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Die
Erfindung betrifft ein nach dem Laufzeitprinzip arbeitendes Füllstandsmessgerät
zur Füllstandsmessung von in Behältern befindlichen
Füllgütern, mit dem auf unterschiedlichen Signalwegen
Mikrowellensignale in den Behälter gesendet und deren zugehörige
an der Füllgutoberfläche reflektierten Echosignale
nach einer vom Füllstand abhängigen Laufzeit wieder
empfangen werden und anhand von deren Laufzeiten die Füllstände
bestimmt werden.
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Derartige
berührungslos arbeitende Messgeräte werden in
einer Vielzahl von Industriezweigen eingesetzt, z. B. in der verarbeitenden
Industrie, in der Chemie oder in der Lebensmittelindustrie.
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Typischer
Weise wird das Füllstandsmessgerät oberhalb des
Füllguts montiert und dessen Antenne auf das Füllgut
ausgerichtet.
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Zur
Bestimmung der Laufzeiten können alle bekannten Verfahren
angewendet werden, die es ermöglichen, verhältnismäßig
kurze Entfernungen mittels reflektierter Mikrowellen zu messen.
Die bekanntesten Beispiele sind das Pulsradar und das frequenzmodulierte
Dauerstrichradar (FMCW-Radar).
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Beim
Pulsradar werden periodisch kurze Mikrowellen-Sendeimpulse gesendet,
die von der Füllgutoberfläche reflektiert und
nach einer abstandsabhängigen Laufzeit wieder empfangen
werden. Es wird anhand des empfangenen Signals eine Echofunktion
abgeleitet, die die empfangene Signalamplitude als Funktion der
Zeit wiedergibt. Jeder Wert dieser Echofunktion entspricht der Amplitude
eines in einem bestimmten Abstand von der Antenne reflektierten
Echos.
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Beim
FMCW-Verfahren wird kontinuierlich ein Mikrowellensignal gesendet,
das periodisch linear frequenzmoduliert ist, beispielsweise nach
einer Sägezahnfunktion. Die Frequenz des empfangenen Echosignals
weist daher gegenüber der Augenblicksfrequenz, die das
Sendesignal zum Zeitpunkt des Empfangs hat, eine Frequenzdifferenz
auf, die von der Laufzeit des Mikrowellensignals und dessen Echosignals
abhängt. Die Frequenzdifferenz zwischen Sendesignal und
Empfangssignal, die durch Mischung beider Signale und Auswertung
des Fourierspektrums des Mischsignals gewonnen werden kann, entspricht
somit dem Abstand der reflektierenden Fläche von der Antenne.
Ferner entsprechen die Amplituden der Spektrallinien des durch Fouriertransformation
gewonnenen Frequenzspektrums den Echoamplituden. Dieses Fourierspektrum
stellt daher in diesem Fall die Echofunktion dar.
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Aus
der Echofunktion wird mindestens ein Nutzecho bestimmt, das der
Reflexion des Sendesignals an der Füllgutoberfläche
entspricht. Aus der Laufzeit des Nutzechos ergibt sich bei einer
bekannten Ausbreitungsgeschwindigkeit der Mikrowellen unmittelbar
die Wegstrecke die die Mikrowellen auf ihrem Weg vom Messgerät
zur Füllgutoberfläche und zurück durchlaufen.
Anhand der Einbauhöhe des Füllstandsmessgeräts über
dem Behälter lässt sich hieraus unmittelbar der
gesuchte Füllstand berechnen.
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Es
gibt jedoch eine Vielzahl von Anwendungen, bei denen diese Form
der Füllstandsmessung unzureichend ist.
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Ein
Beispiel hierfür sind Füllstandsmessungen in Lagerbehältern
für Schüttgüter. Schüttgüter bilden
in der Regel einen Schüttkegel aus. Die oben genannte klassische
Füllstandsmessung liefert hier zwar die Füllhöhe
in einem bestimmten durch die Antennenposition und deren Ausrichtung
vorgegebenen Bereich des Schüttkegels, eine genauere Bestimmung
des Füllgutvolumens ist hierdurch jedoch nicht erzielbar.
In diesen Fällen werden heute regelmäßig so
genannte Mehrpunktmessungen ausgeführt. Dabei werden mehrere
Füllstandsmessgeräte nebeneinander über
dem Füllgut angeordnet und die Füllstände
in den einzelnen von den jeweiligen Messgeräten erfassten
Bereichen im Behälter bestimmt. Der Einsatz mehrere Füllstandsmessgeräte
ist in der Regel sehr teuer und aufwendig. Alternativ hierzu kann ein Füllstandsmessgerät
mit mehreren an unterschiedlichen Orten über dem Füllgut
angeordneten Antennen ausgestattet werden, die beispielsweise über
im Feld angeordnete elektronische Schalter einzeln zugeschaltet
werden. Die Verwendung mehrerer über elektronische Schalter
zuschaltbarer Antennen ist demgegenüber zwar kostengünstiger,
weist jedoch den Nachteil auf, dass diese in der Regel unmittelbar
an der Antenne im Feld angeordneten Schalter mit Energie versorgt
werden müssen. Dies ist nicht nur aufwendig, sondern stellt
insb. in Anwendungen in denen aus Gründen des Explosionsschutzes
besondere Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden müssen
ein Sicherheitsrisiko dar.
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Ein
weiteres Beispiel sind Anwendungen bei denen im Behälter
Störer, wie z. B. Rührwerke oder andere Einbauten,
vorhanden sind, an denen die gesendeten Mikrowellensignale ebenfalls
reflektiert werden. In diesem Fall enthält das mit dem
Füllstandsmessgerät aufgenommene Echosignal, sowohl
das gesuchte auf eine Reflektion an der Füllgutoberfläche
zurück zuführende Nutzecho als auch auf Reflektionen
an den Störern zurück zu führende Störechos.
