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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erstellen von Daten.
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Bei
der Beschreibung neuronaler Netze werden Simulationsmodelle zur
Nachbildung der Erregungsausbreitung in den neuronalen Netzen verwendet.
Dabei bedingen sich wechselseitig die Erregungsverteilung und die
synaptische Verbindungsstärke
zwischen den Neuronen, formuliert als Hebbsche Regel. Erreicht wird die
Anpassung der synaptischen Verbindungsstärke an die Erregungsverteilung.
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Ein
derartiges Phänomen
biologischer Vorgänge
wird oftmals auch technisch nachgebildet.
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Technisch
kann dem zum Beispiel ein so genanntes massiv paralleles System
zugrunde liegen, bestehend aus einem Ensemble von Prozessoren, die
initial in geeigneter Weise miteinander voll vernetzt sind.
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In
US 6,493,691 B1 wird
eine Anordnung vernetzter Rechnersysteme beschrieben, welche mit
Hilfe von Algorithmen, die auf der Theorie der neuronalen Netze
beruhen, trainiert werden.
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In
US 7,085,683 B2 wird
ein Überwachungssystem
zum Überwachen
von hochkomplexen EDV-Netzen beschrieben. Hierbei werden sicherheitsrelevante
Ereignisse detektiert und dem Benutzer darüber Informationen übermittelt.
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Unter
einem Prozessor ist im Folgenden eine Einrichtung zu verstehen,
die über
ein Verkehrsfeld Datenmassive empfängt, erzeugt und emittiert,
entsprechend einer gegebenen Verteilung der relativen Referenzhäufigkeiten
zwischen allen Prozessoren.
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Die
relative Referenzhäufigkeit
einer Quellressource s auf eine Zielressource d ist definiert durch
die Anzahl der Zugriffe von s auf d bezogen auf die Gesamtzahl aller
Zugriffe auf d.
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Die
technische Anordnung dafür
kann bestehen aus einem Prozessorfeld und einem übergeordneten Verkehrsfeld,
wobei das Prozessorfeld charakterisiert sein kann durch die Referenzierungen
der Prozessoren untereinander und das übergeordnete Verkehrsfeld durch
die Datenströme
zwischen den einzelnen Prozessoren. Das Verkehrsfeld enthält Verkehrsknoten
und dient als Kommunikationsmedium zur Verkoppelung der Prozessoren.
Jedem Verkehrsknoten des Verkehrsfeldes ist genau ein Prozessor
des Prozessorfeldes zugeordnet.
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Aufgabe
des Verkehrsfeldes ist es, die durch die Referenzierungen zwischen
den Prozessoren induzierten Datenströme auszutauschen. Ein solcher
Austausch geschieht auf einem umso kürzeren und damit umso schnelleren
Weg, je vollkommener die Topologie des Verkehrsfeldes an die Referenzierungen
des Prozessorfeldes angepasst ist.
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Ziel
einer solchen Anpassung soll sein, die maximalen Mächtigkeiten
der zwischen den Verkehrsknoten im Verkehrsfeld zirkulierenden Datenströme bestmöglich mit
den relativen Referenzhäufigkeiten
zwischen den Prozessoren des Prozessorfeldes zu korrelieren.
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Ein
Problem kann darin gesehen werden, die Topologie des Verkehrsfeldes
bestmöglich
an die Referenzstruktur des Prozessorfeldes anzupassen. Ein weiteres
der Erfindung zu Grunde liegendes Problem kann darin gesehen werden,
die Verteilung der Datenströme
zwischen den Knoten des Verkehrsfeldes herzunehmen als Stützdaten
zum Beispiel zur bildhaften Signalisierung von Zuständen in
technischen Systemen wie in Kraftfahrzeugen, in Flugzeugen oder
auch in Befehlsständen
von Kraftwerken.
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Ein
entsprechendes Lösungsverfahren
wird für
verschiedene Ausführungsbeispiele
zum Präsentieren einer über Datensätze gestützten Funktion
verwendet, wobei die präsentierten
Stützdaten
das Ergebnis des Anpassungsverfahrens der Topologie des Verkehrsfeldes
an die Referenzierungen des Prozessorfeldes sind.
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Gemäß einem
oder mehreren Ausführungsbeispielen
des Verfahrens werden prinzipiell für einen dezidiert zu erzeugenden
Datensatz die erforderlichen Referenzierungen zwischen den Prozessoren
des Prozessorfeldes ermittelt, geordnet untergebracht in einer Referenzmatrix
und bezeichnet als Referenzstruktur des Prozessorfeldes.
