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Die
Erfindung betrifft ein zum täglichen Gebrauch teilzerlegbares
Fahrzeug, mit dem man auch im teilzerlegten Zustand Lasten transportieren
kann.
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Das
teilzerlegbare Fahrzeug besteht aus den Funktionsbaueinheiten: Transportwagen
und Antriebseinheit. Erstes Anwendungsbeispiel ist ein teilzerlegbares
Dreirad welches im teilzerlegten Zustand als Flurförderfahrzeug
bzw. Sackkarre zu benutzen ist. Das teilzerlegte oder auch im Sprachgebrauch zusammengefaltete
Dreirad muss somit nicht getragen werden sondern man kann mit ihm
zusätzlich noch eine Last transportieren.
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Zum
anderen ein dreirädriges Laufrad, welches im teilzerlegten
Zustand als Flurförderfahrzeug bzw. Sackkarre zu benutzen
ist. Das teilzerlegte Laufrad muss somit nicht getragen werden sondern man
kann mit ihm zusätzlich noch eine Last transportieren.
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Die
maschinenbautechnische Schlüsselfunktion ist das Adaptionsprinzip
welches aus 2 getrennten Baueinheiten eine neue feste Funktionseinheit
macht.
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Die
kennzeichnenden Leistungsmerkmale für den Transportwagen
bzw. den Transportwagen mit Antriebsvorrichtung sind: Lastbeförderung,
Last- und Personenbeförderung, Zusammenklappbarkeit und
Rollbarkeit der gesamten Vorrichtung, d. h. Antriebsvorrichtungen
mit Transportwagen, zum besseren Transport der gesamten Vorrichtung.
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Bei
den bisherigen Falträdern, Zweirad oder Dreirad, muss die
zusammengefaltete Einheit getragen werden bzw. die Räder
für den Fahrbetrieb können nicht zum Transport
im gefalteten Zustand benutzt werden. Daraus folgt dass somit auch
keine Last im gefalteten Zustand transportiert werden kann.
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Es
ist zwar ein Faltdreirad bekannt, wie in
DE 10 2006 049 770 A1 dargestellt,
welches eine Last im gefalteten Zustand transportieren kann, welches
im praktischen Gebrauch aber entscheidende Mängel aufweist.
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Diese
Nachteile resultieren aus der festen Verbindung zwischen der Antriebsvorrichtung
und dem Transportwagen bzw. Flurförderwagen. Das Prinzip
der vielen Schwenk und Klappachsen, wodurch die verbundene Einheit
möglich wird, bedingt eine Konstruktion die zu viele Nachteile
im täglichen Gebrauch verursacht.
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Dieses
Prinzip der festen Anbindung hat beim Zusammenfalten der Vorrichtung
den Nachteil, dass der Schwerpunkt sehr hoch liegt, da der schwerste
Teil der Antriebsvorrichtung, die Hinderradnabe, sehr hoch liegt.
Dies hat eine labile Standfestigkeit zur Folge.
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Des
weiteren wird bei dem System der ganze Transportwagen geschwenkt
um eine Lenkbewegung auszuführen. Die Achse zum Hochklappen
der Antriebsvorrichtung wird auch als Schwenkachse zum Lenken benutzt.
Dieses Lenkprinzip verursacht bei engen Kurvenfahrten eine instabile
Kippbewegung. Ebenso wird durch den hohen Gesamtschwerpunkt des
Fahrradteils in Kurven, bei normaler Fahrradgeschwindigkeit, das
Kippverhalten weiter verstärkt.
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Weiterhin
verzögern viele Knick- und Schwenkachsen mit den dazugehörigen
Arretierschrauben den Aufbau der zusammen gefalteten Antriebsvorrichtung.
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Auch
bei einer notwendigen Demontage der Antriebsvorrichtung, aufgrund
von beengten Platzverhältnissen oder zu großem
Kräfteaufwand des Benutzers beim Heben ins Auto, müssen
aufwendigere Montagearbeiten durchgeführt werden.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dreirad mit einem Adaptiersystem
zu schaffen, das im Bauraum minimierten Zustand, bzw. zerlegten Zustand
gerollt werden kann und darüber hinaus noch eine Last transportieren
kann.
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Ebenso
soll das Kurvenverhalten bei normalen Fahrradgeschwindigkeiten verbessert
werden.
