeinen mit der Temperatur, bei
der diese ausgeführt wird, steigt. Somit sind die hier
offenbarten erfindungsgemäßen Verfahren zur Oxidation
von Chlorwasserstoff zu Chlor besonders vorteilhaft, weil damit
erstmalig die erhöhten Reaktionsgeschwindigkeiten für
die technische Produktion von Chlor aus Chlorwasserstoff erreicht
werden können, ohne dass die Katalysatoren hierdurch zerstört
würden.
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Die
erfindungsgemäßen Katalysatoren, die bevorzugt
nach dem hier vorgestellten Verfahren hergestellt werden, finden
bevorzugt in den vorgenannten Verfahren zur Herstellung von Chlor
Verwendung, da überraschend gefunden wurde, dass sie temperaturstabil
aber zugleich wesentlich aktiver als Katalysatoren für
die vorgenannte Oxidation von Chlorwasserstoff zu Chlor sind, als
vergleichbar stabile Katalysatoren.
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Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Verwendung
von Uranaten mindestens eines Alkali- und/oder Erdalkalimetalls
als Katalysator zur Oxidation von Chlorwasserstoff zu Chlor.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen näher
erläutert, ohne sie jedoch dadurch hierauf zu begrenzen.
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Eine
Ausprägung einer bevorzugten Variante dieser Erfindung
ist in 1 dargestellt, ohne dass die Erfindung darauf
begrenzt ist. Nicht erfindungsgemäße Varianten
sind in den 2 bis 3 dargestellt.
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1 zeigt
ein Pulver-Röntgendiffraktogramm a) eines erfindungsgemäßen
Katalysators umfassend Na6U7O24, der gemäß dem Beispiel
1 hergestellt wurde, sowie hierunter idealisierte Spektren, die
zur Identifikation der Phasen U3O8 b), wie auch Na6U7O24 c) gemäß Beispiel
1 verwendet wurden. Dargestellt ist jeweils die Intensität
des Röntgensignals (I) über dem Winkelmaß 20.
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2 zeigt
ein Pulver-Röntgendiffraktogramm a) eines nicht erfindungsgemäßen
Katalysators, der gemäß dem Gegenbeispiel 1 hergestellt
wurde, sowie hierunter ein idealisiertes Spektrum, das zur Identifikation
der Phase U3O8 b)
verwendet wurde. Dargestellt ist die Intensität des Röntgensignals
(I) über dem Winkelmaß 20.
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3 zeigt
ein Pulver-Röntgendiffraktogramm a) eines weiteren nicht
erfindungsgemäßen Katalysators, der gemäß dem
Gegenbeispiel 2 hergestellt wurde, sowie hierunter ein idealisiertes
Spektrum, das zur Identifikation der Phase U3O8 b) verwendet wurde. Dargestellt ist wieder
die Intensität des Röntgensignals (I) über
dem Winkelmaß 20.
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Beispiele
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Beispiel 1: Herstellen eines erfindungsgemäßen
Katalysators
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In
einem Dreihalskolben mit Magnetrührer, pH-Messvorrichtung
und Tropftrichter wurden 60 ml destilliertes Wasser vorgelegt.
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In
einem ersten Becherglas wurde zunächst eine Lösung
aus 2 g Uranylacetat-dihydrat (Fa. Riedelde-Haen) in 35 ml destilliertem
Wasser durch Einwiegen hergestellt.
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In
einem weiteren Becherglas wurden 50 ml einer 0,5 molaren NaOH Lösung
bereitgehalten.
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Der
Inhalt von Becherglas und weiterem Becherglas wurde nun über
Tropftrichter in den Dreihalskolben durch Zutropfen hinzugegeben.
Hierbei wurde insbesondere der Inhalt des weiteren Becherglases
so zugegeben, dass ein pH-Wert von 10,5, gemessen durch die pH-Messvorrichtung,
konstant eingehalten wurde. Innerhalb kurzer Zeit bildete sich im
Dreihalskolben ein trüber Niederschlag.
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Der
so erhaltene Feststoff wurde über eine Nutsche abfiltriert
und mit destilliertem Wasser so lange gewaschen, bis das Waschwasser
neutral (pH ≈ 7) war.
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Anschließend
wurde der Feststoff unter Luft und Umgebungsdruck für 2
h bei 90°C vorgetrocknet und nachfolgend 4 h bei 800°C
nachgetrocknet.
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Es
wurden hiernach etwa 1,3 g eines weißen Feststoffs erhalten,
der anschließend einer Pulver-Röntgendiffraktometrischen
Messung zugeführt wurde (Reflexions-Diffraktometer D5000
mit automatischer Aperturblende, Fa. Bruker AXS; Analyse nach Methode
des Herstellers), wobei eine Phase enthaltend Na6U7O24 neben einer
U3O8-Phase identifiziert
wurde (vgl. 1).
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Beispiel 2 (Vergleichsbeispiel): Herstellen
eines ersten nicht erfindungsgemäßen Katalysators
durch Pyrolyse
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1
g Uranylacetat-dihydrat (Fa. Riedel-de-Haen) wurden 2 h bei 300°C
vorgetrocknet und anschließend 4 h bei 800°C in
einem Muffelofen unter Luft behandelt.
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Es
wurden 0,7 g eines schwarzen Pulvers erhalten. Das so hergestellte
Pulver wurde analog zu Beispiel 1 Pulver-Röntgendiffraktometrisch
untersucht, wobei ausschließlich eine U3O8-Phase identifiziert wurde (vgl. 2).