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Im
Anschluss daran erfolgt die sukzessive Anpassung der Topologie des
Verkehrsfeldes an die Referenzstruktur des Prozessorfeldes, wobei
das Verkehrsfeld gemäß einem
ersten Kriterium um eine bestehende Direktverbindung von einem Verkehrsknoten
zu einem anderen reduziert wird, wobei das erste Kriterium auf dem
Auffinden der kleinsten relativen Referenzhäufigkeit zwischen allen direkt
verbundenen Prozessoren basiert, und gemäß einem zweiten Kriterium die
Auswirkung dessen bewertet wird, wobei das zweite Kriterium darin
besteht festzustellen, ob die Datenemission aus allen Verkehrsknoten
des Verkehrsfeldes und die Datenimmission in alle Verkehrsknoten
des Verkehrsfeldes ohne gegenseitige Rückstellung beider Prozesse
erfolgen kann mit dem Ergebnis, die vorgenommene Reduktion entweder
bestehen zu lassen oder wieder rückgängig zu
machen; die Reduktion endet, wenn das zweite Kriterium jedwede Aufrechterhaltung
einer zuvor reduzierten Verbindung ausschließt.
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Gemäß einer
Ausgestaltung des beschriebenen Verfahrens wird eine Anordnung zur
Durchführung bereitgestellt,
bestehend aus einem Feld von Prozessoren (Prozessorfeld), deren
Anzahl der Anzahl stützender
Datensätze
entspricht, und bestehend aus einem Feld von Verkehrsknoten (Verkehrsfeld),
deren Anzahl der Anzahl von Prozessoren im Prozessorfeld entspricht.
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Gemäß dem ausgestalteten
Verfahren existiert das Verkehrsfeld vor seiner Reduktion als vollständig vernetzt.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die Elemente
der Referenzmatrix aus einer diskreten Funktionaltransformation
generiert, zum Beispiel aus der diskreten Fourier-Transformation,
wobei der Integralkern der diskreten Funktionaltransformation mit
den dezidierten Stützdaten
gewichtet wird, genommen über
eine positiv signierte Folge dezidierter Stützdaten, die positiv indiziert
sind und sich symmetrisch fortsetzen über entsprechend negativ indizierte
Stützdaten.
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Gemäß einer
anderen Variante des Verfahrens wird die Präsentation der Funktion auf
der Grundlage zirkulierender Datenströme im Verkehrsfeld verwendet
zur elektrischen Ansteuerung mindestens einer Elektrode.
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Gemäß einer
Ausgestaltung des Verfahrens ist die mindestens eine Elektrode eine
Elektrode einer Anzeigeeinrichtung.
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Gemäß einer
besonders bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird die mindestens
eine Elektrode als Elektrode einer organischen Licht emittierenden
Diode (OLED), alternativ beispielsweise als Elektrode einer Flüssigkristall-Anzeigeeinrichtung
oder als Elektrode einer Plasma-Anzeigeeinrichtung verwendet.
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Gemäß einer
alternativen Ausgestaltung des Verfahrens werden die relativen Referenzhäufigkeiten aus
einer laufzeitaktuellen Beobachtung eines Verkehrssystems ermittelt,
dessen Topologie mittels eines entsprechenden Verkehrsfeldes nachgebildet
wird.
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Gemäß einer
anderen Variante des Verfahrens wird das unterschiedliche Einschwingverhalten
der Datenströme
zwischen den Verkehrsknoten des Verkehrsfeldes nach erfolgter Minimierung
des Verkehrsfeldes zur zeitversetzten Veranlassung externer Prozesse
genutzt.
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Gemäß einer
Variante des Verfahrens wird als externer Prozess eine Sprengung
zeitversetzt veranlasst.
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Gemäß einer
Ausgestaltung des Verfahrens wird bildhafte Information in eine
dazu adäquate
Topologie der Verbindungsstruktur des Verkehrsfeldes überführt.
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In
einer anderen Variante des Verfahrens wird ein Gravitationsfeld
von einem in einem Wirkungsraum befindlichen System aus endlich
vielen Raumpunkten simuliert, wobei die zwischen den Raumpunkten
wirkenden Kräfte
der Verteilung der relativen Referenzhäufigkeiten im Prozessorfeld
zugeordnet werden.
