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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein demontierbares Zelt, insbesondere
ein Festzelt.
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Aus
dem Stand der Technik sind Zeltkonstruktionen bekannt, bei denen
das aus Zeltplanen gebildete Dach teilweise geöffnet werden
kann. Dies kann beispielsweise durch Anheben der Dachspitze erfolgen.
Diese Konstruktionen sind allerdings äußerst kompliziert
im Aufbau und in der Bedienung.
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Ferner
sind aus dem Stand der Technik Zeltkonstruktionen bekannt, bei denen
ein Zeltdach komplett abgedeckt werden kann. So beschreibt
DE 3334443 ein demontierbares
Zelt, bei dem das Dach vollständig geöffnet werden
kann. Hierfür können die im Dachbereich liegenden
Zeltplanen quer zur Zelt-Längsachse bewegt werden. Bei
dieser Zeltkonstruktion ist jedoch nur ein Abdecken des gesamten Zeltdaches
möglich. Ein teilweises Öffnen, insbesondere im
Bereich der Dachspitze ist mit dieser Konstruktion nicht möglich.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zelt zur
Verfügung zu stellen, welches die Nachteile des Standes
der Technik überwindet. Insbesondere liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein Zelt zur Verfügung zu stellen,
dessen Dach auf einfache Art und Weise teilweise öffenbar ist.
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Diese
Aufgabe wird gelöst durch ein demontierbares Zelt, insbesondere
Festzelt, mit öffenbarem Dach mit mindestens zwei, im unteren
Bereich des Daches und sich gegenüberliegend angeordneten Zeltplanen
(stationäre Planen), die sich von der Dachtraufe in Richtung
des Dachfirstes soweit erstrecken, dass die in Längsrichtung
des Zeltes verlaufenden Stirnränder dieser Planen vom Dachfirst
beabstandet bleiben, sodass sie eine Öffnung im oberen Bereich
des Daches freilassen, und mit mindestens einer, quer zur Zelt-Längsachse
bewegbaren Zeltplane, die an ihren quer zur Zelt-Längsachse
verlaufenden seitlichen Rändern in Führungsnuten
geführt ist und zum Schließen bzw. Öffnen
des Daches in eine die Öffnung bedeckende bzw. eine die Öffnung
freilegende Stellung gebracht werden kann.
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Dadurch
wird auf einfache Art und Weise ein teilweises Öffnen und
Schließen des Daches im oberen Bereich möglich.
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Befindet
sich die bewegbare Plane in einer die Öffnung bedeckenden
Stellung, bildet die bewegbare Plane mit den mindestens zwei stationären
Planen eine im Wesentlichen geschlossene Einheit, wodurch das Zeltdach
in einem geschlossenen Zustand vorliegt.
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Vorzugsweise
sind die Führungsnuten für die Führung
der quer zur Zelt-Längsachse verlaufenden seitlichen Ränder
der mindestens einen bewegbaren Zeltplane an Dachbinder angeformt
oder Bestandteil von an den Dachbindern befestigten Zusatzprofilen. Dadurch
werden zusätzliche Führungen, die erst nachträglich
angeordnet werden müssen, überflüssig.
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Bei
einer besonderes bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Zeltes sind die stationären Planen an ihren quer zur Zelt-Längsachse
verlaufenden seitlichen Rändern in Führungsnuten
geführt, die an die Dachbinder angeformt oder Bestandteil
von an den Dachbindern befestigten Zusatzprofilen sind, wobei zumindest
diejenigen Dachbinder, welche Führungsnuten für
die mindestens eine bewegbare Plane aufweisen, mindestens im Bereich
der stationären Planen auch Führungsnuten für die
Führung der stationären Planen aufweisen, die unterhalb
der Führungsnuten für die mindestens eine bewegbare
Plane angeordnet sind, sodass diese Dachbinder mit ihren Führungsnuten
sowohl die mindestens eine bewegbare Plane als auch mindestens eine
der stationären Planen führen. Diese Anordnung der
Führungsnuten macht die gesamte Konstruktion besonders
unkompliziert im Aufbau und damit kostengünstig in der
Herstellung. Zudem ist durch die Anordnung der Führungsnuten
eine besonders einfache Bedienbarkeit gegeben. Im offenen Zustand
befindet sich die mindestens eine bewegbare Plane über
einer stationären Plane. Zum Schließen wird die bewegbare
Plane auf die Dachöffnung gezogen und bildet dann mit den
beiden gegenüberliegenden stationären Planen eine
geschlossene Einheit.