Dementsprechend ist es sehr schwierig oder unter Umständen
sogar unmöglich, anhand des Echosignals das gesuchte Nutzecho
und damit den zu messenden Füllstand zu ermitteln. Zur Überwindung
dieses Problems werden häufig so genannte Mehrkeulenmessungen
ausgeführt. Dabei werden die Mikrowellensignale in mehreren
Sendekeulen mit unterschiedlicher Ausrichtung in den Behälter
gesendet. Die Sendekeulen werden dabei beispielsweise derart ausgerichtet,
dass jede Sendekeule das Füllgut erreicht. Es werden die
Echosignale der einzelnen Sendekeulen aufgenommen und anhand der
bekannten Ausrichtung der unterschiedlichen Sendekeulen zusätzliche
Informationen gewonnen, anhand derer das in allen Echosignalen enthaltene
Nutzecho sehr viel genauer und zuverlässiger bestimmt werden
kann. Beispiele hierzu sind in der
EP 1 431 724 A1 beschrieben. Dort ist unter
anderem beschrieben, das Nutzecho anhand der Amplituden der einzelnen Echosignale
zu ermitteln. Während die Amplitude des Nutzechos in allen
Echosignalen winkelkorrigiert überall gleich ist, weisen
die Störechos in den unterschiedlichen Echosignalen aufgrund
der unterschiedlichen Ausrichtung der zugehörigen Sendekeulen
unterschiedliche Amplituden auf.
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Sowohl
bei der Mehrpunktmessung als auch bei der Mehrkeulenmessung ist
es erforderlich Mikrowellensignalen auf unterschiedlichen Signalwegen
in den Behälter hinein zu senden und deren Echosignale
getrennt voneinander auszuwerten.
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Hierzu
können mehrere parallel betriebene Sende- und/oder Empfangsanordnungen
und/oder elektronische Schalter eingesetzt werden. In der
DE 10 2004 034 429 ist
ein Beispiel hierzu beschrieben, das in der Automobilindustrie als
Abstandssensor eingesetzt wird. Dort ist ein Mikrowellengenerator über
einen Schalter nacheinander an unterschiedliche Sendeantennen angeschlossen
und an jede der Empfangsantennen ist ein separater Empfangszweig angeschlossen, über
den das von der jeweiligen Empfangsantenne aufgenommene Echosignal
aufgenommen und einer Signalverarbeitung zugeführt wird.
Die Zuordnung der einzelnen Messsignale zu den einzelnen Signalwegen
erfolgt hier über die jeweiligen Schalterstellungen und
die separaten Empfangszweige.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung ein mit Mikrowellen nach dem Laufzeitprinzip
arbeitendes Füllstandsmessgerät anzugeben, mit
dem auf mehreren unterschiedlichen Signalwegen Mikrowellensignale in
den Behälter gesendet und deren zugehörigen Echosignale
aufgenommen werden können und die auf den unterschiedlichen
Signalpfaden gewonnenen Messergebnisse getrennt voneinander ausgewertet werden
können.
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Hierzu
besteht die Erfindung in einem mit Mikrowellen nach dem Laufzeitprinzip
arbeitenden Füllstandsmessgerät zur Füllstandsmessung
von in Behältern befindlichen Füllgütern,
mit
- – einer Messgerätelektronik
mit einem Mikrowellengenerator zur sukzessiven Erzeugung von unterschiedliche
Nutzfrequenzen aufweisenden Mikrowellensignalen, und
- – einer daran angeschlossenen frequenzselektiven passiven
Antennenanordnung,
- – die mehrere Antennen aufweist, die dazu dienen, die
unterschiedlichen Mikrowellensignale nacheinander in den Behälter
zu senden, und deren zur Antennenanordnung zurück reflektierten Echosignale
zu empfangen,
- – die mehrere jeweils für eine der unterschiedlichen
Nutzfrequenzen durchlässige frequenzselektive Elemente,
insb. Bandpassfilter, aufweist,
- – in der über die Antennen und die frequenzselektiven
Elemente für jedes der unterschiedlichen Mikrowellensignale
und dessen Echosignal ein eindeutig zugeordneter Signalweg vorgeben
ist, über den dieses Mikrowellensignal in den Behälter
gesendet und dessen zur Antennenanordnung zurück reflektiertes
Echosignal empfangen und der Messgerätelektronik zugeführt
wird, und
- – einer in der Messgerätelektronik vorgesehenen Vorrichtung,
die die nacheinander eingehenden Echosignale dem zugehörigen
Signalweg zuordnet.
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Gemäß einer
ersten Variante besteht die Erfindung in einem Füllstandsmessgerät,
bei dem
- – eine der Antennen eine Sendeantenne
ist, die dazu dient, die unterschiedlichen Mikrowellensignale in
den Behälter zu senden,
- – die übrigen Antennen Empfangsantennen sind, die
dazu dienen, die durch Reflektionen im Behälter zur Antennenanordnung
zurück reflektierten Echosignale der unterschiedlichen
Mikrowellensignale zu empfangen,
- – in der Antennenanordnung jeder Empfangsantenne ein
für eine der unterschiedlichen Nutzfrequenzen durchlässiges frequenzselektives
Element, insb. ein Bandpassfilter, nachgeschaltet ist, das dazu
dient, aus dem von der jeweiligen Empfangsantenne aufgenommenen
Empfangssignal das diese Nutzfrequenz aufweisende Echosignal heraus
zu filtern, und
- – die Vorrichtung die sukzessive von der Antennenanordnung
zur Messgerätelektronik übertragenen Echosignale
der Empfangsantenne zuordnet, von der sie empfangen wurden.