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In
noch einer anderen Variante des Verfahrens wird die örtliche
Verteilung von Funkzellen eines Mobilfunknetzes und deren Kanalkapazität optimiert,
wobei die relative Anrufhäufigkeit
zwischen den Teilnehmern mit der relativen Referenzhäufigkeit
zwischen den Prozessoren des Prozessorfeldes identifiziert und das
Mobilfunknetz mit dem Verkehrsfeld identifiziert wird.
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Gemäß einer
Variante der Anordnung zum Durchführen des Verfahrens weist die
Anordnung zusätzlich
mindestens eine organische Licht emittierende Diode (OLED) auf,
die jeweils mit einem Verkehrsknoten des Verkehrsfelds elektrisch
gekoppelt ist.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden im Folgenden
näher erläutert.
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Es
zeigen
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1 ein
Prozessorfeld und zugehöriges
Verkehrsfeld;
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2 den
schematischen Verfahrensablauf gemäß einem Ausführungsbeispiel;
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3A bis 3D Schaubilder
zur Veranschaulichung des Verfahrens gemäß einem Ausführungsbeispiel;
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4 mögliche Visualisierung
der im Verkehrsfeld zirkulierenden Daten, gemäß einem Ausführungsbeispiel;
und
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5 den
schematischen Ablauf der Prozess-Schritte des Verfahrens gemäß einem
Ausführungsbeispiel.
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1 zeigt
eine Anordnung 100 mit einem Verkehrsfeld 101,
welche Verkehrsknoten 106, 107 aufweist. Das Verkehrsfeld 101 ist
ein Kommunikationsmedium zweckdienlich zur Verkopplung von Prozessoren 103, 105.
Auch ist in 1 ein zum Verkehrsfeld 101 zugehöriges Prozessorfeld 102 dargestellt,
wobei jedem Verkehrsknoten 106, 107 aus dem Verkehrsfeld 101 ein
Prozessor 103, 105 aus dem Prozessorfeld 101 zugeordnet
ist. Alle Verkehrsknoten 106, 107 des Verkehrsfelds 101 emittieren,
immittieren und transferieren Datenströme.
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Unter
systemtheoretischen Gesichtspunkten existiert das Verkehrsfeld als
diskreter Raum, bestehend aus voneinander distanzierten Raumpunkten.
Es bestimmt eine Raumordnungsvorschrift die Ortslage der Raumpunkte.
Es definiert eine Kanalisierungsvorschrift die Koppelstruktur zwischen
den im Raum untergebrachten Raumpunkten, bezeichnet als Topologie
des Raums.
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Nachfolgende
Ausführungen
beschreiben die mathematischen Grundlagen des Verfahrens zur detaillierten
Erläuterung
der vorstehend genannten Ausführungsbeispiele.
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Die
Kanalisierungsvorschrift besteht als Adjazenzmatrix
wobei
(0)a
d,s = 1 für
die Existenz einer unmittelbaren Verbindung von einem Raumpunkt
P
s des diskreten Raums zu einem benachbarten
Raumpunkt P
d und
(0)a
d,s = 0 für
das Nichtvorhandensein eben einer solchen Verbindung.
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Die
topologische Weglänge
l
d,s eines Verbindungskanals
104 im
Verkehrsfeld
101 von P
s, bezeichnet als
Datenquelle, nach P
d, bezeichnet als Datensenke,
ist gegeben durch die Anzahl zu transferierender Raumpunkte längs des
Kommunikationsweges von P
s nach P
d plus Eins, geordnet dargstellt durch eine
Mindestmatrix
mit l
d,s ≥ 1.
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Das
dem Verkehrsfeld übergeordnete
Prozessorfeld
102 ist durch die Referenzmatrix
charakterisiert, deren Elemente
y die relativen Referenzhäufigkeiten
zwischen den Prozessoren
103,
105 angeben.
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Der
Nachrichtenaustausch zwischen den Prozessoren 103, 105 geschieht über umso
weniger Knoten und damit umso schneller, je besser die Topologie
des Verkehrsfeldes 101 an die relativen Referenzhäufigkeiten
des Prozessorfeldes 102 angepasst ist.
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Der
normierte Diffusionskoeffizient stellt ein Maß für die Durchlässigkeit
getriebener Verkehrsströme dar,
beschrieben durch
mit
bezeichnet als normierte
relative Referenzhäufigkeit
von P
s nach P
d.
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Des
weiteren gelte
als Summe der relativen Referenzhäufigkeiten
von P
s auf alle umgebenden Raumpunkte P,
den Unterbringungsorten der Knoten des Verkehrsfeldes, einschließlich auf
sich selbst und daraus abgeleitet
als normierte relative Referenzhäufigkeit
von P
s auf P
d.