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Mit
Vorteil weisen die Zeltplanen Keder zur Führung in den
Führungsnuten auf. Durch diese Keder werden zusätzliche
Einrichtungen, wie beispielsweise Führungsrollen, überflüssig.
Auch dies macht die Konstruktion einfacher und damit kostengünstiger.
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Vorzugsweise überlappt
die mindestens eine bewegbare Plane im geschlossenen Zustand die
beiden sich gegenüberliegenden stationären Planen mindestens
teilweise. Dadurch wird gewährleistet, dass keine Öffnungen
oder Ritzen bestehen bleiben, durch die eventuell Regenwasser ins
Zeltinnere dringen kann. Zudem wird durch diese Anordnung erreicht,
dass das Dach im geschlossenen Zustand unempfindlicher gegen Windbelastung
ist.
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In
der Regel sind an den in Längsrichtung des Zeltes verlaufenden
Stirnkanten der mindestens einen bewegbaren Zeltplane Spannseile
angeordnet, die an mindestens einer, vorzugsweise beiden Seiten an
Seilwinden gekoppelt sind. Dadurch kann in einfacher Art und Weise
vom Boden aus das Zeltdach geöffnet bzw. geschlossen werden.
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Vorzugsweise
sind die oben genannten Seilwinden motorbetrieben, wobei die Motoren
vorzugsweise Motorbremsen aufweisen. Dadurch wird erreicht, dass
die bewegliche Plane, insbesondere im geschlossenen Zustand des
Zeltes gespannt bleibt und die Motoren nicht „nachgeben”.
Die Spannung der bewegbaren Plane in geschlossenem Zustand ist sehr
wichtig, um zu verhindern, dass sich Wasser in eventuell entstehenden
Mulden sammelt.
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Mit
Vorteil sind an den in Längsrichtung des Zeltes verlaufenden
Stirnkanten der mindestens einen bewegbaren Plane Spannstangen angeordnet, an
denen vorzugsweise Spannseile angeordnet sind. Diese Spannstangen
tragen ebenfalls zur Erhöhung der Spannung der bewegbaren
Plane bei.
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Vorzugsweise
sind an den Spannstangen Windblockvorrichtungen, vorzugsweise Textilelemente,
zum Beispiel Lappen, angeordnet. Durch diese Windblockvorrichtungen
wird ein Eindringen von Wind und ein eventuelles Anheben der bewegbaren Plane
im geschlossenen Zustand des Zeltes verhindert.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner einen Dachbinder für
die Errichtung des erfindungsgemäßen Zeltes, bestehend
aus einem Hohlprofil mit rechteckigem Querschnitt und an mindestens
einer äußeren Ecke angeformten ersten Kedernut
zur Aufnahme des Keders einer bewegbaren Plane, sowie mindestens
einer zwischen der ersten Kedernut und einer, zur ersten Kedernut
benachbart angeordneten Ecke des Binders angeformten zweiten Kedernut
zur Aufnahme des Keders einer stationären Plane. Durch
einen Dachbinder mit der genannten Konstruktion wird die Montage
eines erfindungsgemäßen Zeltes stark vereinfacht,
indem durch einen einzigen Dachbinder Führungen sowohl
für eine stationäre Plane als auch für
eine bewegbare Plane zur Verfügung stehen.
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Mit
Vorteil sind an zwei benachbarten äußeren Ecken
des Dachbinders Kedernuten zur Aufnahme der Keder zweier bewegbarer
Planen angeformt, wobei vorzugsweise an den beiden Seitenwänden, die
diese Kedernuten mit den Ihnen benachbart angeordneten Ecken verbinden,
jeweils eine weitere Kedernut zur Aufnahme der Keder zweier stationärer Planen
angeformt ist. Durch diese Konstruktion wird erreicht, dass ein
einziger Dachbinder insgesamt vier Planen (zwei bewegliche und zwei
stationäre Planen) führen kann.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Dachbinders sind an allen vier Ecken sowie an zwei gegenüberliegenden
Seitenwänden Kedernuten angeformt (siehe 4).
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Weitere
Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung
mit den Zeichnungen und den Unteransprüchen. Hierbei können
die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder in
Kombination miteinander verwirklicht sein.