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Gemäß einer
zweiten Variante besteht die Erfindung in einem Füllstandsmessgerät,
bei dem
- – eine der Antennen eine Empfangsantenne
ist, die dazu dient, die durch Reflektionen im Behälter zur
Antennenanordnung zurück reflektierten Echosignale der
unterschiedlichen Mikrowellensignale zu empfangen,
- – die übrigen Antennen Sendeantennen sind,
die dazu dienen, jeweils eines der unterschiedlichen Mikrowellensignale
in den Behälter zu senden,
- – in der Antennenanordnung jeder Sendeantenne ein für
eine der unterschiedlichen Nutzfrequenzen durchlässiges
frequenzselektives Element, insb. ein Bandpassfilter, vorgeschaltet
ist, das dazu dient, aus den von dem Mikrowellengenerator erzeugten
Mikrowellensignalen dasjenige herauszufiltern, dass im Messbetrieb über
die jeweilige Sendeantenne gesendet wird, und
- – die Vorrichtung die sukzessive von der Antennenanordnung
zur Messgerätelektronik übertragenen Echosignale
der jeweiligen Sendeantenne zuordnet, von der das zugehörige
Mikrowellensignale gesendet wurde.
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Gemäß einer
dritten Variante besteht die Erfindung in einem Füllstandsmessgerät,
bei dem
- – die Antennen Sende- und
Empfangsantennen sind,
die dazu dienen, die unterschiedlichen
Mikrowellensignale in den Behälter zu senden und deren durch
Reflektionen im Behälter zur Antennenanordnung zurück
reflektierten Echosignale zu empfangen,
- – in der Antenneanordnung jeder Sende- und Empfangsantenne
ein für eine der unterschiedlichen Nutzfrequenzen durchlässiges
frequenzselektives Element, insb. ein Bandpassfilter, zugeordnet
ist, das dazu dient, aus den vom Mikrowellengenerator erzeugten
der Antennenanordnung zugeführten Mikrowellensignalen dasjenige
herauszufiltern und der Sende- und Empfangsantenne zuzuführen,
das über diese Sende- und Empfangsantenne gesendet wird,
und das dazu dient, aus dem von dieser Sende- und Empfangsantenne
aufgenommenen Empfangssignal, das zugehörige diese Nutzfrequenz
aufweisende Echosignal heraus zu filtern, und
- – die Vorrichtung die sukzessive von der Antennenanordnung
zur Messgerätelektronik übertragenen Echosignale
der Sende- und Empfangsantenne zuordnet, über die das zugehörige
Mikrowellensignal gesendet und dessen Echosignal empfangen wurde.
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Gemäß einer
Weiterbildung der Erfindung ist die Messgerätelektronik
mit der Antennenanordnung ausschließlich über
einen einzigen Wellenleiter verbunden,
- – über
den die unterschiedlichen Mikrowellensignale von der Messgerätelektronik
zur Antennenanordnung übertragen werden und die Echosignale von
der Antennenanordnung zur Messgerätelektronik übertragen
werden, und
- – der über eine in der Antennenanordnung vorgesehene
Sende-Empfangstrennung an alle Sendeantennen und an alle Empfangsantennen
angeschlossen ist.
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Gemäß einer
alternativen Weiterbildung
- – ist die
Messgerätelektronik mit der Antennenanordnung über
einen Sendewellenleiter verbunden, über den die Sendeantennen
mit den unterschiedlichen Mikrowellensignale gespeist werden, und
- – die Messgerätelektronik ist mit der Antennenanordnung über
einen Empfangswellenleiter verbunden, über den die Echosignale
von der Antennenanordnung zur Messgerätelektronik übertragen
werden.
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Gemäß einer
Ausgestaltung der ersten Variante
- – sind
die Empfangsantennen in einer Gruppe räumlich benachbart
zueinander angeordnet, und
- – die Sendeantenne ist räumlich außerhalb
der Gruppe angeordnet.
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Gemäß einer
Ausgestaltung der zweiten Variante
- – sind
die Sendeantennen in einer Gruppe räumlich benachbart zueinander
angeordnet, und
- – die Empfangsantenne ist räumlich außerhalb der
Gruppe angeordnet.
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Gemäß einer
anderen Ausgestaltung der ersten Variante
- – umgeben
die Empfangsantennen die Sendeantenne räumlich,
- – ist die Sendeantenne auf das Füllgut im
Behälter ausgerichtet,
- – weisen die Empfangsantennen jeweils eine gegenüber
der Ausrichtung der Sendeantenne geneigte Ausrichtung auf, und
- – die durch die Ausrichtungen der Empfangsantennen
vorgegebenen von der jeweiligen Empfangsantenne abgedeckten Empfangsbereiche der
einzelnen Empfangsantennen überlappen teilweise.
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Gemäß einer
anderen Ausgestaltung der zweiten Variante
- – umgeben
die Sendeantennen die Empfangsantenne räumlich,
- – ist die Empfangsantenne auf das Füllgut
im Behälter ausgerichtet,
- – weisen die Sendeantennen jeweils eine gegenüber
der Ausrichtung der Empfangsantenne geneigte Ausrichtung auf, und
- – die durch die Ausrichtungen der Sendeantennen vorgegebenen
Sendebereiche der einzelnen Sendeantennen liegen zumindest teilweise
im Empfangsbereich der Empfangsantenne und überlappen teilweise.