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Zu
bestimmen ist die zulässige
Mächtigkeit
transferierter Datenströme
zwischen den Verkehrsknoten.
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Entsprechend
der Verteilung relativer Referenzhäufigkeiten im Prozessorfeld
emittiert der Quellknoten Ps des Verkehrsfeldes
ein Datenpaket der Mächtigkeit D ⊗d,s innerhalb einer Laufzeit Θd,s zum Zielknoten Pd.
Dabei ist c prinzipiell die Vorbereitungszeit für den Transfer eines Datenpakets
von einem Knoten zu einem nachfolgenden Knoten und q die dafür benötigte Transferzeit
für genau
ein Datum im Paket. Alle aus Ps emittierten Daten
benötigen
zu ihrem Ausstrom die Verteilzeit Θ ⊗s und
speziell auf Pd die Verteilzeit Θd,s = ρd,s·Θ ⊗s
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Andererseits
verbrauchen alle von Pd entgegengenommen
Daten die Ankunftszeit Θ •d.
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Sowohl
die Verteilzeit Θ ⊗
s als auch die Ankunftszeit Θ •
d sind abhängig sowohl von den relativen
Referenzhäufigkeiten
des Prozessorfeldes, von der Vorbereitungszeit c für den Transfer
eines Datenpakets, von der benötigten
Transferzeit q für
genau ein Datum im Paket als auch von den Mächtigkeiten D der transferierten
Datenpakte zwischen den Knoten des Verkehrsfeldes. Um den Zeitbedarf
des Datentransfers im Verkehrsfeld proportional zu den Referenzierungen
im Prozessorfeld anzupassen, stehen plausibel die Verteil- und Ankunftszeiten Θ in Relation
zu den relativen Referenzhäufigkeiten
des Prozessorfeldes. In der Form besteht der Zusammenhang
und
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Genommen über alle
Knoten des Verkehrsfeldes bzw. über
alle Prozessoren des Prozessorfeldes ergibt sich daraus ein charakteristisches
Gleichungssystem zur Berechnung der bedingten Mächtigkeiten abgehender Datenpakete D ⊗ und
dem dafür
notwendigen Zeitbedarf:
kurz K·D ⊗ = R,
wobei K eine aus der vorstehenden Gleichung abgeleitete Koeffizientenmatrix
ist, R ein Resultatvektor und D ⊗ der Unbekanntenvektor aus Elementen D ⊗
l bis D ⊗
m
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Auf
einem solchen Gleichungssystem basiert ein Verfahren zur Anpassung
der Topologie eines Verkehrsfeldes an die Referenzstruktur des zugeordneten
Prozessorfeldes auf Basis der Eliminierung bestehender Direktverbindungen
zwischen den Knoten des Verkehrsfeldes.
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Die
Eliminierung einer bestehenden Direktverbindung im Verkehrsfeld
ist genau dann zulässig,
wenn alle Lösungen
dieses Gleichungssystems ein positives Vorzeichen haben. In diesem
Fall wird das Verkehrsfeld als balanciert bezeichnet, was heißt, dass
der auf den Datenfluss ausgeübte Richtungszwang
eine solche Verteilung ankommender Mächtigkeiten von Datenströmen in den
Verkehrsknoten des Verkehrsfeldes ausübt, die der Summe aller ankommenden
Referenzierungen in den Prozessoren des Prozessorfeldes entspricht.
Demnach ist die Korrelation zwischen den ankommenden Referenzierungen
in den Prozessoren des Prozessorfeldes und den ankommenden Mächtigkeiten
von Datenströmen
in den Knoten des Verkehrsfeldes nahezu vollständig. Eine vollständige Korrelation
wäre bei
einer technisch unsinnig bestehenden Koppelverbindung eines Verkehrsknotens
auf sich selbst gegeben.
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Das
Verfahren startet mit Vorgabe einer Referenzmatrix Y für das Prozessorfeld
und unter Annahme eines vollvernetzten Verkehrsfeldes, beschrieben
durch (0)ad,s =
0 für i
= j und = 1 sonst. Nachfolgend werden Direktverbindungen des Verkehrsfeldes
schrittweise reduziert unter Maßgabe
der Beibehaltung der Balanciertheit des Verkehrsfeldes, das heißt unter
Forderung sämtlich
positiver Elemente des Unbekanntenvektors D des charakteristischen
Gleichungssystems.