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In
den Zeichnungen zeigen:
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1a und 1b:
Eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Zeltes
im geöffneten bzw. geschlossenen Zustand;
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2a bzw. 2b:
Einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße Zelt
von 1a bzw. 1b im
geöffneten bzw. geschlossenen Zustand;
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3a und 3b:
Detaildarstellungen der 2a bzw. 2b;
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4:
Einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Dachbinder.
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1a zeigt
eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Festzeltes 1 mit
Seitenwänden 2 und einem öffenbarem Dach 3.
Die beiden Seitenwände 2, von denen in der vorliegenden
Zeichnung nur eine zu erkennen ist, sind aus Stehern (Hohlprofile) 4 sowie
zwischen den Stehern 4 angeordneten Wandplanen 5 aufgebaut.
Das Dach 3 ist ebenfalls aus Dachplanen sowie Dachbindern
aufgebaut. Die beiden äußeren Dachplanen 6a und 6b sind
zwischen den Dachbindern 7a bzw. 7b und 8a bzw. 8b angeordnet. Die
Dachplanen 6a und 6b erstrecken sich von der Dachtraufe 9 der
hier dargestellten Dachhälfte über den Dachfirst 10 bis
zur Dachtraufe der hier nicht zu erkennenden gegenüberliegenden
Dachhälfte und bilden eine geschlossene Einheit. Zwischen
den Bindern 8a bzw. 8b und dem Dachbinder 11 sind
zwei Dachplanen 12a und 12b angeordnet, die sich
von der Dachtraufe 9 in Richtung des Dachfirstes 10 soweit
erstrecken, dass die in Längsrichtung des Zeltes 1 verlaufenden
oberen Stirnränder 13a und 13b dieser
Planen vom Dachfirst 10 beabstandet bleiben. Dadurch entsteht
eine Öffnung 14 im oberen Bereich des Daches.
Die Dachbinder 8a bzw. 8b weisen, hier nicht dargestellte,
zueinander benachbart angeordnete Führungsnuten zum Führen
und Halten sowohl eines seitlichen Randes der äußeren
Plane 6a bzw. 6b als auch eines seitlichen Randes
einer stationären Plane 12a bzw. 12b auf.
Zwischen dem Binder 8a bzw. 8b und dem mittleren
Binder 11 sind neben den oben genannten stationären
Planen 12a und 12b auch zwei bewegbare Planen 15a und 15b angeordnet.
Die beiden bewegbaren Planen 15a und 15b befinden
sich im geöffneten Zustand des Daches im Bereich der stationären
Planen 12a und 12b und überlappen diese
fast vollständig. Die stationären Planen 12a und 12b sind
an ihren quer zur Zelt-Längsachse (Längsachse
ist diejenige Achse, die parallel zum Dachfirst verläuft)
verlaufenden seitlichen Rändern 16a und 16b bzw. 17a und 17b in
hier nicht zu erkennenden Führungsnuten geführt,
die an die Dachbinder 8a und 11 bzw. 8b und 11 angeformt
sind. Auch die beiden bewegbaren Planen 15a und 15b werden in
hier nicht zu sehenden Führungsnuten der Binder 8a und 11 bzw. 8b und 11 an
ihren quer zur Zelt-Längsachse verlaufenden seitlichen
Rändern 18a und 18b bzw. 19a und 19b geführt.
Das heißt, dass die Binder 8a, 8b sowie 11 Führungsnuten
sowohl für die stationären Planen 12a und 12b als
auch für die bewegbaren Planen 15a und 15b aufweisen. Während
die stationären Planen 12a und 12b im
aufgebauten Zustand des Zeltes feststehend und nicht bewegbar sind,
sind die bewegbaren Planen 15a und 15b in ihren
Führungsnuten quer zur Zelt-Längsachse bewegbar.
Die Führungsnuten der stationären Planen 12a und 12b sind
unterhalb der Führungsnuten für die bewegbaren
Planen 15a und 15b angeordnet (siehe 4).
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Soll
das Dach nun von einem geöffneten Zustand in einen geschlossenen
Zustand überführt werden, so werden die bewegbaren
Planen 15a und 15b quer zur Zelt-Längsachse
solange verschoben, bis diese Planen 15a und 15b die Öffnung 14 des
Daches 3 komplett bedecken. Dieser Zustand ist in 1b dargestellt.
Die bewegbaren Planen 15a und 15b befinden sich
im geschlossenen Zustand des Zeltdaches mit einer Hälfte
auf der einen Dachseite und mit der anderen Hälfte auf
der gegenüberliegenden, hier nicht dargestellten Dachhälfte.