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Die
erfindungsgemäßen Füllstandsmessgeräte
weisen den Vorteil auf, dass durch die Anordnung der Antennen in
der Antennenanordnung, deren Einbindung als Sendeantenne, als Empfangsantenne
bzw. als Sende- und Empfangsantenne und die frequenzselektiven Elemente
für jedes der unterschiedlichen Mikrowellensignale und
dessen Echosignal ein eindeutiger ausschließlich durch
passive Bauteile definierter Signalweg eindeutig vorgegebenen ist.
Die passiven Bauteile benötigen keinerlei Stromversorgung.
Elektronische Schalter oder andere aktive eine Energieversorgung
benötigende Bauteile werden dementsprechend nicht mehr
benötigt. Die Zuordnung der gewonnenen Messergebnisse zu den
einzelnen Signalwegen ist damit automatisch über die Nutzfrequenz
sowohl des jeweiligen gesendeten Mikrowellensignals als auch des
zugehörigen Echosignals gegeben. Die einzelnen Echosignale treffen
nacheinander in der Messgerätelektronik ein und können
dort getrennt voneinander in Kenntnis des zugehörigen Signalwegs
in ein und derselben Signalverarbeitung verarbeitetet und ausgewertet
werden.
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Die
Erfindung und deren Vorteile werden nun anhand der Figuren der Zeichnung,
in denen fünf Ausführungsbeispiel dargestellt
sind, näher erläutert; gleiche Teile sind in den
Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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1 zeigt:
ein erfindungsgemäßes Füllstandsmessgerät
mit einer Messgerätelektronik und einer daran über
einen einzigen Mikrowellenleiter angeschlossenen frequenzselektiven
Antennenanordnung mit einer Sendeantenne und mehrere Empfangsantennen;
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2 zeigt
ein erfindungsgemäßes Füllstandsmessgerät
mit einer Messgerätelektronik und einer daran über
einen Sendeleiter und einen Empfangsleiter angeschlossenen frequenzselektiven
Antennenanordnung mit einer Sendeantenne und mehrere Empfangsantennen;
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3 zeigt
ein erfindungsgemäßes Füllstandsmessgerät
bei dem die Antennenanordnung mehrere Sende- und Empfangsantennen
aufweist;
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4 zeigt
ein erfindungsgemäßes Füllstandsmessgerät
mit einer Messgerätelektronik und einer daran über
einen einzigen Mikrowellenleiter angeschlossenen frequenzselektiven
Antennenanordnung mit einer Empfangsantenne und mehreren Sendeantennen;
und
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5 zeigt
ein erfindungsgemäßes Füllstandsmessgerät
mit einer Messgerätelektronik und einer daran über
einen Sendeleiter und einen Empfangsleiter angeschlossenen frequenzselektiven
Antennenanordnung mit einer Empfangsantenne und mehreren Sendeantennen.
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1 zeigt
eine Prinzipskizze einer ersten Variante des erfindungsgemäßen
Füllstandsmessgeräts 1. Das Füllstandsmessgerät 1 ist
ein mit Mikrowellen nach dem Laufzeitprinzip arbeitendes Füllstandsmessgerät,
z. B. ein FMCW Radar Füllstandsmessgerät oder
ein Puls Radar Füllstandsmessgerät, und dient
zur Füllstandsmessung von in Behältern 3 befindlichen
Füllgütern 5. Es umfasst eine Messgerätelektronik 7,
die einen Mikrowellengenerator 9 aufweist, der zur sukzessiven
Erzeugung von mindestens zwei unterschiedliche Nutzfrequenzen fm, fn aufweisenden
Mikrowellensignalen SM, SN dient.
Mikrowellengeneratoren 9, wie sie in Füllstandsmessgeräten
einsetzbar sind, sind aus dem Stand der Technik bekannt. Die Erzeugung
der unterschiedliche Nutzfrequenzen fm,
fn aufweisenden Mikrowellensignale SM, SN kann beispielsweise
durch eine entsprechende Ansteuerung von digital ansteuerbaren elektronischen
Abstimmelementen des Mikrowellengenerators 9 bewirkt werden,
die in modernen Mikrowellengeneratoren 9, wie z. B. in
direkten digitalen Synthesizern (DDS) oder spannungsgesteuerten
Oszillatoren (VCO), ohnehin regelmäßig vorgesehen
sind. Die Nutzfrequenzeinstellung erfolgt dann beispielsweise über
einen in einen Resonanzkreis eines Sendeoszillators eingesetzten
Varaktor. Alternativ kann eine Synthesizerstruktur im Sendeoszillator
verwendet werden, und die Nutzfrequenzeinstellung durch Änderung
von Werten eines einstellbaren Frequenzteilers vorgenommen werden.
Ebenso kann ein direkter digitaler Synthesizer mit veränderbarer
Ausgangsfrequenz eingesetzt werden, oder die Nutzfrequenzen können
durch die gezielte Einstellung der Arbeitspunkte aktiver Bauelemente
eines Sendeoszillators bewirkt werden.
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An
die Messgerätelektronik 7 ist erfindungsgemäß eine
frequenzselektive passive Antennenanordnung 11 angeschlossen.
Die Antennenanordnung 11 weist mehrere Antennen auf, die
dazu dienen, die unterschiedlichen Mikrowellensignale SM,
SN nacheinander in den Behälter 3 zu
senden, und deren zur Antennenanordnung 11 zurück
reflektierten Echosignale EM, EN zu
empfangen. Die in 1 dargestellte Antennenanordnung 11a umfasst
hierzu eine Sendeantenne 13, die dazu dient, die unterschiedlichen
Mikrowellensignale SM, SN in
den Behälter 1 zu senden, und mehrere Empfangsantennen 15, 17,
die dazu dienen, die zur Antennenanordnung 11a zurück
reflektierten Echosignale EM, EN der
unterschiedlichen Mikrowellensignale SM,
SN zu empfangen.