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Nach
erfolgter maximal möglicher
Reduzierung von Direktverbindungen funktioniert das Verkehrsfeld autonom.
Die Datenströme
zirkulieren zwischen den Verkehrsknoten mit genau solchen Mächtigkeiten,
deren Überlagerung
bei Ankunft in den Verkehrsknoten exakt der für ein balanciertes Verkehrsfeld
notwendigen Mächtigkeit
entspricht.
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Gemäß einem
vorstehend genannten Ausführungsbeispiel
werden ein nachzubildender Kurvenverlauf, bzw. dessen bekannte räumlich verteilte
Stützstellen
einer diskreten Fourier-Transformation
unterzogen, aus deren Komponenten sich die Referenzierungen innerhalb
des Prozessorfelds ergeben. Anschließend werden die Direktverbindungen
eines anfangs voll vernetzten Verkehrsfeldes unter Verwendung des
oben beschriebenen Eliminierungs-Verfahrens gelöst. Die sich am Ende einstellenden
Mächtigkeiten
ankommender Datenströme
in den Verkehrsknoten des Verkehrsfeldes entsprechen dann in geordneter
Folge der Größe von Stützstellen
für den
jeweils darzustellenden Kurvenverlauf.
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2 zeigt
ein Ablaufschema 200, welches die einzelnen Schritte des
Verfahrens veranschaulicht. Zunächst
werden in 201 die numerischen Werte einer Funktion als
Folge von Stützwerten
Xj eingetragen. Ohne Beschränkung der
Allgemeinheit gelte wie zuvor vereinbart Xj =
X–j,
d. h. es besteht ein bezüglich
der Ordinatenachse symmetrischer Funktionsverlauf.
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Nachfolgend
wird in 202 die Folge von Stützwerten einer diskreten Fourier-Transformation
unterzogen zur Erzeugung der Komponenten der Referenzmatrix.
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Ferner
wird in 203 ein Prozessorfeld 102 aus Prozessoren 103, 105 erzeugt.
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In 204 wird
ein Verkehrsfeld mit einer solchen Anzahl voll vernetzter Verkehrsknoten
erzeugt, die der Anzahl der Prozessoren 102, 105 entspricht.
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In 205 wird
die Topologie des Verkehrsfeldes 101 an die Referenzstruktur
des Prozessorfeldes 101 angepasst. Zunächst wird die Verbindung zwischen
zwei Verkehrsknoten 106, 107 des Verkehrsfelds 101 mit der
kleinsten relativen Referenzhäufigkeit
aufgetrennt, wodurch sich die Mächtigkeiten
sowohl ankommender als auch abgehender Datenströme in den Verkehrsknoten 106, 107 und
der Zeitbedarf für
den Transfer der Daten ändern.
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Geprüft wird
in 206, ob trotz erfolgter Auftrennung die Balanciertheit
des Systems erhalten geblieben ist.
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In
diesem Fall wird in 208 zu dem vorhergehenden Anpassungsschritt 205 zurückgekehrt,
angezeigt durch Pfeil 207. Andernfalls wird in 208 die
letzte Reduktion des Verkehrsfeldes 101 rückgängig gemacht
und als momentan ungeeignet markiert.
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Nachfolgend
wird unter Ausschluss der zuvor erkannten minimalen relativen Referenzhäufigkeit
das Minimum der noch verbleibenden relativen Referenzhäufigkeiten
festgestellt und eine nächste
Auftrennung im genannten Sinne vorgenommen.
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Geprüft wird
in 206 die Beibehaltung der Balanciertheit. Blieb sie nicht
erhalten, wird der Auflösungsschritt
wieder rückgängig gemacht,
andernfalls bleibt der Auflösungsschritt
bestehen und alle zuvor als ungeeignet markierten Reduktionen werden
wieder demarkiert.
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Haben
maximal viele Reduktionen von Direktverbindungen stattgefunden,
zirkulieren Datenströme charakteristischer
Mächtigkeit
zwischen den Knoten des Verkehrsfeldes und es korreliert die Mächtigkeit
ankommender Datenströme
in den Knoten des Verkehrsfeldes mit den Mächtigkeiten ankommender Referenzierungen
in den Prozessoren des Prozessorfeldes, übereinstimmend mit den Stützwerten
X in geordneter Reihenfolge.
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Die 3A bis 3D beschreiben
anschaulich die Vorgehensweise unter Anwendung des Verfahrens gemäß einem
Ausführungsbeispiel.