Um eine optimale Spannung der bewegbaren Planen 15a und 15b im
geschlossenen Zustand zu erreichen, weisen die bewegbaren Planen 15a und 15b an
Ihren jeweils beiden Stirnrändern 20a und 20b bzw. 21a und 21b Spannstangen 22 auf.
An diesen Spannsstangen 22 sind Spannseile 23 angeordnet,
die mit motorbetriebenen Seilrollen 24a, 24b gekoppelt
sind (siehe insbesondere 2a und 2b).
An den Spannstangen 22 sind jeweils Lappen zum Abhalten
des Windes angeordnet (hier nicht dargestellt). Im geschlossenen
Zustand überlappen die bewegbaren Planen 15a und 15b die
stationären Planen 12a und 12b in einem Überlappungsbereich 25,
welcher hier ca. 30 cm beträgt. Die Seilwinden 24a, 24b umfassen
jeweils synchron laufende Seiltrommeln auf Achswellen. Dadurch wird
ein gleichmäßiges verschieben der bewegbaren Planen
gewährleistet. Die Seilwinden sind mit einem Motor mit
Motorbremse gekoppelt.
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2a zeigt
einen Querschnitt durch das Zelt von 1a (Längsschnitt
durch die Binder 11 und 11'). Hier ist wiederum
das Zelt im geöffneten Zustand dargestellt. Die Binder 11 und 11' sind
im Firstbereich über das gebogene Profil 11a,
welches Führungsnuten für die bewegbaren Planen 15a, 15b aufweist,
miteinander verbunden. Die bewegbare Plane 15b bedeckt
die stationäre Plane 12b fast vollständig.
Die sich gegenüberliegenden stationären Planen 12b und 12b' sind
im Bereich der Öffnungsenden mit Klemmprofilen 26 gehalten.
Die einander gegenüberliegenden Dachplanen 12b und 12b' lassen
in diesem Zustand eine Öffnung 14 frei. Soll das
Dach nun geschlossen werden, werden die bewegbaren Planen (hier
Plane 15b) mit Hilfe der Spannseile 22 und der
damit gekoppelten Seilwinde 24b soweit in Richtung der
Seilwinde 24b gezogen, bis die bewegbare Plane 15b die Öffnung 14 komplett
bedeckt. Dieser Zustand ist in 2b dargestellt.
Die bewegbare Plane 15b bedeckt die komplette Dachspitze
und überlappt die einander gegenüberliegenden
stationären Planen 12b und 12b' (siehe Überlappungsbereiche 25 und 25').
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4 zeigt
einen Querschnitt durch den Binder 11 im Bereich der stationären
Planen 12a und 12b im offenen Zustand des Daches.
Der Binder 11 besteht aus einem unteren Basisabschnitt 27 und
einem oberen Kopfabschnitt 28, die miteinander unlösbar
verbunden sind. Der Binder 11 weist insgesamt einen rechteckigen
Querschnitt auf. An den oberen Ecken sind zwei Kedernuten 29a und 29b angeformt, welche
die Keder 30a bzw. 30b der bewegbaren Planen 15a bzw. 15b aufnehmen.
An den unteren Ecken des Binders 11 sind zwei nicht besetzte
Kedernuten 32a bzw. 32b angeformt. Diese Kedernuten
können beispielsweise zum Einspannen von Gibelplanen verwendet
werden. Zwischen den Kedernuten 29a bzw. 29b und
den Nuten 32a bzw. 32b ist jeweils eine weitere
Kedernut 33a bzw. 33b angeformt. Diese Kedernuten 33a bzw. 33b dienen
zur Aufnahme der Keder 34a bzw. 34b der stationären
Planen 12a bzw. 12b. Durch die Tatsache, dass
die Kedernuten 29a und 29b für die Keder 30a bzw. 30b der
bewegbaren Planen 15a bzw. 15b oberhalb der Kedernuten 33a bzw. 33b für
die Keder 34a bzw. 34b der stationären Planen 12a bzw. 12b angeordnet
sind, gleiten die bewegbaren Planen 15a und 15b beim Öffnen
bzw. Schließen des Daches über die stationären
Planen 12a bzw. 12b hinweg. Auf diese Art und
Weise wird ein einfaches und schnelles Öffnen bzw. Schließen des
Daches möglich.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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