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Die
erfindungsgemäßen Antennenanordnungen 11 weisen
mehrere jeweils für eine der unterschiedlichen Nutzfrequenzen
fm, fn durchlässige
frequenzselektive Elemente FM, FN, insb. Bandpassfilter, auf. Der Kern der
Erfindung besteht darin, dass in der Antennenanordnung 11 über
die Antennen und die frequenzselektiven Elemente FM,
FN für jedes der unterschiedlichen Mikrowellensignale
SM, SN und dessen
Echosignal EM, EN ein
eindeutig zugeordneter Signalweg vorgeben ist, über den
dieses Mikrowellensignal SM, SN in
den Behälter 3 gesendet und dessen zur Antennenanordnung 11 zurück
reflektiertes Echosignal EM, EN empfangen
und der Messgerätelektronik 7 zugeführt
wird. Durch diese Frequenzselektivität der Antennenanordnung 11 ist über
die unterschiedlichen Nutzfrequenzen fm,
fn eine eindeutige Zuordnung der nacheinander
gesendeten Mikrowellensignale SM, SN und deren zugehörigen nacheinander
in der Messgerätelektronik 7 eingehenden Echosignale
EM, EN zu dem zugehörigen
Signalweg gegeben.
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In
der in 1 dargestellten Variante ist dies dadurch realisiert,
dass jeder Empfangsantenne 15, 17 ein für
jeweils eine der unterschiedlichen Nutzfrequenzen fm,
fn durchlässiges frequenzselektives
Element FM, FN,
insb. ein Bandpassfilter, nachgeschaltet ist, das dazu dient, aus
den mit der jeweiligen Empfangsantenne 15, 17 aufgenommenen
Empfangssignalen das diese Nutzfrequenz fm,
fn aufweisende Echosignal EM,
EN heraus zu filtern.
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In
dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel erzeugt
der Mikrowellengenerator 9 sukzessive zwei verschiedene
Mikrowellensignale SM, SN, die über
die Sendeantenne 13 gesendet werden. Für den Empfang
der zugehörigen Echosignale EM,
EN sind entsprechend zwei Empfangsantennen 15, 17 vorgesehen.
Aus dem Empfangssignal der Empfangsantenne 15 wird über
das der Empfangsantenne 15 nachgeschaltete frequenzselektive
Element FM das zum Mikrowellensignal SM zugehörige Echosignal EM herausgefiltert. Aus dem Empfangssignal
der Empfangsantenne 17 wird über das der Empfangsantenne 17 nachgeschaltete
frequenzselektive Element FM das zum Mikrowellensignal
SN zugehörige Echosignal EN herausgefiltert.
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Anhand
der unterschiedlichen Nutzfrequenzen der Echosignale EM,
EN können die Echosignale EM, EN eindeutig der
jeweiligen Empfangsantenne 15, 17 zugeordnet werden.
Hierzu weist die Messgerätelektronik 7 eine Vorrichtung 21,
die die eingehenden Echosignale EM, EN anhand von deren unterschiedlichen Nutzfrequenzen
fm, fn den jeweiligen
Empfangsantennen 15, 17 bzw. dem über
diese Empfangsantenne 15, 17 verlaufenden Signalweg
zuordnet. Die Vorrichtung 21 umfasst hierzu beispielsweise
einen an eine Signalverarbeitung 23 angebundenen Speicher,
in dem diese Zuordnung abgelegt ist. Da der Mikrowellengenerator 9 die
einzelnen unterschiedlichen Mikrowellensignale SM,
SN sukzessive erzeugt, und diese entsprechend
sukzessive gesendet werden, brauchen die Nutzfrequenzen fm, fn der Echosignale
EM, EN nicht gemessen
zu werden. Solange der Mikrowellengenerator 9 das Mikrowellensignal
SM generiert, empfangen die Empfangsantennen 15, 17 ausschließlich
dessen Echosignal EM. Das zughörige durch
Reflektion im Behälter 3 zur Antennenanordnung 11a zurück
reflektierte Echosignal EM wird zwar von
beiden Empfangsantennen 15, 17 empfangen, dieses
kann aber jedoch nur das für dessen Nutzfrequenz fm durchlässige der Empfangsantenne 15 nachgeschaltete
frequenzselektive Element FM passieren.
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Solange
der Mikrowellengenerator 9 das Mikrowellensignal SN generiert, empfangen die Empfangsantennen 15, 17 ausschließlich
dessen Echosignal EN. Das zugehörige
durch Reflektion im Behälter 3 zur Antennenanordnung 11a zurück
reflektierte Echosignal EN wird zwar von
beiden Empfangsantennen 15, 17 empfangen, dieses
kann aber jedoch nur das für dessen Nutzfrequenz fn ausgelegte der Empfangsantenne 17 nachgeschaltete
frequenzselektive Element FN passieren.