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3A enthält im Diagramm 300 die
zu simulierenden Mächtigkeiten D •j ankommender Datenströme in den Knoten des Verkehrsfelds 100.
Die Mächtigkeiten
entsprechen den Stützstellen
1 bis 15 einer Folge X. Mittels des beschriebenen Reduktionsverfahrens
sollen die Mächtigkeiten
der im Verkehrsfeld 100 getriebenen Datenströme an diese
Folge X angepasst werden.
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3B zeigt
die zugehörige
Referenzmatrix 310, deren Komponenten 311 sich
ergeben aus dem diskreten Integralkern der diskreten Fourier-Transformation
gewichtet mit den positiv signierten Stützstellen des Spektrums von
X.
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Zusätzlich zu
den Komponenten 311 der Referenzmatrix sind jeweils die
Zeilensummen 312 angegeben, welche der Stützstellenfolge
X entsprechen.
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3C veranschaulicht
das Konvergenzverhalten und die technische Realisierung des Generierungsverfahrens
einer dezidierten Folge X von Stützstellen.
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Das
Schaubild
320 zeigt eine Kurvenschar
321, welche
die iterative Herausbildung der Mächtigkeiten
getriebener
Datenströme
gegen die dezidierte Folge X von Stützstellen darstellt, vollständig herausgebildet nach
maximal 120 Ereignislagen.
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3D zeigt
im Schaubild
330 die Struktur eines rückgekoppelten Netzwerkes aus
15 Verkehrsknoten zur iterativen Herausbildung der Mächtigkeiten
getriebener
Datenströme.
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Der
Verkehrsknoten 331 (auch mit dem Knotenindex 01 gekennzeichnet)
ist beispielsweise mit dem Verkehrsknoten 332 (auch mit
dem Knotenindex 02 gekennzeichnet), einem nicht näher gekennzeichneten Verkehrsknoten 340 und
Verkehrsknoten 345 (auch mit dem Knotenindex 15 gekennzeichnet)
verbunden. Dabei empfängt
der Verkehrsknoten 331 Datenmassive aus den Verkehrsknoten 332, 344 (nicht
näher gekennzeichnet)
und 345 und sendet Datenmassive zum Verkehrsknoten 332.
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Verkehrsknoten 332 empfängt Daten
vom Verkehrsknoten 331, vom Verkehrsknoten 338 (auch
mit dem Knotenindex i gekennzeichnet) und von einem nicht näher gekennzeichneten
Verkehrsknoten 337. Verkehrsknoten 332 sendet
Daten an den nicht näher
gekennzeichneten Verkehrsknoten 344 und an den Verkehrsknoten 345.
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Verkehrsknoten 333 (auch
mit dem Knotenindex 03 gekennzeichnet) empfängt Daten aus dem Verkehrsknoten 345 und
dem nicht näher
gekennzeichneten Verkehrsknoten 335. Verkehrsknoten 333 sendet
Daten an zwei nicht näher
gekennzeichnete Verkehrsknoten 340 und 341.
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Verkehrsknoten 336 (entspricht
Verkehrsknoten j) empfängt
Datenströme
vom nicht näher
gekennzeichneten Verkehrsknoten 337, von den Verkehrsknoten 338 und 343 (auch
mit k gekennzeichnet) und sendet Datenströme N [ν] / j an die Verkehrsknoten 336 und 343.
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Verkehrsknoten 338 (mit
dem Knotenindex i gekennzeichnet) empfängt Daten von dem nicht näher gekennzeichneten
Verkehrsknoten 340 und dem Verkehrsknoten 336 und
sendet Daten an die Verkehrsknoten 332 und 336.
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Verkehrsknoten 343 (mit
dem Knotenindex k gekennzeichnet) sendet Daten an Verkehrsknoten 336 und
empfängt
Daten von Verkehrsknoten 336.
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Verkehrsknoten 345 (mit
dem Knotenindex 15 bezeichnet) empfängt Daten von einem nicht näher gekennzeichneten
Verkehrsknoten 335 und von dem Verkehrsknoten 332 und
sendet Daten an die Verkehrsknoten 331, 333 und
an zwei nicht näher
bezeichnete Verkehrsknoten 335 und 337.
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Die übrigen Verbindungen
zwischen den Verkehrsknoten sind bereits eliminiert. In diesem so
modifizierten Verkehrsfeld konvergieren über Rückkopplungen die getriebenen
Datenströme
gegen die dezidierte Folge X von Stützstellen gemäß der in 3A gezeigten
Kurvenschar.