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Es
soll auf ein bewährtes Antriebsystem, wie Tretkurbel mit
Ritzel und Kette, verwandt werden können. Im gefalteten
Zustand soll die Einheit kompakt und standstabil sein und ohne Schwenkachsen auskommen.
Mit dem Gesamtaufbau soll ein möglichst niedriger Schwerpunkt
des Bauraum minimierten Gesamtsystems erreicht werden.
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Ebenso
soll ein Lenksystem geschaffen werden bei dem der Gesamtwagen, bei
der Lenkbewegung, starr mit der Antriebsvorrichtung verbunden ist und
nur die Radachsen schwenken.
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Ebenso
soll mit dem gleichen Lastaufnahmeteil ein Laufrad mit Elektromotor
möglich sein. Einfach durch das Austauschen der Antriebsvorrichtungen
soll die Fahrzeugart geändert werden können. Weiterhin
soll eine Fahrradantriebseinheit mit Elektromotor adaptiert werden
können.
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Hier
ist es aufgrund des notwendigen niedrigen Schwerpunktes und der
besseren Handhabung erforderlich dass der Elektro-Antriebsmotor
sich auf dem Transportwagenteil befindet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsmäßig, durch eine Fahrrad-Antriebsvorrichtung
gelöst welche im Bauraum minimierten Zustand bzw. zerlegtem
Zustand nicht fest mit dem Wagen verbunden ist sondern nur angehängt
ist. Bei der Umwandlung in ein Dreirad wird lediglich das Trägerrohr
des Fahrradteils in eine Klemmaufnahme am Transportwagen gesteckt
und die Teleskopstange verlängert.
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Im
teilzerlegten Zustand bzw. Bauraum minimierten Zustand ist die Fahrrad-Antriebsvorrichtung an
den Transportwagen angehängt. Das Antriebsrad des Fahrradteils
befindet sich dann parallel zur Wagenquerachse bzw. die Radachse
des Fahrradantriebsrades befindet sich dann ca. 90° zu
den Wagenradachsen.
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Das
Fahradantriebsrad sitzt im Transportzustand möglichst tief
auf dem Transportwagenteil um den Gesamtschwerpunkt tiefer zu legen,
da das Hauptgewicht durch die Nabengangschaltung des Fahrradantriebsrades
bestimmt wird.
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Die
Lenkung erfolgt über 2 schwenkbare Radachsen welche sich
am Transportwagen befinden.
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Die
beiden Schwenkachsen sind über eine Verbindungsstange miteinander
verbunden, so dass beim Schwenken ein Parallelogramm entsteht. Die Lenkbewegung
wird über Lenkhebel und Seilzüge eingeleitet und über
die Verbindungsstange werden die Schwenkbewegungen der Radachsen
synchronisiert.
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Die
Radachsen sind in Längsrichtung beweglich und können
beim Transport nach innen verschoben werden um die Raummaße
des zusammengefalteten Wagens zu minimieren.
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Der
ganze erfindungsgemäße Aufbau ist so gestaltet
dass die Raummaße im Packzustand der Gesamtvorrichtung
minimal sind.
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Da
die Antriebsvorrichtungen beim Transport bzw. im Packzustand nur über
den Brems- und Schaltzug mit dem Wagen fest verbunden sind, können
durch das Lösen des Schalt-Bremsgriffs, die Antriebsvorrichtungen
auch getrennt vom Wagen transportiert werden z. B. beim Transport
im Auto. Dies ermöglicht eine maximale Flexibilität
und Beweglichkeit.
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Weiterhin
kann das Fahrradteil über eine Teleskopvorrichtung zusammen
geschoben, so dass das Fahrradteil im Transportzustand nicht wesentlich über
den Haltebügel des Wagenteils übersteht.
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Die
mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
dass durch das steckbare Adaptiersystem die Knickachsen und Schwenkachsen
entfallen sowie die Arretierschrauben und somit die Handgriffe beim
Zusammenbau minimiert werden. Ebenso werden die Packmaße
des Gesamtsystems optimal klein gehalten.
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Ein
weiterer Vorteil ist das feste und fahrtüchtige Fahrwerk
welches durch die Klemmverbindung entsteht, sowie das möglich
gewordene Lenkprinzip.