Zur Bestimmung des Füllstands werden die einzelnen sukzessive
eingehenden Echosignale EM, EN von
der Signalverarbeitung 23 verarbeitet, indem beispielsweise
anhand der Echosignale EM, EN eine
Echofunktion abgeleitet wird, die die empfangene Signalamplitude
als Funktion der Signallaufzeit wiedergibt. Hierzu können
die aus dem Stand der Technik sowohl für Pulsradar Füllstandsmessgeräte
als auch für FMCW Radar Füllstandsmessgerät
bekannte Verfahren eingesetzt werden. Das erfindungsgemäße
Füllstandsmessgerät weist hierbei den Vorteil
auf, dass das für die Laufzeitbestimmung des jeweiligen
Echosignals EM, EN relevante
gesendete Mikrowellensignal SM, SN in der Messgerätelektronik 7 über
den Mikrowellengenerator 9 der Signalverarbeitung 23 jederzeit
zeitrichtig zur Verfügung steht.
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Durch
eine entsprechende Erhöhung der Anzahl der unterschiedlichen
Mikrowellensignale und der Empfangsantennen können natürlich
auch drei oder mehr von unterschiedlichen Empfangsantennen aufgenommene
Echosignale unterschieden werden.
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Bei
der in 1 dargestellten Variante ist die Messgerätelektronik 7 mit
der Antennenanordnung 11 ausschließlich über
den einzigen Wellenleiter 19 verbunden. Dieser ist über
eine Sende-Empfangstrennung 25, z. B. einen Zirkulator
oder einen Richtkoppler, sowohl an die Sendeantenne 13 als auch
an die Empfangsantennen 15, 17 angeschlossen. Über
diesen Wellenleiter 19 wird die Antennenanordnung 11 mit
den unterschiedlichen Mikrowellensignalen SM,
SN gespeist. In umgekehrter Richtung werden
die aus den Empfangssignalen der Empfangsantennen 15, 17 herausgefilterten
Echosignale EM, EN über
diesen Mikrowellenleiter 19 von der Antennenanordnung 11 zur
Messgerätelektronik 7 übertragen.
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Dies
bietet den Vorteil, dass nur eine einzige Verbindung zwischen der
Messgerätelektronik 5 und der Antennenanordnung 11a benötigt
wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es sich hierbei um
eine permanente Verbindung handelt, die keinerlei Veränderung
und/oder Beeinträchtigung der Signalübertragung
bedingt.
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2 zeigt
eine zweite Variante des erfindungsgemäßen Füllstandsmessgeräts.
Im Unterschied zu der in 1 dargestellten Variante ist
die Messgerätelektronik 7 hier über zwei
Mikrowellenleiter, nämlich einen Sendeleiter 27 und
einen Empfangsleiter 29 mit der Antennenanordnung 11b verbunden.
Der Sendeleiter 27 führt vom Mikrowellengenerator 9 der
Messgerätelektronik 7 zur Sendeantenne 13. Über
sie wird die Sendeantenne 13 mit den Mikrowellensignalen
SM, SN gespeist. Über
den Empfangsleiter 29 werden die aus den Empfangssignalen der
Empfangsantennen 15, 17 herausgefilterten Echosignale
EM, EN der Messgerätelektronik 7 zugeführt.
Hierzu sind alle Empfangsantennen 15, 17 an den
zweiten Empfangsleiter 29 angeschlossen, der wiederum mit
der Messgerätelektronik 7 verbunden ist. Auch
hier sind der Sendeleiter 27 und der Empfangsleiter 29 permanente
Verbindungen, die im Gegensatz zu elektronischen Schaltern keinerlei
Veränderung und/oder Beeinträchtigung der Signalübertragung
bewirken. Im Unterschied zu der in 1 dargestellten
Variante ist in der in 2 dargestellten Antennenanordnung 11b keine
Sende-Empfangstrennung 25 erforderlich.
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3 zeigt
eine dritte Variante des erfindungsgemäßen Füllstandsmessgeräts,
die die bereits anhand von 1 und 2 erläuterte
Messgerätelektronik 7 und eine daran angeschlossene
frequenzselektive passive Antennenanordnung 11c aufweist.
Im Unterschied zu den zuvor beschriebenen Antennenanordnungen 11a und 11b weist
die Antennenordnung 11c Sende- und Empfangsantennen 31, 33, 35 auf,
d. h. jede der Antennen dient sowohl als Sendeantenne als auch als
Empfangsantenne. Jeder dieser Sende- und Empfangsantennen 31, 33, 35 ist jeweils
ein für eine der unterschiedlichen Nutzfrequenzen fm, fn, fl durchlässiges
frequenzselektives Element FM, FN, FL zugeordnet,
das jeweils dazu dient sendeseitig aus den unterschiedlichen sukzessive vom
Mikrowellengenerator 9 generierten der Antennenanordnung 11c zugeführten
Mikrowellensignalen SM; SN;
SL das die jeweilige Nutzfrequenz fm, fn, fl aufweisende
Mikrowellensignal SM; SN;
SL herauszufiltern, das dann jeweils ausschließlich über
die zugehörige Sende- und Empfangsantenne 31, 33 bzw. 35 in
den Behälter 3 gesendet wird. In umgekehrter Richtung
dient das jeweilige frequenzselektives Element FM,
FN, FL dazu, aus
dem mit der jeweiligen Sende- und Empfangsantenne 31, 33, 35 aufgenommenen
Empfangssignal das zugehörige diese Nutzfrequenz fm, fn, fl aufweisende
Echosignal EM; EN;
EL heraus zu filtern. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel erzeugt der Mikrowellengenerator 9 drei
unterschiedliche Mikrowellensignale SM;
SN; SL. Die frequenzselektiven
Elemente FM, FN,
FL bewirken, dass das Mikrowellensignal
SM ausschließlich über
die Sende- und Empfangsantenne 31 gesendet wird und das
aus deren Empfangssignal ausschließlich das zugehörige
Echosignal EM herausgefiltert und zur Messgerätelektronik 7 übertragen
wird. Entsprechend wird das Mikrowellensignal SN ausschließlich über
die Sende- und Empfangsantenne 33 gesendet und aus deren
Empfangssignal ausschließlich das zugehörige Echosignal
EN herausgefiltert und zur Messgerätelektronik 7 übertragen.