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4 zeigt
eine Möglichkeit,
die in dem Verkehrsfeld gespeicherten Daten zu visualisieren, indem
die Mächtigkeit
eines jeden Verkehrsknotens auf die Betreiberspannung eines ihm
zugeordneten OLEDs in einem Feld von OLEDs abgebildet wird, welche
Licht 405 abstrahlen. Die OLED-Anordnung 400 weist
eine Anodenstruktur 401 bestehend aus parallel zu einander
horizontal verlaufenden Anodenelementen auf, welche mit einem Verkehrsfeld 406 gekoppelt
sind. Weiterhin weist die Anordnung eine das Licht 405 emittierende
Polymerschicht 402 und eine Kathode 403 mit vertikal
verlaufenden Kathodenelementen auf. Zusätzlich ist noch eine Folie 404 auf
die Kathode 403 als Trägermaterial
aufgebracht. Die Signale zur Steuerung der OLED-Anordnung werden
von dem Verkehrsfeld 406 geliefert, wobei die Signale sich
beispielsweise proportional zu den Korpuskelströmen des Verkehrsfeldes verhalten.
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5 ist
ein Flussdiagramm 500, welches ein Verfahren zum Erstellen
einer Stauprognose in einem Verkehrssystem zeigt. Zunächst werden
in 501 die relativen Referenzhäufigkeiten des Prozessorfeldes 102 aus
einer laufzeitaktuellen Beobachtung eines realen Verkehrssystems,
dessen aktuelle Wegeführung
in der Topologie des entsprechenden Verkehrsfeldes 101 abgelegt
ist, ermittelt. Wird nun in 502 das oben beschriebene charakteristische
Gleichungssystem gelöst,
so wird in 503 ein Verkehrsstau genau dann zu erwarten sein,
wenn der Lösungsvektor
des charakteristischen Gleichungssystems nicht vollständig positiv
besetzt ist. Somit lassen sich beispielsweise die Folgen eines zwangsweisen
Eingriffs in das Zielbegehren und Richtungsbegehren der Verkehrsteilnehmer
durch das Verkehrsleitsystem abschätzen als auch die Folgen einer
bevorstehenden Einflussnahme auf die Verteilung von Verkehrsspuren
durch das Leitsystem einschließlich
ihrer Richtung und Geschwindigkeit prognostizieren. Anhand dieser
Information lässt
sich die Steuerung des Verkehrsleitsystems entsprechend optimieren.
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Eine
andere Anwendungsmöglichkeit
des oben beschriebenen Verfahrens nutzt die Autonomie des Verkehrsfeldes
nach erfolgter Minimierung der Verbindungsknoten aus. Denn ausgehend
von einer gegebenen Anfangsverteilung ankommender Mächtigkeiten
von Datenströmen
in den Verkehrsknoten des Verkehrsfeldes wird die finale Mächtigkeit
im eingeschwungenen Zustand zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowohl
in Abhängigkeit
von der Anfangsverteilung als auch von der finalen Mächtigkeit
erreicht. Diese Eigenschaft eines massiv parallelen Systems lässt sich
zur zeitversetzten Veranlassung externer Prozesse durch das massiv
parallele System verwenden, so dass eine zeitversetzte Signalisierung
erreicht ist. Beispielsweise kann dadurch die zeitversetzte Signalgebung
einer Sprengung mit einer Mehrzahl von Sprengkapseln gesteuert werden.
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Eine
andere Anwendungsmöglichkeit
ist in der Modellierung und Simulation der Herausbildung von Nervengeflechten
gegeben.
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Gemäß der Hebbschen
Regel hängt
die Stabilität
synaptischer Verbindungen zwischen Nervenzellen in einem Nervengeflecht
von der Häufigkeit
der Inanspruchnahme der synaptischen Verbindung ab. Die Existenz
der synaptischen Verbindungen sei durch die Topologie eines Verkehrsfeldes
repräsentiert,
so entspricht die Stabilität
der synaptischen Verbindungen der Referenzhäufigkeit präsynaptischer mit postsynaptischen Nervenzellen,
wobei das durch die Hebbsche Regel beschriebene Phänomen dann
dem oben beschriebenen Reduktionsalgorithmus entspricht.