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Beispiel 3 (Vergleichsbeispiel): Herstellen
eines weiteren nicht erfindungsgemäßen Katalysators
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2
g pulverförmiges Uran(V/VI)-Oxid (Fa. Strem Chemicals)
wurden über Nacht bei 150°C in einem Trockenschrank
bei Umgebungsdruck vorgetrocknet und anschließend 2 h unter
Luft bei 800°C behandelt.
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Das
Pulver wurde analog zu Beispiel 1 Pulver-Röntgendiffraktometrisch
untersucht, wobei ausschließlich eine U3O8-Phase identifiziert wurde (vgl. 3).
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Beispiele 4–6: Verwendung der
Katalysatoren aus den Beispielen 1–3 für die heterogen
katalytische Oxidation von Chlorwasserstoff zu Chlor bei 400°C
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0,2
g der gemäß Beispiele 1 bis 3 erhaltenen Stoffe
wurden händisch in einem Mörser gemahlen und als
Gemisch mit 1 g Quarzsand (100–200 μm) in ein
Quarzreaktionsrohr (Durchmesser 10 mm) eingebracht.
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Das
Quarzreaktionsrohr wurde auf 400°C erwärmt und
im Folgenden bei dieser Temperatur betrieben.
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Es
wurde ein Gasgemisch aus 80 ml/min Chlorwasserstoff und 80 ml/min
Sauerstoff durch das Quarzreaktionsrohr geleitet.
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Nach
30 Minuten wurde der Produktgasstrom für 10 Minuten in
eine 16 Gew.-%ige Kaliumiodidlösung geleitet und das entstandende
Iod mit einer 0,1 N Thiosulfatlösung zurücktitriert,
um die eingeleitete Chlormenge zu ermitteln.
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Hieraus
wurden die in Tabelle 1 gezeigten Aktivitäten der Stoffe
gemäß der Beispiele 1 bis 3 bei 400°C berechnet.
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Die
Aktivität wurde in allen Fällen gemäß der
allgemeinen Formel
errechnet.
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Beispiele 7–9: Verwendung der
Katalysatoren aus den Beispielen 1–3 für die heterogen
katalytische Oxidation von Chlorwasserstoff zu Chlor bei 500°C
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Es
wurden Versuche analog zu jenen der Beispiele 4–6 durchgeführt,
wobei als einziger Unterschied nun das Quarzreaktionsrohr auf 500°C
erwärmt und im Folgenden bei dieser Temperatur betrieben
wurde.
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Hieraus
wurden analog zu den Beispielen 4–6 die in Tabelle 1 gezeigten
Aktivitäten der Stoffe gemäß den Beispielen
1 bis 3 bei 500°C berechnet.
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Beispiele 10–12: Verwendung der
Katalysatoren aus den Beispielen 1-3 für die heterogen
katalytische Oxidation von Chlorwasserstoff zu Chlor bei 540°C
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Es
wurden Versuche analog zu jenen der Beispiele 4-6 durchgeführt,
wobei als einziger Unterschied nun das Quarzreaktionsrohr auf 540°C
erwärmt und im Folgenden bei dieser Temperatur betrieben
wurde.
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Hieraus
wurden analog zu den Beispielen 4-6 die in Tabelle 1 gezeigten Aktivitäten
der Stoffe gemäß den Beispielen 1 bis 3 bei 540°C
berechnet.
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Beispiele 13-15: Verwendung der Katalysatoren
aus den Beispielen 1-3 für die heterogen katalytische Oxidation
von Chlorwasserstoff zu Chlor bei 600°C
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Es
wurden Versuche analog zu jenen der Beispiele 4-6 durchgeführt,
wobei als einziger Unterschied nun das Quarzreaktionsrohr auf 600°C
erwärmt und im Folgenden bei dieser Temperatur betrieben
wurde.
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Hieraus
wurden analog zu den Beispielen 4-6 die in Tabelle 1 gezeigten Aktivitäten
der Stoffe gemäß den Beispielen 1 bis 3 bei 600°C
berechnet. Tabelle
1: Ergebnisse der Beispiele 4 bis 15 für die Stoffe gemäß den
Beispielen 1 bis 3
| Beispiel | Katalysator
gemäß | Aktivitäten
bei 400°C [kgCl2/kgKat·h] | Aktivitäten
bei 500°C [kgCl2/kgKat·h] | Aktivitäten
bei 540°C [kgCl2/kgKat·h] | Aktivitäten
bei 600°C [kgCl2/kgKat·h] |
| 4,
7, 10, 13 | Beispiel
1 | 0,56 | 5,24 | 7,84 | 10,6 |
| 5,
8, 11, 14 | Beispiel
2 | 0,56 | 3,00 | 4,46 | 6,98 |
| 6,
9, 12, 15 | Beispiel
3 | 0,71 | 2,66 | 4,89 | 6,34 |
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Aus
der Tabelle 1 geht hervor, dass der erfindungsgemäße
Katalysator gemäß dem Beispiel 1 insbesondere
bei Temperaturen ab 500°C deutlich höhere Aktivität
für die heterogen katalytische Oxidation von Chlorwasserstoff
zu Chlor aufweist, als die Katalysatoren, wie sie ähnlich
aus dem Stand der Technik erhalten werden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - WO 2007134771 [0007, 0008, 0010, 0011, 0016, 0017, 0017]
- - WO 2004052776 [0009, 0009, 0009, 0010, 0011, 0017, 0017]
- - EP 1170250 [0012, 0012, 0013, 0017, 0017]
- - EP 170250 [0013]
- - DE 1078100 [0014, 0014, 0014, 0014, 0015]
- - EP 2008/005183 [0016, 0016, 0016, 0017, 0017, 0028]
- - WO 2007093337 [0048]