Ebenso wird das Mikrowellensignal SL ausschließlich über
die Sende- und Empfangsantenne 35 gesendet und aus deren Empfangssignal
ausschließlich das zugehörige Echosignal EL herausgefiltert und zur Messgerätelektronik 7 übertragen.
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Analog
zu dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist auch die Antennenanordnung 11c ausschließlich über
den einzigen Mikrowellenleiter 19 mit der Messgerätelektronik 7 verbunden, über den
die Antennenanordnung 11c mit den Mikrowellensignalen SM; SN, SL gespeist
wird, und über den die aus den Empfangssignalen der Sende-
und Empfangsantennen 31, 33, 35 herausgefilterten
zugehörigen Echosignale EM, EN, EL der Messgerätelektronik 7 zugeführt
werden.
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Der
Mikrowellenleiter 19 ist in der Antennenanordnung 11c über
die Sende- und Empfangstrennung 25 parallel an die drei
frequenzselektiven Elemente FM; FN; FL angeschlossen,
die wiederum an die dem jeweiligen Element FM;
FN; FL zugeordnete
Sende- und Empfangsantenne 31, 33, 35 angeschlossen sind.
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4 und 5 zeigen
zwei weitere erfindungsgemäße Füllstandsmessgeräte,
die jeweils eine an die Messgerätelektronik 7 angeschlossene frequenzselektive
Antennenanordnung 11d, 11e aufweisen. Im Unterschied
zu den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen weisen
diese Antennenanordnungen 11d, 11e nur eine Empfangsantenne 37 und
mehrere Sendeantennen 39, 41 auf. Jede der Sendeantennen 39, 41 dient
dazu, jeweils eines der unterschiedlichen Mikrowellensignale SM, SN in den Behälter 3 zu
senden, und die Empfangsantenne 37 dient dazu die durch
Reflektionen im Behälter 3 zur Antennenanordnung 11d, 11e zurück
reflektierten Echosignale EM, EN der
unterschiedlichen Mikrowellensignale SM,
SN zu empfangen. Hierzu ist jeder Sendeantenne 39, 41 ein
für eine der unterschiedlichen Nutzfrequenzen fm, fn durchlässiges
frequenzselektives Element FM, FN, insb. ein Bandpassfilter, vorgeschaltet,
das dazu dient, aus den von dem Mikrowellengenerator 9 erzeugten
Mikrowellensignalen SM, SN dasjenige
herauszufiltern, das im Messbetrieb über die jeweilige
Sendeantenne 39, 41 gesendet wird.
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Hierzu
kann die Messgerätelektronik 7 entweder, wie in 4 dargestellt über
einen einzigen Mikrowellenleiter 19 an die Antennenanordnung 11d angeschlossen
sein, über den die Antennenanordnung 11d mit den
unterschiedlichen Mikrowellensignale SM,
SN gespeist wird, und über die
die zugehörigen mit der Antennenanordnung 11d aufgenommenen
Echosignale EM, EN der
Messgerätelektronik 7 zugeführt werden.
In dem Fall ist der Mikrowellenleiter 19 analog zu dem
in 1 dargestellten Beispiel über die Sende-Empfangstrennung 25 an
die Sendeantennen 39, 41 und an die Empfangsantenne 37 angeschlossen.
Die frequenzselektiven Elemente FM, FN sind in diesem Fall jeweils zwischen der
Sende-Empfangstrennung 25 und der jeweiligen Sendeantenne 39, 41 angeordnet.
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Alternativ
kann die Messgerätelektronik 7 analog zu dem in 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel über eine Sendeleitung 27 und
eine Empfangsleitung 29 an Antennenanordnung 11e angeschlossen
sein. Diese Variante ist in 5 dargestellt.
Die Sendeleitung 27 ist hier in der Antennenanordnung 11e über
das frequenzselektive Element FM an die
Sendeantenne 41 angeschlossen und über das frequenzselektive
Element FN an die Sendeantenne 39 angeschlossen.
Aufgrund der vorgeschalteten frequenzselektiven Elemente FM, FN sendet die Sendeantenne 41 ausschließlich
das Mikrowellensignal SM und die Sendeantenne 39 ausschließlich
das Mikrowellensignal SN. Da der Mikrowellengenerator 9 die
unterschiedlichen Mikrowellensignale SM,
SN sukzessive generiert, sendet entweder
die eine oder die andere Sendeantenne 39, 41.
Anhand der Frequenz fm, fn des
jeweils aktuelle erzeugten Mikrowellensignals SM,
SN und/oder anhand der Frequenz fm, fn des aktuelle
empfangenen Echosignals EM, EN ergibt
sich damit zwangsläufig die Zuordnung zu der Sendeantenne 39, 41 über
die gesendet wurde.
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Das
jeweils aktuell gesendete Mikrowellensignal SM,
SN, SL und das zugehörige
Echosignal EM, EN,
EL stehen jeweils paarweise um die zugehörige füllstandsabhängige
Laufzeit zeitlich versetzt zueinander in der Messgerätelektronik 7 zur
Verfügung, so dass die nacheinander über die unterschiedlichen durch
die jeweilige Antennenanordnung vorgegebenen Signalwege gewonnenen
Messergebnisse, insb. die zugehörigen von der Signallaufzeit
abhängigen Echofunktionen von ein und derselben Signalverarbeitung 23 nacheinander
ermittelt werden können.