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Ein
weiteres Anwendungsgebiet besteht in der Speicherung bildhafter
Information in strukturierten Netzwerken. Dabei werden räumlich diskrete
Bilder als 2-dimensionale Objekte durch Prozessorfelder repräsentiert,
wobei Helligkeits- und Farbunterschiede zwischen den räumlich distanzierten
Bildpunkten den relativen Referenzhäufigkeiten des Prozessorfeldes
entsprechen. Anschließend
wird ausgehend von einem voll vernetzten Verkehrsfeld mittels des
oben beschriebenen Verfahrens die das diskrete Bild repräsentierende
Referenzverteilung in eine dazu adäquate Topologie der Verbindungsstruktur
des Verkehrsfeldes überführt. Somit kann
eine bildhafte Darstellung eines Objekts in eine entsprechende Topologie
des Verbindungsnetzwerkes eines Verkehrsfeldes überführt werden, wobei diese Struktur
unverwechselbar ist. Beispielsweise lassen sich auf diese Art Bilddatenbanken
für Kriminalprävention
und Kriminaldetektion erstellen.
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Gemäß einem
alternativen Ausführungsbeispiel
werden die Gravitationsfelder von einem in einem Wirkungsraum befindlichen
System aus endlich vielen Raumpunkten simuliert. Bei endlich vielen
Raumpunkten existieren zwischen den endlich vielen Raumpunkten auch
nur endlich viele Kraftlinien, wobei sich ein zusätzlich in
den Raum eingebrachtes Teilchen nur entlang maximal indizierter
Kraftlinien bewegt. Mittels eines massiv parallelen Systems lässt sich
die Spur eines in den Wirkungsraum eingebrachten Teilchens nachbilden.
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Die
zwischen den Raumpunkten wirkenden Kräfte entsprechen hierbei der
Verteilung der relativen Referenzhäufigkeiten im Prozessorfeld.
Ausgehend von einem vollvernetzten Verkehrsfeld wird nun mittels
des oben beschriebenen Verfahrens die Zahl der Verbindungen, zwischen
denen kein oder nur ein unterschwelliger Teilchenfluss gravitationsbedingt
stattfindet, eliminiert.
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Das
beschriebene Verfahren dient beispielsweise dazu, festzustellen,
welchen Einfluss Fremdfelder oder Abweichungen von Masseverteilungen
auf die gravitationsbedingte Bewegung von Masseteilchen ausüben.
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Gemäß einem
anderen Ausführungsbeispiel
lässt sich
das oben beschriebene Verfahren zur Optimierung der örtlichen
Verteilung von Funkzellen und deren Kanalkapazität in mobilen Netzen nutzen.
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Hierzu
wird jeder Mobilfunkteilnehmer formal als Prozessor eines Prozessorfeldes
und die relative Anrufhäufigkeit
zwischen allen Teilnehmern als relative Referenzhäufigkeit
zwischen den Prozessoren des Prozessorfeldes identifiziert. Das
Mobilfunknetz wird mit dem Verkehrsfeld identifiziert. Ausgehend
von einem vollvernetzten Verkehrsfeld, entsprechend der direkten
Erreichbarkeit einer jeden Funkzelle mit jeder anderen werden mittels
des oben beschriebenen Reduktionsalgorithmus genau jene Funkzellen
eliminiert, deren Verkehrslast im Vergleich zu anderen Funkzellen
vernachlässigbar
bzw. nur unterschwellig ist. Hierdurch wird eine mindestens mittelbare
Erreichbarkeit zwischen allen Funkzellen und eine kontinuierliche
Kommunikation zwischen allen Netzteilnehmern erreicht, was der Balanciertheit
(die Bereitstellung eines Kanals erfolgt ohne Rückstellung eines anderen Kanals)
des massiv parallelen Systems entspricht, welche durch das oben
genannte Verfahren gewährleistet
ist.
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- 100
- Anordnung
aus Verkehrsfeld und Prozessorfeld
- 101
- Verkehrsfeld
- 102
- Prozessorfeld
- 103
- Prozessor
- 104
- Verbindungskanal
- 105
- Prozessor
- 106
- Verkehrsknoten
- 107
- Verkehrsknoten
- 200
- Ablaufschema
- 201–208
- Verfahrensschritte
- 300
- Diagramm
- 310
- Referenzmatrix
- 311
- Komponenten
- 312
- Zeilensummen
- 320
- Schaubild
- 321
- Kurvenschar
- 330
- Schaubild
- 331–345
- Verkehrsknoten
- 400
- OLED-Anordnung
- 401
- Anodenstruktur
- 402
- Polymerschicht
- 403
- Kathode
- 404
- Folie
- 405
- Licht
- 406
- Verkehrsfeld
- 500
- Flussdiagramm
- 501–503
- Verfahrensschritte