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Der
Vorteil des Gesamtsystems ist weiterhin, dass im Packzustand die
Vorrichtung nicht getragen werden muss sondern gerollt bzw. hinterher
gezogen werden kann und sogar hierbei eine Last transportiert werden
kann, aber das System wesentlich bedienfreundlicher und fahrtauglicher
ist, als das Knickachsen und Schwenkachsen-Prinzip.
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Mit
diesem steckbaren Adaptiersystem können problemlos andere
Antriebssysteme, wie zum Beispiel das Laufrad mit E-Motor-Unterstützung
angebracht werden.
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Es
zeigt
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1 Das
Dreirad im Fahrzustand (1). Das Fahrradteil bzw. der Antriebsteil
ist an dem Transportwagenteil angesteckt (2) und die Teleskop-Trägerstange
(3) des Fahrradteils ist ausgezogen, wodurch sich automatisch
die Kette mit dem flexiblen Kettenschutz (4) spannt.
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Der
Sitz (5) für den Personentransport ist eingesetzt.
Zum Transport einer großen Last (6), wie zum Beispiel
ein Koffer, muss der Sitz herausgenommen werden. Die Last kann dann
mit einem Gummizug am Gestänge (7) gesichert werden.
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2 Die
gesamte Einheit befindet sich im Transportzustand d. h. im „Nichtfahrradzustand”. Eine
großer Karton (8) wird wie auf einer Sackkarre transportiert
und der Antriebsteil (9) ist am Transportwagen platzsparend
eingehängt. Die Teleskop-Trägerstange (10)
des Fahrradteils ist zusammen geschoben, so dass der Antriebsteil
nicht über den Transportwagen übersteht (11).
Die Radachsen sind eingezogen (12) um eine minimale Fahrbreite
zu erreichen, so dass man durch die schmalste Tür kommen
kann. Der Fahrradantriebsteil kann einfach abgenommen (13)
werden und zum Beispiel im Auto getrennt verstaut werden.
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Das
Fahrradteil (14) ist auf der Wagenkonsole abgelegt, so
dass die schwere Radnabe (15) möglichst weit unten
sitzt. Die Seilzüge für die Nabenschaltung und
die Bremse befinden sich am Lenkhebel-Haltegriff (16).
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Die
Haltegriffe, an denen sich die Bedienelemente für die Schaltung
und die Bremse des Fahrradteils befinden, können dann abgenommen
werden. Sie werden dann einfach aus den Schwenkscheiben (17)
der Seilzuglenkung gezogen. Die Einheit fungiert dann als Sackkarre
(18).
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3 Das
Dreirad im Fahrzustand mit den herausgezogenen Achsen (19).
Durch das Herausziehen der Achsen wird der Lenkeinschlag ermöglicht.
Die Seilzuglenkung ist so ausgelegt dass bei Geradstellung der Lenkräder
die Lenkhebel, welche auch gleichzeitig als Haltegriffe dienen,
ebenfalls gerade stehen.
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Die
herausgezogenen Achsen sind in einem Schwenklager (20)
gelagert. Die Stellungen der beiden Schwenklager wird über
eine Stange (21) synchronisiert.
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Das
Fahrradteil wird über eine Klemm-Steckvorrichtung (22)
mit dem Transportwagenteil starr verbunden. Der Fahrersitz (24)
ist auf der Teleskop-Trägerstange (23) flexibel
einstellbar.
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4 Der
elektrische Antriebsmotor (25) zur Unterstützung
des Tretkurbelantriebes sitzt aus Schwerpunkt und Handhabungsgründen
auf dem Transportwagenteil. Der Verbindungsantrieb (26)
zur Tretkurbel ist am Fahrradteil angebracht. Wenn der Fahrradteil
an den Transportwagen angesteckt wird, rastet automatisch der Verbindungsantrieb
in die Elektromotor-Abgangswelle (27) ein.
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5 Hierbei
wird das gleiche Transportwagenteil (28) verwand, nur mit
kleineren Rädern (29). Der angesteckte Antriebsteil
beihaltet einen kleineren elektrischen Antriebsmotor (30)
der zugeschaltet werden kann um die Laufbewegung zu unterstützen. Es
ist auch möglich die Fahrbewegung ausschließlich
mit dem Antriebsmotor zu machen. Ansonsten gilt das gleiche Prinzip
wie bei dem Fahrradantrieb mit Tretkurbelantrieb.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102006049770
A1 [0007]