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Mit
den erfindungsgemäßen Füllstandsmessgeräten
kann eine Vielzahl unterschiedlicher Messverfahren ausgeführt
werden. Dabei sind die unterschiedlichen Signalwege auf denen die
Mikrowellensignale SM, SN,
SL gesendet und zugehörige Echosignale
EM, EN, EL empfangen werden durch die Positionierung
der einzelnen Antennen der Antennenanordnungen 11a, 11b, 11c, 11d, 11e,
deren Ausrichtung und deren Nutzung als Sendeantenne, als Empfangsantenne
oder als Sende- und Empfangsantenne innerhalb weiter Grenzen vorgebbar.
In den 1 bis 5 sind die einzelnen durch die
jeweilige Antennenanordnung 11a, 11b, 11c, 11d, 11e über die
frequenzselektiven Elemente FM, FN, FL vorgegebenen
Signalwege durch Pfeile dargestellt.
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Zur
Ausführung der eingangs beschriebenen Mehrpunktmessung
können die Antennen der jeweiligen Antennenanordnung 11a, 11b, 11c, 11d, 11e beispielsweise
jeweils nebeneinander in einer Reihe angeordnet werden. Bei dem
in 3 dargestellten Ausführungsbeispiel erhält
man hierdurch bei paralleler Ausrichtung der einzelnen Sende- und
Empfangsantennen 31, 33, 35 auf das Füllgut 5 über
jede der einzelnen Sende- und Empfangsantennen 31, 33, 35 jeweils
den aktuellen Füllstand am Ort der jeweiligen Sende- und
Empfangsantenne 31, 33, 35.
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Bei
den anderen Ausführungsbeispielen ergeben sich die Messorte
an denen im Rahmen einer Mehrpunktmessung Füllstände
gemessen werden durch die eingezeichneten Signalwege, die jeweils von
einer der Sendeantennen 13, 39, 41 zu
einer der Empfangsantennen 15, 17, 37 führen.
Dabei werden vorzugsweise Antennenanordnungen, wie z. B. die Anordnung 11b von 2,
gewählt, bei denen mehrere Empfangsantennen 15, 17 in
einer Gruppe räumlich benachbart zueinander angeordnet
sind, und eine Sendeantenne 13 räumlich außerhalb
der Gruppe angeordnet ist, oder es werden Antennenanordnungen, wie
z. B. die Anordnungen 11d, 11e gewählt,
bei denen mehrere Sendeantennen 39, 41 in einer
Gruppe räumlich benachbart zueinander angeordnet sind,
und eine Empfangsantenne 31 außerhalb der Gruppe
angeordnet ist. Die einzelnen Antennen werden in Abhängigkeit
von deren Position zueinander vorzugsweise derart ausgerichtet,
dass die Signalausbeute auf den einzelnen Signalwegen maximal ist.
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Zur
Ausführung der eingangs beschriebenen Mehrkeulenmessung
werden vorzugsweise Antennenanordnungen, wie die Antennenanordnung 11a von 1 gewählt,
bei denen mehrere Empfangsantennen 15, 17 eine
einzige Sendeantenne 13 räumlich umgeben. Hierzu
wird die im Zentrum der Antennenanordnung 11a positionierte
Sendeantenne 13 vorzugsweise unmittelbar auf das Füllgut 5 im
Behälter ausgerichtet ist, und die Empfangsantennen 15, 17 weisen
jeweils eine gegenüber der Ausrichtung der Sendeantenne 13 geneigte
Ausrichtung auf, die derart gewählt ist, dass die durch
die Ausrichtungen der Empfangsantennen 15, 17 vorgegebenen
von der jeweiligen Empfangsantenne 15, 17 abgedeckten Empfangsbereiche
den Sendebereich der Sendeantenne 13 zumindest teilweise überdecken
und die Empfangsbereiche der einzelnen Empfangsantennen 15, 17 teilweise überlappen.
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Analog
ist natürlich auch eine, im Bezug auf die Signalwege hierzu
inverse in 4 dargestellte Antennenanordnung 11e einsetzbar,
bei der die im Zentrum der Antennenanordnung 11d positionierte Empfangsantenne 37 von
mehreren Sendeantennen 39, 41 räumlich
umgeben ist. In dem Fall ist die Empfangsantenne 37 vorzugsweise
unmittelbar auf das Füllgut 5 ausgerichtet, und
die Sendeantennen 39, 41 weisen jeweils eine gegenüber
der Ausrichtung der Empfangsantenne 37 geneigte Ausrichtung
auf, die derart gewählt ist, dass die durch die Ausrichtungen
der Sendeantennen 39, 41 vorgegebenen Sendebereiche
der Sendeantennen 39, 41 teilweise überlappen
und zumindest teilweise im Empfangsbereich der Empfangsantenne 37 liegen.
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- 1
- Füllstandsmessgerät
- 3
- Behälter
- 5
- Füllgut
- 7
- Messgerätelektronik
- 9
- Mikrowellengenerator
- 11
- Antennenanordnung
- 13
- Sendeantenne
- 15
- Empfangsantenne
- 17
- Empfangsantenne
- 19
- Mikrowellenleitung
- 21
- Vorrichtung
- 23
- Signalverarbeitung
- 25
- Sende-
und Empfangstrennung
- 27
- Sendeleiter
- 29
- Empfangsleiter
- 31
- Empfangsantenne
- 33
- Sendeantenne
- 35
- Sendeantenne
- 37
- Empfangsantenne
- 39
- Sendeantenne
- 41
- Sendeantenne
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
-
- - EP 1431724
A1 [0010]
- - DE 102004034429 [0012]